Einwanderungsland Deutschland - Was bedeutet Integration?

Wenn sogar ein Integrationsrat durch Nicht-Integration auffällt, sollten wir darüber nachdenken, woran wir Integration eigentlich bemessen. Für Ex-BND-Vize Rudolf G. Adam reichen der Zugang zum Arbeitsmarkt und Sprachkenntnisse allein nicht aus

Protest am Rande einer Sondersitzung des Integrationsrates Duisburg / picture alliance
Protest am Rande einer Sondersitzung des Integrationsrates Duisburg / picture alliance

Autoreninfo

Rudolf Adam war von 2001 bis 2004 Vizepräsident des Bundesnachrichtendienstes. Von 2004 bis 2008 leitete er als Präsident die Bundesakademie für Sicherheitspolitik. Foto: Bundesakademie für Sicherheitspolitik

So erreichen Sie Rudolf Adam:

Seit dem gewaltigen Zustrom von Migranten ist Integration zu einem Schlüsselbegriff geworden. Welche Probleme Zuwanderer auch mitbringen mögen – es genügt das Zauberwort „Integration“, und sie sind gelöst. In den nächsten Jahren werden Milliardenbeträge in Integrationsprojekte fließen.

So weit, so gut.

Weniger gut ist, was sich in Duisburg abgespielt hat: Dort hat der Rat der Stadt einen Integrationsrat ernannt, der ihn in Integrationsfragen beraten soll. Am 7. Juni beschloss dieser Rat eine Resolution mit dem Titel: „Eine Lüge ist eine Lüge und bleibt eine Lüge. Gegen die Verleumdung der Türkei!“

Die Resolution beschimpft und bedroht die Bundestagsabgeordneten, die den Bundestagsbeschluss vom 2. Juni zum Armenier-Genozid mitgetragen haben. Fakten werden in Abrede gestellt, türkischstämmige Abgeordnete, die für die Resolution gestimmt haben, namentlich genannt und des Verrats beschuldigt. Ihr Verrat könne nur durch Nähe zum kurdischen Terrorismus erklärt werden. Rachedrohungen sind unüberhörbar.

Der Bürgermeister hat diese Resolution mit der Begründung annulliert, sie überschreite die Befugnisse des Gremiums und sei in Wortwahl und Aussagen inakzeptabel. Am 20. Juni hat der Integrationsrat daraufhin den Beschluss förmlich zurückgenommen, allerdings erst, nachdem lautstarke Demonstranten vor dem Gebäude auf Distanz gebracht, Protestanstecker der Überstimmten abgenommen und Zwischenrufer und Plakate im Zuschauerbereich entfernt worden waren.

„Ein Abgrund von Nicht-Integration“

Weshalb verdient der Zwischenfall Beachtung? Im Integrationsrat sind Personen mit Migrationshintergrund versammelt. Elf Mitglieder werden vom Rat ernannt, die übrigen 18 gewählt, und zwar von „Ausländern, Deutschen mit doppelter Staatsangehörigkeit oder die die deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung erhalten oder als Kinder ausländischer Eltern durch Geburt im Inland erworben haben“ (so der Gesetzestext). Für die Wählbarkeit gelten die gleichen Kriterien.

Die gewählten Mitglieder tragen ausnahmslos türkische Namen, die meisten von ihnen sind Doppelstaatler, viele haben ihr Leben in Deutschland verbracht. Von anderen Mitbürgern mit Migrationshintergrund, Polen oder Chinesen, Vietnamesen oder Palästinensern, Syrern oder Afghanen beispielsweise, findet sich in diesem Gremium keine Spur, obwohl Gruppen aus allen diesen Ländern ebenfalls in Duisburg wohnen

Die Reaktionen auf die Resolution hätten gegensätzlicher nicht sein können: „Wir in Duisburg haben ein Zeichen gesetzt. Das haben wir gut gemacht!“ So äußerte sich ein Mitglied des Integrationsrates. „Was bleibt, ist der Einblick in einen Abgrund von Nicht-Integration. Dass ausgerechnet ein Beirat, zuständig für Integration, ein solcher Ort für Intoleranz, Ressentiment, Ausgrenzung und Schmähung von unserer Demokratie und unserem Parlament sein würde, war für uns, die Bürger von Duisburg, bis vorletzte Woche undenkbar.“ So ein Kommentar aus dem Umfeld ohne Migrationshintergrund.

Was macht Erfolg oder Misserfolg von Integration aus?

Der Vorgang zeigt beispielhaft, wie wenig klar unsere Vorstellungen von Integration sind und von den Wegen, die dahin führen. Man braucht sich nicht die Worte vom „Abgrund von Nicht-Integration“ zu eigen zu machen, um zu sehen, dass hier etwas grundsätzlich falsch gelaufen ist.

Vermutlich werden jetzt neue, zusätzliche Integrationskonzepte und -mittel gefordert. Das Problem ist, dass Projekte und Konzepte Erfolgskriterien oder Benchmarks bieten müssen. Wir brauchen einen Maßstab, um Erfolg und Misserfolg zuverlässig voneinander zu unterscheiden.

Typisch ist die Beschreibung der Aufgaben des Integrationsrates: „In enger Zusammenarbeit mit dem Rat der Stadt engagieren sich die Mitglieder des Integrationsrates für die Interessen und Anliegen der Duisburger Migrantinnen und Migranten. Der Integrationsrat nimmt ihre Interessen wahr und setzt sich für ein friedliches, partnerschaftliches und gleichberechtigtes Zusammenleben aller Nationalitäten in unserer Stadt ein.“ Der schlichte Indikativ verschleiert, dass es sich hier um eine Aufgabenbeschreibung, nicht um Tatsachen, um eine „Soll“-, und keineswegs um eine „Ist“-Aussage handelt. Damit bleibt kein Raum, das „Soll“ mit dem „Ist“ zu vergleichen. Diese Sprache lässt keinen Raum für Kritik am Konzept oder seiner Verwirklichung.

Integration zielt auf Überwindung von Abgrenzungen. Sie sollen im täglichen Zusammenleben keine erhebliche Rolle mehr spielen. Macht es Sinn, um dieses Ziel zu fördern, eine gesonderte Wählergruppe mit eigenem Repräsentationsorgan zu schaffen und damit gerade die Trennlinien zu institutionalisieren, die es zu überwinden gilt?

Spracherwerb allein reicht nicht

Integration ist ein so erfolgreicher Begriff, weil er so unscharf ist und sich mit unterschiedlichsten Vorstellungen füllen lässt. Assimilation, Einbürgerung, Akkulturation sind da schärfer. Integration kann einen bloßen modus vivendi, eine innerstaatliche Form friedlicher Koexistenz, oder aber vorbildliche Leistung in der Gastkultur bedeuten: Cem Özdemir, Marina Weisband, Helene Fischer, oder, um den Bogen weiter zu schlagen: Romano Guardini oder Adalbert von Chamisso.

Nach 1933 mussten tausende jüdische Deutsche ihr Land verlassen. Die meisten haben sich höchst erfolgreich in ihren Gastländern integriert. Ähnliches lässt sich von denjenigen sagen, die den kommunistischen Regimen den Rücken gekehrt haben: Leszek Kolakowski, Isaiah Berlin, Robert Maxwell, Ota Sik.

Einigkeit scheint zu bestehen, dass der Erwerb der Sprache des Gastlandes unabdingbare Voraussetzung für erfolgreiche Integration ist. Allerdings sollten nur um des statistischen Erfolgs willen Kriterien nicht zu niedrig angesetzt werden. Ein „Pidgin-German“, die typische Kiez-Sprache, kann mehr zu Ghettoisierung und Stigmatisierung beitragen als gänzlich fehlende Sprachkenntnisse. Wer Pidgin-German spricht, wird vielleicht im deutschen Prekariat akzeptiert, bleibt aber auf andere Weise ausgegrenzt.

Sprachlich sind Serdar Somuncu und Abdelkarim Vorbilder, weil sie nicht nur Deutsch perfekt beherrschen, sondern, was noch viel schwerer ist, die Assoziationen und Emotionen hinter den Begriffen kennen und damit souverän ironisch-humoristisch umgehen können.

Die unsichtbaren Kriterien

Woran lässt sich erfolgreiche Integration noch festmachen? An Äußerlichkeiten: Kleidung (Burka, Niqab), Speisen (Schweinefleisch), Getränken (Alkohol)? Welche Widerstände haben Frauen in Hosen oder im Bikini in unseren eigenen Gesellschaften ausgelöst! Sind Vegetarier nicht integrierbar? Alkohol ist ein Sonderfall, weil mit Ächtung des Alkohols auch die traditionelle Gaststättenkultur verschwindet. In Großbritannien fehlen in Stadtvierteln mit muslimischer Mehrheit  die Pubs – und damit ein zentrales Element britischer Lebens- und Kommunikationsform.

