Hans-Georg Maaßen
Wirkte in der Runde fast gemäßigt: Ex-Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen / dpa

Rechter Rand der CDU - „WerteUnion“ hält Merz nicht für einen richtigen Konservativen 

Die „WerteUnion“ will die CDU wieder zurück auf den aus ihrer Sicht richtigen, eher rechten Pfad bringen. Doch dem designierten CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz, für SPD und Grüne ein rückwärtsgewandter Konservativer, traut die „WerteUnion“ offenbar nur bedingt den notwendigen Kurswechsel zu.

Hugo Müller-Vogg

Autoreninfo

Dr. Hugo Müller-Vogg arbeitet als Publizist in Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zu politischen und wirtschaftlichen Fragen, darunter einen Interviewband mit Angela Merkel. Der gebürtige Mannheimer war von 1988 bis 2001 Mitherausgeber der F.A.Z.

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In ihrer Abneigung gegen Ex-Kanzlerin und Ex-CDU-Vorsitzende Angela Merkel lassen sich die Aktivisten der „WerteUnion“ (WU), eines rund 4000 Mitglieder zählenden Zusammenschlusses sehr konservativer, zum Teil mit der AfD sympathisierender CDU-Anhänger, von niemandem übertreffen.  

Das wurde jetzt bei einer Online-Veranstaltung dieser Gruppe sehr deutlich. Ihr Vorsitzender, der Ökonom Max Otte, nannte den Start von Merz „nicht vielversprechend“. Er glaubt jedoch zu wissen, dass die neue Nummer eins der CDU mit der WU sprechen werde. Die letzten drei Parteichefs, Armin Laschet, Annegret Kramp-Karrenbauer und Angela Merkel, hatten dies stets abgelehnt. 

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Wolfgang Jäger | Di, 18. Januar 2022 - 11:30

Man sieht, wie Merkels Gift tief in diese Partei eingedrungen ist.
Es bedürfte einer intensiven Therapie, um dieses Gift wieder aus dem Körper zu bekommen. Ob die Partei, bzw. Merz das will? Ich habe da meine Bedenken. Solange die Brandmauer einseitig gezogen wird, solange die WU quasi ein "Krebsgeschwür" ist, wird es nichts mehr mit dieser Partei. Prien, Kretschmer, Hans und Genossen sind merkelsche Bremser, Opportunisten und Mainstreamtänzer. Brauchen wir weiter eine ergrünte CDU? Nein!

Bis 2015 war die CDU keinesfalls gespalten, sondern ein Kanzlerin- Wahlverein. Und die AfD eine Randpartei. Einzig Herr Brinkhaus ist als Widerständler aufgefallen, und das war erst 2018. Und auch 2022 kann Herr Merz nicht erklären, warum man die CDU wählen soll. Nur so ist seine lächerliche Äußerung zu erklären, beim Ausloten gemeinsamer Positionen mit der AfD Parteiausschlüsse einzuleiten.

Und ja Herr Jäger, Sie haben es auf den Punkt gebracht!

Die VERGIFTUNG des ORGANISMUS der alten BRD

& den damit beginnenden Zerfall, der Zerstörung & Demontage alter Werte, der Kultur, Wissenschaft & Bildung, der sozialen Errungenschaften wie den Säulen der Wirtschaft.

Und dieses Gift wurde mit einem Lächeln durch vergiftete Pharisäer wie Art Guillaume in allen Säulen der Macht in der BRD bis in die kleinsten Winkel manifestiert, damit sie wie Viren Einzug hielten, um in einer bunten Verpackung dem Volk untergejubelt zu werden, welches zusätzlich mit Silberlingen, der Angst & der Spaltung zierlich umwoben wurden ist.

Und dieser Köder wurde leider von sehr vielen Verantwortlichen geschluckt & dadurch-UNWIDERRUFLICH-nur noch Apfelmus möglich!

