Energiewende, jetzt erst recht: „Des Kaisers neue Kleider“ im Ohnsorg-Theater / dpa

Dunkelflaute und Kaisers neue Kleider - Stromkrise entlarvt Energiewende-Märchen

Diesen Winter drohen „rollierende Lastabschaltungen“. Das sind kontrollierte Stromausfälle, die den Zusammenbruch der Elektrizitätsversorgung verhindern sollen. Damit wird die große Erzählung der „Energiewende“ endgültig als Märchen entlarvt. Jedes Kind sieht nun: Der Kaiser ist nackt.

Daniel Gräber

Autoreninfo

Daniel Gräber leitet das Ressort Kapital bei Cicero.

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„Aber er hat ja nichts an!“, ruft das Kind, als der Kaiser seine neuen Kleider bei einer großen Prozession dem Volk präsentiert. Betrüger hatten ihm viel Geld für ein prächtiges Gewand abgeluchst, das nur für denjenigen unsichtbar sein soll, der nicht für sein Amt taugt. Und während die angeblichen Wunderweber am leeren Webstuhl arbeiteten und sich immer mehr Geld, Gold und Seide bringen ließen, schwärmten die Gesandten des Kaisers von dem prächtigen Muster und den herrlichen Farben. Denn sie wollten nicht zugeben, dass sie nichts sehen. Zu sehr hingen sie an ihren Ämtern. Auch der Kaiser selbst ließ sich bei der Anprobe nichts anmerken, bewunderte im Spiegel sein neues Gewand, obwohl er in Wirklichkeit nackt war.

Erst als das Kind die Wahrheit ausspricht, setzt sie sich langsam durch. „Herr Gott, hört des Unschuldigen Stimme!“, ruft der Vater in Hans Christian Andersens Märchen, dessen Ende sich nochmal zu lesen lohnt: „und der Eine zischelte dem Andern zu, was das Kind gesagt hatte. ‚Aber er hat ja nichts an!‘ rief zuletzt das ganze Volk. Das ergriff den Kaiser, denn es schien ihm, sie hätten Recht; aber er dachte bei sich: ‚Nun muss ich die Prozession aushalten.‘ Und die Kammerherren gingen noch straffer und trugen die Schleppe, die gar nicht da war.“

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Gabriele Bondzio | Do., 15. Dezember 2022 - 10:53

Herrn Habeck oder Scholz genauso gut stehen!?

Die Perücke auf jeden Fall! Sie dürfte auch bei den Minus-Graden eine sinnvolle Ergänzung der Kleiderordnung sein, selbst wenn man(n) nur in Unterhosen dasteht.

"Denn wer das tat, lief Gefahr, als für sein Amt ungeeignet zu gelten."
Ein gutes Synonym, werter Herr Gräber, für viele Entscheidungen der Politik in der Zeitwende.

Oder A sagen und B vernachlässigen, bis die Realität zuschlägt.
Die Realität erwischt die Politik derzeit kalt, mit diesem Gedanken komme ich in die Wohnung zurück. Nach dem 1. Gassi-gehen mit meinem Hund in der Frühe.

Die Warmzeiten in DE sind verfrüht ausgerufen, auch wenn heute die Sonne scheint, waren die letzten Tage doch trüb, nebelig, windstill und sau-kalt.
Was realistisch betragtet ...mehr Soll als Haben erforderte.

Karl-Heinz Weiß | Do., 15. Dezember 2022 - 11:06

Und Energiekaiser Habeck führt mit seinen 7 Staatssekretären weiterhin tapfer die E-Mobilität und die wärmepumenbasierte Heizwende voran. Dabei droht schon derzeit dem oft jahrzehntelangen Stromnetz in den Kommunen die Überlastung. Und Facharbeiter, die tatsächlich etwas vom Handwerk verstehen, werden immer knapper.

Hans Süßenguth-Großmann | Do., 15. Dezember 2022 - 11:10

Kommentar von Frau Prof. Kämpfert dazu lesen, denn sie ist die eifrigste der Gaderobieren für den nackten Kaiser.
Wir legen die die AKW still, die kein CO2 ausstoßen, zahlen den Betreibern noch Milliarden dafür und entfernen uns meilenweit von Ziel der CO2 Reduktion und lassen uns noch beschimpfen, dass wir zu viel heizen. Es gibt nur ein Wort dafür und das ganz oft: Wahnsinn....