Oder ist der Erfolg von Integration eher an unsichtbaren (und deshalb schwer ermittelbaren) Kriterien festzumachen? Dem Respekt vor dem Recht zum Beispiel, dessen Normen nicht nur formal auswendig gelernt, sondern im täglichen Handeln verinnerlicht werden müssen? Der Achtung vor Wissenschaft und Rationalität als Kern der Aufklärung und Grundlage toleranten Zusammenlebens? Der Unterscheidung zwischen Person und Amt, zwischen öffentlichem und privatem Interesse und dem Prinzip öffentlicher Verantwortung, ohne die Korruption, Klientelismus, Nepotismus und mafiöse Strukturen blühen? Dem Prinzip, dass alle gesellschaftlichen Positionen, vor allem die mit Machtfülle, nur auf Zeit verliehen und ständiger, auch satirischer Kritik unterzogen sind?

Vielleicht spielen Geschichte und Literatur, Philosophie und Kunst bei der Vermittlung kultureller Werte eine größere Rolle als das einer funktionalistisch denkenden Umgebung erscheinen mag. Vielleicht lernt man Toleranz (und Intoleranz) besser anhand von Lessings Nathan als anhand theoretischer soziologischer Seminare.

Heterogenität akzeptieren lernen

Die gegenwärtigen Probleme liegen auch darin, dass Migranten, die aus homogenen Gesellschaften kommen, mit dem hier gebotenen Multikulturalismus wenig anfangen können. Wenn Menschen mit deutschem Pass und türkischem oder russischem Namen noch in der zweiten und dritten Generation betonen, dass sie zwar in Deutschland arbeiten und wohnen, wählen und gegebenenfalls soziale Unterstützung erhalten, aber dennoch Türken oder Russen bleiben, hat irgendetwas im Integrationsprozess nicht funktioniert. Das mag daran liegen, dass in der Türkei und in Russland ein ausgeprägt nationalistisches, wenn nicht chauvinistisches Denken vorherrscht, verstärkt durch schwer auflösbare religiöse Bezüge: ein Türke ist Muslim, ein Russe orthodox.

In Russland und der Türkei genießen kritische Denker, Minderheiten oder Opposition wenig Respekt. Für Landsleute jenseits der eigenen Grenzen wird ein Vertretungsrecht in Anspruch genommen: Tschetschenien, die Krim, Donezk und Lugansk und der endlose Kampf gegen die Kurden sind traurige Beispiele. Gerade den Deutschen sollten die unseligen Folgen einer ausgreifenden Volkstumspolitik und von „heim-ins-Reich“-Forderungen bewußt sein. Umso beängstigender ist es, daß derlei Ansätze von politischen Gruppen auch in Deutschland aufgegriffen werden.

Nicht die religiösen Vorschriften des Islam sind das Hauptproblem. Es ist der unbedingte, unreflektierte und dogmatische Umgang mit ihnen, der nicht in säkulare Gesellschaften passt. Und hierfür sind staatliche und kulturelle Aspekte nicht weniger verantwortlich als religiöse.

Der Islam als Gleichmacher

Die erstaunlichste Leistung des Islam ist doch, dass er den bunten Teppich, den der antike Orient bot, wo sich Griechen und Syrer, Lyder, Aramäer, Nabatäer, Phönikier, Kolcher, Armenier und Phryger mit ihren jeweiligen Kleidungen, Sitten, Gottheiten und Kulten drängten und wo auf den Basaren Dutzende von Sprachen durcheinander schwirrten (es ist kein Zufall, dass der legendäre Turm in Babel stand), binnen weniger Jahrhunderte kulturell völlig vereinheitlicht hat: Ein Staat, ein Kalif, eine Sprache, eine Religion. Damit hat der Islam für den Orient eine größere Vereinheitlichung geleistet als Rom für den Okzident.

Wir vergessen zu schnell, wie heterogen die Gebiete waren, die heute als arabisch-muslimisch gelten. Auch Juden- und Christentum hatten dort ihre Wurzeln. Wer aus einer zwangsweise homogenisierten Kultur kommt, in der religiös und politisch nur ein Glaube richtig ist, in der Nonkonformismus geächtet oder mit dem Tode bestraft wird, der tut sich mit Meinungsvielfalt, Relativismus und Pluralismus schwer und empfindet Skeptizismus, Satire oder Zynismus als Bedrohung.

Arbeit, Bildung, politische Teilhabe

Die Grundlagen der modernen Welt teilen wir mit Amerika, Australien, Neuseeland, Japan, Singapur, Südkorea. Sie haben sich längst von den heutigen christlichen Kirchen oder Sekten abgelöst und stehen Nicht-Christen aus aller Welt ebenso offen wie christlichen (und agnostischen) Europäern. Deshalb paßt der Begriff „christliches Abendland“ nicht in moderne politische Debatten. Es schwingen in ihm zu viele rückwärtsgewandte und bedenkliche Assoziationen mit.

Integration ist weniger eine Frage des Zugangs zum Arbeitsmarkt, zum beruflichen Bildungssystem oder zu, wie sich in Duisburg gezeigt hat, fragwürdigen politischen Aktivitäten. Das alles ist wichtig. Aber es muss einhergehen mit der Herausbildung einer Geisteshaltung, die mit kritischer Rationalität und dem Verständnis für die rechtlichen Grundlagen friedlich-geordneten Zusammenlebens einhergeht.

Wo sich Ausbildung darin erschöpft, heilige Texte auswendig zu lernen, ohne ihren Hintergrund zu analysieren und über ihre Bedeutung zu reflektieren, wo die Welt eingeteilt wird in diejenigen, denen das Paradies bestimmt ist, und alle übrigen, die zur Hölle verdammt sind, können sich Toleranz, Respekt und Achtung der Menschenwürde nicht durchsetzen. Und wo die Identifikation mit einer anderen Nation und deren Werte- und Rechtskanon stärker ist als mit der Gesellschaft, in der man lebt, kann von erfolgreicher Integration keine Rede sein.

Integration ist mehr als konfliktfreies Zusammenleben. Die Menschen in Syrien haben vor 2011 konfliktfrei zusammengelebt – wie die in Russland vor 1917. Frieden ist mehr als Abwesenheit von offenem Konflikt. Wo es Dissens über die Grundlagen darüber gibt, was zu respektieren ist und was nicht, was erlaubt ist und was nicht, was einer Diskussion entzogen ist und was nicht, dort gerät das Fundament des Friedens in Gefahr.

Christa Wallau | Di, 12. Juli 2016 - 12:43

Das Problem liegt auf der Hand:
Bei uns in Deutschland sollen Menschen mit einem relativ g e s c h l o s s e n e n, starren Weltbild in eine o f f e n e, p l u r a l i s t i s c h e Gesellschaft integriert werden.
DAS KANN UND WIRD NICHT FUNKTIONIEREN!

"Frieden ist mehr als die Abwesenheit von einem offenen Konflikt" - Wohl wahr!
Wer den Frieden in Europa bewahren will, muß
ganz klare Forderungen an seine Einwohner stellen: Eine GEISTESHALTUNG, die auf kritischer Rationalität gründet und die T o l e r a n z gegenüber der Anschauung des Anderen (sei er Atheist, Christ, Hindu, Mohammedaner...) als
h ö h e r e n Wert anerkennt als die Durchsetzung der eigenen Überzeugungen.
Genau diese Haltung hat der "Integrationsrat" in Duisburg n i c h t an den Tag gelegt. Soviel ich weiß, gilt das auch für die DITIB, dem Hauptansprechpartner der Regierung.
Was soll also das Ganze? Wer redet mit den Muslimen endlich mal Tacheles statt
Millionen für sinnlose Projekte auszugeben?

Es sind die von Ihnen benannten "Einwohner", die den Grundkonsens, Zusammenhalt, das Zusammenleben, oder wie man es nennen mag, hergestellt haben.
Dieser Grundkonsens ist auch nicht von aussen oder irgendwie von oben gefordert worden. Das bedeutet, er kann auch nicht anerzogen werden, eine Erziehung und Sozialisation durch Sozialarbeiter funktioniert nicht, dem stehen Umfeld und bereits erfolgte Sozialisation entgegen.
Natürlich gibt es Ausnahmen, die aber gering von der Anzahl sind. Es gibt bei einigen Wenigen die innerliche Bereitschaft (den Willen) zur Anpassung, was sich in diesen Fällen auch manchmal in Überanpassung (ähnlich Konvertiten) zeigt, aber wie gesagt - Ausnahmen.
Integration ist nichts als ein Lügengebilde, erfunden von Sozialmechanikern - aufgetragener Firnis.

Natürlich ist der Grundkonsens (die Geisteshaltung) der Europäer
g e w a c h s e n, wurde also nicht oder nur teilweise (Denken wir an gewisse
preußischen Tugenden!) anerzogen.

Was ich mit "Fordern" meinte, ist die Forderung an Zuwanderer, sich
dem Grundkonsens zu unterwerfen, und zwar durch Assimilation, wie dies
ja auch viele zu tun bereit sind. Dagegen sollten alle, die diesen Schritt verweigern, abgewiesen bzw. ausgewiesen werden.

Nebulöse Integration, von der immer die Rede ist, kann und wird nicht gelingen, mag man noch so viel Geld in Programmen hineinpumpen.
Sie haben recht: Es handelt sich um eine der vielen Lügen, die man uns auftischt - die Integrationslüge!

