Dorfchemnitz - Wo fast jeder Zweite die AfD wählte

Deutschland rätselt weiter über den richtigen Umgang mit der AfD. Verleugnen lässt sich die Partei längst nicht mehr. In Sachsen wurde sie stärkste Kraft, nirgendwo mit einem besseren Ergebnis als in Dorfchemnitz. Eine Spurensuche

Ortsschild von Dorfchemnitz, daneben steht ein Schaf
Dorfchemnitz – ein Ort voller Nazis? Oder warum haben so viele ihr Kreuz bei der AfD gemacht? / Petra Sorge

Autoreninfo

Petra Sorge ist freie Journalistin in Berlin. Von 2011 bis 2016 war sie Redakteurin bei Cicero. Sie studierte Politikwissenschaft und Journalistik in Leipzig und Toulouse.

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Im sächsischen Dorfchemnitz sind der Rentnerin Monika Hasenbacher, 75, seit Jahren zwei Dinge wichtig gewesen: ihre bunten Gartenzwerge und ihre Stimme für Angela Merkel. Während sie ihre Figuren weiter putzt, ist sie der Kanzlerin dieses Jahr untreu geworden. Hasenbacher wurde zur Nichtwählerin.

Das war noch die seichteste Form des Protests in ihrem Dorf im Osterzgebirge, in dem fast jeder zweite Bewohner die AfD wählte – 47,4 Prozent. Ein Rekordergebnis.

Monika Hasenbacher
Monika Hasenbacher

In Dorfchemnitz, 1.500 Einwohner, gibt es neben Gartenzwergen noch einen historischen Eisenhammer; zudem ist man stolz auf die jahrhundertealte Holzkunst. Jedes Jahr an Pfingsten finden hier die Weltmeisterschaften im Kettensägenschnitzen statt. Vor sieben Jahren hobelten die Einwohner einen 40 Meter langen Tisch aus einer einzigen Fichte und schafften es ins Guinness-Buch der Rekorde. Rund 40 Handwerksbetriebe gibt es in Dorfchemnitz, die Arbeitslosenquote liegt bei 5,6 Prozent.

Im Wahlkampf kam nur Frauke Petry

Was macht dieses Nest zur neuen Hochburg der Rechtspopulisten?

„Die Ausländer konnten es nicht sein, denn wir haben hier keine“, sagt Bürgermeister Thomas Schurig (Freie Wähler), 55, der ein Baumontageunternehmen hat und jeden Winter Schlittenhunderennen für Touristen organisiert. „Fakt ist, dass unser Dorf nichts mit rechts zu tun hat. Wir sind ein Dorf der guten Mitte.“

Schurig zufolge sind die Menschen frustriert, weil das Geld für den Straßenbau fehlt, weil junge Menschen abwandern. Die Schule ist geschlossen, der Supermarkt verschwunden. Und im Wahlkampf habe sich keine der Parteien blicken lassen, sagt Schurig, bis auf die AfD. „Die war zweimal hier.”

Anfang September kam Frauke Petry nach Dorfchemnitz. Die inzwischen Abtrünnige machte damals als Parteichefin Wahlkampf für die AfD. Laut der Freien Presse nannte sie Einwanderung ein „Sozialexperiment“ und sprach von einem „Kreuzzug gegen unsere Lebensweise“.

„Petry hat den Leuten aus dem Herzen gesprochen“, sagt Schurig.

Auf welcher Seite steht der Bürgermeister?

Während andere Bürgermeister in der Gegend alles versuchten, um ihre Gemeindesäle für die AfD zu sperren, hat sich Schurig besonders für den Petry-Auftritt eingesetzt. Er habe sogar eingewilligt, für mögliche Vandalismusschäden persönlich zu haften – was sonst keine Versicherung übernommen habe. Das gefiel nicht allen: Schurig bekam Hassmails, Anonyme drohten, das Dorf und sein Haus anzuzünden. Sie nannten ihn den „Nazi-Bürgermeister“.

Thomas Schurig
Bürgermeister Thomas Schurig

Der AfD-Wahlkreisabgeordnete für Mittelsachsen, Heiko Hessenkemper, der über die Landesliste in den Bundestag einzog, sagt dagegen, Schurig sei ein „echter Demokrat“. Die von ihm ermöglichte Veranstaltung sei „bemerkenswert“ gewesen, ansonsten sei Dorfchemnitz „absolut nicht außergewöhnlich. In Sachsen haben wir in den ländlichen Regionen überall großen Erfolg gehabt.“ Hessenkemper, Professor an der Technischen Universität Freiberg, warnt auf seiner Webseite vor der „Umvolkung“.

Anders als der Bürgermeister behauptet, hat die Angst vor den Fremden doch eine Rolle gespielt in Dorfchemnitz.

Clausnitz ist nur fünf Kilometer entfernt

Zum Beispiel für Ditmar Michler. Der pensionierte Bauarbeiter sitzt mit einem Freund bei Dämmerung in einer Garage, inmitten von Werkzeugboxen, zwei Motorrädern und einem Bierkasten. In wenigen Stunden feiert er seinen 64. Geburtstag. Er hat AfD gewählt, denn, so sagt Michler, „das ganze System stinkt zum Himmel“. Für die „Ausländer“ habe er kein Verständnis: „Da unten ist alles zerbombt, die Jungen hauen ab, und die Alten liegen im Dreck. Da hab‘ ich Probleme mit.”

Das nächste Flüchtlingsheim ist nur fünf Kilometer entfernt, in Clausnitz. Das Dorf machte Schlagzeilen, als im Februar 2016 ein Mob einen Bus mit Flüchtlingen blockierte und bedrohte.

Luai Khatun, 16, der mit Vater und Bruder aus dem Libanon floh, erinnert sich an diesen Tag noch mit Schrecken. Ein Polizist zerrte ihn aus dem Bus, nahm ihn in den Würgegriff. Die Meute applaudierte. Heute zeigt Luai sogar Verständnis für den Beamten: „Ich weiß, das war nicht die Schuld von der Polizei. Das war die Schuld von uns, die nicht rausgehen wollten, und von den Menschen da draußen. Und die Polizei hatte bestimmt Angst, dass jemand verletzt wird, dass etwas passiert.“

Als Luai vom Wahlerfolg der AfD hörte, war er erschüttert: „Wir haben doch hier keine Probleme gemacht.“ Der Junge spielt im örtlichen Fußballverein, geht, wie sein Bruder, regelmäßig zur Schule.

Das Nazi-Dorf?

DorfchemnitzWas in Clausnitz passiert ist, sehen sie in Dorfchemnitz nicht ganz so dramatisch: „Das sind ja alles nur verbale Beschimpfungen gewesen“, sagt Bürgermeister Schurig. „Was danach passiert ist, war viel schlimmer.“ Vermummte hätten Hakenkreuze auf Ortseingangsschilder und Häuserwände geschmiert. „Die waren nicht der rechten Szene zuzuordnen“, ist Schurig überzeugt, „sondern der ganz linken.“ So habe er das „in Erzählungen von Leuten“ gehört.

Christine Klement, 33, findet das Wahlergebnis der AfD „bedrohlich. Man muss sich fragen, ab welchem Zeitpunkt fängt das an zu kippen, dass wieder so etwas passiert wie 1933?“

Dieser Text erschien zuerst bei USA Today.

Fotos: Petra Sorge

Frauke Rudolf | Mi, 4. Oktober 2017 - 09:24

Die linken Journalisten wollen es nicht begriffen:
wo soll man bei dieser Sorte von populistischer Berichterstattung denn noch erklärend ansetzen?
Vielleicht richtet man weniger den Blick nach Sachsen oder in den Osten, sondern eher in die westlichen Städte in denen die bundesweite Presse täglich berichtet über "Gruppen", "Männer" und "Jugendliche". Frau Sorge möge ja einmal mitteilen welche Gebieten sie in Berlin meidet und dann schaut man sich die dort lebende Bevölkerung einmal genauer an. Es werden sicher so gut wie keine Sachsen darunter sein.

Es zeigt sich, dass sehr viele linke Journalisten nicht viel bzw. nichts begriffen haben. Ihren Hinweis an Frau Sorge, die journalistische Spurensuche nicht auf abgeschiedene Regionen Sachsens zu beschränken, sondern auf westliche Städte mit zahlreichen "Vorkommnissen" auszuweiten, finde ich sehr bedenkenswert. Hier könnte Frau Sorge zu für sie völlig neuen Erkenntnissen gelangen, so sie denn möchte.