Frau Kaempfert hat im Petitionsausschuss noch ausgesagt, wir hätten genug Speicher und zusammen mit den Staatssekretären vom Wirtschafts- und Umweltministerium die Notwendigkeit der KKW’s für diesen Winter und weitere Jahre bestritten. Sind Unwahrheiten dort eigentlich strafbar?
Bei Großindustriellen soll der Strom doch schon seit einiger Zeit und immer häufiger mit kurzer Vorankündigung abgeschaltet werden, die Regeleingriffe der Netzagentur erfolgen mittlerweile mehrmals täglich und werden immer schwieriger.
SPD und Grüne haben im Nds. Wahlkampf gesagt, es gäbe in diesem Bundesland ausreichend Strom, das KKW Emsland müsse abgeschaltet werden. Keine 2 Monate später berichtet die Braunschweiger Zeitung, dass der Kreis Gifhorn die Folgen eines großflächigen Stromausfalls prüfen lässt, um die kritische Infrastruktur dafür fit zu machen. Da fehlen keine Leitungen, da fehlt einfach Strom, trotz der vielen Windräder vor der Küste.
Sind Lügen im Wahlkampf auch Teil unserer „neuen Werte“?

Enka Hein | Do., 15. Dezember 2022 - 11:17

....und man wartet nur noch drauf das Habeck und seine grüne Klimasekte in Kleinkleckersdorf sich zur ideologischen Frage schlechthin hineinsteigert. "Wollt Ihr den totalen Energiekrieg."
Und die ideologisierte und wahnsinnigen Grünenwähler rufen unter frenetischen Beifall und gekreische "Ja, HEILsbringer Robert."
Geschichte wiederholt sich irgendwie doch.
Wie schon oft von Autoren und Foristen erwähnt, werden wir von Idioten regiert.
Und das Schlimmste ist, das Merz diese Steilvorlage nicht nutzt. Klar die CDU mit Merkel hatte eine große Mitschuld.
Aber so wie Merz von Merkel abserviert wurde, könnte er dieses Desaster Merkel und deren Gefolge jetzt wie einen Mühlstein um den Hals hängen und irgendwo im See versenken.
Damit waren seine Widersacher in den eigenen Reihen weg und die Grünen wurden ebenfalls mit runtergezogen.
Die FDP würde sich wenden. Kennt man. Und die SPD....egal.
Wer irgendwas mit Handwerk und MIND gemeinsam hat, wusste schon immer das die Nummer nicht funktioniert.

Tomas Poth | Do., 15. Dezember 2022 - 11:36

,,, daß nicht hören will muß es erst fühlen.
Gehe nicht auf das Eis, es ist zu dünn!

Die "rollierenden Abschaltungen" sind genau das, was schon länger von Grüner Seite als Versorgungsprinzip ausgerufen wurde, angebotsorientierte Energieversorgung, wenn was da ist könnt ihr was bekommen ansonsten heißt es warten!
Wie war es in der DDR, wenn Südfrüchte zu haben waren, wurde alles stehen und liegen gelassen und zum HO gerannt.
Deutschland wird rückabgewickelt, über Mittelalter bis zur Steinzeit. Das ist das rotgrüne Model vom neuen Fortschritt.

Norbert Heyer | Do., 15. Dezember 2022 - 12:06

Wir haben es wohl endgültig geschafft. Das Land mit der ehemals sichersten Energie wird zu einem Entwicklungsland. Ideologen haben einen schweren Webfehler: Sie glauben grundsätzlich nicht den echten Experten und Realisten, die dieses Desaster exakt voraussagten. Sie wurden diffamiert, verunglimpft und teilweise ihrer Existenz beraubt. Sie wurden aus Angst und Vorsicht stumm. Jetzt hoffen die Grünen auf genau das Klima, was sie seit Jahrzehnten schon verteufeln. Auch eine Eigenart dieser gefährlichen Irren: Sie beheben ihre Fehler nicht, sondern bauen munter weiter WKA. Es wurden schon 800 Millionen € den Windbauern für produzierten Strom ausbezahlt, der wegen fehlender Leitungsnetze nicht vom Norden in den Süden ankamen. Wir haben eine Energiewende geschafft, die fast die schlechteste CO2-Belastung in Europa aufweist, ein E-Auto ist umweltschädlicher als ein moderner Diesel. Wir werden zusammen mit den Grünen dieses einstmals wirtschaftsstarke Land abschaffen, alles genau nach Plan.