Hallo Frau Wallau,
ich glaube, da besteht zwischen uns kein Dissens, ich bin nur äusserst hellhörig, was Sprache angeht. Es werden schnell, auch von mir, Begriffe übernommen und gebraucht, ohne diese zu hinterfragen.
Es sind immer Syntax, Semantik und Pragmatik bei der Rede oder Schreibe zu betrachten, also auch wer, wann und in welchem Kontext diese Begriffe gebraucht, und wer als Rezipient gedacht ist.
Und da fällt mir sowas wie 'Fördern und Fordern', 'Flüchtling', 'Schutzbedürftiger' etc. sofort auf - eyecatcher.

Warum muss ich aktuell immer nur an Filmsequenzen denken, wo einer vorm Computer sitzt und Überweisungen in die Karibik tätigt, während die Fortschrittsanzeige für Spannung sorgt - die Schritte der Security sind schon zu hören.

Gerdi Franke | Di, 12. Juli 2016 - 13:33

Wer definiert Deutschland zum Einwanderungsland? Sollen die Parteien das doch einmal in ihr Wahlprogramm aufnehmen! Wo überall noch soll sich denn Deutschland für diese "Integrationsspezialisten" ändern? Ich finde, die "Neuen" müssen sich anpassen. Sie wollen schließlich bei uns leben!

Nun, die Geschichte definiert das. Deutschland ist seit den 60er Jahren ein Einwanderungsland, und die Sünden versäumter Integration haben sich ganz wesentlich jene zuzuschreiben, die sich dieser Realität jahrzehntelang verweigert haben: der deutsche Konservatismus und seine Parteien!

So naiv und unkritisch die heutigen multikulturellen Idealvorstellungen auch sind - die historischen Ursachen der Probleme liegen in der alten Bundesrepublik, die von ihren Einwanderern nichts gefordert hat, weil sie sie gar nicht erst als Einwanderer akzeptiert hat.

Wer heute auf die "linke Ideologie" des Multikulturalismus einschlagen will, sollte die alte "rechte Ideologie" des deutschen ethnischen Reinheitsgebots zunächst in denselben Sack stecken, bevor er den Knüppel zückt.

Ein Land, in das Leute einwandern? Meinetwegen, nur sind dann praktisch alle Länder der Welt Einwanderungsländer, womit die ganze Debatte darüber, ob Deutschland Einwanderungsland ist oder nicht, ihre Sinnlosigkeit offenbart. Mehr noch: Was soll es für Konsequenzen haben, ob man Deutschland nun als "Einwanderungsland" definiert oder nicht? Meines Erachtens: Keine. Die richtige oder falsche Gestaltung der Politik gegenüber den Einwanderern hängt von so einer Worthülse in keiner Weise ab.

Soweit ich mich erinnere waren es aber die Salonlinken, die eine Diskussion darüber,wie es mit den damaligen "Gastarbeitern" weitergehen sollte strikt unterbunden haben. So erinnere ich mich an irgendeinen Medienbeitrag, in welchem ein Salonlinker im Empörungston auf die Frage, was es denn für die deutsche Gesellschaft bedeute, wenn es zu immer mehr Familiennachzug käme erwiderte, selbstverständlich würden die alle nach einiger Zeit wieder in ihre Heimat zurückgehen, da ja, sinngemäß, Deutschland ein so schreckliches Land sei, da wolle doch keiner freiwillig länger bleiben... Jeder, der das Thema anschnitt, wurde in die rechte Ecke gestellt.

Das ist ganz falsch Frau Franke! Wir werden uns integrieren müssen! Der Islam Der Islam gehört zu Deutschland, bisher 2,2 Millionen eingewanderte Muslime, die bevorstehende visafreie Einreise für die Türken usw. Die Partei der Grünen, die Linke und die CSU befürworten es, daß wir auf die Muslime zugehen, uns mit ihrer Religion und überhaupt mir ihrer Kultur beschäftigen. Rücksicht nehmen auf alles was bei ihnen anders gelebt wird (z.B. Ramadan). Wir schaffen das mit unserer Integration!

Herbert Trundelberg | Di, 12. Juli 2016 - 13:33

hat man wieder einmal das eine gewisse Klientel, welche als Gäste kamen zum Broterwerb sich hier als fünfte Kolonne ihres Sultans suggerieren und so genannt werden in ihrer Heimat. Diese Klientel gehört nicht hier her und sollte dort hin gehen wo ihre Liebe ist. So einfach wäre es Integration zu fordern. Dazu Bedarf es keinem Integrationsrat und auch keinem Imam der geschickt wird zu Aufklärung wo die bessere Gesellschaftform herrscht. Ich gehe davon aus das die Wahlen es Zeitigen werden.

Roland Muck | Di, 12. Juli 2016 - 14:37

Ich kann das Gesülze von Integration nicht mehr hören. Bestehendes Recht und Gesetz bleiben unbeachtet, werden ignoriert oder mit Füßen getreten.

Die Kriegsflüchtlinge werden wieder zurückkehren(müssen), sobald es die Zustände erlauben.
Von der Asylbewerbern ist die übergroße Mehrzahl nicht asylberechtigt.

Beide Gruppen müssen versorgt werden mit Nahrung, Kleidung und medizinischer Betreuung bis zu ihrer Abreise. Aber das war es dann.

Und gut ist es.

Diese ganzen Klimmzüge interssierter Kreise in der Politik und nicht zu unterschätzen der Asylindustrie der Kirchen, der Wohlfahrtsverbände und Privatunternehmen plündern die Staatskassen aus und spalten die Gesellschaft.

Es ist nicht gut für diese Gesellschaft wenn Realitätsverweigerer von dunkelrot über grün und rot bis weithinein in Teile der merkelisierden CDU, befeuert von einem Großteil der mainstreammedien, insgesmte eine aber eine Minderheit, der Mehrheit ihren Kurs aufzwingen will.

arno wahl | Di, 12. Juli 2016 - 15:37

In reply to by Roland Muck

Unsere vollkommen unrealistischen Politiker, angefuehrt von einer drittklassigen
Politikerin (nach FDJ Manier) muessen gezwungen werden Politik fuer die Deut -
schen zu machen. WIR, die Waehler, duerfen nicht zulassen, dass MERKEL unser
Deutschland abschaffen will !

Willy Ehrlich | Di, 12. Juli 2016 - 14:48

Ist Integration eine Frage der Zeit? Nimmt mit steigendem Wohlstand die Hinwendung zur Religion ab? Ist "Zwang" ein positiver oder negativer Aspekt? Ist "Integration" so blutleer wie "Nachhaltigkeit" oder "atomwaffenfrei" oder "Konklusion"? Was ist mit "Stolz und Vorurteil"? Kann man sich nur "integrieren", wenn man seine Wurzeln "desintegriert"? Um wessen Interessen geht es eigentlich und wer bestimmt, wann sie "ausgewogen" sind? Benötigt Integration "Autoritäten" oder "Vorbilder", was ist mit dem Respekt vor dem Recht und vor der staatlichen Gewalt? Was ist Fortschritt, was ist Tradition, was ist Rückschritt, was ist "Verrat an den Vätern"?

Wer erklärt den Integrationswilligen den Inhalt dieser Fragen näher?
Wir sollten alle akzeptieren, dass das alles nur in der persönlichen Integration von Mensch zu Mensch vermittelbar ist.

Wolfgang Tröbner | Di, 12. Juli 2016 - 14:55

Herr Adam, Sie legen die Finger in die Wunde. Am Beispiel Duisburg zeigen Sie, dass selbst nach Generationen Türken in DE nicht integriert sind. Neueste Zahlen zur Beschäftigung von Türken belegen das ebenfalls. Mehr als 40% der Männer haben keine Vollbeschäftigung. Dementsprechend ist auch das Armutsrisiko bei Türken besonders hoch. Nun komme bitte keiner und erkläre, dass dies die Schuld der deutschen Gesellschaft sei. Bei anderen Zuwanderern sieht es nämlich deutlich besser aus, was zeigt, dass es nur an der mangelnden Integrationsbereitschaft der Türken liegt. Wenn sich die deutsche Politik nicht endlich ehrlich macht, wird sich das auch nicht ändern. Eher im Gegenteil. Es wird zwar die Devise "fordern und fördern" ausgegeben. Das Fordern wird aber immer vergessen. Eine Forderung wäre z.B., dass jeder Zugewanderte, bevor er die Staatsbürgerschaft erhält, nachweisen muss, dass er sich + seine Familie ernähren kann. Falls nicht, bitte abschieben. Und zwar konsequent!

erst einmal möchte ich Sie darauf hinweisen, dass Sie mit der Bezeichnung "die Türken in Deutschland" genau ins Schwarze der ganzen Angelegenheit treffen. Menschen, die in zweiter oder dritter Generation in Deutschland leben, immer noch als "Türken", "Chinesen", etc. zu bezeichnen ist Teil der komplexen Zusammenhänge, die Sie hier als Problem darstellen. Sie stehen beiweitem nicht alleine da. Aber Ihre Argumentation ist hier zirkulär: Die Türken sind nicht integrationsbereit. ->Die Vorurteile gegen die Gruppe steigen. ->Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt sinken. ->Ihre Integrationsbereitschaft sinkt, da sie keine Chance haben.
Sie sagen "es solle keiner sagen, die deutsche Gesellschaft sei schuld". Dann lassen Sie uns auch nicht die Debatte über Huhn und Ei führen, sondern handeln statt Schuldzuweisungen zu machen: Doppelte Staatsbürgerschaft, konsequenter Abbau von Vorurteilen, z.B. durch vermehrt Türkischunterricht als Wahlfach an den Schulen, um Sprache und Kultur kennzulernen, u.a.

