Debatte um Integration - Deutschland soll ein Albtraum sein?

Die Debatte über Rassismus wird von jungen Akademikern geprägt, die darauf pochen, als „von hier“ wahrgenommen zu werden, Deutsche aber ausgrenzen. Welche Folgen hat das für die Integration? Eine Autorin, Tochter türkischer Gastarbeiter, gibt den People of Colour Kontra.

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Ausgerechnet Kartoffeln müssen herhalten, um das Bild des hässlichen Deutschen zu zeichnen / dpa

Autoreninfo

Antje Hildebrandt hat Publizistik und Politikwissenschaften studiert. Sie ist Reporterin und Online-Redakteurin für CICERO.

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Antje Hildebrandt

Almans. Kartoffeln. Biodeutsche. In der jungen, akademisch geprägten Generation von Migranten ist es en vogue, sich selbst als People of Colour zu bezeichnen und Herkunftsdeutschen Namen zu verpassen, die das alte Bild des hässlichen Deutschen zeichnen. Vorbei die Zeit, da es sich Gastarbeiter gefallen lassen mussten, sich als „Kanacken“ oder „Kümmeltürken“ bezeichnen zu lassen. Ihre Kinder und Kindeskinder lassen sich nicht mehr abstempeln. Sie haben es gelernt, sich zu wehren. 

„Eure Heimat ist unser Albtraum“ heißt ein Essayband, der Beiträge von Autoren dieser Generation wie Hengameh Yagoobifarah oder Margarete Stokowski versammelte und die Frage aufwarf, wie schlecht es um die Integration stehen muss, wenn das Urteil über Deutschland so vernichtend ausfällt. Ein Beitrag zu einer Integrationsdebatte? Canan Topcu spricht von einer „Desintegrationsdebatte“. Dabei gehört sie selber zu dieser Generation. Sie war acht, als ihre Eltern mit ihr und den beiden Schwestern aus der Türkei nach Deutschland kamen. Sie ist hier zur Schule gegangen, hat studiert und bei einer Tageszeitung volontiert. Heute ist sie Autorin und lehrt Gesellschaftswissenschaften an der Hochschule Darmstadt. 

Raus aus der integrationspolitischen Sackgasse 

Aber ihr Blick auf Deutschland ist ein ganz anderer als der der Autoren des Essaybands. Das zeigt ein Gastbeitrag, den sie für die Süddeutsche Zeitung geschrieben hat. Klar, habe sie hier auch Ausgrenzung erlebt. „Aber es ist ein freies und demokratisches Land, in den politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Eliten ist Rassismus verpönt, und Minderheiten werden vom Grundgesetz geschützt. Das soll ein Albtraum sein?" 

Mit Hengameh Yagoobifahra & Co. geht Topcu hart ins Gericht. Diese People of Colour pochen „einerseits darauf, nicht auf ihre Herkunft reduziert, sondern als „von hier“ wahrgenommen zu werden“, betreiben andererseits aber selbst Identitätspolitik. Und das „mit einer moralischen Überlegenheit, die aus der Betroffenheit abgeleitet wird, ohne selbst auf Ressentiments zu verzichten“. Dieser Weg aber führe in eine Sackgasse, mahnt Topcu. Damit das Ressentiment nicht die Verhältnisse bestimme, müssten die Menschen lernen, aus verschiedenen Perspektiven zu denken. „Das Schlechtreden dieser Gesellschaft und das Bashen ganzer Berufsgruppen wie etwa Polizisten und das verächtliche Bezeichnen von autochthonen Deutschen als „Almans“ oder Kartoffeln mag fürs Empowerment untereinander gut sein, es erzeugt aber keinen konstruktiven Diskurs." 

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Jürgen Keil | Fr, 25. September 2020 - 15:47

Deutschland ist zur Zeit ein "offenes" Land. Hier kann hereinkommen wer will, kann sich hier in unser soziales Netz fallen lassen, vorausgesetzt er kann das Wort "Asyl" buchstabieren. Er/sie können sich auch integrieren, wenn er/sie es wollen. Wobei es meiner Meinung nach eine Bringepflicht des Ankommenden ist, dafür die Hauptanstrengung zu leisten und sich den Regeln der Mehrheit anzupassen. Wem das hier nicht gefällt, und er/sie gar Alpträume davon haben, der kann natürlich auch wieder hinausgehen. Die Welt ist groß und bunt.

