Dürr
FDP-Chef Christian Dürr im Opernhaus in Stuttgart / picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod

FDP-Dreikönigstreffen in Stuttgart - Aufbruch ins Ungewisse

Trotz schlechter Umfragewerte versucht die FDP beim Dreikönigstreffen in Stuttgart den Neustart einzuläuten. Allen voran Parteichef Christian Dürr. Der trommelt unter anderem für eine radikale Entrümpelung bestehender Gesetze und Vorschriften.

Hugo Müller-Vogg

Autoreninfo

Dr. Hugo Müller-Vogg arbeitet als Publizist in Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zu politischen und wirtschaftlichen Fragen, darunter einen Interviewband mit Angela Merkel. Der gebürtige Mannheimer war von 1988 bis 2001 Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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Das Dreikönigstreffen der FDP war in diesem Jahr ein besonderes. Es bildete den Auftakt zu einem Jahr mit fünf Landtagswahlen, bei denen die Freien Demokraten mehr zu verlieren als zu gewinnen haben. Gleichwohl dominierte in Stuttgart das Prinzip Hoffnung. Die Hoffnung, mehr Menschen würden angesichts der schlechten Umfragewerte für die Regierungsparteien die FDP wieder als Alternative entdecken.

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IngoFrank | Di., 6. Januar 2026 - 17:32

Immer wieder die „alten“ selben Hüte, personell und programmatisch …..
Der Abfluss Richtung AfD wird unvermindert weiter gehen…..
Mit besten Grüßen aus der Erfurter Republik

S. Kaiser | Di., 6. Januar 2026 - 18:43

„Doch aus dem neuen Denken kann nur ein neues Handeln werden, wenn die FDP es erstens wieder in den Bundestag schafft und zweitens einen ähnlich denkenden Koalitionspartner findet. Letzteres dürfte schwieriger sein als Ersteres.“
Umgekehrt: Ersteres dürfte schwieriger sein als Letzteres.
Wahrscheinlich würden viele Unionisten lieber schwarz-gelb als schwarz-rot regieren, vor allem im Vergleich mit dieser stark nach links außen gekippten SPD, aber beide haben es versäumt ein Mindestmaß an ihren Kernwerten für ihre Stammklientel zu verteidigen. Jetzt reicht es mit den Stimmen nicht mehr. Nun ist die FDP schon untergegangen (da kann Kubicki als liberales Zirkuspferd noch so durch die Lande ziehen), und die CDU wird ihr folgen. Denn weder die einen noch die anderen haben den Mut und das Rückgrat sich gegen die laute linke Minderheit zu stellen.
Schlechte Zeiten für schwache Persönlichkeiten ….

Priester des Datenschutzes | Di., 6. Januar 2026 - 19:57

Die FDP der Zwanziger steht für

Höchste Energiepreise (u.a. dank Atomausstieg - während der größten Energiekrise)

Meinungsbeschränkung - „So done“ eine Plattform gegründet von einem Vorstandsmitglied (sic!)

Verfolgung von Regierungskritikern - ein weiteres Vorstandsmitglied ist dort Großkunde

Wokeness - statt sinnvolle Politik

Selbstbestimmungsgesetz (Wechsel des Geschlechts ohne Begründung) / Fast track Einbürgerung / Drogenfreigabe / Heizungsgesetz / Verbrennerverbot / usw.

Und Hybris:

als eine rechte Aktivistin nach anderer Ansicht Rechtsextremist ihr Geschlecht ohne weitere Begründung und daher gesetzkonform selbst bestimmt - gilt obiges Gesetz selbstverständlich nicht für sie! - so ein weiteres Mitglied des FDP Vorstands

PS: Grüße an „so done“

Angelika Sehnert | Di., 6. Januar 2026 - 20:22

Der Niedergang der FDP schmerzt ungemein.Aber leider hat es der Partei in den letzten Jahren an einem klaren Profil gefehlt. Es war nicht nur die desaströse Ampelzeit,die die Wähler vertrieben hat. Man glaubte dem Zeitgeist, der nun mal sehr links war, hinterher hecheln zu müssen und wollte so gern progressiv sein. Nur so ist dieses unsägliche Seibstbestimmungsgesetz zu verstehen. Liberal ist daran nämlich nichts,es ist links-identitär.
Bei der Migrantionspolitik glaubte man sich mit dem Mantra, „Wir brauchen Fachkräfte“ an den tatsächlichen, schon lange manifesten Problemen vorbei mogeln zu können.Die Angst vor linken Medien, die Angst, Themen anzupacken, die die AfD groß gemacht haben war, größer als der Mut Probleme zu lösen.In der Wirtschaftspolitik hat man sich dem Klimadiktat gebeugt, obwohl auch hier die katastrophalen Folgen klar waren.
Nichts bräuchte dieses Land mehr als eine wirtschaftsliberale,wertkonservative Partei. Das wollte die FDP nicht mehr sein. Schade.

