Screenshot (Instagram, Bündnis90/DieGrünen)
Screenshots aus dem Instagram-Video von Bündnis 90/Die Grünen

Die Grünen und der 27. Januar - Das Auschwitz-Gedenken ist kein Lifestyle-Format

Ein Social-Media-Video der Grünen nutzt den Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus für Selbstinszenierung und politische Symbolik. Auschwitz eignet sich aber nicht als Anlass für linksgrüne Lifestyle-Statements – vor allem, wenn der Kampf gegen heutigen Antisemitismus ausbleibt.

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Autoreninfo

Wolfgang Kubicki ist stellvertretender FDP-Bundesvorsitzender und war Bundestagsvizepräsident. (Foto: dpa)

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Am 3. Januar 1996 erklärte der damalige Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. In seiner im Bundesgesetzblatt abgedruckten Proklamation erläuterte der Bundespräsident den Grund für die Wahl des Datums: „Symbolhaft für diesen Terror steht das Konzentrationslager Auschwitz, das am 27. Januar 1945 befreit wurde und in dem vor allem solche Menschen litten, die der Nationalsozialismus ermordete oder vernichten wollte.“ Die neue Form des Erinnerns soll „Trauer und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken“.

Seither werden am 27. Januar in Deutschland die Flaggen auf Halbmast gesetzt, es finden zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt, und die Spitzen des Staates versammeln sich im Deutschen Bundestag zu einer Gedenkstunde. Auch in diesem Jahr fand man dort wieder einen würdigen Rahmen und mit Tova Friedman eine Zeitzeugin, die mit eindringlichen Worten an ihr Leid und das Leid ihrer Familie erinnerte.

Und dann gibt es die Form des Gedenkens, bei der man sich nie ganz sicher ist, wem sie eigentlich dienen soll: dem eigenen Ego oder der Erinnerung an das größte aller Menschheitsverbrechen. Immer wieder irritieren etwa in den sozialen Medien Aufnahmen von zumeist jungen Leuten, die zwischen oder auf den Stelen des Holocaust-Mahnmals räkelnd posieren. Und wenn zum Ausdruck des Entsetzens nicht mehr bleibt als ein Selbstporträt mit Betroffenheitsmiene, darf man über den Mehrwert solcher Postings sicherlich streiten. Dabei sind Hilflosigkeit und Überforderung angesichts der schieren Dimension der Verbrechen keine Schande. Eine Grenze ist für mich jedoch dort überschritten, wo das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus für parteipolitische Geländegewinne missbraucht oder bis zur Geschmacklosigkeit banalisiert wird. Eine dieser Grenzen hat die Partei Bündnis 90/Die Grünen am 27. Januar überschritten.

Banalitäten im allerschlimmsten Werbeagentur-Stil

Auf dem Instagram-Account der Partei wurde anlässlich des Gedenktages zur Befreiung von Auschwitz ein Video gepostet. In sonnig-warmem Licht wird dort alles gezeigt, was den Grünen wichtig erscheint oder ihren Lifestyle trifft: S-Bahn, Zugverspätung, ein Hund, der gefüttert wird, ruhender Pkw-Verkehr und ganz viele „Demos gegen rechts“. In einem eingängigen Lied, dessen Text über die beschriebenen Bilder eingeblendet wird, wird Zwiesprache mit der verstorbenen Oma gehalten und an ihre Mahnung „Nie wieder, das war jetzt“ erinnert. Kurz vor Schluss des Clips hört man den Sänger gestehen, dass er „seit der Wahl“ mit Freunden darüber spreche, wohin es ihn ziehen werde, wenn es in ein „paar Jahren“ dann doch „richtig eskaliert“.

Die in dem Video gezeigten Banalitäten im allerschlimmsten Werbeagentur-Stil sind wahrlich schlimm genug. Schlimmer jedoch ist die Haltung, die sich in dieser Botschaft manifestiert. Die „Demos gegen rechts“ und der eigene grüne Lifestyle werden hier in eine Linie mit der Befreiung von Auschwitz gestellt. Das ist nicht nur empörend, das ist eine Entgleisung.

