Mario Czaja, Friedrich Merz, Christina Stumpp
Merz und sein Dream Team: Mario Czaja und Christina Stumpp / dpa

CDU-Vorsitz - Friedrich Merz stellt sein Führungsteam vor

Friedrich Merz will CDU-Vorsitzender werden. Aber insgeheim geht er wohl aufs Ganze. Sollte er gewählt werden, könnte er durchaus auch nach dem Amt des Fraktionsvorsitzenden greifen. Jedenfalls schließt er das ebenso wenig aus wie eine Kanzlerkandidatur im Jahr 2025. Ein Übergangsvorsitzender will der Wunschkandidat der Parteibasis jedenfalls nicht sein.

Autoreninfo

Dr. Hugo Müller-Vogg arbeitet als Publizist in Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zu politischen und wirtschaftlichen Fragen, darunter einen Interviewband mit Angela Merkel. Der gebürtige Mannheimer war von 1988 bis 2001 Mitherausgeber der F.A.Z.

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Hugo Müller-Vogg

Demnächst dürfen die 400.000 Mitglieder der CDU entscheiden, wer künftig an der Spitze der Partei stehen soll: der Überraschungskandidat Helge Braun, der „ewige“ Friedrich Merz oder der „Wiederholungstäter“ Norbert Röttgen. Hätte der noch amtierende Bundesvorsitzende Armin Laschet die Stelle ausgeschrieben, hätte er wahrheitsgemäß erwähnen müssen, dass der neue Mann unter anderem vor folgenden Aufgaben steht: die zerstrittene Partei zu einen, sie inhaltlich neu zu positionieren, das Verhältnis zur Schwester CSU auf eine vernünftige Basis zu stellen, den Ampel-Parteien kräftig einzuheizen. Kurz: Gesucht wird ein tatkräftiger Sanierer, der die eigene Mannschaft begeistert, die Stammkundschaft bei der Stange hält und den eigenen Laden bei der Laufkundschaft sowie bei den Kunden der Konkurrenz wieder interessant erscheinen lässt.

Formal geht es um die Nachfolge des glücklosen, als Kanzlerkandidat gescheiterten Armin Laschet. Doch will keiner der drei Bewerber als „Trümmermann“ nur das desolate Erbe der Ära Merkel wieder in Ordnung bringen, um sich dann wieder in die zweite Reihe zurückzuziehen. Merz, Braun und Röttgen trauen sich durchaus mehr zu – nämlich die CDU in vier Jahren als Kanzlerkandidat in die Bundestagswahl und zurück an die Regierung zu führen.

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Klaus Funke | Di, 16. November 2021 - 18:42

ER ist der Einzige, der das Zeug hat, die CDU und Deutschland wieder groß zu machen. Wer ist dagegen ein Norbert Röttgen oder gar ein Helge Braun, ein Mann, der die Stirn hat von Neuanfang zu reden, der mit ihm möglich wäre, nachdem er Merkels Vollstrecker und Nickaugust war. Nein, Merz ist der richtige Mann für die CDU. Hoffentlich begreift das die Basis und vor allem die Funktionärsebene, wiewohl die von Merkel korumpiert und gekauft, noch im Bunker sitzt und an den Endsieg glaubt. Ich bin kein CDU-Mitglied, auch kein CDU-Wähler, aber ich wünsche mir Merz. Dann hat die CDU und der Konservatismus in Deutschland noch eine Chance. Und das wäre gut so.

Rob Schuberth | Di, 16. November 2021 - 19:22

Drücke ihm u. diesem jungen Team beide Daumen.

Bei Frau Stumpp wünsch eich mir nur etwas langsamer oder mehr Hochdeutsch zu sprechen.

Ihre Wahlrede, die abgelesen wurde was ok ist, war, für mich als Flachlandtiroler, noch gut zu verstehen.

Aber als sie später auf die Fragen frei sprach kam ihr Schwäbisch (?) doch sehr sehr durch und ich hatte Mühe ihr folgen zu können.

Und es erinnerte mich stark an diesen nach Brüssel abgeschobenen Ex-MP Öttinger. den auch kaum einer außerhalb seines B-Landes verstanden hatte.

Super seine Idee politische Arbeit familienfreundlich zu gestalten.
DAS hatte was.
Gefällt mir. Daumen hoch.

