- Wer ist wir?
Auf Repräsentation setzt unsere Demokratie, doch was passiert, wenn die Repräsentierten nur verschwommen ins Gesichtsfeld kommen? Es braucht wieder eine existenzielle Identität von Politikern und Bürgern. Ein Blick auf den Zustand der heutigen Sozialdemokratie.
Sie guckt, wie Manuela Schwesig gerne guckt: blasiert-neugierig. Die Schlagzeile ihres Interviews im Berliner Tagesspiegel verlangt: „Wir müssen beweisen, dass Demokratie etwas Gutes ist.“ „Wir“ ist der ganz persönliche Pluralis Majestatis von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin. Sie deckt denn auch sogleich auf, wie ihrer Meinung nach Zweifel der Regierten an der Demokratie auszuräumen wären: „Wir haben es zu lange vernachlässigt, durch die Brille der arbeitenden Bevölkerung zu blicken.“
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Sind in den Führungsetagen evtl. ausschliesslich Akademiker?
Dabei hat die SPD doch viel für den 2. Bildungsweg, duale Ausbildungen, die Durchlässigkeit der Schulen, aber eben auch Gesamtschulen, Frauenerwerbsarbeit usw. getan?
Es könnte sein, dass eine vlt. "Verachtung" oder Vernachlässigung handwerklicher Fähigkeiten die SPD jetzt hart trifft, auch weil ich mir irgendwie nicht vorstellen kann, dass Intellektuelle und Künstler etwas anderes als die SPD wählen und erst die Friedensbewegung.
Handwerker und kleine Selbständige wählen neuerdings AfD?
Ja, die Grünen haben ihre Berechtigung, keine Frage, aber Gesellschaft und gesellschaftliche Arbeit müssen sie vlt. erst noch "buchstabieren" lernen?
Ich habe teils wenig gegen andere Parteien, aber die SPD bringt meine Augen zum Leuchten.
Sie muss nicht siegen, aber sie darf sich nicht aufgeben.
Danke Herr Meyer für ihre liebe Erinnerung.
Leider habe die Genoss*?*innen ein bedeutungsvolles Wort Willy Brandts speziell an seine Genossinnen und Genossen vergessen oder absichtlich verdrängt: "Wer sich auf die kommunistische Einheitsfront einlässt, geht daran zugrunde!" Es ist sehr schlimm und für mich schmerzhaft sehen zu müssen, was aus dieser SPD geworden ist ... nicht mal ein Schatten ihrer selbst! Die charismatischen Führungskräfte Brandt & Schmidt vergessen? Hute wäre gegen diese Persönlichkeiten eine Brandmauer aufgestellt ... mithilfe der SED-LINKEN? Jetzt hat diese SPD peinliche Luschen an ihrer Spitze, die nur noch bis zum nächsten Gehaltstag denken und: wiedergewählt zu werden. Eine solche Vereinigung ist dekadent und zum Untergang verurteilt!
für die Fehler im Text ... unter Eile geschrieben. Aber ich bin doch selbst zutiefst getroffen, dass sich eine früher soziale und demokratische Partei mit charismatischen Politikern an ihrer Spitze so entkernt und abwärts entwickelt hat! Wie kann man sich mit einer SED-LINKEN so einlassen? Geht es den Funktionären wirklich um die Bevölkerung ... ? 1989 hatte der Souverän - jedenfalls im Osten - eindeutig und klar gezeigt, was er von Kommunismus, SED-Diktatur und Betreutem Denken (MfS) hält: nie wieder!
"Setzt Euch liebe Kinder! Heute behandeln wir das Thema Demokratie und durch welche Brille bzw. ab wieviel Dioptrien, das sind einfach gesagt die Negativwerte auf der politischen Kurzsichtigkeitstabelle, man diese wieder klar sehen kann. Praktische Unterstützung erhalten wir heute durch die sehr erfolgreich arbeitende Optikermeisterin von der SPD, Frau Ministerpräsidentin Schwesig, die wir hiermit recht herzlich begrüßen!"
