Covid-19 - Corona-Kanzler Söder

Im Kampf gegen die weitere Verbreitung von Covid-19 kämpfen die Ministerpräsidenten inzwischen viel für sich selbst. Das Warten auf die Kanzlerin hat damit in der Coronaviruskrise ein Ende gefunden. Ganz vorne dabei ist der bayrische Landeschef.

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Kein Zögern mehr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder / dpa

Autoreninfo

Christoph Schwennicke ist Chefredakteur des Magazins Cicero.

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So schnell geht es manchmal. In der Telefonschaltkonferenz mit der Kanzlerin soll sich Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet noch lautstark und vehement über das Vorpreschen seines bayerischen Kollegen Markus Söder in den Maßnahmen gegen das Corona-Virus aufgeregt haben.

Kurz darauf preschte er selbst vor. Und gab ebenso wie seine Kollegen Winfried Kretschmann in Baden-Württemberg und Volker Bouffier in Hessen ein Statement zu den gemeinsamen Beschlüssen von Bund und Ländern bekannt. Die Bundeskanzlerin trat eine gute halbe Stunde später im Kanzleramt vor die Presse und wiederholte, was die Länder-Regierungschefs schon verkündet hatten. Mit einem Unterschied: Hätte es keine irritierte Nachfrage eines Journalisten gegeben, so hätte Angela Merkel unwidersprochen verkündet, dass zwei Personen, die nicht aus einem Haushalt stammen, nicht mehr gemeinsam draußen unterwegs sein dürften. Das war der bayrische Weg, den sie da irrtümlich vortrug. Kurz darauf steht fest: Angela Merkel wird für zwei Wochen selbst nicht mehr draußen unterwegs sein. Zwei Wochen Quarantäne nach Kontakt mit einem infizierten Arzt.  

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Ernst-Günther Konrad | Mo, 23. März 2020 - 10:08

Obgleich ich kritisch gegenüber der Bewertung des RKI bin, so realistisch bin ich derzeit auch, das niemand gegen die Virushysterie ankommt. Ob diese Panikmache, die angstmachende Rhetorik berechtigt ist, ob die Maßnahmen berechtigt sind, sollte in der derzeitigen Situation nicht dazu führen emotionalgeladen zu streiten. Eine Analyse des Ganzen sollte nach der Krise erfolgen, wann immer sie als beendet erachtet wird. Aktuell Söder, den ich absolut nicht mag, an den Pranger zu stellen, weil er etwas tut, was andere erst gar nicht oder dann zaudernd umsetzen hilft derzeit keinem. Söders handeln, der Zustand des Gesundheitsystems generell, das Verhalten von AM, die Einschätzungen des RKI sollten später kritisch hinterfragt werden. Nur jetzt Pfauenkämpfe auszutragen, wo für viele Menschen die Gesundheit und der Existenz auf dem Spiel steht halte ich bei aller persönlicher Kritik am Umgang mit dem Virus derzeit für unangemessen.
Wie praktisch, AM steht unter Virusverdacht, nach ihrer Rede

...Merkel steht unter Virenverdacht.

Steht sie gar nicht, sondern nur unter Quarantäne. Aber warum auch differenzieren, wenn man die Pandemie, die mittlerweile weltweit 350.000 Infizierte und 15.000 Tote (John Hopkins) zählt, ständig als Panikmache kleinredet?

Oder den Regierenden in typisch verschwörungstheoretisch-abstruser Manier finstere Interessen unterstellt?

Ich nehme an, der "wissende" Kommentator würde ganz anders reden, wenn man ihn selbst in Quarantäne stecken oder gar an ein Atmungsgerät anschliessen würde.

Aber manche lernen es eben erst spät, wenn überhaupt.

Immerhin hat sich selbst die AfD von ähnlicher Häme, ein Jens Meier war mal wieder ganz vorne bei den verbalen Hässlichkeiten, wieder ganz schnell verabschiedet.

Ich wünsche Frau Merkel alles Gute, und dass sie sich nicht identifziert hat.

Regine Thamholz | Mo, 23. März 2020 - 18:45

In reply to by Gast

Ich wünsche mir nichts sehnlicher als, Frau Merkel möge sich endlich identifizieren- nämlich mit Deutschland, mit ihrem Land, mit unserem Land, mit meinem Land...

So sie kritisieren das RKI vermutlich sind sie kompetenter oder? Ich glaube nicht an Panikmache und Hysterie vielleicht muss allen der Ernst der Lage noch deutlicher gemacht werden weil noch zu viele den Schuss nicht gehört haben oder überhört haben.

