- Kai Wegner am Ende des Weges
Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner gibt nach wachsendem Druck aus den eigenen Reihen auf und verzichtet auf eine erneute Spitzenkandidatur. 73 Tage vor der Wahl muss die Berliner CDU nun einen Nachfolger präsentieren – sonst droht ein Linksbündnis in der Hauptstadt.
Man hat in Berlin schon andere Rücktritte erlebt. Politiker, die ein knappes Statement verlesen, um dann vor den Fragen regelrecht zu fliehen. Der (noch) Regierende Bürgermeister Berlins, Kai Wegner, hat es anders gemacht. Er trägt seine Beweggründe vor, vergisst nicht, eine aus seiner Sicht erfolgreiche Bilanz zu ziehen, und steht dann für Fragen gern zur Verfügung. „Ich ärgere mich am meisten“, sagt er wiederholt. Und man glaubt es ihm sofort.
Der große Blackout im Südwestens Berlins Anfang Januar hat auch beim Bürgermeister für einen Blackout gesorgt. „Ich habe in der Tat um 8.08 Uhr begonnen, die Telefonate zu führen“, sagte Wegner am 7. Januar im Fernsehstudio von Welt TV. Dieser Satz wurde ihm letztlich zum Verhängnis. Heute wissen wir, vor 12.45 Uhr führte Wegner an dem ersten Tage der Krise, dem 3. Januar, kein einziges dienstliches Telefonat, nur per Textnachrichten hielt er Kontakt nach außen. „Das war ein Fehler, großer Mist“, sagte Wegner, „sonst würde ich jetzt nicht vor ihnen stehen.“ In der Sache habe er sich nichts vorzuwerfen. Anderthalb Tage früher als ursprünglich prognostiziert sei Berlin wieder vollständig ans Netz gegangen.
Am Nachmittag wurde der Druck offensichtlich zu groß
Warum dann der Rückzieher? „Weil ich mit den Themen nicht mehr durchdringe“, musste Wegner feststellen, der noch Stunden zuvor beim Hissen der Regenbogenflagge vor dem Roten Rathaus nicht etwa zur Diversität der Stadt befragt wurde, sondern nur zu seiner zweifelhaften Krisenkommunikation. „Deshalb ziehe ich die Konsequenzen und stehe für das Amt des Spitzenkandidaten nicht mehr zur Verfügung.“ Letztlich gestürzt wurde der CDU-Politiker durch den schwindenden Rückhalt in den eigenen Reihen. Der, durchaus umstrittene, Vorsitzende der Berliner Jungen Union, Harald Burkart, hatte offen den Rückzug Wegners gefordert, der Unternehmer und Investor Christian Miele, Spross der Waschmaschinen-Dynastie, war einer der Initiatoren einer Unterschriftenaktion mit dem gleichen Ziel.
Wegner hatte gegenüber Vertrauten noch am Morgen erklärt, erneut antreten zu wollen; am Nachmittag dann wurde der Druck offensichtlich zu groß. Das Amt sei eine große Ehre für ihn gewesen, er habe „rund um die Uhr und mit großer Leidenschaft“ Politik für die Berliner gemacht. Aus Sicht des Regierenden auch mit großem Erfolg. Er habe, nach 25 Jahren des bloßen Debattierens, endlich eine Verwaltungsreform auf den Weg gebracht, die Bürgerämter reformiert, der Polizei den nötigen Rückhalt gegeben und das jüdische Leben in der Stadt geschützt. „Mein Handy steht nicht mehr still“, sagte Wegner. Viele drückten ihr Bedauern aus. „Ich wollte ein guter Bürgermeister sein.“
Als Favorit gilt Stefan Evers, der Senator für Finanzen
In CDU-Kreisen wird nun versucht, möglichst umgehend einen neuen Spitzenkandidaten zu nominieren, schließlich finden in 73 Tagen, am 20. September, die Wahlen zum Abgeordnetenhaus statt. Als Favorit gilt Stefan Evers, der Senator für Finanzen sowie seit April zusätzlich auch für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Kreisvorsitzenden haben sich nach dpa-Informationen für den stellvertretenden Bürgermeister ausgesprochen, der in Paderborn aufgewachsen ist und seit Jahrzehnten in der Hauptstadt lebt. Noch an diesem Abend soll eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen werden, die der Landesvorstand dann formell absegnen müsste.
Wegner hat angekündigt, an der Versammlung teilnehmen zu wollen. Er werde sich künftig wieder verstärkt um seinen eigenen Wahlkreis in Spandau kümmern und stehe für künftige Aufgaben, sollte es erwünscht sein, gern zur Verfügung. Vor allem gehe es darum, ein Linksbündnis und einen Sieg der Linksextremisten in Berlin zu verhindern. Man könnte es auch anders formulieren: Ausgerechnet in der ehemaligen Mauerstadt könnte die ehemalige SED die Macht übernehmen.
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Der Super-GAU für die Berliner CDU. Hätte, wie es sich gehört, Kai Wegner schon im Januar die Konsequenzen aus seinem Versagen gezogen, stünden die Berliner CDU-Truppen nicht kurz vor der Schlacht in heller Auflösung ohne Anführer da. Lieber hat sich der Herr Wegner aber durchgelogen. Und jede Lüge hat eine weitere geboren, bis er wohl die Übersicht über das Gespinst verloren hatte.
Ich gehöre nicht zu denjenigen, die über einen Gefallenen, wieviel Schuld er auch selber tragen mag, den Stab brechen. Nun sollte der Bürgermeister alle Anstrengungen unternehmen, um die CDU zu unterstützen und Berlin vor noch größerem Schaden zu bewahren.