Andreas Sebalint | Mi, 13. Juli 2016 - 15:19

In reply to by Benno Kaufmann

"Menschen, die in zweiter oder dritter Generation in Deutschland leben, immer noch als "Türken", "Chinesen", etc. zu bezeichnen ist Teil der komplexen Zusammenhänge, die Sie hier als Problem darstellen."

Das Problem geht von den Zugewanderten, in diesem Fall den Türken, selbst aus.
Mit anderen europäischen Gastarbeitern gab es nicht mal annähernd solche Schwierigkeiten. Besonders auffällig sind überwiegend Anhänger einer bestimmten Religion.

z.B. durch vermehrt Türkischunterricht als Wahlfach an den Schulen, um Sprache und Kultur kennzulernen, u.a."

Ihr Vorschläge zähle ich zu den größten Fehlern überhaupt.
Eine erfolgreiche Integration mündet immer in einer Assimilation.
Denn wer nicht in der aufnehmenden Gesellschaft aufgeht wird sich niemals zugehörig fühlen.
Die doppelte Staatsbürgerschaft sollte daher umgehend abgeschafft werden.
Auländer sollten außerdem intensiven Unterricht über die deutsche Kultur erhalten.
Wir leben hier schließlich in Deutschland und nicht in der Türkei.

Wolfgang Tröbner | Mi, 13. Juli 2016 - 18:53

In reply to by Benno Kaufmann

Sie stört der Ausdruck "Türken in Deutschland". Was ist daran falsch? Herr Adam schreibt auch "von anderen Mitbürgern mit Migrationshintergrund, Polen oder Chinesen, Vietnamesen oder ..."

Ferner schreiben Sie "Ihre Argumentation ist hier zirkulär: Die Türken sind nicht integrationsbereit. -> ... ->Ihre Integrationsbereitschaft sinkt, da sie keine Chance haben." Entschuldigung, aber dass ist Ihre Argumentation. Ich habe nur auf jüngste Arbeitsmarktzahlen hingewiesen, gemäss denen viele türkische Männer keine Vollbeschäftigung haben. Da die Zahlen bei anderen Zuwanderern deutlich besser sind, interpretiere ich das als Zeichen dafür, dass die Türken nicht integriert sind und dass das ihrer mangelnden Integrationsbereitschaft geschuldet ist. Haben Sie eine bessere Erklärung, warum Vietnamesen ihre Chancen besser nutzen?

Glauben Sie, dass doppelte Staatsbürgerschaft und Türkischunterricht wirklich helfen? Und warum nur türkisch? In DE leben mehr als 100 Nationalitäten ...

Benno Kaufmann | Fr, 15. Juli 2016 - 09:01

In reply to by Wolfgang Tröbner

1.Ja,wir sind in D,trotzdem sehe ich kein Problem darin,seinen Horizont etwas zu erweitern und auch etwas über andere Sprach-und Kulturräume zu lernen,zumal dann nicht,wenn es dem Dialog dient (das betrifft im Übrigen nicht nur Türkisch,da haben Sie vollkommen Recht!)Und ‚Ausländer‘ sind Menschen in der 2. und 3. Generation hier nur,weil wir sie mit dem Stempel belegen!2.Das ist deshalb falsch,weil man der komplexen Zusammenhänge nicht gerecht wird.Diese „Türken“ wie Sie sagen,werden in ihrem vermeintlichen Heimatland (nota bene: sie sind in D geboren)als „Deutsche“ bezeichnet–also von beiden Gesellschaften ausgegrenzt.Der Begriff MH ist auch sehr unscharf,wenn man ihn ohne vorherige Definition verwendet. 3.Ich weigere mich eine ganze Gruppe pauschal zu verurteilen und vorschnell Schuldzuweisungen zu machen.Zumal Gomolla/Radtke in ihren Untersuchungen einige Hinweise für eine systematische (unbewusste)Diskriminierung gefunden haben (‚institutionelle Diskriminierung'). Spannendes Thema!

Frank Reimann | Di, 12. Juli 2016 - 14:55

Von wegen Einwanderungsland und statistische Belege. Hier und überall verstecken sich Politik und Wirtschaft hinter pseudowissenschaftlichen Statistiken mit denen sie jedem alles zu beweisen glauben.
Indes man irrt! Wir sind nicht annähernd so debil, wie man uns einschätzt!
Für Interessierte:
Heute Abend 21:00 Uhr sendet der SWR genau zu diesem Thema eine Reportage mit dem Titel "Im Land der Lügen".

Christa Wallau | Mi, 13. Juli 2016 - 01:08

In reply to by Frank Reimann

Danke für Ihren Hinweis, Herr Reimann.

Ich habe die Sendung gesehen und wurde in dem bestätigt, was ich teils schon
wußte und zum Teil nur vermutet habe. Allmählich dämmert es hoffentlich immer mehr Leuten, wie sehr sie mit angeblich "gesicherten" Erkenntnissen, die auf "repräsentativen Erhebungen"beruhen, manipuliert und betrogen werden.
Das Ausmaß von Lug und Betrug nicht nur in der Politik, sondern z.B. auch im Gesundheitswesen, ist derart gewaltig, daß einem schlecht werden kann.
Um egoistischer Ziele willen (Gewinn- / Machtzuwachs) wird manipuliert auf Teufel komm raus - ohne jegliches Schuldbewußtsein.
Da hilft einem nur noch der Glaube an den eigenen Verstand und das Vertrauen in nahestehende Menschen, die sich über Jahre als glaubwürdig erwiesen haben. Wenn man dann auch noch den M u t (und den finanziellen Rückhalt!) hat, die Dinge ohne Ansehen der Person beim Namen zu nennen, also den / die L ü g n e r offen anzuprangern, dann ist man wirklich wunderbar f r e i !

Peter Bigalk | Di, 12. Juli 2016 - 14:55

Eine Integration einer so großen Zahl von Menschen mit völlig anderem kulturellen Hintergrund ist schlicht nicht möglich und wird von Utopisten und staatlich bezahlten Linksgrünen protestantischen Sonntagsrednern ja auch nicht gewünscht. Ich bin da ganz klar: wer hier die von einer westlich orientierten säkularen und freien Gesellschaft zur Verfügung gestellten Sozialleistungen möchte, muss sich assimilieren. Wer nur kommen möchte, um die Leistungen zu kassieren und ansonsten das freie Gesellschaftsmodell verachtet, sollte bitteschön zu Hause bleiben! Eine Hochzeit unter der bloßen Voraussetzung, dass man die selbe Sprache spricht und das Grundgesetz achtet, funktioniert auch nicht. So sollte man sich seine Partner nicht aussuchen! Komisch nur, dass keiner merkt, dass die derzeitige Politik zu Lasten der wirklich Armen im In- und Ausland geht - tolle Moral!!!

Rudolf Bosse | Di, 12. Juli 2016 - 15:05

Danke, Herr Adam eine sehr gute Darstellung unserer Probleme und Lösungsansätze.
Nur im letzten Absatz die Behauptung:“……….konfliktfrei zusammen leben im Rußland vor 1917………“
ist anscheinend nicht recherchiert worden und wäre sowie so ein getrenntes Thema.

Joachim Walter | Di, 12. Juli 2016 - 15:08

Wie der ebenfalls heute von Christop Stölzl erschienene Beitrag anschaulich darstellt, stellt die kulturelle Vielfalt in Europa die Grundlage des „unermesslichen Reichtums an Ausdrucksformen" und ist letzlich die Basis von Kreativität, Wohlstand und Frieden in Europa (nicht die EU).

Wie nun Herr Adam herausarbeitet ist der diametrale Gegenentwurf dazu die islamische Gesellschaftsform, deren fragwürdige "Leistung" es ist, aus der ursprünglich kreativen Vielfalt des Orients einen uniforme, jenseitsgewandte, homogenisierte Kultur geschaffen zu haben.

Ich vermisse jedoch die Ansätze zu Antworten, wie wir es in Europa konkret verhindern wollen, daß ebendiese freiheits-, kreativitäts und indivitualitätsfeindliche Kultur unsere aufgeklärte Lebensweise ebenso beiseite wischen wird wie die Kulturen der Griechen, Syrer, Lyder, Aramäer, Nabatäer, Phönikier, Kolcher, Armenier und Phryger.

Der Cicero täte gut daran solche Ansätze vorzustellen - gerade auch unkonventionelle.

