Köln
Wahlplakate in Köln / picture alliance / Foto Huebner | Foto Huebner

Die Botschaft der Kommunalwahlen - Nordrhein-Westfalen rückt nach rechts

Die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen enthalten eine eindeutige Wählerbotschaft: Das Land schwenkt nach rechts zur AfD und weg von den Grünen und der SPD. Dass die CDU vom Rechtsruck nicht profitiert, hat sie wohl auch Berlin zu verdanken.

Ferdinand Knauß

Autoreninfo

Ferdinand Knauß ist Cicero-Redakteur. Im März erscheint sein Buch „Der gelähmte Westen. Chronik einer Selbstaufgabe“. 2018 erschien „Merkel am Ende“.

 

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Die Kommunalwahlen bedeuten eine für das größte Bundesland beispiellose Rechtsverschiebung. Und sie sind für die in Düsseldorf, aber nicht zuletzt auch die in Berlin Regierenden ein überdeutliches Signal der fundamentalen Unzufriedenheit. Die AfD hat sich – landesweit betrachtet – im Vergleich zu 2020 fast verdreifacht auf 14,8 Prozent (alle Zahlen nach Hochrechnung von 21:43 Uhr). Salopp gesagt, lautet die Botschaft der nordrhein-westfälischen Wähler: Wir haben die Nase voll von linker Politik, und wenn die CDU es nicht schafft, „links ist vorbei“ durchzusetzen, wählen wir eben die von euch verschmähte AfD. Wie groß der Ärger, bei vielen sicher auch der Zorn der Bürger ist, beweist auch die vergleichsweise hohe Wahlbeteiligung von 58,5 Prozent (2020: 51,9 Prozent) der 13,7 Millionen Berechtigten. 

Klatsche für die Grünen

Die CDU kann mit landesweit 33,3 Prozent (minus 1,0) vom Rechtsruck nicht profitieren. Der große Verlierer sind die Grünen. Sie haben 6,7 Prozentpunkte auf landesweit nur noch 13,3 Prozent verloren. Da auch die SPD in ihrer einstigen Hochburg nochmal 2,2 Prozentpunkte auf ein ebenfalls Rekordtief von nur 22,1 verloren und die Linke „nur“ 1,8 Prozentpunkte gewonnen hat (nun 5,6 Prozent), ist das gesamte politische Spektrum in Nordrhein-Westfalen deutlich nach rechts verschoben. 

Der Kommentar von Ministerpräsident Hendrik Wüst im „Bericht aus Berlin“ war etwas seltsam: „Dieses Ergebnis muss uns zu denken geben, kann uns auch nicht ruhig schlafen lassen.“ Mit dem Denken über die AfD und ihren Erfolg, das Wüst und seine Parteifreunde nach dieser Wahl nun beginnen wollen, hätten sie aber wahrlich schon vorher anfangen können. Denn es kam ja so, wie auch schon vorher laut Umfragen zu erwarten war: Die AfD ist der große Gewinner der Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen. 

Da man wohl davon ausgehen kann, dass nur sehr wenige Wähler direkt von den Grünen zur AfD gewechselt sind, muss man wohl eine Art Rochade annehmen: Frühere Grünen-Wähler liefen in Masse entweder zu den Linken, dem einzigen Wahlgewinner hinter der AfD, oder zu SPD und CDU, die dafür ihrerseits mutmaßlich an die AfD verloren haben. Vermutlich geht auch die hohe Wahlbeteiligung unter anderem auf AfD-Wähler zurück. 

Das AfD-Ergebnis mag im Vergleich zu ihrem Bundestagswahlergebnis von 20,8 Prozent maßvoll erscheinen. Aber NRW war bisher keine AfD-Hochburg. NRW war traditionell ein eher linkes Bundesland, das sich im ersten Viertel dieses Jahrhunderts von einem auch in den Kommunen SPD-dominierten zu einem schwarz-grünen Land entwickelt hatte. Oder besser: zu einem, in dem zwar der Ministerpräsident und die meisten Oberbürgermeister CDU-Mitglieder sind, die aber auf ihre grünen Koalitionspartner in Landtagen und Stadträten angewiesen sind – und dies sehr oft so handhaben, dass sie grüne Politik machen, um in Ruhe ihr Amt ausüben zu können.