Ernst-Günther Konrad | Mo, 23. März 2020 - 16:59

In reply to by Gast

Wenn Sie meine Kommentare hier im Forum lesen, stellen Sie fest, dass ich an keiner Stelle das RKI kritisiere. Ich kritisiere, das die Regierung sich offenkundig "nur" auf die med. Aussagen des RKI verläßt und zu keiner Zeit eben unterschiedliche Sichtweisen in ihre Überlegungen mit einbezogen hat. Jeder Politiker ist nur so gut, egal welche Partei, wie die fachliche Beratung ist und wie er in der Lage ist, diese Beratung kritisch zu hinterfragen, Gegenmeinungen zu hören und dann abzuwägen, zu welchen Entscheidungen er kommt. Zweifel zu haben, ist weder Verschwörungstheorie noch das Absprechen der Kompetenz. Zweifel haben bedeutet auch nicht, das man es besser wissen kann und muss, aber eben Fragen hat, die man derzeit erst gar nicht stellen darf, ohne, wie sie es ja auch gerade tun, von anderen als uneinsichtig oder unbelehrbar zu gelten, um jedwedes kritisches hinterfragen und durch Wortglauberei von vorne herein zu unterbinden. Das nennt die Kommunikationspsycholgie Rabulistik.

Sorry Her Konrad,kritisch sein sehe ich sehr positiv ebenso wie ihre Kommentare hier.Ich habe das wohl mit Kritik an der Arbeit des RKI verwechselt.Sicher hätte von Anfang an vieles anders laufen müssen.Aber wenn man in betracht zieht welch Jämmerliches Bild die Politik schon vor der Corona Krise abgegeben hat können wir froh sein dass nicht alles noch viel schlimmer gekommen ist.China ist in Sachen Virenbekämpfung besser vorbereitet unsere Experten hätten da sicher einiges lernen können.Hierzulande wurde unser Super Gesundheitswesen über den grünen Klee gelobt ,nun deutet man schon an dass es Italienische Verhältnisse auch in Deutschland geben kann.Ich freue mich für dass EU -Land Italien dass sie nun die Hilfe von Russland und Kuba zur haben.Uns Hilfe bekommen wir wahrscheinlich noch vom Kommunistische China und dem bösen Putin

Ernst-Günther Konrad | Di, 24. März 2020 - 12:15

In reply to by Gast

Mir geht es nicht um Recht haben, Mir geht es darum, das unser Denken im frei sein muss. Natürlich können wir nur Denken, wenn wir unsIinformationen beschaffen und für uns bewerten. Nach dieser Krise hätte ich einige Fragen an das RKI und die Politik. Ich schrieb an anderer Stelle, es ist nach meiner Auffassung jetzt nicht die Zeit, Söder zu kritisieren, weil er handelt, wie er eben handelt. Das es Unterschiede gibt muss nach der Krise geklärt werden. Ob zu spät reagiert, unterschätzt oder falsch beurteilt, sind alles Dinge, die man später analysieren sollte. Dies ist für mich zwingend. Deshalb sollte alles kritisch beäugt werden was stattfindet.Kritisch sein heisst ja nicht, das man anschließend nicht zum gleichen Ergebnis kommen kann. Kritisch heisst für mich vor allem, keine Denkschablonen sich zu unterwerfen und auch denen entgegen zu treten, die Kritik versuchen zu verhindern, zu verdrehen, mit Schlagworten zu diskreditieren. Demokratie heisst Einhegen der Macht durch Debatte.

Ich kann Ihre Skepsis nur teilen, Herr Konrad. Die vielen infizierten (vergleichbar mit Spanien) und die extrem wenigen (Zehnerpotenzen!) Toten, das lässt intelligente Menschen an jeder Statistik zweifeln.
Aber wird wirklich das Richtige getan? Singapur (wie auch viele asiatische Länder) haben seit Bekanntwerden von Corona (also seit Monaten) Körpertemperaturkontrollen an den Grenzen eingeführt. Die Menschen dort laufen überwiegend mit einem einfachen Mundschutz (zum Schutz der anderen!) in der Öffentlichkeit. Der Erfolg gibt ihnen Recht. Bei uns wird das nicht einmal diskutiert.
Bei uns ist das alles kein Thema. Dafür fahren wir unsere Wirtschaft und die menschlichen Kontakte herunter, bis hin zu einem Kontaktverbot. Unsere von Herrn S. hochgelobte Kanzlerin konferiert in dieser Situation jede Woche mit den MP.
Warum kann man nicht von den offensichtlich positiven Erfahrungen anderer lernen?

Natürlich ist ein einfacher Mundschutz aus Papier, Vlies oder Stoff, kein medizinischer für Klinikpersonal in hochinfektiösem Arbeitsumfeld. Gegen Tröpfcheninfektion aus der Atemluft in geschlossenen Räumen hilft aber auch ein einfacher Mundschutz, vielleicht nicht perfekt, aber eine ganze Menge. Ich würde bei entsprechender Notwendigkeit nicht ohne Mundschutz mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Auch in Geschäften sollte das Kassenpersonal nur mit Mundschutz arbeiten, was in meinem Supermarkt nur ein von fünf Kassierern aus eigener Initiative tut.