Manfred Sonntag | Fr, 25. September 2020 - 16:04

Das ist ein sehr interessantes Fundstück, Frau Hildebrandt. Und das in der "SZ". Frau Topçu beschreibt die Situation ausgezeichnet. Migration war noch nie leicht. Es ist jedoch erstaunlich, dass sich diejenigen über die Verhältnisse in ihrem Gastland aufplustern, welche schon den güldenen Teller in der Hand halten. Sie erweisen den anderen Migranten und ihren Kindern einen Bärendienst. Diese woken Schneeflocken in den Redaktionen und Parteizentralen wurden und werden von den links und linksliberalen Eliten als "Stimmungsmacher" ideologisch missbraucht. Denen geht es nicht um Integration, es geht um Macht, um Macht über die missliebigen Eingeborenen. Und damit vollziehen diese ideologischen Grabenkämpfer das gleiche wie ihre Gegner am anderen politischen Rand. Verbindungen zwischen den identitätspolitischen Strippenziehern und den "grauen Wölfen" oder den iranischen Menschenschlächtern wurden auch schon im Cicero dokumentiert.

sind gewollt. Sie werden ganz bewusst geschaffen, weil man sich so überlegen fühlt – und, wie Sie in Ihrem Kommentar schreiben, Macht ausüben kann. Gegenüber jemanden, den man verachtet oder einfach nicht mag. Schöne Zukunftsaussichten. Und ich kann verstehen, weshalb sich manche "schon länger hier Lebenden" hier nicht mehr zuhause fühlen. Ist das auch so gewollt?

Sehe ich auch so. Wäre es anders, würden bsw die links-Liberalen Eliten ihre eigenen Jobs aufgeben und den "Geflüchteten" zur Verfügung stellen. Ist aber so nicht. Als nach 2015 Bürgschaften gegeben werden sollten, hat man das gemacht, aber als es ernst wurde hat man dafür gesorgt nicht zahlen zu müssen. Solange es einen reichen Staat gibt, kann man sich diese Gutmenschen-Taten leisten. Und man sorgt dafür, dass der Staat reich bleibt, auch wenn die Bürger das nicht sind. Scholz hat bsw das Geld für die aktuelle Retterei nicht aus der Rücklage genommen, sondern er finanziert das über Schulden. Damit weiter Geld da ist, sollte die Neuverschuldung - Bremse doch wieder relevant werden. Als Linker Politiker ist das sinnvoll, da ein Umverteiler nur wenn Geld da ist, umverteilen kann. Ich denke, es war die FDP, die uns das Schicksal der PIGS ersparrte, aber die FDP hat sich leider irrelevant gemacht.

wer über einen gültigen Aufenthaltstitel verfügt und sich integrieren will, der schafft das in aller Regel auch und hat in Europa zudem bessere Chancen als in den meisten Herkunftsstaaten von Migranten, verglichen mit der Elterngeneration auch sogenannt sozial aufzusteigen. Sich für die gebotenen Chancen mit verbalen Anfeindungen der "Eingeborenen" zu revanchieren, die es ihnen gegenüber an Respekt und Anerkennung fehlen liessen und sie nicht als Gleiche unter Gleichen akzeptierten, spricht weder für Intelligenz noch für persönliche Souveränität. Sich von solchen Anwürfen beeindrucken zu lassen, lohnt in meinen Augen nicht, Abkömmling einer zugewanderten Minderheit zu sein, ist ebenso wenig ein Verdienst, wie Abkömmling der landestypischen Mehrheit zu sein. Ob mich eine Person interessiert oder nicht, hängt von ganz andern Kriterien ab, die damit nichts zu tun haben. Entweder der Sympathiefunken springt, dann möchte ich sie gerne näher kennenlernen, oder er tut es nicht, auch okay.

Frank Irle | Fr, 25. September 2020 - 16:05

...und als solcher für den Großteil der antideutschen (oder -weißen) Polemik verantwortlich, die gerade kursiert. Wie man jederzeit klar erkennen kann, gehen die schlimmsten Tiraden in aller Regel von privilegierten Weißen aus. Frau Stokowski ist ein Musterbeispiel dafür, und auch Frau Yaghoobifarah kann schwerlich als benachteiligt wahrgenommen werden, zumal sie einwandfrei Deutsch spricht, eine hellere Haut hat als viele Deutsche und ohne für Laien erkennbare Qualifikation an privilegierter Stelle sitzt.

