DDR-Bürgerrechtler - Früher „Konterrevolutionäre“, heute „Pathologen“

Der „Spiegel“ fragt, warum DDR-Bürgerrechtler „zu den Rechten“ übergelaufen seien. Zu den angeblichen Überläufern gehört auch Angelika Barbe. Hier wehrt sie sich. Das Ziel scheine zu sein, Ostdeutsche und Kritiker der Merkel-Politik kollektiv zu beleidigen. Das erinnert sie an frühere Zeiten

Aus Solidarität mit den Besetzern der Stasi-Zentrale in Ostberlin demonstrieren am 05.09.1990 mehrere hundert Sympathisanten vor dem Gebäude. Am 04.09.1990 haben Bürgerrechtler die ehemaligen Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in Berlin Lichtenfeld besetzt, um die Vernichtung von Stasi-Akten bzw. deren Verlagerung in das Bundesarchiv nach Koblenz zu verhindern.
Protest vor der Stasi-Zentrale in Ostberlin 1990: „Wir DDR-Bürgerrechtler waren keine Opfer“ / picture alliance

Autoreninfo

Angelika Barbe ist Biologin. Sie war DDR-Oppositionelle, Gründungsmitglied der DDR-SPD, Bundestagsabgeordnete der SPD und ist heute CDU-Mitglied.

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Angelika Barbe

Bertolt Brecht lässt in seinem Stück „Leben des Galilei“ Galileis Schüler Andrea ausrufen „Unglücklich das Land, das keine Helden hat“, nachdem Galilei seine Lehre widerrief. Sind wir in Deutschland schon wieder so weit, dass wir uns nach Helden sehnen, die uns den mühsamen Widerstand gegen staatliche Willkür und die „Herrschaft des Unrechts“ (Horst Seehofer) abnehmen? 

Beleidigung von Ostdeutschen und Merkel-Kritikern

Der Spiegel scheint das Ziel zu verfolgen, Ostdeutsche und vor allem Kritiker der Merkelschen „Wir-schaffen-das-Politik“ kollektiv zu beleidigen. Durch ein Interview im September 2017 mit dem Liedermacher Wolf Biermann, der den AfD-Wählern Feigheit vorwarf, gelang es jedenfalls nicht. Da sich viele noch an die SED-Diffamierungen als „feindlich-negative Konterrevolutionäre“ erinnern, erschreckt es sie auch nicht, als Rassisten, Populisten und Nazis bezeichnet zu werden. Obwohl das die schlimmsten Verunglimpfungen sind, die man einem Deutschen verpassen kann, prallen sie am gesunden Menschenverstand der dunkeldeutschen Finsterlinge im Osten ab. Der ostdeutsche Psychiater und Publizist Hans-Joachim Maaz sagt dazu: „Ich finde den Protest gut, weil sich die Menschen etwas trauen.“

Nun hat der Spiegel nachgelegt. „Was für Helden“ lautet die Überschrift einer Recherche im angeblichen Dunkeldeutschland, zu der auch ich befragt wurde. Nachdem ich das Ergebnis der Recherche gelesen habe, muss ich feststellen: Um zu verhindern, dass sich mehr Kritiker zu Wort melden, müssen offenbar einige DDR-Bürgerrechtler nach dem Motto diskreditiert werden: „Bestrafe einen und erziehe Hunderte“. Gleichzeitig trifft man diejenigen, die erstmals in der deutschen Geschichte mit großer Zivilcourage eine friedliche Revolution zum Erfolg führten und damit die kommunistische SED-Diktatur stürzten. Ich habe den Eindruck, dass uns viele Achtundsechziger das noch immer übelnehmen. 

„Die von den selbsternannten Eliten für dumm gehalten Bürger“ (Medienwissenschaftler Norbert Bolz) könnten sich ja bestärkt fühlen, wenn DDR-Bürgerrechtler heute an der Flüchtlingspolitik der Kanzlerin, an der Selbstbereicherung der Eliten, am Netzwerkdurchsetzungsgesetz von Justizminister Heiko Maas und an der enormen Zunahme durch Migranten verübter Verbrechen Kritik anmelden. Hans-Joachim Maaz bekräftigt diese Wahrnehmung: „Heute darf man fast alles sagen. Außer, dass man die AfD wählt.“ Der Schriftsteller Siegmar Faust, auch er ein Protagonist der Spiegel-Geschichte, ergänzt: „Da muss sich doch jeder Demokrat fragen, was diese ‚Demokratur‘ noch wert ist, wenn einer neuen, äußerst erfolgreichen Partei, die zugelassen wurde, weil sie alle Regeln erfüllt, solch ein Schicksal beschieden ist.“

Die 3-V-Strategie der Kommunisten im neuen Gewand

In den Redaktionsstuben zahlreicher Medien und in den Machtzentralen der Parteien herrscht offenbar die pure Angst vor veröffentlichter Bürger- Meinung, die nicht dem Mainstream entspricht. Deshalb unterlassen sie es wohlweislich, Artikel der kritischen Bürgerrechtsszene zu drucken, wobei sich deren Leser dann selbst ein Bild machen könnten. Im Gegenteil. Hier wird die von den Kommunisten bereits erfolgreich angewandte 3-V-Strategie benutzt. 

Erstes V: Es wird verschwiegen, was die Bevölkerung nicht wissen soll.

Zweites V: Was sich nicht mehr verschweigen lässt, wird verharmlost

Drittes V: Zuletzt werden die Kritiker verleumdet.

Dabei sind auch solche Meinungen schützenswert „die verletzen, schockieren oder beunruhigen“. Das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in einer grundlegenden Entscheidung bestätigt.

„Narzisstische Pathologen“ hätten DDR nicht gestürzt

Wir DDR-Bürgerrechtler waren keine Opfer, auch keine „narzisstisch veranlagten Pathologen“ (bei dieser Aussage stützt sich der Spiegel auf Maaz) sondern Akteure, die sich von der SED nicht bevormunden lassen wollten. Mit Zivilcourage, Witz, Ideenreichtum planten wir Friedensmärsche, flächendeckende Wahlbeobachtungen (mit denen wir den Wahlbetrug des letzten DDR-Ministerpräsidenten Hans Modrow nachwiesen), Gedenkaktionen (Dauertrommeln gegen die Niederschlagung der chinesischen Studentenproteste) und versetzten so Stasi-Chef Erich Mielke in Panik. Er befürchtete ständig, der nächste Aufstand, wie am 17. Juni 1953, stünde vor der Tür.

Dissidenten agierten oft allein, um andere Mitstreiter nicht zu gefährden. Niemals hätte ich den „Johannisthaler Frauenkreis“, meine Protestgruppe, in illegale Situationen gebracht. Das führte zur Eintragung in meine Stasiakte, dass ich mich „am Rande der Legalität bewege“. Angeblich psychisch gestörten Personen, wie es der Spiegel uns Bürgerrechtlern unterstellt, wäre es unter Diktaturbedingungen nicht gelungen, neue Parteien zu gründen und aufzubauen. Denn bis zur Auflösung der Stasizentralen Anfang 1990 hatte die SED die Waffengewalt und das alleinige Gewaltmonopol . Wir brauchten dringend Verbündete. Die Bürger überwanden ihre Angst und meldeten sich in Scharen bei uns – den neuen Parteien, denen sie vertrauten. 

„Es gibt keine Garantie, dass man in seinem Leben immer ‚auf der richtigen Seite‘ steht“ sagt Marianne Birthler im Spiegel-Artikel. Was ist die „richtige“ Seite? Demokratie lebt von unterschiedlichen Meinungen und es gibt nicht nur eine Richtige. Der Ideologe aber kennt keine Zweifel. Er ist immer auf der „richtigen Seite“. Wir DDR-Bürgerrechtler waren dagegen immer auf der Suche und uns nur darin einig, die SED zu stürzen. Wir verfolgten unterschiedliche Ziele, lehnten aber Gewalt ab – anders als die West-Achtundsechiger, die sogar die demokratische Willy-Brandt-Regierung mit Steinen bewarfen.

Parallelwelten

Doch wer Kritik am Merkel-System anmeldet, wie einige DDR-Bürgerrechtler eben jetzt auch, lebt laut Spiegel in einer „düsteren paranoiden Parallelwelt“. Dann befinden wir uns ja in bester Gesellschaft – auch mit dem britischen Philosophen David Miller. In seinem Buch „Fremde in unserer Mitte“ schreibt er, es gehe nicht nur um die Wahrung der Menschenrechte Einzelner, sondern darum, was ein Gemeinwesen verantworten kann. Miller besteht auf dem Recht der Staaten, Zuwanderung zu kontrollieren und Grenzen zu schließen: „Ich möchte die Idee verteidigen, dass wir spezielle Verpflichtungen gegenüber unseren eigenen Landsleuten haben.“ Offene Grenzen gefährden für Miller den Anspruch liberaler Gemeinwesen, soziale Gerechtigkeit herzustellen. Sobald dieser Anspruch in Gefahr gerate, müsse die Politik restriktive Maßnahmen ergreifen. Es dürfe sich keine Zwei-Klassen-Gesellschaft entwickeln, die nicht allen die gleichen Rechte garantiert. Er beruft sich auf Studien aus den USA, wonach durch mehr Vielfalt das Vertrauen der Menschen in demokratische Institutionen sinke. 

Übrigens antwortet Galilei in Brechts Stück auf Andreas Vorwurf: „Unglücklich das Land, das Helden nötig hat.“ 

Dimitri Gales | Do, 18. Januar 2018 - 07:44

hat im Medienbereich viele Unterstützer und Interessenvertreter, darunter eben auch Der Spiegel oder Die Zeit, zum Beispiel. Das gehört zur Demokratie, kritisch wird es, wenn diese Medien versuchen, Wähler zu emotional zu manipulieren oder politische Strömungen demagogisch zu lenken. Journalisten haben aber gerade jetzt viel Verantwortung. Daher sollten die Leser wachsam sein.

