Foto; Plenarsaal des Bundestags mit vielen Abgeordneten auf blauen Sitzen, Redner am Pult.
Nach der Erhöhung zum 1. Juli bekommt jeder MdB monatlich 11.833,47 Euro / picture alliance / dts-Agentur | -

Diäten-Erhöhung im Bundestag - 500 Euro mehr – und viel heiße Luft

Zum 1. Juli erhalten die Abgeordneten des Bundestags mehr Geld. Für Populisten bietet jede Diätenanpassung einen willkommenen Anlass zu gespielter Empörung. Aber die jährliche Anpassung im Gleichschritt mit der Lohnentwicklung lässt sich gut begründen.

Hugo Müller-Vogg

Autoreninfo

Dr. Hugo Müller-Vogg arbeitet als Publizist in Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zu politischen und wirtschaftlichen Fragen, darunter einen Interviewband mit Angela Merkel. Der gebürtige Mannheimer war von 1988 bis 2001 Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

So erreichen Sie Hugo Müller-Vogg:

So leicht stößt man mit kaum einem anderen Thema am Arbeitsplatz oder am Stammtisch auf Zustimmung: beim Lästern über die „geldgierigen“ Bundestagsabgeordneten. Seit feststeht, dass die 630 Mitglieder des Bundestages (MdB) vom 1. Juli an monatlich 497 Euro mehr (gleich 4,2 Prozent) erhalten, liefern die Medien Berichte und Kommentare mit kritischem und teilweise empörtem Unterton. So lautete die Überschrift in einem entsprechenden Bild-Text: „Fast 500 Euro mehr Gehalt für jeden Abgeordneten – Und bei den Bürgern gibt es einen neuen Rekord an Privatinsolvenzen“.

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Thomas Hechinger | Di., 17. März 2026 - 11:22

„Zweifellos sind 11.888 Euro ein überdurchschnittlich hohes Gehalt. Auch dürften viele Politiker ohne abgeschlossene Ausbildung und ohne jegliche Berufserfahrung nicht in der Lage sein, außerhalb des Politikbetriebs eine vergleichbare Summe zu verdienen.“

Werter Herr Müller-Vogg, das ist doch genau der Punkt. Hätten wir ein Parlament mit weit überwiegend gebildeten, durch Beruf und Lebenserfahrung gereiften Abgeordneten – und dann hätte ich auch nichts dagegen, wenn noch ein paar wenige ohne Ausbildung und ein, zwei Paradiesvögel dabei wären, denn auch die gehören zur Gesellschaft –, dann könnten die Damen und Herren von mir aus auch 20.000 € verdienen. So lasse ich mich aber lieber als Stammtischbruder und „Populist am linken oder rechten Rand“ etikettieren: Nein, unsere Parlamentarier verdienen, was sie nicht verdienen.

Thomas Veit | Di., 17. März 2026 - 14:27

Antwort auf von Thomas Hechinger

aus - so wie hier. Danke Herr Hechinger! 👍

[PS: nicht falsch verstehen, bitte!!, das soll NIEMANDEN davon abhalten hier zu schreiben was und wie sie möchte... ... - absolut!]

Marco Riccardi | Di., 17. März 2026 - 11:26

Seien wir mal ehrlich: Fast 12k € im Monat sind vollkommen überhöht. Schön, das Gehalt soll Unabhängigkeit sichern, aber das ginge wohl auch mit weniger.
Fakt ist dass wir einen Haufen Leute hier mit vollkommen zur erbrachten Leistung disproportionalen Diäten durchfüttern welche vollkommen den Bezug zur Realität verlieren, sofern sie noch einen dazu haben.
Was wissen diese Leute denn davon wie es ist von einem durchschnittlichen Gehalt leben zu müssen? Rein gar nichts!
Was wissen die davon 9-to-5 zur Arbeit zu gehen? Rein gar nichts, die meisten tauchen nicht einmal zum Großteil der Abstimmungen auf!
Ich hätte ja kein Problem damit dass sie so viel Geld bekommen würden wenn sie entsprechend viel leisten würden, aber so wie es in unserem Land aussieht zeigt es sich deutlich dass sie das nicht tun.

Sunstreet | Di., 17. März 2026 - 11:58

… aber es gibt ja auch noch:
- die Altersversorgung
- die Amtsausstattung
- die Kostenpauschale für Sachleistungen
- die Pauschale für Büroleistungen
- die Mitarbeiterpauschale
- Reisekosten
- Übergangsgeld
- Beihilfe
- Überbrückungsgeld
- Ersatz der Friseurbesuche und Fotografen
- Steuerfreibetrag von über 5000 €
und sicher noch einiges mehr!