Dimitri Gales | Di, 12. Juli 2016 - 15:29

Sie können ein Individuum, das eine sehr starke emotionale, kulturelle und religiöse Identität seines Herkunftslandes bewahrt, nicht integrieren. Das religiöse Recht bei Migranten aus islamischen Staaten hat ausserdem bei den meisten Migranten absolute Priorität, es steht über den deutschen Gesetzen.
Das ganz auf Wirtschaft fixierte Deutschland denkt natürlich zuerst an die berufliche Integration. Die ist wichtig, bedingt aber nicht allein die Integration. Das beweisen auch Beobachtungen und Erfahrungen in europäischen Ländern.

Caroline Schwarz | Di, 12. Juli 2016 - 16:08

Wenn Zuwnderern erlaubt ist, zwei Staatbürgerschaften zu haben, dann werden sie immer nach Lust und Laune zwischen den Welten wechseln. Wie praktisch für sie!!

Cornelius Angermann | Di, 12. Juli 2016 - 16:30

Beides muss vorhanden sein, dass Integration klappt. aber da fehlt noch was, nämlich, was Integration eigentlich sein soll. Früher war das einmal das Aufgehen der Zugewanderten in der Mehrheitsgesellschaft, nach dem Motto "Wenn Du in Rom bist, tu wie die Römer es tun". Durch Heirat vermischten sich Zuwanderer und Mehrheitsgesellschaft und bis auf einige spezielle Bräuche und Kochgerichte behielt man nicht viel von der alten Heimat (siehe Polen in NRW).
Sie schreiben: Nicht die religiösen Vorschriften des Islam sind das Hauptproblem. Es ist der unbedingte, unreflektierte und dogmatische Umgang mit ihnen, der nicht in säkulare Gesellschaften passt.
Sie könnten auch sagen: nicht Waffen sind bei Morden das Hauptproblem, sondern der unbedingte, unreflektierte Umgang mit ihnen.

Die Muslime kamen nicht wg. unserer tollen Demokratie her, sie kamen hierher, um ihre Kultur mit unseren Ressourcen weiterleben und expandieren zu können, ohne Abstriche/Änderung. Daran scheitert Integration!

Wilhelm Gebken | Di, 12. Juli 2016 - 16:49

Integration - ein Begriff der uns in die Irre führen soll.

In der Technik ist Integration die Einbettung eines Systems in ein anderes, wo es dann unverändert Aufgaben übernimmt. Ein Beispiel ist ein Emailprogramm das in Windows "integriert" wird. Die Integration von 1,5 Mill Syrern und vielen anderen Gruppierungen bedeutet also nichts anderes, als diese Gruppen parallel zu der schon vorhandenen Gruppe "funktionsfähig" zu machen. Der normale Bundesbürger soll glauben, dass damit auch eine Angleichung an unsere Kultur erfolgen wird. Wie aber der Begriff "Integration" schon verrät, wird aber gerade das nicht passieren. Wir Bürger sollten zu unserem eigenen Schutze die "Assimilation" der Neubürger einfordern. Denn eines darf man nicht vergessen: "Integration" braucht ständig eine übergeordnete Macht, die die parallele Existenz der integrierten Systeme regelt. Linke und Grüne haben schon große Fortschritte dabei erzielt, moralisierend eine neudeutsche "Verbotskultur" zu "integrieren".

Walter Wust | Di, 12. Juli 2016 - 16:58

Was man Heute so Alles über Integration erfährt, verdient diesen Begriff bei Weitem nicht. Es ist wie bei der Atomendlagerung. Alle wissen von der Notwendigkeit, Alle kennen die Gefährlichkeit, die Meisten bemühen sich um eine akzeptable Lösung, doch immer wieder sind die Interessen und Ängste der "Anderen" im Weg und auch die Kosten will Niemand übernehmen. Man hätte eben schon vor Inbetriebnahme des ersten Atomreaktors sicherstellen müssen, daß die Abfälle einen sicheren Lagerplatz auf "Ewig" brauchen. Auch bei den Migranten, ich verzichte bewusst sie als Flüchtlinge zu bezeichnen, hat "man" blauäugig agiert und darauf verzichtet, verantwortungsvoll und zukunftsorientiert jeden Einzelnen zu überprüfen und dessen Integrationsfähigkeit festzustellen. Mit der Zunahme der Migranten ist auch deren Bereitwilligkeit, persönliche Einschneidungen für das Allgemeinwohl zuzulassen, stark zurückgegangen. Hoffen wir, dass Merkel es dennoch schafft.

Ursula Schneider | Di, 12. Juli 2016 - 17:48

Wieder ein hervorragender Beitrag, der (wie viele andere im CICERO) Pflichtlektüre für alle Abgeordneten sein sollte!

"Integration" ist genauso ein Wischiwaschi-Begriff wie "Flüchtling", "Europa" oder die heilige EU-Kuh mit der Bezeichnung "offene Grenzen". Ebenso leer wie inflationär ...
Unsere Politiker wie große Teile der Medien sind offenbar der Meinung, man könne per Ordre de Mufti und vor allem mit reichlich Geld (hier geht es um viele Milliarden) sämtliche Probleme der Einwanderung lösen.

Dauerhafte Integration ist immer noch in erster Linie von den Zuwanderern selbst zu leisten (so sie das ernsthaft wollen) und nicht vom Gastgeberland. Wie Letzteres schiefgehen kann, zeigt das Duisburger Beispiel überdeutlich.

Otto Schwarzer | Di, 12. Juli 2016 - 18:12

Unsere Politiker und Staatslenker haben in der neueren Zu- bzw. Einwanderungsepoche, die mit der Heranführung der Gastarbeiter aus der Türkei begann, die Brisanz der religiösen Faktoren missachtet oder wenigstens als nebensächlich angesehen. Man schwadroniert über den Islam, ohne das Basisbuch, den Koran zu kennen. Mohammed war strategisch ein kluger Kopf und hat (angeblich von Allah vorgegeben) Regelungen aufgestellt, die es ermöglichten, , aus der Vielfalt der vorislamischen Kulturen des Nahen Ostens, eine religiös relativ homogene Gesellschaft zu formen. Hätten unsere Staatslenker den Koran gekannt und seine Brisanz richtig eingeschätzt, hätten die Gastarbeiter nach Ablauf ihres Vertrages in die Türkei zurückgeschickt werden müssen. Prinzipiell hätte auch der muslimische Anteil unter den Zuwanderern der letzten Jahre auf die islamischen Staaten als Zufluchtländer verwiesen werden müssen. Dies ist allerdings unter humanen und logistischen Gesichtspunkten nicht möglich.

Dieter Göttler | Di, 12. Juli 2016 - 21:44

In reply to by Otto Schwarzer

Saudi-Arabien hat so viel ich weiss keinen einzigen syrischen Flüchtling aufgenommen. Gut, würde ich als solcher vielleicht auch nicht hin wollen.
Aber weiss jemand, wieviele Flüchtlinge eigentlich das größte islamische Land Indonesien aufgenommen hat? So akut ist mir dort kein negatives Umfeld und auch keine humanen oder logistischen Hinderungsgründe bekannt, warum also keine massenhafte Flucht dorthin?
So langsam müsste es doch dem letzten Realitätsverweigerer dämmern. Muslime die ihr höchstes Gut in ihrer muslimischen Lebensweise sehen, flüchten nicht in vorhandene taugliche Länder wo sie das problemlos könnten. Sie flüchten millionenfach ins christliche Europa. Ja warum wohl?

Joachim Deistermann | Di, 12. Juli 2016 - 18:12

Ralph Giordano hat die Leugnung dieses Genozids einmal treffend die türkische Holocaustlüge genannt. Trotzdem hat sie im Grunde besser funktioniert als die originale Neonazi-Holocaustlüge. Einfach deshalb weil die türkische Nation zu praktisch 100% dahinter steht. Und damit wären wir schon beim Geld: Irgendjemand zahlt für die Herstellung der Lügenplakate und Kampagnen. Und das ist keineswegs immer Erdogan oder Ditib. Es kann auch mal der deutsche Steuerzahler sein, der das über den Integrationsrat finanziert.

Ernst Laub | Di, 12. Juli 2016 - 19:02

Muslimische Integristen kann man wohl kaum integrieren? Sie sind einfach zu wenig integer!

Richtig , Herr Laub.
Man kann es auch anders ausdrücken: Ihre Auffassung von
Wahrhaftigkeit stimmt nicht mit der unseren überein.
Diese Tatsache konnte fand ich vielfach im realen Leben bestätigt.

Reinhard Seidel | Di, 12. Juli 2016 - 20:44

Wie wahr, ich freue mich, dass Herr Adam so treffend über die misslungene Integration schreibt und die ,vom politischen Mainstream
verordnete "political correktnes" außer Acht lässt. Ich habe bereits in den 90er Jahren darauf hingewiesen, nachdem ich mich über die islamische Kultur umfassend informiert habe, dass
die Integration mit dieser Bevölkerungsgruppe scheitern wird. Die linksgrünen Besserwisser
und Weltverbesserer erwidern Hinweise darauf mit einem gewaltigen Protestgeschrei. Viele
meiner diesbezüglichen Kommentare in Focus-und Siegel-
online wurden nicht veröffentlicht.
Langsam reift jetzt die Erkenntnis
in den Medien, dass verschweigen
und vertuschen dem Land keinen
Nutzen bringt. Auf Beschwerde über diese Praxis wird immer wieder gesagt, "das Verschweigen
unliebsamer Vorfälle diene dazu, den "Rechten" keine Munition zu
liefern. Was für ein Unfug! Das Ergebnis sehen wir täglich in unseren Städten.

keine Munition zu liefern."