Vor ein paar Jahren diskutierte eine interessierte Öffentlichkeit über „Jana aus Kassel“. Auf einer Demonstration von Maßnahmenkritikern während der Corona-Pandemie begann sie ihre Rede mit den Worten: „Ich bin Jana aus Kassel, und ich fühle mich wie Sophie Scholl.“ Ein Ordner, der vor ihr stand und dessen moralischer Kompass offenbar intakt war, kündigte daraufhin seinen Dienst für die Demonstration.

Am akutesten bedroht wird jüdisches Leben von einem selbsternannten pro-palästinensischen Milieu

Das Video der Grünen entspringt demselben selbstgerechten, die Grenzen des Anstands und der Moral überschreitenden Geist wie die Sätze von „Jana aus Kassel“. Niemand in Deutschland hat das moralische Recht, sich für die eigene politische Agenda auf eine Stufe mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus zu stellen, um so die eigenen Anliegen zu adeln. Auch nicht Bündnis 90/Die Grünen, die sich gerne als Richter über die Grenzen des Legitimen und des Anstands sehen. Und ich frage mich, wie es sein kann, dass in einer Partei wie den Grünen weit und breit niemand in Sicht war, der – wie der Ordner bei „Jana aus Kassel“ – diese Geschmacklosigkeit unterbunden hat.

Natürlich ist es nicht nur legitim, sondern auch geboten, am 27. Januar eine Brücke in die Gegenwart zu schlagen. Das geht bereits aus Herzogs Proklamation hervor, man solle „jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken“. Aber was heißt „jede Gefahr der Wiederholung“ konkret? Ist sie in der urbanen Reformhaus-Ästhetik des Grünen-Videos erkennbar? Nein, natürlich nicht. Denn dazu müsste man klar benennen, von wo derzeit die größte Gefahr für jüdisches Leben in der westlichen Welt ausgeht.

Der Antisemitismus hat viele Erscheinungsformen. Er hat seine geistige Heimat in der Rechten, wo er insbesondere in den USA von Gestalten wie Nick Fuentes in erschreckender Weise revitalisiert wird. Er ist aber auch in der Linken fest verwurzelt und zeigt sich seit dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 wieder in deutlicher Gestalt. Am akutesten bedroht wird jüdisches Leben derzeit jedoch von einem selbsternannten pro-palästinensischen Milieu, das kaum etwas anderes zusammenhält als der Hass auf alles Jüdische. Ich denke, wir haben als Politiker die Pflicht, die Dinge klar beim Namen zu nennen: Wenn in Europas Metropolen auf vielen Straßen antisemitischer Hass wieder regiert, dann liegt die Ursache hierfür vor allem in einem muslimisch geprägten, zugewanderten Antisemitismus.

Pose des selbstgerechten antifaschistischen Widerstands

Bundestagspräsidentin Klöckner sagte während der Gedenkstunde im Bundestag: „Unsere Staatsräson beginnt auf der Berliner Sonnenallee, vor der Hauptsynagoge in München, auf den Schulhöfen, in den Hörsälen, bei X und bei TikTok.“ Damit sind die Schauplätze des Kampfes gegen Menschenfeindlichkeit und Antisemitismus klar benannt. Der Kampf gegen Antisemitismus ist kein Egotrip, bei dem man sich an der eigenen Haltung berauscht, sondern er muss dort geführt werden, wo er tatsächlich stattfindet.

Es ist kein Zufall, dass man links diese Klarheit vergeblich sucht und dort stattdessen wohlig-gefühliger Nebel erzeugt wird, in dem alles verwischt und vermengt wird, bis vom Gedenken an das größte Verbrechen der Menschheit, begangen in deutschem Namen, nichts bleibt als ein banaler Popsong. Die Pose des selbstgerechten antifaschistischen Widerstands verstellt letztlich den Blick auf die realen Herausforderungen im Kampf gegen Antisemitismus. Sie bagatellisiert das Leid der Opfer und verspottet den Mut der Widerstandskämpfer von einst.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den 27. Januar zu begehen: in stillem Gedenken, in respektvoller Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus, in der entschlossenen Bekämpfung neuer Erscheinungsformen von Antisemitismus. Nichts davon erreicht der selbstherrliche Post der Grünen. Das Gedenken an Auschwitz darf nicht zum Lifestyle-Format verkommen.

