Abdul Ballout
Blumen am Tatort im Tiergarten; Fahndungsfoto von Abdul Ballout / picture alliance / Sipa USA | JNA PRESS

CSD-Attentäter Abdul Ballout - Porträt eines Terroristen

Der mutmaßliche CSD-Attentäter Abdul Ballout war schon als Grundschüler auffällig. Später radikalisierte er sich im salafistischen Milieu und schwor dem „Islamischen Staat“ die Treue. Nicht als erster Mann seiner Familie.

Ben Krischke

Autoreninfo

Ben Krischke ist Leiter Digitales bei Cicero, Mit-Herausgeber des Buches „Die Wokeness-Illusion“ und Mit-Autor des Buches „Der Selbstbetrug“ (Verlag Herder). Er lebt in München.

So erreichen Sie Ben Krischke:

Während in Berlin der Christopher Street Day gefeiert wird, steuert am Abend des 25. Juli ein weißer Transporter in eine Menschenmenge. Anschließend steigt der Fahrer aus und geht mit einer Machete auf Passanten los. Eine 65-jährige Frau aus Polen stirbt. Nach aktuellen Erkenntnissen werden weitere 31 Menschen teils schwer verletzt. Der mutmaßliche Attentäter heißt Abdul Ballout und ist erst 21 Jahre alt. 

Die Geschichte seiner Radikalisierung beginnt Jahre zuvor. Nach Medienberichten fällt Ballout, der als Sohn einer eingebürgerten libanesischen Mutter in Berlin geboren wird, schon als Grundschüler mit aggressivem Verhalten auf. Die Schule wechselt er zweimal. Später besucht er ein Förderzentrum, weil ihm erhebliche emotionale und soziale Entwicklungsprobleme attestiert werden. Die Förderung hilft nichts. Aus dem aggressiven Schüler wird zuerst ein Schulverweigerer ohne Abschluss und dann ein Krimineller. 

Seit 2021 in der salafistischen Szene

Ab 2019 wird Ballout wiederholt polizeilich auffällig. Wegen Körperverletzung, Betrug, Raub und Beleidigung. Im Februar 2022 wird er vom Jugendschöffengericht am Amtsgericht Tiergarten in Berlin wegen Körperverletzung und räuberischer Erpressung verurteilt. Im September 2019 hatte er auf dem Schulhof einer Berliner Oberschule zugeschlagen und im Oktober 2020 gemeinsam mit einem Komplizen ein paar Kopfhörer geraubt. 

Nach Angaben der Berliner Innensenatorin Iris Spranger war ein „zunehmender Prozess der Radikalisierung“ zum Zeitpunkt der Verurteilung aber schon angelaufen. Der Berliner Verfassungsschutz führte Ballout bereits seit November 2021 als Teil der salafistischen Szene. Er soll zeitweise einer missionierenden Gruppierung angehört haben, deren Ziel darin besteht, neue Anhänger für den Salafismus zu gewinnen. Die Sicherheitsbehörden beobachten ihn fortan über Jahre.

Seine islamistische Gesinnung trägt Ballout später auch ins Internet. Nach Erkenntnissen der Generalstaatsanwaltschaft veröffentlicht er im Juni 2024 auf Instagram Propagandamaterial des „Islamischen Staates“. Im Oktober desselben Jahres stellt er ein Foto eines Mannes als WhatsApp-Status ein – offenbar als Erinnerung an einen im Irak ums Leben gekommenen IS-Kämpfer. Wie sich später herausstellt, ist der getötete Islamist, den Ballout in seinem WhatsApp-Status heroisierte, sein Cousin. 

Der „Ajatollah von Tottenham“

Ballouts familiäre Verbindungen zum Dschihadismus gehören zu den bemerkenswertesten Aspekten dieses Falls. Wie aus Unterlagen hervorgeht, die libanesische Ermittler an den BND übermittelt haben sollen, hatte Ballout zwei Cousins, die dem „Islamischen Staat“ angehörten. Das berichtet die Zeit. Einer von ihnen, Abu Bilal, war der getötete IS-Kämpfer auf dem Bild. Der zweite Cousin, Muhammad, soll ebenfalls für den IS kämpfen oder gekämpft haben. 

Beide IS-Kämpfer sind Söhne der Schwester von Ballouts Vater – die wiederum mit Omar Bakri Muhammad verheiratet ist. Der heißt mit bürgerlichem Namen Omar Bakri Fustuq und gilt als einer der bekanntesten islamistischen Hassprediger Europas. Jahrzehntelang wirkte er in Großbritannien als ideologischer Stichwortgeber der internationalen Dschihadisten-Szene. Unter anderem pries der „Ajatollah von Tottenham“, wie er vom britischen Boulevard genannt wurde, die Attentäter des 11. September als „die großartigen 19“. 

