- Afghanistan-Kurs auf dem Prüfstand
Im Wahlkampf kritisierte Friedrich Merz die „Afghanistan-Flieger“ scharf. Nach drei Monaten Regierungsarbeit startet erneut ein Flug aus Islamabad. Die Bundesregierung muss bestehende Aufnahmezusagen einhalten – Beschlüsse aus der Baerbock-Zeit halten sie in juristischer Geiselhaft.
Friedrich Merz ist bekanntlich selten um große Worte verlegen. Noch im Wahlkampf hieß es sinngemäß von ihm: „Wir stoppen die Afghanen-Flieger!“ Wörtlich bezeichnete er die Flüge gar als „einigermaßen irre“. Der Kampf gegen die unkontrollierte Aufnahme von Menschen aus Ländern wie Afghanistan oder Syrien wurde zum Wahlkampf-Dauerbrenner der Union. Zunächst sah es dann nach dem Amtsantritt von Friedrich Merz auch danach aus, als bekäme der deutsche Wähler wie bestellt. Bislang war unter der Ägide von Kanzler Merz und Vizekanzler Klingbeil noch kein weiterer Flieger aus Islamabad eingetroffen. Das hat sich nun jedoch geändert. In der vergangenen Woche kündigte man aus Regierungskreisen an, dass am Montag erneut ein Afghanistan-Flieger aus der pakistanischen Hauptstadt nach Deutschland kommen solle.
Wieder ein Flug aus Islamabad
Inzwischen ist die Maschine in Hannover gelandet. Diesmal an Bord: 47 Personen, darunter auch Frauen und Kinder. Tatsächliche Ortskräfte machen aber auch dieses Mal wieder deutlich weniger als die Hälfte aus. Knapp ein Dutzend der Passagiere sind sogenannte „Hauptantragsteller“ – also ehemalige Ortskräfte oder Gegner der Taliban –, der Rest beläuft sich auf deren „Familienangehörige“, wie die Welt und die Bild berichten. Sie alle gehören der Gruppe der „unmittelbar konkret oder latent Gefährdeten“ an, die bereits mit einer vorläufigen Aufnahmezusage der Bundesrepublik im Nachbarland Pakistan festsitzen. Aktuell sind das laut Auswärtigem Amt noch etwa 2100 Personen. Die meisten von ihnen warten nun in Islamabad auf das ersehnte grüne Licht vonseiten Deutschlands.
Dass man in Pakistan auf Entscheidungen aus Berlin warten muss, hat allerdings seine Gründe. Schon lange steht der Einflug von Afghanen nach Deutschland in der Kritik. Noch unter der Vorgängerregierung war das missbrauchsanfällige und auch aus juristischer Sicht umstrittene Aufnahmeprogramm nach massivem Protest kurzzeitig ausgesetzt worden. Da sich bereits im Voraus vermehrt Zweifel an der angeblichen Identität vieler Fluggäste ergeben hatten, konnte die Luftbrücke erst mit der Einführung zusätzlicher Sicherheitsinterviews fortgeführt werden. Damals war es übrigens auch noch Friedrich Merz, der der Regierung aus seiner Rolle als Oppositionsführer vorwarf, Menschen trotz unklarer Identitäten oder ohne klar erkennbare Gefährdung verbindliche Zusagen zu machen und das Aufnahmeprogramm erneut fortzusetzen.