@Angelika Sehnert, Sie bringen es auf den Punkt. Eine FDP im eigentlichen Sinne wäre in Merz-Zeiten dringender denn je. Die Union wurde von der "alternativlosen" Kanzlerin zerlegt, die FDP von der One-Man-Show des Christian Lindner Eine liberale Kader-Partei, das ist eines der größten Rätsel der deutschen Parteiengeschichte. Cicero-Rhetoriktalent Kubicki weiß zu (fast) allem Interessantes beizutragen, aber selbst er kann dieses Mysterium offensichtlich nicht erklären.

Urban Will | Mi., 7. Januar 2026 - 01:31

werden daher in der Versenkung bleiben. Wenn es in diesem Lande wieder vorwärts gehen soll, muss zuerst Linksgrünwoke aus allen Bereichen verschwinden. Wenn ich hier schon wieder von Koalitionen lese, in der die Sozen dabei sind, dann kann ich nur lachen.
Die neue Freiheispartei heißt AfD. Sie hat die Ochsentour gg alle Altparteien bestanden und ist bald in der Position, regieren zu können und zwar so, dass sich der altparteiliche Koalitionspartner ihr anpassen muss. Und das kann nur die CDU sein, niemals eine SPD oder gar die Sekte.
Das wird die FDP niemals schaffen.
Daher sollen sie ruhig schwafeln von Bürokratieabbau und Wirtschaft oder gar Migration. Nie werden sie auch nur einen Punkt dort setzen können, das weiß mittlerweile auch ihre ex-Wählerschaft, denn die war nicht dumm, um Ggs zu vielen der Union, die heute noch glauben, dort sei konservative Politik zu erwarten.
Die Zukunft gehört Weidel, die hat Power und wird nie mit Rot der Grün herum hampeln, da bin ich mir sicher.

Tina | Mi., 7. Januar 2026 - 05:05

Eine FDP die sich zum Ziel gesetzt hat mitzuregieren und im 2.Satz sich den Altparteien anbietert, die AfD zu bekämpfen und abwertend beschimpft, soll weiterhin im Keller sich schlafen legen.
Die Deutschen sollten diese FDP von den Fleischtöpfen fernhalten denn diese Kracken kosten wieder nur Millionen Steuergelder.

Michael Ulrich Kahl | Mi., 7. Januar 2026 - 08:04

Die Chance der FDP ist eigentlich selten so groß gewesen, wie zu dieser illiberalen Zeit, nur machen die Protagonisten so gut wie nichts daraus. Bleibt die FDP die Partei der Doppelnamenmadame oder wird sie wieder die Partei von Westerwelle und Stahl?

Wenn man sowieso nur noch mit marginalen 3 % handelt, dann kann man auch all-in gehen.

Afuera:
Sozialmigration beenden, keine Leistunhgen mehr für Nie-ins-System-Einzahler, straffälligen Doppelpasslern den deutschen Pass entziehen, Bürokratie radikal minimieren, Deutschland zuerst, fangen wir doch damit einmal an. Am besten noch Steuern senken, Gesundheitswesen (Thema Krankschreibungen und Leistungskatalog) radikal ändern, mehr Leistung einfordern, Staatsquote deutlich unter 40%....und dann würde man schnell sehen, wieviel liberale es wirklich in D gibt....

Thomas Veit | Mi., 7. Januar 2026 - 12:35

Also erst einmal zurück in den destruktiven Sumpf der FDP-Ampeljahre... ...? Und dann, wenn man (wieder) im Sumpf fest steckt Vollgas nach vorn...!?

@FDP: Leute, da drehen doch nur die Räder durch..., auf der Stelle - im Sumpf! Oder ist das vielleicht das Ziel? 🤔

Nächster: „Denken wir uns frei“ - von der 'Brandidiotenmauer' frei denken, DAS wäre ein wirklich neuer Ansatz...👍, und könnte die FDP auf die kurze Liste der echten Alternativen für Deutschland 'katapultieren'... ... Aber soo frei will man/Frau/FDP sich vermutlich dann doch wieder nicht denken... ... - oder kommt da noch was, aus Stuttgart??

Und somit fällt auch der letzte griffige Slogan „Deutschland neu denken“ (eine flache populistische Binse! mMn) aus für die FDP... - "Deutschland neu denken" wollen ALLE, angeblich, auch 'Die Linke' z.B. ... ... >> geschenkt!, dieses 'Gelaber-Rababer'... ... 🤣

Thomas Veit | Mi., 7. Januar 2026 - 12:47

steht ja nun auch nicht gerade für einen i trressanten neuen Aufbruch... - eher für 'Zurück!" als für "Vorwärts!" - rein von der Symbolik her...

WER hat den diese eher historischen Ort für einen 'Aufbruchparteitag' gebucht... ...!?? FDP?

Die Betriebskantine von Daimler wäre ein besserer Ort gewesen..., in der aktuellen wirtschaftlichen Lage in Deutschland... ... (mit einem kleinen Mini-Atomkraftweks-Modell im Hintergrund auf der Rednerbühne... ..., und mit Frau Weidel als Gastrednerin... -- ☝soo! könnte Aufbruch aussehen in Deutschland heute..., vom 'Typ-Milei')