Alexander Brand | Fr., 16. Dezember 2022 - 12:59

Antwort auf von Norbert Heyer

die Behauptung, sie alleine wären die Lösung. Wir brauchen einen Paradigmenwechsel weg von der Einseitigkeit hin zur Technologieoffenheit. EE sind nur ein Teil der Lösung, man hätte vor 20 Jahren damit anfangen sollen alle Neubauten möglichst energieautark zu gestalten, die Technologie dafür gab/gibt es. Ging aber nicht, weil die Energieversorger dagegen waren.

Wir brauchen ein generelles Umdenken weg vom immer mehr, weiter, schneller. Fliegen muß deutlich teurer werden, Autos müssen kleiner, leichter effizienter werden. Fertigung wieder lokal mit kurzen Transportwegen. Wir müssen ressourcenschonender denken und handeln, nicht jedes Jahr neu kaufen, sondern so lange verwenden bis kaputt UND haltbarer fertigen.

Wir müssen langfristig weg von fossilen Brennstoffen, weil sie endlich und zu kostbar sind, kurz- bis mittelfristig ist das aber nicht möglich. Und wir brauchen noch sehr lange AKW.

Leider ist das mit den Grünen nicht zu machen, weil sie dafür einfach zu dumm/verbohrt sind.

Alexander Brand | So., 18. Dezember 2022 - 16:50

Antwort auf von Norbert Heyer

Wie AKW sind auch Verbrenner noch lange kein Auslaufmodell! BEV sind ein Irrweg, wenn es um die Massenmobilität oder gar den Güterverkehr geht. BEV haben ihre Nischenberechtigung z.B. im innerstädtischen Kurzstreckenverkehr, hier können sie ihre Vorteile (lokal emissionsfrei, leiser) ausspielen ohne daß die Reichweite eine Rolle spielen würde. Sie können klein und leicht sein mit wenig Leistung, alles andere ist Schwachsinn! 2,8 Tonnen E-SUV mit 800kg (= Golf I) an Batterien, um damit unter Idealbedingungen 400km Reichweite zu haben ist technisch grober Unfug!

Verbrenner lassen sich mit Alternativbrennstoffen betreiben, so z.B. Ottomotoren mit Wasserstoff und wenn Leichtbau konsequent umgesetzt werden würde, könnte man ein modernes Dieselfahrzeug leicht mit weniger als 3l/100km fahren, natürlich nicht als 2,5 Tonnen SUV mit >400PS!

Aber auch das wird nicht gehen, denn der Linksgrünfront mangelt es u.a. massiv an technischem und logischem Sachverstand!

Christoph Kuhlmann | Do., 15. Dezember 2022 - 12:30

Man könnte es auch eine Zwangsverwaltungswirtschaft nennen. Walter Eucken hatte das Konzept anhand der „Kriegswirtschaft“ des NS-Regimes entwickelt. Ich habe das dann für eine Vordiplomprüfung auf die DDR angewendet. Es macht ökonomisch keinen Unterschied, ob man die Produktionsmittel oder den Menschen verstaatlicht. Die Frage ist nun, wer oder was wird jetzt verstaatlicht? Der Mensch oder die Produktionsmittel oder beide.

Markus Michaelis | Do., 15. Dezember 2022 - 12:43

Klar, im Moment können die Erneuerbaren uns nicht durchgehend versorgen. Aber wir hätten mehr bauen können, mehr Stromtrassen, Wasserstoff als Speicher, CO2 wird ja trotzdem eingespart, es ist eben nur teuer einen kompletten zweiten Kraftwerkspark für kurze Perioden bereitzuhalten (zu teuer?), vielleicht kommen noch technische Fortschritte bei der Speicherung, vielleicht all die Akkus nutzen, vielleicht mehr dezentral ....