Im Juli 2025 wird der spätere mutmaßliche CSD-Attentäter Ballout im Libanon festgenommen. Die dortigen Sicherheitsbehörden werfen ihm terroristische Bestrebungen vor. Aus mit deutschen Behörden geteilten Ermittlungsunterlagen geht hervor, dass Ballout über Messenger-Dienste Kontakt zu Kadern des „Islamischen Staates“ aufgenommen und sie um Unterstützung für eine Reise nach Syrien gebeten hatte. Dabei erklärte er, seine IS-Cousins hätten ihn empfohlen. 

Kein Anlass für ein Eingreifen

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland bleibt Ballout im Fokus der Sicherheitsbehörden. Die Berliner Polizei und das Landeskriminalamt beobachten ihn über einen längeren Zeitraum. Medienberichten zufolge wird sogar eine Kamera gegenüber seinem Wohnhaus installiert, die ihn regelmäßig erfasst. Noch kurz vor dem Anschlag zeichnen die Ermittler seine Bewegungen auf. Nach Angaben der Behörden gibt es allerdings keine konkreten Hinweise darauf, dass eine schwere Gewalttat bevorsteht. 

Gleichzeitig beschäftigt sich die Justiz erneut mit Ballout. Im Mai 2026 verurteilt das Amtsgericht Tiergarten ihn wegen anderer Straftaten zu einer Jugendstrafe von einem Jahr und zehn Monaten. Zugleich hebt das Gericht einen bestehenden Haftbefehl auf. Die Generalstaatsanwaltschaft hält das Urteil für zu milde und legt Berufung ein. Nach dem Anschlag gerät diese Entscheidung in den Mittelpunkt der politischen Debatte. Die Berliner Justiz weist den Vorwurf eines Fehlurteils zurück und verweist darauf, dass die rechtliche Bewertung des Falles unterschiedlich ausfallen könne. 

Ein Deradikalisierungsprogramm, an dem Ballout teilnimmt, zeigt offenbar keine Wirkung. Wenige Wochen nach dem Urteil des Amtsgerichts Tiergarten mietet Ballout einen weißen Transporter und fährt in Richtung Tiergarten. DNA-Spuren im Fahrzeug finden die Ermittler später ausschließlich von ihm; weitere genetische Spuren werden nicht entdeckt. Nach Einschätzung der Bundesanwaltschaft gilt damit als gesichert, dass er den Transporter selbst gefahren hat. 

DNA-Spuren von Ballout im Fahrzeug

Schon kurz nach der Tat verdichten sich die Hinweise auf ein islamistisches Motiv. Auf dem Mobiltelefon des Attentäters finden Ermittler ein Bekennervideo. Darauf ist nach Angaben der Bundesanwaltschaft eine vermummte Person zu sehen – mutmaßlich Ballout selbst –, die der Terrororganisation „Islamischer Staat“ die Treue schwört. Nach Informationen des Spiegel spricht der Mann in dem Video Arabisch. Das Material bestätigt aus Sicht der Ermittler, dass der Anschlag ideologisch motiviert war.

Der Fall wirft zahlreiche Fragen auf. Warum konnte sich ein seit Jahren polizeibekannter Intensivtäter weiter radikalisieren? Weshalb blieb jemand, der dem Verfassungsschutz seit 2021 bekannt war und von der Polizei beobachtet wurde, bis zuletzt auf freiem Fuß? Welche Konsequenzen hätte seine Festnahme im Libanon haben müssen? Und welche Rolle spielte sein familiäres Umfeld mit Verbindungen in den internationalen Dschihadismus für seine Entwicklung? Klar scheint allerdings: Schon viel früher hätte erkannt werden können, vielleicht auch müssen, welches Gefahrenpotenzial in Ballout steckte. 

mit dpa

Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Sabine Lehmann | Mi., 29. Juli 2026 - 15:58

Porträts der Opfer wären mir lieber. Porträts der Opfer sind auch eine Form der Wertschätzung und Wiedergutmachung (wenngleich auch nur minimal) einer Gesellschaft u. ihrer Politik, die jeglichen Fokus und jede Verantwortung verloren hat. So verschwinden diese nämlich zum x-ten mal in der Anonymität u. der abstrakten Vorstellung von Toten.
All das Leid, die persönlichen Schicksale, kaum jemand nimmt Anteil u. würdigt ihre Verluste. Es sei denn, es sind "besondere" Opfer, das sind sie dann, wenn die Täterklientel ins linke Weltbild passt, weil die Mörder aus dem angeblich rechten Spektrum kommen, siehe das Orchester der Heuchelei zum Jahrestag von München.
Und so werden die immer gleichen Artikel mit den immer gleichen Fragen zur Analyse u. den Befindlichkeiten eines Täters, eines Mannes, gestellt, der vereinfacht gesprochen zum Abschaum der Menschheit gehört und nur dazu taugt zum x-ten mal das Versagen deutscher Politik und Administration zu illustrieren. Same procedure as every day!

