- Ich war doch nur Privatperson
Das Verwaltungsgericht Schleswig-Holstein findet: Daniel Günther hat seine Schmähungen gegen „Nius“ als Privatperson und nicht als Ministerpräsident geäußert. Damit wird das Neutralitätsgebot der Exekutive ausgehöhlt: Regierungspolitiker können ungehindert missliebige Medien diffamieren.
Am 07.01.2026 war Daniel Günther zu Gast in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“. Der Auftritt erfolgte mit Anzug und Krawatte, am Revers das Wappen von Schleswig-Holstein als Anstecker. Vorgestellt wurde er von Markus Lanz als Ministerpräsident von Schleswig-Holstein. Auch eine Einblendung (sog. Bauchbinde) betitelte ihn als Ministerpräsident von Schleswig-Holstein. Allerdings gab es später auch weitere Einblendungen wie „CDU-Politiker“, „Mitglied des Schleswig-Holsteinischen Landtages“ und „Landesvorsitzender der CDU Schleswig-Holstein“. Mündlich erklärte Daniel Günther im Verlauf des Gesprächs anlässlich von außenpolitischen Themen, dass er nicht als Bürger hier sei, sondern er sei Ministerpräsident von Schleswig-Holstein.
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Dieser kleine, im Grunde überfordert wirkende Regionalpolitiker wird bei den nächsten Wahlen hoffentlich seine Quittung bekommen, außer die Holsteiner sind tatsächlich so naiv und gutgläubig, dass der ach so ehrenwerte Herr Günther weiterwursteln darf - zum Schaden seiner Untertanen. Ich nehme seine Äußerungen nicht so ernst und nicht für so bedeutend, dass sie irgendein Gewicht hätten. Man misst diesem Schwiegermuttertyp ohnehin eine viel zu große Bedeutung zu. Er soll meinetwegen weiterhin seine kleinen Brötchen backen, zu mehr ist er defacto gar nicht in der Lage. Sollte er aber mal realiter ein höheres Amt in Berlin bekommen, wird man ganz schnell merken, was für ein Leichtgewicht dieser kleine Mann aus der norddeutschen Provinz ist. QED
lieber Herr Funke.
Viel Lärm und ein Nichts.
Aber die Revision der Gerichtsentscheidung in der Causa NIUS gegen das Land
Schleswig-Holstein halte ich für sehr wichtig.
Es geht auf keinen Fall an, daß sich zur Neutralität verpflichtete Amtsträger - je nach Bedarf oder Lust und Laune - auf seinen Status als Privatperson zurückziehen können.
Und genau das hat Günther ja gemacht, nachdem er vorher gerade noch mal ausdrücklich seine Position als Ministerpräsident betont hatte.
Das ist absurd.
Da die heutzutage die Politik der Altparteien voll der Günther's ist, bleibt mir nur eine Alternative für Deutschland. 🤷
Bumerang für die 'Kämpfer:innen' von Rotgrünwoke, die Günther's, die Wanderwitzen's und die KGE's und Klingbeil's der SPD... Letztere war sich nicht zu schade - als älteste demokratische Partei Deutschlands... - einen EINSTIMMIGEN! (100% - woran erinnert einen das..., als Ossi?🤔) Parteitagsbeschluss zum Verbot des politischen Gegners zu verabschieden... ... 🤔
Ganz unabhängig davon, dass SIE - die SPD - das sowieso nicht entscheiden macht die Einstimmigkeit deutlich welcher ideologische Gruppendruck dort herrscht... - man stelle sich vor drei oder fünf Delegierte hätten dagegen gestimmt... ...!?? >> tödlich!! (man hätte sie vermutlich noch vor Ort gesteinigt...😉)
Alles "Günther's", wie Sie vollkommen richtig schreiben. SIE haben sich die AfD redlich verdient..., und ja schließlich auch über die letzten 10 Jahre aktiv mit aufgebaut... ... >> besser geht nicht...! /Ironie
ja, er ist ein kleiner Mann, ja er ist eine Witzfigur, aber nein, daß was er absondert muß ernst genommen werden, denn es sind Testbalons. Man läßt einen Frei und je nach Reaktion macht man weiter, oder rudert etwas zurück, die (linksfaschistische) Richtung, in die es geht, ist klar erkennbar.