Robert Müller | Di, 24. März 2020 - 11:11

In reply to by Gast

Das Problem ist, dass es hier nicht die Mengen an Mundschutz gibt, wie in Asien. Selbst da wo sie unbedingt nötig sind - im medizinischen Bereich - reichen die Mengen nicht aus. Das sieht man daran, dass bei unseren Nachbarn das medizinische Personal in Massen sich infiziert. Im Nachhinein ist nun klar, dass Europa Anfang des Jahres in die Produktion derartiger Produkte hätte einsteigen müssen, was aber nicht geschah. In Asien hat man aus SARS gelernt, hier hingegen nicht. Auch die Sicherheitskräfte und die Verkäuferinnen bräuchten Masken, die es nicht gibt. In den Läden baut man jetzt an den Kassen Schutzsysteme auf, andere basteln sich einfache Masken. Ich selber konnte mir noch einige einfache Masken für 1€ kaufen, die aber kaum schützen. Die sind für den Handwerkerbereich gedacht gewesen. Ich nutze sie in der Bahn.

M.Klahm-Rauscher | Mi, 25. März 2020 - 15:47

In reply to by Gast

J.Spahn hat uns v. längerem versichert, dass D gut auf eine Virus-Krise vorbereitet sei. Die Realität: seit über einem Monat fehlen Masken, Schutzanzüge für Medizinisches Personal, Polizei, Verķäufer, etc..
Kliniken wurden unter dem Kosten-Nutzen-Diktat reduziert - der Gesundheitsbereich erweist sich als nicht krisenfest. Dabei hiess das oberte Gebot dort doch immer Prävention, nicht "Postvention".
Dagegen sind die Einhegungsmassnahmen z.B. in Kambodscha, Vietnam und Thailand - überall Schutzmaskenangebot, Temperaturkontrollen, strenge Quarantäne etc. - beeindruckend.
Immerhin nähen in D viele Frauen jetzt nach Internetanleitungen provisorische Masken - besser als nichts.
Vielleicht könnte man hier für Notfälle einen Verteiler organisieren?
Passen Sie gut auf sich auf.

Gestern im betreuten Wohnen erlebt, eine alte Dame klingelt verzweifelt bei einer ebenso alten Nachbarin und bittet um Zugang, weil sie verrückt wird vor Einsamkeit, so ihre Aussage. Es konnte ihr kein Eintritt gewährt werden, weil ein Verbot für Besuche in Wohnungen in Kraft getreten ist. Es gibt wegen Corona keine Veranstaltungen innerhalb des Hauses sondern nur Wohnungsquarantäne, obwohl hier Niemand erkrankt ist. Die Dame hat sich verzweifelt weinend in ihre Wohnung begeben und meine Nachbarin mit schlechten Gewissen zurückgelassen. Die meisten sind hier hochbetagt, gehbehindert und haben nur diese Gemeinschaft. Abstossend grausam habe ich das empfunden, dass man so alten Menschen auf ihren letzten Tagen jeden Kontakt ausserhalb ihrer Wohnung verbietet. Gesetze hin oder her, es gibt auch noch Menschlichkeit! Im Gelände können sie herumlaufen, allerdings auch nur mit großen Abstand und da manche seh- und hörbehindert sind, gibt es auch da Komplikationen. Traurig!

Kevin Seicht | Mo, 23. März 2020 - 10:09

Ich bin jedenfalls froh, dass es sich jetzt erstmal ausgemerkelt *) hat und andere den Takt vorgeben.
Laut anderen Pressemeldungen wollte Merkel noch 1 Woche zuwarten.

*) merkeln: alle mögliche vorschieben, besonders die angebliche notwendige Abstimmung mit der EU um notwendige, dringende Entscheidung verschieben zu können oder nicht treffen zu müssen.

Roland Völkel | Mo, 23. März 2020 - 10:57

In reply to by Gast

hat es sich erst dann, wenn sie endlich im Ruhestand ist, Herr Seicht! Solange dies nicht der Fall ist müssen wir weiterhin mit einer zaudernen, unentschlossenen und "vom Ende her denkenden" Kanzlerin leben. Oder es werden einsame Adhoc-Entscheidungen getroffen, diesmal aber ohne "ans Ende zu denken"!
Wie ist eine ihrer berühmten Worthülsen: "Wir dürfen uns in dieser Frage in Europa nicht auseinander dividieren lassen"; oder: Wir müssen in der Frage eine gemeinsame Lösung finden". Welch ein Hohn! D. ist z.Z. ein weißer Fleck mitten in Europa!
Der einzige, der z.Z. das Heft in die Hand nimmt und eine klare, unzweideutige Meinung bzw. Handelt, ist der bayrische MP Markus Söder.
Leute, wie einst der Polizeisenator (bitte beachten) Helmut Schmidt, der das Heft in die Hand nahm bei der Flutkatastrophe in Hamburg 1962, fehlen heute.
Der Mann hatte Führungsstärke (wie auch später als BK) & Charisma!
Tutto andra bene