Achim Scharelmann | Do, 18. Januar 2018 - 08:17

Zur Merkel-Kritik gesellen sich mittlerweile noch ganz andere, außer ehemaligen DDR-Bürgerrechtlern. Das Oberlandesgericht Koblenz hat in einem Urteil festgestellt, daß sich in der Asylfrage, Deutschland seit anderthalb Jahren in einem rechtlosen Zustand befindet und das muß man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, was das heißt. Hier wird einer Regierung amtlich Rechtsbruch attestiert und somit könnte man von der Annahme ausgehen, daß wir uns außerhalb der Verfassung in bestimmten Fragen bewegen und darin kann man eine gewisse Ähnlichkeit zu früheren Systemen erkennen, denn die hatten auch eine Verfassung und haben sich trotzdem nicht daran gehalten und wo das hinführte konnte wir ja alle sehen.

Alexander Mazurek | So, 21. Januar 2018 - 00:27

In reply to by Achim Scharelmann

... wegen des Amtseidverstoßes von der Bundeskanzlerin Frau Merkel hat die der Bundesregierung unterstellte Staatsanwaltschaft als unbegründet zurückgewiesen. Natürlich. Zuerst kommt das Fressen ... Und wo bleibt nur das Volk?

Mathias Trostdorf | Do, 18. Januar 2018 - 08:19

Das sowas ausgerechnet vom "Spiegel" kommt, dürfte doch wohl die wenigsten erstaunen.
Und genau so ist das Ganze auch einzuordnen.
Wer Augstein in talkshows erlebt, weiß woher der Wind weht, und kann sich nur noch fremdschämen.
Trotzdem fragt man sich, wie Journalisten, die in einem freien Land aufgewachsen sind, so werden konnten, und anstelle von Aufklärungsjournalismus heute Erziehungsjournalismus betreiben.
Danke, Frau Barbe, für den so unaufgeregten wie treffenden Widerspruch.

Volker Leyendecker | Do, 18. Januar 2018 - 08:24

Der Spiegel ist eine Zeitung die kein Mensch mehr braucht. Objektivität ist für den Spiegel das Unwort des Jahres.

Thoralf Krüger | Do, 18. Januar 2018 - 08:26

Ich habe den betreffenden Spiegelartikel von Herrn Hammerstein gelesen. Er ist zwar nicht mit so einer Verachtung und Herablassung geschrieben, wie es der Spiegel LEIDER seit einiger Zeit bei diesem Thema praktiziert.
Dennoch hat er das typische „West-Intellektuellen-latte macchiato-Narrativ“.
Das Gute daran ist nur, der vermutlich eigentlich gewollte Zweck, der Verächtlichmachung dieser unbeugsam und sich selbst treu gebliebenen Bürgerrechtler verfängt nicht mehr, jedenfalls nicht im Osten unseres Landes. Viele, mit denen ich über den Spiegelartikel gesprochen habe, zollten den Bürgerrechtlern Respekt für ihre aufrichtige und klare Haltung.
Das ist Zivilcourage im ursprünglichen Sinne!

Bravo Frau Barbe!

Arndt Schuster | Do, 18. Januar 2018 - 08:29

Viele Ostdeutsche stehen einer absoluten Macht, wie sie zur Zeit von den etablierten Parteien und den meisten Medien praktiziert wird, skeptisch gegenüber. Aus den Erfahrungen einer Diktatur heraus ist er kritischer, wacher und aufmüpfiger. Nichts ist kläglicher als eine Behauptung wie "Der Ossi ist fremdenfeindlich, dabei leben dort nicht viele Ausländer." Nein, der Ossi erkennt viel schneller, welche Fehlentwicklungen z.B. mit der Masseneinwanderung aus überwiegend muslimischen Ländern einhergehen. Auch deshalb, weil die wirtschaftliche Situation im Osten insgesamt prekärer ist als im Westen. Das ist aber nur ein kleiner Teil der Wahrheit. Die Altparteien machen sich etwas vor, wenn sie glauben, sie könnten AfD-Wähler zurückholen. Die AfD hat einen so großen Zulauf, weil ihr Programm genau diese Ängste anspricht, vernünftige Lösungen anbietet. Vom Osten geht eine neue Revolution aus, die die Altparteien hinwegfegen wird, also eine zweite Revolution. Darauf bin ich stolz!

Peter Lieser | Do, 18. Januar 2018 - 08:42

Wir sind ein gespaltenes Land und dazu hat der unselige Gauck mit seiner Äußerung von Dunkeldeutschland eine Menge getan. Dieser "Klopps" von Gauck ist weltweit ein Begriff !
Übrigens......einen Spiegel brauche ich nur morgens zum Rasieren.

helmut armbruster | Do, 18. Januar 2018 - 08:51

und Vorbilder. Sie haben nicht nur zum Sturz der DDR-Kommunisten beigetragen, sie haben der ganzen Welt gezeigt, dass es in D Menschen gibt, die sich eben nicht den Mund verbieten lassen, sich nicht für dumm verkaufen lassen und die mutig genug sind sich zu wehren.
Wir können zu Recht stolz auf sie sein!

robert renk | Do, 18. Januar 2018 - 09:17

Der deutsche Michel lebt im Westen, eigentlich eher abgewandt von Gott, praktiziert er das paulinische Hohelied der Liebe, "sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles".
Was im Umgang mit dem Nächsten durchaus empfehlenswert sein mag, als Staatsbürger sollte man andere Qualitäten mitbringen !
Die ehemaligen Dissidenten und Bürgerrechtler der DDR haben meinen Respekt, für ihren Mut in den Wendejahren und ihre Impertinenz gegenüber dem links/grün versifften deutschen Staatsapparat !
Man verzeihe mir meine proletarische Ausdrucksweise.

Sie brauchen sich für keine Wortwahl entschuldigen...
Manchmal kann man einfach nicht anders.
Übrigens völlig Ihrer Meinung.
Mfg E. Schwarz

muss man nicht verzeihen Herr Renk. In der Regel ist diese deftig, aber ehrlich und genau das fehlt heute in der BRD als Gegenpol zu der geschwurbelten Akademikersprache, die Seitenweise laabert und keinen Mut aufbringt, Tacheles zu sprechen, heißt verständlich für Alle. Der Gesellschaft fehlen zunehmend Arbeiter im alten Stil, die ehemals die BRD mit geprägt haben und die Politiker mussten dies berücksichtigen.

Dorothee Sehrt-Irrek | Do, 18. Januar 2018 - 09:18

Psychiatrie, da war doch was? Dissidenten in Russland?
Oder aber man könnte sich fragen, ob das System, DDR, womit ich mich jetzt nicht auf die SED beschränke, wirklich überwunden wurde durch die friedliche Revolution in der DDR.
Um beides zu beantworten.
Ersteres ruft nur hauptsächlich ungute Erinnerung politisch Verfolgter in der DDR hervor, ansonsten kann man die Schwere der Bedingungen in keinster Weise vergleichen.
Zweitens gesprochen war es auch auf Seiten des Westens nicht beabsichtigt, in der DDR und über sie zu siegen.
Im Vordergrund stand die berechtigte Hoffnung einer vollständigen Integration, wohl allerdings eher in das System und die Befindlichkeiten der BRD.
Ich war nicht wenig überrascht als das mit der Linkspartei nicht funktionierte, die AfD erkläre ich mir allerdings einzig aus der anders nicht möglichen Opposition gegen Merkel, die beratungsresistent wirkt und mit ihr die CDU, mithin dann doch als Opposition zu evtl. falsch ausgeübter politischer Macht hier.

"Zweitens gesprochen war es auch auf Seiten des Westens nicht beabsichtigt, in der DDR und über sie zu siegen."
Die Realität aber hatte und hat Ihren Satz bestätigt, daß es beabsichtigt war. Das ist Staatscharakter der BRD auch bei anderen Themen außer bei der transatlantischen Unterordnung.

Dorothee Sehrt-Irrek | Sa, 20. Januar 2018 - 11:21

In reply to by Rudolf Bosse

dem Osten seine Freiräume, nein eigentlich SELBSBESTIMMUNG mitzuerstreiten.
Das fällt mir auch deshalb leicht, weil ich gerne selbst denke und nichts mehr ablehne als Unterwerfung, ob nun gegenüber weltlichen oder geistlichen oder geistigen Größen.
Alleine die Vorstellung von "geistigen Zombies" umgeben zu sein, würde mich schaudern lassen.
Schön, dass der Cicero Raum für Debatte lässt.
Nur den bräuchte man eigentlich täglich, während der Cicero eine Monatsschrift ist.
Liege ich richtig, wenn ich annehme, dass der Kommentarbereich den Cicero sprengen würde, wenn man ihn fast 1:1 wiedergäbe:)?

Joachim Wittenbecher | Do, 18. Januar 2018 - 09:33

....für diese Analyse, die man so nur treffen kann, wenn man selbst in einer Diktatur gelebt hat. Ich habe in keiner Diktatur gelebt, aber ich merke, dass sich etwas grundlegendes geändert hat: früher kritische Medien (Spiegel, Zeit, Süddeutsche) sind heute "bejahend" im Sinne der Regierenden geworden. Es scheint sich eine Machtkoalition gebildet zu haben; sie umfasst politisch vor allem die CDU, SPD, die Grünen und weite Teile der Linken. Nicht dazu gehören die AfD und erstaunlicherweise die CSU und die FDP; die beiden letzteren werden wider besseres Wissen als rechtslastig dargestellt.Warum? - weil auch Sie die Flüchtlingspolitik kritisieren. Die Kritik an der Flüchtlingspolitik hat das Zeug, das Kartell zu sprengen, auch indem es seine Führungsfigur Merkel beschädigt. Deshalb werden auch "die Ostdeutschen" geschmäht; man meint, die zugleich Schwächsten und Gefährlichsten zu treffen. Diese Reaktion der Machtkoalition wird man kritisieren aber leider auch aushalten müssen.

Dorothee Sehrt-Irrek | Do, 18. Januar 2018 - 09:40

dass die friedliche Revolution in der DDR nun auch das System der Bundesrepublik erfasst und auf Widersprüche desselben hinweist, wenngleich auch nur daraus resultierend, dass man sich evtl. des in seiner Tradition hervorragend bewährten Systems der parlamentarischen Demokratie auch bedienen kann, ohne diese Tradition zu achten, wobei man hinzufügen muss, dass diese Tradition für DDR-Bürger (incl. Merkel) evtl. nicht wirklich lebendig sein kann.
Jedenfalls entwickelt sich auf der anderen Seite evtl. auch eher in der Tradition der Bürgerrechtsbewegung der DDR die Opposition gegen Merkel.
Dies gilt es zu beobachten, weil sowohl auf der linken wie auch rechten Seite - ich stehe ja auch in dieser Frage RECHTS - Traditionen schlummern, die niemand wirklich wecken möchte!
Deshalb vielleicht die Überreaktion aber vor allem linker Strategen, die aber auf ihrem Auge keine Schwierigkeiten sehen?
Die alte Leier.
Merkel denkt nicht alleine, sie gewichtet evtl. und kommuniziert sehr schlecht?