Insbesondere nachdem Herr Günther in der Sendung explizit darauf bestanden hat, in seiner Eigenschaft als Ministerpräsident des Landes S-H zu Gast in der Sendung zu sein, erscheint die Ablehnung der einstweiligen Anordnung gegen das Land S-H durch das Gericht mehr als fragwürdig. Und trägt sicher nicht dazu bei, das erschütterte Vertrauen in die staatlichen Institutionen wiederherzustellen.
Amüsant in diesem Zusammenhang allerdings der "disclaimer" am Schluss des Beitrags, in dem darauf hingewiesen wird, dass Prof. Dr. Michael Hippeli ausschließlich "seine eigene Meinung [darstellt]". Das nenne ich mal "mit gutem Beispiel vorangehen".
Ich stimme Ihnen vollkommen zu, Herr Teschner. Und ich gratuliere Herrn Dr. Hippeli zu seinem Artikel, der weitere Gesichtspunkte zu der causa Günther bei Lanz aufzeigt, die bisher in der öffentlichen Debatte noch nicht erschienen waren und die RA Steinhöfel auch noch nicht nannte.
Gerade bei den linken Merkelianern in der CDU geht die nackte Angst um. Man tut doch alles um vom ÖRR geliebt zu werden um jede mögliche Kritik im Vorfeld durch Wohlverhalten abzuwenden, dann kommen solche „neuen Medien“ daher und machen freifinanziert zum Teil richtig gute journalistische Arbeit. Etwas krawallig und überdreht, deutlich konservativ, klar gegen links, sehr regierungskritisch, aber handwerklich nicht schlecht. Nicht wenige, auch ich, haben nach dem Günther- Fauxpas reingeschaut. Bessere Werbung hätte man sich nicht wünschen können. Günther hat ein klassisches Eigentor geschossen und sich selbst als ziemlich unsouverän präsentiert.
M.E. treffend beschrieben. Tatsächlich wäre es mal interessant zu erfahren, inwieweit Günthers Tirade Nius womöglich Popularität und Zulauf verschafft hat. Verdient hätten sie es sich, zumal sie journalistische Schwergewichte akquirieren konnten (Reichelt, Schuler, Kissler), und auch junge Talente an Bord haben. Und sie sind dezidiert machtkritisch. Während sie sich während der Ampel sehr an den Grünen abgearbeitet haben, sind nun CDU und SPD in den Fokus gerückt. Der Stil kann einem liegen oder nicht, aber im Gegensatz zu vielen etablierten Pressevertretern biedern sie sich nicht an, und allein das ist schon begrüßenswert.
"kämpferischen" öffentlichen Herangehensweise an politische Gegner oder "Meinungsportale" einen Hauptgrund für das Entstehen der AfD und jetzt deren große Zustimmung durch sehr viele Wähler, auch ehemalige SPD-Wähler.
Ich sah anlässlich des Ablebens unserer hochverdienten Politikerin Frau Prof. Dr. Süssmuth - der Cicero berichtet hoffentlich über die Feierstunde im Parlament - viele Bilder von ihr, nicht selten mit dem Politiker Hermann Gröhe um sie herum.
Nachdem Frau Merkel den Kopf geschüttelt hatte und doch wohl Herrn Gröhe die Deutschlandfahne aus der Hand nahm, dachte ich zum einen an einen ""Kindergarten mit Gruppenleiterin"" und erwartete zum anderen eine "Entnationalisierung" der CDU.
Dann war Frau Merkel wohl nicht auf der 100 Jahrfeier von Franz-Josef Strauß und ja, was dann als Modernisierung der CDU durch Frau Merkel erarbeitet wurde, mit Standing Ovations, "grenzte" m.E. national/liberale Konservative "aus".
Wo sollten die denn hin?
Das m.E. "Desaster" haben wir jetzt...
aber diesem Kommentar kann ich mich ohne Bedenken anschließen. Frau Merkels „Lebensleistung“ ist ein „Desaster“, für Deutschland, die Deutschen, die Demokratie, den Wohlstand, die Freiheit und nicht zuletzt für die Union, denn auch die CSU „leidet“ unter den Spätfolgen ihrer alternativlosen kommunistischen Unfehlbarkeit Frau „Dr.“ A. Merkel!
Scholz war sehr schlecht, Merz ist noch viel schlechter, aber die bisher mit großem Abstand schlechteste Besetzung des Kanzleramts seit WKII ist und bleibt Merkel – ein absolutes „Desaster“!
Den Schaden den diese Frau in 16Jahren angerichtet hat, wird man nicht mehr heilen können!
Mit "Desaster" meinte ich die derzeitige AfD in ihrer politischen Stärke.