Dazu haben wir viel zu viele Abgeordnete.
Die Landesparlamente kommen noch dazu!
Die Parlamente (und die Bundes- und Landeshaushalte) sind mittlerweile zu einem Selbstbedienungsladen aller Parteien mutiert!
Und ihre Rechtfertigung, die nur die Aufwandsentschädigung berücksichtigt greift leider viel zu kurz.

... und sehr interessant wären zumindest die ungefähren Zahlen dazu gewesen. Aber zu Herrn Müller-Vogg: laut KI-Google liegt die DURCHSCHNITTS-Rente von Normalverdienenden (und das ist die große Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung!) netto bei 1.200 - 1.450 €/Monat. Also nehme ich gemittelt 1.325 €, wovon 4,2% aufgerundet satte 56 Euro sind. Und da will Herr M.-V. von guten Gründen für 500 € mehr/Monat je GRUNDGEHALT von knapp 12.000 Euro/Abgeordneten schreiben!
Das ist die gleiche Farce wie bei den meisten, auch den gewerkschaftlich durchgesetzten "Lohnerhöhungen": in 10er-Potenzen für die große Masse der Normalverdiener, 100er-Potenzen für die Clique der Gut-/Besser- und Bestverdiener, auch im riesigen Beamtenapparat. Und diese letztgenannten Trittbrettfahrer lachen sich ins Fäustchen, wenn "der Pöbel" (für SIE wieder mal völlig "leistungslos") per Streik mit Trillerpfeifen mehrere Hunderter obendrauf besorgt hat.
Aber wenn das alles auch gerecht sein soll - ich find´s sch...ade!!!

IngoFrank | Di., 17. März 2026 - 12:10

ob die Flachzangen 500 € mehr oder weniger in ihre bereits bestens gefüllten Taschen stopfen.
Mich interessiert, was mit den 95% Sondervermögen gemacht wurde das außerhalb der 5 % die für Investitionen bestimmt waren, verplämpert wurden ?
Das ist wichtig, dem Wahlmichel zu erklären damit er endlich begreift was er da gewählt hat und in Baden Würtenberg angerichtet und in Rheinland Pfalz anrichten wird ! Wo bleiben denn die obersten Vefassungsrichter , die Journallie und das Beste von allem der ÖRR die Restle, Schausten, Hallodri & Co. ?
Sorry für meinen vulgären Wutausbruch, ist doch aber so, oder nicht?
Ich lasse mich gern belehren !
Mit besten Grüßen a d Erfurter Republik

Blutdruckmessung gefällig lieber Herr Frank? Also mich würden 500 Mäuse mehr oder weniger im Monat schon interessieren. Aber in der Tat würde mich auch mal interessieren was unsere Haushälter oder Finanzverwalter mit einer Billion plus im Jahr so anstellen. Zumal mein bester aller Ehemänner mich bei häuslichen Diskussionen politischer Art auch immer danach frägt. Und wie Ihn frage ich auch Sie, ob Ihnen das Phänomen der schwarzen Löcher bekannt ist;). Die Astrophysik gehört nicht gerade zu einem meiner Wissensgebiete, aber soweit mir bekannt ziehen diese, also die Löcher in den unendlichen Weiten des Weltraums;) so ziemlich alles und jedes was ihnen zu nahe kommt in sich auf Nimmerwiedersehen. Der Steuerstaat, das schwarze Loch des kleinen Mannes am Stammtisch und sonstigen Stätten, wo uns das "Murmeltier täglich grüßt".
Und das dies so bleibt gibt es wahrscheinlich auch keine direkten Volksabstimmungen über unsere Belange nach Schweizer "Wer hat`s erfunden?!"
LG aus RLP

Liebe Frau Heim, jetzt mußte ich doch ein wenig schmunzeln, als ich das hier las:

„Aber in der Tat würde mich auch mal interessieren was unsere Haushälter oder Finanzverwalter mit einer Billion plus im Jahr so anstellen. Zumal mein bester aller Ehemänner mich bei häuslichen Diskussionen politischer Art auch immer danach frägt.“

Ihr bester aller Ehemänner fragt Sie also, was Sie mit der Billion plus im Jahr so anstellen? Hier muß ich mal ganz brutal männliche Solidarität walten lassen. Das würde mich nämlich auch interessieren: Was machen Sie mit einer Billion plus im Jahr? Und reicht Ihnen dieses Haushaltsgeld wirklich nicht?