Und fmp. ja - es war ein abgekartetes Spiel von wenigen Mächtigen & Eingeweihten innerhalb des British Empire & EU, denn sonst hätte es eine Aufarbeitung der Geschichte der DDR & ihrer Stasi gegeben

Nichts ist Unmöglich, sag niemals NIE

Urban Will | Di, 18. Januar 2022 - 11:36

diese Werte – Union.
Auch wenn ich viele der hier zitierten Äußerungen so nicht teile und mir dieser Verein in seine derzeitigen Verfassung egal sein kann, eines ist klar: Als Teil der CDU wird diese Gruppierung nicht über eine quasi „Grüßaugust“ - Rolle hinauskommen.
Man nimmt sie mehr oder weniger dahingehend „zur Kenntnis“, dass man sie nicht zur Kenntnis nimmt.
Offensichtlich hat dort keiner den Mut eines Lafontaine, der seine Partei, in der er keine Heimat mehr sah, verließ und sich eben dort neu aufstellte, wo seine eigentliche Heimat war.

Feigheit ist den Unionisten wohl in die Gene gelegt.

Merz ist weder links noch konservativ, er ist gar nichts, er scheint sich verkrochen zu haben und das zu einer Zeit, wo es innen wie außen an allen Ecken kracht. Merz ist ein Versager.

Sollte eine namhafte Truppe diesen Duckmäuser – Verein verlassen und kollektiv zu den Blauen wechseln, dann wäre vielleicht endlich mal „Stimmung“ in dem Laden.
Es könnte D nur nützen.

Norbert Heyer | Di, 18. Januar 2022 - 11:56

Frage an Herrn Maerz: Halten Sie das Verhalten der demokratischen Parteien der AfD gegenüber als besonders demokratisch? Niemand muss ein Freund oder Anhänger der AfD sein, aber unter Demokraten muss Gesprächsbereitschaft und Suche nach Kompromissen immer vorhanden sein. Ansonsten sollte man den Mut haben, der AfD die demokratische Gesinnung abzusprechen und versuchen, sie verbieten zu lassen. Dafür ist jeder in der Union viel zu feige. Maerz hat immer in entscheidenden Momenten die Flucht nach hinten angetreten und jetzt hat er schon wieder jegliche Gesprächsbereiten mit Parteiausschluss bedroht. Er ist nach wie vor ein devoter Nachlass-Verwalter der Ehemaligen, nur mit besserem Redeniveau. Was die Ampel bis jetzt schon "angeboten" hat, hätte eine sehr gute Basis für echte Opposition geboten, stattdessen wurde der Eindruck erweckt, man würde den gleichen fatalen Kurs fortsetzen. Wenn die Union nicht endlich wieder Tritt fasst, wird sie den innigsten Wunsch von Merkel erfüllen: Abgang!

Yvonne Stange | Di, 18. Januar 2022 - 12:23

Zumindest vertritt die WU die Ansicht großer Teile der Basis-CDU im Osten. Auch dort wird genau die gleiche Einstellung laut. Und nicht gehört. Ist ja klar.
Die CDU wurde durch Merkel zur gefügigen Blockpartei gemacht. Das steht fest. Und da wird sie wohl - trotz WU - nicht mehr rauskommen. Zu spät. Zu viele Merkelisten noch an Bord. Nicht schade drum, wenn sie untergeht, hat eh nur rot-grüne Politik gemacht.
Ach noch eins: Dubiose Geschäfte und Skandale haben auch andere CDU-Mitglieder, alles voran Herr Spahn übrigens, einer von vielen... man sollte nicht nur auf einem rumreiten, nur weil der auch wahre Dinge anspricht! Von den Regierungsparteien rede ich mal lieber nicht.... ein Finanzkrimineller ist Kanzler.... was will man mehr? >:-(

Tomas Poth | Di, 18. Januar 2022 - 12:48

Lebt der Herr überhaupt noch oder ist er einer der neun Mittarbeiter in Merkels Büro geworden?
Merz ist bisher nur ein proklamierter und noch kein gewählter CDU Vorsitzender.
Falls das dann noch zustande kommen sollte wird er auch nur einer zwischen Baum und Borke und im Übergang sein. Vielleicht für ein Jahr?
Mit seiner Black Rock Vita ist er auch nur ein Kandidat des Great Reset, des Eliten-Feudalismus, mit seiner konstruierten Wissenschafts-Wahrheit, in den wir geführt werden sollen.