Und offensichtlich trifft der geringe Wille zum Verständnis auch auf große Teile der Parteien zu (nicht nur Merkel), die meinen, man könne genau da weitermachen, wo man vor der Wahl aufgehört hat. Man sollte sich daher nicht wundern, wenn die Spaltung des Landes weiter vertieft wird und in einigen Jahren die Wahlergebnisse noch ganz anders aussehen als jetzt.

Was sie geschrieben haben stimmt und ich bin auch ihrer Meinung, doch wir sind auf keinen Fall abgeschieden. Wir besitzen eine Zugverbindung nach Freiberg mehrere Buslinien, die viele Orte in der Region miteinander verbindet. Ein paar Einkaufszentren und relative gut gebaute Straßen. Wenn sie behaupten, das wir zu Freiberg abgeschieden sind, Dann liegen sie falsch. Ein Abgeschiedene's Dorf besitzt keine Buslinie und Zugverbindung. Und die 30km bis Freiberg mitn Auto ist jetzt auch nicht so dramatisch. Das Wort was sie für abgeschieden benutzten sollten währe: idyllisch.

Ja, Herr Tröbner, die Wahlergebnisse könnten demnächst noch ganz anders
aussehen, wenn es mit der Ignoranz u. Arroganz von Politikern (z.B. Merkel) und Journalisten (z.B. Sorge o. Prantl) so weitergeht.
Was sie allesamt nicht begreifen können oder wollen, ist folgendes:
Man kann bestimmte Anschauungen bzw. Haltungen den Bürgern nicht einfach
v o r s c h r e i b e n, jedenfalls nicht allen Bürgern und nicht für alle Zeit.

Die "Heilslehren" der etablierten Parteien (EU-Ausbau, Bunte/multikulturelle
Gesellschaft, fortschreitende Globalisierung usw.) werden i n h a l t l i c h von vielen Menschen nicht mehr als für sie positiv akzeptiert, sondern sie beharren darauf, diese Entwicklungen kritisch zu sehen u. sich alternative Lösungen zu wünschen.

Statt nun inhaltlich mit andersdenkenden Bürgern zu diskutieren, werden sie wie dumme u."bockige" Kinder behandelt, bei denen man nur überlegen muß,
wie man sie wohl am wirkungsvollsten domestiziert.
So etwas kann nur nach hinten losgehen!

Ja, die Medien spalten die Gesellschaft. Lese ich doch soeben, dass knapp vier Millionen im Westen die AFD gewählt haben, im Osten nur 1,7 Millionen. Zwei Drittel der Bundestagsmandate gehen an den Westen, ein Drittel an den Osten. Die AFD wurde im Westen gegründet. Warum setzt man dann immer den Fokus auf den Osten? Was für eine Politik steckt dahinter, immer dort die Schuldigen zu suchen? Gelenkte Medien?

Richtig. Absolut hat die AfD in Westdeutschland auch erheblich mehr Stimmen bekommen. Das Ossi-Bashing erscheint mir aber wieder lediglich ein weiterer Fehlschlag beim Interpretieren der Wahlergebnisse. Schauen Sie sich doch die ganzen Interpretationen zu Wahlergebnissen an, welche linken Politikern und Journalisten nicht genehm sind. Nicht nur bei uns. Auch Brexit und Trump-Wahl wurden von den Medien komplett daneben interpretiert. Bei Gründen für den Wahlerfolg der AfD ist das Argument, dass diese von "Abgehängten" (u. ä. Diffamierungen) gewählt wurde, inzwischen eindeutig widerlegt. Dass es für ein Kreuzchen bei der AfD aus Sicht des normalen Netto-Steuerzahlers durchaus rationale Gründe gegeben haben könnte, können und wollen linke Politiker und Journalisten nicht verstehen. Daher nun die Mär vom "nicht-integrierten" oder anderweitig "rückständigen" Ossi. Das ist sehr traurig.

das ist wohlkalkuliert. Es geht darum, alle Wähler der AfD entweder als Nazis oder als Dumme, Ahnungslose zu diffamieren. Die ersteren sind Unmenschen, über die man sich auskotzen kann, menschliche Wracks, bar jedes humanen Gefühls. Eigentlich müsste man diese, wenn es GEGENWÄRTIG nicht noch unangebracht wäre, irreversibel entsorgen... Die anderen sind verirrte Seelen, die es gilt, nach Hause zu holen, zu Mutti und zu Mohamed, in das schöne bunte Haus.

wer kann eigentlich bei vollem bewusstsein
und vorhandenem klaren denken immer noch
schreiben : verhaeltnisse wie 1933 .....

fuer wie dumm haelt man die deutschen?
und was sagt das ueber die schreibende person aus ...?

hängen alle am gleichen Tropf. Immense Gelder, erwirtschaftet vom Volk, erbeutet
durch Steuern ,Zwangsabgaben (GEZ), Zwangsbeiträge etc. Unter dem Heer der Beutegeier verteilt, die sich seit Jahren persönlich kennen und miteinander feiern.
Die Bereicherung ist so groß, dass jede Kritik daran mit Gift und Galle bespuckt wird.

Gerdi Franke | Mi, 4. Oktober 2017 - 09:33

Diese Ossis sind doch nur mutiger und nicht so Parteiverbunden wie die Wessis. Im Westen wurden nur durch jahrzehntealte Parteibindung und durch Medienpolitik viele davon abgehalten, die ihren Zielen entsprechende Partei AfD zu wählen.

Markus Gerle | Mi, 4. Oktober 2017 - 13:29

In reply to by Gerdi Franke

Zunächst: Ich selbst bin ein Wessi, habe aber einige Freunde aus Ostdeutschland. Und mir ist aufgefallen, dass man in Ostdeutschland immer noch feinere Antennen für den Unterschied zwischen öffentlicher Meinung und veröffentlichter Meinung hat. Aber auch immer mehr Westdeutsche haben das Vertrauen in die Medien verloren und informieren sich zunehmend beim neuen Westfernsehen in der Schweiz oder bei den neuen alternativen Medien, wozu ich durchaus Cicero zähle. Das Magazin habe ich frühe auch nie gekauft. Jetzt gebe ich eigentlich nur noch für Cicero und TE Geld aus und habe schon seit Jahren keinen Spiegel mehr gelesen.
Uns (der Bevölkerung) wurde seit Beginn der Euro-Krise einfach zu viel offensichtlich dummes Zeug verkauft. Wohlgemerkt wurde bereits bei der Euro-Rettung jede abweichende Meinung mit der Nazi-Keule bekämpft. Medien und Politik haben dermaßen an Glaubwürdigkeit verloren, dass man nun halt nach Alternativen sucht. In den Medien und in der Politik.

Carina Matis | Mi, 4. Oktober 2017 - 16:05

In reply to by Gerdi Franke

Was soll denn daran mutig sein, wenn Heime angezündet werden und ein Mob sich als Drohkulisse vor Flüchtlingsbussen postiert? Da sind auch Kinder in den Bussen/Heimen. Es geht einfach um etwas Anstand und Christlichkeit, da reicht es nicht, wenn man wie bei Pegida-Veranstaltungen Kruzifixe vor sich herträgt und Weihnachtslieder schmettert. Von mir aus kann jeder die AfD wählen, wenn er seine Heimat darin findet. Wenn es ein Ausdruck von Revolte gegen die Etabliert sein soll, bitteschön, denn ernst genommen werden die Enttäuschten dort auch nicht.

Peter Lieser | Do, 5. Oktober 2017 - 08:17

In reply to by Carina Matis

Frau Matis, es sind Wähler und Bürger dieses Landes mit anderer Meinung. Was sollen immer diese Formulierungen von Enttäuschten, Abgehängten, Globalisierungsverliern, Ossi's - hört sich fast rassistisch an. Und Revolte ??? Der Bürger hat gewählt - nix weiter. Richtig ist, der Bürger wird nicht ernst genommen !

Sebastian Weiler | Do, 5. Oktober 2017 - 08:58

In reply to by Carina Matis

Dass eigentlich religionshassende Linke in den Diskussionen immer die christliche Werte anführen, wenn es der Unterstützung der Zuwanderung von Muslimen nach Europa dienen soll, ist eines der großen Rätsel der linken Ideologie.
Frauenrecht, Homosexuelle Lebensformen, Abtreibung als persönliche Lebensbereicherung, Individualität und Pluralismus - alles Dinge die den Muslimen bekanntermaßen den Schaum vor den Mund treibt. Aber bei den Linken dann als "kulturelle Bereichung" interpretiert und propagiert wird. Was kommt morgen? Das Verbot der Deutschlandfahne und des Kirchengeläuts zugunsten der 5 mal täglichen Zwangspause zum Niederknien gegen Mekka für alle?