Altlasten und Sicherheitsbedenken
Woher nun also der Sinneswandel nach drei Monaten Regierungsarbeit? Wie Ferdinand Knauss bereits vor einiger Zeit bei Cicero feststellte, ist die Situation der in Pakistan festsitzenden Afghanen – ähnlich wie viele andere Migrationsregelungen – rechtlich äußerst verzwickt. In einer Urteilsbegründung des Verwaltungsgerichts Berlin hieß es Anfang Juli etwa: „Die Bundesrepublik Deutschland muss einer afghanischen Staatsangehörigen und ihren Familienangehörigen, denen im Rahmen des Bundesaufnahmeprogramms für Afghanistan Aufnahmezusagen gegeben wurden, Visa zur Einreise nach Deutschland erteilen.“
Im Klartext bedeutet das: Hält sich das Auswärtige Amt nicht an bereits unter der Vorgängerregierung verbindlich erteilte Aufnahmezusagen, drohen ihm künftig saftige Ordnungsgelder von bis zu 10.000 Euro. Das ist zwar noch keine direkte Kriegserklärung an die von der Merz-Regierung eingeleitete Migrationswende. Die aber ohnehin schon engen juristischen Spielräume werden mit Beschlüssen wie diesem für die verantwortlichen Entscheidungsträger noch weiter beschnitten. Somit ist das Auswärtige Amt von heute noch immer gebunden an Beschlüsse aus der Ära Baerbock und alten Zusagen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Dessen Präsident Hans-Eckhard Sommer war im Frühjahr selbst noch in aller Munde, als er öffentlich einen radikalen Kurswechsel in der Asylpolitik forderte. Man kann somit kaum von fehlendem Willen bei den heute verantwortlichen Entscheidungsträgern reden. Vielmehr befinden sie sich nach wie vor in der juristischen Geiselhaft bisher geltender Rechtsvorschriften.
Sinnbildlich dafür steht die Äußerung des jetzigen Außenministers Johann Wadephul: „Wir haben als Koalition klar vereinbart, freiwillige Aufnahmeprogramme zu beenden, dazu stehen wir. Wir stehen aber auch dazu, rechtsverbindliche Aufnahmezusagen einzuhalten und sie umzusetzen, das honorieren wir.“
Spätestens seit den ausgiebigen Recherchen von Cicero ist es allerdings kein großes Geheimnis mehr, wie großzügig unter der Führung von Annalena Baerbock Einreisezusagen und Visa an Menschen unter anderem auch aus Afghanistan verteilt worden waren. Auch die äußerst schwierige Nachvollziehbarkeit von afghanischen Dokumenten ist mittlerweile hinreichend bekannt. In der Vergangenheit kam es bereits mehrfach zu Streichungen von Fluglisten wegen aufgeflogener Dokumentenfälschung. Kein Wunder also, dass auch ein hochrangiger Beamter des Auswärtigen Amtes, mit der Materie bestens vertraut, scharfe Bedenken über eine mögliche Fortsetzung des Aufnahmeprogramms äußerte, wie die Bild berichtete.
Wie soll es nun weitergehen?
All das zeigt: Zwischen politischem Anspruch, Sicherheitsbedenken und rechtlicher Wirklichkeit klafft in der Flüchtlingspolitik noch immer eine große Lücke. Selbst wenn die neue Regierung die Aufnahmeprogramme beenden will – an alten Zusagen kommt sie nicht vorbei. Ob die jetzige Regierung – der immerhin auch die SPD angehört – künftig klare Akzente setzt oder allein von Fall zu Fall laviert, wird sich schon bei den nächsten Flügen aus Islamabad zeigen. Die Schlange wartender Afghanen mit alten Aufnahmezusagen aus Berlin ist immerhin noch lang.
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Auf Grund mangelnder Arbeit für Polizei & Justiz sind die Flüge aus Afghanistan mehr als zu begrüßen …..
(man möge mir meinen „ironischen Beitrag“ altersbedingt nachsehen.)
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik
(Basis-) Intellekts. Weiter so!
"Die Bundesregierung muss bestehende Aufnahmezusagen einhalten – Beschlüsse aus der Baerbock-Zeit halten sie in juristischer Geiselhaft."
Wenn Merz NEIN sagt? 10.000 Strafe? Witz?
Richtliniekompetenz und Notlage?
Die linksgrünwoken Juristen, die linksgrünwoken Gesetzte und die linksgrünwoke Mafia in Brüssel sind das Problem.
Die Sicherheit der Bürger und des Landes? Egal.
Deutschland und Europa 2025.
Programmierter Selbstmord. Juristisch unterfüttert. Seit Jahren vorbereitet. Linksgrünwoke unterwandert.
Angeblich kann man nichts machen.