Gisela Fimiani | Di, 18. Januar 2022 - 12:54

Schade, dass der Autor, bis auf das Totschlagargument: Schwefelpartei AfD, über keine vernünftigen Argumente dazu verfügt, was die CDU als sog. „demokratische“ Volkspartei ausmachen sollte. Anscheinend hat die CDU all ihre Wahlschlappen nur deshalb erlitten, weil sie der AfD zu nahestand und ihrer L’état c’est moi- Kanzlerin nicht ausreichend huldigte? Der Beitrag ist bei Weitem zu oberflächlich, zu platt. Leider die Art der politischen Argumentation, die uns „Menschen, die schon länger hier leben“ geboten werden, auf dass wir uns unseren Oligarch-Ochlokraten anpassen mögen. Es steht zu hoffen, dass sich genug Bürger als solche empfinden und der Rückabwicklung der Aufklärung, des Sapere Aude, widerstehen mögen.

Ernst-Günther Konrad | Di, 18. Januar 2022 - 13:00

Solange diese CDU und ihr designierter Vorsitzender Friedrich Merz das nicht klar definiert, aber schon eine Abgrenzung zur AFD postuliert, bin ich mehr als skeptisch, ob Merz überhaupt selbst konservativ sein will. Aktuell gibt es etliche Themen, Klima, Russland, Ukraine, Belarus, Nancy Faesers Träumereien und was hört man von F. Merz. Genau. Ein Getöse der Schweigsamkeit. Stattdessen fabulieren einige CDU darüber, ob sie den Impfzwang in einen Antrag formulieren, weil die Ampel zögert. Inzwischen erscheint mir Merz als politisches Neutrum jedenfalls kann ich nichts erkennen, was ihn tatsächlich zu einem Konservativen machen sollte.
@ Wolfgang Jäger - ich stimme Ihnen völlig zu
@ Urban Will - Wechsel namhaftes CDUler zur AFD brächte Stimmung in den Laden. Da stimme ich Ihnen auch zu. Einige CDUler haben es ja 2013 vorgemacht. Wenn Merz bereits das Kommunizieren mit AFDlern unter Strafe stellt und mit Parteiausschluss droht, sollten die Werte-Unionisten eben gehen. Das wäre konsequent.

und all die anderen, die Sie regelmäßig beisteuern.
Ich bin ja schon seit sehr vielen Jahren als Kommentatorin hier tätig (wahrscheinlich so ziemlich am längsten von allen), doch seit Sie und Herr Will
(um nur zwei Namen zu nennen) genau das schreiben, was ich denke,
kann ich mich eigentlich zurückziehen.
Ich brauche Ihnen nur noch aus vollem Herzen zuzustimmen!
Das entlastet mich ungemein.
Deshalb nochmals: Herzlichen Dank an Sie u. alle, die hier eine Meinung vertreten, die der meinigen entspricht.
Bleiben Sie am Ball!
"Gutta cavat lapidem, non vi sed saepe cadendo" (Steter Tropfen höhlt den Stein).
Wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben, sondern müssen einander stärken. Es ist leider eine Tatsache, daß ausgerechnet ihre Kritikfähigkeit (Skepsis) die Achillesferse aller Konservativen ist u. die Einigkeit (Schlagfähigkeit) verhindert, die alle Idiologen eint u. so gefährlich macht.
Statt sich zusammen zu tun, schwächen sich die Konservativen gegenseitig. Das muß aufhören!

Hans Jürgen Wienroth | Di, 18. Januar 2022 - 13:11

Patzelts These, nach der die Ampel in kurzer Zeit auf allen politischen Feldern an der Wirklichkeit scheitern wird, teile ich – zumindest größtenteils. Das wird sie jedoch nicht zum Aufgeben bringen. In einem polit-medialen Konsens wird man uns mehr vom Gleichen verordnen.
Dass es der CDU auch unter Merz nicht gelingt, hier argumentativ dagegen zu halten, bringt die CDU in Mithaftung, war sie doch unter Merkel an vielen Themen richtungsweisend beteiligt. Das erkennt man u. a. daran, dass die CDU z. B. trotz breiter öffentlicher Proteste gg. die Impfpflicht noch schnelleres Vorgehen fordert. Diese Partei und die von Herrn Jäger genannten sind keine Mitte, weil rechts davon alles entweder verwaist ist oder diffamiert wird.
Die CDU hofiert lieber die offen bekennenden Verfassungsfeinde von links als die möglichen von rechts. Konservativ ist in diesem Lande out, man „modernisiert“ sich bis zum Untergang, indem man alle Werte über Bord wirft. Jeder wird nach seiner Façon selig.

