Spahn
Ex-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn / picture alliance / Flashpic | Jens Krick

Corona-Aufklärung und Masken-Affäre - Jens Spahns Masken-Deals sind eigentlich nur ein Randaspekt

In der Masken-Affäre von Jens Spahn fordern Grüne und Linke einen Untersuchungsausschuss. Dagegen ist nicht per se etwas einzuwenden. Allerdings gab es während der Corona-Jahre viel gravierendere Vorfälle und Verfehlungen, die deutlich mehr Aufklärungseifer verdienen.

Ben Krischke

Autoreninfo

Ben Krischke ist Leiter Digitales bei Cicero, Mit-Herausgeber des Buches „Die Wokeness-Illusion“ und Mit-Autor des Buches „Der Selbstbetrug“ (Verlag Herder). Er lebt in München.

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In deutschen Medien wurde erstmals Anfang des Jahres 2020 über eine in China ausgebrochene Lungenkrankheit berichtet. Der erste Fall einer Corona-Infektion hierzulande wurde dann am 27. Januar 2020 in Bayern offiziell bestätigt. Es war der Anfang einer politischen Irrfahrt, die sich über mehrere Jahre erstreckte. Sich klammernd an den Begriff der „Solidarität“ – was damals schon irrsinnig war, weil sich Solidarität nicht einfordern lässt –, ließ sich nahezu parteiübergreifend erst kollektive Angst und Überforderung beobachten, dann ein großer Übereifer, politisch ordentlich durchzugreifen. 

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Markus Michaelis | Mo., 7. Juli 2025 - 13:30

aber noch mehr habe ich es so in Erinnerung, dass man kaum behaupten kann, Spahn wäre es um persönliche Bereicherung oder Parteipolitik gegen zB die Grünen gegangen. Es hat damals unter den etablierten Parteien ein Konsens geherrscht, dass Corona alles unterzuordnen ist. Die Beschaffung von Masken um jeden Preis war zum damaligen Standpunkt glaube ich eher Ausdruck von Anpacken und richtige Prios setzen. Politik besteht aber oft daraus, die "richtigen Prios" von gestern morgen anzuprangern, und wenn es nur ist, weil man irgendein "Bedarfsfeststellungsverfahren" nicht eingehalten hat.

Und ich sehe es auch so, dass Corona, aber auch andere Themen, gezeigt haben, dass es tief in der menschlichen Natur liegt, irgendwelche Auffassungen als übergeordnet richtig zu erklären (wissenschaftlich, demokratisch, menschlich, was auch immer) und dann eher hart gegen Menschen vorzugehen, die die Dinge anders sehen.

Demokratie sollte da etwas Mäßigung reinbringen !?

Walter Bühler | Mo., 7. Juli 2025 - 13:33

Ich stimme Ihnen voll zu, Herr Krischke.

Ich würde bei Corona auf den Verrat der deutschen Kirchen an ihren kranken Mitgliedern hinweisen.

Au0erdem auf die strukturelle Dummheit all der Politiker und Journalisten, die jemanden wie Greta Thunberg und wie Wladimir Selenski als unkritiserbare Heilige inszeniert haben, und gleichzeitig zahllose Menschen als Klima-Leugner und Putin-Versteher in die Hölle verdammt haben.
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Die Prediger dieser manichäischen Weltsicht, die sich auf völlig ungerechtfertigte Arroganz stützt, haben noch noch heute das Sagen und richten weiterhin gewaltiges Unheil an, auch wenn sie jetzt aalglatt um Trump und Netanyahu herumschleimen und sich wegducken. Solange es ihren niederen politischen Zielen dient, fordern sie bei Corona Aufklärung. Damit ist sofort Schluss, wenn es sie betrifft.

Ingofrank | Mo., 7. Juli 2025 - 15:14

stehen doch in keinem Verhältnis, zu den Unwahrheiten, Halbwahrheiten und Lügen der Merkelregierung zu kompletten Causa Corona !
Was ist denn die durch Merkel durchgesetzten von Gerichten bestätige Einschrenkungen der Grundrechte in Geld ausgedrückt wert ? Was kostet die verloren gegangene Menschlichkeit der Isolation der Alten & Gebrechlichen in Pflegeheimen ? Was ist es der Merkel und ihren Paladinen wert, wenn Angehörige ihre sterbenden Eltern diese nicht auf ihren letzten Weg begleiten konnten ?
Diese grün roten Speichellecker und Mitverantwortlichen habt ihr mal darüber nachgedacht ? Wenn Coronaaufarbeitung für die ich stehe dann gehört aber alles auf den Tisch ….. vergesst nicht, der eine Finger der Hand mit der ihr auf Span zeigt, zeigen vier zu euch selbst. Und das heißt nicht, Jens Span freizusprechen ! Wenn muss alles auf den Tisch auch euer eigenes mitmachendes Handeln !
Mit besten Grüßen aus der Erfurter Republik

Ann-Katrin Grönhall | Mo., 7. Juli 2025 - 15:29

Ich hatte das Glück auch während der Corona-Zeit in Schweden zu leben.
Ich bin Anders Tegnell heute noch dankbar und das die schwedische Regierung auf ihn gehört hat.