Ich schätze Sie als allseitig interessierter Mensch ein. Deshalb empfehle ich Ihnen das Buch "Fassadendemokratie und tiefer Staat" von Ullrich Mies und Jens Wernicke

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo, 22. Januar 2018 - 12:46

In reply to by Rudolf Bosse

Ich bin nicht nur `all´seitig interessiert, ich stehe auch überall.
Deswegen fällt mir auch auf, dass Frau Merkel da m.E. nirgendwo steht.
Entspreche neige ich dazu, sie zu verorten.
Aber ich bewerte sie, wenn es eben geht, nicht danach, sondern von dem her sie behauptet zu sein.
Freundlichkeit ist eine Zier ohne Wenn und Aber.
Ich will nun mal freundlich sein!

Witolf Röth | Do, 18. Januar 2018 - 09:41

Danke! Frau Barbe, für diese Richtigstellung! Wie sind wir 89 mit Hangen und Bangen zu jeder Demonstration gegangen. Anfangs ging es bei mir gegen die SED-Diktatur. Als dann ein mutiger Mann ein Transparent trug mit der Aufschrift: "Ich bin kein Nazi aber für die Wiedervereinigung Deutschlands", stieg die Hoffnung, dass es Wahrheit werden würde. (Wie habe ich diesen Mann ob seines Mutes bewundert!)
Wissen diese Schreiberlinge überhaupt, was sich in unserem Inneren abgespielt hat – und heute wieder?

das wissen diese Schreiberlinge nicht Herr Röth und ich kann Ihnen schreiben weshalb. Die 68.ziger die ihren Mythos pflgen und hegen, haben trotz der oftmals angewanden Gewalt, keinen Staat zu Fall gebracht, im Gegenteil, viele saßen nach ihrer Austobezeit, dann an Schaltstellen des Staates und manche bis Heute. Die meist aus Gutbetuchten Verhältnissen stammenden, (genauso wie die Rote Armee Fraktion), haben mit Hilfe ihrer schon fest im Sattel sitzenden Familien, den Sprung nach Oben geschafft! Augstein jun. ist ein Musterbeispiel dafür! Von einem gemachten Nest ins nächste geschlüpft und dabei nie gelernt, aus eigener Kraft etwas zu Wege zu bringen. Nein, dass betrifft nicht Alle, aber reichlich Viele und sitzen diese an den Schaltstellen der Macht, dann haben wir das was wir haben, Dummschwätzer!

Christoph Kuhlmann | Do, 18. Januar 2018 - 09:47

gehören seit jeher zum politischen Tagesgeschäft. Es ist schön zu sehen, dass sich die Kritik an Biermanns "Dunkeldeutsche" Ausfall im Niveau wohltuend von seinem Interview unterscheidet. Wir erleben einen Sieg der intelligenten, differenziert analytischen Kritik über die dumpfe, auf persönliche Herabsetzung abzielende Infamie. Wäre es doch immer so in der Flüchtlingsdebatte.

Klaus Dittrich | Do, 18. Januar 2018 - 09:57

„Der Spiegel scheint das Ziel zu verfolgen, Ostdeutsche und vor allem Kritiker der Merkelschen „Wir-schaffen-das-Politik“ kollektiv zu beleidigen.“
Es ist nicht nur der Spiegel, es sind fast alle Medien, welche sich am Tisch der Macht sammeln, um die letzten Brosamen aufzulecken.
Und beim Bemühen, vor allem die Sachsen zu verunglimpfen, wird „vergessen“, dass dort die Hauptzentren des Widerstands 1989 – Leipzig, Dresden, Plauen – waren.

„ . . . schreckt sie nun auch nicht, als Rassisten, Populisten und Nazis bezeichnet zu werden.“
Selbst in meinem Freundes- und Bekanntenkreis stehe ich in diesem Ruf. Umgekehrt kann ich mir partout nicht vorstellen, dass auch nur eine/r aus dieser durchaus patenten Gruppe gegen eine Diktatur auf die Straße gehen würde. Die moralische Oberhoheit genügt eben.

Peter Sedlmayr | Do, 18. Januar 2018 - 10:01

Der Pathologe übt eine hochqualifizierte, unverzichtbare Tätigkeit aus, indem er wesentlich dazu beiträgt, Krankheiten zu diagnostizieren. Es mag schon sein, daß der eine oder andere narzißtisch veranlagt ist, ich sehe aber nicht, wie dies seinen Beruf negativ beeinflussen sollte. In diesem Sinn: Wohlan, Frau Barbe, führen Sie Ihre diagnostische, gesellschaftliche Fehlentwicklungen erkennende Tätigkeit zum Nutzen des Patienten Deutschland fort!

Heinrich Niklaus | Do, 18. Januar 2018 - 10:10

Aus den beiden Diktaturen Deutschlands ragen die Bürgerrechtler der DDR heraus. Im Dritten Reich war es eine kleine Elite, die sich auflehnte. In der DDR aber waren es breite Bevölkerungsschichten, die einen friedlichen Übergang in die Demokratie schafften.

Die Drei-V-Strategie wird auch heute noch angewandt. Beispiel: Die Zahlen von Herrn de Mazière zur illegalen Migration im Jahr 2017. Nicht enthalten sind Alt-und Folgeanträge(36.039), der bereits erfolget Familiennachzug(92.700) und EU-und UN-Umsiedlungsprogramme(21.170).
Das ergibt für das Jahr 2017 insgesamt 336.553 Migranten und nicht nur 186.644, wie der Innenminister uns weißmachen will. (BAMF)

Hinzu käme noch die innereuropäische Migration nach Deutschland, z.B. aus Rumänien oder Bulgarien.

Max Hoffmann | Do, 18. Januar 2018 - 10:35

Die Pathologisierung von Regimekritikern ist ein signifikantes Zeichen dafür, dass ein Regime zunehmend brüchig wird. Noch fehlt die Einweisung solcher Bürger in Irrenanstalten, wie weiland in der UdSSR. Aber das kann vielleicht noch kommen - nach dem Motto: wer gegen die beste Demokratie dieser Galaxie, den Merkelstaat, ist, der MUSS einfach verrückt sein. An Wärtern in dieser Anstalt ist jedenfalls kein Mangel.

Dr. Roland Mock | Do, 18. Januar 2018 - 10:37

Da ich den „Spiegel“ seit Jahren nicht mehr lese und alle anderen eindeutig linken Blätter ( ZEIT, SU und so) noch nie gelesen habe, hatte ich von der Hexenjagd dieser Medien speziell gegen ehemalige Bürgerrechtler gar nichts mitbekommen. Allein deshalb: Danke für die Aufklärung, Frau Barbe. Lassen Sie sich sagen: Wenn all diese halbgebildeten, bornierten, charakterlosen und ideologisch voreingenommenen Merkel- Gysi und Göring-Eckart-Claqueure einer Mehrheit in den Redaktionsstuben hiesiger Medien nur 1% des A.....in der Hose hätten, den Sie seinerzeit besaßen und offenbar weiterhin besitzen, wäre dieses Deutschland ein anderes.

Jacqueline Gafner | Do, 18. Januar 2018 - 10:54

ist eine Debattenkultur, die den Namen auch dann noch verdient, wenn sie mit harten Bandagen ausfochten wird. Der Versuch, politische Gegner zu pathologisieren, um sich der Mühsal zu entheben, inhaltlich argumentieren zu müssen, untergräbt die Glaubwürdigkeit der eigenen Position weit stärker als die des unsachlich angegriffenen Gegenparts. Das Gros der Menschen hat ein recht gutes Gespür dafür, dass Gesprächsverweigerung, und darauf läuft diese Technik hinaus, in aller Regel kein Indiz für argumentativ nicht so leicht zu erschütternde Stärke ist.

Jürgen Keil | Do, 18. Januar 2018 - 11:03

Vielleicht kann man ja einmal die Frage stellen,
warum frühere DDR- Oppositionelle, wie z. Bsp. Wolf Biermann so mainstromlinienförmig geworden sind? Meine Antwort: weil ihnen, wie früher ihren Gegnern in der SED, die kritische Distanz zu den Eliten fehlt, ihnen verloren gegangen ist; sie gehören zum Teil schon selbst dazu, sie haben ihren sicheren Platz gefunden. Und, sie verstehen die Befindlichkeiten ihres eigenen Volkes nicht mehr, sie haben sich abgehoben von den Niederungen des Lebensalltags ihrer nicht so hoch gebildeten und nicht so hochmoralischen Mitbürger.

wolfgang spremberg | Do, 18. Januar 2018 - 11:07

Man kann aber auch ganz anderer Meinung sein. Man kann auch sagen, das die jungen Männer, die ohne Obergrenze in unser Land strömen aller höchste Priorität haben. Da müssen dann andere Themen z.B. Kinderarmut, Altersarmut oder Sicherheitsaspekte zurückstehen. Man könnte es damit begründen, das man vor Beginn von Industrie 4.0
noch schnell den Arbeitsmarkt weiter globalisieren will.
Kann man so sehen. Sollte man dann auch so sagen...Ach nee...das wäre doof.

Reiner Jornitz | Do, 18. Januar 2018 - 11:20

Verehrte Frau Barbe, Respekt wieder vor so einem beherzten Artikel den ich lesen durfte. Sie haben recht, alles was den von Parteien jeglicher Art manipulierten Medien nicht passt wird mit der rechten Keule versehen. Menschen die Freiheit und Nationalsinn leben werden auf primitive Art und Weise verunglimpft, keine andere Meinung wird respektiert. So ähnlich muss es früher in der DDR gewesen sein. Den Mitläufern ging es relativ gut und den kritischen Geistern sie wurden weggesperrt . Wenn endlich einmal jemand auf die Idee käme - das diese Menschen die die AFD wählen sehr gebildete Menschen die aus der Mitte der Gesellschaft kommend die momentanen chaotischen Verhältnisse in Deutschland anprangern Nazis sein sollen? Wer hat wann mit Gehirnwäsche bei unseren Bürgern gemacht? Auf jeden Fall Menschen die nichts Gutes im Kopf haben mit Deutschland

Ralph lewenhardt | Do, 18. Januar 2018 - 11:28

Ist es eigentlich links oder rechts, den mündigen deutschen Staatsbürgern (darunter ca. 9,6 Millionen Migranten!) ihr grundgesetzliches Recht zu verwehren, auch tastsächlich Ausgangspunkt aller Staatsgewalt zu sein?