So oder ähnlich muss ich mir also den Unterricht bzw. die Beweisführung das "Demokratie gut ist" durch linke Parteikader vorstellen geehrter Herr Meyer? Was mache ich nun mit meiner Gleitsichtbrille, bei der es mir immer noch blümerant wird beim Wechsel von fern zu nah, insbesondere wenn ich einen Unsinn lesen muss, wie der im Interview abgegebene? Ausgerechnet diejenigen, die sich den Staat mit Haut u. Haar untertan gemacht haben u. Hof halten, wollen mich einfache Arbeiterameise plötzlich wieder in den Blick nehmen? Da bleibe ich lieber blind wie ein Huhn! MfG
Ja, Herr Meyer. Eine gute Frage. Wer ist wir bei der SPD? Das waren mal, wir wissen es alles die Arbeiter dieser Republik. Aber die hat die SPD ja verraten, vergessen, verdrängt und die werden nur noch pseudoargumentativ mal erwähnt. Wobei man das Wort Arbeiter bei SPDlern schon gar nicht mehr nützt. Man umschreibt immer, die Bedürftigen, die Steuerzahler und wie auch immer. Meinen tut man sich selbst. Inzwischen 14,5% würden sie noch wählen. Ja, denen sterben die Wähler weg, denn welcher junger Mensch will diese blutleere und empathielose Partei wählen, die dem Sozialismus hinterherläuft und unser Land in den Abgrund stürzen will. Und das schlimme ist. Bei der UNION inzwischen genauso. Auch dort die konservativen Wähler verraten, verdrängt, der AFD in die Arme getrieben, die dort eine neue Heimat gefunden haben. Auch die sprechen von wir, von einer angeblichen *Mitte*, obwohl die genauso links sind inzwischen wie die SPD. Und diese *Wir* Parteien haben gerade mal noch 39% Zustimmung.
"Quoten für Werktätige in der Werktätigen-Partei": Herr Meyer, für diese Formulierung gebührt Ihnen der Willy-Helmut-Gerhard-Preis für gesunden Menschenverstand. Aber die Uni-grundierten Genossen ließen Herrn Klingbeil über dieselbige springen und die Arbeitgeberfresserin Bas
steigert sich in Bullshit-Floskeln.
Leider wuchs auch zusammen, was NICHT zusammengehört: wenn eine frühere SED-Juristin, die vor der Wende 1989 gegen die „aggressivsten und reaktionärsten Kräfte des Monopolkapitals“ anschrieb, Vorsitzende der ARD werden konnte; wenn die frühere Ministerpräsidentin Dreyer (SPD) Vorsitzende der Rundfunkkommission sein konnte und im Verwaltungsrat des ZDF sitzt, darf man sich über zunehmende Zensur und „Gesinnungspädagogik“ in den ÖRR nicht wundern. Im noch geltenden Grundgesetzt steht: GG, Artikel 5: „Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“
Lieber Willy, leider ist die Demokratie in Deutschland unter die Räder gekommen und deine SPD hat fleißig daran mitgearbeitet. Schuld daran sind nicht die Genossen an der Basis, die haben nur geschlafen. Schuld sind die inkompetenten Genossen Funktionäre Klingbeil, Scholz etc. ohne Vision und Rückgrat!
Die „Wurzeln“ der SPD die so genannte Arbeiterklasse, die Lohnempfänger., haben in großer Mehrheit eine neue politische Heumat gefunden. Ein Blick auf die „Wählerwanderung“ nach jeder Wahl spricht mehr als Bände !
Woher sollen denn die derzeitigen Zustimmungswerte gegenüber der derzeit führenden Partei der Wahlumfragen denn kommen? Vom Himmel oder Gott gewollt sind sie jedenfalls nicht. Sie haben ganz reale Ursachen, die zwar bekannt, aber unter den etablierten Parteien, vorrangig auch von der SPD, unter den Tisch gekehrt werden.