Silke Thiel | Mo, 9. Oktober 2017 - 06:52

In reply to by Sebastian Weiler

Wundert es Sie, dass bei solchen Kommentaren wie dem Ihren stets das zusammen geworden wirs, das nicht zusammen gehört. Warum gibt es den Reflex AfD-Ossis-Rechts?
1. Die AfD wird durch Pegida als demokratie- und diversfeindlich betrachtet. Pegida ist eine klar ostdeutsche Bewegung.
2. Die AfD-Kanditaten im Osten sind fast flächendeckend Ex-Neorechten und wenn nicht, dann trägt der Landesvorsitzende offen rechtsnationales, geschichtsklitterndes Gedankengut an die Presse.

Dieses Spiel der Presse durchschaut der Wessi nun was besser als der Ossi...vielleicht? Wer weiss. Die von Ihnen angeführte linksverträumte Dopoelzüngigkeit soll die nun als Bestätigung für Ossis oder Wessis dienen? Oder ist doch nur daher geplapperter Humbug?

Bernd Fischer | Mi, 4. Oktober 2017 - 09:36

Reportage aus Ingolstadt ( 15 Prozent der Zweitstimmen. ) von den "alten weißen Männern der AfD
, oder belassen wir es bei den "Ostzonalen alten Mann"? damit die "westdeutsche Elite" in ihrer "Schlichtheit sich es weiterhin einfach machen kann.

Hannes Frölke | Mi, 4. Oktober 2017 - 09:49

Ich hatte FDP gewählt, weil ich eine konservativere Politik antreiben, Rot-Rot-Grün verhindern und Merkel abstrafen wollte.
Aber Eure Wahl ist auch nicht schlecht.
Lass Euch von Frau Sorge Nichts einreden! Sie hat keine Ahnung von Wirtschaft und der bevorstehenden Krise, nimmt sich aber Zeit, um Reparationen für Deutschlands ehemalige Kolonien zu fordern, die heute mit Überbevölkerung kämpfen, während wir von unserer eigenen Regierung heute ausgebeutet und von der USA fremdverwaltet werden.
Und das mit den Hakenkreuzen treiben wir Euch noch aus. Eigentlich solltet Ihr wissen, dass Hitler der größte Feind der Deutschen war; ein noch größerer als Merkel.

Sie haben es auch bemerkt das hier von der Autorin unterschwellig gegen die AfD agitiert wird. Im letzten Satz wird die AfD sogar als "bedrohlich .... bis es wie 1933 kippt" wieder in die Nähe der NSDAP gerückt.

Sie haben aber Glück, daß trotz Ihrer Äußerung: "von der USA fremdverwaltet" CICERO Ihren Beitrag gebracht hat. Ich mußte bei ähnlichen die USA betreffenden Äußerungen mehrmals die Erfahrung von Zensierung durch CICERO machen.

Klaus Dittrich | Mi, 4. Oktober 2017 - 09:54

Volle Zustimmung!
Als gebürtiger Sachse – jetzt in Berlin lebend – bin ich immer wieder verblüfft, mit welcher „Sachkenntnis“ unsere journalistischen „Experten“ über „die“ Sachsen urteilen. Vielleicht sollten sie sich mal in Erinnerung rufen, dass es maßgeblich Sachsen waren, welche die „friedliche Revolution“ getragen haben (Leipzig, Dresden, Plauen). Und vermutlich sind es nicht wenige von damals, die jetzt wieder eine Veränderung der Zustände fordern. Was dringend notwendig ist.

Markus Gerle | Mi, 4. Oktober 2017 - 13:52

In reply to by Klaus Dittrich

Sie lassen sich aber auch provozieren. Nach den ganzen falschen Interpretationsversuchen sowohl von Politik als auch Medien, warum die AfD von vielen Wählern (in Westdeutschland übrigens erheblich mehr) gewählt wurde, warum es zum Brexit kam, warum Trump Präsident wurde, warum Leute ein Problem mit dem Euro oder gar der heiligen EU haben, kann ich über solche Artikel nur noch lachen. O. k. SPON ist mit seinen Erklärungsversuchen hinsichtlich der Komik unschlagbar. Aber alle diese Erklärungsversuche zeigen doch lediglich, dass die Leute in der Politik und bei den Medien nicht mehr in der Lage sind, sich in die Situation eines normalen Netto-Steuerzahlers, der über die Hälfte des Jahres für den Staat arbeitet, hinein zu versetzen. Deutsche Journalisten und Politiker scheinen in einer Blase gefangen zu sein, die ihnen komplett die Sicht auf die Realität verstellt. Wir sollten sie deshalb bedauern, anstatt dass wir uns provoziert fühlen sollten.

Ich kann nicht so recht an die Journalistenblase glauben. Woran ich viel mehr glaube, ist die prägende Kraft der materiellen Existenz. An Journalisten jeglicher Couleur herrscht kein Mangel und es sind immer noch die Verleger und Chefredakteure, die bestimmen, wer wo was veröffentlichen darf. Und das hat dann mit der Realität genauso viel zu tun, wie es gerade haben darf, ohne unglaubwürdig zu wirken, wird aber nie gegen grundlegende Interessen der Auftraggeber verstoßen. Da muss man dann schon mal von hinten durch die Brust ins Auge schießen.

Die Kontrollfunktion der Medien ist in weiten Bereichen bereits aufgehoben. Diese sitzen mit im Boot von Politik und Wirtschaft und so liest und sieht sich das dann auch. Die Wirtschaft hat Interesse an billigen Arbeitskräften und die Politik kein Interesse an neuer Konkurrenz. Und solange das untere Drittel der Gesellschaft keine Revolution inszeniert, sind seine Interessen irrelevant.

Mark Gesitz | Mi, 4. Oktober 2017 - 09:58

Also soll jetzt wirklich eine Safari in den wilden AfD Osten das Rätsel lösen? Das Problem sitzt nicht dort sondern in Berlin, regiert über das Empfinden der Bürger hinweg und schert sich auch ansonsten wenig um zwischenstaatliche Regelungen, missbraucht ihre Partei als Mittel zum Zweck und hat keines der großen Herausforderungen gelöst, sondern verschoben bzw. erst geschaffen!

Wolfgang Henning | Mi, 4. Oktober 2017 - 10:12

Der Artikel selbst gibt die Antwort auf die Frage nach dem Warum. Man bemüht sich um Ausgewogenheit und stellt in der Schlussfrage dennoch das Dorf wie ein Menetekel als "Nazi-Dorf" an den Pranger. Die Gründe für die Ablehnung der etablierten Parteien sind im Dorfchemnitz die gleichen wie im gesamten Bundesgebiet. Die Wähler der AfD sind nicht die "Abgehängten" oder "Nazis"; es sind Bürger, die auf demokratischem Wege ihre Unzufriedenheit, ja Ablehnung, mit der derzeitigen Einwanderungspolitik zum Ausdruck bringen. Dabei spielt es keine Rolle, wie viele der Flüchtlinge in der jeweiligen Region aufgenommen wurden bzw. werden sollen. Die Bevölkerung kann durchaus "über den Tellerrand schauen" und sieht, welche kulturellen Veränderungen und Forderungen der Anpassung an neue Kulturen und Machtgefügen (kriminelle Clans) schon jetzt in den Kommunen Einzug gehalten haben. Die Bürger wollen aber ihre Kultur bewahren.

Dietmar Deibele | Do, 5. Oktober 2017 - 09:00

In reply to by Wolfgang Henning

Herr Henning, das ist die beste Erklärung und auch die einzig logische dazu.

Henryke Zimmer | Mi, 4. Oktober 2017 - 10:25

Ich lebe im benachbarten "Wahlkreis 156" und kann diese "Spurensuche" nur als oberflächlich bezeichnen.
Ebenso wie in meinem Wahlkreis war das Osterzgebirge seit der Wende stramm CDU- ausgerichtet- da hätten sich wohl konkrete Frage nach dem "Warum" der Abwanderung gestellt.
Was oder wer hat die die Politik der CDU verändert?
Aber diese Fragen werden nach wie vor vermieden; besonders von links ausgerichteten Journalisten, die sich keine bessere Kanzlerin wünschen können.
Als Sächsin fühle ich mich von solchen Artikeln veralbert.

Konrad Kugler | Mi, 4. Oktober 2017 - 21:48

In reply to by Henryke Zimmer

lese ich bei Frau Sorge nur die Kommentare.