Ralf Altmeister | Do, 18. Januar 2018 - 11:42

Und zwar die von einem demokratisch funktionierenden Sozialismus.
Damit sind sie, insbesondere aber deren Aktivisten, die Zerstörer dessen, was vielen linken Träumern immer noch als zu erreichendes Ziel vorschwebt. Sie glauben, man müsse es nur besser machen, dann könnte es funktionieren.
In den Koordinaten der politischen Einordnung durch die Alt- 68er stehen die Bürgerrechtler damit weit weg von links, also rechts.
Bürger mit DDR-Erfahrung spüren, dass die derzeit eingeschlagene Politik der Misswirtschaft, die einhergeht mit Umverteilungen, Reglementierungen, planwirtschaftlichen Durchsetzungen, Vergemeinschaftung solcher Projekte, wie Energiewende, Eurorettung, Wohnungswirtschaft, Migration, die gleichen negativen Merkmale des Sozialismus hervorbringt, wie wir sie aus der DDR kannten. Kritik an dieser Entwicklung wird ähnlich diffamierend abgebügelt wie seinerzeit. Mit 3-V hat das Frau Barbe trefflich auf den Punkt gebracht.

Wolfgang Tröbner | Do, 18. Januar 2018 - 11:58

denn dann ist es um das Land sehr schlecht bestellt. Deutschland braucht dringend Helden. Es ist gut, dass es Menschen wie Sie, Frau Barbe, gibt, die ihre Stimme erheben, die sich einmischen und die das Unrecht deutlich benennen. Menschen, die die Herrschenden daran erinnern, dass sie vor allem Verpflichtungen gegenüber den eigenen Landsleuten haben, nicht jedoch gegenüber solchen, die mit Hilfe von Schleppern ins vermeintlich gelobte Land einreisen. Menschen, die den Herrschenden die Maske des Gutmenschentums herunterreißen, so dass jeder sehen kann, was sich eigentlich dahinter verbirgt: geballte Verantwortungslosigkeit, Machtwillen, Karrieregeilheit und ziemliches Unvermögen. Die Bürgerrechtler der DDR haben es schon einmal vermocht, die Herrschaft von wenigen zu kippen. Ich wünsche uns allen, dass sie dieses Mal auch wieder erfolgreich sind.

Vielen Dank, Frau Barbe, dass Sie und die anderen Bürgerrechtler sich trotz aller Anfeindungen nicht beirren lassen

Sepp Kneip | Do, 18. Januar 2018 - 12:12

Angeichts dessen, was Frau Barbe richtig sagt, frage ich mich, warum sie noch immer Mitglied der CDU ist? In einer Partei, deren Vorsitzende die Misere, die Frau Barbe beschreibt, heraufbchworen hat? In eine Situation, in der politisch unbequeme Äußerungen zu Stigmatisierung und Ächtung führen. Wie muss sich eine ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin fühlen, die das nun auch wieder in der BRD erleben muss? Musste eine ehemalige SED-Funtionärin kommen, um Deutschland derart umzukrempeln? "Wir DDR-Bürgerrechtler waren dagegen immer auf der Suche und uns nur darin einig, die SED zu stürzen." Eine Partei, der Merkel SED-Strukturen verpasst hat, müsste Frau Barbe doch dann genau so verhasst sein. Man muss diese Partei nicht stürzen, man dürfte sie nur nicht mehr wählen. Diese Option haben wir n o c h in diesem Lande.

Dr.Bernd Büdenbender | Do, 18. Januar 2018 - 12:13

Sehr geehrte Frau Barbe,ich habe große Hochachtung vor Leuten wie Ihnen,die unter großer Gefahr für Werte wie Freiheit,Respekt vor dem Andersdenkenden,und Widerstand gegen ein totalitäres sozialistisches System eingetreten sind.Die angepaßten,abhängigen Mainstreamjournalisten ,sozialisiert in der Wohlstandsdemokratie und linksgrünen "Narrativen",kennen doch nur Häme und Verleumdung für jemanden wie Sie.Sie sind aus meiner Sicht auch intellektuell gar nicht mehr inder Lage,zu erkennen,was Freiheit des Individuums,geschützt möglichst von einem starken Rechtsstaat,in Anlehnung unseres GG, bedeutet.Seien Sie versichert,daß immer mehr Bürger Menschen wie Ihnen zuhören,und Ihre politischen Vorstellungen teilen.Dieser uniforme,nicht mehr differenzierende Gesinnungsjournalismus,den man in den noch "führenden"Print-und Fersehmedien erlebt,erinnert stark an "seelige" ND-Zeiten.Man weiß vorher schon,was drin steht!

Kostas Aslanidis | Do, 18. Januar 2018 - 17:51

In reply to by Dr.Bernd Büdenbender

nämlich plumpe Propaganda. So ist das. Eine unendliche Litanei, der Falschspieler.
Beim Pokerspiel zwischen Mainstream Journalisten und Politikern, ereignete sich folgendes.
(Journalist) : Ich will sehen
(Politiker) : Habe 4 Asse
(Journalist) : Habe auch 4 Asse
(Politiker) : Einer von uns beiden bedrügt.
(Journalist) : Und wer ist der Andere.

Silas Loy | Do, 18. Januar 2018 - 12:18

... wenn am hellichten Tage die Regierung einfach per Gusto das Recht bricht und einen Riesenschaden anrichtet? Das liegt doch ganz offen unter der Sonne, sogar für die Blinden mit dem Krückstock!

Jochen Wegener | Do, 18. Januar 2018 - 12:29

ist sie historisch nicht ehr dem desolaten Zustand und dem daraus resultierenden Verkaufswillen der UdSSR geschuldet als der Wirkmacht von Frauenkreisen und kirchlichen Singbewegungen? Niemand wäre schließlich eingeschritten wenn die Staatsmacht sich mit Gewalt zur Wehr gesetzt und ihre Kritiker schachmatt gesetzt hätte. Danach waren die Zeiten doch wohl kaum - und sie sie eben heute auch nicht. In Merkelistan kann ja ebenfalls Kritik geübt werden, in der Wirkung genauso vom Wind verweht wie damals die Lieder. Und das zeigt eben die Erstarrung des politischen Systems genannt Demokratie. Die Regierung wid abgewählt und will genauso weitermachen wie bisher. Und genau wie bisher hat die SPD keine Politik auf Lager, nur Posten. Und genau wie in der DDR wird Kritik verleumdet, in die rechte Ecke gestellt ohne Sachanliegen überhaupt zur Kenntnis zu nehmen. Damit bleibt ehemaligen Sturmgeschützen der Demokratie nichts anderes als Rohrkrepierer zu Treffern umzumünzen.

sich mit Gewalt zur Wehr gesetzt und ihre Kritiker schachmatt gesetzt hätte". Da haben Sie recht. Niemand wäre eingeschritten, insbesondere nicht die BRD. Und Pläne, die Kritiker schachmatt zu setzen, gab es und zwar in sehr detaillierter Form. Und warum hat die Staatsmacht das nicht gemacht? Ganz einfach. Das Land war tot, mausetot - moralisch, ökonomisch, etc. Was immer vergessen wird, im Sommer 89 haben hunderttausende der DDR den Rücken gekehrt und es waren nicht die Alten, sondern die jungen Leistungsträger. Das wiederum hat den "Frauenkreisen und kirchlichen Singbewegungen" (wie Sie das so schön nennen) den Impuls verpasst, im Herbst 89 auf die Straße zu gehen. Der einzige (neben der DDR-Bevölkerung) dem wirklich Dank gebührt, war Gorbatschow, weil er nicht eingegriffen und keine Panzer geschickt hat.

Christa Wallau | Do, 18. Januar 2018 - 12:30

Nur Menschen wie Sie - aufrecht, selbstkritisch, offen, lernfähig, mutig - haben es eigentlich verdient, Politik zu betreiben.
Stattdessen überwiegen dort die Angepaßten,
Unkritischen, Unehrlichen, denen das eigene
Fortkommen wichtiger ist als ihre Aufgabe und die
damit verbundene große Verantwortung.
Daher kommt ja die wachsende Politikverdrossenheit vieler Bürger bzw. der
Vertrauensverlust, den Politiker u. Medien
laut beklagen, dabei aber offenbar nicht merken, wie sehr sie selber schuld daran sind.

Bitte, bleiben Sie standhaft!

Je mehr Menschen sich mutig für die eigene,
wohlbegründete Meinung einsetzen (trotz aller Verleumdungen), umso mehr kann diese Meinung ins Bewußtsein der einseitig indoktrinierten Mitbürger einsickern u. dort reflektiert werden.
Für unser Land steht so viel auf dem Spiel, daß sich heute niemand mehr drücken kann u. darf, wenn es um die Frage der Einwanderung geht. Durch Nicht-Einmischung lädt man a u c h Verantwortung für die Zukunft auf sich.

Rose Hundal | Do, 18. Januar 2018 - 12:44

...danke für Ihren Artikel - und meine absolute Hochachtung für Ihr "Lebenswerk" in welchem Sie sich trotz aller Gefahren Ihren Prinzipien verpflichtet haben. Danke für soviel Aufrichtigkeit und Mut, hätten wir nur mehr Politiker mit diesen Eigenschaften, dann wäre es mir nicht sooo bange...

Tomas Poth | Do, 18. Januar 2018 - 13:06

und Konsorten haben sich nun mal links-ideologisch verbissen. Das derzeitige "Verbellen" ander politischer Positionen zeigt wie ohnmächtig der RotGrüne Komplex vor dem sich anbahnenden Wandel steht. Wir schaffe dass, ganz im Gegensatz zu AM.