"Selbst wenn die neue Regierung die Aufnahmeprogramme beenden will – an alten Zusagen kommt sie nicht vorbei. Ob die jetzige Regierung – der immerhin auch die SPD angehört – künftig klare Akzente setzt oder allein von Fall zu Fall laviert, wird sich schon bei den nächsten Flügen aus Islamabad zeigen. Die Schlange wartender Afghanen mit alten Aufnahmezusagen aus Berlin ist immerhin noch lang."
Diese Politik darf es nicht geben!!
Die AfD freut sich.
Dachte ich erst auch werter Wolf! Als nächstes stellte ich mir die Frage weshalb dann eine neue Regierung wählen wenn diese wegen 10000€ Strafandrohung entgegen aller Versprechen den alten Kurs Richtung Eisberg weiter verfolgen muss?Kann mir doch keiner erzählen,dass diese "Experten" dies nicht vorher wussten!Wenn dies alles ist was an Souveränität unseres Staates übrig geblieben ist,lässt alle Hoffnung fahren! MfG
>> Bezahlen!! Das würde insgesamt mehrere Millionen einsparen... - aber sicher! (außer man heißt 'KGE' 😁)
Das sind dich niemals mehr Ortskräfte. das hatte doch die verlogene Baerbock eingefädelt. warum macht CDU/CSU das mit?
Weil sie meinen die Koalition nicht gefährden zu dürfen ???
Weil sie Angst vor den Gerichtsurteilen haben, die sie selbst zu ihrem Machterhalt installierten ???
Das alles würde wahrscheinlich nur im Fall einer AfD Regierung "Rück" abgewickelt.
Der Souverän hat es selbst in der Hand.
Was haben wir denn für eine Gesellschaft bekommen durch die Ampel und jetzt durch Herrn Merz ???
Darüber lohnt es sich gewiss einmal nachzudenken ...
Weil ein rot/grün unterwandertes Gericht das so angeordnet hat. Solange diese Richter in ihrem Elfenbeinturm nicht die Folgen ihrer Urteile auszubaden haben wird sich daran auch nichts ändern.
Deshalb, eben wegen dieser Geiselhaft, sollte man sich vorher überlegen, mit wem man koaliert und als Wähler, wen man da wählt.
Es ist oftmals nämlich so gar nicht des Volkes Wille der da zum Tragen kommt.
garnicht zum strukturellen linken Machterhalt bei... ... - deshalb wohl trennt man das, neuerdingszeiten. 😉
kaum ein Afghanen k e i n e "Ortskraft" war. Krieg vorbei, Ortskraft vorbei. Neue Arbeit suchen. Warum muss der Sozialstaat bis ins ferne Afghanistan ausgedehnt werden, wo er schon hier Probleme hat? Müssen Vereinbarungen unter veränderten Bedingungen eingehalten werden? Die Abschaltung der KKW 10 Jahre im voraus zu beschließen und dann ohne Prüfung daran festzuhalten, war ein ähnliches Problem. In der Politik muss ständig korrigiert werden. Herr Merz selbst ist leuchtendes Beispiel.
genug auf dem Baum war'..., als die Deutschen kamen. Sagt doch schon der Name... - dachte sich Frau Ministerin A. Baerbock einst, offensichtlich.
Auch viele vor Ort tätigen NGO's und andere Hilfsorganisationen sollen dem Hören nach fleißig und auf Ministerins ausdrückliche! Aufforderung! wohl 'bedürftige Ortskräfte' identifiziert und fleißig nach Berlin gemeldet haben..., was man/Frau so hört bzw. liest... ...
Um diesen ungeheuerlich im Raum stehenden Vorwurf auszuräumen wäre doch ein Untersuchungsausschuss das geeignete und dafür auch vorgesehene politische Instrument - im Sinnder Frau Ex-Aussenministerin Frau Analena Baerbock, logisch... 🤔
>> Bitte einsetzten, den Untersuchungsausschuss, Herr Bundeskanzler Merz!!!
Immer mehr politische Entscheidungen werden mittlerweile von Gerichten gefällt. Vielleicht sollte diese Staatsform einen eigenen Namen bekommen. Wie wäre es mit "Judikratie"?
