Menschen gehen am Kurfürstendamm (Ku'damm), zum Start der Weihnachtsbeleuchtung
Menschen gehen am Kurfürstendamm (Ku'damm), zum Start der Weihnachtsbeleuchtung / picture alliance/dpa | Annette Riedl

Das stille Ausknipsen einer Tradition - Milliarden für alles, aber nicht für Weihnachtslichter

Immer mehr Städte schalten ihre Weihnachtsbeleuchtung aus Kostengründen ab. Während Milliarden für oft sinnfreie Projekte fließen, fehlt ausgerechnet für diese Tradition das Geld. Was sagt das über Prioritäten, Kultur und Bürgernähe des Staates aus?

Autoreninfo

Gideon Böss ist Roman- und Sachbuchautor und hat unter anderem über Religionen in Deutschland und Glücksversprechen im Kapitalismus geschrieben.

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Immer mehr Städte sparen sich die Weihnachtsbeleuchtung. Egal ob in Heidelberg, Stuttgart, Dresden oder Magdeburg, die Lichter gehen zunehmend später oder gar nicht mehr an. Überall werden dafür als Begründung gestiegene Kosten und leere Kassen genannt. Das ist bemerkenswert für ein Land, das sich weiterhin rühmt, zu den reichsten der Welt zu gehören, das Milliarden Euro an Entwicklungshilfe bereitstellt, das sich einen teuren Sozialstaat leistet und weiterhin eine Migrationspolitik betreibt, die ebenfalls Milliardenbeträge verschlingt.

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Pamina | So., 7. Dezember 2025 - 15:28

das Geld reicht für die Beleuchtung zum Ramadan.

Bernd Windisch | So., 7. Dezember 2025 - 15:36

wenn Atheisten christliche Traditionen hoch halten.

Lothar | So., 7. Dezember 2025 - 20:00

Antwort auf von Bernd Windisch

Sind wirklich alle Atheisten?

IngoFrank | So., 7. Dezember 2025 - 21:44

Antwort auf von Bernd Windisch

Anders herum gefragt, autorisiert mich die Kirche zum Christen ?
Nur so viel ….ich bin seit meiner Jugend ein politisch/ geschichtlich Interessierter Mensch. Als „ehemaliges“ Kirchenmitglied sehe ich auch mal bei Phönix in die live Sendungen von Kirchentagen. Was ich die letzten Jahre dort zu sehen und vor allem zu hören bekam, erinnerte mich ehr an eine Live Berichterstattung eines fiktiven grünen Parteitags……
Ich sehe es so, auch ein Atheist kann durchaus der „alten“ Kirche verbunden sein, den „alten“ christlichen Werten u n d Glaubensfragen. Heute laufen doch die Pfaffen lediglich dem links grünen, von mir aus auch Grün linken Zeitgeist hinterher. Das nur nebenbei.
Weihnachten war nicht nur das Fest der Geburt Christi, Es war verbunden mit Licht und damit der Hoffnung.
Was haben die woken Christen für Kniefälle allein um das Wort Weihnachten
gemacht ? Tja und heute, müssen Merkel-Poller für Millionen angeschafft werden, da fehlt eben das Geld für Hoffnung ….
MfG a d Erf.Republik

"PS: habe mich mal auf Ihr wirres Niveau begeben..., bin mir sicher Sie verstehen das..."

Nein verstehe ich nicht. Ich halte Ihnen aber den fortwährenden Aufenthalt, hier in der Rentnerblase zu gute. Wie sagte doch eine berühmte Persönlichkeit aus der christlichen Mythologie: "Herr vergib ihnen ...........

Brigitte Miller | Mo., 8. Dezember 2025 - 07:59

Antwort auf von Bernd Windisch

etwas von christlicher Kultur gehört? Gehört, was das Christentum bewirkt hat für uns alle ?

Armin Latell | Mo., 8. Dezember 2025 - 11:08

Antwort auf von Bernd Windisch

eigene Unterstellungen als Tatsachen hinstellen. Welche Traditionen halten Sie hoch? Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf?

Stefan | So., 7. Dezember 2025 - 15:41

Es sagt aus, daß die "Entwicklungshilfeländer", China und Indien, die mit Billigartikel den deutschen Markt überschwemmen und sogar zum Mond fliegen, genau diese Entwicklungshilfe bekommen, die für sowas wie deutsches Kulturgut gebraucht würde. Sind das überhaupt noch Entwicklungsländer, oder werden wir alle Steuerzahler mal wieder verarscht ???
Ende der Durchsage.

Hans Jürgen Wienroth | So., 7. Dezember 2025 - 16:01

Wozu brauchen wir, die wir nach Aussage mancher Politiker keine Kultur hatten (die erst mit der Zuwanderung gekommen ist), eine Weihnachtsbeleuchtung, wo wir doch in immer mehr Städten zum Ausgleich die Ramadan-Lichter bekommen haben?