Christa Wallau | Mo, 23. März 2020 - 10:18

Söder ist der Entschlossenste in den Schwesterparteien u. er kennt sich mit allen politischen Finessen am besten aus. Er ist - wie Laschet - Ministerpräsident eines Bundeslandes u. gewinnt laufend Zustimmung in Bayern sowie beim "Fußvolk" von CDU/CSU in der gesamten BRD.
Ich bin davon überzeugt, daß sich viele Wähler der "Mitte" nach all den Jahren des Hängens und Würgens bzw. überstürzter Entscheidungen Merkels sowie der Anpassung an den links-grünen Mainstream nichts sehnlicher wünschen als einen Kanzler, der klar sagt, was er vorhat bzw. auf keinen Fall tun wird u. dies konsequent in die Tat umsetzt.
Ich würde mich sehr freuen, wenn ich recht behielte, denn es wäre das Beste, was man für Deutschland zum jetzigen Zeitpunkt erhoffen kann. Der Erfolg der AfD, der mit Söders Wahl
zurückgehen dürfte, ist mir nicht so wichtig wie das Schicksal Deutschlands; und unser Land braucht jetzt nichts mehr als einen erfahrenen, entschlossenen u. k o n s e r v a t i v e n Politiker als Kanzler.

... gestriger Sendung angesehen: Geht's noch? Söder schlecht zu reden, um für Merkels Liebling Laschet die "Kartoffeln aus dem Feuer zu holen" ... was ist aus ModeratorInnen der Öffentlich-Rechtlichen geworden - wenn man in der momentanen Situation immer noch wie vor Wochen agiert, scheint man das wirkliche derzeitige Problem nicht erkannt zu haben. Ein Grund mehr, diese Talkshows zu meiden!!!

ganze Sendung angetan, Herr Kopic! Kommt nicht wieder vor. Wollte nur mal sehn, wie Frau Will die Sendung moderiert bzw. welche Fragen sie stellt. Die Fragen waren so etwas von hanebüchend, einfälltig und desorientiert, dass mir die Nackenhaare zu Berge standen. Die Frau ist völlig fehl am Platz bzw. absolut überfordert!
Im Vergleich zur phoenix Runde, mit dem Moderator A. Kähler, ist die Sendung bzw, Moderatorin, ein Nullsummenspiel!
In der Sportschau war sie besser aufgehoben. Mein Vorschlag: Besetzt diese Sendung mit Frau Sahra Wagenknecht. Die macht das vielleicht sogar ehrenamtlich? Das Niveau würde umgehend in die Höhe schnellen!
Tutto andra bene

Themensetzung sind angesichts der aktuellen Krise unterirdisch.
Da stellt sich neben dem TV-Zwang zur "Unterhaltung"die Frage nach Intelligenz und.... in Beantwortung dessen an die Anforderungsprofile der Bewerber*innen... was eine sarkastische Frage ist, da alle Ein-und Ausstellungen inoffiziell letztlich "privat" entschieden werden.
Nur so sind einige, trotz fehlender technischer wie persönlicher/sozialer Kompetenz, Fehlbesetzungen zu erklären. Das Wichtigste - siehe Programm-Vorschau- Ankündigungs-Clip Frau May Britt Illner`s - ist der Augenaufschlag. Selbst wenn der, bei visueller Würdigung , eher Entlassungsbegründung belegt.
Wenn schon bei TV nicht mal mehr optische Wirkung berücksicht wird, dann ist zur Frage Bewerbung und "Be"stellung alles im ÖR alles gesagt.
Geht bei diesen Sendungen schließlich um Nichts, jedenfalls um nichts Substantielles.
Ist nur ein Schaulaufen für innerparteiliche Schönheitswettbewerbe.

Lieber Herr Kopic,
Falls Söder wirklich kandidieren sollte, was ich nicht hoffe, wird es ihm ergehen wie allen bayerischen Kandidaten vor ihm (Strauß und Stoiber): Die vereinigte Linke, dazu zähle ich mittlerweile auch die CDU, wird in einer beispiellosen Schlammschlacht versuchen, ihn zu vernichten. Das hat er nicht verdient, außerdem brauchen wir ihn hier in Bayern als Fels in der links/grünen Brandung. Beispiel: ein frustrierter CDU Landrat aus dem LKr. Heinsberg giftet in beleidigender Form ("Großkopfeter") gegen Söder (RTL 22.3. - 18:45), weil der gehandelt hat statt nur zu schwätzen. Dieser Mann sollte statt der "Ab"standsregeln wohl besser die "An"standsregeln lernen. Na ja, deshalb ist er wohl auch nicht mehr geworden als Landrat.

