Grafik mit Symbolen für Wickelraum und Herrentoilette, darunter rote und grüne Anzeigeleuchte.
Grünes Licht für Männer am Wickeltisch / picture alliance/dpa | Fabian Sommer

Elternzeit - Der Staat will die Väter an den Wickeltisch bringen

Familienministerin Prien will Väter finanziell belohnen, die nach der Geburt eines Kindes beruflich aussetzen. Da spielt der Staat Gouvernante. Die groteske Folge: Papa-Kinder sind der Regierung mehr wert als Mama-Kinder.

Hugo Müller-Vogg

Autoreninfo

Dr. Hugo Müller-Vogg arbeitet als Publizist in Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zu politischen und wirtschaftlichen Fragen, darunter einen Interviewband mit Angela Merkel. Der gebürtige Mannheimer war von 1988 bis 2001 Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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Eine Analyse aller politischen Reden, Kommentare und Forderungen würde ergeben, dass Frauenförderung und die Gleichstellung der Frau hierzulande zu den Top-Themen zählen. Aber ausgerechnet beim Elterngeld plant die Regierung, die Männer noch stärker zu bevorzugen als bisher. Müttern soll nämlich der Ersatz für ausgefallenes Einkommen nur noch neun statt zwölf Monate lang gezahlt werden, Vätern aber drei statt bisher zwei.

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Wolfgang Z. Keller | Do., 9. Juli 2026 - 16:29

... das ist aber mal so ein richtiger Altherrenartikel, mein lieber Scholli!
Haben Herr Müller-Vogg im (G)Eifer denn nicht bemerkt, dass er nolens volens selbst das Argument für die angeblich "paternalistische Ungleichbehandlung" anführt: wenn Männer schon in der Regel mehr verdienen als Frauen, dann soll DIE FAMILIE durch SEINE Teilnahme an der Grundlegung der frühkindlichen Bindungserfahrung genau diesen Ausgleich erhalten. Ist denn das SO schwer zu begreifen?!
Und es ist m.E. schon SEHR old school, das auf einen "Wickeldienst" herunterzubrechen.
Kinder, die ihre abgeschafften Väter von kleinst auf unter der Woche nur beim Zubettbringen erleben gibt´s auch so immer noch massenweise - und die Väter, die das genau so WOLLEN, können´s doch machen - was wird denn da von Zwang schwadroniert?
An SO einen kurzgesprungenen Artikel im Cicero kann ich mich die weit über 10 Jahre meines Abonnements nicht erinnern - aber alles im Leben ist einmal das erste Mal!

Jens Böhme | Do., 9. Juli 2026 - 18:32

Die wenigsten Mütter wollen die erste Zeit des Heranwachsen ihres Kindes nicht dabei sein. Die paar Eltern, wo der verweiblichte Vater die Mutterrolle übernimmt, ist sehr gering.

Ingo Frank | Do., 9. Juli 2026 - 19:42

jetzt passiert das auch noch in die Ehe, wenn ein Kind geboren wird ….,Der Staat will seine Bürger schützen….. bloß, wer schützt den Bürger vor einem übergriffigen Staat ?
MfG a d Erf. Republik

Bald leben wir wieder im Zeitalter des Maskulinismus - nicht zu verwechseln mit Merkelinismus - homeworking(?) bietet sich für Sie an lieber Herr Müller-Vogg. Bitte keine Gewissensbisse. Denn dieser ist eine politische und ideologische Gegenbewegung und Forderung nach Wiederherstellung des Maskulinismus.