Wenn die Wahrheit den "Rechten" Munition liefert, dann muss man sich doch fragen, warum die "Rechten" so schlecht gemacht werden, wenn sie doch die Wahrheit vertreten? Munition ist die Wahrheit doch nur denen gegenüber, die die Wahrheit leugnen oder verbiegen, zum eigenen Vorteil!

Insofern entlarven sich diejenigen, die mit dem obigen Argument ankommen, selbst als Wahrheitsfeinde und Manipulierer!

Roland Hinke | Di, 12. Juli 2016 - 22:33

Integration kann nur als Einbahnstrasse funktionieren. Ich kann niemanden integrieren, der das nicht selber auch will. Allerdings kann sich durchaus jemand in der deutschen Gesellschaft integrieren, selbst wenn ich dies nicht befördern würde. Wenn hier ein Armutsflüchtling mit Familie ankommt, erhält er ein Dach über dem Kopf, Verpflegung (im Ramadan gerne auch nachts...) medizinische Versorgung, Taschengeld, später Hartz 4 und Kindergeld. Warum um alles in der Welt soll sich diese Familie integrieren? Integration ist eine mühsame Sache und solange es ohne geht... Der "Besuch" von Integrationskursen wird daher nichts bewirken, solange nicht finanzielle Zuwendungen an knallharte Bedingungen wie nachgewiesene Fortschritte in der Beherrschung der Sprache und völlige Rechtstreue aller (!) Familienmitglieder gebunden sind. Die Bildungsferne der meisten muslimischen Familien ist ein eigenes Kapitel. Fragen Sie Lehrer, wie sich zum Beispiel vietnamesische und türkische Schüler unterscheiden!

Martin Kalt | Mi, 13. Juli 2016 - 00:07

Zitat: "... in der Nonkonformismus geächtet oder mit dem Tode bestraft wird, der tut sich mit Meinungsvielfalt, Relativismus und Pluralismus schwer und empfindet Skeptizismus, Satire oder Zynismus als Bedrohung."
Deutschland ist aktuell auch nicht gerade das Mutterland des Meinungspluralismus und des öffentlichen Diskurses, allerding nicht aus religiösen Motiven aber aus politischen Motiven die zu einer ähnlichen Dogmatisierung vorangetrieben wurden.
Das führt dazu, dass politische Diskurse über Integration wie im Essay beschrieben einen schweren Stand haben. Solche Diskurse wären aber aktuell dringend geboten.
Das es auch andere Ansichten von Zugewanderten gibt, ist am Beispiel der ehemaligen Integrationsministerin in BW, Bilkay Öney (SPD) erkennbar:"Wer Probleme mit der Einwanderung schönredet, hat schon verloren." und, "Schon mit uns Türken war es nicht einfach." (Unter diesem Titel auch im Netz zu finden)

Frank Jankalert | Mi, 13. Juli 2016 - 01:09

Während die einen noch an eine "Integration" glauben oder sie sogar immer verbohrter einfordern, ziehen andere ganz alleine für sich ihre Konsenquenzen. Das sahen wir ja gerade erst beim Streit um die "europäische Integration". Und die einseitige Konsequenz der Briten hieß eben "Brexit".
Gestern wurde eine europäische Umfrage von PEW veröffentlich. Ergebnis: Die Europäer sagen ganz überwiegend "Nein" zu Islam und Multi-Kulti. Vermutlich werden sich viele Europäer dieses "Nein" nicht nur still denken, sondern bald auch offen sagen und politisch wählen.
Die erste Voraussetzung für richtige Integration wäre das "Willkommensein". Niemand mit Realitätssinn kann sich das noch einreden.

Karola Schramm | Mi, 13. Juli 2016 - 01:41

Sehr guter Bericht der mit dem Hinweis auf die Vorkommnisse in Duisburg exemplarisch deutlich macht, wo es in der Integration klemmt. Gut, dass die Bevölkerung so wach und engagiert war, diesem Treiben ein vorläufiges Ende zu setzen.

Es gibt im Internet eine Seite auf der "Deutschfeindliche Zitate von Politikern u.a. einflussreichen Personen" in Sachen Zuwanderung, aufgelistet sind, an die ich beim Lesen dieses Artikels denken musste.
Demnach sieht es so aus, dass Desintegration sukzessive gesellschaftl. Veränderungen einleiten sollen wobei Integrationskurse, Arbeit, Sprache etc.so etwas wie ein Vehikel ist.
Integration als eine innere, seelische Angelegenheit mit einem Bewusstsein für die gaze Palette Demokratie, findet dabei nicht statt.
Diese Menschen kommen aus autoritären Staaten mit autoritärer Religion & Familienstruktur. So sind sie sozialisiert. Muttermilch ist dicker als Wasser. Echtes Einleben ist ein Prozess und hat mit Liebe zu dem Land in dem man lebt zu tun.

"Echtes Einleben ist ein Prozess und hat mit Liebe zu dem Land in dem man lebt zu tun." : sehr wahr liebe Frau Schramm. Ein Prozess setzt voraus, dass es Zeit und gegenseitige Bemühungen gibt.
Allerdings, wer zu "Clans" gehört, hat es schwer, und dem droht blutige Rache, wenn er sich vom Clan entfernen möchte. Daher ist es wichtig, dass der Staat sich gegen solchen "Subkulturen" wehrt. Übrigens, Liebe und Hass sind 2 Seiten von einer Medaille. Wer sich bemüht, sich zu integrieren, und nur Ablehnung erntet, dem bleibt auch nur rück- Ablehnung übrig. Es ist ein sehr fragiles Gleichgewicht. Ich persönlich liebe Deutschland (bin jedoch noch "religiös", noch außeneuropäisch), und verteidige das Land überall wo ich hinkomme. Ob es noch so sein wird, falls eine neue rechtsextremistische Diktatur (oder linksextremistisch) an der Macht kommt ? Hmmm ... Dann würde ich meine Liebe zu Deutschland wohl so beweisen müssen, dass ich mich dagegen wehre. ;). MfG. SD

Detlev Bargatzky | Mi, 13. Juli 2016 - 07:45

Ich erinnere mich sehr wohl an Presseartikel, Leserbriefe, Forumsbeiträge in vielen Online-Portalen, in denen Deutsche diesen Staat und seine Bevölkerung auf Übelste beschimpfen.
Ich nehme die Zuwanderungspolitik der letzten 12 Monate als Beispiel. Kritiker wurden grundsätzlich beschimpft und als NAZIs diffamiert. Daran beteiligt waren alle, denen die Medien gern als Lautsprecher dienten, also sich selbst, der Politik und der Hilfe-/Unterstützungsindustrie etc.

Wieso also sollten hier lebende Menschen (mit Migrationshintergrund, denen täglich in den Medien erklärt wird, dass sie in diesem Land im Wesentlichen (vergleichsweise) unfassbare,leicht durchsetzbare Ansprüche gegen Staat und Gesellschaft haben, sich für diesen Staat einsetzen? Ist dieser Staat mehr als eine schlicht wehrlose Versorgungseinrichtung?
Viele Pflichten dieser Menschen stehen nur auf dem Papier und werden nicht oder kaum durchgesetzt.
Ehrlich: Welchen Vorteil hat es für den Einzelen,sich hier zu integrieren?

Gerdi Franke | Mi, 13. Juli 2016 - 08:44

bedeutet für jeden etwas anderes. Und es gibt da ganz obskure Erwartungshaltungen. Für mich bedeutet integration jedenfalls nicht, dass sich Deutschland bis zur Unkenntlichkeit verbiegen muss, um Wirtschaftsflüchtlingen ein angenehmes Leben zu bieten!

Reinhard Oldemeier | Mi, 13. Juli 2016 - 08:46

Als ich mir die Kommentare so durch gelesen hatte, wird der Weg zu einer neuen deutschen Identität noch sehr steinig werden.
Der Artikel trifft den Nagel aber genau. Im Buch Neuköln ist überall von Herrn Buschowski (SPD) wird deutlich das den Migranten genug Angebote gemacht werden, um sich zu integrieren.
Traurig ist, dass Einwanderer der 3. Generation nicht bereit sind, Ihr Leben hier endlich in die Hand zu nehmen und akzeptieren, dass nun Deutschland ihre Heimat ist.
Und das ist das Problem! Integration fängt im eigenen Kopf an. Es ist so zu sagen eine persönliche Angelegenheit, wie der Glauben an eine Religion. Wenn ich mich nicht mit dem Land und seinen Lebensentwürfen identifiziere, wird es schwierig sein, anzukommen. Das sollte jedem Einwanderer bzw. Auswanderer bewußt sein. Wer aus rein wirtschaftlichen Erwägungen seine Heimat verläßt, tut sich oft selbst keinen Gefallen damit.