Das einzige, was mir sicher scheint ist, dass dieses Thema komplexer ist als zumindest 99% der Menschen und wohl auch 87% der Experten wirklich überblicken können - und wahrscheinlich 100% und 100%.

Das heißt nicht, dass man nichts macht, es heißt nur, dass man sich politisch auf ein Handeln einigt und dann mit gesellschaftlicher Reife dahinter steht, oder bei neuen Infos umschaltet.

Wir haben dagegen zuviele Gewissheiten, zuviele Alternativlosigkeiten, zuviele Fakten, zuviel "Wissenschaft", Experten und letzte Klarheiten.

Das gilt auch für viele andere Themen.

Herr Michaelis, denn "zuviele Gewissheiten, zuviele Alternativlosigkeiten, zuviele Fakten," zuviele Experten, die über alles schon genau Bescheid wissen - das sind genaugenommen die Feinde der forschenden Wissenschaft.

Ich glaube, wir meinen das gleiche, Herr Michaelis.

... über die energetischen Zusammenhänge und Energie-Umwandlungsprozess hat, mag gerne so weiter träumen wie Sie, Hr. Michaelis.
Die "Erneuerbaren" mögen ein Beitrag leisten, da wo man es sich leisten kann, sprich hohe Preise oder wo unstetige Versorgung keine Rolle spielen.
Die Wasserstofftechnik, immer wieder als "Erlösung" gepriesen, macht es noch mal um ein vielfaches teurer!
Wer allerdings an den menschengemachten Klimawandel glaubt, der kann halt nicht anders. Dieser Glaube ist die Basis aller Unwissenheit.

...und zu erwähnen sei, das bei der Produktion von Wasserstoff ein reibungsloser Prozeß erforderlich ist. Mit Flatterstrom der mal da ist und mal überhaupt nicht, funktioniert es nicht.
Hinzu kommt der Wirkungsgrad von ca. 25%.
Bei 96% natürlich vorhandenem CO2 in der Atmosphäre muss man schon einer religiösen Sekte angehören um denn Rest als menschengemacht zu bezeichnen. Und bei 2% CO2 Anteil von D in der Welt ist es anmaßend und dumm zugleich einen Klimawandel, denn es seit Bestehen der Erde gibt, aufzuhalten.
Und in 100 Jahren, wenn es Richtung kälter geht, werden fossile Verbrenner gefördert und Kohleöfen bezuschusst und Kohlekraftwerke gebaut.
Das wäre die Logik der grünen Klimasekte.
Statt ankleben und Genderquatsch sind MIND Studium eine Möglichkeit nach Lösungen zu suchen.
Aber die grüne Klimasekte hat von den Religionen dieser Welt gelernt.
Folge blind meiner Ideologie oder die Inquisition wird dich holen.
Und im Zeitalter der Inquisition sind wir wieder mittendrin.

Alexander Brand | Mo., 19. Dezember 2022 - 13:08

Antwort auf von Tomas Poth

ich teile Ihre Auffassung zum angebl. menschengemachten Klimawandel, Ihre Kritik an den EE teile ich nur bedingt, sie werden absehbar nicht grundlastfähig sein, sind aber Teil einer Lösung. Und AKW werden wir sicher noch 50 Jahre (oder länger) brauchen.

Man sollte bei der ganzen Verteufelung von allen Seiten aber einen entscheidenden Faktor nicht vergessen: Fossile Brennstoffe sind endlich und zu wertvoll, um sie zu verheizen.

Wir brauchen ein generelles Umdenken, weg von immer mehr, schneller, weiter hin zu kleiner, leichter, effizienter, haltbarer, nachhaltiger. Wir brauchen technologieoffene Diskussionen, NUR so wird sich das beste Konzept durchsetzen. Wir brauchen lokale Fertigung/Produktion, den Verbrenner vor allem den Diesel, aber nicht im 2,5Tonnen SUV, alternative Brennstoffe, Minimierung von Flugreisen.

Leider wird das mit den dumm-verbohrten technikfeindlichen Linksgrünen nicht gehen, die erreichen CO2-Neutralität durch Deindustrialisierung und Enttechnologisierung!