Meinen Sie Landrat Pusch? Der, der in seiner Verzweiflung und zum Leidwesen der Union und seines NRW-Ministerpräsidenten einen Bettelbrief und das Angebot zu einer Städtepartnerschaft mit Wuhan an den chinesischen Staatspräsidenten Jiping
schickte. Das meinten die Tröster der Nation wohl nicht, als sie sagten, man könne ja auch mal wieder Briefe schreiben;-)Die Bundeswehr erbarmte sich ebenfalls seiner und lieferte ihm am Wochenende Atemschutzmasken, 2 Beatmungsgeräte und Schutzkleidung ausreichend für ca 3-5 Tage lt. Presse. Heute die Meldung über in Kenia "verschwundene" an Deutschland adressierte Lieferungen, die man erst bei Lieferung bezahlen wollte. Da hat wohl ein anderer dem Lieferanten ein besseres Angebot zwischenzeitlich gemacht? Erst ist angeblich die BW schuld, nun soll es die Bundeszollbehörde sein. Da kann einem einfachen Landrat in praktischen! Nöten, aber ohne Karriereambitionen in Richtung "Großkopferte" mit Recht schon mal der Hut hochgehen, oder nicht? MfG

Trotz meiner Vorbehalte gegenüber Herr Söder, fand ich es klasse, wie er auf sensationslüsterne wie dem Thema abseitige Fragen ( wer sich mit wem gekloppt hat während der Videokonferenz!)der Moderatorin Will sehr deutlich reagierte und sie entsprechend zusammenfaltete. Nach diesem Auftakt schaltete ich schon fast automatisch ab, da man sich denken konnte in welche Richtung es gehen soll. Die Gäste, geladene Experten dienten wohl mal wieder mehr der journalistischen Staffage in solch einer Talkshow. Alles Gute! Bleiben Sie alle gesund! MfG

Söder ist, wenn überhaupt, nur ein wenig besser als seine Kollegen Ministerpräsidenten. Vergleicht man sein Handeln mit Asien, dann liegt Bayern auch weit hinten. Wir sind in DE jetzt schon bei 30.000 Infizierten. Zum Glück ist unser Medizinsystem noch nicht zusammen gebrochen, wie anderswo in Europa, aber das ist nicht das Verdienst der Ministerpräsidenten. Und zu Merkel lässt sich überhaupt nichts Positives sagen: Sie hätte auch gar nicht da sein brauchen, geändert hätte das nichts.

helmut armbruster | Mo, 23. März 2020 - 10:35

als während der Flutkatastrophe 1962 in Hamburg Helmut Schmidt entschlossen und gekonnt das Krisenmanagement an sich riss, begann sein bundesweiter Aufstieg.
Die Krise hat nämlich auch ihr Gutes. Sie scheidet die Spreu vom Weizen. Sie zeigt schonungslos die Unfähigkeit der Blender und Maulhelden und die Fähigkeiten der Macher.
Vielleicht ist Markus Söder ein zweiter Helmut Schmidt.
Falls ja, wäre ihm das Kanzleramt zu gönnen.

gabriele bondzio | Mo, 23. März 2020 - 10:39

Herr Schwennicke, dass DE über eines der besten, wenn nicht das beste Gesundheitssystem der Welt verfügt. Mag ich mir nicht vorstellen, wie es anderswo ist.
Es ist unschwer zu erkennen, siehe Engpässe auf Positionen zur Eindämmung/Vermeidung Virus-Gefahr(Schutzkleidung Desinfektionsmittel u.a.) das drastischer Versäumnisse der Politik zu beklagen sind. Obwohl schon 2012 Fälle (außerhalb DE) bekannt und vom BA für Verbraucherschutz dokumentiert wurden: https://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Downloads/06_Gentechnik/ZKBS/01_Allg…
Die Behörden hatten 7jahre Zeit sich mit Maßnahmen auf den Virus einzustellen. Auch die Ausbreitung in China hat, meines Erachtens, wenig in DE in Gang gesetzt.

wie z.B. das prioritisieren des ökonomischen Prinzips auch im Gesundheitssektor. Sichtbar ist das z.B. durch das Ausdünnen des Krankenhausnetzes. Trotzdem: Deutschland dürfte noch immer zu den medizinisch am besten gerüsteten Staaten der Welt gehören.

Sicher hat auch hier der "Marktfetischismus" (der Markt wird es schon richten - oder: der private Sektor ist immer der erfolgreichere Marktspieler als der öffentliche) auch in Deutschland zu üblen Auswüchsen geführt.

Nun ist die Gier nach Profit nicht auf irgendwelche unternehmerischen Aktivitäten oder Sektoren begrenzt. Selbst viele "kleine Anleger" erhofften, durch entsprechende Unternehmenszahlen von ordentlichen Aktiensteigerungen bzw. Dividenden zu profitieren.

Andererseits kann kein Land der Welt jederzeit auf jede Art von Bedrohung gerüstet sein. Die asiatischen Länder haben ihren Vorteil alleine der Tatsache zu verdanken, dass sie infolge der letzten Sars-Krise besonders gewarnt waren und daher besonders aufmerksam reagieren.

Herr Lenz, selbst in diesen Zeiten wird die Personifizierung als Kompexitätsreduzierer im Journalismus eingesetzt. Es ist die einfache Einfachheit der Einfachen. Lassen Sie uns weiterhin versuchen, dieser Vereinfachung zu widerstehen, bleiben wir vielschichtig und anpassungsfähig, denn es dient einem überlebensfördernden Handeln. Kooperation und Solidarität statt Eigensinn sind jetzt gefragt. Auch Schwennicke scheint noch nicht den Schuss gehört zu haben. Das Geschäftsmodell und journalistische Alleinstellungsmerkmal in der Aufmerksamkeitsökonomie bleibt bei diesem „Cicero“ Merkel, Merkel, Merkel. Dieses Merkel-Mantra erhöhte jedoch lediglich die Follower-Frequenz und zog AfD-Funktionäre und Sympathisanten auch aus dem Osten an. Seitdem geht es den Protagonisten um Destruktionen aller Art, nicht etwa um Kooperation und Solidarität.