Walter Bühler | Mi., 29. Juli 2026 - 16:16

Antwort auf von Sabine Lehmann

Ich habe im Übrigen das Gefühl, dass wie beim 6-fachen Mord von Stade alles wieder mal routiniert unter den Tisch gekehrt werden wird, indem man -rechtzeitig zur Berlin-Wahl - die mediale Kritik nur auf die CDU beschränkt und konzentriert, die hinter der Brandmauer mehr oder weniger zufällig gerade an der Macht ist. Aber Linke, Grüne und SPD haben den Islamismus noch stärker protegiert und inkorporiert als die CDSU.

Es wäre außerdem schön, wenn auch all die staatstreuen und loyalen Journalisten sich ihrer wahren Verantwortung gegenüber unserem Land endlich bewusst wären.

Volle Zustimmung. Es wird sich erst was ändern, wenn Angehörige von Politikern oder sie selbst Opfer sein werden.
Inzwischen fordert Herr Schulz von MP von Sachsen Anhalt die Rücknahme des deutschen Passes bei Ausländern mit zwei Staatsbürgerschaften. Selbst Söder und Merz wollen das. Die CDU überholt die AFD in den Forderungen. Und das was sie fordern reichte dem Verfassungsschutz die AFD als rechtsextrem einzustufen. Und jetzt? Wird die CDU/CSU nun auch in Teilen als verfassungsfeindlich und rechtsextremistisch eingestuft? Das Netz ist inzwischen voll von Videos, die das alles belegen.
Und ja Frau Lehmann, Porträts der Opfer findet man wo?

Dass die Opfer solcher Gewalttaten in Deutschland totgeschwiegen werden, ist auch bei Opferschutzverbänden ein großer Kritikpunkt am System. Sie nennen es den zweiten Tod der Opfer. Die Gesichter, Namen der Täter brennen sich ins kollektive Gedächtnis ein. Die Namen der Opfer hingegen werden aus Datenschutz- oder Schamgründen oft verschwiegen. Eine unfassbare Schieflage:
Der Täter erhält ein Profil u. wird „verstanden“, die Opfer bleiben eine gesichtslose Zahl u. verschwinden in der Bedeutungslosigkeit. in der Opferforschung wird das als sekundäre Viktimisierung bezeichnet.
Wenn die Gesellschaft das Leid verschweigt, fühlen sich Betroffene im Stich gelassen. Aus diesem Grund fordern Initiativen auch in Deutschland reformierte Gedenkkulturen wie anderswo üblich. Bei uns wird tagelang über die Kindheit, die Psyche und die Radikalisierung der Täter endlos berichtet. Vor Gericht sind Opfer nur funktionierende Zeugen, um Entschädigung u. Hilfe müssen sie kämpfen. All das muss sich ändern!

Gisela Hachenberg | Mi., 29. Juli 2026 - 22:51

Antwort auf von Sabine Lehmann

Wie immer volle Zustimmung g zu Ihrem Kommentar, liebe Frau Lehmann. Dieser Fall wird noch 1/2 Tage die Medien beherrschen. Dann Übergang zum Tagesgeschehen, oder nächsten Messermord? Momentan ja täglich. Dann eine Weile Ruhe bis zum nächsten Anschlag, der garantiert kommen wird. Traurig, aber wahr!!!

Da wirken solche Durchhalteparolen wie ein Schlag ins Gesicht eines jeden Opfers und ihrer Angehörigen, denn offensichtlich waren sie nicht genug und nicht stark genug?! Was für ein Zynismus, was für eine Verachtung. Gesprochen wortwörtlich von unserem Bundeskanzler. Komisch, er nutzt die gleichen unsäglichen Sprechblasen, die gleiche verachtende Rhetorik wie seine Vorgänger:in.......
Und im Anschluss konstatierte er in gleicher Manier: "Wir lassen uns unsere Art zu leben nicht nehmen." Herrlich. Ich würde ihm antworten: Stimmt Herr Merz, die "Art" zu leben kann man uns ja nicht mehr nehmen, denn im vorliegenden Fall sind wir nämlich tot! Manchmal frage ich mich wirklich, mit wieviel Gehirnzellen manche Vertreter meiner Zunft so ausgestattet sind, liebe Frau Heim.

Natürlich meinte ich Sie, liebe Frau Hachenberg. Das passierte, weil ich woanders heute auch an Frau Heim etwas schrieb, da war ich jetzt zu sehr in Gedanken, Sie sehen es mir nach;-) Danke.

Detlev Bargatzky | Do., 30. Juli 2026 - 08:43

Antwort auf von Sabine Lehmann

Die ständige Präsenz der Fotos der Attentäter hat mich schon bei 9-11 gestört. Für mich war das eine Art postume Verehrung dieser Verbrecher. Und bei diesem aktuelle "Held"-en fühle ich nicht anders.
Vielleicht sollte man zukünftig die Fotos dieser "Helden" immer als Sticker auf einem Hundehaufen zeigen, damit für deren Angehörige und Fans klar wird, welcher gesellschaftlicher Rang diesen Typen zusteht.