Albert Schultheis | Do., 15. Dezember 2022 - 12:54

nicht nur die für ihre allzu hohen Ämter allzu ungeeigneten Grünlinge sind nackt und blind, weil sie ihre eigene Nacktheit nicht sehen. Ganz Deutschland ist nackt den Unbilden der Natur ausgeliefert, weil die Wähler in ihrer kollektiven Verblödung auf die simplizistischen Versprechungen ihrer Grünlinge reingefallen sind. Alles va banque auf die monokausale CO2-Karte gesetzt und den Arsch verloren! Geschieht uns allen recht. Das nenn ich gelebten DDR-Sozialismus: endlich sind wir alle gleich - die Proles mit kaltem Arsch zuhause, während die Polit-Nomenklatura in ihren warmen Amtsstuben rumhockt. Käme doch nur endlich die Erderwärmung, der Klimawandel zum Guten, zum Warmen! Menschen des frühen Mittelalters könnten uns darüber etwas erzählen. Vielleicht erleben wir ja den Winter der Erkenntnis und jagen das GrünRote Gesindel zum Teufel. Wenn die Kernkraftwerke - die besten der Welt - erst mal weg sind, dann sind wir über die ökonomischen Kipppunkte hinaus, dann gibt's kein Zurück mehr.

Ingo Frank | Do., 15. Dezember 2022 - 13:01

Nee die Kinder interessiert das nicht, die klimpern weiter auf ihrer PlayStation & ihrem Handy rum. Sind halt Kinder. Aber die, die dem Erklärbär Robert und vor allem seinen Vortänzern Fischer & Trittin &&& wie dem Rattenfänger von Hameln folgten, um beim Märchen zu bleiben, die erwachen langsam in ihrer Woken Altbauwohnung in Berlin, Hamburg, Stuttgart München usw. und beginnen ihren Kopf zu benutzen, wenn der Kaffee to Go & das belegte Brötchen beim Bäcker um die Ecke nicht zu bekommen ist weil der Backofen und der Kaffeeautomat nicht funktionieren. Und weder Bus noch Bahn fahren und der Ar…..sch kalt bleibt weil die schicke Wohnung schick ist, aber denkmalgeschützt, & energetisch das reinste Fiasko darstellt.
Und dann, wenn es soweit kommt, was durchaus im Bereich des möglichen liegt, und das Licht bleibt aus, wird ganz schnell die heiße Kartoffel Energiewende fallen gelassen und das Hauen & Stechen über Verantwortung geht los.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Kurt Kuhn | Do., 15. Dezember 2022 - 13:02

So schimpfen die Kollegen mit mir. In Rumänien, unter Ceausescu, habe ich 10 Jahre lang „rollierende Lastabschaltungen“ erdulden müssen. Ging auch! Sogar in der Industrie!
Bei ganzen 12°C im Raum sollte man einem Kind die Windeln wechseln und es baden?! Und Ceausescu hat noch 14 Tage vor seiner Exekution (Dezember '89) behauptet, dass der Wohlstand des Volkes noch nie so hoch war. Die Menschen schlugen sich in den Warteschlangen die Köpfe um ein "chemisches Huhn" ein. Zucker, Koch-Öl, Butter und Mehl waren rationiert. Für essbares Brot brauchte man Vitamin-B, Milchpulver für Kinder und Fischkonserven gab es nicht mehr...
Aber man kümmerte sich um den Aufbau der "gerechtesten aller Gesellschaftsordnungen" und die Medien überschütteten den "Genossen" und seinen ungebildeten Clan mit Lob und Dank.

Nein! Ich kann die Erinnerungen nicht ruhen lassen!

Ja, genauso war es, vor allem nach 1985. Im Februar 1987 wurde in Klausenburg zu einer extremen Form der Energieeinsparung gegriffen, indem die Studentenheime im Februar-Maerz (es war ein extrem kalter und langer Winter) nicht mehr geheizt und die Steckdosen in den Zimmern versiegelt wurden.
Sowas vergisst man nicht.

Ich hab den Roman von Saul Bellow "The Dean's December" gelesen ... und ich habe den Film gesehen von dem Gespräch mit Ceaucescu und seiner Frau kurz vor deren Hinrichtung. Erzählen Sie unbedingt weiter, Herr Kuhn, von Ihren Erinnerungen an Rumänien. Das darf nicht verloren gehen! Danke!