Man wollte die Konservativen, und bekam die Populisten und so manchen Extremisten. Die Geister, die man rief, wird man so einfach nicht mehr los. In diesem Forum hat man den Cicero schon oft als Magazin "abseits des Mainstreams" bejubelt, das die eigene - neurechte - Meinung abbildet und damit als integrierter Teil der "Bewegung" angesehen wird.

Gleichwohl ist mir schleierhaft, wie passiv die Redaktion dies nicht nur zu akzeptieren scheint, sondern durch ständige Vorlagen (Merkel, Merkel, Merkel, Greta...) auch noch fördert!

Ruf und Anspruch auf Seriösität ist es sicher nicht dienlich, wenn dieses Forum zu einem Ort geworden ist, an dem regelmässig der AfD-Anhang, nebst Verschwörungstheoretikern und ganz Rechten, seine Aggressionen verbal auslebt. So mancher veröffentlichte Kommentar ist schon nicht mal mehr grenzwertig.

Herr Lenz, ich kenne den „Cicero“ noch aus der Zeit von Michael Naumann und kann vergleichen. Da war noch Substanz vorhanden, auch in den eingekauften redaktionellen Beiträgen. Da gab es noch Beiträge von Leuten wie z.B. einem Prof. Drosten oder Prof. Wieler und viele andere, die „Evidenz erzeugen- Wissen teilen- Gesundheit schützen und verbessern“ wollen, denn es geht auch darum in die Zukunft zu kommen.

Da hapert es hier gewaltig. Das ist politisch/mediales Polit-Entertainment und nennt sich auch noch Öffentlichkeit. Man sieht jetzt überdeutlich, wie bestimmte Wirklichkeitskonstruktionen, die besonders hier produziert werden, bedeutungslos und unwichtig werden angesichts dieser Situation. Bestimmte Medien werden das auch nicht überleben.

P.S.: Die eingestellten Kommentare sind mehr als grenzwertig (auch im juristischen Sinne).

Ein zweiter Versuch einer Antwort an Sie Herr Lenz. Vereinfachungen komplexer Zusammenhänge sind ja das Spezialgebiet der Populisten und eigentlich uninteressant. Diesen Erzählungen (fiction) wird gegenwärtig die Legitimation entzogen, denn die hatten ja auch gar keine Vorstellung von Gesellschaft, lediglich von Inszenierungen, oder eine Abfolge von Inszenierungen. Sie legten Bühnenverhalten an den Tag, man trat auf, ging wieder ab. Dieser Selbstdarstellung („Gesinnungsethik“) wurde unendlich viel medialer Raum gegeben- viele lebten davon. Es wurde jedoch immer trivialer, auch im parteipolitischen Entertainment.

Plötzlich tauchte dieses Virus auf. Uns wird gerade vor Augen geführt, dass ein Virus die Gesellschaft in´s Chaos stürzen kann. Plötzlich geht es wieder um das Funktionieren („Verantwortungsethik“). Wahrscheinlich werden wir noch Maßnahmen erleben, die bisher undenkbar erschienen (sozio-ökonomisch), damit Gesellschaft funktioniert.

... und wenn das nicht hilft: Sie haben Glück, denn 95% aller Magazine schreiben doch in Ihrem Sinne ... also freuen Sie sich doch einfach und lesen in Spiegel & Co ... wird schon kein zweiter Relotius dabei sein ;)
Ich kann nur für mich sprechen: Ich bin Cicero dankbar, dass er NEUTRAL agiert!

Sind Aussagen wie "Sie kennen mich liebe Wählerinnen und Wähler" und "Wir schaffen das, wir haben es bisher immer (irgendwie) geschafft!" so viel komplexer werter Herr Jasper? Frau Dr. Merkel ist als Bundeskanzlerin nun mal unsere "personifizierte Regierung"! Ob Parteitagsbeschluss der Union bezüglich Rücknahme/Reform des unseligen GKV-Modernisierungsgesetzes oder ein aufmüpfiger, zu bändigender Innenminister, die Regierungschefin nimmt sich der Dinge höchstpersönlich an im Zuge ihrer Richtlinienkompetenz. Vielleicht hatte Herr Schwennicke wie ich auch, unter der ein oder anderen ihrer Entscheidungen zu leiden und deshalb sozusagen als "Zielperson Eins" auserkoren. Bewundernswert auch, wie Sie den Bogen von Merkel-Mantra zu den damit verbundenen destruktiven Protagonisten aus dem Osten spannen und dem Cicero, auch dem Chefredakteur unterstellen mit Vereinfachungen und Unterkomplexität unerwünschte Follower-Frequenzen zu fördern. Dies hat das Magazin gewiss nicht nötig! MfG