Nix für ungut... 😉

Heidemarie Heim | Di., 17. März 2026 - 17:20

Antwort auf von Thomas Hechinger

Was heißt hier Haushaltsgeld lieber Herr Hechinger? Ich nenne es nach bald 47 Jahren Ehe eine mir zustehende Aufwandsentschädigung🐱‍👤.Haben gerade vom Steuerberater unseres Herzens, der es immer wieder schafft uns von größeren Nachzahlungen zu verschonen die Papiere zurück bekommen und siehe da, er ist sein Geld wert, welches ich ihm viel lieber als dem Finanzamt überlasse;) Und mir zugleich ein Spitzenargument liefert meine Billion plus Sondervermögen unter die Leute zu bringen oder heimischen schwarzen Löchern verschwinden zu lassen;). Und Sie wissen schon...."Happy wife, happy life!" LG

Schon und der war schon nicht berauschend ….. und dies bevor ich mir Luft machen musste …..
Einen Tipp hab ich fürSie vor allem würde das Ihn geschätzten Humor m M sehr entgegen kommen. Wir waren vergangenen Freitag in der Obereichsfel Halle in Leinefelde zum zweistündigen Solo- Programm von Lisa Eckhart Nicht so weichgespült durch die öffentlich rechtliche Zensur, wie Sie mit unter bei Nuhr auftitt. Die Karten ware ein ! ! Jahr vorher gekauft. Aber das neue Programm war’s wert zu 100%

Nicht berauschend? Da hatte Zsa Zsa Gabor wohl recht mit ihrem Zitat, dass Altwerden nichts für Feiglinge wäre🥴! Wir können unsere RR-Werte ja einfach zusammennehmen und uns einen guten Mittelwert basteln. Aber Spaß bei Seite, meine Freundin rät mir auch ständig mich nicht so aufzuregen, und schon gar nicht über Politik, für die sie sich wenig interessiert und noch weniger erwärmen kann wenn ich sie voll labere oder ihr Vorträge halte. Sie mag mich aber trotzdem;) In diesem Sinne, reden Sie mit Ihrem Blutdruck. Und danke für den Tipp mit Lisa. Deren schräge und bisweilen schwarze und immer bissige Art ich ebenfalls schätze. Die andere Lisa (Fitz)aus Bayern mochte ich früher auch sehr gern. LG aus RLP

Bescheidenheit ist eine Zier, aber besser geht es ohne ihr. Das ist das Motto unserer Volksvertreter, lieber Herr Frank. Das sind charakterliche Mängel, nichts anderes. Symbolische und monetäre Zeichen zu setzen, gerade in diesen Zeiten, das wäre ein Akt der Solidarität und des Anstands, aber das sind Begriffe, die schon im Hörsaal dieser Apologeten keinen Widerhall fanden!

Ich verstehe schon sehr gut was sie da meinen: Wenn derart viel Geld verschwendet wird dann sind die 500€ pro Person wirklich nur noch ein weiterer kleiner Posten.
Ich bin ja wirklich dafür dass sich mal eine Partei dafür einsetzt dass die Diäten des Bundestages auf Provisionsbasis ans BIP gekoppelt werden. Wenn gut gewirtschaftet wird und die Wirtschaft entsprechend floriert dann gibts auch mehr Geld für den Haufen. Was glauben Sie wie schnell die Leute aus der Politik fliehen würden?

500 Euro sind für nicht wenige Rentner in Deutschland schon die Hälfte Ihrer Monatsrente, wenn überhaupt........

Marco Riccardi | Do., 19. März 2026 - 09:45

Antwort auf von Sabine Lehmann

Dass 500 Euro für den normalen Bürger teilweise den Unterschied zwischen "für einen Monat lang essen" und "nichts essen" ausmachen steht außer Frage. Mein Punkt war nur der dass bei der Verschwendung von Milliardenbeträgen die 500 Euro gar nicht mehr auffallen

Sabine Lehmann | Di., 17. März 2026 - 12:56

Ja sicher doch: gut begründet...
"Gut" begründet ist das mit unverschämter Gier, fehlendem Anstand und der Grundeinstellung, den Staat als Selbstbedienungsladen zu begreifen. Heißt im Klartext, dem Souverän, und das sind wir Alle, das durch ehrliche und meist anstrengende Arbeit sauer verdiente Geld aus der Tasche zu ziehen. Angesichts anhaltender Rezession, zunehmender Arbeitslosigkeit und der teils schändlichen Rentenzahlungen an Otto Normalbürger eine Schande par excellence!
Das fängt mit dem dreisten Automatismus an und endet bei der zweifellos hohen Besoldung und knallt schlussendlich vor die Tatsache, dass es neben dieser unverschämt hohen Bezahlung noch weitere finanzielle Potpourris gibt, die über die Grundentschädigung hinausgehen, werter Herr Müller-Vogt, als da wäre z.B. nach lediglich 4 Jahren Plenarsaal einen 10%-igen Pensionsanspruch, derzeit ca. 1200 €/mtl. lebenslang! Nur für 4 Jahre Anwesenheit, von Arbeit will ich in diesem Kontext besser nicht sprechen. Unverfroren!