Die Stimmungsmache, die solche Aktivisten betreiben, hat noch keiner Minderheit geholfen und wird auch nie einer helfen. Für die Aktivisten ist sie ein hübscher Egotrip und für die Benachteiligten eine Katastrophe, da sie die unteren Gesellschaftsschichten zur Spaltung entlang ethnischer Grenzen und letztendlich zum Kampf gegeneinander animiert.

Die Linke, gäbe es sie noch, sähe darin zurecht den feuchten Traum jedes Herrschenden, wenn nicht gar protofaschistische Agitation.

Klaus Peitzmeier | Fr, 25. September 2020 - 16:18

Ich bin ja erstaunt, wieviel gut integrierte Migranten es mittlerweile gibt, die ihre eigenen Landsleute mit Migrationshintergrund verachten. Die selber den Zuzug weiterer Migranten ablehnen, den Integrationswillen fordern u die mangelnde Bereitschaft Deutsch zu lernen scharf kritisieren.
Was sollen das denn für Akademiker sein, die "Eure Heimat ist unser Albtraum" rufen? Gibt es "Dumm-Akademiker"? "Bitte geht so schnell wie möglich in Euer Traumland, denn Ihr seid unser Albtraum", möchte man Ihnen nachrufen. Und vergeßt bitte nicht, den Deutschen Pass abzugeben. Sonst kommt ihr noch zurück.
Jeder der hier ist, sich ernsthaft integrieren will, seine Religion nicht als alternativlos u unser Land nicht als Albtraum ansieht, soll bleiben. Alle anderen mögen sich bitte auf den Weg machen.
Möglichst schnell. Denn es nervt langsam u immer mehr "Kartoffeln" werden stinkig.

Ich bin es tatsächlich auch langsam leid, mich von Pseudointellektuellen, egal ob mit biodeutschem oder migrantischem Hintergrund, beleidigen zu lassen. Man möchte denen eigentlich nur sagen, leistet erstmal was, bevor Ihr Eure Klappe aufreisst. Euer Geschreibsel ist es nicht wert, dass man seine Lebenszeit damit verplempert. Der Albtraum seid Ihr, nicht wir. Und wenn es Euch nicht gefällt, geht.

Danke für die klaren Worte.
Dazu fällt mir die wahre Begebenheit einer türkischen Kollegin. Sie war auf der Suche nach einer eigenen Wohnung. Papa war immer mit dabei. Etliche Stadtteile waren für den Vater einfach nicht sicher genug für ihre Tochter. Und falls einmal Kinder da sind, war der Einwand das in den Schulen dieser Viertel ja überhaupt kein Deutsch mehr gesprochen würde. Das könnte er seinem Enkel nicht antun. Letztendlich wurde es eine Wohnung im Viertel der Eltern.
Gut bürgerlich. Ein Mann angekommen und integriert.
Kollegin angekommen und ohne Kopftuch. Was diese vehement auch ablehnt. Genau wie den Zustrom weiter Desintegrationsunwilliger.
Linksgrüne würden meine Kollegin mit Mihi in welche Ecke stellen?
Na. Raten Sie mal?

Ein Arzt und ein Türke bauen beide ein identisches Haus. Der Türke fragt den Arzt welches Hause wertvoller sei. Die Antwort des Arztes, beide seien gleich wertvoll.
Nein, sagt der Tûrke, mein Haus ist wertvoller.! Wieso, fragt der Arzt. Nun, sagt der Türke, ich wohne neben einem Arzt. Du wohnst neben einem Türken.

bin gerade auf Ihren Kommentar gestoßen. Danke , er hat mich teils amüsiert aber auch nachdenklich gemacht. Ansonsten bisher nur "Schrott" gelesen in den einschlägigen Medien. Mache öfter eine internationale Presseschau.
Ich mag gar nichts mehr zu diesem leidigen Thema hören. Ich will mein Heimatland für mich allein! "Was kümmert mich der Schiffbruch der Welt"?
In Anlehnung an ein Zitat von F. Hölderlin.
Habe die Ehre.

Klar mir sind in meinem Leben mindestens 2 über den Weg gelaufen.
Dr. Titel sind Heutzutage Massenprodukte der Bildungsindustrie. Und Industrielle Produkte hatten noch nie einen herausgehobenen Wert.