Jörg Hinsenkamp | Di, 18. Januar 2022 - 13:14

Wer mag einer Ampel oder der CDU/CSU als Pseudoopposition noch politisches Vertrauen schenken? Gerade die CDU/CSU unterstützt die Spaltung der Gesellschaft mit einer geradezu heftigen Besessenheit und übertrumpft die Regierenden Parteien darin um Längen. Die Folgen der Transformation werden bewußt verschwiegen, die Herausforderungen der Zeit, wie der Finanzcrash, drohender Weltkrieg, Energiekrise, Digitalisierung etc. hinter einem zukünftig bisher nur herbeigeredeten Wald von Windkraftanlagen und Myriaden supergefährlicher Viren versteckt. Wer sich die Mühe macht 1+1 zusammenzuzählen, hat nicht zwingend das Gefühl, dass unseren Politikern das Wohl des Volkes nahesteht. Wo ist die offene Kommunikation, wo der offenen Diskurs? Stattdessen werden Stück für Stück die Grundrechte beschnitten, kritisch Denkende diffamiert und ausgeschlossen und alle o.g. Parteien legen sich hierfür stark ins Zeug. Weiter so, bestes Deutschland aller Zeiten!

Gerhard Lenz | Di, 18. Januar 2022 - 14:44

gewaltig am Sitzfleisch vorbeigehen.

Die Werte-Union, die ja bekanntlich kein organisatorischer Teil der Unionsparteien ist, dafür aber sämtliche Rechtsausfälle einsammelt, ist ja auch keine konservative Gruppierung.

Sie ist vielmehr, unter ihrem Chef Otte und dank Mitgliedern wie Maaßen oder Lengsfeld ziemlich schnell zu einer eindeutig rechtspopulistischen Gruppierung mit rechtsextremistischen Ausschlägen mutiert.

Was da kommt, klingt seit langem viel mehr nach AfD, als nach Union oder einer anderen demokratischen Partei.

Kein Wunder, dass sich die Protagonisten des rechten Sektierertrüppchens dann auch vehement für eine Öffnung der Unionsparteien zu den Rechtsextremisten hin einsetzen.

Gut nur, dass keiner auf sie hört.

Heidemarie Heim | Di, 18. Januar 2022 - 15:39

Dies und vor allem die "Vergesslichkeit des Wählers" könnten eventuell dazu führen, dass man sich in 4 Jahren mit ein paar Pünktchen mehr über die Ziellinie retten könnte. Denn wir Bürger sowie alle im BT vertretenen Parteien sind doch längst auf die Wirklichkeit gestoßen. Die ganz Linken um ein Haar draußen, die ehemals Volksparteien geschreddert, die FDP auf Gratwanderung, die Grünen unter friendly fire und die AfD samt ihren "dunkeldeutschen Wählern" und EU-Kritikern in der Rolle von Parias, neben den man sich sogar weigert zu sitzen. Wirklich, sehr erwachsen das Ganze. Wie gesagt hat keiner dieser ganzen Sippschaft meine Stimme und mein Vertrauen bekommen, weswegen es mir so gesehen schnuppe sein kann was aus dieser oder jener Partei wird. Was mich bewegt sind primär die Belange unseres Landes und unserer einheimischen Bevölkerung/Gesellschaft sowie die von der Politik geleugneten Veränderungen zum Negativen hin, was sich durch Krisen & Corona mehr als deutlich offenbarte. MfG

...liebe Frau Heim, könnten mit Sicherheit erreichbar sein. Die Opposition vs. Ampel, nichts leichter als das, möchte man meinen. Mit einem ehemals kantigen Merz, sichtbar abgerundet, in Richtung Ampel anbiedernd, meine ich das nicht mehr.