Heidemarie Heim | Di., 17. März 2026 - 12:58

Genau wie bei der unter Neunamen laufenden Bürgergeld-Debatte mit der gleichen "Neidfalle",in die Kritiker,gern Populisten oder Stammtischhocker genannt vornehmlich gelockt werden sollen. Denn zur neuen Grundsicherung gehören wie bei dem von Ihnen im Beitrag erwähnten Aufwandsentschädigung unserer Abgeordneten, Gehaltsaufbesserungen durch diverse Vorstandsmitgliedschaften, Vorträgen oder sonstigen Nebenjobs mal abgesehen natürlich weitere Annehmlichkeiten um wirtschaftliche Abhängigkeiten zu verhindern. Als da wären neben diesem "steuerpflichtigen" Grundgehalt eine "steuerfreie" Kostenpauschale für Aufwendungen über 5.457,37 € monatl., eine bis zum Höchstsatz direkt vom BT bezahlte Mitarbeiterpauschale für MA im Wahlkreis + Berlin sowie ein Büro mit IT-Ausstattung u. eine Bahncard 100.Dazu für`s Alter ab 67 für jedes Jahr Mandat 2,5 % von 11,833,47€ "Rentenbeitrag". Genau wie der Grundsicherungsempfänger mit Warmmietzahlung u. Zusatzleistungen ein bisserl mehr hat als den Regelsatz.

aufsummieren kann..., um es dann 'zu viel' oder 'zu wenig' zu finden, sondern die Frage muss lauten: WAS LEISTEN DIE BUNDESTAGSABGEORDNETEN IN SUMME DAFÜR??? >> Bringen Sie das Land nach vorne? Lösen sie die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und strukturellen Probleme schnell und angemessen? Sichern Sie unseren Wohlstand und den unserer Kinder und Enkel? Sorgen sie für angemessen Interessenausgleich und eine demokratische Streitkultur im Bundestag und in der Gesellschaft? Wie gehen sie mit jährlich hunderten von Milliarden Steuergeld sorgsam und zum Wohle der Allgemeinheit um? Vertreten sie uns angemessen im Ausland und der Welt? Praktizieren sie echte Demokratie? Kümmern sie sich ausreichend um unsere Zukunftsvorsorge - Bildung und Infrastruktur z.B.? Investieren sie genug in die innere und äußere Sicherheit? Treten sie vorbehaltlos für unsere deutsche Kultur und Lebensweise ein? Sind sie wirklich unabhängig tätig, für das Geld, oder sind es Lobbyisten? Fragen über Fragen... 😉

Denke nicht ich lieber Herr Veit, sondern wahrscheinlich so jeder aktuelle Politiker, welcher auf Regierungspfaden wandelt! Wir scheinen so einige Gemeinsamkeiten zu haben, u.a. das schon meine Kindheit, besser meine armen Eltern und Lehrer belastende "Löcher in den Bauch fragen-Syndrom";).
Doch dem Beitrag von Herrn Dr. Müller-Vogg können Sie, ich und wir alle hier doch entnehmen, dass alles seine beste Ordnung hat mit unseren politischen Leistungsträgern und Angestellten lieber Herr Veit😉. Mein Fazit u.a.: Im nächsten Leben "Augen auf bei der Berufswahl"! LG aus dem nächsten GroKo-Bundesland! Dauert nicht mehr lange!

Strategien, das hieß: " Das einzige was stört ist der Kunde" - eigentlich ein Buch über Kundenmanagement.

Das scheint für die Politik analog aber genauso zu gelten: "Das einzige was stört ist der Bürger" 😉

Wenn Herrn Dr. Müller-Vogg schreibt, dass alles schon seine Ordnung hat..., dann musses ja stimmen... ...!? 🤔

Walter Buehler | Di., 17. März 2026 - 14:16

Jeder Bürger, der weder Berufspolitiker noch Politikberater noch Berufs-Journalist ist, wird von Ihnen als Populist diffamiert.

Ihr Artikel will jede politische Stellungnahme von solchen Populisten als wertlos, unsachlich oder neidisch aus der politischen Diskussion eliminieren.
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Ihre Begriffsbildung "Populismus" teilt die Bevölkerung in zwei Klassen, in die professionellen politischen Fachleute bzw. Experten und in das dumme Volk.