Heidemarie Heim | Fr, 25. September 2020 - 16:28

Vorweg, als Pfälzerin bin ich schon mal führend in der Fraktion der "Grummbeerfresser"! Auch wenn Prof.Lauterbach bei Herr Lanz betreffs seines Verzehrs befragt angab eher kein Liebhaber der Knolle zu sein und aus seiner Sicht die Wertigkeit meines Lieblingsgrundnahrungsmittel als "Ballaststoff" bezifferte. Aha, bin ab sofort ein Ballaststoff;) und möchte in Zukunft auch korrekt als solcher genannt werden liebe POCs! Doch ich schweife mal wieder ab. Möchte jemand von den Damen und Herren Albtraum D-Literaten wissen was ich als Alltags-Albtraum in meinem Ur-Biotop BRD bezeichnen würde? Und da sind wir wieder zu Gast bei Herrn Lanz und ZDF, wo Herr Abdel-Samad geladen war. Ein hier vor 25 Jahren über einen Umweg via Japan, erst auf den zweiten Blick sich in Deutschland verliebender Politikwissenschaftler und Autor mit Schwerpunkt Islam/Integration. Der seit Jahren einen Albtraum- Alltag mit Personenschutz lebt weil er von wem mit dem Tode bedroht wird? Er jedenfalls liebt Kartoffeln! FG

Bernd Muhlack | Fr, 25. September 2020 - 16:39

"Wo kommen Sie/Du her?"
"Warum sind Sie überhaupt hier?"

Als es mich als Jugendlicher vom Rheinland nach Nordbaden verschlug konnte ich mich zwar verständlich machen, gleichwohl hieß es in der Schule, Freundeskreis immer: "Wo kommschen Du her?"
Das ist doch eine ganz normale Frage oder?
POC or not!
Als inzw. KH-erfahrener Zeitgenosse trifft man dort viele POC; Pfleger, Ärzte aus aller Herren Länder.
Putzkräfte sind immer Türkinnen oder Osteuropäerinnen.
Auch mit ihnen kann man reden!
Meist sehr kompetente, freundliche Mitmenschen.

Natürlich gibt es auch die Klientel welche sich stets diskriminiert, ausgegrenzt fühlt.
Das ist kein Alleinstellungsmerkmal, denn wir haben bekanntlich hinreichend Berufsbetroffene ohne Mighi.

Hengameh Yagoobifarah, Margarete Stokowski?
Bei taz und Spiegel bestens aufgehoben!
Brauche ich nicht.
Es ist wie immer. Eine sehr überschaubare selbst ernannte Elite hält sich für quasi für gottgleich.

Bekanntlich gibt es keinen Gott - außer Gott.
Die Shahada.

Selten habe ich so viel googlen müssen, um einen Kommentar überhaupt zu verstehen.
Nun aber zu "Wo kommen Sie her?" Das bedeutet - fürs Deutsch-Wörterbüchlein - z.B. "Sie sehen fremd aus. Was hat das für einen Grund?" oder auch "Sie beherrschen Deutsch nur mangelhaft. Was steckt dahinter?" oder "Sie reden mit fremdländischem, mir nicht vertrautem Akzent. Warum?" Da aber auch hierzulande die Eingeborenen - wie fast überall - maulfaul sind, wird daraus eine kurze griffige Formel - etwa wie "Mahlzeit". Und ja, es kann Ihr Schicksal sein, nicht so einfach einverleibt zu werden. Erfahrungsgemäß treten aber solche Probleme - pardon: Herausforderungen - in den Hintergrund, wenn man sich näherkommt.
Alternativ käme vielleicht noch ein T-Shirt mit deutschem Personalausweis als Aufdruck in Frage: das blockiert (und freut den Verfassungsschutz :-)

Dr. Oliver Strebel | Fr, 25. September 2020 - 16:45

Die Integration von MINT-Fachkräften klappt mE. in Deutschland unter dem Strich ausserordentlich gut. Die Menschen aus der Türkei, China, Iran, Kamerun, Russland, Ungarn, Mexiko usw, mit denen ich zusammengearbeitet habe, waren fast alle ein Gewinn für unser Land. Besonders gut klappt es mit denen, die hier studiert haben, denn um die 20 ist man eher bereit sich umzuorientieren und Neues anzunehmen.

Fast alle waren zufrieden mit Deutschland. Nur der aus Mexiko würde D verlassen, wenn er hier nicht Frau, Kind, Haus und Hund hätte. Ihm gefällt die wahllose Immigration nicht.