Hubert Sieweke | Di, 16. November 2021 - 20:14

Autors Müller-Vogg, dem ein Merz sicher nicht so lieb wäre, wie die liebe Kanzlerin es war, ist doch überhaupt nicht ergiebig.
Ein Helge Braun wird doch, da sind sich alle Experten mehr als sicher, maximal 5% erreichen, nicht mal die Hessische CDU hat in gewählt oder aufgestellt.
Dass Röttgen nun der Mann der Mitte und Erneuerer sein soll, ist eine Chimäre. Er hat bereits eine Wahl total verloren, in NRW, sich sonst nie in Führungsgremien geübt, außer Vorsitz in einem Ausschuss der Quasseln darf, und vor allem überhaupt keine Berufserfahrung hat.
Deshalb sind doch alle Attribute, die man nun in Sachen Frauen, Alter, June Wähler etc. an Merz suchen will, überflüssig.
Es gibt so zu sagen, überhaupt keine Wahl, denn zwei Kandidaten scheitern bereits im ersten Wahlgang, dass zeigen doch alle bisherigen Voten unter den Mitgliedern.
Und Merkel ist sicher nur noch sehr wenig gelitten in der 24% Partei.
Ihre Störversuche gegen Merz werden seitens der Mitglieder nicht mehr goutiert.

Ingofrank | Di, 16. November 2021 - 20:30

„Modernisierer Röttgen?“
Merkeljaner Braun stimmt.
Hat aber nicht Merkel in 16 Jahren ihrer Herrschaft die CDU nahezu zu Tode modernisiert? Was verstehen Sie denn H. M.-V. unter modernisieren? Inhaltlich? Strukturell? Was hat da Merkel geleistet? Wenn Sie meinen die CDU zu entkernen, und nach links zu verorten, und dass dann als Modernisierung zu verkaufen,,haben Sie recht. Ebenso, das Merkel immer ohne eigene Ideen, ihr Fähnchen immer in die richtige Windrichtung hielt scheint ja sehr modern zu sein. Was nützt ein freundliches Gesicht, wenn man politisch nur reagiert und nicht agiert und dem Zeitgeist hinterher hechelt. Auch eine Moderne? Danke verzichtbar.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Sabine Lehmann | Di, 16. November 2021 - 21:17

Bedeutet in Beurteilungen: komplett versagt. Insofern: passt schon. Der Krampf um Diversity und Frauenquote ist mindestens so peinlich wie nervtötend.
Dass dabei Eignung und Qualifikation auf der Strecke bleiben, sieht man (und FRAU!!!) in allen Bereichen und Belangen des täglichen Lebens. In einem Land, in dem das Niveau immer weiter abnimmt, nehmen proportional auch die Ansprüche ab. Aber da wir von außerhalb der EU reichlich mit hochqualifizierten "diversen" Fachkräften bereichert werden, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen. Wobei unter "divers" und "bereichernd" ja auch jeder etwas anderes versteht.

Manfred Westphal | Di, 16. November 2021 - 21:20

Insgesamt fand ich diese rd. 50 min. als positive
Darstellung.
Wichtigstes Thema. Soziale Gerechtigkeit und zukunftsgerechte Systeme dafür....ist o.k..
Aber warum nannte Merz als ersten Punkt KLIMA???? Wg, der Mehrheiten die die CDU wieder gewinnen muss?; da hat er das zweitwichtige Thema Flüchtlinge/Integration aber ganz vergessen!
Und die abtrünnigrn CDUler in der AfD hat er aufgegeben oder hat er da einen geheimen Plan?

Joachim Baumeister | Di, 16. November 2021 - 23:04

Ich hatte Friedrich Merz noch in schwarz/weiß in Erinnerung. Die CDU wollte sich doch verjüngen und die jüngere Generation ansprechen, sie zu neuen Wählern machen. Röttgen fällt mir dabei auf. Er wirkt dynamisch frischer, kommt gut an in seinem Auftreten und seine politischen Positionen - insbesondere in der Außenpolitik - finde ich sehr realistisch. Er sollte die Partei in eine neue Epoche, aus dem Tief führen, dahin, wo sie einmal war, nämlich eine 40% Volkspartei. "Merkelianer" wären Gift für die Partei. Diese Frau hat die CDU heruntergewirtschaftet, und es wird Mühe kosten, sie wieder aufzurichten. Ich denke Röttgen in seiner jugendlichen Art hätte das Zeug dazu. Merz sollte selbstverständlich mit seiner Erfahrung eine einflussreiche Rolle spielen.

Gustav Schneider | Di, 16. November 2021 - 23:06

Herr Müller-Vogg,
mal wieder ein flotter Politikkommentar zur CDU.
Danke hierfür, Ihr Stil ist stets so sachlich-informativ und doch so unterhaltsam.