Herbert Schultz-Gora | Do., 30. Juli 2026 - 15:25

Antwort auf von Sabine Lehmann

Also wer das Opfer kennt, wird um diesen Menschen trauern, aber die allgemeine Öffentlichkeit soll sich ein Bild des Opfers angucken...?

Ich würde es auch für unwahrscheinlich halten, daß Menschen, die im Fall des Falles zu Opfern werden, ihr Bild in die Medien gestellt sehen wollten... ein Bild in einer Traueranzeige in einer Lokalzeitung ist da was anderes.
Oder verstehe ich Sie falsch...?

Lesen Sie doch bitte nochmal meine Kommentare dazu, lieber Herr Schultz-Gora. Natürlich geht es bei der Reformierung unserer nicht vorhandenen Gedenkkultur von Opfern und Angehörigen NICHT darum, die Fotos der Betroffenen in Großaufnahme jeden Tag in der Bildzeitung zu sehen, sondern um den gesamten ignoranten und würdelosen Umgang mit ihnen quer durch sämtliche Institutionen. Das fängt bei Gedenkveranstaltungen an und endet in jahrelangen enervierenden Prozessen und Behördengängen, in denen Opfer und Angehörige um ihre Würde, Ihre Rechte, Ihre Entschädigungen und ihre Existenz kämpfen müssen.
Der Berliner Breitscheidplatz ist in dieser Hinsicht ein erschreckendes Beispiel für politisches, gesellschaftliches, mediales und institutionelles Versagen im System Deutschland. Und ja, dazu gehört auch der mediale Fokus und die Ausrichtung der Aufmerksamkeit. Und selbstredend kann man diese Menschen dort auch würdigen ohne diese in Großaufnahmen abzulichten. Andere Länder machen das besser.

Ich sehe gerade, dass meine Einlassungen zum Thema tatsächlich etwas missverständlich von mir formuliert wurden, lieber Herr Schultz-Gera. Ich versuche das anhand von Beispielen im Ausland darzustellen:
In Frankreich zum Beispiel sorgt die Presse im Anschluss an solche Gewalttaten, und damit meine ich nicht die Sensationspresse, dafür, dass die Allgemeinheit sich ein Bild von den Opfern machen kann. Sich ein Bild von jemandem zu machen geht ja auch ohne Foto. Außerdem gibt es dort, aber auch in vielen anderen Ländern, jährliche Gedenkveranstaltungen über die groß berichtet wird. Opfer und Angehörige fühlen sich alleine dadurch gewürdigt, weil sie sprichwörtlich gesehen und wertgeschätzt werden, in der seelischen Verarbeitung solcher Traumata immens wichtig, das wird oft unterschätzt. Bei uns hört man nie wieder etwas von ihnen, es sei denn unsere Politik kann den jeweils speziellen Fall instrumentalisieren, weil die Tat dem angeblich rechten Spektrum zuzuordnen war, siehe München.

Hans-Hasso Stamer | Mi., 29. Juli 2026 - 17:07

Na, da sind wir aber froh, dass die größte Gefahr in Deutschland von „räääcjts“ kommt. Bitterer Sarkasmus Ende.

Leider fehlt in diesem Artikel eine Erörterung der ominösen Organisation, die versucht hat, Balout zu „deradikalisieren“ und die seit ihrer Gründung inzwischen 75 Mio € Steuergeld bekommen hat. Der Chef namens Mücke, der jetzt als „Experte“ durch die ÖRR tingelt, ist gleichzeitig Chef einer anderen NGO, die gegen „antimuslimischen Ratsismus“ positioniert ist. Na, da ist er ja in den richtigen Kreisen, das kann ja nur gutgehen.

Ich möchte ja aus einer Mücke keinen Elefanten machen lieber Herr Stamer!
Aber für 75 Millionen hätte ich einen besseren Verwendungszweck. Zum Beispiel könnte man den überlebenden Opfern eine Traumatherapie und Schmerzensgeld spendieren.Können sie ja ggf. einklagen vom Täter? Oder besser einen Brief ans Bundeskanzleramt schicken? Hat ja damals auch geklappt. Ich glaube,ich muss demnächst bevor ich kommentiere zu diesem Thema auch einen DR-Kurs absolvieren. MfG

Liebe Frau Helm, das war ein bitterer Kommentar. Ich mache gleich in diesem Stil weiter. Vielleicht können wir diesen Kurs dann zusammen besuchen. Und ich bin sicher, es gäbe noch weitere Interessenten hier. Dank an unsere Politik, die uns eine solche Entwicklung seit Jahren ermöglicht.