Einsichtige Genossen ? Fehlanzeige.
Lieber weiter mit Selbstbeweihräucherung der guten Taten für die „schwer Arbeitenden“ …..
deren Definition sich die führenden Genossen vorbehalten……
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik
"Universitäre Herrschaftsklasse , gebildete Gebieter" ,
darum mahnt Matthias Miersch auch an, Majestäten nicht zu beleidigen.
Gentlemanlike verteidigt er die Ministerin Bas und hebt sie damit
auch in den Adelsstand der linken Gebieter*innen.
wie um "Mächtige" "herumgetanzt" wurde und ich fand es schrecklich.
Aber das gab es auch im Westen.
Mußte man das etwa bei Richard von Weizsäcker, bei Helmut Schmidt, bei Rita Süssmuth?
Die hatten etwas von Adel, des Nachdenkens und es gab viele davon.
"Gedanken, die mit Taubenfüßen kommen, lenken die Welt" Friedrich Nietzsche, meines Erachtens ein klares Bekenntnis zu Jesus Christus.
Unser politisches Klima scheint seit einiger Zeit davon meilenweit entfernt und dass ausgerechnet die Grünen so etwas wie evtl. "Kampf" befeuerten...?
Dass die Linke vlt. noch zu nah an "Klassenkampf" , könnte immerhin sein.
Wenn Kirchen im Namen des Herrn sich abwenden, verstehe ich das sowieso nicht.
Einzig die SPD scheint mir noch ein Hort des Wunsches nach Frieden und Zusammenleben.
Miersch mahnt meines Erachtens Höflichkeit an.
Die habe ich hoffentlich auch immer Merkel gegenüber eingefordert.
Respekt vor dem Amt und der Wahl.
Ich stehe auf gegen "Ermächtigung", egal wo.
Demokratie" sagt klar, dass es eine besondere Art von Demokratie sein muss, die gemeint ist. Seitdem der Kirche die absolute Wahrheit verloren gegangen ist, wird sie von anderen verwaltet, die niemand gerufen hat. Aber sie werden bezahlt, auch für das Abreißen von Deutschland-Fahnen durch eine Linken-Politikerin in MV, die das "nur" privat gemacht hat. Sie tragen keine Monstranzen vorweg, sondern große Schilder. Darauf steht "Demokratie".
Die Geschichte indes geht ungerührt weiter. Sie wird nicht von Vernunft, sondern n u r von Macht geleitet. Wer die nicht hat, darf empört sein und - mahnen. Wer die Macht hat, verfügt über das, was Demokratie genannt wird und ungebrochen positiv gedeutet wird. Deshalb war es nützlich, die DDR eine demokratische Republik zu nennen. Niemand wird etwas gegen das Gute haben.
Weder die Lichtgestalten Helmut Schmidt noch Willy Brandt wären über Quoten in die Parteiführung gekommen!
Die Führung - auf allen Ebenen - muss Qualität liefern. Qualität bedeutet vielerlei:
- Führungsqualität, Fachkompetenz, Verantwortungskompetenz, Mut, auch gegen den Strom zu schwimmen, wenn es denn nötig ist und Offenheit für die Anliegen, der Menschen für die sie Politik machen. Diese Qualitäten stehen natürlich im Kontext, mit den Botschaften, den Pflichten und Aufgaben, die für die Sozialdemokratie fundamental sind: Frieden, Wohlstand, Sozialstaat, Meinungsfreiheit, Demokratie. Dazu braucht es dringend Menschen, die politisches Engagement nicht verwechseln mit Karriere-Planungen; sondern aus Leidenschaft gepaart mit politischen Überzeugungen in die Parteipolitik einsteigen. Wie sagte doch Willy Brandt in seiner Regierungserklärung 1969: Wir wollen mehr Demokratie wagen; wir wollen ein Volk der guten Nachbarn sein - im inneren und nach außen. Damit wurde die SPD sehr stark!
