Leye Mohamed Ali
BSW-Parteivorsitzende Amira Mohamed Ali und Generalsekretär Christian Leye während einer Pressekonferenz / picture alliance / Eventpress | EVENTPRESS Jeremy Knowles

Diskussion um Namensvorschläge - Wie soll das BSW künftig heißen?

Das Bündnis Sahra Wagenknecht will im Namen künftig ohne die Parteigründerin auskommen. Aber wofür soll das Kürzel BSW stehen? Der Vorschlag der Parteispitze ist einigen nicht griffig genug.

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Im Bündnis Sahra Wagenknecht gibt es Unzufriedenheit mit dem Vorschlag der Parteispitze für einen neuen Namen – und es gibt einen Gegenvorschlag: BSW solle künftig für „Bürger schaffen Wandel – Vernunft und Gerechtigkeit“ stehen, schlugen die rheinland-pfälzischen Landesvorsitzenden Alexander Ulrich und Sina Listmann vor. Sie schlossen sich nach eigenen Angaben einer Idee des sächsischen Landeschefs Ronny Kupke an.

„Wir glauben, mit diesem Namen deutlich mehr Aufbruch signalisieren zu können als mit dem bisherigen Vorschlag“, heißt es in einem Schreiben an den BSW-Bundesvorstand, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Parteigründerin Sahra Wagenknecht erklärte der dpa, es gebe keinen Streit: „Es lagen viele vernünftige Namensvorschläge vor.“ Dazu habe der von Rheinland-Pfalz eingebrachte Vorschlag gehört, der auch im Parteivorstand Fürsprecher gehabt habe. „Ich bin mir sicher: Der Parteitag wird am Ende eine kluge Entscheidung treffen“, meinte Wagenknecht.

Abschied vom Namen der Gründerin

Wagenknecht hatte schon vor längerer Zeit erklärt, dass ihr Name nur übergangsweise für die Partei stehen solle. Die Parteispitze legte sich diese Woche auf den Vorschlag für eine Umbenennung fest: „Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft“. Beim Kürzel BSW soll es in jedem Fall bleiben. Das letzte Wort hat ein Parteitag in Magdeburg Anfang Dezember. Der Landesvorstand Rheinland-Pfalz ist dafür, dort beide Varianten vorzulegen. Der offizielle Name lautet bisher komplett: „BSW – Bündnis Sahra Wagenknecht – Vernunft und Gerechtigkeit“. Nach Parteiangaben gab es Tausende Vorschläge für die Namensänderung.

Beim Parteitag wird auch die künftige Parteispitze gewählt. Am Montag will Wagenknecht öffentlich machen, ob sie selbst erneut als Bundesvorsitzende kandidiert oder nicht. Am Freitag hatte sie nur betont, sie wolle sich weiter in „führender Position“ für das BSW engagieren. Ob die Partei ohne die Personalisierung und ohne Wagenknechts Namen punkten kann, ist offen. Das BSW hatte 2024 Erfolge bei der Europawahl und den ostdeutschen Landtagswahlen, war aber in diesem Frühjahr bei der Bundestagswahl knapp an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. In Rheinland-Pfalz sowie in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin kämpft das BSW nächstes Jahr um den Einzug in Landesparlamente.

dpa

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Klaus Funke | So., 9. November 2025 - 15:53

Das BSW war und bleibt eine Totgeburt. Daran wird sich nichts ändern. Deutschland braucht nicht so viele Linke Parteien. Die SPD ist inzwischen genauso links wie die Grünen. Dazu kommt noch die SED Nachgeburt "Die Linke". Das sind schon drei Parteien. Und auch die CDU nähert sich den Linken immer mehr an. Was soll das??? Wo bleibt das konservative bürgerliche Lager? Deutschland ist in seinem Wesen konservativ und bürgerlich. Merkel, die kommunistische Pfarrerstochter und Honecker-Verehrerin, hat die CDU links gepolt. Den Schaden kann man besichtigen. Wenn wir die AfD nicht retten, gibt es in D. nur noch linke Politik. Wollt ihr das??? Verarmen auf hohem moralischen Niveau?? Deutschland - ein bedeutungsloses Land, bald auch ohne Spendierhosen. Dann schaut uns keine Sau mehr an.

die anderen Regierungen lachen nur noch über uns „Weltenretter“ & „Moralapostel“ zumal sie noch einen Mitkonkurenten loswerden der sich selbst die entsprechenden Rot Grün Schwarzen Felsbrocken in den Weg legen und das noch unter Beifallsbekundungen der eigenen Bürger an den Wahlurnen …..
MfG a d Erfurter Republik

IngoFrank | So., 9. November 2025 - 16:59

Ich hätte da auch was anzubieten:
„Bündnis Sozialistischer Wähler“
Würde doch den „Kern“ der Partei mehr als treffend beschreiben ….,
Mit freundlichen Grüßen a d Erfurter Republik