Ja lieber Herr Stamer,ich gebe unumwunden zu,dass ich je mehr ich speziell durch den Cicero und meinen Mitkommentatoren und deren Erlebnisse erfahre,umso verbitterter und pessimistischer werde was unser Land und unsere Gesellschaft entwicklungsmaessig angeht.Manches Mal erkenne ich mich selbst nicht wieder. Denn das ist im Rückblick auf vergangene Zeiten eigentlich nicht mein Charakter wenn Sie verstehen was ich meine.Ein bis heute in der Erinnerung schlimmer Moment erlebte ich,als ich genau 1Jahr nach dem Anschlag in Berlin vor der Kirchentreppe mit den Kränzen stand und hinterher in der neugebauten,nach frischem Holz riechenden warmen Hütte saß,wo laut Betreiber der LKW zum stehen kam.So was macht etwas mit einem.Z.B. wenn man dann daran denkt wie Angehörige wie Bittsteller einen Brief schreiben mussten,um "empfangen" bzw. gehört zu werden.Ich bekomm schon wieder die Krise..Deshalb genug des Dramas! MfG

... gehört mMn zu dem anderen großen Problemkreis, nämlich zur heutigen Justizpraxis.

Justiz als 3. Gewalt MUSS ja im Wortsinne GEWALT gegen Menschen ausüben, nämlich solche, die gegen die Gesetze verstoßen.

Viele Richter und Staatsanwälte wollen diesen klaren Auftrag "menschlich" ausführen, was ihnen auch wohl niemand verübeln kann.

Aber heutige Staatsanwälte und Richter versuchen ganz intuitiv, die schwerwiegende (und schwere!) Anordnung zur tatsächlichen Gewaltanwendung gegen den Täter zu vermeiden, indem sie seine bittere Strafe durch eine eine sanfte Therapie ersetzen.

Der Täter verwandelt sich so vor Gericht in einen hilfsbedürftigen Kranken, der sogra manchmal mehr Mitleid verdient als sein Opfer.
---
Das hat dazu jedenfalls geführt, dass unzählige halbstaatliche oder private Organisationen entstanden sind, die der Justiz - natürlich gegen bares Geld der Steuerzahler! -entsprechende Therapie-Angebote machen.

So können Richter ein wenig besser ihre schwere Arbeit ertragen.

... gehört zu den Justiz-NGO's, und wird -wie alle NGO's - von der 1. Gewalt, von der Regierung finanziert.

Wie bei allen NGO's gibt es auch bei den Therapie-NGO's im Bereich der Justiz drei schwierige Probleme:

1. Wer garantiert, dass die von der NGO angebotene Therapie wirksam ist?
2. Wer garantiert, dass eine konkrete Therapie auch korrekt durchgeführt wird?
3. Wer beurteilt zuverlässig, ob eine konkrete Therapie erfolgreich war? Wann ist der Täter geheilt?

Ich vermute nun mal, dass - wie bei allen NGO's - auch in der Berliner Justiz keine wirksame Kontrolle der NGO's stattfindet.

Diese knallinke Organisation mit dem Namen „violence prevention network“, das in zehn Jahren 75 Mio € einsammelte, ist, wie wir erfahren haben, offenbar weitgehend unwirksam. Das allein wäre schon schlimm genug, nämlich eine gigantische Verschwendung von Steuermitteln.

Aber es kommt noch viel dicker: der Leiter ist gleichzeitig im Vorstand einer anderen NGO. Und diese NGO wendet sich – Überraschung! – gegen „Islamophobie“, womit nach linken Verständnis der Widerstand gegen die zunehmende und inzwischen kaum noch bestrittene Islamisierung Deutschlands gemeint ist.

Man hat also den Bock zum Gärtner gemacht, und das ist noch eine harmlose Umschreibung. Islamische Gewalttäter können hier also nicht nur auf ideologische Nähe, sondern auch auf absolutes Verständnis hoffen, doch mit ihren Aktionen vielleicht , bite bitte, ein bisschen wenig öffentlichkeitswirksamer zu werden. An dieser Stelle versagt mein Sarkasmus.

...müssen die Geld- und Auftrag-Geber beurteilen.
Ich kenne diese Organisation nicht.

Ich kann zum Thema beitragen, daß die Jahre, die ich mit psychiatrisch-psychotherapeutischer Arbeit in der Forensischen Psychiatrie mit als "nicht schuldfähig" begutachteten untergebrachten Straftätern gearbeitet habe, zu den interessantesten meiner ärztlichen Laufbahn gehören, denn da kommen auch Themen zur Sprache, mit denen sonst kaum jemand etwas zu tun haben will.
Wenn man die Auffassung teilt, daß die Menschenwürde unteilbar ist, dann kann man sich mit diesen Dingen befassen und gewinnt ein umfassenderes Verständnis von den schwierigen Facetten des menschlichen Wesens.

Der Leiter dieses „Netzwerks“ ist gleichzeitig Vorstandsmitglied in einer anderen NGO, die palästinensische Propaganda verbreitet. Ich glaube nicht, dass sie die richtige Art von Prävention (die ich Ihnen als professionellen Psychologen selbstverständlich nicht abspreche) damit vergleichbar ist. Das sind Aktivisten, keine Psychologen.

