Caren Miosga und Collien Fernandes
Wie der vertrauliche Austausch zweier enger Freundinnen beim konspirativen Morgenbrunch: Caren Miosga und Collien Fernandes / picture alliance/dpa/NDR | Claudius Pflug

Caren Miosga und der Fall Fernandes - Der autoritäre Hilferuf

Komplexe Fragen, einfache Antworten: Bei Caren Miosga wird „digitale Gewalt“ emotional aufgeladen, juristisch verkürzt und politisch zugespitzt verhandelt – mit auffällig homogener Gästerunde und weitreichenden Forderungen.

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Mia Kilian hat Umweltsystem- wissenschaften und Volkswirtschaftslehre studiert. Derzeit absolviert sie ein Praktikum bei Cicero.

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Auf komplexe Fragen gibt es bekanntlich keine einfachen Antworten – diese allgemein gültige Regel im Kampf gegen alles „Rechtspopulistische“ scheint offenbar nicht zu gelten, geht es um die Durchsetzung der eigenen politischen Agenda. So hat es der öffentlich-rechtliche Rundfunk gestern mit Caren Miosga geschafft, auf das höchst komplexe Thema der sogenannten „Digitalen Gewalt“ – ein Fachbegriff, der es unmerklich geschafft hat, sich in den allgemein gültigen Wortschatz unserer Zeit zu schmuggeln – gesellschaftlich bequeme und juristisch unterkomplexe Lösungsansätze zu finden. Kein Wunder, denn das passiert, wenn man eine Talkshow mit Gästen ausstattet, deren Meinungen sich nur im Promillebereich unterscheiden – und noch weniger ist es ein Wunder, dass dies im ÖRR geschieht, dessen Expertise in Sachen einseitiger Berichterstattung somit wieder einmal bestätigt wurde. 

„Ich wurde virtuell vergewaltigt“, dieser Satz zirkuliert seit eineinhalb Wochen durch die Schlagzeilen, Talkshow-Runden und Wohnzimmer der Republik. Er und die dahinterliegende Geschichte von Collien Fernandes klingen brutal, hart und klar verurteilenswert. Weniger klar und im direkten Gegensatz dazu steht jedoch alles andere, was diesen Fall betrifft: der konkrete Tatsachenbestand, die Äußerungen Fernandes’ und des Beschuldigten sowie die Vorabberichte rund um gestrige Sendung.

Wirbel schon vor der Sendung

Die abendlich stattfindende Debattenrunde sorgte bereits Stunden vor ihrer Ausstrahlung für Aufsehen. Grund war laut Medienberichten die Gästeauswahl: Geplant waren Collien Fernandes, die Justizministerin Stefanie Hubig und Ronen Steinke, leitender Redakteur für Rechtspolitik der Süddeutschen Zeitung. Große Kritik dazu gab es vonseiten des Anwalts des mutmaßlichen Täters Christian Ulmen, Christian Schertz. Laut Schertz sei die Einseitigkeit der Gästeauswahl höchst problematisch – gerade aufgrund des laufenden Status des Gerichtsverfahrens. 

Daraufhin bot er sich selbst als weiteren Gast für die Talkrunde an – und wurde mit der Begründung, die Runde stehe bereits fest, abgelehnt. So schildert es zumindest Scherz selbst gegenüber der F.A.Z. Gleichzeitig wurde ein anderer Gast in das Podium geladen: Theresia Crone, Jurastudentin und Aktivistin, laut eigenen Aussagen „Überlebende“ digitaler Gewalt – offenbar stieß Schertz’ Forderung nach Ausgewogenheit in der Gästeauswahl im Redaktionsteam der ARD auf nicht allzu großes Interesse.