an den Einfachsten.
Der von mir sehr geschätzte "einfache" Herr Schwennicke hat den "Schuß" nicht gehört. Aber den Kanonenschlag, der über uns hinein bricht. Einfach so, ohne Vorankündigung!
Die Kanzlerin (max. 2 Personen) war ja nicht mal fähig, einen einfachen, nicht bundeseinheitlichen Beschluß, fehlerfrei zu verkünden.
Extra für sie, der Einfachheitshalber, hat die Kanzlerin die ernste Lage noch einfach nicht begriffen. Da hat der einfache bayrische MP das Ruder einfach an sich gerissen und ganz einfach die Richtung gewechselt.
Einfach gesagt, die Dame mit der Richtlinienkompetenz, bekommt es nicht allein auf die Reihe!
Und ihr Trump-Sprech:"...AfD-Funktionäre und Sympathisanten...ist ja nun einfach völlig fehl am Platz. Haben sie sich, hier im Forum, irgendwo einfach angesteckt?
Simplicity is the simple, simple is its lot.

Für den Normalbetrieb ist qualitative und quantitative Effizienz meist richtig. Dies heißt ja nicht, dass es keine transparente und mit Sonderbudgets geplante und vorgehaltene Reserven geben soll - Reserven an Raum, Ausrüstung, Verbrauchsmaterial und Personalplanung. Man darf nicht immer alles zusammenmischen was nicht zusammen gehört. Die Reserven sind selbstverständlich vom Steuerzahler, und nicht vom KH-
Betreiber, und nicht von den GKV/PKV zu bezahlen. Krankenhausplanung ist Ländersache.

Wohl wahr werter Herr Lenz! Wohl auch das am besten finanzierte und für die, die es ökonomisch auszunutzen wissen wohl auch das lukrativste. Siehe mitunter schon immer die höchsten Pharmapreise, die man nichts desto trotz durch Auslagerung aus D, der ehemaligen Apotheke Europas nach China und Indien als noch gewinnbringender generierte. Selbst Jahrzehnte im Gesundheitswesen arbeitend als Angestellte in vielen Bereichen, auch als Selbstständige , könnte ich Ihnen zu fast allen "Schwachpunkten" unser System betreffend so einiges sagen. Besonders zu den Arbeitskräften, ohne die das ganze schöne, lukrative Geschäftsmodell, angefangen bei den 100 KKs mit ihren gutdotierten Vorständen, über die KVen, Gesellschafter von Kliniken und Pflegeheimen, nicht vorhandene Gewerkschaftsvertretungen, Apotheken die schon seit Monaten fehlende Medikamentenlieferungen beklagen, bis zu den z.Zt. an vorderster Front kämpfenden Ärzten und Pflegekräften, die auch schon vorher völlig am Limit arbeiteten!FG

Gute Ärzte und Pflegepersonal finden Sie überall auf der Welt - selbst in Afrika - gegen cash. Ich möchte Herrn Schwennicke dafür danken, dass er das hier für DE ausdrücklich erwähnt. Herr Söder handelt - verantwortungsbewusst, klug, vorausschauend und vor allem führend. Das gibt in diesen Zeiten den Menschen Sicherheit und Vertrauen. Und genau das brauchen wir jetzt und das beste Gesundheitssystem der Welt! Wohltuender Beitrag, Herr Schwennicke.

Romuald Veselic | Mo, 23. März 2020 - 11:53

Ansage, die in diesen Zeiten, bar jeder Ideologie ist. Denn, so gesehen, auch die beste Larifari Demokratie, kann nichts gegen Pandemie ausrichten.
Disziplin bezieht sich nicht nur im Bezug zum Einhalten der entsprechenden Regeln, sondern ist ein Charakterteil, der unterschiedlich ausgeprägt ist.
Die Hamsterkäufer gehören auch dazu. Die Entdeckung des Klopapiers in Krisenzeiten. Ein Königreich für volle EU-Palette mit WC-Artikel.
Dies geschieht deshalb, weil man nicht dagegen vorging. Die Appelle sind dazu da, sie nicht zu befolgen.

Urban Will | Mo, 23. März 2020 - 12:34

der Typ, den ich mir als Kanzler wünsche und ich halte ihn nach wie vor für einen Windfähnchenpolitiker – gemessen an seinem Werdegang bisher.

Nun aber glaube ich auch, dass er sehr verantwortungsvoll dahingehend handelt, als er den maximal möglichen Schutz der Menschen konsequent angeht.
Diese Maßnahmen hat er nicht erfunden, ich denke, er hört mehr als andere auf den Rat der Fachleute, die vermutlich noch weiter gehen würden.
Es war schön zu hören gestern bei Will, dass mal einer den Eid erwähnt, den er geschworen hat beim Amtsantritt.
In den letzten Jahren schien die Bedeutung dieses Eides verlorengegangen zu sein, gerade bei der Kanzlerin.