Von Berufsquerulanten wie Yagoobifahra und Stokowski, die mit schrillen Thesen Geld verdienen müssen, sollten wir uns nicht beeindrucken lassen. Denn die tragen im Gegensatz zu meinen eingewanderten Kollegen nichts zur Prosperität unseres Landes bei. Vielmehr sollten wir darauf achten, dass Deutschland attraktiv für MINT-Fachkräfte bleibt.

gabriele bondzio | Fr, 25. September 2020 - 16:51

Wissen Sie , Frau Hildebrandt, wer soll uns mögen, wenn wir das selbst nicht tun!? Wer sollte sich integrieren...in was?
An Sprache rumbasteln, alte weise Männer verunglimpfen, usw. Es vergeht kein Tag, an dem nicht irgend (noch dazu unbedeutende) Sau durchs Dorf getrieben und die dringenden Probleme liegen bleiben. Rassismusgerede ist mir auch fremd. Ich teile auch das Urteil von Frau Topçu das Aggressivität nicht hilfreich ist und Dauerwut nicht weiter bringt. Im Gegenteil, wie sie sich auswirkt sehen wir in der Gesellschaft die auf Angriffsmodus geschalten hat.
Die Anhänger der moralisch-Empörten sollte sich die Frage stellen, welcher Ausländer sich in so eine Gesellschaft einbringen will, die jeden Stolz beiseite legt.
Sie kommen jetzt bestimmt nicht darauf wer der Verfasser ist: "Mein Volk dem ich angehöre und das ich liebe, ist das deutsche Volk,und meine Nation, die ich mit großem Stolz verehre, ist die deutsche Nation. Eine ritterlich, stolze und harte Nation...

Hans Jürgen Wienroth | Fr, 25. September 2020 - 17:18

Zitat: „Das Schlechtreden dieser Gesellschaft und das Bashen ganzer Berufsgruppen wie etwa Polizisten und das verächtliche Bezeichnen von autochthonen Deutschen als „Almans“ oder Kartoffeln mag fürs Empowerment untereinander gut sein, es erzeugt aber keinen konstruktiven Diskurs."
Der Presserat, Beschwerdestelle für Veröffentlichungen, kennt keinen Diskriminierungsschutz von Berufsgruppen nach Ziffer 12 des Pressekodex, anders etwa als bei Angehörigen von religiösen oder ethnischen Minderheiten. Ob das auch vom GG gedeckt ist? Aber wen schert das GG, wenn hier bei Journalisten derselbe Chorgeist vorherrscht, den man besonders der Polizei vorwirft. Frei nach dem alten Spruch: Was ich selber treib‘ und tu, …..
Bei Canan Topcu, der hier genannten Autorin, scheint die Integration gelungen zu sein, wenn sie sich nicht ausgegrenzt fühlt. Das hängt aber oft auch vom eigenen Blickwinkel ab.

Markus Michaelis | Fr, 25. September 2020 - 18:13

Von Natur aus wollen sich die meisten Menschen in ihrer Gruppe oder Umgebung integrieren. Die Integration großer abstrakter Gesellschaften ist aber kein Normalzustand, den Menschen von alleine anstreben. Falls es äußere Feinde gibt und man eine ganze Nation als seine Gruppe ansieht, dann ja. Aber sonst eher nicht - zumindest kann ich das nicht im Alltag und der Geschichte sehen.

Viel mehr sehe ich, dass man dazu tendiert sich in seinen Gruppen einzuigeln und andere Gruppen zu ignorieren oder als Bedrohung warzunehmen - verantwortlich für Nachteile, die man sieht. Das scheint mir eher der Normalzustand.

Außerdem ist es natürlich eine hohe Motivation, wenn man sich über Gruppenidentitäten eine Unterstützung für bessere und machtvollere Positionen in der Gesellschaft verspricht. Das ist eine sehr starke individuelle Motivation.

Eine natürlich Motivation zur Integration aller Menschen sehe ich nicht. Ich sehe eher auch bei den "Weltoffenen" die starke Gruppenbildung gegen die Feinde.

Romuald Veselic | Fr, 25. September 2020 - 20:15

Hinsicht, ein politischer Albino unter Polit-Geflügel.
Z "Mit Hengameh Yagoobifahra & Co. geht Topcu hart ins Gericht." Ist schon mal der richtige Anfang.
In keinem anderen Land weltweit, meines Wissens, würde Hengameh Y. mit ihren Thesen durchkommen, ohne heftigen Widerstand o. harten Gegenargumenten. D ist zum Biotop u. Sammelbecken aller Protestler der Welt geworden, die an sich garnixx ausrichten können, außer Medial sich selbst zuzuhören und ihr persönliches Hipe zum Trendy mutieren lassen. Und sich daran ergötzen, hofieren lassen u. Honorare einstreichen.