Damian Nowak | Do, 18. Januar 2018 - 13:37

"Angeblich psychisch gestörten Personen, wie es der Spiegel uns Bürgerrechtlern unterstellt,"
Ale ehemaliger "der Spiegel" - Leser habe ich mich schon ein Paar gute Jahre her von diesem Zeitschrift verabschiedet. Meinen Entschluss wurde auch durch die Auftritte im Fernsehen v. Herrn Jacob Augstein bestätigt.

Markus Gerle | Do, 18. Januar 2018 - 13:40

Frau Barbe, Ihr Kommentar passt. Aber alles, was Sie schreiben, trifft doch auch auf Deutsche im Westen zu. Ich habe einige Freunde in Ostdeutschland, bin aber selbst Wessi. Meine Meinung unterscheidet sich von Ihrer aber anscheinend kaum bzw. gar nicht. Ich habe viel im Ausland gearbeitet. Einige Zeit auch in Ländern des Nahen Ostens und auch in Singapur, wo die Integration unterschiedlicher Kulturen tatsächlich funktioniert. Wenn ich Erfahrungsberichte und Schlussfolgerungen daraus auf unsere jetzige Situation in Deutschland ziehe, werden meine Kommentare in linkspopulistischen Magazingen wie auf SPON nicht veröffentlicht. Auch ich gelte als rechts. Der größte Teil meiner Kollegen und Bekannten im Westen sind angeblich auch minderbemittelte, abgehängte, alte, weiße Männer. Die zahlen zwar fast ausnahmslos den Spitzensteuersatz und sind zum Teil weiblich. Aber lassen wir die Linkspopulisten doch in ihrer Blase. Ich sehe keine Chance, sie da raus zu holen.

Johannes Rausch | Do, 18. Januar 2018 - 14:11

Sehr geehrte Frau Barbe. Beim Lesen Ihres Artikels kamen mir zwei Zitate von kritischen Denkern in den Sinn.
Ignazio Silone:" Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sogen ich bin der Faschismus; nein, er wird sagen ich bin der Antifaschismus".
Genau das erleben wir zur Zeit. Wer sich nicht im immer engeren Korridor der "verordneten" Meinung bewegt, wird gnadenlos diffamiert, denn er stellt ja die "Wahrheit" in frage.
Andre Gide: "Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben."

Edgar Timm | Do, 18. Januar 2018 - 14:25

betrachten Sie es doch einfach so: der SPIEGEL, dieses neoreaktionäre Pamphlet hat Sie geehrt - als immer noch aktive Widerstandskämpferin gegen totalitäre Strukturen. Und als Leserin des Cicero, Consulting achgut und TE wissen Sie, dass Sie nicht allein sind. Viele Mitbürger warten nur auf das Zeichen zum Aufbruch.

Willy Ehrlich | Do, 18. Januar 2018 - 14:29

Wir sind ein Rechtsstaat.
Der Mainstream argumentiert vorrangig nicht am Recht orientiert, sondern moralisch.
Das Recht ist häufig unangenehm für links. Und rechts gab es schon immer mehr Recht als links.
Und was sgt der selbstverliebt selbstbewusste Mainstream-Medienvertreter?
"Es darf keine anderen Götter geben neben mir!"

Sabine Dallmann | Do, 18. Januar 2018 - 14:37

Ich halt den Spiegel-Artikel über die DDR-Bürgerrechtler für infam, versucht er doch, die DDR Bürgerrechtler als Querulanten abzuqualifizieren, nach dem Motto: Einmal Querulant, immer Querulant. Damit gibt der Autor im Nachhinein dem Handeln der DDR-Regierung eine Berechtigung. Man sollte so etwa nicht für möglich halten.

Anton F. Keller | Do, 18. Januar 2018 - 14:44

Jede Gemeinschaft wird von Opportunisten getragen. Idealisten braucht man als Stachel im Fleisch, in tragender Rolle aber sind sie unbrauchbar. Opportunistische Bereitschaft zum Kompromiss und idealistischer Anspruch schliessen sich aus.

Ein erheblicher Teil der Menschen in der Sowjetunion, die sich nebenbei bemerkt tatsächlich als Bürger der Sowjetunion verstanden, glaubte, warum auch immer, an die Überlegenheit ihres Systems.

Dann kam Tschernobyl, die ultimative Katastrophe. Hunderttausende junger Männer wurden als „Liquidatoren“ unkalkulierbaren gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Das war das Ende des Glaubens an die Überlegenheit des eigenen Systems, das Ende der Sowjetunion, letztlich das Ender der DDR.

schon eher mit Pragmatismus oder der Erkenntnis, dass politische Lösungen meist nur dann Bestand haben, wenn sich darin alle davon Betroffenen zumindest ein Stück weit wiederfinden können. Das sollte indessen das Ergebnis nach gewalteter Diskussion sein, in der erst einmal alle unzensiert darlegen dürfen, wie die in ihren Augen ideale Lösung aussehen sollte. Und erst danach wird "eingemittet". Faule Kompromisse, bei den man sich diesen zeitraubenden, aber nötigen Prozess "erspart", haben im Unterschied zu hart ausgehandelten Kompromissen in aller Regel auch eine recht überblickbare Lebenserwartung. Nein, noch mehr Opportunisten braucht's nicht, im Gegenteil, davon gibt's leider allzu viele, wenigstens nch meinem Empfinden.

Wilhelm Maier | Do, 18. Januar 2018 - 14:52

„Die guten Zeiten des SPIEGEL sind vorbei. Das vielbeschworene Sturmgeschütz der Demokratie zielt in die falsche Richtung und ist irreparabel verrostet. Ein Nachrichtenmagazin, das sich selber das deutsche Nachrichtenmagazin nennt, ist nichts wert, wenn es sich auf eine leicht verstaubte Art um die Unterstützung der herrschenden Eliten bemüht und sich dort anbiedert, aber keinem abweichenden Gedanken mehr in der Lage ist.“
https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/bettina-roehl-direkt/bedeutungsv…

„Ein Spiegel ist der Wein dem Menschen.“ so damals Alkäos.
Und das ist war: nach dem „Spiegel“ -lesen reicht kaum eine Flasche. Für´s nachspühlen...
Prosst und Alles Gute.

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr, 19. Januar 2018 - 10:39

In reply to by Wilhelm Maier

führt evtl. an unserem Problem vorbei.
Sie gehörte evtl. in der DDR mit dazu, jetzt versucht sie sich evtl. zu behaupten, kann es, weil sie dazu gemacht wurde.
Die herrschende Elite unseres Landes ist die, die Deutschland trägt. Das können ganz unterschiedliche Leute sein, aber Merkel würde ich als eine Person sehen, die unsere Eliten eher gefährdet, weil evtl. alles gefährdet ist, was aus unserem Land kommt.
Hofiert wird ein ungefairer, am liebsten transatlantischer oder Migrantenstatus.
Ganz sicher muss es unseren Politikern um solche Themen/Perspektiven gegangen sein, um die Bundesrepublik wettbewerbsfähig zu halten.
Darüber wurde diskutiert, aber was Merkel daraus macht, schadet evtl. unserem Land?
Meine Befürchtung ist, dass unsere Elite damit beschäftigt ist, Merkel auf Deutschland-freundlichem Kurs zu halten.
Der Anteil derjenigen könnte aber hier wachsen, die dazu keine Meinung haben oder woanders verortet sind, weil sie darin evtl. gefördert/nicht gefordert werden?

Mit „liebsten transatlantischer“ ist doch vorübergehend? vorbei. Sie ist auf sich selbst gestellt nach Obama-“old era“. Bestimmt fällt es nicht leicht. Und mit „gefördert/nicht gefordert werden?“ soll immer noch die - Ewige: „Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage“ sein, die nicht die Frage aller Fragen, aber dennoch eine wichtige, (wenn nicht die wichtigste manchmal) ist. Zum wegtreten waren doch auch schon viele „aufgefordert“ worden.

Herr Maier?
Dass man wirklich überlegen muss, was wir sagen.
Da der Cicero über den Jahrewechsel die meistgelesenen Texte des vorübergehenden Jahres erneut uns vorstellte, las ich auch meine Kommentare wieder.
Und ich musste micht teils wirklich anstrengen, sie zu verstehen.
Ich höre den Einwand, sollte nicht Lesbarkeit an erster Stelle stehen?
Das hängt davon ab, worauf man sich bezieht und was man darüber sagen möchte, würde ich antworten.
Jetzt ist es halt so, wäre nicht mein Ding.
Verständliche Forderungen "nach dem oder dem" auch nicht, wenn ich zuvörderst unsere Kultur der parlmentarischen Demokratie bedenke bzw. Kultur überhaupt.
Ich gebe zu, dass ich in den Zeiten der Kinder"erziehung" - hauptsächlich sollte man auf ihr Gedeihen achten - nicht immer die Ruhe zu solchen Überlegungen fand.
Aber den Anspruch hatte ich immer.
Und wir bilden hier so gar keine Ausnahme.
Es ist mal so, dass mich ob dieser Annehmlichkeiten des geistigen Austausches ein großer Frieden findet.

August-Johann Müller | Do, 18. Januar 2018 - 15:09

Ich bin dankbar als 84-jähriger in dieser zitierten Parallelwelt leben zu dürfen und bin bestrebt, die Scheinwelt Merkel zu überleben.

Dr. Florian Bode | Do, 18. Januar 2018 - 15:16

Ich bin ein "Wessi" im typischsten Sinne und dennoch ein Kritiker des Merkelismus. Was ist da los, bin ich schizophren?

Sabine Lehmann | Do, 18. Januar 2018 - 15:23

Wie perfekt dieses System in Deutschland durchorganisiert ist, konnte man sich gestern Abend wieder einmal im TV anschauen. Herr Kurz bei Sandra Maischberger. Verschweigen, verharmlosen, verleumden. Diese als Interview deklarierte Veranstaltung entpuppte sich als Tribunal. Eine Mischung aus Gerichtsverhandlung und peinlicher Bloßstellung. Warum? Weil jemand Regierungschef geworden ist, der nicht zum Merkel-Clan der Bahnhofsklatscher gehört, der meint was er sagt und sagt was er meint. Das krasse Gegenteil unserer Medien- und Politik-Elite, oder zumindest derer, die sich dafür halten.
Frau Barbe hat mit ihren Ausführungen mehr als recht. Die Zustände in diesem Land sind zutiefst undemokratisch, intransparent und dogmatisch. Rational und realistisch zu denken und zu reden, wurde einer ideologischen Meinungsdoktrin geopfert und erinnert an die Propaganda der DDR.
Ob die Vita unserer "Chefin" kausale Rückschlüsse zulässt? "Volkssedierung" soll ja in der DDR ein Studienfach gewesen sein.

