- Cicero Podcast Politik Spezial: „In NRW ist Migration das Thema Nummer Eins“
Aus den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen ist die CDU als stärkste Kraft hervorgegangen. Vom Rechtsruck, der sich in den Wahlergebnissen für die AfD zeigt, konnte sie aber nicht profitieren. Ferdinand Knauß und Ben Krischke mit einer Wahlanalyse.
Bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen hat die CDU in den Stadträten und Kreistagen laut vorläufigem Landesergebnis 33,3 Prozent der Stimmen erreicht. Die SPD kam im bevölkerungsreichsten Bundesland auf 22,1 Prozent, die AfD auf 14,5 Prozent, wie die Landeswahlleiterin mitteilte. Die Grünen erreichten 13,5 Prozent, die Linke holte 5,6 Prozent und die FDP 3,7 Prozent.
Was sagt dieses Wahlergebnis über die Stimmung in Nordrhein-Westfalen aus? Was waren die dominierenden Themen? Und lässt sich angesichts dieses Ergebnisses überhaupt von einem „Rechtsruck“ sprechen? Denn immerhin blieb die AfD bei den Kommunalwahlen in NRW deutlich unter den aktuellen bundesdeutschen Umfragewerten der Partei.
Wundern über Bärbel Bas
Cicero-Redakteur Ferdinand Knauß lebt und arbeitet in Düsseldorf, ist unter anderem also auch zuständig für die politische Großwetterlage zwischen Bonn und Bielefeld. Im Cicero Podcast Politik mit Cicero-Redakteur Ben Krischke erläutert Knauß die Problemlagen im bevölkerungsreichsten Bundesland der Republik.
Zwei Themen, so Knauß, seien bei dieser Wahl entscheidend gewesen: die Migrationspolitik und die Verkehrspolitik. Er diagnostiziert einen „Rechtsruck“ – und wundert sich über SPD-Politikerin Bärbel Bas, für die es mittlerweile offenbar schon ein Erfolg ist, wenn die Sozialdemokraten bei einer Wahl kein komplettes Desaster erleben. Aber auch die CDU, so Knauß, könne nicht zufrieden sein mit ihrem Ergebnis. Wahlsieg hin oder her.
Das Gespräch wurde am 15. September 2025 aufgezeichnet.
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In der Bild war ein Aufschrei des Duisburger Bürgermeisters zu lesen, offenbar einer der letzten noch normal tickenden SPDler in der Partei. Er hatte gerade die Migrationspolitik und der Umgang Bürgergeldempfängern mehr als kritisch seinen Parteikollegen in Berlin zum Vorwurf gemacht. Und was haben die daraus geschlossen. Nein, nicht etwa Selbstkritik, sondern Bärbel BAS drehte es gerade herum und fühlte sich mit dem Bürgermeister einer Meinung. Da fehlt es einfach an Realitätssinn und Intelligenz. Das ist nicht nur Verweigerung, die kapieren es einfach nicht. Die sind zu verbohrt. Die könnten morgen bei Wahlen nur noch 5% einfahren und würden uns alle noch erklären, welchen großen Sieg sie errungen haben. Ja, man mag den Wahlerfolg der AFD von mir aus als "Rechtsruck" bezeichnen. Aber wirklich rechts ruckeln würde es, wenn die UNION endlich die Brandmauer einreißt und tatsächlich mit der AFD gemeinsam in Parlamenten stimmen und regieren würde. Aber Merz vegetiert am SPD Tropf dahin.
Klartext, wo bist du? Ab etwa der Hälfte des Gesprächs habe ich abgebrochen. Warum? Weil es mich erinnert an das Herumeiern von Politikern, wenn sie brisante Wahrheiten rund um das Thema Migration verschleiern und nicht in den Mund nehmen.
Lieber Herr Krischke, lieber Herr Knauß, besuchen Sie uns doch bitte hier im "Ruhrpott", machen Sie sich persönlich ein Bild von Realitäten & Fakten. Damit meine ich nicht die "Empfindungen", wie Sie das rhetorisch so "schön" verklausulieren, sondern handfestes Erleben, im wahrsten Sinne des Wortes. Erleben Sie den öffentlichen Raum als Glücksspiel körperlicher Unversehrtheit, nehmen Sie Einblick in klamme Kommunalkassen, auch unter dem Fachbegriff "Haushalt" bekannt und verschaffen Sie sich Einblick in die Ausgabensparte "Transferleistungen", die NRW-Kommunen alleine stemmen müssen. Fahren Sie abends Bahn in NRW und werden Sie Teil der staatlich verordneten bunten Bereicherung.
Und d a n a c h sprechen wir nochmal über "Empfindungen" & Realitäten!