IH | Mi., 29. Juli 2026 - 17:17

Am Tag der Amokfahrt hat ihn noch eine Kamera des LKA in einem Video erfasst, als er von zuhause losfährt. Unfassbar, dass das Amtsgericht diesen Mann frei gelassen hat. Wenn man diesen Fall vergleicht mit zB Michael Ballweg, dessen Vergehen darin bestand, gegen Corona Maßnahmen zu demonstrieren, und den der Staat mit allen nur erdenklichen Mitteln verfolgt und jahrelang in U Haft gebracht hat und dessen Leben ruiniert wurde, dann wird offensichtlich, wie unterschiedlich Maß genommen wurde

Heidemarie Heim | Mi., 29. Juli 2026 - 17:20

Die mir an anderer Stelle angezeigt wurde, und weil ich lieber Herr Krischke angesichts der von Ihnen aufgeführten Erkenntnisse das Gefühl habe gleich platzen zu müssen, bombardierte ich meine KI mit einer weiteren harmlosen Frage zum Thema Sicherheit. Nämlich über wie viele elektronische Fußfesseln die BRD verfügt u. wo man sie finden kann? Antwort: Zur Zeit laufen um die 147 Personen damit herum und insgesamt wären lt. ungern herausgegebenen Daten ca. 500 (Stückzahl) bzw. Überwachungskapazität vorhanden.Aber die Bundesländer, also in dem oben erwähnten Fall haben keine eigens verfügbaren,sondern müssen von der in Hessen/Weiterstadt angesiedelten GÜL (Gemeinsame elektronische Überwachungsstelle der Länder,die zentral überwacht angefordert werden. So weit so schlecht.Denn wenn wir alle ungefähr 400 Gefährdern der Kategorie "gefährlich radikal" einen solchen Fußschmuck zur besseren Überwachung anlegen wollten,müsste Herr Dobrinth nicht demnächst einen Hersteller aufsuchen? MfG

Latyo Hawxa | Mi., 29. Juli 2026 - 22:42

Zu diesem interessanten Artikel möchte ich noch eine linguistische Anmerkung beisteuern. Der Name, unter dem der "mutmaßliche" Attentäter in den Medien geführt wird, nämlich Abdul Ballout, bedeutet soviel wie "Knecht der Steineiche". Das passiert, wenn man sich mit arabischen Namen nicht auskennt.
Viele Journalisten glauben, dass es einen arabischen Vornamen Abdul gibt, was allerdings nicht stimmt.
Abdul bedeutet "Knecht von" und kann nur in Verbindung mit dem Gottesnamen gebraucht werden, also Abdullah oder Abdallah "Knecht Allahs". Statt Allah kann man auch einen der Beinamen Allahs einsetzen, z. B. al-Karim "der Edle" oder al-Rahman "der Erbarmer". Der Attentäter hat wahrscheinlich diesen letzteren Namen geführt, nämlich Abd al-Rahman, was bei uns mit falscher Worttrennung als Abdul Rahman erscheint. Der Familienname Ballout (in französischer Schreibweise) bedeutet "Steineiche". Da das Bezugswort von Abdul (nämlich Allah bzw. al-Rahman) fehlt, ergibt sich der obige absurde Name

Sabine Lehmann | Fr., 31. Juli 2026 - 01:05

Antwort auf von Herbert Schultz-Gora

Was genau daran ist für Sie so interessant, Herr Schultz-Gora?

Urban Will | Do., 30. Juli 2026 - 08:23

Satz schon gelesen.
Und wie trivial sind sie doch. Antworten muss man gar nicht mehr geben. Jedes Kind kann sie beantworten. Ein Satz genügt: Deutschland hat versagt.
Ich hoffe, die KI lässt mich Weidel zitieren, zumindest indirekt.
Sie – und andere als „rechts“ abgekanzelte Menschen - sagen schon seit Jahren, dass dieser Staat die Kontrolle über die innere Sicherheit verloren hat.
Die islamistische Bedrohung ist doch nun wirklich seit Jahren präsent.
Die g...kranke Grenzöffnung von 2015 war der Turbo. Und seit Jahren sterben in diesem Lande Menschen als Folge dieser Politik und man hört immer die gleichen Floskeln. So wie die oben mit den zahlreichen Fragen.

Man hätte Merkel und ihre Willkommenskultur sofort stoppten müssen. Hat man nicht. Es wurde sogar als „Nazi“ stigmatisiert, auch nur Kritik zu üben.

Ich verstehe nicht, warum die Angehörigen der Opfer noch immer so ruhig sind. Bald ist eine Mahnwache in Frankfurt.
Alle Vertreter der hohen Politik haben abgesagt.
Noch Fragen?