Zu Frau Merkel ringe ich nach wie vor um passende Worte.
Nur soviel, meiner Einschätzung nach wäre "nichts" von ihrer Politik in der Form nötig gewesen, aber in meinen Augen hochintelligente Frauen wie Frau Prof. Dr. Süssmuth waren evtl. schon zu alt, wollten nicht oder, ich wage kaum den Gedanken niederzuschreiben, wären evtl. nicht gewählt worden?
Dazu sage ich dann doch, es ist verkehrt, zu sehr auf die Macht zu schauen.
Intelligenz hat ihre ganz eigenen wundersamen Wege.
Bin gespannt, was Herr Parntl über Frau Süssmuth sagen wird.
Da sie ihn erwählte, werde ich zuhören und versuchen zu verstehen.
Für Frau Dr. Merkel werden dann wohl Historiker bemüht werden?
Bis zu dieser fernen Stunde wünsche ich ihr ein Leben, in dem sie sich Leuten wie mir vielleicht näher bringen kann.
die AfD ist die direkte Konsequenz der Politik Merkels und des massiven Linksrucks der CDU und gewissermaßen auch der CSU.
Merkel hat die konservative Union so weit nach links geschoben, daß konservative Wähler wie ich es bin, nach Alternativen suchen mußten, denn eines steht für mich fest: linke Parteien sind unwählbar, denn Linke zerstören – IMMER!
Merkel hat den Weg für die faschistischen Grünen frei gemacht, sie hat grüne Politik betrieben, eigentlich auch logisch, denn sie wurde kommunistisch sozialisiert. Der Beleg für ihre 100% Linientreue ist ihr Studium und ihre Promotion, sowas durften Kinder von Pfarrern sonst nie.
Merkel ist das Grundübel, auf sie geht alles zurück, sie ist das Desaster, daß Sie jetzt bei der AfD sehen wollen. Die AfD ist lediglich das, was Merkel aus der Union vertrieben hat, die AfD ist die CDU vor Merkel.
Die Verteufelung der AfD dient lediglich dem Machterhalt der linken Kartellparteien, gäbe es Substanz, wäre die AfD längst verboten.
Wären wir noch in alten Zeiten, in denen >90% der Bevölkerung Regierung und Regierungsvertretern erstmal vertrauen, wäre die Sache klarer. Es wäre auch klarer, was "richtig, sachlich und zurückhaltend" ist, weil sich das letztlich an einer breiten Zustimmung in der Bevölkerung misst. Klar wäre der Fall auch, wenn Günther Amtsmittel verwendet hätte, um Nius direkt anzugehen, zu verbieten etc.
Wenn ein MP heute seine Meinung über eine Zeitung äußert, bin ich unsicher, wie das zu werten ist. Weder gibt es noch ganz große Mehrheiten, die automatisch auf der Seite eines MP stehen. Beim Streit um Nius geht es ja gerade darum, dass das nicht mehr der Fall ist. Noch würde man eine >90% Einigkeit in der Bevölkerung erreichen, was eine richtige, sachliche und zurückhaltende Äußerung über Nius oder irgendein anderes der strittigen gesellschaftlichen Themen wäre.
Insofern hat es in der jetzigen Situation mehr den Charakter von "politische Teilnehmer, MP, Nius, Lanz, sagen ihre Meinung"?
Dieses Urteil hat der Anwalt von Nius, Steinhöfel, ja offenbar erwartet.
Es ist ja auch nicht das Letztinstanzliche Urteil in dieser Sache.
Also wo ist das Problem?
Dieses Urteil wird in jedem Fall noch kassiert!
zu zitieren, es sitzen „ziemlich gute Leute“ in den Richtersesseln, die wissen schon, wen sie verurteilen und wen nicht. Der Günter gehört auch zu den „ziemlich guten Leuten“, ihm wird nichts passieren, da bin ich mir ziemlich sicher - leider!
Das Urteil ist ein ziemlich schlechter Witz, Günter hat bei Lanz klar betont NICHT als Privatmann, sondern als MP des Landes SH zu sprechen, wie kann da ein Gericht zu dem Schluß kommen, es sprach der Privatmann Günter. Das kann eigentlich nicht sein, es sei denn, es ging um den Schutz „ziemlich guter Leute“! Und genau darum ging es, das wird bei der nächsten Instanz nicht anders sein.
Ich hoffe sehr, daß ich irre.
Vor Gericht und auf hoher See sind wir dem Schicksal hoffnungslos ausgeliefert.