"D ist zum Biotop u. Sammelbecken aller Protestler der Welt geworden, die an sich garnixx ausrichten können, außer Medial sich selbst zuzuhören und ihr persönliches Hipe zum Trendy mutieren lassen. Und sich daran ergötzen, hofieren lassen u. Honorare einstreichen."
Dieses beschreibt treffsicher "Fridays for Future" und die Ausläufer!
AGIEREN OHNE SELBST und eigen-verantwortlich FÜR DIE GEMEINSCHAFT ZU SORGEN !
Auf diesem Gleis sind auch schon zahlreiche zukünftige "BERUFS-POLITIKER" zu finden !
So kann man sich bejubeln lassen - und auch noch dafür bezahlt werden !
Wie ist solches Leben - für mich - doch schön !

...kann nachher nicht klagen, wenn er mit Füßen getreten werden". Erleben wir dieses nicht tagtäglich was Immanuell Kant damals bereits beobachtete?
Besitzen wir noch unser eigenes Rückgrat. Wir werden nicht nur gedemütigt, wir demütigen uns selbst. Dazu ein Beispiel.
In den Semesterferien jobbte ich immer. Damals in einer Buchhaltung als Akten-trägerin. Ein neuer Mitarbeiter ausländischer Herkunft meldete sich mit seinen Unterlagen bei uns an. Die Buchhalterin - Miteigentümerin - fragte ihn:
"Tust Du haben keine Lohnsteuerkarte"? "Frau Zollfrank tust Du sprechen nicht
deutsch"? Ich prustete vor Lachen. Das liegt Jahrzehnte zurück. Nicht über Ös-terreich lacht die ganze Welt, nein über Deutschland lacht die ganze Welt.

Ex-Bundespräsident Herzog mahnte uns an: "Ein Ruck muß durch Deutschland
gehen und Franz Josef Strauß krempelte die Ärmel hoch "Packen wir´s an" Wir!

Gerhard Fiedler | Sa, 26. September 2020 - 12:33

Freue mich etwas von und über Frau Topcu im Cicero zu hören, besonders zu ihren Gedanken in Sachen Migration. Habe sie in guter Erinnerung, als sie noch für die "HAZ" und den "Deister-Anzeiger" schrieb und wir beide bei der Eröffnung eines Weihnachtsmarktes in Bad Münder zusammenstanden und plauderten. Seinerzeit gab es kaum Vorbehalte gegenüber Türken. Heute ist das leider anders. Merkels Desaster zur Flüchtlingspolitik von 2015, die selbst 5 Jahre danach nicht korrigiert wird, hat dieses gute Einvernehmen kaputtgemacht, und zwar für beide Seiten, für Zuwanderer und Einheimische. Schade!

Fritz Elvers | So, 27. September 2020 - 00:02

sollte mal dringend hinterfragt werden.

Klar ist, dass Zugezogene, aus welchen Gründen auch immer, die Gesetze des Gastlandes halbwegs kennen sollten. Bei der Sprache ist es für jeden evident, dass es ohne sie keine Teilhabe geben kann.

Wenn allerdings jemand das Recht hat, hier zu leben, kann man ihn nicht zu Sauerkraut mit Eisbein zwingen. Man kann sich mit ihm meistens auch nicht über Adenauer unterhalten. Ich habe mal mit einem Marrokaner eine ganze Nacht über über die Scharier diskutiert, war lehrreich,aber sinnlos. Man kann keine konträren Kulturen intergrieren. Dann lieber Integralrechnung für alle, auch für Grüne.

Robert Friedrich | So, 27. September 2020 - 09:20

Wir brauchten mal für kurze Zeit in einer Großstadt eine Übergangswohnung. Über 30 Sprachen und Dialekte wurden gesprochen. Viele Menschen freundlich, nett hilfsbereit,mit denen war es ein schönes Zusammenleben. In kurzer Zeit 6× die Glasscheiben zertrümmert, die Frauen unabhängig ihrer Sprache hatten nachts Angst über die langen Flure zu gehen oder gar den Aufzug zu benutzen.
Gehen Sie Tagsüber oder des Nachts über die großen Plätze machen sie sich je nach Einstellung auch ihr persönliches Bild.
In Diskussionen im Cicero Forum reden die einen leider von der einen Gruppe und die anderen von der anderen. Jeder denkt im Recht zu sein. Gibt es da einen Konsens? Ich glaube eher nicht. Schade.