Links Denkende denken nur in ihren eigenen Kategorien logisch. Das ist aber sehr eingeschränkt.

claudie cotet | Do, 5. Oktober 2017 - 12:04

In reply to by Konrad Kugler

es scheinen bei ciceros "censur" verschiedene geistes-richtungen
diverser beabachter zu herrschen.......
manchmal wie eine art "annahme-ablehnung" -wuerfeln

Dr. Lothar Sukstorf | Mi, 4. Oktober 2017 - 10:38

Und? Dann sind es immer noch zu wenige auf Bundesebene. Allmählich reichen mir die täglichen Besorgniskommentare von Journalisten. Stets diese links-grünen-68ziger- Spiegelungen, Reflektionen, diese verdeckten Umerziehungssehnsüchte, nach dem Motto...ach, es ist ja alles so demokratiegefährdend, ach, es ist ja so, als ob wir heute den 29. Januar 1933 hätten...Meine Herren, das nervt unendlich. Ich warte endlich mal auf etwas Intelligentes!

Thomas Radl | Mi, 4. Oktober 2017 - 11:07

Falsch, Frau Sorge! "Deutschland" rätselt gar nicht! Die Medien, also z.B. Sie, rätseln vielleicht, etliche Politiker rätseln - und dann noch die Wähler, die sich von Medien und Politik vollsalbadern lassen. Ansonsten gibt es noch einige Leute, die sich einig sind, dass AfD gleichzusetzen ist mit "NAZI" und genau wissen, wie damit umzugehen ist. Das haben Sie im Artikel ja beschrieben. Und es gibt einige, die immer noch, warum auch immer, an die Selbstheilungskräfte der Partei glauben, die sie lange gewählt haben, sei es die SPD, der Kanzlerwahlverein CDU, oder die neu "erstarkte" FDP, oder die glauben, Begräbnis 90/Grüne könnten im Bund Regierung. Ob das stimmt, wird sich zeigen, falls "JAMAIKA" zustande kommt.
Ansonsten empfehle ich eventuell, mal einen Blick in https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/alexander-wallasch-heute/der-sor…
zu werfen. Wer dann noch rätselt, dem ist nicht zu helfen und nichts zu erklären!

Dirk Badtke | Mi, 4. Oktober 2017 - 11:18

wenn Angela M. den Kontrollverlust im Land mit Hilfe der Abteilung "Volksaufklärung und Propaganda", als Flüchtlingspolitik verkauft und um "glaubwürdig" zu erscheinen, keine Obergrenze/ Grenze verkündet, ist das schlimmster Meinungsterror. Mal ein paar Zahlen; Im Band Bangladesch bis Südafrika leben 2.5 Mrd. plus 50 Mill. Nettoneue p.a. und ich kenne einige Länder. Locker können sich 100 Mill. ein besseres Leben in D. vorstellen. Und die fahrlässigen Signale der Angela M. lauten, kommt alle vorbei und dies aus reiner böswilliger Eitelkeit. Die Zerstörung der Nation um vorzugauckeln, alles im Griff, ich mache Flüchtlingspolitik. Und das der siebente bis zehnte Sohn hier nun beim Daimler arbeitet, sieht man jeden Tag auf der Strasse. Vor diesem Hintergrund sollte Sie vielleicht die Frage stellen, wer "populistische Ideen" verbreitet, schön von Ihnen ist auch, den Amerikanern zu vermitteln, Nazis sind im Anmarsch. Karierre geht ebend nur wenn für das CFR schreibt?, Dirk Badtke

Sebastian Temming | Mi, 4. Oktober 2017 - 11:23

Selbst Camille Paglia, von der ich am Wochenende zum ersten mal hörte, hält die heutige Presselandschaft für Propaganda, schaut seit 15 Jahren kein Fernsehen mehr und vermisst die Zeiten, in denen man die NewYorkTimes noch gierig las.
Camille Paglia, eine Feministin und Nr. 20 auf manchen Listen der einflussreichsten Intellektuellen, wirft der heutigen Linken an den Universitäten vor, Betrüger zu sein, und sich auf Kosten der Studenten zu bereichern.
Kein Wunder, dass viele Menschen angesichts eines solchen autoritären Meinungsorkans eine Proteststimme abgeben. Ob die Dorfchemnitzer vielleicht gar eigene Werte und Zukunftsvorstellungen haben, dannach fragt ja sowieso keiner.

Martin Lederer | Mi, 4. Oktober 2017 - 11:35

Wie wäre es, wenn Ethnologen sich mal auf die Spurensuche für die tieferen Ursachen von Grünenwähler in den Bessermenschen-Quartieren machen würden. Welchen Grund haben die, die Ökopopulisten und Angstmacher zu wählen?
Oder mal auf Spurensuche bei den linken Qualitätsjournalisten: Was treibt diese ewigen Besserwisser an? Ist es nur Eitelkeit? Oder mehr?

Holger Stockinger | Mi, 4. Oktober 2017 - 11:37

Wenn etwas stupiden Linkspopulismus kennzeichnet, ist es die "totale" Verweigerung der Kenntnisnahme historischer Tatsachen. Weder wird der "real exisierende Sozialismus" der DDR als Unrechtsstaat infrage gestellt, noch die über Hundert Millionen Geopferten eigener Bürger der Sowjetunion und dem Rot-China unter Mao.

Mit "Gegen rechts" plus "Rechts=Faschismus" herrscht ein quasi religiöses Denkvokabular vor, das den Braunauer Hitler als den bösesten Teufel der Weltgeschichte malt und im Sinne eines Kinderschrecks (Wer hat Angst vorm schwarzen Mann oder bösen Wolf?) AfD und AfD-Wähler zum Sündenbock denunziert, als wären sie die neuen "Konterrevolutionäre" Rot-Rot-Grüner Gutmenschen - allerdings nicht unter Genosse "Stalin=Hammer", sondern der "Zeit für soziale Gerechtigkeit" ...

Jürgen Althoff | Do, 5. Oktober 2017 - 00:16

In reply to by Holger Stockinger

Offenbar hat Frau Sorge während Schulzeit und Studium niemals etwas davon gehört, dass sich Adolf Hitler und andere Spitzengenossen für Sozialisten gehalten haben. Das würde das heutige Vorurteilsschema vom "rechten Nazi" natürlich sprengen.
Und die NSDAP-Spitzen waren nicht nur aus eigenem Verständnis Sozialisten, sondern sie hatten "grüne" Züge, mit denen sie in der heutigen gleichnamigen Partei nicht unangenehm aufgefallen wären: sie haben Deutschland weltweit zur damaligen Zeit vorbildliche Tier- und Naturschutzgesetze beschert, viele waren Vegetarier, sie haben Obst und Gemüse aus eigenem oder regionalem Anbau gefördert, sie wollten nicht, dass alle "Volksgenossen" Autos besitzen, sie wollten die Industrie und ihre Produktionen beherrschen...etc.
Wenn Frau Sorge mit dem Begriff "Nazi" hantiert und diffamiert, dann weiß sie offenbar nicht, was sie tut. Einen echten Nazi, d.h. einen Überlebenden nach 1945, hat sie natürlich auch nicht zu Gesicht bekommen. Kurz: Geschwätz

Ursula Schneider | Do, 5. Oktober 2017 - 11:31

In reply to by Jürgen Althoff

was den "Sozialismus" der Nazis angeht:
Sie entwickelten die Anfänge unseres Rentensystems, förderten die Familien mit Kindergeld, kümmerten sich um Mieterschutz und Arbeitnehmerrechte, verbesserten den Schutz vor Zwangsvollstreckungen u. Pfändungen. Es gab Urlaubs- u. Weihnachtsgeld. Selbst Bildung für alle war ein wichtiges Ziel, damit Chancengleichheit hergestellt wurde.

Die hässliche Kehrseite der Medaille war allerdings die brutale Verfolgung derer, die man nicht zu den Volks-"genossen" zählte.

Das übliche Rechts/Links-Schema passt hier jedenfalls nicht, auch wenn es unsere Linken nicht gern hören. Da muss man schon etwas differenzierter herangehen.

Ralf Altmeister | Mi, 4. Oktober 2017 - 11:39

Während durch eine vernachlässigte Strukturpolitik Schulen, Kitas, Supermärkte, Arztpraxen, Freizeiteinrichtungen wegfallen und damit ganze Landstriche und einheimische Bürger desintegriert werden, kümmert sich die Regierungspolitik rührend und mit großem Aufwand um die Integration von Neubürgern und die EU sowie um die Entwicklung Afrikas.
Es sind diese Widersprüche, durch die sich die Einwohner verulkt vorkommen und einer Partei ihre Stimme geben, die als einzige die Misere thematisiert. Mit dem in der AfD vorkommenden rechtsnationalen Gedankengut haben die meisten Bürger trotzdem nichts am Hut. Auf diese Zusammenhänge hätte Frau Sorge wenigstens ansatzweise kommen können. So bleibt von ihr als auch von der Politik wieder der Eindruck von der ideologisch eingeengten Fähigkeit zur Analyse, wodurch auch keine praktikablen Lösungsansätze zu erwarten sind.