Doch nicht nur die Gästeauswahl zeigt, dass hier ein Framing geschieht – und dieses von der ARD sehr gut beherrscht wird: Die später eher sachlich orientierte Debatte wird in ein emotional aufgeladenes, weich gepolstertes Setting gebettet, indem zu Beginn im persönlichen Zweiergespräch zwischen Miosga und Fernandes die brisanten und fraglos verstörenden Details des Falls besprochen werden. Das Gespräch erinnert an einen vertraulichen Austausch zweier enger Freundinnen beim konspirativen Morgenbrunch. Während Fernandes dabei nicht nur durch ihre Aufmachung aus modernem Anzug und passenden Turnschuhen selbstbewusst, gefasst und in ihren Ausführungen klar wirkt, leidet Miosga mit fast schon schwesterlichem Mitgefühl mit und gibt Fernandes’ Aussagen durch Fragen wie „Wie war das für Sie?“, „Was haben Sie dabei gefühlt?“ und „Was wünschen Sie sich jetzt?“ die, mangels fehlender inhaltlicher, nötige emotionale Eindeutigkeit. 

Denn dem aufmerksamen Hörer, dem ein Blick durch das aufgespannte, höchst emotionalisierte Dickicht gelingt, werden erste Ungereimtheiten bereits in der Schilderung von Fernandes aufgefallen sein: Eine der wohl eklatantesten Stellen der ganzen Sendung offenbart sich, als Fernandes über den genauen Vorwurf, der erhoben wird, aufklärt. Was zuvor – dem Vorwurf von Verschwörungstheorien vorbeugend – nur vorsichtig geraunt wurde, wird hier plötzlich glasklar: Es ging im Fall Fernandes nie um Deepfakes. Wörtlich sagt sie: „[Es waren] Videos und Fotos, die so wirken sollten, als habe ich mich selbst beim Sex gefilmt oder nackt fotografiert.“ Auf Nachfrage von Miosga bestätigt sie: Dies seien echte Videos und Fotos von Pornodarstellerinnen gewesen und niemals KI-generierte Videos.

Emotional klar, inhaltlich fragwürdig

Diese Stelle offenbart die schiere Skurrilität des Falles und lässt viele Fragen offen: Warum wurde tagelang berichtet, Fernandes sei Opfer von Deepfake-Material geworden? Warum dient ihr Fall als Anlass, genau in diesem Bereich die Gesetzeslage zu verschärfen? Warum fällt die intensive Behandlung des Falls Fernandes ausgerechnet in einen Zeitpunkt, kurz nachdem eine Verschärfung der Gesetzeslage beschlossen wurde? Und welche Rolle spielt dabei die durch staatliche Gelder üppig ausgestattete NGO „HateAid“, deren Geschäftsführerin Joesphine Ballon auch in dieser Sendung als einzuordnende „Expertin“ einen Auftritt genießen durfte und eng mit Fernandes in ihren aktivistischen Tätigkeiten zusammenarbeitet?

Ungeachtet der eindeutigen Uneindeutigkeit des Falles wird im weiteren Verlauf der Sendung munter weiter über Deepfakes und deren zwingendes Verbot gesprochen, nicht zuletzt dadurch, dass durch Theresia Crone eine weitere, fraglos abscheuliche, jedoch emotional ausgeschlachtete Geschichte dargelegt – böse Zungen würden sagen: platziert – wird. Sie dient als Testimonial für die dramatischen Auswirkungen der „digitalen Gewalt“, Steinke als scheinbar neutraler Einordner und Hubig als politische Instanz, die die hochemotionalen Schilderungen in politische Konsequenzen umgießt. Diese dreigliedrige Symbiose funktioniert rhetorisch nahezu perfekt und lässt kaum Raum für Zweifel an den daraus abgeleiteten politischen Konsequenzen.

Die Faktenlage ist dürftig, umso größer jedoch der zwangsläufige und daher wenig überraschende Aufschrei: Was kann, ja was muss die Politik denn jetzt tun? Interessant sind die dargelegten Pläne des Justizministeriums tatsächlich: Geplant ist, dass künftig insbesondere die Herstellung und Verbreitung pornografischer Deepfakes strafbar wird, also Inhalte, die Personen ohne deren Einwilligung in sexualisierten Kontexten zeigen – zugleich sollen Ermittlungen erleichtert werden, etwa durch besseren Zugriff auf IP-Adressen und Nutzungsdaten, um Täter überhaupt identifizieren zu können. Und damit jedoch nicht genug: Darüber hinaus ist vorgesehen, auch die Verbreitung nicht-sexualisierter Deepfakes unter Strafe zu stellen, sofern sie geeignet sind, Personen herabzuwürdigen, zu täuschen oder in ihrem Ansehen zu schädigen.