...schreiben Sie, Herr Will.
Die Medien machen aus jedem Einzelfalll eine "Sensation"... und Leute wie Sie sind alarmiert, weil sie "generalisieren", d. h. den Einzelfall für den Regelfall halten.
Im istorischen und internationalen Vergleich ist das Leben in Deutschland außerordentlich sicher und die Bemühungen, jemand wie Herrn Balluot zu integrieren, waren erheblich, wenn auch in diesem Fall nicht erfolgreich.
Wer kann für Erfolg bei der Resozialisierung garantieren...?

dass keiner der Opfer-Angehörigen, all die vielen vergewaltigten, misshandelten, geschändeten, verletzten Frauen, Männer und Kinder, all diejenigen, die unter der komplett gescheiterten Migrationspolitik leiden mussten und müssen, das, was sie hier geschrieben haben, lesen. Wie viele "Einzelfälle" gibt es? Es sind einige Tausende.
Es geht nicht um die Frage, wie „sicher“ es hier noch ist, es geht darum, wie sicher es mal war, welches Leben hier geführt werden konnte, wie Weihnachtsmärkte, etc. abliefen und wie es heute aussieht. Es mag in vielen Ländern noch schlimmer sein, aber das ist nicht der Punkt.
Die Massenmigration integrationsunwilliger (nicht alle), unsere Kultur ablehnender (nicht alle) Menschen aus dem islamischen Kulturkreis (hauptsächlich) hat dieses Land komplett zum Schlechten verändert.
Das sieht und merkt man an jeder Ecke. Wenn Sie es nicht tun, dann Herzlichen Glückwunsch.

von Ballout angeht empfehle ich Ihnen, mal "Nius live" von heute morgen anzuhören (finden Sie bei Youtube). Dort wird genau analysiert, wer die Leute waren, die ihn hätten „deradikalisieren“ sollen. Da gibt es Verbindungen zu radikalen Linken, Antifa und was weiß ich noch.
Haarsträubend. Menschen, die sich dem Islamismus unterworfen haben, sollen Islamisten "deradikalisieren". Und kassieren Millionen an Steuergeld.

Das hören Sie nicht bei Heute oder Tagesschau.
Keiner kann den Erfolg von Resozialisierungsmaßnahmen garantieren, aber es besteht keine Pflicht, sich Armeen von Menschen ins Land zu winken, die so etwas überhaupt brauchen.
Und bevor Sie wieder loslegen: ich rede nicht davon, dass a l l e so sind, aber es sind zu viele hier. Und das ist das Versagen der Politik.
Und es wird noch viel Blut genau deshalb fließen, egal wie sicher Sie oder andere dieses Land halten.

Ja, so kann man es auch bezeichnen. Wir sehen einen hinterhältigen Anschlag, Menschen werden ermordet, andere schwer verletzt und für den Rest ihres Lebens entstellt....und Ihr Fazit lautet "Nicht erfolgreich integriert"!?
Das ist nicht zynisch, das ist menschenverachtend. Ihre Einlassungen hier zum Thema sind allesamt durchzogen von dem so typisch linken Duktus mit verdrehter und scheinheiliger Sprache und abgenutzten Phrasen die Tatsachen zu relativieren, zu beschönigen und ganz haarscharf an einer Täter-Opfer-Umkehr vorbei zu lavieren. Bei Leuten wie Ihnen mit dieser speziellen Haltung, würde ich mir wünschen, Sie würden sich mit der gleichen Hingabe und demselben Engagement für die Opfer und ihre Angehörigen einsetzen u. verwenden, auch in Ihrer Sprache, Ihrem Fokus. Ich empfehle Ihnen den Kontakt mit dem Weissen Ring, da würden Sie Sachen u. Begebenheiten erfahren, die sie inständig beten lassen werden, niemals so ein Opfer oder Angehöriger derselben zu werden, Herr Schultz-Gora!

Angesichts der Liste & Häufung von "Einzelfällen" allen ernstes noch diesen Begriff zu nutzen, ist Realitätsverleugnung. Ein Blick in Kriminalitätsstatistiken, tägliche Nachrichten, bundesweite Polizeiberichte(nicht zu vergessen "eigenes Erleben"), könnten erhellend sein u. Sie mit der Realität konfrontieren, Herr Schultz-Gora. Aber ich vermute, das wäre Ihnen gar nicht so recht, denn wenn die eigene ideologische Agenda nicht zur Realität passt, muss halt die Realität falsch sein, nicht wahr? Ach so, bevor ich es vergesse: Dass Deutschland "sicher" sei, ist ein gut gepflegtes Ammenmärchen. Die Parameter für manche Art von Statistik bei den Behörden werden oft modifiziert, weil den Behördenleitungen die erschreckenden Ergebnisse nicht passen, das wissen mittlerweile nicht nur Insider. Aber unser Pressewald ist mehr damit beschäftigt, sich bei etablierter Politik einzuschmeicheln u. so etwas wie eine Hofberichterstattung zu pflegen, das ist hinlänglich bekannt sehr gut für die Karriere.

Rolf | Do., 30. Juli 2026 - 11:24

„Schon viel früher hätte erkannt werden können, vielleicht auch müssen, welches Gefahrenpotenzial in Ballout steckte.“ – Nein. Es ist immer die Entscheidung des Täters selbst, ein Verbrechen zu begehen. Wir brauchen keinen Nanny-Staat, der uns dauerhaft behütet (aka überwacht) und am Ende die Schuld bekommt, wenn die „Präkognition“ wieder einmal versagt.