Das dumme, gemeine Rest-Volk der Populisten hält am besten das Maul und überlässt den Profis das Wort.
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Es ist für mich unverständlich, wie man diese Weltsicht mit dem Begriff der "Demokratie", der Volksherrschaft vereinbaren will.

Ich persönlich bleibe dabei: vox mea, vox populi - in der Demokratie lasse ich mir nicht das Wort verbieten.

Wer Geld von mir für seine politische Arbeit nimmt, muss es sich gefallen lassen, dass ich mir ansehe, ob er mit meinem Geld verbünftig umgeht.

Das ist keine Unverschämtheit, Herr Müller-Vogg.

Armin Latell | Di., 17. März 2026 - 18:38

und komme, wie so oft bei Artikeln dieses, wie kann man das jetzt noch umschreiben, Wort- und Satzgenerators, zu dem Entschluss, eine gute, gesunde Maßnahme getroffen zu haben. Der ist wie das Nilpferd, das Wasser immer Oberkante Unterlippe, aber immer die Fre... weit aufreißen.

Ich verstehe Ihre Gegenfrage noch weniger, lieber Herr Latell. Ich wollte nur wissen, was Sie mit Ihrem Beitrag zum Ausdruck bringen wollten, denn ich habe ihn nicht verstanden. Warum Sie mich im Anschluss fragen, was ich "gerne lesen möchte", ist mir unverständlich, warum so provokant? Habe ich Ihnen etwas getan? Ich wollte doch nur wissen, wie Sie zu dieser Diätenerhöhung stehen........

Armin Latell | Mi., 18. März 2026 - 19:29

Antwort auf von Sabine Lehmann

ganz sicher wollte ich Ihnen gegenüber nicht provokant erscheinen, ich war aber der Meinung, diese "Metapher" mit dem Nilpferd sei bekannt. Darauf bezogen: der Partei des Herrn H.M.V. steht bildlich das Wasser bis zur Oberkante Unterlippe, d.h. wenn es (oder er) den Mund aufreißt, läuft das Wasser hinein. Anders als das Nilpferd kann die cdu oder auch H.M.V. das nicht so gut verkraften. Seine markigen Artikel, mit denen er sich m.M.n. nur selbst beruhigen will, halte ich in den meisten Fällen für eine beabsichtigte Provokation. Kurzum: jede Erhöhung der sog. Diäten ist angesichts der Situation, in die diese Selbstbediener unser Land gebracht haben, unangebracht und der Nichtleistung keinesfalls angemessen. Kein Angestellter in einer Firma darf so viel Schaden erzeugen und trotzdem eine Gehaltserhöhung fordern, geschweige denn bekommen. Genaugenommen müssten die (fast) alle zu einem minimalen Schadensausgleich noch Geld in die Staatskasse einzahlen. O.K.?

Sabine Lehmann | Mi., 18. März 2026 - 22:40

Antwort auf von Armin Latell

Danke, dass Sie sich nochmal die Zeit für eine ausführliche Erklärung genommen haben, Herr Latell. Inzwischen ist bei mir aber auch der Groschen gefallen, nur manchmal fällt der eben bei mir in Zeitlupe. Na klar kenne ich „Unterlippe Oberkante“, den Spruch hatte ich schon lang nicht mehr gehört, ich musste richtig schmunzeln. Nur war mir halt bei der Kürze Ihres Textes nicht sofort klar, warum Sie so die Faxen dicke hatten;-)

Ferdinand Schulze | Mi., 18. März 2026 - 07:53

...wenn so ein "Automatismus" auch für die Beamten der niederen Gehaltsklassen gelten würde, die nach jeder mit VERDI beschlossenen Gehaltserhöhung für Angestellte regelmäßig ein halbes Jahr warten müssen, bis das Parlament auf Initiative des Innenministers Zeit findet, ein dafür notwendiges Gesetz zu beschließen. Abgeordneter müsste man sein!

Sebastian Habel | Mi., 18. März 2026 - 09:53

11.888 Euro im Monat für 4 Jahre Sitzschein? Den Deal nehm ich gerne an! Wenn Netto die Hälfte übrig bleibt und man es hinbekommt, davon jeden Monat 3000 EUR in ETFs zu packen, gilt zumindest für einen selbst der folgenschwere Satz von Nobbi Blüm: "Zum Mitschreiben. Die Rende is sischä!"

Dann darf man sich aber keinen deutsche Luxusklasselimousine, Flüge nach Kalifornien oder Bali oder jeden Tag Pate de Campagne gönnen!