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Urban Will | Sa., 31. Januar 2026 - 09:19

Deutlichkeit hat man das bisher nicht gehört von einem (ehemaligen) Vertreter der hohen Politik und ehem. stellv. BT-Präsidenten.
Die Sekte schrumpft und zeigt in Folge dessen ihre hässliche Fratze um so deutlicher. Wer noch immer – da pfeife ich auf alle hohlen Sprüche und schaue auf das, was wirklich passiert – unkontrolliert den derzeit hässlichsten Antisemitismus, den es auf der Welt gibt, den islamistischen, von Linksgrünwoke hofiert und befördert, ins Land winkt, muss so langsam mal aktiven Widerstand erfahren. Die Sekte ist die weitaus gefährlichste Partei in diesem Land, was derzeit allerdings nicht so sichtbar wird, da sie nicht regieren.
Es ist eine Schande und das hätte ich in diesem Artikel auch an Erwähnung erwartet, dass die Unionsgranden (Merz, Wüst, etc) noch immer vor diesen Widerlingen buckeln und mit ihnen regieren.
Juden leben wieder gefährlich in D, v.a. im shithole Berlin. Und da gibt es nur eine Seite, die Schuld trägt: die linksgrünwoke (Union inklusive)

Voll d'accord mit Ihrem Kommentar, bis auf den Passus "weil sie derzeit nicht regieren", denn grünes Gedankengut zieht sich wie ein roter Faden durch alle Parteiprogramme (außer der AfD) und bestimmt das Handeln der Justiz in starkem Maße.

Peter William | Sa., 31. Januar 2026 - 10:20

las ich eine Überschrift in der Katharina Dröge wohl verbreitete: die deutsche Energiewende sei ein Erfolg und würde in alle Welt exportiert!

Wenn es um Lügen und Falschaussagen geht darf man in der Politik nicht zimperlich sein, schon klar.

Wenn jedoch die Realität dermaßen ad absurdum geführt wird das die Worte selbst keinen Sinn mehr ergeben ist man im Endzeitalter der politischen Verantwortungslosigkeit angekommen, dem Armageddon des Abstandes.

Wenn Männer Frauen genannt werden müssen unter Strafandrohung, nur um die Realität ausblenden und sich in seinen Kokon des Schwachsinns und der Leugnung der Wirklichkeit zurückziehen zu können, Ja dann ist die Zeit reif die Grünen und ihre gesamte verlogene und wirklichkeitsfeindliche Idiotie endlich zu entsorgen.

Das endet nicht damit sich eingestehen zu müssen das, oh Überraschung, ein großer Teil der Muslime Antisemiten sind, ist aber nur ein weiteres Beispiel für die antrainierte Betriebsblindheit der grünen Visionäre.

Thomas Veit | Sa., 31. Januar 2026 - 11:49

Antwort auf von Peter William

Die Grünen - und damit auch Dröge... - glauben das wirklich... - wirklich!! Es handelt sich um eine langanhaltende Gutmenschen-Katharsis in Kombination mit einer extremen Hybris bei gleichzeitig vollständigem Realitätsverlust aus chronischer Angst vor Bedeutungslosigkeit - so könnte ein Arzt diagnostizieren... (Psychoanalytiker für Parteien 😉)

Ja, tun sie. Die Erfahrung haben wir auch schon gemacht ….. Vor allem lehnte unsere Zufallsbekanntschaft jegliche argumative verbale Auseinandersetzung ab und erinnerte mich an unseren ehemaligen hauptamtlichen Parteisekretär der SED der Wasser predigte, und Abends Westfernsehn konsumierte.
Mit besten Grüßen aus der Erfurter Republik

Lügen bleiben Lügen, auch wenn der Lügner sich durch permanente Wiederholung (steter Tropfen....) im Glauben wähnt, die Wahrheit mit Löffeln gefressen zu haben. Albert Einstein (im Gegensatz zu den Grünen ein sehr kluger Kopf) sagte einmal: "Wenn die Realität nicht mit meiner Theorie übereinstimmte, wäre das fatal für die Realität".