Rolf Pohl | Do, 18. Januar 2018 - 15:23

Die olle Kamelle, dass da wo selbst sachlich vortragende Kritiker Frau Merkels Politikstil und Auftritt thematisieren, diese reflexartig zu Rechtsradikalen, Rechtspopulisten, Rassisten, Nazis etc.pp erklärt werden, wirkt inzwischen nur noch langweilig und wird von denkenden Zeitgenossen bestenfalls noch als Ablenkung "CDU-merkelscher" Inkompetenz verstanden.
Soll selbstverständlich nicht heißen, SPD-Grüne und Linke hätten derzeit politische Kompetenz.

claudie cotet | Do, 18. Januar 2018 - 15:35

ex oriente lux
unglaublich, dass und wie sich eine scheinbar denkende
volksmasse
wieder einmal von regierungsgelenkten
medien nahezu betaeuben laesst.
oder aufwiegeln, g20
mir graut vor deutschlands zukunft
cicero, ein eiland der denkenden,
wo man noch recht gut kritisieren darf
bitte mehr sloterdijk

Alf Torsten Werner | Do, 18. Januar 2018 - 16:11

Stefan Kornelius, Ressortleiter Außenpolitik der SZ schrieb im Leitartikel vom 16. März 2016 über die Ursachen des Nahostkonflikts: "Wer Frieden schaffen will, der muß Identität stiften, der muß trennen, was nicht zusammengehört". Dass dieser Lehrsatz Gültigkeit auch hierzulande hat, wird von Merkel sowie den Gutmenschen glatt übersehen. Wie sagte doch der einstmals linke Gerhard Szczesny in seinem Buch "Das sogenannte Gute. Vom Unvermögen der Ideologen": "Die großen Übel in dieser Welt sind nicht die Folgen böser Absichten, sondern die Folgen eines unbegrenzten Willens zum Guten".

Marcel Heldt | Do, 18. Januar 2018 - 16:18

Wie kann man

1. Die PEGIDA Demonstraten mit den Demonstranten der DDR vergleichen? Zu keimen Zeitpunkt hörte man sachliche Kritik an Merkels Politik. Lediglich " Merkel muss weg " & " Lügenpresse " war zu hören. Und das hat beim besten Willen nicht mit Kritik zu tun.

2. Es brauch wirklich eine Revolution. Eine Revolution für Menschlichkeit. Denn wer hat sich denn dafür eingesetzt das die Mauer fällt? Wer hat den Menschen geholfen bei der Oder-Flut? All das hat man anscheinend in Dresden vergessen. Man hat vergessen menschlich zu sein.

3. Die einzigen die sachlich Kritik an Merkel übten, FDP und Linke, hat man bei der Wahl nicht berücksichtigt. Im Gegenteil, man hat die Leute gewählt die nur populistische Hetze ablassen können und das dann als Kritik verkaufen.

Wolfgang Tröbner | Do, 18. Januar 2018 - 18:53

In reply to by Marcel Heldt

gekannt haben. Höchstens vom Durchfahren. Aber sei es drum, es hätte Ihnen eigentlich auffallen können, dass es die Sachsen waren, die im Endstadium der DDR zuerst auf die Straße gegangen sind. Und Jahre später waren es ausgerechnet wieder die Sachsen, die bei Pegida-Demos auf die Straße gingen bzw. gehen. Zufall? Die Sachsen sind vielleicht doch nicht so blöd, wie die Medien uns glauben machen wollen. Vielleicht nur etwas mutiger als der Rest des Landes? Denn Mut hat es gebraucht ...

Nun zu Ihrer Frage, wer denn geholfen hat, die Mauer zu beseitigen. Sie beantworten sie selbst nicht, was schön gewesen wäre. Ich weiß nur, dass es Merkel nicht war - die kannte damals keiner. Die Linken waren es übrigens auch nicht, gegen die (unter dem Namen SED) ist man nämlich damals auf die Straße gegangen. Sie verstehen, warum es Leute gibt, die die Linke heute nicht mögen? Also, auch wenn es Ihnen nicht gefällt, es waren die Leute aus der DDR (= die Sachsen). Die haben die Diktatur beseitigt

Ralf Altmeister | Do, 18. Januar 2018 - 20:33

In reply to by Marcel Heldt

Was hat Ihr Beitrag mit der Kernaussage des Artikels von Frau Barbe zu tun ?
Zu 1. Pegida wurde überhaupt nicht erwähnt.
Zu 2. Eine Revolution für Menschlichkeit ? Wahrscheinlich das, was Sie als moralisches Gebot Ihrer persönlichen Haltung darunter verstehen. Es braucht stattdessen die Wiederherstellung des Rechtes und der Verantwortungsethik, wenn wir ein Rechtsstaat bleiben wollen.
Den Fall der Mauer hat in erster Linie die Bevölkerung der ehemaligen sozialistischen Länder, allen voran Ungarn, herbeigeführt, nicht die Westdeutschen.
Im übrigen liegt Dresden nicht an der Oder.
Zu 3. FDP und Linke haben den €-Rettungswahnsinn und die Migrationspolitik mitgetragen. Alle anderen Themen sind dagegen marginal.

Heide Herrmann… | Do, 18. Januar 2018 - 20:36

In reply to by Marcel Heldt

Kann es sein, dass Sie zuviel Staatsfernsehen gesehen und zuviel MSM gelesen haben? Dann wundert mich Ihre Meinung nicht.

Jürgen Winzig | Fr, 19. Januar 2018 - 07:07

In reply to by Marcel Heldt

Sind Sie in Merkels Nudging-Team oder liegt es an der Dauerberieselung durch unseren Staatsfunk nebst Konzernpresse?

Gregor P. Pawlak | Do, 18. Januar 2018 - 16:29

Respekt, Frau Barbe!
Als jemand, der selbst "aus dem Osten" kommt verstehe ich sehr gut, wovon Sie reden.
Wir brauchen Maas-geschneiderte Gesetze genau so wenig, wie "Sie kennen mich"- Kanzler(innen?), und zwar genau deswegen, weil wir sie kennen!

Gerd Kistner | Do, 18. Januar 2018 - 16:36

Wann Sie schreiten Seit an Seit und die 68-er Lieder singen, spüren Sie, es wird gelingen, Lenins Enkel werden das Heil uns bringen….
Die Konterrevolution (um nichts anderes handelt es sich bei dem viel gerühmten Marsch durch die Institutionen) frisst die Revolutionäre. Mit Herz und Hand muß man der guten, gerechten Sache dienen, den Verstand haben in unserer komplizierten Zeit mit ihren komplexen globalen Problemen Eliten mit einem besseren Blick für gesellschaftlichen Fortschritt. Wo kommen wir hin, wenn jeder selber denkt. So ist „Freiheit ist immer die Freiheit der Andersdenkenden“ nicht gemeint.
Also: Kuschen oder erhobenen Hauptes Prügel einstecken. Falls Sie an einen Wandel glauben: Träumen Sie weiter.

Walter | Do, 18. Januar 2018 - 16:43

Wie jeder weiß, wurde uns im Westen durch eben jene 68er das Konzept des Helden grundsätzlich ausgetrieben. Einsatz und Selbstbehauptung seien böse...
Selbstaufgabe und Unterwerfung unter künstlich importierte Fremdansprüche seien gut. Krank ist offenbar der, der unbedingt selbst eine Invasion erleben und "befreit" werden will, diesmal nicht durch den GI, sondern durch den Flüchtlings-Messias. Dass eine solche Invasion viel Leid bedeutet, wird als notwendige Strafe betrachtet: Deutsche seien so böse, dass ihre bloße Existenz, und das 70 Jahre nach..., zu akuten Gegenmaßnahmen führen müsse.
Sehr krank. Wir müssen sie stoppen.

Enrico Stiller | Do, 18. Januar 2018 - 16:49

Besser kann man die verknöcherte, vertrocknete, verrottete Dogmatik der ewig gestrigen deutschen Linken kaum darstellen. Nur sie selbst schaffen das, übertreffen diese Darstellung noch in ihrer Selbst-Demaskierung, wenn sie alles verraten, was sie einmal als Ideale vor sich hertrugen: Demokratie, Toleranz, Freiheit... Diese Werte gelten für sie nur, wenn man ihrer Meinung unterwürfig seine Reverenz erweist, sonst wird man mit allen unfairen Mitteln niedergemacht. Es ist die genau gleiche Mischpoke, die in der DDR und anderswo das Rückgrat der Unterdrückung war. Diese Leute können nicht anders. Sie kranken einfach am autoritären Charakter, dem Konzept, das einer der ihren erfunden hat. Was für eine Ironie der Geistesgeschichte!

Kostas Aslanidis | Do, 18. Januar 2018 - 18:02

In reply to by Enrico Stiller

immer Intolerant. Da ihre Argumente nie die Menschen überzeugen, zeigen sie ihr totalitäres Gesicht. Genau wie 1989, werden sie zerbrechen.
Luft wird wieder zur Luft.
Mit unfairen Mitteln können sie nur Arbeiten, wenn sie den ganzen Staatsapparat hinter sich haben und die von Verlogenheit strotzende, selbsgenannte Presse.
Auch dieses mal wird die Wunderwaffe nicht kommen. Die Logik erscheint immer am Horizont, auch bei künstlichem Nebel. Sie haben es sehr gut beschrieben.

Das ist die „repressive Toleranz“ von Herrn Marcuse, bei der es keine Toleranz gegenüber dem politischen Gegner gibt.

Daniela Lütke | Do, 18. Januar 2018 - 16:53

...als Studentin und bin auf eindringliche Bitte meiner Eltern nicht zu den Demos gegangen. Schisser eben, Zukunft nicht versauen und so. Aber einmal bin ich fast aus Versehen beim Vorbeigehen an der Nikolai Kirche vor die Stasikameras geraten und bin schnell weg...Die bedrohliche Stimmung, die paar mutigen Hanseln...sie werden immer meine Helden sein und ich werde richtig sauer, wenn sie in dieser Art und Weise verunglimpft werden, In der Sache streiten ja und diskutieren...Demokratie EBEN...Aber so hier geht gar nicht! Wo wäre denn mancher, der sich daran wohl mit beteiligt, denn heute? Angefangen von so manchem in Elitestellung heute...der selbst auch Schisser war 89. Das ist mehr als unanständig.