Diese schwarz-grüne oder eigentlich im politischen Ergebnis eher grün-schwarze Struktur der nordrhein-westfälischen Kommunalpolitik hat nun in vielen Kommunen keine ausreichende Wählerbasis mehr. Wäre dies eine Landtagswahl, müsste die CDU nun bei weiterer Aufrechterhaltung der Brandmauer mit der SPD koalieren.

Wüsts im „Bericht aus Berlin“ zur Schau gestellte Siegerpose – „Das Wahlziel ist erreicht. Wir sind stärkste Partei, wir sind Kommunalpartei Nummer 1“ – ist daher nicht sehr glaubwürdig. Die „lösungsorientierte und pragmatische Politik“ (Wüst über sich und seine Partei) habe sich durchgesetzt. Nun ja, die Union scheint sich mit der Rolle als die immer noch größte der alten Volksparteien und der Aussicht auf ein „orderly management of decline“ für vielleicht noch ein paar Jährchen zufrieden zu geben. 

Apropos Niedergang: Die FDP hat sich von ihrer Bundestagswahlkatastrophe offenkundig nicht im Geringsten erholt: In den NRW-Kommunen ist sie mit landesweit nur noch 3,6 Prozent nun eine Splitterpartei. Ihr Oberbürgermeisterkandidat in Düsseldorf wurde mit 2,3 Prozent geradezu gedemütigt. 

Verwahrlosung und Verkehr als große Themen

Das über allen spezifischen kommunalen Sachproblemen stehende große Thema der Wahlen war – wie könnte es anders sein – dasselbe, das auch auf allen anderen Ebenen längst die deutsche Politik als „Mutter aller Probleme“ (Horst Seehofer) bestimmt: die Migrationskrise. In vielen NRW-Kommunen, vor allem in den Ruhrstädten und den anderen Großstädten wie Köln und Düsseldorf stand dafür das Wort „Verwahrlosung“.

Für viele Bürger ist mittlerweile unignorierbar, dass der Staat in den Kommunen buchstäblich aus dem letzten Loch pfeift, weil die Versorgung von Armutsmigranten auf Asyl-Ticket alle öffentlichen Ressourcen inklusive Schulen und Gesundheitssystem längst überstrapaziert, während sich gleichzeitig die Qualität der öffentlichen Verwaltungsleistungen stetig mindert, die Straßen verdreckt sind und man um weite Teile der Innenstädte lieber einen großen Bogen macht. Die CDU und die anderen Nicht-AfD-Parteien haben dieses entscheidende Thema auf ihren Plakaten trotzdem ignoriert, in Köln haben sie sich sogar in einem „Fairnessabkommen“ darauf verständigt. Diese bewusste Blindheit vor der Wirklichkeit dürfte der entscheidende Grund für die AfD-Verdreifachung sein. 

Ein zweites zentrales Thema war, wie so oft bei Kommunalwahlen, die örtliche Verkehrspolitik. Diese wurde auch in Städten mit CDU-Oberbürgermeistern wie Düsseldorf meist von einer grünen Transformationsagenda („Verkehrswende“) dominiert, die grüne Ratsabgeordnete und Amtschefs durchsetzen. Der Ärger über überdimensionierte Fahrradstraßen, Tempo-30 auf Durchfahrtsstraßen (samt Blitzer) und überteuerte Bewohnerparkausweise dürfte einen großen Anteil am Wählerunmut gegen die Grünen in vielen NRW-Städten haben. 