Norbert Heyer | Mi, 17. November 2021 - 06:49

Die ehemalige Geschäftsführerin tritt -endlich- ab und jetzt übernimmt ein Konkursverwalter. Wenn ein Laden pleite ist, geht der alte Chef und ein Abwickler kommt. Das kann gutgehen, wenn der Verwalter den Laden erhalten will, bedeutet aber schmerzliche Einschnitte und Arbeitsplatz-Verluste. Meistens wird aber abgewickelt, das Unternehmen zerschlagen, es verschwindet vom Markt. Das ist die Ausgangslage der Union. Welcher der Kandidaten will und kann die Partei tatsächlich retten? Am ehesten kann man das -mit Abstrichen- Merz zutrauen. Er ist auch der einzige Kandidat ohne Merkel-Gen und er könnte glaubwürdiger als die anderen Kandidaten einen rigiden Kurswechsel durchsetzen. Trotzdem sehe ich für die Zukunftsaussichten dieser Partei schwarz, da hat Merkel ganze Arbeit geleistet, der größte Erfolg ihrer Kanzlerschaft: Die nachhaltige Zerstörung einer bürgerlich-konservativen Partei und bedingt das totale Abrutschen der Politik in eine sozialistische Ecke hin in eine Gesinnungsdiktatur.

Alexander Brand | Mi, 17. November 2021 - 14:12

In reply to by Norbert Heyer

ich sehe aber nicht, daß Merz das Ruder rumreißen wird. Einerseits sind die allesbestimmenden ÖR-Medien gegen jegliche konservative Rückbesinnung. Andererseits geht es Merz um sich selbst und um Rache, nicht um die CDU/Konservativen, damit bringt er die CDU nicht weiter.

Die CDU muß aus der rot-grünen Ecke wieder vollständig nach rechts der „Mitte“ gebracht werden, Deutschland braucht dringender denn je ein konservatives Gleichgewicht zu R/R/Gr., denn die haben in den letzten 20 Jahren bewiesen, daß sie es NICHT können.

Das sehe ich leider bei keinem der Kandidaten.

Ich bin mir nicht sicher, ob Merkel das Werkzeug der Medien war oder umgekehrt (ich denke ersteres), aber „gemeinsam“ haben sie es geschafft, alles nicht links-grüne aus der gesellschaftlichen Debatte/Wahrnehmung zu verbannen! Das ist fatal und dafür werden wir noch einen sehr hohen Preis bezahlen denn R/R/Gr. sind dabei das Land gegen die Wand zu fahren und es bremst keiner denn das konservative Gleichgewicht fehlt.

nach allem, was man gehört hat und was man aus dem Sauerland erkennen konnte, geht es überhaupt nicht um Rache. Das hatte und hat Merz überhaupt nicht nötig. Er könnte sich mit seinem Reichtum ein vergnügtes und interessantes Leben machen und weitere AR Mandate annehmen, denn sein Rat ist in der Wirtschaft Äußerst gefragt.
Die vielen Traumtänzer der Politik, insbesondere die, die von Merkel profitiert haben, können das mangels fehlender Intellektualität nicht begreifen, dass ein solcher Fachmann goldwert für die CDU bedeutet.
Er hat vor zwei Jahren bereits erkannt, dass die CDU abschmiert, und zwar deftig. Und deswegen hat er sich, auf sehr viele Bitte aus CDU Kreise, insbesondere MIT und JU bitte lassen, doch nochmal anzutreten.
Er weiß genau, ohne ihn ist die CDU im Eimer. Ein weichgespülter Röttgen, der den Grünen und den Medien, in die er regelmäßig zum Quasseln eingeladen wird, nach dem Mund redet, ist völlig hilflos der Presse ausgeliefert.

Gerhard Lenz | Mi, 17. November 2021 - 09:32

Das liest man dieser Tage überall. Es sieht fast so aus, als wäre Merz' Marsch an die CDU-Parteispitze kaum noch zu stoppen.
Nach der Wahlniederlage ruft man nach Erneuerung: Braun steht für viele CDUler jedoch für Kontinuität. Röttgen mag von Persönlichkeit und Intellekt Merz haushoch überlegen sein, kann aber keine Massen emotionalisieren und ist im Grunde ein blasser Kandidat.

Bleibt also nur der Sauerländer. Und der, da sollte sich keiner täuschen, wird als CDU-Boss auch nach der Kanzlerkrone greifen wollen.