Herr Günther hat sich klar dokumentiert mit seinem Amt aufgeplustert, um seinen Bemerkungen ein größeres Gewicht zu verleihen. Mit diesem größeren Gewicht hat er einen Teil der freien Medien als Feinde der Demokratie markiert und damit Leuten, die sich selbst zur Repression und Gewalt gegen vermeintliche Demokratiefeinde ermächtigen, ein aus ihrer Sicht legitimes Ziel gegeben. Er wird damit zum geistigen Brandstifter. Ob er seine Vorliebe für Zensurmaßnahmen und Medienverbote nun als Privatperson oder als Ministerpräsident gemacht hat, ist eigentlich nicht wichtig: Er hat sich selbst demaskiert als jemand mit einem latent totalitären Politikverständnis.
"Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand haben". Aus ihm spricht eher Walter Ulbricht als Konrad Adenauer.
Die Union sollte sich für ihn schämen.
Noch ein Vorschlag an alle Talkmaster: Haben Sie immer ein Karnevalshütchen auf dem Tisch liegen, das sich jeder Amtsträger aufsetzen kann, wenn er als Privatperson spricht. So wäre diese Frage dann eindeutig geklärt.
"Die Einladung über die Staatskanzlei und die Anreise im Dienstwagen und mit Personenschützern sei ohne wirkliche Relevanz..." - Das ist glatt, wie Eis. Der Einladende fragt in der Einladung, ob der Gast als Privatperson kommen könne. Der Eingeladene gibt Rückmeldung, mit ja, nein oder Änderungsangebot. Dass Lanz Daniel Günther als Privatperson in seine Sendung einlud, ist aber völlig abwegig. Zudem hätte Lanz diesen Gast explizit als Privatperson vorstellen müssen. Man stelle sich vor, ein Richter lässt in einer Verhandlung am selben Vormittag gucken: "Privat kriegen Sie Freispruch, aber ich bin gerade Richter und Sie bekommen fünfzehn Jahre".
diesem Schmierentheater... - zu Recht.
Ich hoffe Herr Günther bekommt bei de nächsten Wahl die Quittung für sein undemokratisches Verhalten bzw. seine undemokratische Haltung, so wie die CDU auf Bundesebene auch für ihren Wahlbetrug (Politikwechsel 🤪) und ihre Führungsunfähigkeit auf ganzer Linie.
Eine Alternative muss her...!!
welches Hütchen Günther trug, das des MP oder das des Bürgers, als er Zensur und Verbot von unliebsamen Medienportalen forderte. Ein MP ist immer MP, auch wenn er sich als Privatperson ausgibt und NIUS – da bin ich mir sicher – klagte auch deshalb, um nochmals auf die Inhalte aufmerksam zu machen, die auch von Seiten der Privatperson Günther mehr als erschreckend sind. Ein Regierungschef fordert Zensur und Verbot von Portalen, die Dinge schreiben oder machen, die ihm nicht gefallen. Übrigens war die Unterstellung, dort sei alles fake, völlig daher gelogen. Kaum ein Portal liefert mehr Quellen und Beweise wie NIUS.
Es ist gut, wenn dieses Verfahren weitergeht und ein ordentliches, kein dienliches Gericht feststellt, dass ein MP, der so etwas sagt, dies ganz klar als MP nicht zu tun hat, weil, wie hier im Artikel festgestellt, es sonst zu einfach wäre, den widerlichsten Dreck zu fordern und sich dann auf die Meinungsfreiheit des Bürgers zu beziehen.
Günther ist ein gefährlicher Mann.
Als MP ist man niemals und zu keiner Stunde Privatperson, nicht mal auf dem Klo. Und natürlich weiß Herr Günther das. Mit seiner Vereidigung hat er den Titel "Privatperson" an der Garderobe abgegeben. Und bei passenden Gelegenheiten wird er auch immer behaupten, dass er schließlich der MP sei und eine entsprechende Behandlung und Beachtung verdiene. Insofern redet er ganz bewusst Blödsinn. Für wen sagt er das? Wer hört ihm noch zu? Für mich ist dieser Mann absolut out und unglaubwürdig. Er hat sich endgültig diskreditiert, spätestens mit seinem Satz, dass er ja nur Privatperson sei. Klappe zu! Abgehakt.
Ministerpräsidenten von Schleswig Holstein eine Rüge erteilen oder besagten Gesprächteil löschen lassen?
