Peter Tschentscher, Impf-Formulare, Wladimir Putin / dpa, Cicero

Die meistgelesenen Cicero-Artikel 2022 - Cum-Ex-Kanzler, Impfschäden, Julian Reichelt über Putin

Olaf Scholz beharrte auf Erinnerungslücken im Cum-Ex-Skandal. Ein Chat-Protokoll zeigte, dass Nebenwirkungen der Corona-Impfung unter Ärzten weit häufiger diskutiert werden als behauptet. Und Julian Reichelt fragte, ob wir schon wieder auf ein Täuschungsmanöver Putins hereinfallen. Dies waren die meistgelesen „Cicero“-Artikel im Januar, Februar und März.

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In den folgenden Tagen blicken wir auf die Themen des Jahres 2022 zurück und rufen die Cicero-Artikel in Erinnerung, die am meisten Interesse fanden. Lesen Sie hier Teil 1 der Reihe: Die meistgelesenen Artikel im Januar, Februar und März.

Januar: Olaf Scholz und der Cum-Ex-Skandal – „Wir haben einen Kanzler, der ein Lügner ist“

Im Jahr 2022 fiel der Cum-Ex-Skandal auf Olaf Scholz mit voller Wucht zurück. Kurz vor seinem Auftritt vor dem Parlamentarischen Untersuchungsausschuss im August brachten neue Enthüllungen, die die Glaubwürdigkeit seiner „Erinnerungslücken“ stark angriffen, Scholz in Bedrängnis. Es war der zweite mediale Cum-Ex-Wirbel des Jahres, denn bereits im Januar sorgte das Thema für Aufregung, als es im Cum-Ex-Prozess in Bonn zu einer Überraschung kam: Ein Ex-Banker der Hamburger Warburg Bank legte ein Geständnis ab. Überraschend räumte er ein, an den Cum-Ex-Deals mitgewirkt und trotz Bedenken die „Augen geschlossen und immer weitergemacht“ zu haben. Der Investigativjournalist Oliver Schröm sprach von einem Dammbruch, der nicht nur Warburg-Chef Christian Olearius, sondern auch Bundeskanzler Olaf Scholz und Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher in Bedrängnis bringe. Im Interview mit Cicero sprach Schröm über den „roten Filz“ in Hamburg und schilderte, wie der bis in die Justiz reichende SPD-Filz in der Hansestadt die verwickelten Politiker schützt.

Lesen Sie hier den meistgelesenen Cicero-Artikel im Januar 2022: Interview mit Oliver Schröm: „Wir haben einen Kanzler, der ein Lügner ist“

Februar: Corona-Impfschäden – „Das dröhnende Schweigen über die Nebenwirkungen“

Seit Ausbruch der Krise im Frühjahr 2022 wurde das Thema Corona mit Tabus belegt – wer Zweifel an den vermeintlich objektiven Wahrheiten der Bundesregierung und ihres „Corona-Papstes“ Christian Drosten hatte, wurde mit sozialer Ausgrenzung sanktioniert. Dazu gehörte lange Zeit das Verdikt, die Laborthese sei eine Verschwörungstheorie, ehe selbst die Pächter der Deutungshoheit einräumen mussten, dass es für die These plausible Argumente gibt. Ein weiteres Tabu-Thema waren Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Corona-Impfung. Im Februar 2022 berichtete Cicero-Co-Chefredakteur Ralf Hanselle über ein Cicero vorliegendes Chat-Protokoll österreichischer Ärzte, das den Verdacht nahelegt, dass das Thema unter Experten weit häufiger diskutiert wird als vermutet. Für die Betroffenen ein Skandal. Denn vermutlich lassen sich schwere Nebenwirkungen sogar im Blut feststellen. „Patienten, die seit ihrer Impfung gegen den Sars-Cov-2-Erreger unter schweren Nebenwirkungen leiden“, berichtet Hanselle, „erzählen immer wieder von dem immensen Unverständnis, von der Voreingenommenheit oder der schlichten Leugnung ihrer oft schweren Symptomatik. Wer nicht standhaft bleibt, landet am Ende aussortiert in der Psycho-Ecke.“

Lesen Sie hier den meistgelesenen Cicero-Artikel im Februar von Ralf Hanselle: „Das dröhnende Schweigen über die Nebenwirkungen“

März: Julian Reichelt über den Ukraine-Krieg – „Warum Putin uns vollkommen richtig eingeschätzt hat“

Am 24. Februar griff Russland die Ukraine an, Olaf Scholz verkündete anschließend eine „Zeitenwende“ und reagierte mit der Ankündigung einer massiven Aufrüstung der Bundeswehr. Wenige Wochen nach Kriegsbeginn waren sich die meisten Leitmedien einig: Wladimir Putin habe sich verkalkuliert, weil er nicht mit derart massiven Sanktionen gerechnet habe und weil der Vormarsch seiner Truppen mitunter ins Stocken gerät. Ex-Bild-Chefredakteur Julian Reichelt widersprach in einem Gastbeitrag für Cicero und warf folgende Frage in den Raum: Was, wenn das Gegenteil der Fall ist und wir schon wieder auf eines von Putins Täuschungsmanövern hereinfallen? Denn Putins Angriffskrieg zeigte auch, dass er sich als Großmeister darin erwiesen hatte, westliche Gewissheiten zu schaffen und uns in Sicherheit zu wiegen. „Er hat sich dabei höchst geschickt die Sehnsüchte gesellschaftlicher Mehrheiten, die Naivität unserer Eliten und die Korrumpierbarkeit viel zu vieler höchstrangiger Einzelner (von Schröder bis Schwesig) zunutze gemacht“, schrieb Reichelt. „Man kann sagen, der einzige wahre russische Exportschlager neben Gas und Öl sind Gewissheiten, die Putin mit der Präzision und Geduld einer KGB-Operation in unsere Hauptstädte, in ganze Generationen von Politikern und Journalisten getragen hat.“

Lesen Sie hier den meistgelesenen Cicero-Artikel im März von Julian Reichelt: „Warum Putin uns vollkommen richtig eingeschätzt hat“

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