U-Bahn Alexanderplatz
Pendler haben in der U-Bahn kein höheres Infektionsrisiko als Auto- oder Radfahrer. / dpa

Charité-Studie - Kein erhöhtes Covid-Risiko in Bussen und Bahnen

Das Charité-Research-Center hat Personal im Fernverkehr und Berufspendler im öffentlichen Nahverkehr untersucht und festgestellt, dass beide Gruppen kein erhöhtes Risiko haben, sich mit Covid zu infizieren.

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Busse und Bahnen sind auch in Pandemiezeiten ein sicheres Transportmittel. Das Risiko, sich dort zu infizieren, ist niedrig. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Charité, wie das RBB-Inforadio berichtet. In den Jahren 2020 und 2021 hat die Charité-Research-Organisation Personal der Deutschen Bahn, das im Fernverkehr arbeitet, untersucht. Dazu gab es drei Testreihen mit jeweils über 1.000 Mitarbeitern. Ergebnis: Das Corona-Risiko ist offenbar bei Personal mit Kundenkontakt nicht höher als bei jenem ohne solche Kontakte. Die Infektionszahlen entwickelten sich in diesem Zeitraum ähnlich wie in der Gesamtbevölkerung.

Bei Bussen und Bahnen im Regionalverkehr kommt die Charité-Research-Organisation zu einem ähnlichen Befund. Untersucht wurden Berufspendler im Rhein-Main-Gebiet. Fast 800 Freiwillige wurden im Frühjahr 2021 getestet. Das Ergebnis: Wer Busse und Bahnen im Regionalverkehr benutzt, hat kein höheres Infektionsrisiko als Pendler, die regelmäßig mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind. Warum bei diesem Befund aus epidemiologischer Sicht eine 3G-Regel im Nah- und Fernverkehr sinnvoll sein soll, hat die Charité leider nicht untersucht.

Zum Bericht des RBB-Inforadio geht es hier.

 

Ingofrank | Di, 7. Dezember 2021 - 13:47

Vor allem im Regionalverkerhr der Bahn.( das Fahren mit dem Zug ….) Ich wohne unweit von unserem örtlichen Bahnhof und die Züge die in unserem Ort anhalten sind nur max. mit 1/4 der Plätze besetzt. I.d. R. steigen 2 …. 3 Leute ein + aus. Bei einem 1200 Seelen- Dorf ist das ja ein ganz, ganz kleiner Teil der Pendler. Da ist das Ansteckungsrisiko natürlich gering. Hinrechnen kann man jede Statistik. Alles klar.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Dorothee Sehrt-Irrek | Di, 7. Dezember 2021 - 13:49

ist doch das Ziel, auf das ich hinarbeiten würde, das Leben mit Corona.
Keinesfalls aber würde ich dieses Ziel an den Anfang meiner Überlegungen setzen.
Sehr berührt hat mich heute die Rede einer schon etwas älteren und sehr wachen SPD-Bundestagsabgeordneten.
Kundenkontakt kann eben sehr unterschiedlich sein.
Vulnerable Gruppen bedürfen meist ausgiebigen und sehr engen Kontaktes.
Das Sterben an Corona wird uns also wohl noch länger begleiten.
Auch ein durchschlagendes Medikament könnte Nebenwirkungen haben, die wiederum gerade vulnerable Gruppen eher treffen könnten.
Paxlovid wurde wohl im Zusammenhang mit Aids entwickelt. Diese Zielgruppen gehören wahrscheinlich nicht zu den alten Menschen, auch, aber nicht überwiegend.
Die Einführung einer berufsbezogenen Impfpflicht leuchtet mir also ein.
Die allgemeine Impfpflicht kann hoffentlich auch durch so einfühlsame und kluge Bundestagsabgeordnete, wie besagte SPD-Politikerin, beworben werden.
Danke

gehört: Es sei nicht mehr die Frage, ob man mit Covid in Berührung komme, sondern wie und beim Abwägen von unkontrollierter Begegnung oder Impfung, würde er fürs Impfen plädieren.
Das leuchtet mir ein.
An dieser Stelle möchte ich einmal darauf hinweisen, wie man mir so etwas überhaupt nicht nahebringen kann, nämlich bedeutungsschwanger oder ahnend.
Der Arzt hörte sich einfach fachlich überzeugend an und ist es wahrscheinlich auch. Immerhin fiel das Wort "Abwägen".
Auch dieses deutet für mich meist darauf hin, dass die betreffende Person nachgedacht hat.
Wieso hört man nicht mehr von Prominenten, die Covid durchgemacht haben?