Sie sprechen das Problem mit der 3. Generation an. Auch ich frage mich, wenn ich jetzt Mädchen in der Schule sehe, die stolz mit einem Kopftuch herumlaufen. Was erledigen diese unbewusst für ihre Eltern & Großeltern, die sich angepasst haben ? Welchen Zorn haben sie, wenn sie öffentlich darstellen "Ich bin türkische Muslima ?" Ist das ein Protest gegen die Eltern der vermischt wird mit der Ablehung der Gesellschaftsordnung in DE resp. Europa ? Gleiches gilt auch für die Jungen, wenn diese frech ihre Lehrerin nicht anerkennen oder meinen, sie müssten ihre Schwestern vor den bösen deutschen Männern schützen & zum Ehrenmord greifen, wenn die jungen Frauen das anders sehen.
Wenn Pluralismus, die Vielfalt des Lebens von der Mehrheit der Muslime abgelehnt wird, dann haben wir ein Problem - aber nicht, wenn es nur einige wenige sind, die leicht überstimmt werden können.
Die Einladung Merkels an die muslimische Welt hierher zu kommen war ein gr.pol. & menschlicher Fehler.

Anton Berta | Mi, 13. Juli 2016 - 10:01

Wer Sonderrechte bekommt, z.B. zur männlichen Genitalverstümmelung, kann sich niemals "integrieren".

Peter Schultheiß | Mi, 13. Juli 2016 - 10:08

Dieser Artikel ist ein weiterer Beweis dafür, dass es bei unseren Mitbürgern türkischer Abstammung nur äußerst begrenzt eien Integration gegeben hat - tatsöchlich hat sich eine Parallelgesellschaft entwickelt, die niemand von uns haben wollte.
Und die unsere Gutmenschen bei den heutigen Flüchtlingen nicht sehen wollen.

Georg Dallmann | Mi, 13. Juli 2016 - 10:24

Endlich äußert sich mal ein Autor zum Thema "Integration", der nicht nur - weil der Begriff gerade modern ist - irgend etwas darüber faselt (wie es die meisten Politiker und sog. Aktivisten gerne tun), sondern ganz offensichtlich sich tiefgreifende, substantiierte und mehr als richtige Gedanken darüber gemacht hat, was dieser Begriff eigentlich bedeutet und vor allem bedeuten MUSS !
Angesichts der gegenwärtigen REALITÄT in Sachen "Integration" fehlt einem jeder Glaube, daß das je etwas werden kann, SOLANGE die vom Autor vortrefflich herausgearbeiteten KRITERIEN, auf die es für eine ECHTE und NACHHALTIGE Integration maßgeblich ankommt, von praktisch allen maßgeblichen Akteuren ( Politikern, Gesetzgeber, Justiz, Ausländerbehörden (Thema Ausweisung und Abschiebung) einerseits nicht ernst genommen und durchgesetzt werden (z.B. kein Pass bei diesbzgk. ernsthaften Zweifeln, Verwirkung des Gast- und Bleiberechts bei nachhaltiger Agitation), andererseits offen abgelehnt werden(Aktivisten).

hermann klein | Mi, 13. Juli 2016 - 11:19

Leidet Merkel an Gedächtnisschwund oder gespaltener Persönlichkeit?
Vor einigen Jahren erklärte die CDU-Chefin noch:“ Deutschland sei kein Einwanderungsland und die massenhaft stattfindende Zuwanderung in die Sozialsysteme müsse begrenzt werden“.
Inzwischen erklärt unsere Willkommenskanzlerin bei jeder Gelegenheit: „Deutschland werde ein tolles Integrationsland sein“.
Unser Land ist uns dank unseren Integrationskulturalisten total aus den Händen geglitten.
Durch unsere absurde Willkommenskultur werden in den nächsten Jahren noch mehr Parrallelgesellschaften entstehen.
Der Wedding, Kreuzberg und Neukölln sind für Deutschland jetzt schon längst verloren, ebenso ganze Viertel und den meisten westdeutschen Großstädten. Verloren das heißt, Integration ist dort nicht mehr möglich, wenn mit Integration die Eingliederung des Ausländers in die politische und kulturelle Tradition des neuen Heimatlandes gemeint ist.

hermann klein | Mi, 13. Juli 2016 - 11:24

Der Deutsche ist in diesen Stadtteilen längst zur Minderheit im eigenen Land geworden. „Nicht wir müssen uns den Ausländern anpassen, sondern sie sich uns“
Die anderen Länder haben es vorgemacht was Integrationspolitik bedeutet. In Vancouver oder Melbourne angekommen werden die Migranten nicht mit Integrationshelfer empfangen.
Hier wird an den Grenzen ihre Leistungsfähigkeit genau unter die Lupe genommen.
In den USA sind Sprachkenntnisse die wichtigste Voraussetzung und ohne gründliche Identität-u. Sicherheitsprüfung wird keiner hereingelassen.
Abgelehnte Asylbewerber, welche die Anforderungen nicht erfüllen, werden dort konsequent abgeschoben.
Jeder Ausländer der bei uns arbeitet, die Gesetze respektiert und Steuern zahlt, ist eine Bereicherung und herzlich willkommen. Wer dauerhaft hier bleiben will, vielleicht sogar mit einem deutschen Pass, muss den Willen zur Fähigkeit zur Integration zeigen, andernfalls hat er das Bleiberecht verspielt.

Steffen Loos | Mi, 13. Juli 2016 - 12:00

Ich habe es selber erlebt, wie der Kindergarten in den meine Kinder gegangen sind eine Türkischsprachige Erzieherin eingestellt hat um es den Türkischstämmigen Kindern „einfacher“ zu machen. Für die vielen anderen Nationalitäten im Kindergarten war dies nicht notwendig. Ich habe verlangt, dass diese Erzieherin nicht Türkisch mit den Kindern spricht und stand prompt in der „rechten Ecke“.
Beim gemeinsamen Frühstück sollten dann die nicht muslemischen Kinder darauf verzichten Schweinefleisch mitzubringen. Ich habe protestiert und meinen Töchtern ihre geliebte Fleischwurst mitgegeben. Zack! Wieder in die „rechte Ecke“.
Bei der neu gebauten Schulkantine verkündete der Schulleiter stolz, dass in dieser kein Schweinefleisch zubereitet wird. Ein Muslemischer Vater fragte dann sogar nach ob dieses auch garantiert werden kann. Ich muss zugeben, ich habe mich in diesem vollen Saal und der vorherigen Erfahrungen nicht getraut zu protestieren.....

Steffen Loos | Mi, 13. Juli 2016 - 12:01

...Als Klassenelternsprecher habe ich ein Klassenfest organisiert und wurde von anderen Eltern angesprochen, ich solle doch für die Muslemischen Teilnehmer einen zweiten Schweinefleischfreien Grill organisieren. Da habe ich mich geweigert.
Diese Beispiele zeigen wie sich ein großer Teil den fremden, vor allem Muslimen unterwirft nur um nicht zu verletzen und um zu zeigen, dass man nicht fremdenfeindlich ist. Dabei werden die eigenen Werte verraten. Von der anderen Seite werden wir als schwach war genommen und Integration nicht als notwendig angesehen, da die Deutschen sich freiwillig desintegrieren.

Ich stimme Ihnen zu und hätte auch keinen Sondergrill besorgt. Wie war das bei meiner Ess-Erziehung, wenn ich zu Gast war und wie ist es heute noch ? Ich esse das, was mir der Gastgeber anbietet. Mag ich es nicht, mache ich kein Theater sondern esse das, was mir schmeckt. Ob das, wie Sie meinen, mit Werten zu tun hat, die verraten werden, wenn man sich auf die Wünsche des Gastes einlässt, weiß ich nicht. Denke aber eher nicht. Man will vielleicht ganz einfach nur freundlich sein um nett und toll gefunden zu werden. Das geht dann wohl in Richtung "Helfersyndrom" bei dem die eigenen Bedürfnisse ständig zurückgesteckt werden in der Hoffnung auf große Dankbarkeit und Anerkennung. Wird diese nicht gegeben, kommt die große Wut....dann der Zusammenbruch.