Günter Schaumburg | Do, 18. Januar 2018 - 17:05

Der guten Ordnung halber sei auch darauf hin-
gewiesen, dass die 'Bürgerrechtler' eine reformier-
te DDR anstrebten, weswegen sie auch ein Zu-
sammengehen mit der Ausreisebewegung strikt
ablehnten. Über diese mehrere hunderttausend
zählenden und oft viel mutigeren Menschen, weil
keine Kirche ihnen Schutz bot und bis auf Löwen-
thal sich im Westen kaum jemand für sie interessierte, aus politischen Gründen Vieles auch in geheimer Diplomatie geregelt wurde, spricht heute kaum jemand mehr. Nicht einmal darüber, dass sie durchweg um einen Teil ihrer Rente betrogen werden. Und Zwangsausweisung hätte mancher Geschundene lieber gehabt als 3,4,5 und mehr Jahre Stasi-Zuchthaus mit irreparablen
Gesundheitsschäden.

Rolf Pohl | Do, 18. Januar 2018 - 17:52

In reply to by Günter Schaumburg

Tatsächlich Herr Schaumburg?
Wärs Ihnen und den DDR-Bürgern also doch lieber gewesen sie bekämen ihre in der DDR erworbenen Rentenansprüche in voller Ost-Mark Höhe, selbstverständlich dann zum Mark der DDR vs. DM/EURO Wecheskurs, wie auch zu DDR Staatsbedingungen, bis zum Lebensende ausgezahlt.

Nun frag ich mich, warum protestierten sie vor 28 Jahren nicht lautstark dafür?

Sehr geehrter Herr Pohl,
ich habe 6 harte Jahre mit Berufsverbot und unmenschlichem Psychoterror, an mir
und meiner Familie begangen, mit dieser um unsere Ausreise aus der DDR ge-
kämpft. Um das angesprochene Rentenproblem hier genauer zu erläutern, würde
den Rahmen des Forums sprengen. Aber schauen Sie doch bitte einmal bei IedF
(Interessengemeinschaft ehemaliger Flüchtlinge) vorbei, da können Sie Genaueres
über den Rentenbetrug an ehemaligen Flüchtlingen - so wurden wir von der Bun-
republik bezeichnet und erhielten den Flüchtlingsausweis "C" - erfahren. Sollten
Sie Interesse an der Lektüre einer Stasi-Akte eines "Feindlich-Negativen" haben,
stelle ich Ihnen gern meine 300 Seiten zur Verfügung.

Rolf Pohl | Sa, 20. Januar 2018 - 15:17

In reply to by Günter Schaumburg

die ganz sicher widrigen Umstände und negativen Folgen Ihres Ausreiseantrages in der DDR an die DDR Behörden gestellt, kann und möchte ich an der Stelle nicht kommentieren. Zu unbekannt sind mir erstens Ihre persönlich Erfahrungen, zweitens Ihre Person selbst.
So kann ich nur bedauern was Ihnen und Ihrer Familie in der DDR ggf. angetan wurde. Flüchtling mit C-Ausweis war auch ich einst. Meine zwar geringen, doch immerhin in der DDR erworbenen Rentenanwartschaften wurden in der Bundesrepublik Deutschland anerkannt.
Allerdings erinnere ich, dass ich während meiner DDR Zeit an die BRD keine Rentenbeiträge leistete, daher auch nur Anteile gemäß "Fremdrentengesetz" angerechnet bekam, was auch völlig korrekt war.
Was gibt es ihrerseits eigentlich an der korrekten Zuordnung "Flüchtling/e" auszusetzen?
Nein lieber Herr Schaumburg, Ihre persönliche, dreihundertseitige Stasiakte müssen Sie mir wegen der Thematik Rente nicht zur Verfügung stellen.

Einen schönen Sonnteg für Sie.

Kann es sein, Herr Pohl, dass Sie den Kommentar von Herrn Schaumburg nicht richtig verstanden haben, insbesondere im Hinblick auf die Rentenansprüche ?
Ihre Frage: "warum protestierten sie vor 28 Jahren nicht lautstark dafür?" hätten Sie ansonsten vielleicht nicht gestellt. Einige Stichworte zur Beantwortung der Frage: DDR-Flüchtlinge und Ausgereiste, Freigekaufte, Fremdrentengesetz.
Mit freundlichen Grüßen

protestierten wir nicht dafür? Weil man damals im Kinderglauben an bundesdeutsches Recht und Gerechtigkeit befangen war. Die in dieser Hinsicht angestrengten Gerichtsverfahren gingen nach jahrelangem Rechtsstreit überwiegend zum Nachteil der Ostdeutschen aus.

Herr Pohl, wenn man von dieser Thematik keine Ahnung hat, schweigt man besser.
Ich empfehle Ihnen die Internetseite der Interessengemeinschaft ehemaliger Flüchtlinge und Ausgereisten aufzusuchen und sich zu informieren. Sie werden feststellen, dass es dabei um staatlichen Rechtsbruch geht. Sie werden dann auch begreifen, dass die Masse der Menschen sich mittlerweile an diese allgegenwärtigen Rechtsbrüche gewöhnt haben. Wir Betroffenen werden das nicht hinnehmen, wissen wir doch wie der Staat immer übergriffiger wird. Das sagt Ihnen eine Betroffene, die die staatlichen Repressionen dieses Unrechtsstaates DDR bis zur Stasihaft und Strafvollzug spüren durfte und die die Folgen bis heute noch nicht verwunden hat.
Wir haben ein sehr feines Gespür entwickelt, wo Demokratie aufhört und Diktatur anfängt.

Fred Kowasch | Sa, 20. Januar 2018 - 11:37

In reply to by Günter Schaumburg

Sehr geehrter Herr Schaumburg,
dies mag für weite Teile der DDR zutreffen, in Leipzig war dies allerdings anders. Spätesten seit Anfang 1988 gab es dort eine Symbiose zwischen beiden Gruppen. Dies zeigte sich unter Anderem auch daran, dass dort schon früh (14. März und 5. September 1988) kleinere Demonstrationen - nach dem Montagsgebet in der Nikolaikirche - durch die Innenstadt zogen. Organisiert von Bürgerrechtlern und Ausreiseantragstellern. Es ging uns damals bewußt darum, die Kirche zu verlassen und die Straße zu erobern. Hat ja auch geklappt ....

Axel Kreissl | Do, 18. Januar 2018 - 18:30

Die, die andere Pathologen nennen, sitzen wahrscheinlich in verspiegelten Büros wie die Automanager. Die des SPIEGEL sehen im Spiegel also sich selbst. Wenn sie Steine werfen, bekommt der Spiegel einen Sprung oder geht zu Bruch und die gespaltenen Persönlichkeiten der Steinewerfer werden sichtbar. Wer im Glashaus sitzt, soll eben nicht mit Steinen werfen! Aber auch das geht vorbei, früher oder später, hoffentlich früher!

Ilona Kuhnhenn | Do, 18. Januar 2018 - 18:33

Sehr geehrte Frau Barbe, ich habe mir geschworen ich schreibe nichts mehr und ärgere mich nur noch. Ich selber komme aus der DDR. Mein Mann ist im Westteil Deutschlands geboren und aufgewachsen. Seit 1992, können wir uns die Probleme teilen, die wir alleine nicht gehabt hätten. In unserer Anfangsphase hatte wir auch viele Diskussionen wie jetzt wieder. Das Ostdeutsche sich noch heute verteidigen müssen, kann ich nur bestätigen!!! Gespräche mit Bekannten aus Slowenien und Bulgarien sind eher auf meiner Linie. Ich wünsche Ihnen weiterhin sehr sehr viel Kraft und verlieren Sie nicht den Mut! Ich bin schon zu 75 % AFD Mitglied. Mit den freundlichsten Grüßen

Bernd Fischer | Do, 18. Januar 2018 - 18:48

und speziell den westdeutschen "Linken" und Alt-68er zwangsweise eine Pflichtlektüre vorschreiben.Ich meine hier den Franz Viktor Werfel ein österreichischer Schriftsteller jüdisch-deutschböhmischer Herkunft, der treffend in seinen Zukunftsroman „Stern der Ungeborenen“ , welchen er zwischen 1943 und seinem Tod im August 1945 verfertigte. Werfel wusste schon während des Zweiten Weltkriegs oder ganz kurz danach, dass sich der „Herrenmensch“ umstandslos in den „Gutmenschen“ verwandeln würde. Das heißt, „verwandeln“ wäre schon zu weit gegriffen, eher: Dass der „Herrenmensch“ in der neuen, strahlenden Hülle des „Gutmenschen“ einfach weitermachen würde.Da erstaunt es nicht mehr so sehr, dass wir Deutsche uns mit einer Hingabe in die neue Weltmission werfen wie kein anderes europäisches Volk. Auch dass unsere Nachbarvölker weniger mit Bewunderung als mit ahnungsvoller Skepsis auf unsere neugewandete deutsche Tollheit blicken, mag besser verstehen, wer die Werfelsche Prophezeiung im Kopf hat

Bernd Fischer | Do, 18. Januar 2018 - 18:51

Umso verschrobener mutet es hingegen an, dass diejenige Partei, die sich dieser Herrengutmenschlichen Raserei am nachdrücklichsten in den Weg zu stellen versucht, von geistesarmen ( linken ) Gegnern ausgerechnet als „die neuen Nazis“ verurteilt werden.

Hubert Sieweke | Do, 18. Januar 2018 - 18:56

Wer sich, wie ich derzeit, nochmals mit den damaligen Prozessen gegen die Übertäter des Hitlerschen Großreiches sowie seiner Helfer und seiner sogenannten Eliten befasst und dies dann au die Zeit NACH 1945 ausweitet, dem muss sich doch der Magen umdrehen, wenn heute Politiker und Journalisten wieder von angeblichen Nazis reden, die in Gestalt der AfD in Bundestag säßen.
Was die millionenfach begangenen und befohlenen Morde an unschuldigen Menschen, die seitens der Nazijuristen angeordneten und geurteilten Rechtsbrüche, die seitens der renommiertesten Mediziner begangenen Gräueltaten an lebenden Gefangenen oder die oft beschriebenen Taten auch der Wehrmachtsgeneralität sowie die der den Nazis zujubelnden Journalisten mit teils konservativ, teils nationalistisch denkenden Demokraten zu tun haben sollen, ist für mich noch immer rätselhaft.
Auch damals haben sich die Jubeljournalisten nach dem Krieg ihrer Gesinnung versucht zu entledigen und sich schnellstens dem neuen Staat angedient.