Holger Stockinger | Mi, 4. Oktober 2017 - 11:56

"als wäre sie dabei gewesen." - Als Kind in der DDR bei den "Jungen Pionieren" darf ich das: Hitlerjugend und Junge Pioniere samt Staatspropaganda unterscheiden sich in fast nichts. Hier die "Jugend" wie da - der "Völkische Beobachter" oder das "Neue Deutschland"? - Physikstudium in Moskau und FDJ-Sekretärin oder "Mutti Merkel mit Selfie"? - Karl May (als Sachse) war in der DDR verboten, Karl Marx als Stadtname war von den Chemnitzern auch nicht "selbstgewählt" ...

Rolf | Mi, 4. Oktober 2017 - 12:06

Ja, dann soll das rot grüne linksliberale sozialdemokratische Deutschland mal schön weiterrätseln, wie es in einer Demokratie mit freien Bürgern umgeht, welche sich erdreisten ihre eigene Meinung zu vertreten, und die sich von linksideologischen Pseudodemokraten weder indoktrinieren noch bevormunden lassen. Und noch einmal zum Mitschreiben, für alle Steinmeiers, Lammerts, Thierses dieser Republik. Ihr seit nicht der wieder auferstandene Jesus Christus, auch nicht wenn ihr euch selber dafür haltet. Und die Bürger dieses Landes, haben es nicht nötig, sich von euch permanent erziehen und bevormunden zu lassen. Es ist weder eure Demokratie, noch euer Parlament. Ihr seid stinknormale Bürger dieses Landes, die so wie alle anderen ihre Meinungen vertreten können. Die Könige von Deutschland seid ihr nicht. Und bevor man Demokratie verteidigen will, sollte man sie erst einmal verstehen.

Birgit Jacob | Mi, 4. Oktober 2017 - 12:11

Nicht jeder empfindet die Flucht vor der Arbeit des Neuaufbaus und das Verlassen der Familie als verantwortungslos. Diese Menschen werden wohl niemals den AfD Wähler verstehen. Der Deutsche ist so gestrickt, dass er in die Hände spuckt, wenn in seinem Land etwas zerstört wird. Die Allerwenigsten ergreifen in Krisensituationen die Flucht, sondern versuchen das Problem zu lösen.
Ich persönlich habe die letzten zwei Jahre so einige unangenehme Erfahrungen gemacht. Da waren die Antänzer, wo man in einem Zickzackkurs auf Bahnhöfen versuchte auszuweichen. Da sind die täglichen Meldungen über Gewalt und steigende Kriminalität. Da sind die vielen Menschen, wo wir nicht wirklich wissen, welche Identität sie haben und wir schon gar nicht wissen, welche Absichten sie haben. Da ist das große Schweigen der Systemmedien über viele Ereignisse
Wenn sich dann noch die etablierten Parteien darauf beschränken, die Kritiker ihrer Politik zu diskreditieren, dann verwundert das Ergebnis dieser Wahl nicht.

Patrick Büttner | Mi, 4. Oktober 2017 - 12:26

@Frauke Rudolf, Wolfgang Tröbner etc.
CICERO ist doch kein linkes Medium, sondern eines von vielen Medien. Es erfüllt genau die Aufgabe, die Sie mit Ihrer Wahrnehmung bestätigen: Teilen in links/ rechts und Leute wie Sie - sehr vermutlich lohnabhängig - davon abhalten, die Nicht-Kapitalfraktion zu wählen. Chapeau, das ist "denen" gelungen. Profis eben!

Torsten Knecht | Mi, 4. Oktober 2017 - 13:17

... "weil das Geld für den Straßenbau fehlt, weil junge Menschen abwandern. Die Schule ist geschlossen, der Supermarkt verschwunden. Und im Wahlkampf habe sich keine der Parteien blicken lassen, sagt Schurig, bis auf die AfD."

Was jetzt der Zusammenhang von Gartenzwergen, Kanzlerinnentreue u. einer "Hochburg von Rechtspopulisten" ausmacht, erschließt sich mir nicht.

Warum bleibt die Autorin nicht bei den vom Bürgermeister genannten Fakten u. erklärt anhand weiterer Fallbeispiele (von mir aus aus den alten Bundesländern) die Auswirkungen, die Dorfchemnitz durchmacht.

So geht Wissenschaft. Textliche Verbindungen zwischen Kitsch, Heimat und einer "Hochburg" (Achtung: Mittelalter!) der Rechtspopulisten (Achtung Vorverurteilung da werthafte Kategorisierung!) herzustellen ist doch arg oberflächlich für eine wissenschaftliche Herangehensweise.

ist es bemerkenswert, dass Frau Sorge beschrieben hat, welches Maß an persönlichem Mut der Bürgermeister aufbringen musste, um eine Wahlkampfveranstaltung der AfD in seinem Ort zu ermöglichen. Das zeigt, wie die demokratischen Grundsätze im vergangenen Wahlkampf von politischen Gegnern missachtet werden. Im Übrigen spielt es keine Rolle, dass es in Dorfchemnitz selber keine Migranten gibt. Gerade für Dorfbewohner ist der Unterschied von heute zu früher überdeutlich, wenn sie sich aus ihrer dörflichen Idylle mal in eine deutsche Großstadt begeben oder einen Blick in die Zeitung werfen.

... Der Artikel ähnelt dem Tagebuch-Eintrag einer Person die Angst vor politisch-demokratischen Veränderungen hat.

Als seriöser Artikel, der Infos zusammenträgt und die Bewertung dem Leser überlässt, taugt er nicht. Er bedient Klischees, arbeitet sich an den eigenen Vorurteilen ab und zeigt die (polare) Weltsicht der Autorin.

Tobi Werlander | Mi, 4. Oktober 2017 - 14:16

Diese Art von Journalismus hat die Migrationskrise gross gemacht; man sucht in einem Dorf nach unberechtigten Aussagen, hier "1933". Und mit solchen Assoziationen schaffte man es wiederholt, Regierungskritiker zu diffamieren und Wähler einzuschüchtern.

Die notwendige Regierungskritik war:
Regierung und konforme Journalisten haben versagt, denn die Steuerung von Zuwanderung ist Ziel der politischen Mitte.
Der Leitsatz "Humanitäre Versorgung ist möglich überall, wo der Boden sicher ist, und möglichst heimatnah (rückkehrnah)" hätte ausgereicht, um lange Migrationsrouten zu verhindern. Jeder hätte das verstanden, auch die Flüchtlinge selbst.

Wer kein Problem in der Politik sieht, der kann nachschauen bei:
https://de.wikipedia.org/wiki/Flüchtlingskrise_in_Europa_ab_2015
https://de.wikipedia.org/wiki/Flüchtlingskrise_in_Deutschland_ab_2015

Reinhard John | Mi, 4. Oktober 2017 - 14:18

Unsere Demokratie ist seit Merkels Kanzlerschaft auf dem Rückzug. Das Parlament ist zu einer Art DDR Volkskammer mit Selbstbedienungsmentalität verkommen. Was sozial gerecht zu sein hat legen Parteien fest und die Kanzlerin teilt 2015 ihrem Volk mit, dass sie nicht weiss wie Deutschlands Grenzen zu schützen sind. Und das Parlament, geschweige das Volk wurde nicht eingebunden, als Merkel der Meinung war, wir schaffen das. Von direkter Demokratie hält Merkel ja bekanntlich nichts. Wie dann bitte schön, soll sich der Wähler, von dem ja laut Grundgesetz alle Macht ausgeht ,wehren ? Alle vier Jahre gibt es dafür ein kleines schmales Zeitfenster. Das Ergebnis liegt vor und ist sogar demokratisch legitimiert.