Aber dafür hat er "Verantwortung" mit dem Verzicht auf erneute Kandidatur genommen. Soviel Sarkasmus muß erlaubt sein.
Herr Hechinger? Berlin ist ein absoluter "failed state", ich glaube nicht, dass da "noch größerer Schaden" verursacht werden könnte. Sodom und Gomorrha waren dagegen wohl Erholungsheime.
Aber Abraham hatte Gott bis auf zehn Gerechte heruntergehandelt. Hätte es diese Gerechten in Sodom und Gomorrha gegeben, wäre das Inferno ausgeblieben. Ob es in Berlin keine zehn Gerechte gibt?
dass "gerecht" ziemlich subjektiv ist: mir würde da auch nach längerem Nachdenken niemand einfallen, jedenfalls nicht in der Führungsriege. Aber ich glaube, das ist auch kein Alleinstellungsmerkmal für Berlin...
Keine Konsequenz.
...ist auch der Finanzsenator Evers blass geblieben und in Berlin kaum bekannt. Wenn die CDU überhaupt noch einen Fuß in die Tür bekommen will, dann muss sie einen unkonventionellen, mutigen, nicht im Parteibetrieb jahrelang glatt geschliffenen Newcomer aus dem Hut zaubern, der die Sympathien auf sich ziehen kann. Gerne auch einen Import. Aber gibt es so jemanden überhaupt noch in der deutschen Politik?
eine Regierung mit einem Bürgermeister von den SED Erben samt grüner Sekte und der SPD verhindern könnte. Sie haben die Mehrheit und die SPD samt grüner Sekte werden den Teufel tun mit der CDU zu koalieren die sich dann noch mehr selbst kastrieren müße, stößt zu Schwarz Rot die Grüne Sekte zusätzlich hinzu……
Ich sehe ehr das die CDU mit ihrem rumgeeieren weiter Stimmen einbüßen wird. Wer davon profitiert ist auch klar ……vielleicht reicht’s dann auch im roten Berlin für die AfD als stärkste Kraft. Die 2% dürften unter diesen Umständen durchaus aufzuholen sein……
Was allerdings nicht messbar für die CDU ist, ist die Berliner Bürgermeisterwahl und ihre Strahlkraft auf die Bundesregierung wo bekanntlich der Kanzler Merz auch so seine Probleme mit seinen Versprechen hat. …..
MfG a d Erfurter Republik
Ein Linksbündnis in Berlin ist nichts Ungewöhnliches. Das gab es schon öfter.
... sind leider kaum übersehbar.
Aber ist es nicht verrückt, dass der politische Arm der terroristischen "Vulkangruppe" an die Macht kommen soll?
Schlimmer geht immer.
...der ganze Linke Mist kommt! Noch mehr Poller! Noch mehr Nachverdichtung! Noch mehr Flüchtlinge, weil wir noch Platz haben! Tja, der Kai hat es auf ganzer Linie versaut, wie auch Merz und Söder die CDU/CSU unwählbar machen! Von Anfang an, hat er nichts kapiert! Hat sich gleich auf Linksgrün eingelassen! Brandmauer halt! Dabei haben die Berliner in einem Volksentscheid und bei der Nachwahl klar gemacht, dass sie die Gängelung satt haben! Was macht der Kai? Merz erledigt den Rest! Aber man kann nur hoffen das die CDU platt gemacht wird! Furchtbar dieser Verein!
Unsinn, er würde beim fortgesetztem Lügen ertappt und hat sein politisches Gesicht verloren. Er wird auch als Abgeordneter nicht mehr gebraucht und hat einer Linksfront Vorschub geleistet
Pereat cdu
Die ehemalige sed könnte die Macht übernehmen? Wer hat denn dieses Drexxxloch Berlin lange Jahre regiert? Da hat doch immer nur das Etikett gewechselt, der Inhalt war immer der gleiche sed sozialismus. Diese Figur Wegner passt zu dieser verlodderten cdu wie die Faust aufs Auge, charakter- und würdelos wie der oberste in der cdu.
bleibt ein Blender. Mir war dieser Kollege Wegener von Anfang an nicht sympathisch und nicht passend. Aber für Berlin hat es ja zumindest für eine Weile gereicht. Berlin ist das Brennglas für die Zustände im ganzen Land, und was uns blüht, wenn die Linken mitreden und mitregieren dürfen. Es ist zum Fremdschämen. Die Hauptstadt ist ein übler Pool voller Korruption und Impotenz. Ja, der Spiegel des Landes. Pfui Spinne
In der Personalie Wegener wird das ganze Dilemma der CDU deutlich. Es gibt ein ikonisches Photo, das so viel mehr als alle Analysen zum Untergang der CDU aussagt: Wegener hisst Stunden vor seinem Rückzug die Regenbogenflagge vor dem Roten Rathaus!
Man wäre so gern progressiv und nicht -pfui- konservativ. Aber links ist es halt schon sehr eng, gerade in Berlin. Man macht den ganzen linkswoken, identären, infantilen Dauerkarneval mit und merkt einfach nicht, dass die Wähler andere,existenzielle Probleme haben. Als konservative Alternative bleibt nur die AfD, bei allen Unzulänglichkeiten. Aber das scheint der CDU völlig egal zu sein, man kettet sich an die untergehende SPD und hofft, irgendwie kommt von irgendwo her ein Rettungsboot.Ideenlos, mutlos, konzeptlos sinkt die CDU in den Untergang.Und die vereinte Linke schlitzt auch noch die Rettungsweste auf und bringt sich auf der Brandmauer in Sicherheit.Politische Dummheit als Programm.
Macht endlich vernünftige Politik für die Mehrheit!