Danke liebe Frau Simon! Ihre Meinung teile ich was Herr Merz, aber auch insgesamt die Union betrifft. Denn zu einer echten Oppositionsarbeit gehört für mich in erster Linie eine zumindest in Teilen vorhandene Glaubwürdigkeit. Aber mal ehrlich, wem dieser Wendehälse und Opportunisten würden Sie nach der Politik der letzten 16 Jahre über den Weg trauen? Noch nicht mal die eigenen Anhänger machen sich da noch große Hoffnung, was der gerade aktuell bekannt gewordene Mitgliederschwund in der Union und auch der SPD zeigen. Zig Tausende sind wie ich auch dahingehend inzwischen politisch desillusioniert.
Was das für unsere Demokratie und unser gesellschaftliches Miteinander an Auswirkungen zeitigt, und da denke ich nicht nur an die übliche "Politikverdrossenheit", möchte ich mir lieber nicht ausmalen. Manchmal und immer öfter wünsche ich mir die die Unbedarftheit meiner Jugend zurück, wo Politik keine große Rolle spielte und man noch unbegrenztes, naives Vertrauen
besaß;).Alles Gute! LG

Bernd Windisch | Di, 18. Januar 2022 - 16:07

schreibt sich aktuell auf allen Kanälen in die Herzen der Rot Grün Gelben Bundesregierung.

Kaum ein konservativer Politiker der nicht sein Fett weg kriegt. Gesundheitsminister Laumann planlos, Hans-Georg Maaßen noch gemäßigt. Jedoch mit Außenministerin Baerbock muss sich Deutschland nicht verstecken, die Wut über den neuen Queer-Beauftragten ist unangebracht etc.

Im Duktus also ganz Zeitgeist. Zur Erinnerung Steffen Hebestreit ist der aktuelle Regierungssprecher.

Ingofrank | Di, 18. Januar 2022 - 17:42

ist doch derzeit gar nicht die Frage. Im
„Westen“: igitt, igitt, im „Osten“: denen da oben zeigen wir’s. Und die CDU schwimmt orientierungslos in der viel zu kleinen Mitte, wo es vor bunten Fischen nur so wimmelt.
Auch habe ich mir von F.M. mehr erwartet. Schweigen im Walde oder traut er den Funktionären nicht, die ihn quasi in Januar zu wählen haben. Oder wir da ein kleines zu wählendes Merkelhäschen aus dem Hut gezaubert? Entgegen dem Basisvotum ? Ist der Friederich damit beschäftigt und kann dem Laden immer noch nicht trauen? Gibt es den gar keinen CDU ler mehr, der eine Richtung / Programm erarbeitet, der auch die Fehler der letzten 16 Jahre benennt ? Viele Alt- CDU Wähler lechzen geradezu danach um „ihre“ CDU wider wählen zu können. Und soviel Zeit bis zu den nächsten LTW ist nicht. Und ob die rot grünen Ampelmännchen es 4 Jahre durchhalten, ist noch nicht entschieden. Wenn der Bürger dann im nächsten Jahr seine Energieabrechnung bekommt? Wer weiß es ?
M f G a d E Republik

Thorwald Franke | Di, 18. Januar 2022 - 18:36

Genau wie die AfD scheint sich nun auch die WerteUnion endgültig selbst über den Jordan zu transferieren. Ich schaue seit 30 Jahren dabei zu, wie Menschen, die mit ihrer Kritik gar nicht so falsch liegen, sich regelmäßig selbst ins Aus schießen.

Irgendwann müsste doch einmal ein Lerneffekt eintreten, der da lautet, dass man die genauere Beobachtung der Abgrenzung von Rechtsaußen, im Unterschied zu Linksaußen, einfach mal akzeptieren muss, um ein Standing zu bekommen, von dem aus man etwas verbessern kann?

Das Ziel kann ja auch nicht sein, diese genauere Beobachtung für Rechtsaußen abzuschaffen, sondern im Gegenteil, sie auch für Linksaußen wieder einzuführen ....

Aber das geht eben nur schrittweise. Politisch denken sollte man eben können, wenn man Politik machen will.

Überhaupt nützt politisches Engagement nur etwas, wenn man selbst wirklich besser ist als andere. Und nicht einfach nur genauso schlecht, bloß andersrum. Wie doof ist das denn?