Nur ist auf die Basis eben kein Verlass. Als AKK und Laschet antraten, verweigerte diese dem plötzlich gar nicht mehr so großen Friedrich die Gefolgschaft.
Im Grunde kann sich Merz nur auf den rechten Flügel und die Wirtschaftsunionisten verlassen. Außerhalb der Union wird es noch öder. Im Umfeld der AfD zeigt man - siehe dieses Forum - Begeisterung: Allerdings aus durchsichtigen Gründen. Merz soll die Machtbeteiligung der Rechtsextremen auf den Weg bringen.

….daß Herr Röttgen dem Herrn Merz intellektuell überlegen erscheint? Gewinnt man diese Fähigkeit im Schulsaal, im Uni-Saal oder vielleicht sogar im Plenarsaal. Im persönlichen Gespräch habe ich von Herrn Röttgen bisher auf meine Frage, wieso die CDU den Verstoß gegen die Verträge von Maastricht duldet, nur einen lateinischen Spruch erwidert bekommen. Sinngemäß ein Vertrag ist obsolet, wenn er den Beteiligten nur schadet und nicht durchgesetzt werden kann. So spricht einer, der vor seiner Verantwortung in NRW desertiert ist. Das nennt Herr Lenz, intellektuelle Fähigkeiten!

Verträge, einschl. aller in Ausnahmefällen zutreffenden Sonderregeln, zu verstehen.

Es ist jedoch zwecklos, Ihren nicht näher detaillierten Einwurf weiter zu diskutieren, da müssten Sie schon genauer werden.

Nur nebenbei sei bemerkt, dass die Haushaltskriterien selbstverständlich von allen namhaften Experten als höchst willkürlich, deswegen zuweilen manchmal als unpassend, bezeichnet werden. Wenn Merz sich dazu nicht äußert, dann wohl deswegen, weil er keine Ahnung hat.

Man muss aber keine Bildungseinrichtung besuchen, um Herrn Merz in vielen Politikbereichen oft nur Halbwissen zu attestieren. Das lässt sich besonders gut in seiner wirtschafts- und finanzpolitischen Argumentation beobachten. Weniger Staat, viel Markt, egal wie das Wetter draußen ist. Schulbuchwissen ohne Schulbesuch. Röttgen ist ein anderes Kaliber.

Aber für Sie, Herr Kampf, stellt sich wahrscheinlich nur eine Frage: Wie hält es der zukünftige CDU-Boss mit der AfD! Und da hoffen Sie auf ???

Beide, Merz & Röttgen wurden von Merkel quasi entlassen. Der Unterschied ist der, dass sich Merz nach einer gewissen Zeit als „entlassener“ Fraktionsvorsitzender,weil der geheime Deal mit Steuber u. seiner verlorenen Wahl eben Merkel den Zugriff auf den Fraktionsvorsitz ermöglichte sich aus der Politik zurückzog und eben sein Geld in der Wirtschaft verdiente. Und Röttgen, wurde wie gesagt nach der verlorengegangene NRW Wahl, auf ein belangloses Parteipöstchen abgeschoben und übte Außenpolitik. Aber nur Insider wussten das. Das, als besonders „intellektuell“ zu verkaufen zeugt mehr von Un- als von Sachkenntnis.
Drei Buchstaben schreiben zu können, reicht eben nicht immer.
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik

Alexander Brand | Mi, 17. November 2021 - 12:27

Merz gibt vor konservativ zu sein, weil er darin seine Chance erkennt, ich sehe aber nicht, daß er wirklich konservativ ist.

Er hat in leitender Position bei einem der gefährlichsten „Unternehmen“ der Welt gearbeitet und wird seine Position IMMER nutzen, um dieses Unternehmen zu stärken. Er hat sich durch die Tätigkeit bei BlackRock für jegliches politisches Amt disqualifiziert.

Sein Team sehe ich ebenfalls kritisch, Mario Czaja gewann gegen Pau von der SED/PDS/Linke, er setzt sich für eine engere Zusammenarbeit mit den Kommunisten ein usw. Wie weit links steht Herr Czaja? Ich vermute ziemlich. Ich sehe nicht, daß er die CDU wieder auf einen konservativen Weg bringen will, eher im Gegenteil. Frau Stummp kenne ich nicht, daß sie von einem Bauernhof stammt, verheiratet ist und ein Kind hat, spricht für sie, ist aber zu wenig.

Merz ist ein Blender, der seine Chance erkannt hat, aber die CDU nicht im konservativen, sondern in seinem Sinne, „reformieren“ wird, sowas braucht keiner!