Und trotz dieser offensichtlich ambivalent zu interpretierenden Maßnahmen wird der Kuschelkurs auch in der Diskutantenrunde fleißig fortgesetzt. Fragen nach der genauen Bedeutung von „Herabwürdigung“, „Täuschung“ oder „Ansehensschädigung“ werden angesichts der zuvor dargelegten Dringlichkeit kaum gestellt, Kritik an diesen die persönlichen Freiheitsrechte in erheblichem Maße einschränkenden Vorstöße kaum geäußert, Fragen zur juristischen Machbarkeit gänzlich ignoriert.

Die überforderte politische Reaktion wirkt autoritär

Dabei ist die Thematik vieles – nur nicht zwingend politisch zu lösen. Müssten wir uns nicht vielmehr fragen, wie ein gesellschaftlicher Umgang mit Gewalt gegen Frauen und den sich ständig wandelnden digitalen Möglichkeiten aussehen kann? Diese Frage erfordert persönliches Verantwortungsbewusstsein weit mehr als politische Intervention – und ist gerade deshalb ungleich schwerer zu beantworten.

Doch statt sich dem tatsächlich Entscheidenden zu widmen, verzweigt sich die Debatte schnell ins Unterkomplexe: Gesprochen wird über das Patriarchat, über toxische Männlichkeit, ein konservatives Rollenbild wird monokausal als Auslöser sexualisierter Gewalt im Internet herangezogen. Auch Friedrich Merz erhält seine provisorische Tracht Prügel: Sein Kommentar zur überdurchschnittlichen Repräsentanz ausländischer Tatverdächtiger in Sexualstrafdelikten sei unangebracht, sein fehlendes Mitgefühl gegenüber den oftmals aggressiv auftretenden, männerverachtenden Feministinnen auf der Straße entlarvend. 

Das Ganze gipfelt in einer Aussage Crones, die fordert, den Täterbegriff nicht mehr ausschließlich strafrechtlich zu verstehen; so seien ihrer Meinung nach bereits diejenigen „Mittäter“, die bei der Äußerung eines sexistischen Witzes auch nur zugehört hätten. Die Aussage, die fassungslos und ungläubig zurücklässt, steht sinnbildlich für eine Sendung, die eine ungeklärte und sich teilweise widersprechende Faktenlage als gegeben ansieht, um Gesetze zu fordern, die eklatante Freiheitseingriffe implizieren. 

Fassen wir zusammen: Der Fall Fernandes stellt uns vor ein chaotisches Allerlei aus emotionaler Aufladung, persönlicher Verletzung, gesellschaftlicher Hysterie und fehlender, jedoch dringend benötigter, juristischer Kühnheit. Aus schierer Überforderung wird nach politischen Reaktionen geschrien – und dabei dank der durch Fernandes’ Schilderungen gelieferten moralischen Legitimation anscheinend alles hingenommen, auch autoritär angehauchte Eingriffe in die digitale Bewegungsfreiheit. 

Am Ende bleibt das Drama rund um Collien Fernandes eines, das an Komplexität kaum zu überbieten ist. Es ist ein Thema, das viele Bereiche unseres Lebens berührt – und das der öffentlich-rechtliche Rundfunk einmal mehr nicht adäquat abzubilden vermag. Das ist beunruhigend, birgt es doch gleichzeitig das Potenzial, stark über unsere persönliche Freiheit zu walten.

