Kampf um Kanzlerkandidatur - „Des Gegners Kraft nutzen Du musst“

Man müsse auf der „hellen Seite der Macht“ stehen, lautet die Forderung von Markus Söder an die Unionsparteien. Der CSU-Chef mag zwar ein Fan von Fantasy-Serien sein, aber in diesem Fall geht sein Vergleich nach hinten los. Er selbst ähnelt inzwischen eher dem „Joker“ aus den Batman-Filmen.

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Markus Söder als Shrek bei der fränkischen Fastnacht im Jahr 2014 / dpa

Autoreninfo

Rüdiger Suchsland (Foto privat), Jahrgang 1968, ist Kulturjournalist, Regisseur und Filmkritiker.

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Bei der „Fastnacht in Franken“ war es im letzten Jahrzehnt vor Corona immer eine der spannendsten Fragen: Welche Maske wird Markus Söder diesmal tragen?

Wie man sich vorstellen kann, hat der Nürnberger aus Münchener Sicht einen für manche gewöhnungsbedürftigen Humor. Aber was Söder auch seine größten Feinde nicht absprechen würden: Er ist ein echter leidenschaftlicher Kinofan. Als einer der wenigen, wenn nicht sogar der einzige unter den Landesfürsten der Republik geht er regelmäßig ins Kino, kennt tatsächlich manche Filmtitel der letzten Jahre nicht nur vom Hörensagen, und hat schon öfters erzählt, wie gerne er mit seinen beiden Söhnen, den jüngeren seiner vier Kinder, Filme und Serien auf Streaming-Plattformen anschaut.

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Christoph Kuhlmann | Do, 15. April 2021 - 15:08

noch ein weitgehend fehlerfreies Deutsch und weder die Jedi-Ritter noch die dunkle Seite der Machts standen jemals zur Wahl. Da Söder und Laschet keine Lichtschwerter haben bleibt der CDU/CSU das Dilemma nicht erspart, dass daraus resultiert, dass gerade die Abgeordneten sehr direkt von schlechten Wahlergebnissen betroffen sind. Soll heißen, ob Laschet ein halbes Jahr früher oder später demontiert wird ist letztendlich gleichgültig. NRW geht auch verloren wenn er so weiter macht. Kennt jemand das Märchen von des Kaisers neuen Kleidern?

Verehrter Herr Kuhlmann - als "Südstaatler" mit der Lage in NRW nicht SO vertraut, aber trotzdem daran interessiert: An WEN und wann könnte denn Ihrer Meinung nach NRW verloren gehen? An die SPD doch allem Anschein nach nicht mehr - und dann?

Sollte der Unverfrorene mit Hilfe der Merkelisten und ihren VDG-Blutsbrüdern die Kandidatenfrage für "sich entscheiden",dann sollte der Demokrat Laschet aus Protest den Vorsitz der CDU niederlegen und die Undemokraten rund um Merkel öffentlich machen.Äußerste Konfrontation mit den Merkelisten täte Not.Niederlegen.Aber mit Laschet ist das leider nicht zu machen.Leider.

Charlotte Basler | Do, 15. April 2021 - 15:30

Laschet als Yoda? Da braucht man schon mehr als Fantasie! Was konsumieren Sie? Ich möchte das gleiche allerdings in niedrigerer Dosierung. Yoda ist klug, besonnen und weise. Was davon hat H. Laschet? NRW ist arm, hat eine hohe Arbeitslosigkeit und die Wirtschaft wächst langsamer als in anderen Bundesländern. Nach 16 Jahren lavierenden politischem Slalom, benötigen wir einen Politiker, der klar denken, formulieren und auch mal direkte Strecken nehmen kann.
Und bei dem was wir momentan an Politikern im Angebot haben, müssen wir froh um Markus Söder sein.
PS habe eben gelesen, die FDP ist für eine schnellere Einbürgerung von Zuwanderern. Damit leider unwählbar!

Sehr richtig, Frau Basler. Noch unwählbarer wird sie, wenn sie dem notstandsgesetz zustimmt.

Charlotte Basler | Do, 15. April 2021 - 18:54

In reply to by Ingrid Gathmann

was ist nur los mit unseren Parteien?
Einheitsbrei für alle? Schlichte Gemüter erhalten eine extra Portion?

Rob Schuberth | Do, 15. April 2021 - 19:50

In reply to by Ingrid Gathmann

Schließe mich Ihrer Zustimmung an.

Und das mit der FDP ist wirklich schade.

Wie kann dieser Lindner nur so dumm sein und durch diesen Beschluss seine Chancen für ein gutes Wahlergebnis verspielen.