Marianne Bernstein | Mi, 4. Oktober 2017 - 14:23

In einem Dorf macht eine Person schon einen Unterschied. Wenn es da einen engagierten AfD-Fan gibt, dann wählen eben auch viele den AfD-Vertreter und die Partei. Das funktioniert auch mit anderen Parteien an anderen Orten.
Im Dorf spielt der Klassenkampf auch keine Rolle sondern eher die Frage ob die Schule bleibt, der Arzt Sprechstunden abhält, die Kita renoviert wird und der Bus 3 mal statt 2 mal fährt.
Normalerweise würde sich auch niemand für Dorfchemnitz interessieren, schliesslich ist das Wahlergebnis für Sachsen und den Bund irrelevant, weil es so wenige Wähler gibt.
Welcher Politiker hat sich in Dorfchemnitz sehen lassen? JA, wenn man das Dorf als irrelevant betrachtet, dann sollte man sich über Wahlergebnisse auch nicht wundern.
Vermutlich gibt es im Dorf auch keine AfD-Ortsgruppe und die NPD gibt es auch nicht, genauso wenig wie schnelles Internet (in Mittelsachsen 37%).

Manfred Eggerichs | Mi, 4. Oktober 2017 - 14:29

Der Beitrag von Frau Sorge erinnert mich in seiner linken Naivität an OTTO WALKES "Susi Sorglos" und deren Kuss auf den Föhn!
Ernst nehmen kann man diese ideologisch verblendeten Menschen-Umerzieher nicht.

Rolf Pohl | Mi, 4. Oktober 2017 - 14:34

Auf die Gründe dafür will ich an dieser Stelle schlicht nicht mehr eingehen. Viele kluge und sachliche Kommentare dazu wurden nicht nur hier, auf den Seiten von CICERO, abgeliefert.

Der sog. Knall (AfD=12,6%) vom 24. September war offensichtlich noch nicht laut oder lehrreich genug.
Spätestens in vier Jahren wird der "Knall" dann ganz sicher intensiver wahrgenommen. Möglicherweise aber bereits bei Neuwahlen (???), für den Fall eines Scheiterns des schwarz-gelb-grünen Koalitionsvorhabens.
Die Realitätsverweigerer von CDU-SPD-FDP-den Grünen und den Linken lernen erfahrungsgemäß und bildlich gesprochen wohl erst nach dem die Fingerkuppen an der heißen Herdplatte schon verbrannt sind.
Bis dahin ist nur die Aufregung groß, nicht aber der richtige Schluss aus erlebter Erfahrung.

Rose Hundal | Mi, 4. Oktober 2017 - 14:46

Eigentlich kann ich die Diffamierung der AFD nicht mehr hören, aber Frau Sorge setzt mit ihrer „Spurensuche“ noch eins drauf. Hier werden Menschen porträtiert, deren Lieblingsbeschäftigung das Polieren von Gartenzwergen ist, die ihren Kasten Bier neben ihrer Arbeit stehen haben, ein Bürgermeister, der einen Auftritt, immerhin einer demokratisch gewählten Partei, nicht verhindern wollte etc. Bilder von ..……… eben. Die sprichwörtliche Arroganz „des Westens“ in Aktion. Nach 27Jahren Wiedervereinigung ist eine geglückte Integration der östlichen Bundesländer, - „die blühenden Landschaften“ - immer noch ein frommer Wunsch - warum nur? Macht man uns doch glauben, dass die Integration völlig anderer Kulturen und religiöser Ausrichtungen mit einem „wir schaffen das“ zu bewerkstelligen ist.

Rolf Pohl | Mi, 4. Oktober 2017 - 15:49

In reply to by Rose Hundal

... die Integration völlig anderer Kulturen und religiöser Ausrichtungen mit einem „wir schaffen das“ zu bewerkstelligen ist."
Verzeihn Sie bitte meine Anmerkung, in nur drei Beispiele gefasst, liebe Rose.
Sylvester 15/16, Hauptbahnhof Köln - Duisburg Marxloh - Berlin Neukölln und Kreuzberg - .
Wir haben es geschafft sagen die Einen, wir sind geschafft die Anderen.
Was also wollen Sie noch liebe Rose? Jedenfalls, es ist bereits geschafft. ;-)

Übrigens auch die so beliebte wie freundliche Dame mit der Raute, im stets farbenfrohen Blazer, die Dame die alles und alle im Land so schön regiert, hat das erkannt.
Warum also Sie und ich nich?
Sind Sie etwa, wie auch ich, eine rechtsradikale Nazi-Populistin, eine die andere Rassen hasst, also Rassist/in ist?
Ich z.B. wusste bisher nicht mal, dass es unter dem Menschen verschiedene Rassen gibt. So war ich doch derart naiv, dass ich stets davon ausging, Menschen gehören alle der gleichen Art an.

Georg Zeegers | Mi, 4. Oktober 2017 - 22:40

In reply to by Rose Hundal

Ist es nun soweit wen man AFD Wählt ein Nazi ist?.Wo bleibt den die Meinungsfreiheit?.Muss man so Verlogen sein wie die anderen Parteien.So etwas hatten Wir doch in der Vergangenheit schon mal!.Oder nicht?.

Helga Ahrens | Mi, 4. Oktober 2017 - 14:53

Die Erklärung, warum eine Frau zur Nichtwählerin geworden ist, liest sich bei Frau Petra Sorge so: … Rentnerin Monika Hasenbacher, 75, (sind) seit Jahren zwei Dinge wichtig gewesen: ihre bunten Gartenzwerge und ihre Stimme für Angela Merkel. Während sie ihre Figuren weiter putzt, ist sie der Kanzlerin dieses Jahr untreu geworden …
Ja was? Was ist der Grund, weshalb Frau Hasenbachr nicht mehr wählt? Das Interview mit dieser Frau dient Frau Sorge offenbar nur für einen billigen Gag. Für mich ist das schmieriger Journalismus, eine Frau auf eine tumbe Gartenzwergen-Putzfrau zu reduzieren. Anmaßend und menschenverachtend.
Übrigens, Frau Sorge, „seicht“ bedeutet „oberflächlich“ und „banal“. Ist das tatsächlich eine richtige Vokabel für das Nichtwählen?
Und ohne, dass der Leser erfährt, wer denn die „Christine Klement, 33,“ ist, die ganz zum Schluss auftaucht und mutmaßt, dass „wieder so etwas passiert wie 1933?“ werden Nazi-Dorf und Hitlers Machtergreifung munter mit Gartenzwergen gemixt.

Hermann Schmidt | Mi, 4. Oktober 2017 - 15:05

Wenn ich sehe, dass Frau Sorge die Verfasserin eines Beitrags ist, springe ich immer gleich zu den Kommentaren, um dann festzustellen, dass sie genau das geschrieben hat, was ich erwartet hatte. Das spart Zeit und bestärkt mich in meinen Vorurteilen über einen großen Teil der schreibenden Zunft.

Rudolf Wenzel | Mi, 4. Oktober 2017 - 15:39

In reply to by Hermann Schmidt

Sie sollten mal die TAZ lesen. Die schwafeln dort von Völkischem Nationalismus und Rassismus, als wären das Buchstaben auf deren Tastaturen.
Und gestern in der Online-Ausgabe der FAZ wurden Ostdeutsche als "Migranten" beschrieben.

... sobald ein Ossi aus wirtschaftlichen Gründen (kein Job, mehr Geld durch Job) in den alten Bundesländer seine Arbeitskraft verkauft ist er ein "Arbeitsmigrant".

Das machen mehr Ossis als Wessis umgekehrt. Die meisten Wessis, die in den Osten beruflich umziehen sind auch Migranten aber haben in der Regel überdurchschnittlich hohe Gehälter. Irgendwie muss es ja auch attraktiv sein überzusiedeln, wenn man von Natur, Kultur, Infrastruktur u. den Menschen an sich absieht.

"Migrant" ist kein Schimpfwort sondern bezeichnet eine geographische Ortsveränderung aus dem Motiv seine Lebensumstände zu verbessern.

Dr. Waltraud Berle | Mi, 4. Oktober 2017 - 15:31

Gleich am Anfang wird doch gesagt, was der Grund ist für die große Einigkeit der Leute in Dorfchemnitz: Die können zusammen Weltrekorde aufstellen. Die können zusammen ein Projekt starten und diskutieren und durchziehen.Das soll die junge Dame Journalistin einfach mal nachmachen. Dann wird sie nämlich Menschen, über die sie schreibt, ernster nehmen. Und nicht in das Horn derer blasen, die behaupten, die Partei sei nicht einfach eine neue Partei, sondern eine Partei bösartiger Nationalsozialisten und die, die sie wählen, hätten einen Sprung in der für politische Reife zuständigen Hirnhälfte. Ganz im Gegensatz - selbstverständlich - zu den selbsternannten und schreibenden und urteilenden "intellektuellen Eliten". die qua definitionem keinen Sprung in der Schüssel haben können. Nur Hochmut.