Ich verstehe, wenn sich renommierte Journalisten gegen eine evtl. "saloppe", aber tiefgehende "Beurteilung" eines Ministerpräsidenten ff. wehren.
Wie gesagt, die persönliche Beurteilung der eigenen Person kann nicht zum Gradmesser einer journalistischen Berichterstattung gemacht werden.
Ich finde eine detaillierte Auseinandersetzung um dieses Problem deshalb so wichtig, weil sich Zuschauer darüber ihre eigene Meinung bilden und Äußerungen eines Ministerpräsidenten, ob privat, öffentlich oder im Amte, großes Gewicht haben.
Andererseits finde ich es nicht schlimm, wenn Menschen in hohen Ämtern auch mal den einen oder anderen Fehler machen.
Zwar bedeutet eine lange Amtsausübung auch einen Zuwachs an Erfahrung, aber ich frage mich z.B. immer, ob Nebenberufliches bei Amtsträgern gestattet werden sollte.
Ich erwarte vollen Einsatz und volle Konzentration.
Außergerichtliche Einigung?
Fehler machen, aber Günthers Aussagen waren keine Fehler, sie waren eine logische Aneinanderreihung seiner Ansichten. Bestärkt noch dadurch, dass auch sein Landesverband, zusammen mit ihm, im Vorfeld längst Maßnahmen in Sachen Zensur gefordert hatte.
Wäre es ihm nur „herausgerutscht“, hätte er sich als vernünftiger Bürger schlicht und ergreifend entschuldigen können. Hat er aber nicht, sondern legte noch nach.
Daher ist eine außergerichtliche Einigung sowieso vom Tisch, da dieser Mensch keinerlei Schuldempfinden zu haben scheint.
Und was das Bilden der eigenen Meinung angeht... Da wurde dem geneigten ÖRR-Konsument ja in einer Folgesendung mitgeteilt(sprich als zu glauben „befohlen“), dass all das von Günther ja gar nicht so gesagt worden war.
Und ich verspreche Ihnen: die große Mehrheit der Deutschen weiß überhaupt nichts mehr von der Sache.
Ach so: "Löschen lassen" wären übrigens DDR-Methoden. Wollen sie so etwas?
Seit Wochen (!) sind hunderte Artikel und Beiträge zu dieser Äußerung von Günther veröffentlicht worden. SO IRRELEVANT ist die Meinung eines Ministerpräsidenten als "Privatperson".
Wenn die Elite die Wahl hat, demokratisch zu handeln oder sich lächerlich zu machen, wählt sie immer den Weg der Lächerlichkeit.
Herr Günther ist als Ministerpräsident Beamter auf Zeit. Für ihn gilt die gleiche Mäßigungspflicht, wie für jeden anderen Beamten. Und die geht weit über die Dienstausübung hinaus.
Wenn ich als verbeamteter Privatmann öffentlich eine Zensur fordere, kann mich das trotzdem mein Amt kosten.
Und erst recht trage ich keine Hoheitszeichen, wenn ich privat unterwegs bin. Dieser Beschluß kann und wird keinen Bestand haben.
Ich würde mir jetzt eine Recherche zur Parteizugehörigkeit des Richters / der Richter der Kammer wünschen. Meist erklärt sich daraus nämlich der Grund, aus dem das Vertrauen in den Rechtsstaat leider überaus berechtigt schwindet.
Man nennt unter Juristen die Verwaltungsgerichte auch häufig, die *kleinen* Verfassungsgerichte. Dass die 6. Kammer des VG Schleswig, besetzt mit drei Berufsrichtern, so eklatant die via Fernsehaufzeichnung klar belegten Beweise umdeutet und wertet hat bereits jetzt schon wieder allen Skeptikern gegenüber der Justiz neue Nahrung gegeben. Man beachte. Es wurde ja nicht die höchstrichterlichen Entscheidungen zu dem Thema in Frage gestellt, sondern schlicht und ergreifend einfach nur die Beweise bewusst und gewollt falsch ausgelegt und nur deshalb wurde aus dem MP Günther plötzlich der *Privatmann*. Ein Senat beim OVG Schleswig besteht auch aus drei Richtern. Ob die das auch verdrehen und die Beweise *falsch* bewerten, deuten und auslegen, dürfte bezweifelt werden. Liebe Cicero-Redaktion, ich schrieb unlängst in einem anderen Kommentar, man möge den weiteren Werdegang der drei Richter der 6. Kammer verfolgen, ob da nicht der ein oder andere jetzt noch Karriere macht. Das könnte gut sein.