Viel zielführender wäre es, das Jugendstrafrecht nicht nahezu standardmäßig auf Heranwachsende zwischen 18 und 21 Jahren anzuwenden. Das war ursprünglich als Ausnahme gedacht. Nach allgemeinem Erwachsenenstrafrecht wäre der mutmaßliche Täter schlicht im Gefängnis gewesen.

Rolf Schmidt

Herbert Schultz-Gora | Do., 30. Juli 2026 - 14:17

...und hatte die Aufgabe, das Überleben der Menschen primär als "Sammler und Jäger" zu sichern. Schon mit der Seßhaftwerdung mit "Ackerbau und Viehzucht" und damit einhergehendem "Besitz" samt strittiger Grenzen ist das menschliche Wesen tendenziell überfordert, Bedrohungsgefühle bauen sich auf und so entstehen "Feindschaften", die sich aktuell wieder vermehrt in Kriegen entladen.
Herr Krischke betrachtet menschliches Miteinander möglicherweise unter streng logischen Gesetzmäßigkeiten analog "digitaler Systeme", wenn er im letzten Satz schreibt "Schon viel früher hätte erkannt werden können, vielleicht auch müssen, welches Gefahrenpotenzial in Ballout steckte."

"Muß... muß... da starb der Hund" pflegte mein Vater, Jg. 1906 zu sagen und vermutlich geht dieser Satz auf seine Erfahrungen im Schützengraben des Rußlandfeldzugs im WK II zurück.
Der Führer sagte "wir müssen siegen" und der Kamerad neben ihm brach von einem Geschoßsplitter getroffen zusammen.

Shit happens... oder...?

Jürgen Goldack | Do., 30. Juli 2026 - 15:13

"Hätte, hätte, Fahrradkette!" Es wurde fast alles gesagt und so ist es nicht notwendig all die durchaus stimmenden bedauernden und anklagenden Worte zu wiederholen. Und was nützen sie bei einer Politik wie auch einer Gerichtsbarkeit, dessen Personal schon sei zig Jahren jegliches Maß und Ziel im Umgang mit dem durchaus existierenden Gesetzen, mit dem Grundgesetz und unserer so oft schon herbei gebeteten Demokratie konsequent in den Wind schießt? Wir Deutschen sind entweder zu gut erzogen, zu gut dressiert, zu abgestumpft, noch auf die katastrophalen Fehlleistungen der Gerichte und vor allem der Politik zu reagieren. Da diese schon seit 2005/2006 zumeist radikal links positionierten oder nach dem Peter-Prinzip bewusst an Positionen ihrer Unfähigkeit beförderten Protagonisten weder eine Anlass noch den Willen haben - sie bekommen ihr unverdientes Geld trotzdem - irgendetwas im Sinne unseres Landes zu verbessern geht es weiter so. Messermorde, Bedauern, Klagen - der Nächste bitte!

...Herr Goldack, für sehr einseitig.... und deswegen ergänzungsbedürftig.
Es gibt Menschen, denen es schwerfällt, sich in eine offene Gesellschaft zu integrieren und ihre Interessen im Hinblick auf Kreativität und Lebensfreude zu verfolgen.
Das Anklagen und Bedauern ewig zu wiederholen... bringt nichts, da gebe ich Ihnen recht.
Auch einen Nanny-Staat, der vorneund hinten glaubt "helfen" zu müssen, lehne ich ab.
Es kommt, wie immer, auf eine gute Mischung von Unterstützung und Grenzsetzung an.

Alle Ihre Kommentare, in einem
versuchen Sie sogar den Täter zu verteidigen, sind zynisch. Mag sein, dass Sie Arzt sind (oder waren?). Auch die sehen manche Dinge falsch. Lesen Sie mal die übrigen Kommentare hier von Nicht-Ärzten, dann wird Ihnen
vielleicht einiges klar!?

...beschrieben mit den Worten (Zitat) "Nach Medienberichten fällt Ballout, der als Sohn einer eingebürgerten libanesischen Mutter in Berlin geboren wird, schon als Grundschüler mit aggressivem Verhalten auf. Die Schule wechselt er zweimal. Später besucht er ein Förderzentrum, weil ihm erhebliche emotionale und soziale Entwicklungsprobleme attestiert werden. Die Förderung hilft nichts. Aus dem aggressiven Schüler wird zuerst ein Schulverweigerer ohne Abschluss und dann ein Krimineller."

Ja, liebe Frau Hachenberg, ich bin Arzt... und hier wird jemand beschrieben, der mit dem Leben erkennbar nicht zurechtkommt.
Das spricht mich in meiner Professionalität an.
Was soll daran "falsch" sein...?
Im Bauwesen gibt es Architekten und Handwerker, die gerne neu bauen und es gibt welche, die gerne sanieren und renovieren.
Da Menschen nicht berechenbar sind wie z. B. Computer, können Versuche der Resozialisation bei Menschen scheitern.
Sie verwenden gerne "richtig vs. falsch"... ich eher nicht.