Tonicek Schwamberger | Mi, 4. Oktober 2017 - 15:40

. . . ich mache nicht viele Worte - lediglich lasse ich Sie wissen, daß ich mich mindestens 99 % der vorangehenden Kommentare mich anschließe.
Sie haben es geschafft, den qualitativ schlechtesten, sinnfreiesten Artikel zu verfassen, den ich seit meiner Lesezeit des CICERO zu Gesicht bekam - nur ein Artikel war noch schlechter, sogar beklemmender. In diesem ging es um eine oder zwei von Flüchtlingskindern bei einer Geburtstagsfeier gestohlenen Gitarren, an mehr kann ich mich nicht erinnern, nicht mal an den Namen der Verfasserin, die zwischenzeutlich nicht mehr für den CICERO schreibt - und das ist gut so.
Trotzdem wünsche ich Ihnen alles Gute . . .

Reinhard Schröter | Mi, 4. Oktober 2017 - 15:46

Für alle welche es immer noch nicht wissen, die AfD ist eine zugelassene Partei und somit ohne Einschränkungen wählbar.
Vielleicht sollte man auch Mal auf die Spuren gehen, weshalb Wähler die CDU gewählt haben, immerhin die Partei dessen Vorsitzende sich ermächtigt gefühlt hat ,sich über geltendes Recht hinweg zu setzen und dazu noch gelogen hat mit der Behauptung, dass die deutschen Grenzen nicht zu schützen seien.
Sicher wird man ein Dorf finden ,indem die Hâlfte der Einwohner die CDU gewählt hat und der Bürgermeister sich eben auch für diese Partei stark gemacht hat.
Dann können die Leute von dort ja auch Mal vorgeführt werden.
Nein und nochmals nein, es hat niemand das Recht Jemanden wegen seiner Wahlentscheidung vorzuführen, auch nach 12 Jahren Merkel nicht !

Rolf Pohl | Mi, 4. Oktober 2017 - 16:06

... jetz nehm ich alle, meine bunten Gartenzwerge, lackiere sie und lächle unsere liebe Kanzlerin an. Na ja, sie nicht direkt, denn sie würd es ja nicht mal merken. Nein ich lächle eine meiner bunt, lackierten Gartenzwerginnen, stellvertretend für sie, an. ;-)

Arne Bruhn | Mi, 4. Oktober 2017 - 16:15

Frau Sorge hat studiert. Hat sie dabei nichts über Ursache und Wirkung gelernt - dann war schon das Studium mangelhaft - wie eben auch ihr Artikel.
Man sagt den Deutschen nach, dass sie nur eine Revolution machen, wenn die behördlich genehmigt ist. Vielleicht war das Wahlergebnis auch daher nur ein Revolutiönchen. Und auf so ein Wahlergebnis fällt der amtierenden Regierungschefin nur ein "Ich sehe nicht, was wir anders machen sollten." Als ich den Ausspruch hörte, war da wieder die Frage ' Ist das Arroganz, Ignoranz oder schlicht Dummheit?' Vermutlich ist es eine Mischung daraus bei unseren selbsternannten Eliten in Politik, Medien, Wirtschaft und Kirchen. Herr Thierse meinte ja, wenigstens etwas erkennend, es sei kein Schuss, sondern Kanonendonner gewesen. Es scheint, auch der ändert nichts. Bleibt uns wirklich nur ein "Sturm auf die Bastille"?

... das ist anzunehmen.

Merkel Spruch war eine emotionale Trotzreaktion i. S. "Jetzt erst recht!". Vor der Wahl habe ich getextet, das durch den AfD Erfolg irgendein Trotz-Kommentar i. S. "... dann ist das nicht mehr mein Land" von Merkel kommen werde.

Siehe da, Realitätsverweigerung als Trotz bzw. Arroganz als Schutzschild: "Ich sehe nicht, was wir anders machen sollten."

Die Protest- und Alternativwähler sind ihr schnuppe. Es ist eben nicht das Land der Protest - u. Alternativ-Wähler sondern Merkel-Land.

Erinnert mich an Nabokovs Einladung zu einer Hinrichtung ...

Heidemarie Heim | Mi, 4. Oktober 2017 - 16:32

Allein diese m.E. unverschämte Formulierung gibt
den Tenor dieser "Berichterstattung"? vor. Diese knüpft an eine arrogant wertende Beschreibung der Frau Hasenbacher an,die seichter? weise statt einer Stimmabgabe das Polieren ihrer deutschen Gartenkampfzwerge pflegt.Man möge ihr für den nächsten empörten Besucher einen Wichtl mit Mittelfinger schicken! Derart unbefriedigt ob des verpassten Ersttreffers in Sachen AfD-Wahlspezies schnell zum Bürgermeister,der trotz fehlendem Anzug/Schlips auch wieder kein Treffer ist als Freier Wähler.Verflixt und zugenäht!OK!Weiter geht`s
zum inzwischen voll integrierten Teenager,der den
"Würgegriff" des Einsatzbeamten relativiert da vor
der Clausnitzer Meute gerettet!Kurzer Boxenstopp
in Bierkasten bestückter Werkstätte,Abklärung
der nicht stattgefundenen Wahlkampfbesuche,
Hakenkreuzkunst am Ortsschild bis zum Ein-Satz-Finale der Frau K.,die ihre Altersangabe, 33 mit einer 19 davor garniert.Danach schneller Rückzug
nach Berlin Frau Sorge?

So einen polemischen Artikel wie diesen zu verfassen ist sehr viel harmloser als sich mit der Frage zu beschäftigen, warum viele Ostdeutsche nicht ungefragt "bereichert" werden möchten. Würde die Autorin sich mal ernsthaft mit diesem Thema beschäftigen und diesen Artikel dann verschiedenen Redaktionen der "freien" westlichen Mediengesellschaft anbieten würde, würde Sie erfahren, daß sie wohl anschließend den Ruf einer "RechtspopulistIn" hätte.

Horst Kessler | Mi, 4. Oktober 2017 - 16:37

Es ist doch völlig egal wie viele Leute in dem Dorf AFD gewählt haben ,will man dass sich diejenigen die mit Schaum vor dem Mund gegen die AFD hetzten sich nun auf das vermeintlich braune Dorf stürzen?Ich finde das die Menschen dort ein Herz für Deutschland haben es ist auch ein Zeichen dass es noch eine Deutsche Nation gibt.Wir waren schon so weit dass die Deutschen Nationalfarben in der Öffentlichkeit fast verschwunden sind.Das ist gerade für die Menschen schwer zu verstehen die glaubten nach 40 Jahren Diktatur endlich in Deutschland angekommen zu sein.

Wolfgang Schmid | Mi, 4. Oktober 2017 - 16:40

Ich nannte Frau Sorge schon vor Jahren das journalistische Sorgenkind der Cicero-Redaktion. Ich bleibe bei meiner Meinung. Dass Hamburger und Berliner Redaktionen jetzt meinen reden zu müssen und sich auf "Spurensuche" zu den nicht-integrierten Ossis begeben, wie weiland die kolonialistischen "Afrikaforscher" zu den Negerstämmen, hat schon etwas Bizarres. Die Medien haben die politische Entwicklung der vergangenen Jahre nicht verstanden und verstehen sie immer noch nicht.

Horst Kessler | Mi, 4. Oktober 2017 - 16:41

Es ist doch völlig egal wie viele Leute in dem Dorf AFD gewählt haben ,will man dass sich diejenigen die mit Schaum vor dem Mund gegen die AFD hetzten sich nun auf das vermeintlich braune Dorf stürzen?Ich finde das die Menschen dort ein Herz für Deutschland haben es ist auch ein Zeichen dass es noch eine Deutsche Nation gibt.Wir waren schon so weit dass die Deutschen Nationalfarben in der Öffentlichkeit fast verschwunden sind.Das ist gerade für die Menschen schwer zu verstehen die glaubten nach 40 Jahren Diktatur endlich in Deutschland angekommen zu sein.

Roger Käshammer | Mi, 4. Oktober 2017 - 19:26

für diesen Artikel. Wenn ich mir die Kommentare dieser "Wutbürger" hier durchlese, ist es doch beruhigend, dass in einem so rechtskonservativen Blatt wie dem Cicero auch kluge JournalistInnen wie Sie Ihre Recherchen veröffentlichen. Dass fast die Hälfte der Bewohner einer Gemeinde unsere freie Demokratie und unser Grundgesetz angreifen, indem sie diese unsägliche Partei wählen, muss man doch noch sagen dürfen! Oder nicht?