Ulrich Bohl | Mi, 13. Juli 2016 - 12:17

Wenn eine Kanzlerin Migranten um Toleranz
für deutsche Essgewohnheiten bittet, dann
zeigt das doch nur das völlig verquerte Ver-
ständnis von Integration dieser Frau.
http://www.zeit.de/news/2016-07/09/migration-merkel-ruft-migranten-zu-t…
Einen Migranten um Verständnis für Regeln und
Gewohnheiten in seinem Migrationsziel zu BITTEN
bekommt man nur im Land der unbegrenzten
Absurditäten hin. Was für jeden Migranten in
jedem Land als Normalfall gelten muß, wird
als Bitte formuliert. Einer Bitte muß man nicht
nachkommen, Gesetzen unbedingt. Diese Bitte
überhaupt an Migranten richten zu müssen zeigt
wie wenig kompatibel der kulturelle Hintergrund
vieler Migranten mit unserer Kultur und wie gering die Bereitschaft zur Integration insbesondere bei Migranten aus dem arabischen Raum ist.
"Selbst im Falle einer Revolution würden die Deutschen sich nur Steuerfreiheit, nie Gedankenfreiheit zu erkämpfen suchen".
Christian Friedrich Hebbel

Hallo Herr Bohl
Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen: „ Die BUNDESKANZLERIN von DEUTSCHLAND Angela Merkel hat Migranten zu mehr Toleranz gegenüber deutschen Essgewohnheiten wie dem Verzehr von Schweinefleisch aufgerufen“!!!
Schlimmer geht’s nimmer..
Sie gehört sofort in einem Narrenkäfig eingesperrt.
Wie wär’s mit dem Orden wider dem tierischen Ernst?
Ob die Kanzlerin dabei nicht, als Willkommens-Glucke gerupft wird und Federn lassen muss, das wird sich dann zeigen.

Der Link zu Merkels Bitte leuchtete so rot - ich habe ihn gelesen - obwohl ich von Merkel nichts mehr lesen und hören wollte - regt mich einfach nur auf, weil sie keine Fähigkeiten hat, die man schlicht Empathie und Sympathie nennt, verbunden mit einem Charakter, der den Großen, bzw. Machthabern schmeichelt und die Machtlosen mit Füßen tritt. Ihr fehlt das Wissen um Demokratie, Grenzen setzen zugunsten allgemeiner oder höherer Werte und politische Vernunft.
Hätte sie geschwiegen - okay. Aber so eine Bitte öffentlich auszusprechen an "Ihre Gäste", denn sie hat sie eingeladen, ist einfach nicht mal mehr lachhaft sondern einfach nur dumm, unwissend, leichtfertig. Wobei sie glaubt, dass sie, Kraft ihrer Autorität als Kanzlerin DEs, mit dieser "Bitte" gehört und diese auch befolgt wird.

Enrico Stiller | Mi, 13. Juli 2016 - 12:49

Er beschreibt die asymmetrische Grundsituation unserer "Willkommenskultur" perfekt: Wir als tolerante Multikultis, offen und uns selbst permanent in Frage stellend, nehmen natürlich Fremde und Fremdes gerne auf - das gehört zu unserer Kultur. Aber das, was wir in diesem Fall aufnehmen, verkörpert das genaue Gegenteil unserer offenen Kultur. Und hier sollte selbst beim sektiererischsten Multikulti-Verfechter doch einmal ein Denkprozess einsetzen, ob das funktionieren kann...

Petra Schaefer | Mi, 13. Juli 2016 - 13:27

Herr Loos - Ihrem Kommentar kann ich nur zustimmen. Solange aber eine intolerante Religion auf große Toleranz stößt, kann Integration nicht
wirlich gelingen. Es gibt dann gar keine Veranlassung hierzu.
Wenn man aber seine eigenen Werte verspielt - wie Demokratie und FREIHEIT - dann verliert man auch seine Heimat und sein "Leben". Dies ist jedoch das Problem, das viele Menschen umtreibt.
Um nicht in die "rechte Ecke" geschoben zu werden, ein Satz von Helmut Schmidt:
"Der Islam ist nicht kompatibel mit Europa" (zu lesen im Netz; und e r hat den Koran gelesen!)
Eine ehrliche, offene Diskussion hierüber wird es sicherlich noch geben: Es müsste EUROPA wert sein; unserer gewonnenen Freiheit, Frieden und Demokratie. Noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben...

von wegen "rechter Ecke". Im Jahr 2010 äußerte Frau Merkel wörtlich: "Die multikulturelle Gesellschaft ist vollkommen gescheitert."

Auch nicht gerade rechts außen einzuordnen ist Staatsrechtler Ulrich Battis: "Das Asylverfahren ist kein Instrument der Einwanderungspolitik." Das betrifft natürlich auch Vorgehensweisen und Probleme bei der Integration, die viel differenzierter gesehen werden muss.

Lieselotte Bauer | Mi, 13. Juli 2016 - 15:29

Ausgezeichnete Ausführungen zu diesem Thema! Man ist so viel gesunden Menschenverstand gar nicht mehr gewohnt, da unsere Regierung + andere Politiker von den Grünen und Linken in eine ganz andere Richtung reden. Es ist an der Zeit,auch noch mal über die Obergrenze zu diskutieren und sie politisch ,das heißt bei den nächsten Wahlen ,durchzusetzen.

Andre Vogel | Do, 14. Juli 2016 - 19:51

Integration ist dann möglich ,wenn Einwanderer sich anpassen. Die Asylsuchenden aus 2015 kommen überwiegend aus einem Kulturkreis, der sich eher nicht anpassen will. Die unselige Schweinfleischkantinendebatte zeigt dies deutlich. 1000 aus der Türkei bezahlte ! Imame, die wenig oder kein deutsch sprechen sind der Spaltpilz gegen Integration. Das Grenzöffnungsexperiment der Angela Merkel wird die bundesdeutsche Gesellschaft mehr verändern als seinerzeit Ostdeutschland durch die kommunistische Bedrohung durch die Sowjetunion.

Barbara Kröger | Fr, 15. Juli 2016 - 10:05

Zum Thema Integration: Kritisches Denken kann sich nur herausbilden durch den Wunsch und Willen diese unsere reale Welt verstehen bzw. erkennen zu wollen! Es ist sicherlich für bestimmte Menschen einfachen, sich einem Herrscher zu unterwerfen, als selber zu denken.
Freiheit erfordert Mut und Kraft und den Willen, selber gestalten und erkennen zu wollen!
Unterwerfung ermöglicht und erzieht zu schläfriger Passivität. Der Mensch muss keine seiner Handlungen wirklich selber verantworten, ein anderes, höheres Wesen übernimmt die Verantwortung.

Renate Kostorz | Fr, 15. Juli 2016 - 16:36

Guten Tag zusammen!

Ganz bewusst spreche ich jetzt einmal alle Mailschreiber an.
Ich bin inzwischen so getaktet, dass ich mir ganz bewusst und klar kurz darüber nachdenken, was ich muslimischen Gläubigen sage, wenn mir etwas nicht gefällt.
Z.B. 4. Klasse in der Grundschule:
Ein Junge, hier geboren mit türk. Wurzeln erzählt den anderen Kindern, dass sie alle Ungläubige wären und Moham. sie vernichten würde. Wenn er nicht am Sams. zur Koranschule gehen würde, würde er -sinngemäß- "von Moham. getötet werden.Ich war echt geschockt. Meine Reaktion darauf: Ich habe die Mutter angesprochen und ihr gesagt, was ihr Sohn den anderen Kindern so erzählen würde. Sie spricht übr. perfekt D.. Sie meinte nur, das wäre ja Quatsch, er hat halt so eine große Phant.. Ich sagte ihr darauf hin, dass das m. E. nichts mit Phant. zu tun habe, denn Kinder reden bzw. denken normalerweise nicht über das Töten anderer Menschen nach u. sie sollte darauf achten, was in der Korans. i.Kind so erzä. wird.

Renate Kostorz | Fr, 15. Juli 2016 - 16:57

Guten Tag zusammen!

Ich persönlich reagiere inzwischen sehr sensibel auf Wünsche, Anfragen, Forderungen etc. von Mitbürgern anderer ethnischer und religiöser Gemeinschaften. Sich diese anzuhören ist selbstverständlich und dann überlegen und reagieren. 3. Klasse: Eine türkische Mutter fragt, ob die Kinder, die keinen Religionsunterricht haben nicht später kommen können, dann können sie ja länger schlafen? Erst sprachlos, und dann habe ich gelacht. Es ist dann so gewesen, dass die Kinder in der Klasse andere Sachen gemacht haben. Klassenfest: Es kam der Wunsch auf einen 2. Grill, damit dort Geflügel gegrillt werden kann. Kein Problem, der sollte dann von den muslemischen Eltern selber organisiert werden. Kurzum: Wir leben in Deutschland, wird sind Christen und wir essen was wir möchten und uns schmeckt. Ich kenne inzwischen viele Menschen, die mit ihrer Meinung nicht mehr zurückhaltend sind. Das haben wir viel zu lange getan. Ich stehe dazu und das tue ich auch kund.

Fritz - Ulrich Hein | Di, 19. Juli 2016 - 14:53

Für mich ist der Artikel zu kurz gedacht. Denken wir einige hundert Jahre zurück: Schlecht bewachte Grenzen, Jeder konnte gehen, wohin er will. Wer aber kam in die Städte?: Wer einen Beruf hatte, der gefragt war, genug Geld zum eigenem Überleben hatte und Hilfe vielleicht nur in handwerklicher Form benötigte.Das Erlernen des Dialekt war Voraussetzung. Andere wurden erst garnicht aufgenommen und konntan sich, wenn überhaupt, am Stadtrand außerhalb der Mauern/Gräben/Brücken niederlassen.Das war das damalige "Lumpenpack". Was war daran verkehrt?

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