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IngoFrank | Mo., 30. März 2026 - 13:10

Aber der Name Vernandes war mir vor der „Besuldigung“ von Uhlmen nicht bekannt.
Für VIVA bin ich zu alt & Unterschicht- TV konsumiere ich ebenfalls nicht.
Da liegt schon der Verdacht sehr nahe, das die sich im „Untergang befindlichen Sternchen“ sich anderweitig hervortun, um wieder ins Gedächtnis ihrer Anhängerschar zu kommen.
Es ist doch nicht das erste Mal. Tillmann Kuban, Kachelmann um nur 2 Beispiele an Prominenten zu nennen die Stress mit ihren weiblichen Partnern hatten und am Ende …… hat sich alles in Luft aufgelöst. Was ist das für eine kranke Gesellschaft…… wobei ich kein Plädoyer für häusliche Gewalt, egal welcher Art, damit meine ! !
Mit freundlichen Gruß aus der Erfurter Republik

Das macht doch nichts, lieber Herr Frank, sofern Sie das "Traumschiff" nicht kennen, sei Ihnen Ihre Unkenntnis verziehen;-)
Im übrigen muss ich leider die Schreibweise des Namens korrigieren, die Dame heißt nicht "Vernandes", sondern entsprechend der aktuellen Vorkommnisse "Erfandes". So viel Zeit muss sein;-)

Achim Koester | Mi., 1. April 2026 - 09:29

Antwort auf von Sabine Lehmann

Ich bin ein großer Freund von Wortspielen und Ihre Création "Erfandes" finde ich äußerst gelungen.
👍️👍️👍️

Einen Eindruck ihres künstlerischen Schaffens können Sie sich Ostersonntag im Zweiten Deutschen Erziehungsfernsehen machen, lieber Herr Frank. Besagte Dame spielt dort ab 20.15 Uhr an Bord des "Traumschiffs" die Schiffsärztin. Gemeinsam mit anderen Top-Schauspielern wie Florian Silbereisen wird dort Filmgeschichte geschrieben!

IngoFrank | Mo., 30. März 2026 - 18:22

Antwort auf von Sabine Lehmann

Ostern ? Am Grün- Donnerstag und Oster- Samstag bin ich mit meiner Liebsten auf 2 Ostermärkten zum Verkauf (selbst gefertigte Kinderbelkeidung von Neu Geborenen Sets Müze, Lätzchen Pullover und Höschen bis Kleidern & Pullovern bis ca. 12 Jahre ( ihr „Hobvy“ was die komplette obere Etage unseres Hauses mit 4 Zimmern belegt😂) Karfreitag: 30 Bauern- Eier färben & Kuchen backen,
Oster Sonntag zum Mittag Thüringer Klöße mit Rinder und Scheinebraten mit selbst konservierten Rotkraut aus eigener Herstellung, Ostereier suchen und Kaffee & Kuchen mit unseren Kindern & Enkel und danach Füße hoch 😂😂😂 Ach ja i.ü. mit einem guten Pfälzer Roten vom Weingut Sommer
Ihnen auch ein frohes Osterfest 😂😂😂

Ich bin froh, wenn ich mit meiner Alten von Besuchen aller Art verschont bleibe. Aber eine der Töchter wird wohl samt Enkeln am Ende doch hier auftauchen. Dann wird geklönt und die Enkel klimpern auf ihren Smartphones. Wie heißt es bei Wilhelm Busch: "Schön ist´s, wenn Gäste kommen, schön ist´s, wenn sie bleiben. Doch wenn sie wieder geh´n, ist´s auch ganz schön". Spazieren gehen fällt aus, die alten Knochen wollen nicht mehr so. Vielleicht lese ich den Lieben aus einem meiner Bücher vor, schließlich sollen sie auch ein bisschen gequält werden. Tja, Ostern ist im Deutschen auch so ein überschätztes Fest, vielleicht nicht ganz so wie Weihnachten und in diesem Jahr könnte sich die schiere Frühlingslust einstellen. Wenn nur die blöde Politik nicht wäre. Wie heißt es gleich im Faust - meiner Bibel: "Nichts Bess´ res weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen, als ein Gespräch über Krieg und Kriegsgeschrei, wenn hinten, weit in der Türkei, die Völker aufeinander schlagen..." - Frohe Ostern allen!