Wenn Corona länger dauert als sogar befürchtet, das Virus also den Wahlkampf 2021 mitprägt, dann hat Söder gute Chancen.
Wenn nun aber der Kampf gegen das Viruns zu Gockelgefechten der Aspiranten ausartet, dann hat keiner von ihnen ein Amt „verdient“, dann sollte man sie federn und in den Hühnerstall schicken.

Klaus Funke | Mo, 23. März 2020 - 12:44

... da haben Sie Recht, lieber Herr Schwennicke. Ich denke, dass das derzeitige Krisenmanagement in Sachen Corona entscheidet, wer den Staffelstab von Merkel übernimmt (ich wünsche ihr alle Gute. Corona als Betroffene hat sie nicht verdient). Laschet wird es nicht sein. Der agiert derzeit aufgeregt, wirkt überfordert, wiewohl er von den Medien hofiert wird. Ja, wie seinerzeit Helmut Schmidt oder auch Gerhard Schröder oder andere agiert haben, wird entscheiden, wer das Land führen wird. Immer in der Geschichte der Menschheit wurden die besten Krisenmanager nach oben gespült. Ja, Söder wirkt da souverän und er zeigt auch schon den nötigen Machtwillen und den Biss, der gebraucht wird und der im Volke beliebt ist. Merz (köstlich, gestern bei Richling!) ist out. Er ist kein Praktiker und Macher. Ich denke auch, mit Söder würde es die AfD schwer haben, ihre Positionen zu behaupten. Sie wird schrumpfen. Natürlich kläfft jetzt die Linke. Denen ist es nie um Deutschland gegangen. Fußnote!

Klaus Funke | Mo, 23. März 2020 - 12:44

... da haben Sie Recht, lieber Herr Schwennicke. Ich denke, dass das derzeitige Krisenmanagement in Sachen Corona entscheidet, wer den Staffelstab von Merkel übernimmt (ich wünsche ihr alle Gute. Corona als Betroffene hat sie nicht verdient). Laschet wird es nicht sein. Der agiert derzeit aufgeregt, wirkt überfordert, wiewohl er von den Medien hofiert wird. Ja, wie seinerzeit Helmut Schmidt oder auch Gerhard Schröder oder andere agiert haben, wird entscheiden, wer das Land führen wird. Immer in der Geschichte der Menschheit wurden die besten Krisenmanager nach oben gespült. Ja, Söder wirkt da souverän und er zeigt auch schon den nötigen Machtwillen und den Biss, der gebraucht wird und der im Volke beliebt ist. Merz (köstlich, gestern bei Richling!) ist out. Er ist kein Praktiker und Macher. Ich denke auch, mit Söder würde es die AfD schwer haben, ihre Positionen zu behaupten. Sie wird schrumpfen. Natürlich kläfft jetzt die Linke. Denen ist es nie um Deutschland gegangen. Fußnote!

Markus Michaelis | Mo, 23. März 2020 - 14:13

Unser Gesundheitssystem ist sicher nicht schlecht, aber ich hoffe, dass aus der Krise auch einiges gelernt wird. So vorbereitet wie Länder in Asien, die schon Virus-Erfahrung haben, waren wir nicht.

Wenn man Berichten von Erkrankten glauben kann, gibt es noch genug Potential: es dauert lange, bis Testresultate kommen, es gibt zuwenig Tests, man bekommt keine klaren Anweisungen vom Gesundheitsamt oder erreicht es erst gar nicht.

Ich fände es auch beruhigend, wenn man es jetzt schaffen würde, schnell Massentests bereitzustellen, und wenn eine hochentwickelte Industrienation dazu in der Lage wäre, kurzfristig ausreichende Mengen an Atemmasken und Schutzkleidung bereitzustellen. Vielleicht können wir soetwas ohne China auch nicht mehr - das wäre auch eine Lücke, die wohl zu beseitigen wäre.

Wie in einer noch nicht veröffentlichten Antwort bezüglich den Schwachstellen, welches auch im Vergleich zu anderen sehr gutes deutsches Gesundheitssystem angesichts einer ernsten Krise doch auch aufweist, haben Sie anhand der Beispiele natürlich recht werter Herr Michaelis! Nichts ist so perfekt, das man es nicht verbessern könnte was wir teilweise nun schmerzhaft in der Praxis erleben müssen. Wie wir in anderen Ländern erfahren mussten sind Geld, Technik und Bettenkapazität nicht alles wenn das dazu notwendige Personal fehlt. Wie Sie auch bemerkten, wurden vorteilhafte Strukturen gegenüber anderen EU-Ländern wie sie unsere Gesundheitsämter darstellen genau so kaputt gespart bzw. durch die schlechtere Bezahlung von z.B. den Amtsärzten unattraktiv gemacht, wie an vielen anderen Stellen der öffentlichen Daseinsvorsorge. Ein anderes vorrangig zu behandelndes Thema sind in der Tat ein Mangel an Schnelltests um schnelle und umfassende Quarantänemaßnahmen zu ermöglichen. Alles Gute! MfG

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