Heidemarie Heim | So., 7. Dezember 2025 - 16:28

Das mancher sich nur noch mit mulmigem Gefühl in Verbindung menschlichen Gedränges auf Weihnachtsmärkte begibt so sie noch überhaupt stattfinden aus Kostengründen, darauf verzichten o. erst nach ein,zwei Glühwein die Angespanntheit verlieren.Der absolute Abtoerner für einen stimmungsvollen Einkaufsbummel zum Erwerb von Geschenken ist eine trostlose und schmucklose Einkaufsmeile,die alles andere als Konsumfreude erweckt.Und so sehr einem das Jingle Bells-Gedudel in der Vergangenheit genervt und die Lebkuchen auf den Sommerschlussverkauf immer mehr vorverlegt wurden,so vermisst man beides wenn es ausbleibt.Sogar während der Seuche und Kontaktverboten bzw.Massnahmen ging's meinem Gefühl nach weihnachtlicher zu als heute?Und ja, es ist auch ein Trauerspiel, dass wir in Frieden lebend wahrscheinlich weniger an Tradition und Stimmung auf die Reihe bekommen als die Menschen in der Ukraine,die trotz Krieg, Kälte und Stromausfällen wenn nötig im Keller Weihnachten mit ihren Kindern feiern! FG

Angelika Sehnert | So., 7. Dezember 2025 - 17:13

So lautete die Order der Kanzlerin.
Ich bin sehr zuversichtlich, dass es die politischen Kräfte als schaffen werden, das preiszugeben, was unser Land einmal ausgemacht hat. Angefangen von unseren Traditionen bis hin zur Sozialen Marktwirtschaft.
Ein israelischer Kollege hat mir vor zwanzig Jahren nach einer Tagung Folgendes gesagt:“Ihr Deutschen redet immer von euren Werten. Kennt ihr sie überhaupt? Wärt ihr bereit sie zu verteidigen?“ Ich war damals leicht pikiert, was für Fragen! Aber sie haben mich wie ein Stachel im Fleisch die letzten Jahre begleitet. Heute beantworte ich beide mit Nein. Die meisten politischen Akteure haben für unsere Werte, die ja letztlich allumfassende christlich-jüdische, abendländische Werte mit einer mehr als 2000 Jahre alten Geschichte sind, nichts mehr übrig, im Gegenteil. Stichwort Postkolonialismus. Verteidigen wollen sie diese Werte schon gar nicht. Nicht mal mit Lichterketten.

Chris Groll | So., 7. Dezember 2025 - 17:21

Hat der Bürger es wirklich verdient????
Frau Özoğuz' (SPD) Behauptung, es gäbe jenseits der Sprache keine deutsche Kultur sagt ja alles aus. Es ist auch unwidersprochen von vielen Bürgern und Politikern hingenommen worden.
Und wenn Ramadan ist, werden sicher alle deutschen Städte wieder im Lichterglanz erstrahlen.
In einem Satz der "National Seciurity Strategy of the United States of America November 2025" steht, was jene in Europa zu tun haben, die guten Willens sind.
Meine Hoffnung liegt bei Trump
„Wir wollen ein europäisches Europa, das sich selbst wiederfindet und seinen Irrweg der erdrückenden Regulierungen aufgibt.“
"Migrationspolitik veränderte den Kontinent und schürte Konflikte. Zensur unterdrückte Meinungsfreiheit und politische Opposition. ........
Setzten sich diese Trends fort, wäre Europa in 20 Jahren nicht wiederzuerkennen.
Ob bestimmte europäische Länder dann noch verlässliche Verbündete sein könnten sei fraglich.
Ganzer Text nachzulesen: „Förderung der Größe Europas“

Jens Böhme | So., 7. Dezember 2025 - 17:44

Einer Gesellschaft, die sich kosmopolitisch gibt und dadurch weder Freunde noch Partner auf der Welt hat (weil aalglatt opportun), muss zwangsläufig das Licht in Öffentlichkeit und Gehirnen ausgehen.

Lisa W. | So., 7. Dezember 2025 - 18:57

Lautstarker Protest - und wenn das nicht möglich ist: Keine Stimme mehr für diese Politik, für diese Politiker - das ist das einzige, was hilft, diesem Irrsinn gegen Land und Bürger ein Ende zu machen.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mo., 8. Dezember 2025 - 06:27

wenn Sie einige Kosten zueinander in Beziehung setzen.
Wie leuchtet es stattdessen in Seoul oder Paris?
Es könnte uns schon das Chanukka Fest des jüdischen Glaubens einstimmen, das auch leuchten darf.
Gibt es im Islam das Zuckerfest?
Das wird evtl. in der nächsten Zeit auch teurer, aber ganz sicher ausgiebig gefeiert werden?
Es ist m.E. ein Fehler, den Menschen das Licht abzudrehen und damit das, wofür es steht, für Hoffnung.
Danke für Ihren Einspruch Herr Böss.

Ernst-Günther Konrad | Mo., 8. Dezember 2025 - 12:46

Man will doch eh Weihnachten abschaffen, sprachlich umfunktionieren, will Weihnachtsmärkte abschaffen oder zu Wintermärkten umgestalten oder so teuer durch hohe Standgebühren und Auflagen unattraktiv machen. Jetzt die Stromkosten als Vorwand zu nutzen, wo doch die Kommunen sofort und gleich Geld haben für die nächsten Schutzsuchenden, muss doch dem Dümmsten auffallen.
@ Achim Köster - Sie könnten recht haben.
In einigen Städten hat der Strom ja schon öfters Aussetzer gehabt. Vielleicht sollen wir uns an die dunkler politischen Jahre gewöhnen, die man anstrebt?
Wir Kritiker sollten nicht verzagen. Das Licht, das in uns brennt wird diese Dunkelheit überscheinen.