Heidemarie Heim | Mi, 17. November 2021 - 15:17

Ich bin gespannt was die beiden anderen aufbieten werden, insbesondere Herr Braun mit
dem so offensichtlichen Rückhalt durch die noch amtierende Kanzlerin oder im Falle von dem so smart wirkenden Herr Röttgen mit seinem höheren Schwiegermutterimage;). Denn die "überlegte", so ziemlich alles abdeckende Vielfalt des Teams ist bei genauerem hinsehen interessant. Erwähnenswert z.B. die Tatsache, dass Herr Merz ursprünglich der von der Pike auf gelernten Kommunalpolitikerin Frau Stumpp den Posten als Generalin anbot, was diese aber mit Blick auf ihr erst einjähriges Kind und als BT-Novizin jedoch erst mal ausschlug. Deshalb und weil es wichtig! war eine Vertretung aus BW (Proporz;) in der Spitze zu haben , fand man den Kompromiss eines z.B. in der CSU schon bestehenden Vizepostens. Frau Stumpp ist im Gegensatz zu Herr Czaja z.B. gegen die Frauenquote;), was diesen wiederum wählbarer für linkeres Klientel macht. Er ist der basisnahe Sozialpolitiker zur Ergänzung des Ökonomen Merz im Team.

Ernst-Günther Konrad | Mi, 17. November 2021 - 16:03

Merz wäre für den Übergang, was er ja selbst wohl nicht will, in Ermangelung an frischem Führungspersonal, noch das kleinste Übel. Die beiden anderen sind Luftnummern. Merz vier Jahre CDU-Vorsitz und in dieser Zeit Aufbau eines/einer Kanzlerin und entsprechend Nachwuchsförderung in allen wesentlichen Führungsbereichen der Partei. Zuerst muss aber mal ein Programm her, das sich durchaus in moderner Form wieder dem konservativ-bürgerlichen Wähler zuwendet und nicht dem Zeitgeist hinterher läuft. Wohin das geführt hat, sehen wir gerade. Auch die Parteistruktur muss dringend überarbeitet werden und zugleich verhindert werden, das sich ein solcher innerlicher Selbstzerstörungsmodus nochmals einnisten kann. Dazu gehören Kontrollmechanismen auf allen Ebenen neu überdacht und eingeführt. Eine Machtkonzentration wie unter Merkel, darf sich nicht wiederholen. Aber noch ist sie nicht weg. Sie verlangt inzwischen neun Mitarbeiter, statt fünf und alle hochdotiert. Was hat die noch vor?

Hallo Herr Konrad,
"was hat die noch vor". Ihre Frage elektrisierte mich und so versuchte ich, mich
etwas klüger zu machen. Das bereue ich.

Nach ihrer Kanzlerschaft soll A.M. ein Büro, ganz richtig wie Sie schreiben, mit neun Mitarbeitern erhalten. "Um im "Bundesinteresse" weiter zu agieren". Das Bundeskanzleramt, also Helge Braun, der Rivale Merz´s, erklärt:

Die künftige Bundeskanzlerin a.D. wird nach ihrer Kanzlerschaft im Bundesinter-esse liegende Aufgaben wahrnehmen, die aus fortwirkenden amtlichen Pflichten resultieren". Was für Bundesinteressen könnten das sein? Ach ja, ..."zum Wohle des deutschen Volkes".

Das wird von Merkel ein dreckiger, schmutziger Wahlkampf gegen Merz.

Na was wohl? Bestimmt keine Kaffeekränzchen zu zehnt oder Gesellschaftsspiele lieber Herr Konrad;)! Die neun, die sie glücklich macht, werden sich als die loyalsten Klebefix-Verbindungsleute in Unionsangelegenheiten hinein erweisen, die man sich vorstellen kann sollte sie ihren Leibarzt nicht durchbringen. Ich frage mich allein bei den Kosten für diese "Mystery-Zentrale" der Macht, von welcher man augenscheinlich nicht lassen möchte, wo die von unseren Medien stets vielbeschworene Bescheidenheit unserer Kanzlerin bleibt. Und wer hat wirklich daran geglaubt, das sie sich an den heimischen Herd zurückzieht um ihrer ebenfalls gerühmten Vorliebe fürs Kuchen backen zu frönen? Auch kann man die geliebten Klatschhäschen doch nicht einfach ihrem Schicksal überlassen bzw. dem bösen Sauerländer M-Wolf zum Fraß vorwerfen;) Also wirklich! MfG