Günter Johannsen | Fr, 16. April 2021 - 19:07

In reply to by Rob Schuberth

aber daran erkennt man deutlich, wie hoch oben und fern aller Realität alle Bundespolitiker in ihrem Elfenbeinturm sitzen! Wie hieß es doch auf den Transparenten, die 1989 getragen wurden: SED/Stasi in die Produktion!
So manch einem abgehobenen Politiker im Bundestag würde das gut tun ...
Mal für fünf Jahre unters Volk ... in die Produktion!

Ernst-Günther Konrad | Do, 15. April 2021 - 16:21

So schön ihr Artikel Söder beschreibt, so falsch ist die Aussage, das Laschet auch nur ansatzweise dem kleinen knuffigen Meister Yoda nahe kommt. Ich meine den Yoda, der sagt:
Tue es oder tue es nicht. Es gibt kein Versuchen.
Furcht führt zu Wut, Wut führt zu Hass.
„Euch lebend zu sehen mein Herz aufs Wärmste erfreut. ...
„Der Tod ein natürlicher Bestandteil des Lebens ist. Das müsste mal jemand Merkel sagen.
Ganz berühmt sein Spruch: " Immer zu zweit sie sind, nicht einer mehr und nicht einer weniger." Er könnte damit den Lord Kanzler
(Merkel) und Darth Vader (Söder)meinen. Yoda wusste eben alles, nur nicht, dass sich die beiden Filmbösewichte in der Jetztzeit generier haben und ihr Unwesen treiben.
Laschet dagegen ähnelt eher einem Jar Jar Binks. Hoffentlich ereilt ihn nicht das gleiche Ende, wie dieser Figur. Sie stürzte in eine Tiefe Schlucht und verlor sein Leben.
Derzeit baut sich vor der Union eine solche Schlucht auf, in die Jar Jar Binks (Laschet) droht hinein zu fallen.

Bernd Muhlack | Do, 15. April 2021 - 16:31

Diese Augenbrauen erinnern an Dr. Theo Waigel - es fehlt nur "die Wiedervereinigung" an der Nasenwurzel.

Sollte MS Kanzlerkandidat der Union werden, rate ich ihm sich als Martin Luther zu kostümieren und die 95 Wahlthesen der Union ans Kanzleramt zu nageln.
Die GRÜNEN sowie die AfD haben ihre Programme bekanntlich bereits popularisiert.

Solche Programme sind eher Selbstzweck, finden in der Bevölkerung wohl nur marginal Widerhall, Interesse. Sie sind sowieso das Papier nicht wert - schade um die Bäume könnte man sagen, oder?

Im Gegensatz zu einem ciceronischen Foristen (ist es Herr Konrad?) bin ich kein Experte von Star Wars etc.
Jedoch ist mir natürlich Darth Vader bekannt.
Chrrrrr - das klingt wie diese Inhalationen im KH!

Vielleicht wirft Darth Vader ja noch seinen Helm in den Ring?
Statt "Chrrrr" ein schlichtes "Sie kennen mich!"

Wie sagte Dr. Helmut Kohl oft so trefflich:
"Entscheidnd ist was hintn rauskommt!"
Mit dem "E" in Endsilben hatte er so seine Probleme.

Glückauf D!

Hallo Herr Muhlack,
Star Wars, eine schöne Ablenkung! Und im Prinzip ungefährlich.

Andere stehen mehr auf KenFM oder Reitschusters Corona-Märchenstunde. Oder erlauben sich die "wissenschaftlichen Schlüsse" einer Eva Hermann. Ach halt, die fällt glaube ich im Moment aus. Ist wohl noch im schönen Kanada mit der "Creation" einer wirklich patriotischen Gesellschaft busy.

Das Ergebnis einer solchen "Kur" ist immer das gleiche: No reality, please!

Im Umfeld von AfD-Sympathisanten wurde jetzt verstärkt Grundeisbildung im Bereich des Sitzfleisches beobachtet. Da fürchtet man, der kernige Markus würde den braun-blauen Kriegern Teile des eigentlich so hörigen Fußvolkes abspenstig machen.

Da ist der Laschet doch ein anderes Kaliber. Den kann man, quasi vorübergehend, als Merkel-kopiertes Weichei anzählen....

Nichts für ungut, Sie wissen: Mit den Unionisten habe ich wenig am Hut, so wenig wie mit den Marktfetischisten der FDP, von den braunen Blauen ganz zu schweigen.

Schönen Tag noch!

aber dass der Markus das „hörige blaue Fußvolk“ abzuwerben gedenkt, ist ein wenig daneben gegriffen.
In der Tat versuchte er es einst und ist krachend gescheitert. Jetzt hockt der Hubsi bei ihm.

