- Wie der Liberalismus seine Grundlagen zerstört
Freiheit, Vielfalt, Individualismus: Die großen Versprechen des Liberalismus prägen den Westen bis heute. Doch was, wenn genau diese Errungenschaften jene Voraussetzungen zerstören, die eine liberale Demokratie zum Überleben braucht?
„Weil der Liberalismus erfolgreich war, ist er parteipolitisch zum Aussterben verurteilt“, schrieb der Politikwissenschaftler Hans Vorländer bereits 1995 in Aus Politik und Zeitgeschichte bei der Bundeszentrale für politische Bildung. Ein Blick auf die derzeitige Situation der FDP scheint diesen Befund zumindest vorläufig zu bestätigen.
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individuelle Liberalismus beseitigt den Liberalismus als Idee. Wenn jeder macht, was er will, ist die Freiheit in Gefahr, die auch immer die der anderen ist. Schon Goethe wusste: "Das Gesetz nur kann uns Freiheit geben". Dazu kommt: Demokratie und Freiheit gehören nicht zwangsläufig zusammen. Schon immer wurde versucht, ein Monopol auf die Demokratie zu erheben (Deutsche Demokratische Republik) Das gibt die Möglichkeit, Andersdenkende als Antidemokraten auszugrenzen. Dass Demokratie und Freiheit beieinander bleiben, ist keine Selbstverständlichkeit. Leider ist uns die dafür zuständige Partei abhanden gekommen.
Die Analyse ist grundsätzlich richtig. Der klassische Liberalismus hatte die Bindung an Volk, Religion, Nation, Tradition immer implizit mitgedacht (Bildung!) und hatte keineswegs vorgesehen, dass der Liberalismus zum Radikalliberalismus entartet, der seine eigenen Grundlagen zerstört.
Ich würde deshalb der Begriffsbildung widersprechen wollen, dass der Liberalismus an sich das Problem ist. Was heute als Liberalismus gilt, ist oft nur unvernünftige, weltfremde Spinnerei, die ihrerseits keinesfalls liberal ist.
Abseits der Begriffsbildung ist die Analyse aber goldrichtig. Wir müssen den Liberalismus wieder mit kollektiven Identitäten (besser: Realitäten!) versöhnen. Aber vor allem auch mit Bildung und Vernunft. Zurück zur Normalität. Zurück zum klassischen Liberalismus.
Dieses Programm sehe ich übrigens weitgehend von "Team Freiheit" von Frauke Petry, Carlos A. Gebauer, Joana Cotar und Thomas Kemmerich verwirklicht. Die Zeit für Team Freiheit ist gekommen.
Die wievielte Partei Petrys ist das jetzt?
Es erinnert mich stark an Wagenknecht…..fulminant gestartet, als Rohrkrepierer geendet.
Mit freundlichen Grüßen a d Erf. Republik
ein Name ist, der blöder nicht sein könnte.
Die bisherige Mitte hat Demokratie gleichgesetzt mit Rechtsstaat, Verfassung, VerfGericht, Menschenrechten usw. - alles eins und dasselbe, mit dem im Artikel aufgeführten Gedanken, dass es letztlich nur eine richtige Art des Menschseins gibt. Auch richtig aufgeführt: ein "Täter" in dieser Richtung war Kant, mit seinem kategorischen Imperativ. Alles nett, aber heute naiv und maßlos übertrieben.
Wenn man selber alles Gute von Demokratie bis Menschenrechte ist und auch alles Wir und Die überwunden hat, können politische Gegner und andere Vorstellungen von Ges. und Mensch nur noch Orks, menschenfeindlich und noch schlimmer sein. Das ist im Moment in etwa die Gedankentiefe der "alten Mitte". Als Alternative zu sich selber sieht man nur Nazis, PolPot etc. wodurch man selber praktisch alternativlos wird.
Der Artikel zeigt richtige und wichtige Denkrichtungen auf, in denen unsere bisherige Mitte meinem Gefühl nach blank ist.
Einengung, verbunden mit einem gefährlichen Meinungsmonopol, Bildungsferne und wirtschaftlicher Stagnation kennt nur zwei Gewinner: Diktatur und Oppurtunismus. Der ist schon da. Wie die Geschichte beweist, wird der Oppurtunismus in Deutschland vermisst, war er länger mal nicht nötig. Allzu bereitwillig schwenkt man in die bewährte Überlebensstrategie ein und tutet in das zugereichte Horn. In Der DDR gehörte in jede ordentliche Beurteilung der "sozialistische Klassenstandpunkt", ggf abgemildert zum "klären Klassenstandpunkt" (Niemand wusste, was das sein könnte, aber es war unverzichtbar) Heute darf der letzte Satz "Die AfD gilt als gesichert rechtsextrem" nicht fehlen. Der Chefredakteur könnte irritiert sein, der Leser auf die falsche (rechte) Bahn geraten.
e auf
Wer für diese Ausführungen noch den dazugehörigen Beleg benötigt - bitte sehr:
https://www.cicero.de/wirtschaft/sozialstaat-missbrauch-portugal-burger…
Ein Lehrstück aus der deutschen Bürokratur. Deutschland scheint seinen Mittelstand regelrecht zu hassen.
Zwar wollen sich, wenn sich nichts geändert hat, Zugewanderte nicht als Deutsche bezeichnen. Deutschland verlassen wollen sie jedoch nicht, denn sie schätzen die liberale Demokratie und deren Vorteile. Ich halte nichts von den Hitler Vergleichen, sie sind unangemessen in vielerlei Hinsicht, zwar mag es wenige Gemeinsamkeiten geben, aber die Zeiten sind völlig verschiedene, Wissenschaft, Technik, Kommunikationsmöglich-keiten und und und.
Das eigentliche Problem Deutschlands ist im Moment das wirtschaftliche. Aufgrund von Grüner Energiewende und einer nicht durchgeführten Ausmistung bei der Bürokratie und Gesetzen. Milei versucht dies ja gerade in Argentinien.
Jeder der seinen Keller nutzt um Sachen abzustellen kennt dies, nach ein paar Jahrzehnten muss halt mal entrümpelt werden. So ist es offensichtlich auch bei Vorgaben und Gesetzen. Was nicht mehr zeitgemäß ist, aus welchen Gründen auch immer gehört abgeschafft oder aber überarbeitet.