Jürgen Goldack | Mo., 7. Juli 2025 - 15:58

Wieder einmal ein absolut treffender Artikel, Herr Krischke. Ich zähle mich - von einem gewissen Stolz beseelt - zu dem Kreis der Impfverweigerer, FPII-Masken-Verweigerer und auch der Pandemieleugner. Grund war, es war für mich nicht nachvollziehbar, wie sich eine durch Viren verursachte Seuche innert 14 Tage rund um den Globus verbreiten sollte. Auch der Maskenzwang war unlogisch wo doch Viren kleiner sind als die Poren der Masken. Und die Masken selber, Staubschutzmasken, sollten nach vorheriger ärztlicher Untersuchung auf Grund evtl. Gesundheitsschäden max. 1,5 Std. getragen werden (RKI 2018)! Auf einmal x-beliebig lang (RKI 2021!). mRNA-Impf-Sera wurden im Teleskopverfahren (etwa 9 Monate) entwickelt, für deren Entwicklung bis heute 8 - 10 Jahre benötigt werden! BionTech/Pfizer sind bis heute nicht zugelassen! Und die ÖRR wie die MSM erklärten uns im 0,5 Std.-Takt bzw. Tagestakt, wie tödlich die Pandemie und wie wichtig die Maßnahmen seien. Hirnwäsche par excellence!

Ernst-Günther Konrad | Mo., 7. Juli 2025 - 16:15

hat in seinem Buch alle die benannt, die auf verschiedenste Art und Weise vom ersten Tag an andere beschimpft, beleidigt, ausgegrenzt, diffamiert, ja regelrecht gegen Kritiker gehetzt haben. Kaum jemand in Politik und sog. Promis, die sich nicht berufen gefühlt haben, uns Kritiker in aller Öffentlichkeit zu Unmenschen zu erklären. Sie haben recht Herr Krischke, Spahn soll jetzt kurz herhalten, den Sündenbock geben bis das Sommerloch der Medien ihn einsaugen wird und alles vergessen macht. Und all die anderen, die sich jetzt teils als Aufklärer geben, sie alle haben ebenso mitgemacht. Nein, nicht Masken Deals, sondern mit üblen Aussagen über uns Andersdenkende. Höre kontrafunk, indubio und weitere Podcasts, die auch immer wieder Corona und die Aufarbeitungen im Bund und den Länder U-Ausschüssen zum Thema haben. Gestern Dr. Gunter Frank der als kritischer Arzt der ersten Stunde vor solchen Ausschüssen gehört wurde. Sein Fazit. Die tun so als ob, die wollen aber nicht wirklich aufklären.

Brigitte Miller | Mo., 7. Juli 2025 - 19:10

ist das nicht einfach unaufgearbeitete Vergangenheit.
Wenn die Verträge mit der WHO unterschrieben werden, dann kann das jederzeit wieder passieren.
Aus einem eutigen Text in der WW, der berichtet, dass der Schweizer Bundesrat unterschreiben will, nicht nur den Willen des Parlaments, sondern auch eine Petition mit gegen 50.000 Unterschriften missachtend :

"Tatsache ist: Die WHO und ihr Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus können jetzt noch einfacher bestimmen, wann ein «internationaler Gesundheitsnotstand» herrscht, sie können also zum Beispiel eigenmächtig und einseitig eine Pandemie ausrufen. Die WHO und ihr Generaldirektor, ehemaliges Mitglied einer marxistisch-leninistischen Terrororganisation und Mitglied einer Regierung, der schwere Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden, können ebenso eigenmächtig weitreichende Massnahmen anordnen – von Lockdowns über Reisebeschränkungen bis zu experimentellen «Impfungen».

Ih | Di., 8. Juli 2025 - 09:22

Schreiberlinge wie Ben Krischke sind ein Hoffnungsschimmer am elenden Horizont der schreibenden Zunft. Mögen sie immer mehr werden und von immer mehr Menschen gehört werden!
Zum biblischen juristischen Hinweis: meines Wissens war „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ in der Juristerei der Startschuss zur Einführung der Verhältnismäßigkeit von Strafe zu Straftat. Nicht Gleiches mit gleichem zu vergelten, sondern eben verhältnismäßig. Zu dem Verfehlungskomplex in der Corona Geschichte gibt es schlicht keine Verhältismässige Prüfung. Es gibt überhaupt keine Prüfung. Das ist so bitter.

Jens Böhme | Di., 8. Juli 2025 - 10:00

Meine Frau gehörte zu den gesetzlich verpflichtenden Personen, geimpft zu werden (Krankenschwester). Seitdem ist sie kaum arbeitsfähig (nachweislich coronainfiziert war sie nie), ihr Arbeitgeber tut alles, um sie loszuwerden. Ich bin bis heute nicht geimpft. Ich fühlte mich nicht verfolgt und schon gar nicht angegriffen, wenn gewählte Volksvertreter öffentlich das Grundgesetz verbal zerrissen. Im Gegenteil, ich amüsierte mich der staatlich unterstützten Delegitimierung der freiheitlichen Ordnung. Kurz nach Corona kam dann die Antwort auf diese Entwicklung mit "unsere Demokratie". Ich glaube, dass die freiheitliche Bildung der letzten Jahre entweder massiv unterwandert oder mindestens vernachlässigt wurde. Allerdings mache ich mir keine Illusion, dass das System gerettet werden könne. Der Zug ist schon lange abgefahren.