Wo beginnt "Rechtsaußen"? In Deutschland gilt als rechtsextrem was in Ländern wie Israel/den VSA zum guten nationalistischen Ton gehört.

Die Werteunion ist nicht „Rechtsaußen“, sie ist das was vor 20 plus Jahren die CDU noch war – konservativ/national. Die CDU steht heute weiter links als die SPD vor 20 Jahren, der linksmediale Druck auf Politik und Gesellschaft hat dafür gesorgt, daß sich das gesamte politische Feld weit nach links verschoben hat. Die AfD, zumindest der größte Teil, ist ebenfalls nicht „Rechtsaußen“, auch dann nicht, wenn die linken ÖR-Medien dies so vorgeben.

Linksaußen ist dank massiver medialer Schönfärberei und Verharmlosung wieder salonfähig und sitzt in diversen Landesregierungen. Teile der Grünen/SPD (Kühnert, Esken etc.) sind Linksaußen, dürfen aber Deutschland „regieren“ weil es die Medien gut finden.

Die Lösung kann auch nicht sein, daß sich Konservative wegen der Linksmedien auf links stellen, um dann rechte Politik zu machen. „Wie doof ist das denn?“

Alexander Brand | Mi, 19. Januar 2022 - 09:49

Herr Merz ist ein Opportunist dem es nur um Rache/Genugtuung ging. Merz interessiert sich weder für Deutschland oder die Deutschen noch für die CDU und oder deren Fortbestand/Wandel hin zum Konservativen.

Das zeigte sein „Team“ aus einer Unbekannten und einem Linken CDUler aus dem linken Berlin und das zeigt sein Benehmen seit seiner Wahl – er ist in bester Merkelscher Manier untergetaucht! Man hört ihn nicht und man sieht ihn nicht. Statt dessen das dumme linke Mainstreamgeschwätz des offensichtlich inoffiziellen "Sprechers" der CDU Ralph Brinkhaus zu allen erdenklichen Themen.

Die Wertunion hat recht, Merz ist der Falsche. Die CDU ist verdient am Ende, sie setzen seit 20 Jahren aufs falsche Pferd!

Bitter für Deutschland, denn was in diesem Land aktuell am meisten fehlt ist das bodenständige konservativ/rechte Korrektiv zu diesen ganzen links-grünen Utopien!

Lisa Werle | Mi, 19. Januar 2022 - 10:47

Kluge Frau, diese Sylvia Pantel. So stelle ich mir CDU vor. Ich mag Merkel überhaupt nicht - und es ist mir noch immer ein Rätsel, wie die CDU sich mindestens die letzten 10 Jahre von dieser Frau hat hinters Licht führen lassen. Aber: die Äußerungen Hunzingers finde ich völlig unmöglich, die von Otte übertrieben. Merz sollte mit Leuten wie Pantel reden und die Partei darauf ausrichten, wenn er die CDU-Wähler zurückgewinnen will.

Dorothee Sehrt-Irrek | Fr, 21. Januar 2022 - 14:38

Ich möchte nur einmal "zum Besten" geben, wie ich das als eine der CDU/CSU Aussenstehende früher so "wahrgenommen" habe.
Die CDU/CSU war als durch und durch konservative Partei gewissermassen die demokratische Nachfolgerin des Kaisers.
Adenauer verkörperte dies noch am meisten, ansonsten aber hielten sich die Konservativen eher bedeckt, waren aber auch seitens der Wählerschaft in der absoluten Mehrheit.
Gefühlt drehte sich das mit Frau Merkel um.
Die Konservativen, die die CDU/CSU bislang substanziell ausgemacht hatten, wurden wenn nicht "angegriffen", so doch "kaltgestellt".
Vor dem Hintergrund scheint mir Merz ein konservativer Erneuerer, in dem Sinne eines sehr modernen Konservatismus.
ich halte es für müßig, zu überlegen, ob die CDU eigentlich vor allem keine konservative Partei sei, sondern die richtigen Linken, die richtigen Grünen, die richtigen Sozialdemokraten und die richtigen Liberalen oder ob die Wenigen, die sich noch als Konservative bezeichnen, auch solche seien.