Klaus Funke | Mi., 1. April 2026 - 10:47

Antwort auf von Achim Koester

Und "jung" ist sie mit 80 Jahren tatsächlich nicht mehr. Ich habe nichts dagegen, wenn man mich einen "alten Knacker" nennt. Entscheidend ist doch, ob man noch fit im Oberstübchen ist. Wenn allerdings Altersstarrsinn und Vergesslichkeit dazukommen, wird es zunehmend ungemütlich. Altwerden ist nichts Schönes, ich wünschte, ich wäre noch einmal 35 - aber das geht bekanntlich nicht. Übrigens, bin ich jünger als meine Frau. Wie viele Jahre? Nee, das sag ich nicht.

Gisela Zabka | Di., 31. März 2026 - 18:44

Antwort auf von Sabine Lehmann

Und davor dürfen Sie Ostersonntag, auch im ZDF, Fernandes als heitere frisch Getrennte erleben („Neustart nach Trennung – mit Collien Fernandes“, ab 17:15), die sich im Tattoo-Studio auf Mallorca die Initialen „CU“ für Christian Ulmen entfernen und durch die Initialen von Tochter und Familienhund ersetzen lässt. Sodann erleben wir sie als tatkräftige Handwerkerin im eigenen Hamburger Mietshaus, dann wieder auf Mallorca und wir fragen uns die ganze Zeit: Die Dreharbeiten fanden letzten September statt – wann hat sie also entdeckt, dass sie „digital vergewaltigt“ worden ist? Ab wann war sie die durch Identitätsdiebstahl schwer Geschädigte? Letzten September war davon jedenfalls noch keine Rede.

Und irgendwie beschleicht einen der Verdacht, dass der mediale Fernandes-Hype um digitale sexualisierte Gewalt die real stattfindende Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen (laut BKA 128.000 Fälle pro Jahr) zum Nebenthema machen soll.

Sabine Lehmann | Mo., 30. März 2026 - 13:22

Ach so, es war alles ganz anders?! Es gab gar keine Deep-Fakes? Das macht doch nichts. Das orchestrierte Unvermögen unserer alimentierten Moralapostel von ARD und ZDF kann doch so ein bisschen Fakten-Defizit nicht erschüttern. Die selbsternannten Richter woker Gesinnung baden in Selbstgerechtigkeit und Überheblichkeit, Strafprozesse und Gesetzgebungsverfahren wie wir sie kennen, sind jetzt obsolet. Miosgas Scherbengericht: Hier werden Sie geholfen.
Ja, man kann konstatieren, die Gesamtheit der Relotiuspresse hat nicht nur verstanden, sie illustrieren ihr Unvermögen weiter auf jegliche erdenkliche Weise und treiben es auf die Spitze. Was kommt als Nächstes? Live-Abstimmung mit ausgewähltem Publikum über Strafmaß oder Freispruch?
Dieses Deutschland „hat“ fertig!

Heidemarie Heim | Mo., 30. März 2026 - 13:40

Zum Wohle meiner eigenen Gesundheit beschloss ich nach Studium des Themas und vor allem der Gäste sowie der Hoffnung, dass sich eine/r vom Kollegium des Cicero erbarmt und stellvertretend die Rolle des Zuschauers übernimmt an meiner statt;), schaute ich lieber "Das Böse im Blick-Augenzeuge Kamera" um einen pathologischen Blutdruckanstieg zu vermeiden. Schon seltsam auf was besagter Blutdruck so reagiert. In jungen Jahren habe ich durchaus etwas für Horror-/Grusel-TV-Produktionen übrig gehabt, doch heute langweilen mich insbesondere die vorhersehbaren und immer gleichen Szenen mit denen der Zuschauer zum Erschrecken gebracht werden soll. So vorhersehbar, offensichtlich unvermeidbar und unterkomplex wie das, was man mittlerweile von den ÖRR-Sendeanstalten geboten bekommt für seinen Beitrag. Vielen Dank für Ihren mutigen Einsatz liebe Frau Kilian🥰! MfG