Sein sehr wendiges Hälschen hat aber schnell reagiert, seine starken Arme fanden den Baum und seine Fühler die Grünen, denen er nun hinterher schleimt in der Hoffnung, dass er mit ein paar Pünktchen Vorsprung mit ihnen ins Bettchen und dann ins Kanzleramt hüpfen kann.
Das mit dem Grundeis im Enddarmbereich passt daher doch eher zu den Schwarzen selber. Nie hätte ich gedacht, dass die so dämlich sind, den vor kurzem quasi sicheren Wahlsieg noch zu gefährden.
Noch glaubt der Markus, dass er schaffen kann, was FJS und Edi nicht gelang.
Um seine „Hörigen“ muss er sich keine Sorgen machen, die werden ihn auch dann wählen, wenn er sich durch einen leibhaftigen Ochsen vertreten lässt.
Noch lebe ich in diesem weiß – blauen Reich und erlebe, was politische Hörigkeit in Bezug auf diese CSU ist.

Wolfgang Borchardt | Do, 15. April 2021 - 17:53

hier zum ersten Mal, dass die Bundeskanzlerin das Erbe einer "modernisierten CDU" zu vergeben hat. Wann soll das gewesen sein?

Angela Merkel hat sich falsch ausgedrückt. Sie wollte den CDUlern eine bis auf Grund ruinierte Partei übergeben.
Merkel weiß ganz genau, weshalb sie im Herbst nicht mehr zur Wahl antritt. Sie ist dann für nichts mehr verantwortlich, erst recht nicht für die vielen Insolvenzen die es nächstes Jahr geben wird. So was nennt man Bauernschläue, ohne dass ich diese Berufsgruppe beleidigen will.

Max Dorstheimer | Do, 15. April 2021 - 18:02

Immerhin hat Söder noch nie Klausuren im Suff verloren und anschließend Fantasienoten vergeben. Yoda hätte sich eine solche erbärmliche Charakterlosigkeit verkniffen.

Günter Johannsen | Do, 15. April 2021 - 18:53

"Nach wie vor unvergessen ist vor allem, wie Söder 2014 als knallgrüner Shrek auftrat." Das fand ich phantasievoll und zugleich mutig. Wie wär´s, wenn Merkel zum nächsten Karneval als Greta auftritt: mit Zöpfen und Wutanfall ... als Rumpelstilzchen: "ach wie gut, dass niemand weiß... " ?!
Wär doch echt super-spaßig, oder!

Urban Will | Do, 15. April 2021 - 19:18

Laschet und Yoda...
Die beiden haben „charakterlich“ so viel gemeinsam wie Prinzessin Leia und Angela Merkel... „Optisch“...

Wenn denn einst tatsächlich die Macht über Hell- und Dunkeldeutschland aus den Händen letzterer gleitet, sie ihren letzten Auftritt im Bundestag hat und man wahrhaftig davon ausgehen kann, dass sie nicht mehr Kanzlerin ist und in dieser Rolle keinen Schaden mehr anrichten kann und wenn dann auch – die Hoffnung stirbt zuletzt – die Kneipen wieder geöffnet haben, wenn wir wieder leben dürfen, werde ich meiner Familie enteilen mit einem Zitat Gandalfs als Kurzzeit – Abschieds – Gruß auf den Lippen:

„Erwartet mein Kommen beim ersten Licht des fünften Tages. Bei Sonnenaufgang schaut nach Osten.“

Norbert Heyer | Fr, 16. April 2021 - 07:01

Es scheint um einen sehr attraktiven und lukrativen Job zu gehen, um den die Herren Laschet und Söder streiten. Wenn ich mir vorstelle -nur so im Traum- ich wäre als Kanzler in der Nachfolge von Frau Merkel vorgesehen, es wäre um meine Nachtruhe geschehen. Keiner der beiden Kandidaten kann auch nur ansatzweise die katastrophalen Fehlentscheidungen der Kanzlerin rückgängig machen. Der grüne Zeitgeist, geringere Steuereinnahmen, höhere Ausgaben für Soziales und Migration, Gemeinschafts-Verschuldung EU, Zerstörung Verbrennertechnik, Energiewende in die Dunkelheit, Spaltung der Gesellschaft, Rückführung nicht asylberechtigter Flüchtlinge, Wohnungsnot, EURO-Krise und Rückstau bei der Infrastruktur und Dugitaltechnik. Das kann niemand mehr wieder in geordnete Bahnen lenken ohne schwerste Verwerfungen. Vielleicht grätscht in dieser Gemengelage noch Frau Merkel dazwischen und ernennt Herrn Söder öffentlich zu ihrem Favoriten.
Damit wäre dann ihr Zerstörwerk an der Union tatsächlich vollendet.

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