Die AfD wird voraussichtlich auch in den wenigen Kommunen, in denen ihre Oberbürgermeisterkandidaten in die Stichwahl gehen, nicht zuletzt in ihrer Hochburg Gelsenkirchen (30,1 Prozent für AfD-Kandidat Norbert Emmerich hinter Andrea Henze von der SPD mit 36,8 laut Zwischenergebnis), in den Stichwahlen von einer Brandmauerkoalition geschlagen werden. Dass diese Methode des Machterhalts der etablierten Parteien allmählich an ihr Ende kommen wird, ist nach diesem westdeutschen Wahlsonntag aber absehbar. 

Auch in vielen Stadträten von Großstädten, wo die AfD bisher nur als Splitterpartei mit unter fünf Prozent vertreten war und leicht marginalisiert werden konnte, wird sie nun deutlich präsenter sein. In einigen wird es keine schwarz-grüne Ratsmehrheit mehr geben. Viele Kandidaten der etablierten Parteien, wie der Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller (43,5 Prozent), können zwar damit rechnen, in der Stichwahl (wieder)gewählt zu werden. Aber die Brandmauer auch in den Kommunen hochzuhalten, wird künftig für viele christdemokratische, sozialdemokratische oder grüne Bürgermeister in Nordrhein-Westfalen so schwierig bis unmöglich, wie es in anderen Bundesländern, vor allem im Osten, schon längst der Fall ist. Kurz gesagt: Das Frustrationspotential wird auch nach dieser Wahl kaum geringer werden.  

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Natürlich ist TikTok nicht "schuld" am Aufstieg der AfD, aber TikTok ist pure Volksverdummung und ein gefährliches nicht-stoffliches Suchtmittel für Jugendliche mit zumeist unterirdischstem Niveau (selbst der Erdkern ist noch zu nah, um diese abgrundtiefe Sch..., die da manche posten, angemessen zu beschreiben).

Ich persönlich kenne es nur vom Hörensagen...

Mein Bezug war eher die Europawahl vergangenes Jahr, als auffällig viele Jugendliche 'rechts' wählten... ..., und lt. rotgrünlinks da wohl (ausschließlich?) TikTok schuld sein sollte... ... ... 🤔

Tiktok ???
Verdummt wird man, wenn trotz der desaströsen Wahlergebnisse der Altparteien dennoch behauptet wird, man sei auf dem richtigen Weg und rückt von der falschen Agenda jetzt erst recht nicht ab.
Das ist Volksverdummung par excellence.
Offenbar müssen die Preise für Lebensmittel, Lebenshaltung und ähnliche Bereiche noch mehr steigen, bis auch der letzte Schläfer wach wird.

Achim Koester | So., 14. September 2025 - 23:11

Hat sie vor allem Hendrik Wüst zu verdanken, der ein lupenreiner Linker ist. Konservative wählen deshalb lieber gleich das Original, also AfD.

Hendrik Wüst ist kein lupenreiner Linker, sondern ein gnadenloser Opportunist. Er war CDU-Generalsekretär unter NRW-Ministerpräsident Rüttgers, als dieser eine migrationskritische Politik (Stichwort: „Kinder statt Inder“) gemacht hat. Und er hat seinen Ministerpräsidenten für Auftritte an Sponsoren verkauft (Stichwort: „Rent a Rüttgers“) und mußte deshalb zurücktreten.
Das Stehaufmännchen verkauft sich nun als größter Kämpfer gegen rechts. Das tut er nicht aus Überzeugung, sondern weil er glaubt, es nützt ihm. Ob dabei die CDU oder NRW oder Deutschland draufgeht, scheint ihm völlig gleichgültig.

Radikale Linke sind gefährlich, radikale Opportunisten sind gemeingefährlich.

Ingofrank | Mo., 15. September 2025 - 12:00

Antwort auf von Thomas Hechinger

„Kinder statt Inder“ & Rüttgers ist mir noch in Erinnerung. Das da was mit „bezahlten“ Auftritten war lag ein wenig im Dunklen 😂 das dies aber Wüst zu verantworten hatte und „Zurück getreten“ wurde, das ist mir neu und bestätigt meine politische Abneigung gegenüber diese Person.
MfG a d Erf. Rep.