Sabine Lehmann | Sa., 31. Januar 2026 - 12:02

Danke für die klaren Worte an dieser Stelle wieder einmal von Herrn Kubicki!
Danke, weil es heute eher selten geworden ist, die Dinge so klar u. deutlich auszusprechen bzw. Ross & Reiter zu benennen. Jüdisches Leben ist in Deutschland fast ausschließlich durch das migrantische islamische Milieu gefährdet, welches leider massive Unterstützung von der linken pro-palästinensischen Klientel erfährt. Diese Klientel hat sich m.E. mittlerweile wie ein Filz in sämtlichen Bereichen des gesellschaftlichen, politischen und beruflichen Lebens etabliert, geradezu infiltriert. Genau das macht es so gefährlich u. mächtig. Ich denke zwar nicht, dass die Mehrheit der Bürger auch so tickt, aber die "Andersmeinenden" werden effektiv in Schach gehalten, dafür sorgen unsere Meldestellen und Gestalten wie Jan Böhmermann. Und "Böhmermänner" gibt es viele da draußen!
Und der Rest? Am Geisteszustand u. an den Charakterdefiziten der Grünen, die in 7 Landesregierungen sitzen, habe ich längst keine Zweifel mehr!

Thomas Veit | Sa., 31. Januar 2026 - 15:02

so alleine mit 'der richtigen Haltung' und der daraus folgenden Haltungspolitik als Weltenretter:in die Welt retten..., halt. DAS ist doch toll!!👍 So etwas gab's doch früher nicht, vor der großen Klimakippunktekriese... ... 🤔, und den Nazis im Bundestag - was'n Glück, beide!

>> Jetzt nicht aufgeben...!! Es gibt immer etwas schicksalhaft zu bekämpfen... - Eure Grünen!!

/Ironie - Sie wissen, dass ich Ihrer Meinung bin, Frau Lehmann? 😉

Markus Michaelis | Sa., 31. Januar 2026 - 15:25

Klingt gut, halte ich aber für falsch. Menschengruppen jagen, mit Aufwand, egal wo versteckt, was sie konkret wollen, industriell zu vernichten, Eroberungs-Vernichtungsfeldzüge im Osten: das ist eine besondere Dimension, bei der man möglichst viele Menschen, bei allen Differenzen, dabei haben sollte, dass man das nicht will.

"Nie wieder ist jetzt" ist, aus meiner Sicht, zu oft eher zum Gegenteil geworden. Bei allen Differenzen, selbst im Extremfall um einen Landfleck am Mittelmeer, ist die Idee eigentlich, dass man keine Gruppen überall auf der Welt bis zur totalen Vernichtung jagt.

Dieser Konsens geht aber nur, wenn man "Alltags"politik davon abtrennt. Heute scheint es eher so, dass alle möglichen Gruppen ihre persönlichen Ziele und Sichtweisen für menschheitszentral erklären, man zutiefst erschüttert ist, und alle Gegner sind dann Nazis.

Aus meiner Sicht geht das nach hinten los, wird eher Nazis erzeugen, Politik sehr schwer machen.

Markus Michaelis | Sa., 31. Januar 2026 - 15:30

Wenn ich einer Masse von Menschen, sogar aus den verschiedensten Lagern, politisch nur noch so gegenüber treten kann, dass ich ihr Nazisein offenlegen will, ist für mich etwas falsch gelaufen. So simpel ist das nicht.