Jens Böhme | Do., 15. Dezember 2022 - 13:21

Man kann argumentieren, dass Harbecks Hoffen und Beten, dass der Winter nicht so kalt und windarm wird, die Bevölkerung nicht ernst nahm. Mehr Hoffen, Flehen und Beten für den angeblich warmen Winter fand nicht statt. Schuld ist also nicht die Regierung, die in einem vernunftbegabten Staat für die Grundversorgung verantwortlich ist, sondern die Bürger und Wähler. Besser kann man bestimmt das nicht abwälzen.

Sabine Jung | Do., 15. Dezember 2022 - 13:21

haben ja auch noch was Gutes, da spart die Industrie noch mehr Energie ein. Man wo sind wir nur hingeraten? Ein Staat hat dafür zu sorgen, dass genug und bezahlbare Energie da ist. Und nun braucht nicht wieder ein Forist damit zu kommen, alles nur wegen dem Putin, Quatsch-
unsere werte Regierung wollte mit der Sanktion Stärke beweisen, es geht nach hinten los, wir merken das immer mehr. Es gibt genug kluge Köpfe, Ingenieure, Wissenschaftler, die sagen wie wir eine Energiewende klug und ohne große Beschädigung der Wirtschaft hinbekommen würden. Das dauert aber eben Jahre. Man kann nicht den Ukraine Krieg zum Anlass nehmen und im HauRuckPrinzip alles verändern, die Kernkraft abschalten, die Kohle kommt als nächstes und Gas ist nur reduziert auf dem Weltmarkt da.
Ich hoffe innigst, dass wie bei dem Märchen der Kaiser(oder auch Wirtschaftsminister) noch merkt, dass er nackt da steht.........

Helmut Bachmann | Do., 15. Dezember 2022 - 13:58

der typische Blockwart wieder zum Vorschein, der anderen sagt, dass sie gefälligst wegen ihrer Erbschuld am Kolonialismus jetzt auf Wohlstand zu verzichten hätten und jeden anzeigt, der mehr Strom verbraucht, als es der Blockwart für angemessen hält.

Gerhard Schwedes | Do., 15. Dezember 2022 - 14:09

Angesichts der deutschen Politik überschwemmen mich schon seit Jahren immer wieder Assoziationen, die die deutsche Mentalität betreffen: Nibelungenlied: Seejungfrauen weissagen das Unheil; Weiterzug der Burgunder; Hagen wirft als eine Art Gottesurteil den Priester über Bord - geht dieser unter, liegt er mit seiner Warnung daneben; erreicht dieser das Ufer, zieht man in den Tod. Der Priester erreicht das Ufer. Weiterzug der Burgunder./Goethe über die Deutschen: Im Kleinen groß, aber im Großen erbärmlich/ Heine: den Briten gehört das Meer, den Franzosen das Land, aber den Deutschen gehört der Himmel, das Reich der Phantasterei./ Persönliche Erinnerung bei einer Dankesfeier zur Wiedervereinigung im Bonner Münster: Während der Gottesdienst abläuft, dringen vom Münsterplatz die Schreie vom Platz bis zum Kirchenschiff herein: "Deutschland verrecke!" wird skandiert. /Der abschüssige Weg der Grünen: Befürworter der Pädophilie, frühkindl. Sexualaufklärung,, Bürgergeld, Klimaphantasten, Gender.

Detlef Spitzbart | Do., 15. Dezember 2022 - 15:34

Antwort auf von Gerhard Schwedes

Wenn Heine, dann bitte genau:

"Franzosen und Russen gehört das Land,
Das Meer gehört den Britten,
Wir aber besitzen im Luftreich des Traums
Die Herrschaft unbestritten.

Hier üben wir die Hegemonie,
Hier sind wir unzerstückelt;
Die andern Völker haben sich
Auf platter Erde entwickelt - - "

Deutschland. Ein Wintermärchen (Januar 1844), VII.