Achim Koester | Mo., 15. September 2025 - 16:59

Antwort auf von Thomas Hechinger

Das Eine schließt das Andere nicht aus, aber sind wir uns darin einig, dass Wüsts Verhalten ein Grund für die Zurückhaltung der potentiellen CDU Wähler ist?

Stefan | So., 14. September 2025 - 23:38

Westfalen-Nord: 12,2 % (1930) → 25,7 % (Juli 1932) → 22,3 % (November 1932) → 34,9 % (März 1933).
Düsseldorf-Ost: 17,0 % (1930) → 31,6 % (Juli 1932) → 27,0 % (November 1932) → 37,4 % (März 1933).72c15c

So sah das beispielsweise zu Zeiten der "Weimarer Republik" bezüglich der NSDAP aus. 😉

Welch Horror- Meldungen wurden in der Jurnallie & dem ÖRR verbreitet
als die „Postfaschistin“ Meloni die Wahl in Italien gewann ? Als Gipfel die öffentlich geführte Diskussion um einen „Handschlag“ zwischen Scholz und Meloni beim ersten Treffen ! Und heute ? Ein wirtschaftliches und politisches Schwergewicht in der EU und international geachtet mit der Aussicht auf Wiederwahl Melonis …... wie ich letztlich gelesen habe.
33 mit heute zu vergleichen ist Irrsinn. Schon allein die Informationsmöglichkeiten von Slomka & Restle bis NiUS von taz bis Cicero ….
Die internationalen Verflechtung von Wirtschaft, Industrie und Banken u.v mehr ist doch nicht mit den Verhältnissen von vor 100 Jahren vergleichbar.
Mit besten Grüßen aus der Erfurter Republik

Nein, die NSDAP will keiner mehr.
Für mich spielen die Bezüge zur "Weimarer Republik" da eine große Rolle, deshalb meine Auszüge von einst.
"Auf die Barrikaden" rufst aus dem Zirkus Reichinnek und "AfDler töten" tönt es von Der Partei.
Warten wir mal ab ob Theveßen weiter aus Amerika berichten darf oder Dunja Halali nach dort einreisen...
Bezüge zur 'Weimarer Republik" sehe ich überall.

Gisela Hachenberg | So., 14. September 2025 - 23:50

Ich mochte mir den arroganten selbsternannten „Sieger“ dieser Wahl nicht ansehen! Ich verstehe absolut nicht, dass er angeblich der zweitbeliebteste Politiker im Land sein soll. Nun gut. Soll er weiter an seinen Sieg glauben. Ich war vor einer Woche zu Familienbesuch in meiner Heimatstadt Köln. Diese früher so liebenswerte Stadt ist verkommen, dreckig, in den großen Einkaufsstraßen fahren einem als Fußgänger die Fahrradfahrer, gehypt von den Grünen, fast brutal in den Hintern, wenn man die Straße nicht schnell genug überquert.
Ich könnte noch mehr unangenehme Punkte anführen, aber es nützt nichts. Ich hatte aber die Möglichkeit, mit einer CDU Kommunalpolitikerin, die lt. meiner Schwester sehr engagiert im Veedel (!) ist, zu sprechen. Sie sagte mir, dass man bei der CDU natürlich die Knackpunkte kennt, versucht, sie abzustellen. „Aber Grüne und SPD haben andere Prioritäten“! Die Grünen! Sie breiten sich wie Kraken in den Großstädten aus. Schlimm! Warum wählt man sie immer wieder??? 🥺�

Christoph Kuhlmann | Mo., 15. September 2025 - 02:55

Die EU kapiert es immer noch nicht und Giorgia Meloni setzt Akzente gegen Merz, der es auch nicht schnallt. Also die nächsten fünf Jahre passiert nichts in NRW und die Brandmauer wird gepflegt.