Klar darf man das noch sagen.
Aber mal der Frage nachzugehn, warum der Osten keine Verhältnisse wie in Köln Marxloh oder den Pariser Vorstädten möchte, wäre ein sinnvollerer Ansatz für einen Artikel zum Thema gewesen.
Und wie Sie an anderer Stelle auch schon lesen konnten: Im goldenen, ach so toleranten und liberalen Westen haben dreimal soviele Menschen AfD gewählt wie im Osten. Vielleicht, weil da auch immer mehr Menschen sehen, wie sich ihre Heimat in eine Richtung entwickelt, die sich mit der Heimat, die sie kannten und liebten, kaum noch was gemein hat.
"Kluge JournalistInnen" sollten die Dinge eigentlich ideologie- und vorurteilsfrei angehn, und müssen sich nicht hämisch über Dinge äussern, nur weil ihnen Argumente fehlen.

Das Fehlen eines einzigen sachlichen Argumentes, warum es sich aus Ihrer Sicht bei den Foristen vorwiegend um Wutbürger handeln soll, wirft ein bezeichnendes Licht auf Ihre, ideologisch bedingt, eingeengte Sichtweise und Ihr Demokratieverständnis.
Wie schrieb der Forist Rolf so wunderbar ".. bevor man Demokratie verteidigen will, sollte man sie erst einmal verstehen."
Für mich der Satz des Jahres

Reimund Großhäuser | Mi, 4. Oktober 2017 - 20:41

... immer wieder freu ich mich über solche Berichte. Aber nicht wegen den journalistischen Meisterleistungen (wie auch hier: leider völlig daneben, Frau Sorge!), sondern wegen der Kommentare, die zeigen, dass sich immer mehr Menschen von der diktatorisch-gleichgeschalteten Mainstream-Politik und den in deren Kielwasser taumelnden Mainstreammedien abwenden, ja diese sogar völlig zurecht verhöhnen. Ich gehöre auch dazu. Und ich freue mich, dass die jetzige BTW endlich mal eine Bewegung in Gang gesetzt hat, um die unsäglichen sog. "Politikeliten" von ihren Trögen zu vertreiben; wird zwar noch etwas dauern, aber der Anfang ist gemacht. Und je mehr die Altparteien-Spezis die Nazi-Keule schwingen, desto mehr Widerstand regt sich - und das ist gut so. Noch ein Zitat von Daniele Ganser aus der Schweiz, der kürzlich i. H. a. die Geschichte Deutschlands gesagt hat: "vielleicht mal nach Goethe schauen und Hitler überwinden". Trifft's ganz gut, meine ich.

Jürgen Gabriel | Mi, 4. Oktober 2017 - 21:23

Es ist in jeder Hinsicht ein typischer Sorge Artikel und hat mit Journalismus so viel gemein, wie ein Hockeyschläger mit einem Fußballspiel.
Allein die Ausführungen zu Clausnitz sind so einseitig und detailfern, dass man fast von Propaganda sprechen will. Kein Wort darüber, dass die "verängstigten Insassen" keineswegs friedlich blieben, sondern bis zu bedrohlichen Gesten gingen. Kein Wort über die Aussagen der Ansässigen, dass die meisten Demonstranten gar nicht aus ihrem Ort kamen. Alles unwichtig, wenn es um ein bestimmtes Bild geht.
Unhinterfragt "aus dem Libanon geflohen" zu schreiben ist heute leider deutscher Medienstandard - macht das aber nicht weniger falsch. "Fliehen" mexikanische illegale Einwanderer in die USA? Die Gesetzeslage definiert das eindeutig - und eben nicht nach Sorges Wunsch und hier zu lesender Interpretation.
Es grenzt in meinen Augen an Hetze. Und das sollte jeder vermeiden, der sich für Menschenrechte einsetzt.

Mathias Trostdorf | Mi, 4. Oktober 2017 - 22:38

Wer von den Zuständen in Teilen von Paris, Marseille, Brüssel, London, Birmingham oder auch in westdeutschen Städten weiß, die durch Einwanderung aus dem arabischen oder afrikanischen Raum entstanden sind, fragt sich, warum solche Zustände auch in Osteuropa installiert werden sollen. Es ist klar, daß Merkel und co. sich nicht dazu äussern können und wollen, denn eine forcierte Einwanderung aus diesen Kulturkreisen und den damit verbundenen gesellschaftlichen Folgen und Kosten ist eigentlich keinem vernünftigen Menschen zu vermitteln.
Nur ein Beispiel. In einem Welt-Artikel stand mal, daß 54Prozent aller Ende der sechziger Jahre hier aufgenommener (arbeitsfähigen) Palästinenser hier nie eine steuerpflichtige Tätigkeit aufgenommen haben. Wo liegt also der Vorteil für unsere Gesellschaft, noch hunderttausende weiterer Menschen aus dem nordarabischen Raum hier aufzunehmen?

Torsten Knecht | Mi, 4. Oktober 2017 - 23:15

Ihr Unmut über die AfD scheint größer zu sein als die Nöte und Sorgen der Menschen in Dorfchemnitz.

Sonst hätten sie die Zusammenhänge zwischen dem was der Bürgermeister an Missständen gesagt hat mit ähnlichen Problemen anderswo in D. in Verbindung gebracht.

Das machen sie nicht. Sie benutzen statt dessen eine klischeehafte Sprache - wie die "Hochburg" (steht für tiefstes Mittelalter), den Gartenzwerg (steht für heile Welt) u. das böse Wort Rechtspopulist (Achtung Falle: ein Blick ins Wahlprogramm reicht um der AfD das Etikett konservativ zu attestieren) - um vom Problem abzulenken.

Mein Rat gegen ihre Angstmache vor der AfD:

Wahlprogramm lesen u. die Nöte des Bürgermeisters u. der Menschen vor Ort ernst nehmen. Die Probleme der Menschen (u. weniger der Journalisten) benennen, Zusammenhänge aufzeigen u. keine irrationalen Ängste schüren.

Gutes Gelingen in Zukunft.

Peter Müller | Do, 5. Oktober 2017 - 00:24

"Luai Khatun, 16, der mit Vater und Bruder aus dem Libanon floh,"

Ein Libanese flieht - und prompt ist er in Deutschland? Was ist mit den Ländern dazwischen? Warum hat er nicht dort um Schutz gebeten? Kommt er zu uns, weil er in Österreich verfolgt wurde?
Also bitte, sparen Sie sich diese Manipulationen, das sind keine Flüchtlinge, zu uns kommen sie, weil man bei uns auf dem Amt Geld geschenkt bekommt, das ist keine Flucht! Sie kommen, weil man in jedem Dorf in Afrika die Selfies mit Merkel gesehen hat.
Hören Sie auf, uns zu manipulieren.
Genau deshalb wählen Leute doch AfD, weil man sie nicht mehr hören kann, diese Phrasen und Lügen, deren einziger Zweck es ist, Kritik moralisch zu verteufeln und fremde Menschenmassen illegal in unser Land zu reinzupressen. Unehrlich und deutschfeindlich ist das.

Dr. Lothar Sukstorf | Do, 5. Oktober 2017 - 11:06

Mir ist Dorfchemnitz ungemein sympathisch! Macht weiter so. Hoffentlich werden es bald noch mehr!

Torsten Knecht | Do, 5. Oktober 2017 - 12:42

In reply to by Dr. Lothar Sukstorf

... die uns aufgezeigt hat, das auch nach über zwei Jahrzehnten nach der Wende der Sinn für Gerechtigkeit und Gemeinschaft im Osten nicht verloren gegangen ist (und gewiss auch anderswo in Deutschland).

Endlich mal ein Gallier-Dorf gegen den politischen Einheitsbrei.

...ja, Lasst uns Hinkelsteine nach Berlin tragen...hoffentlich bringt die AfD bald den Zaubertrank zum Kochen...denn der Herr Kauder scheint mir allmählich sich zu einem Gouda-Käsevertreter zu entwickeln.

claudie cotet | Do, 5. Oktober 2017 - 11:57

das eigen-"artige" am cicero ist fuer mich die diskrepanz zwischen den trefflichen auftritten
von herrn schwennicke im zb "presseclub"
und den doch gelegentlich sehr abweichenden
artikeln in "seiner" zeitschrift.
warum toleriert er journalismus auf diesem
niveau?
eindeutig verfaelschender ténor, der im
cicero-qualitaets-journal nichts verloren/oder doch?/
hat

Werner Schick | Do, 5. Oktober 2017 - 21:46

Werte Frau Cotet,
diese Frage stelle ich mir schon seit 2 Jahren, wie passen die Kommentare dieser Journalistin zu den ambitionierten Ansprüchen des Cicero

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