Ernst-Günther Konrad | Do., 15. Dezember 2022 - 14:45

denken die Klimahysteriker. Und auch da haben, wie bei vielen anderen Themen auch, gerade die Medien eine sehr mitentscheidende Rolle gespielt und sich Politiker gerne von denselben vorantreiben lassen, wenn die eigene Ideologie nicht ausreichte, wie bei der UNION. Und wenn man Kritik äußerte, dann war man mal ein Leugner, mal ein Versteher, mal ein Feind der Ampel und grundsätzlich immer ein Nazi oder mindestens ebenso schlimm ein AFD-Befürworter. Und jetzt lesen wir auch in diesem Artikel nichts anderes als das, wovor viele von uns hier im Forum seit dem Atomausstieg, aber drastisch seit dem die Ampel das Merkel Desaster der Vollendung zuführt warnen. Nein, wir haben kein Stromproblem, sagte Habeck, der Lügenbeutel. Jetzt wird uns verkauft, das sei wie ein "normaler" technischer Vorgang zu sehen, so als wenn einer in der Straße den Stromkasten mit dem Auto umfährt. Das Lügengebäude fällt langsam zusammen und Habeck sagt. Nein das fällt nicht zusammen, es steht nur nicht mehr.

Bernd Windisch | Do., 15. Dezember 2022 - 18:36

Kohle 43,2 %
Gas 21,9
Wind 13,9
Biomasse 7,1
Atom 5,4
Solar 1

Laut Grüner Sekte haben wir kein Stromproblem.
Wenn wir jetzt noch den Anteil von Wind und Solar klug und geschwind ausbauen kann gemäß dieser Genies nichts mehr passieren.

Ganz sicher werden 2 bildungsferne Akademiker aus diesem Milieu das Trauerspiel prompt wieder schön zu schreiben versuchen. Höcke, Höcke…………….

Mit der Verhaftung einer ganzen Rotte von s.g. Reichsbürgern wurde immerhin die Nachfrageseite nach Strom signifikant geschwächt und die Abschaltung der restlichen Atommeiler kann nun getrost von Statten gehen.
Das dazu inszenierte Medienspektakel tut das Übrige. Für nackte Kaiser interessiert sich offensichtlich keine Sa….

Aber wehe, wehe (Wilhelm Busch, alter weißer Mann)

Gerhard Fiedler | Do., 15. Dezember 2022 - 19:17

wunderbar erzählt und passend auf die gepriesene Energiewende des grünen Kaisers Habeck übertragen, lieber Herr Gräber! Ja, Grün, Rot und Gelb stehen nackt da. Ach, wenn doch dieser Beitrag in der Süddeutschen, Zeit, FAZ, taz, im Spiegel gestanden hätte oder von ARD, ZDF und Deutschlandsender gesendet würde! So aber glaubt das Volk weiter dem Märchen von der Energiewende, das ihm ständig erzählt wird, bis es im Blackout aufwacht. Und wer bei Wärmepumpen und E-Autos sein Heil suchte, wacht ebenfalls auf und fühlt sich betrogen. Diese Regierung dürfte keinen Tag länger regieren. Doch so lange CDU/CSU und FDP die Zusammenarbeit mit der AfD ablehnen, wird sich in Deutschland nichts ändern. Lieber koaliert man mit den grünen Träumern und Deutschlandhassern. So bleibt die Macht erhalten, zum Schaden für Volk und Land.

Lutz Friedl | Do., 15. Dezember 2022 - 21:32

Mich erinnern die vom physikalischen Sachverstand befreiten Parolen der rotgrünen ,angeblichen Energieexperten an die Durchhalteappelle und Hoffnungen auf Wunderwaffen finsterster deutscher Geschichte

BHZentner | Do., 15. Dezember 2022 - 21:33

Achtung,Zynismus!Man sollte bei Abschaltung auf soziale Ausgewogenheit, Geschletergerechtigkeit,Diversität usw.achten; also mal Neukölln,mal Mitte,mal Prenzlberg,mal Charlottenburg-um mal Berlin als Exempel zu nehmen. Auf Dauer wird man wohl nicht um,,flankierende Maßnahmen"-Framings werden da nicht mehr reichen-herum kommen. Ich bekam bei einem,,Spaziergang"vor einem Jahr ein(nun ja)Flugblatt in die Hand,auf dem ,,geschwurbelt"stand,daß auf ein Corona-Maßnahmen-Regime zur Verschleierung gesundheits-/krankenhauspolitischen Versagens,ein Klima-Regime zur Verschleierung energiepolitischen Versagens folgen könnte-mit den grad erprobten Mitteln.
Wären unsere grünenlinken Nackedeis doch nur so schamhaft wie der nacksche König.Aber nein, sie trollen sich nicht,sondern verachten ,,Zwischenrufer"wahlweise als Klimaleunger, Coronaleugner,Rußlandversteher, Demokratiefeinde,Nazis,Rassisten u.verweigern sich rotzig,trotzig den Forderungen der Realität;lenken ab mit Putsch-u. Sabotanarrativen.