Elisa Laubeth | Mo., 15. September 2025 - 07:49

Die Grünen hängen der CDU in NRW wie ein Mühlstein um den Hals.Leider findet gerade der MP das durchaus bequem. Dass man in Koalitionen mit einer Gutverdienener-Klientelpartei, die nur in ihren Ghettos der „besseren“ Viertel Rückhalt hat, in manchen angehängten, aber dicht bevölkerten Vierteln gar nicht vorkommt, ein Industrieland wie NRW nach vorne bringen kann, ist eine Illusion. Die Lebenswelten könnten, wie im Osten, nicht weiter auseinander liegen.
Die SPD als Schutzpatronin der Transferempfänger, die oft genug gar nicht wählen wollen oder können, verliert auch die Malocher an die AfD. Der detailliert Blick auf die Wahlergebnisse in den Stadtteilen spricht Bände. In den migrantisch geprägten, ärmeren Stadtvierteln ist AfD-Wählen Notwehr. Das will gerade die CDU -Spitze partout nicht begreifen. Die Bürger wollen,dass Links, vor allem Grün, endlich vorbei ist! Die angerichteten, irreversiblen Schäden durch diese Politik kommen jetzt in der Rezession direkt im Leben der Menschen an.

Brigitte Simon | Mo., 15. September 2025 - 08:21

"Eine halbe Wahrheit ist eine ganze Lüge". So bewerte ich das (fragliche?) Wahlergebnis in NRW.

Ehrlicher wäre für mich zu wissen, wie hoch der Anteil der islamistische Wähler in den einzelnen Parteien stecken.

Spannend wird für mich ebenso, mit welchen vorbereiteten Manipulationen die AfD rechnen muß?

Thomas Hechinger | Mo., 15. September 2025 - 08:33

Man kann das Ergebnis sicher nicht als Sieg der Unseredemokratie-Parteien ansehen. Aber ich kann auch keinen Durchbruch bei der AfD erkennen. Ein Achtungserfolg, gewiß, aber mehr auch nicht. Jetzt wird gerne der multiplikative Vergleich herangezogen: eine Verdreifachung des AfD-Ergebnisses! Nun, 14,5 % sind nicht schlecht, aber mit den Umfrageergebnissen aus Sachsen-Anhalt verglichen, doch eher maßvoll. Es fällt der AfD schwer, im Westen in den Kommunen Fuß zu fassen. Das liegt sicher auch daran, daß potentielle AfD-Kandidaten durch die Gefahr der sozialen Ausgrenzung und der Bedrohung ihrer Sicherheit abgeschreckt werden, sich zu bekennen. Wer will schon morgens aufwachen und feststellen, daß die Hauswand mit Antifa-Parolen beschmiert ist, oder seine Kinder in Gefahr bringen, wenn sie zur Schule gehen?

Heinrich Dompfaff | Mo., 15. September 2025 - 08:33

Wüst ist…

Chris Groll | Mo., 15. September 2025 - 09:24

Wo ist NRW nach rechts gerückt?
Die linksgrünwoken Parteien - dazu zähle ich auch die CDU - haben die Wahl eindeutig gewonnen.
Den Bürgern gefällt offensichtlich der Zustand, der in NRW herrscht. Schauen Sie sich Städte wie Hagen, Gelsenkirchen usw. an. Es sind schon islamische Städte. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.
Es fehlt jetzt nur noch ein AfD Verbot. Nach richtigen Richtern am Verfassungsgericht und nach willigen Verfassungsschutzmitarbeitern wird ja bereits kräftig gesucht (teils bereits vorhanden).
Nein und nochmals nein: Mit Demokratie hat das nichts zu tun.