Werner Peters | Di, 7. Dezember 2021 - 14:10

Das Ansteckungsrisiko liegt nicht in den Zügen bzw. Bussen sondern in den Umsteigestationen. Beispiel München Marienplatz: Wenn Sie da im Berufsverkehr morgens um 8 Uhr aus einer S-Bahn aussteigen, die Rolltreppe nehmen und dann nach oben gelangen, wieder die Rolltreppe nach unten nehmen und unten auf eine U-Bahn warten. Das sind die Stellen, da gibt es null Abstand zu anderen. Reines Drängen ist angesagt. Genau das gefällt dem Virus.

Gerhard Lenz | Di, 7. Dezember 2021 - 14:13

Wichtig: Was steht noch so in der Studie?

Für den Schutz der Fahrgäste wichtig sind dabei drei Voraussetzungen: FFP2-Schutzmasken tragen, Abstände einhalten, regelmäßig lüften und die Klimaanlagen entsprechend einstellen.

Bevor das jemand unterschlägt...

Herr Lenz!!!

diese 3 Dinge sind es, die in der "Grippe/Corona Pandemie" am allerwichtigsten sind, und zwar für Geimpfte und Ungeimpfte.
Da beide Gruppen keinen zuverlässigen Impfstoff beanspruchen können, sind diese AHA-Regeln unbedingt überall anzuwenden.
Da beide Gruppen weiterhin infektiös sind und jeden anstecken können, hilft eine allgemeine Impfpflicht nicht im geringsten.

Wenn beide Gruppen dann noch 3 mal pro Woche getestet werden, kann die Spaltung der Bevölkerung beendet werden und man kann überall wieder 3G einführen. Zumindest für die Herbst-und Winterzeit.
Dieses Corona wird jedes Jahr in der kalten Jahreszeit wiederkommen und dann muß man sich eben schützen, besonders in den Innenbereichen.
Wenn das auch die Politik einsieht, könnten alle in Deutschland wieder friedlich zusammenleben.

Hans Schäfer | Mi, 8. Dezember 2021 - 10:45

In reply to by Hans Willi Wergen

<<Wenn das auch die Politik einsieht, könnten alle in Deutschland wieder friedlich zusammenleben.>>
Schön wäre es! Nur die Spaltung besteht schon seit Jahren. Corona hat den Spalt nur noch verbreitert. Meine Sorge, er lässt sich nicht mehr schließen, die Fronten sind zu verhärtet. Bei einigen sitzt der Hass so tief, sie sind nicht mehr in der Lage und dazu bereit, den Schalter umzulegen. Argumente, die durchaus Überdenkens wert wären, hören sie sich nicht an.

"Argumente, die durchaus Überdenkens wert wären.."

Damit meinen Sie doch wohl kaum solche von der "Qualität", wie sie hier im Forum kursieren?

Es gibt keine Pandemie, alles nur Panikmache, Corona ist eigentlich irrelevant, die Zahlen sind nur unbrauchbaren Tests zu verdanken, Engpässe auf den Intensivstationen sind durch Bettenabbau gewollt...usw

Das ganze wirre Zeug? Da gibt es nichts zu "überdenken", da kann man nur mit dem Kopf schütteln.

Da sitzen übrigens die Spalter...

Tomas Poth | Di, 7. Dezember 2021 - 16:16

Solange nur wenige Leute in den Bahnen und Bussen sind trifft das sehr wahrscheinlich zu.
Proportional mit der Zunahme der Fahrgäste steigt natürlich das Gefahrenpotential exponentiell. Da hilft auch die Maske nichts, es sei denn es ist eine virensichere FFP3.
Also immer nach wenig besetzten Bussen und Bahnen Ausschau halten oder besser gleich meiden.

Heidemarie Heim | Mi, 8. Dezember 2021 - 13:47

Dann frage ich mich, warum man sich beim Bummel über einen Weihnachtsmarkt im Freien (Aerosolentwicklung) mehr infizieren soll als auf einem begrenzten geschlossenen Raum in Bus und Bahn mit 3G. Man muss außerdem nur mal die Kommentare von Berliner Fahrgästen/Pendlern unter dem Link lesen um Studie hin oder her doch erhebliche Zweifel zu bekommen. Medizinische Masken über Bärten und schlecht sitzende FFP2, rare Kontrollen und so gut wie keine Möglichkeit Abstand zu halten, schon gar nicht beim Zustieg oder Ausstieg denn Bus & S-Bahn bleiben ja nicht ewig an der Haltestelle stehen, und inzwischen eine Delta-Variante, die mit all diesen "Schutzmaßnahmen" kurzen Prozess macht und fröhlich von Haltestelle zu Haltestelle, von Bahnhof zu Bahnhof durch die Lande hüpft. Erklärungsbedürftig auch die Tatsache, dass auf dem Weg zu Charles & Antony 3G gilt, aber zum Eintritt in von der Fläche her "Riesenladen" 2G gefordert wird. Evtl. weil man sich vorher bei der Anreise alles eingefangen hat?

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