Umgekehrt: wenn ich in der Politik nur "Nazi" als Maßstab habe, und alle, die nicht Nazi sind, müssen irgendwie auf meiner Seite sein und ich versuche mit ihnen die gemeinsame Kuschelgesellschaft aufzubauen, das verkennt die Offenheit und Verschiedenheit des Menschseins.

Im Normalfall sind Menschen nicht Nazi, sind auf ihre Art alle ganz ok, können es trotzdem kaum zusammen aushalten, weil sie sich bis ins Mark gegenseitig erschüttern. Damit muss man in der Realität umgehen. An jeder Ecke nur sein "Nie wieder ist jetzt" herauszuschleudern, mehr kommt nicht, ist eher Teil des Problems als der Lösung.

So sehe ich wenigstens die aktuelle Entwicklung unserer Gesellschaft.

sind Menschen nicht Nazi, na immerhin.
Würden Sie auch sagen, im Normalfall seien die Menschen keine Nationalsozialisten?
Was die Erbauer und Bewacher der Brandmauer machen, ist Diffamierung des Gegners als "Nazi" zum Machterhalt, sonst nichts.
Ich finde, wir sollten uns den Begriff nicht aneignen.

Jens Böhme | Sa., 31. Januar 2026 - 20:34

Der Antizionismus ist aus dem Antisemitismus entstanden, um nicht als Antisemit identifiziert zu werden. Die Erfolgsgeschichte des jüdischen Volkes mit seiner Wehrhaftigkeit des jüdischen Staates ist sehr vielen auf dieser Welt ein dicker Dorn im Auge. Der Zionismus ist ein Erfolgskonzept, dass nicht in das Brainstorming der bestehenden, globalen Machtdiasporen passt.

Sabine Lehmann | So., 1. Februar 2026 - 02:12

Wenn Grünen Empathie, Opfer, Schutz und Prävention wichtig wären, sprich wenn sie anständig wären, dann würden sie die Abertausende Opfer ihrer wahnsinnigen Flüchtlingspolitik beklagen. Erst gestern wieder in Hamburg ein ermordetes junges Mädchen. Ermordet von dem schutzbedürftigen Pack aus irgendeinem afrikanischen Hungerloch. Gekommen über linke „Schutzprogramme“ wie immer. Nachschub rollt. Täglich. Für noch mehr Tote, noch mehr Opfer werden sie sorgen. Dass deutsche Bürger Schutzprogramme bräuchten mittlerweile, um uns vor diesen Gestalten zu schützen, ist zwar offensichtlich, aber für diese Politikkaste völlig irrelevant. Wir werden abgeschafft.
Aber wie gesagt, das ist der Grünen Seele wuscht. Anstand und Verantwortung ist ihnen egal, eine Partei die für ihre kranke ideologische Agenda über Leichen geht. Das so etwas in sieben Landesregierungen sitzt, ist nur eines von vielen deutschen Armutszeugnissen!

Angelika Sehnert | So., 1. Februar 2026 - 12:23

…macht vor nichts Halt. Die egozentrische Selbstverortung, die einzigen, letzten Guten in dieser Republik zu sein, führt ganz logisch zu einer solch geschichtsvergessenen Entgleisung. Nimmt man es genau, so ist der besprochene Beitrag eine Verhöhnung der jüdischen Opfer der NS- Diktatur. Zum einem, weil sich das linksgrüne Milieu nicht in aller Deutlichkeit von dem antisemitischen, migrantisch geprägten Protestpöbel distanziert und es als das benennt was es ist: antisemitisch und verfassungsfeindlich. Zum anderen, weil man in völliger Missachtung der historischen Fakten eine rechte Diktatur herbeiphantasiert und sich vorab selbst zu dessen Opfern erklärt. Was durch die dümmliche Aussage, man überlege, wohin man ziehe, wenn es „richtig eskaliert“ ad absurdum geführt wird:Der „verfolgte“ Grüne haut einfach ab wenn’s ungemütlich wird.
Die eigene Verantwortung für den zunehmend bedrohlichen Antisemitismus im Land verschwindet so im Nebel des weinerlichen Selbstmitleids. Erbärmlich.