Ingofrank | Mo., 15. September 2025 - 09:37

Und ich denke, bei einer Kommunalwahl ist der Wähler viel „näher“ am zu „Wählenden“ dran…..Man kennt sich, vom Fußballverein, der Feuerwehr, vom Elternabend aus der Schule usw. Da zählen andere Kriterien als die parteipolitische Zugehörigkeit…… Auch als Stimmungsbarometer gegenüber Berlin, sehe ich diese Wahl nicht unbedingt.
Wie auch immer, der fast verdreifachte Stimmanteil der AfD zeigt lediglich, die AfD ist auch im Westen angekommen. Das spiegelt sich vor allem auch bei den Prognosen zu LTWahl wieder. Außer in H ist die AfD zweistellig und liegt im Schnitt bei 15 bis knapp unter 20%. In den westlichen BL. Und bestätigt damit den Trend in NRW.
Das im Osten die AfD um bzw. weit über 30% liegt, hat seine Ursachen in der DDR Vergangenheit des Ostens & der Vergleichsmöglichkeit zur heutigen BRD die sich seit ca. 10 Jahren als Dejavu zu alten DDR präsentiert.
Wenn die „Omas gegen Rechts“ das demonstrieren bezahlt bekommen, hatten wir schon zu 1. Mai Demo i d DDR mit 10 M Teilnahmebonus

Ernst-Günther Konrad | Mo., 15. September 2025 - 09:55

hört sich irgendwie mehr an als es ist. Nein, ich will den AFD-Zugewinn beim besten Willen nicht klein reden, aber ich sehe trotz der fast Verdreifachung immer noch über die Hälfte, die diese Lügner- und Betrügerparteien aus Berlin gewählt haben. Auch wenn mich der Absturz der GRÜNEN ganz persönlich zufrieden stellt, haben die noch immer zu viel und dürften eigentlich in keiner Stichwahl mehr sein. Ja, einige Bürger in NRW sind aufgewacht. Und ja, ich teile die Analyse einiger Politikerwissenschaftler, wonach die Zeit der reinen Protestwahl vorbei ist. Die AFD hat Stammwählerschaft begründet und sich zur echten Volkspartei auch in NRW gemacht. Hessen zuletzt 18, 4 und Bayern 14,6 %. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen im Westen. Der Osten ist ja eh schon blau. Und wenn man die Wahlumfragen für 2026 ansieht, dann dürfte die AFD bald ganz realistisch einen MPP stellen können, wenn die UNION so weiter macht. Und da Merz und die UNION auf Schmerz stehen, müssen sie ihn ertragen.

Klaus Funke | Mo., 15. September 2025 - 12:58

Ich freu mich immer, wie passend doch die alten Römerzitate noch sind. Dass die NRW-Kommunalwahl ein Vorzeichen für die nächste BTW sein soll, daran glaube ich nicht so recht. Ich denke, bis dahin (LTW ´en - in 2026) wird (innenpolitisch) noch mehr passieren. Merzel & Co werden weiter abstürzen, die Grünen sinken zu Recht in Richtung 5%, die Linken mit ihrem Rotmündchen Heidi Unbedarft flattern unter 10% und die AfD wird nicht mehr zu stoppen sein, im Osten nahe 40% und im Westen zw. 15 und 20%. An ein erfolgreiches Verbot der AfD glaub ich nicht. Dies würde aktuell auch internastional Deutschland nur großen Schaden zufügen. Die Frage ist allerdings - und daran müsste und wird auch sicherlich seitens der AfD-Führung intensiv gearbeitet - wie die Herausforderung für eine erfolgreiche Regierungsverantwortung angenommen werden kann. Das betrifft Personal und Programm. Beides enorm wichtig. Gewiss werden auch intern. Themen hineinspielen. Vielleicht ist aber auch Merzel bis dahin am Ende.

Jürgen Goldack | Mo., 15. September 2025 - 13:43

Nein, nicht der grüne Wüst ist der Gewinner dieser Wahl. Abgesehen davon, dass schon der Name wie ein unheilvolles Menetekel über NRW und seinen Bürgern schwebt, ist dieser ewig wissend lächelnde eineiige Zwilling des Pinocchio Merz auch nur deshalb da wo er ist, weil ihm die NGO-gesteuerten Schmuddel-Blätter wie Rp, WAZ, WZ, der ganze linke Aachener Clan (man erinnere sich nur an die Berichterstattung "Gegen-Rechts-Demo" am 19. Jan. 2025!), Neue Westfälische, Ruhr-Nachr. etc. etc. treu und in keiner Weise ihrem eigentlichen Auftrag entsprechend die Stange! Halten. Nicht unfähige Politiker dieses Schlages sind das Problem, es sind die lügenden und permanent manipulierenden Mainstreammedien, die den Weg dieser linken Politiker durch permanente Lügen und Verbreitung von Hass und Hetze gegen den politischen Wettbewerb ebnen, obwohl dies dem ihnen zugebilligten "Auftrag" als "4. Gewalt" in keiner Weise entspricht! Sie sind zu Werbepopanzen für Links degeneriert!