"… also mal Neukölln,mal Mitte,mal Prenzlberg,mal Charlottenburg-um mal Berlin als Exempel zu nehmen..."

Oh ich glaube, Neukölln und Wedding wird man tunlichst von Abschaltungen fernhalten. Sonst könnte es sein, das Herr Remmo oder Herr Abu Shaker mal bei den Genossen im Abgeordnetenhaus vorspricht und seine Cousins und Neffen mitbringt mitsamt ihren "Meinungsverstärkern". Und die wissen, wo deren Haus wohnt.

Grüße aus dem Reichshauptslum.

Frieda Frey | Fr., 16. Dezember 2022 - 14:07

wenn es tatsächlich zu Stromausfällen kommen sollte. Zumindest gibt es dann den tatsächlichen Beweis (Beratungsresistenten reicht die Beratung nicht - sie brauchen die Erfahrung), dass es für funktionierende Systeme nicht reicht nur eine Idee für eine bessere Welt zu haben.

Ronald Lehmann | Sa., 17. Dezember 2022 - 00:02

Bewertung.

Jedenfalls beim betrachten der jüngeren Generationen ist mir aufgefallen, dass das spielerische wie bei uns früher & das einsetzen von Fantasie im Spiel sehr verloren gegangen ist.
Dabei hat im Film "der kleine Lord" der von Earl of Dorincourt einen sehr wichtigen Satz gesagt:
"Spiele sind sehr wichtig. Sie bereiten Jungen (heutzutage würde es heißen: Mädchen, Jungen & Diverse) auf das große Spiel vor, das Leben heißt.
Heutzutage braucht man keine Spiele mehr. Die wurden ersetzt mit Handy & PC inklusiv Internet.

Und die Rahmenbedingungen werden nicht mehr von der Familie, sondern von der Gesellschaft vorgegeben. Dafür aber dürfen Eltern klagen & Lehrer für alles verantwortl. machen wie aber auch viele Kinder ihren Eltern mit verloren gegangenen Respekt zeigen, wo es lang gehen soll.
Resultat bei vielen
Man kann & weiß alles

Herr Brand - Ihr Art. hat die heutige Problematik der links-rot-grünen Politdarsteller auf den Punkt gebracht (& mit eigenen Lösungswegen - Chapeau)

Bernhard Marquardt | So., 18. Dezember 2022 - 10:22

Der Kaiser und sein rot-grün-gelber Hofstaat bewundern wechselseitig ihre eigenen Prunkgewänder und sonnen sich in der Wählergunst ihrer Protagonisten, abwechselnd Habeck, Baerbock oder Özdemir.
Die alternativlose Kanzlerin würde dank ihrer Claqueure das Ranking vermutlich immer noch anführen.
Den Bürgern schlottern trotz der heiß angepriesenen klimatischen Wärmeperiode die Knie vor Kälte.
Jeden Tag ein Kleidungsstück mehr anziehen in der Wohnung, um Heizung zu sparen und so den Ratschlägen der Obergscheiten und Oberlehrer a la Kretschmann Genüge zu tun.
Derweilen konterkariert die Realität die Fantasie der Öko-Jakobiner Tag um Tag.
Aber sie wollen, vom Glanz der eigenen Ideologie geblendet, die tägliche Entblößung einfach nicht wahrnehmen.
Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
Über dieser abgehobenen geschlossenen Gesellschaft schwebt ein in unübersehbarer Selbstüberschätzung dauergrinsender Kanzler?/Kaiser?
Nein er ist in Wahrheit der CEO dieser Regierung.(CumExOlaf)