Aufgrund Frau Baerbock's großzügiger Zusagen...?
Gibt es da Zahlen? Und wie viele Ortskräfte mit Vertag haben denn insgesamt für die Bundeswehr vor Ort seinerzeit gearbeitet? Diese Zahl müsste doch eigentlich aus der Buchführung der Bundeswehr praktisch sofort abrufbar sein, anhand der Lohnlisten (Barauszahlungen)...? 🤔
Die müssen nun alle bei Baerböckin privat untergebracht werden. Die hat das hinter unserem Rücken eingefädelt!
Die kann in ihrer Villa sicher alle aufnehmen. Wenn nicht, dann soll sie die Hotelkosten für alle bezahlen. Dann macht die Kohle, die sie aus unserem Steuergeld eingestrichen hat, wenigstens noch einen Sinn!
Wo und bei welcher Ankündigung/Versprechen hat Merz nicht gelogen und den Mund zu voll genommen. Niemand kann mir erzählen, dass es in der UNION keine Juristen gibt, die natürlich schon vorher erkennen und wissen konnten, dass die Aussetzung/Rücknahme dieser Zusagen, dieser "Schlepperin" an die Afghanen, Probleme machen werden. Und die hat Merz auch noch in ihren neuen Job mit lanciert. Und warum bestehen noch immer diese Gesetze, auf die sich diese Menschen berufen können? Warum ermöglicht man denen überhaupt die Möglichkeit durch alle Instanzen dagegen zu klagen? Wer bezahlt das? Warum hat Merz wider besseren Wissens überhaupt diese Aussagen gemacht? Natürlich. Weil er gewählt werden wollte und beim Thema Migration Angst vor der AFD hatte und seine Restwähler wieder einmal täuschen musste, damit die nicht gleich zur AFD abwandern. Und jetzt? Wurde auch diese Lüge schnell aufgedeckt. Das Gummiband der Wahrheit schnurrt immer schneller zusammen. Die Lügner entlarven sich postwendend.
Bis zu 10.000 Euro Ordnungsgeld? Na und? Ein Bruchteil von dem, was uns die Eindringlinge mittel- und langfristig kosten. Die Tatsache, dass es immer wieder Afghanen sind, die schwere Gewalttaten begehen, spielt auch keine Rolle? Es sind ja nicht nur die Grünen und Linken, die noch mehr (illegale) Zuwanderung haben wollen, die Altparteien sind kein Haar besser.
sind die schlimmsten und gefährlichsten Islamisten: die hätten längst nach Hause geschickt werden müssen, aber die Grün-Linken Prasseldoofs und Baerbeißers verhindern das ... damit unser Land nun gänzlich den Bach runter geht?!
Ich hatte gehofft, Merz und Söder hätten die Mittel, diese Demokratiefeinde nach Russland, China oder Nordkorea zu entsorgen?!
dem Rechtsweg? Es ist doch klar, dass hier massiv beschissen, gelogen und betrogen wurde und wird.
Es gibt genügend Zeugen aus der Bundeswehr, die über die „Ortskräfte“, deren Motivation, etc. aussagen könnten.
Hier kommen die gleichen Glücksritter (wenn sie denn nicht den Flug verpassen, weil sie – ach wie schlimm sie doch dran sind... – beim Shoppen waren... Aber Dummland wird ihnen wohl den nächsten Flieger schicken) wie zu Fuß, etc.
Warum nicht auch Baerbock und ihre Gesellen vor Gericht zerren, die sogar bei bekanntem Missbrauch schrien: „egal, alle rein!“ ?
Das war alles Rechtsbruch in großem Stil, da bin ich vollkommen sicher.
Es ist hier ein massiver Schaden entstanden! Hier werden eigentlich Illegale ins Land gekarrt!
Jeder Staat hat das Recht und die Pflicht, sich und sein Volk zu schützen! Dass das für Deutschland seit Jahren nicht mehr zu gelten scheint, ist der grottenschlechten, saudummen Politik geschuldet, nicht aber den Fakten!
Daher: das Programm sofort stoppen