Sabine Lehmann | Mo., 15. September 2025 - 18:23

Es gibt sie aber noch, die Oasen der Sozialromantiker u. Klimafetischisten. In NRW sind sie zuhause, Köln & Münster. Gottlob nur dort.
Denn dort hat man grün gewählt! Was müssen das für entrückte glückliche Zweibeiner sein, Realität, ein Fremdwort für sie, ihr Strom kommt aus der Steckdose u. das Salär auf dem Konto speist sich aus Quellen, die mit eigener Leistung so viel tun haben wie Ricarda Lang mit Kunstturnen. Ich muss dort unbedingt mal Urlaub machen, denn da müssen sich fernab marodierender Innenstädte, Gewaltkriminalität, No-Go-Areas u. Armutszuwanderung geradezu außerplanetarische Wellnessbereiche entwickelt haben, die nur noch von Annehmlichkeiten im Burj Al Arab in Dubai übertroffen werden.
Selig sind die Geistig Armen, so sprach schon Jesus, er kannte zwar die Bewohner von Münster & Köln nicht, aber er war nah dran. In diesem Sinne, bleiben Sie heiter, manche Bretter müssen lange, sehr lange gebohrt werden bis durch die Bohrlöcher ein wenig Licht der Erkenntnis eindringt.

Achim Koester | Mo., 15. September 2025 - 18:26

Werden die Blockparteien wieder, wie üblich, eine Phalanx gegen die AfD bilden, und damit deren Wahlerfolg verhindern. So geht „unsere“ Demokratie .

Urban Will | Mo., 15. September 2025 - 20:28

sieht dort nun die rot-weiß-schwarzen Flaggen mit Hakenkreuzen wehen und der informierte Bürger freut sich, dass es von linksaußen in Richtung Mitte geht.
Mich wundert, dass noch immer so viele Menschen CDU wählen, gab es doch seit '45 keine Partei, die ihre Wähler so dreist belogen hat wie Fritzchen es nun tat. Nicht mal die SPD, die halt so blöd war, ihre Stammkundschaft abzustoßen und sich zur Partei der Faulenzer und Transferbezieher zu machen. Aber sie machte es so dreist, dass sich die Wähler halt dann andere Parteien suchten.
Die CDU-Wähler aber machen das in großer Zahl nicht, das sind mehrheitlich Wahlschafe und die wählen „ihre“ CDU halt auch dann, wenn diese sie nach Strich und Faden verarscht. Und das macht mich ratlos, spöttisch, aber auch verärgert.
Verdreifachung ist ein Wort. Und das wird weitergehen, solange die Brandmauer steht. Mittlerweile ist es fast schon lästig, das zu schreiben, so selbstverständlich ist es.

Hans-Hasso Stamer | Mo., 15. September 2025 - 21:50

Hendrik Wüst will also darüber nachdenken, was der Erfolg der AfD zu bedeuten hat. Es fällt mir schwer, an dieser Stelle nicht vollkommen zynisch zu werden.

Diese Aussage ist vollkommener Bullshit. Er weiß doch ganz genau, was der Erfolg der AfD bedeutet: der Wähler will eine andere Politik und Wüst will genau diese andere Politik verhindern.

Dieser Konflikt ist nur lösbar, wenn die AfD absolute Mehrheiten erringt. Noch ist es nicht soweit, wenn aber die Politik nicht geändert wird, und dafür sehe ich nicht das geringste Anzeichen, dann wird es dazu kommen.