Martin Arndt | Do, 18. Januar 2018 - 20:08

Ganz herzlichen Dank für diesen Artikel und die wichtigen Literaturangaben. Liest man Millers Buch, dann begreift man, welche Grundelemente eines Staates im Jahr 2015 aufgegeben wurden und welche riskanten Fehleinschätzungen gemacht wurde: Z. B. bekennen sich Demokratien nach Miler „zum Recht auf freie Meinungsäußerung und zu einer offenen und kritischen Erörterung der Regierungspolitik“: Diese „Grundsätze gehen allerdings von der stillschweigenden Annahme aus, dass alle an der Diskussion Beteiligten sich mit der politischen Gemeinschaft identifizieren, deren Wohlergehen ihnen zudem am Herzen liegt.“ Die Erfahrung mit den Neuzugängen spricht eindeutig dagegen: Viele haben eine Abneigung, ja Hass gegen Deutschland – von ihrem Antisemitsmus ganz zu schweigen. Nebenbei bemerkt: Miller steht der britischen Linken nahe. Aber natürlich müssen wir klein beigeben – und dem Sitzenbleiber-Ex-Kandidaten und aus Würselen gehorchen.

Karola Schramm | Do, 18. Januar 2018 - 20:12

die sofort mit den übelsten Mitteln bekämpft werden, sondern auch Westdeutsche, wie es Torsten Schulte geschah, als sein Buch "Kontrollverlust" veröffentlicht wurde. Erst auf der Spiegelbestsellerliste, dann geächtet und Vorladung zur Polizei "wegen übler Nachrede."
Schulte kritisiert in seinem Buch die Flüchtlingspolitik von Merkel. "Die Welt am Sonntag" stornierte eine Werbeanzeige im Nachhinein.
Merkel, das "deutsche goldene Kalb" um das die Wirtschaftsbosse herum tanzen und es anbetet, muss auf biegen und brechen erhalten werden. Denn so lange SIE an der Macht ist, wird weiter gekriegt und verjagt, was Millionen Euro und Dollar auf die Konten der Beteiligten spült. Die Verarmung und Heimatlosigkeit der Bevölkerungen wird verlacht und verhöhnt, genau wie die Kritiker. Und Merkel ? fühlt sich gebauchpinselt wie ein kleiner Pinscher, der Herrchen brav Pfötchen gibt.
Also, liebe Bürgerrechtler. Merkel macht immer nur das, was sie gewöhnt ist. Demokratie kennt sie nicht.

Karin Zeitz | Do, 18. Januar 2018 - 21:02

haben kein Interesse daran, wieder bevormundet zu werden. Ich danke Frau Barbe für ihre Worte und bewundere auch Frau Vera Lengsfeld, die sich nicht den Mund verbieten lässt. - siehe
http://vera-lengsfeld.de/

Mercedes Kreuter | Do, 18. Januar 2018 - 21:19

Die Bevormundungsversuche der Bevölkerung beginnen schon morgens mit dem Einschalten des Radios durch selbstgerechte Moderatoren, und werden dann im Laufe des Tages in kleinen Dosen gereicht. Überall wird uns eingetrichtert, dass es nur die eigene Selbstsucht sei, warum man sich gegen weitere Flüchtlingsaufnahmen positionieren kann. Jeden Tag liest man über Gewaltdelikte, irgendwo verübt durch Flüchtlinge, die unsere Hilflosigkeit ganz deutlich spüren. Es ist schwer auszuhalten.
Ich danke Ihnen Frau Barbe für Ihre klaren Worte und finde Sie unglaublich mutig, Ihre Vergangenheit finde ich beeindruckend. Ich wünsche mir, Sie würden in der Politik eine größere Rolle spielen! Es braucht solche mutigen Menschen, wie Sie es sind. Vielen Dank!

martin kleber | Do, 18. Januar 2018 - 21:33

Ich nehme mal an,daß sich der SPIEGEL zu den "Eliten"zählt.Früher war er ohne weiteres bereit,jeden Kanzler kritisch zu beäugen,b.z.w.,durch den Kakao zu ziehen...immer und immer wieder,bis es einem zu den Ohren herauslief,wie fauler Eiter.Heute verunglimpft er alles und jeden,der nur die leiseste Kritik gegen die "Politik"des "Lichts,das selbst der Sonne trotzt"äußert.Die Artikel des jüngeren Augstein nehmen sich gegen diejenigen des älteren Augstein wie Denunziationspamphlete (oder Meinungspampe,ganz wie es beliebt)aus.Niveaulos.Dabei ist er nicht einmal der Schlimmste bei dem Käseblättchen.Die Masse machts.Es werden Aufrufe zum Propagandamord folgen..bevor das Regime fällt,wirds nochmal sehr gefährlich.Nicht ohne einen Schuß.Hoffentlich nicht.Aber fallen wird dieser rüde Unfug.

fragen wir danach, was die Eliten Deutschlands wollen.
Die Eliten sind nicht unbedingt in den Parteien, sie besitzen vielleicht Verlage, leiten sie aber nicht selbst.
Politik aber kann nicht nur nach den Eliten fragen, sondern muss selbst Elite sein können für die, die sie wählen.
Sich verständlich machen, sollten Politiker gelernt haben.
Russland diagnostiziert mehr Kälte als zu Zeiten des Kalten Krieges, s. standard.at-online, da würde ich zustimmen.
Es geht aber m.E. auch um eine Ein/Übernahme Europas.

Alexander Mazurek | Fr, 19. Januar 2018 - 00:22

... hat Recht, die Intoleranz der Moderne können wir in "Über die Toleranz" eines Herren Voltaire erlesen. Noch nie war die allgemeine Verblödung und Gleichschaltung so präsent wie heute, Ortega y Gasset hatte in "Der Aufstand der Massen" unendlich Recht. Wieso und weshalb es geschieht und wir es geschehen lassen? In pursuit of happiness ...? "Früher" wussten die Menschen noch, dass sie betrogen werden, heute sind sie willfährige Opfer und Nutznießer der allgegenwärtigen "Matrix", des kunterbunten Neoliberalismus, der uns "Zurück in die Zukunft", sprich zurück zur Leibeigenschaft führt, in pursuit of (und hier streiten sich die Geister) happiness -oder- RoI (return of investment)...

Romuald Veselic | Fr, 19. Januar 2018 - 07:07

"Glücklich das Land, das keine Helden braucht."
Abgesehen davon, werde ich nicht nach Meinung der anderen, mein Leben und Ansichten richten.
Der aktuelle Status quo lässt sich nicht für die Ewigkeit konservieren; wir leben nicht in einem im Regal stehenden Einmachglas. Das Wetter beweist uns das. Sowie die magnetischen Nordpol/Südpol, die etwa alle 70000 bis 80000 Jahre ihre Positionen austauschen. Dagegen hilft nicht mal der beste antiseptische Klimaschutz Made in Germany oder die hiesige, ab absurdum geführte Politkorrektheit, die einer nordkoreanischen Gehirnwäsche ähnlich ist.

Nur tote Fische schwimmen mit dem Mainstream.

Gottfried Meier | Fr, 19. Januar 2018 - 08:45

Danke Frau Barbe! Es tut gut, wenn ich als ehemaliger SPD-Anhänger und nach wie vor sehr sozial eingestellter Mensch bestätigt bekomme, dass ich kein Rechtspopulist und Undemokrat bin, nur weil ich die Politik von Frau Merkel und des linken Mainstreams für falsch und gefährlich halte.

Franz Otto Hegger | Fr, 19. Januar 2018 - 10:00

Die Auflagenverluste sprechen eine klare Sprache. Spiegel, FAZ, TAZ, Süddeutsche sind schon lange aus meinem FOCUS geraten ;-) Beim Cicero fühle ich mich gut aufgehoben, leider ist er oftmals am Bahnhof Mönchengladbach ausverkauft.

Holm Vogel | Fr, 19. Januar 2018 - 23:53

Die AfD ist vielleicht die Partei, die am wenigsten mit mir gemein hat und trotzdem muss ich die Wähler nicht als dumm oder herzlos oder rechtsextrem einordnen. Ich denke man kann die Flüchtlingspolitik der Regierung durchaus auch kritisch sehen. Es ist für mich kein Unterschied, ob man Zuwanderer vordergründig als kriminell wahrnimmt, oder AfD Wähler als herzlos und dumm diffamiert. Beides ist einfach.. .Ausgrenzung. Ja, es gehört ein bisschen Mut dazu, gegen die Zuwanderung zu sein. Ich finde es gut wenn jemand seine Meinung sagt, auch wenn ich ganz anderer Meinung bin. Für all meine linken Freunde, von denen ich viele sehr mag noch ein kleiner Spruch den ihr alle kennt: Freiheit ist immer die Freiheit der anders Denkenden!

Angela Seegers | Sa, 20. Januar 2018 - 11:34

Danke Frau Barbe für den Artikel von einer involvierten Person. Es gehört ausgesprochen, wie man an den Kommentaren sieht. Allerdings ist mir unerklärlich, wie Sie CDU Mitglied werden konnten? Das geringere Übel, der Anspruch auf Erwachsensein, gesellschaftliche Anerkennung der Partei, die Nachkriegsdeutschland geprägt hat und die Deutschland West zu Wohlstand geführt hat (aber mit dem Wegsehen, Weghören und Schweigen den drei Affen alle Konkurrenz macht)? Das passt irgendwie nicht in Ihre Causa.

Justin Theim | Sa, 20. Januar 2018 - 15:26

"Übrigens antwortet Galilei in Brechts Stück auf Andreas Vorwurf: „Unglücklich das Land, das Helden nötig hat.“

Dazu passt dann doch bestens der Ausspruch von Joschka Fischer, Grüne:

„Deutsche Helden müßte die Welt, tollwütigen Hunden gleich, einfach totschlagen.“ (Joschka Fischer in Pflasterstrand, 1982).

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