Die Bigotterie vor laufender Kamera war auch kaum auszuhalten, Frau Heim. Mein kurzes Intermezzo dort, bevor mein Blutdruck mitteilte, ich sollte es besser lassen, war vor allem geprägt von der Bühneninszenierung u. der Kostümierung. Kostümierung deshalb, weil beide Damen(Miosga & Erfandes)angezogen oder besser gesagt eingewickelt waren bis zum Kinn, im Grunde fehlte nur noch der Hidjab. Züchtig u. keusch, als hätte es einen Zeitsprung in die Vierziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts gegeben oder einen Tagesausflug ins Nonnenkloster.
Sich in Sack u. Asche zu hüllen jenseits jeglicher Körperformen, von Unvorteilhaftigkeit ganz zu schweigen, ist bei einem speziellen Frauenschlag seit einiger Zeit en vogue. Zumindest wenn frau bestimmte Botschaften u. Absichten verfolgt. Was für eine heuchlerische u. verlogene Bigotterie! Geschlechtslose Genossinnen bei der Arbeit im K(r)ampf gegen den bösen Weißen Mann! Bei Migranten u. Colorierten herrscht aber seit zehn Jahren Schweigen im Walde.

S. Kaiser | Mo., 30. März 2026 - 15:08

Theresia Crone, lt Wikipedia Tochter eines Juristen (und CDU-Politikers) und einer Ärztin, ist nicht nur Jurastudentin und Aktivistin (u.a. für Fridays for Future) sondern auch wissenschaftl. Mitarbeiterin in der Kanzlei Jun, und engagiert sich dort, zusammen mit deren namensgebenden Anwalt, einem Verfechter des AfD-Verbotes, gegen selbige.
Dieses vorangestellt lässt ihre Forderung und Ausführungen „den Täterbegriff nicht mehr ausschließlich strafrechtlich zu verstehen“ in einem beängstigenden Licht erscheinen.
Wenn solchen Personen die Zukunft unseres Rechtsstaates anvertraut wird, dann ist emotionaler Willkür im Rechtssystem Tür und Tor geöffnet.
Sollte der Marsch solcher Aktivisten durch die Institutionen, der in den Universitäten und Medien bereits vollendet ist, nun auch in der Judikative gelingen, sind wir echt „am Ar***“.

Nun, ich finde diese Willkür von der Sie sprechen, lieber Herr Kaiser, ist nicht zu befürchten, sie ist schon da, und zwar reichlich!

teils, teils noch im Präsens aber zu befürchten steht die 'Vollendung' im Futur.

Nun, noch gibt es ja Urteile, die Hoffnung machen, und die alte Rechtsprechung, der man vertraute, auch wieder aufblitzen lässt.
Aber es gibt genauso auch Urteile, die einem klar Sorge bereiten, ob wir schon unaufhaltsam ins Rutschen gekommen sind.
Die Judikative ist sozusagen der letzte Strohhalm, an den sich die (ohne Possessivpronomen!) jetzige Demokratie noch klammern kann.

hanno Woitek | Mo., 30. März 2026 - 16:31

dass der, offenbar gewollte, Eindruck geschaffen wird, die Männer per se seien Sexualverbrecher. Voran getrieben von einer unseligen Allianz links-grün verdorbener NGO Feministinnen und ja auch Sexistinnen. Denn Frauen wie die Fernandes, zeigen sich auf Fotos auch gern als Sexobjekte.
Hinzu kommt die Verbiegung der Statistik. In den von Frau Miosga genannten Zahlen - ca. 250.000 - von Männern die sexuelle Gewalt angewendet haben sollen, sind auch Diebstähle an Frauen von Handtaschen auf der Straße, aus dem Auto und hinter Ladentresen bei Diebstahl . Waren diese Betroffenen Frauen, sind sie in der genannten Statistik mit drin. DAs verschweigt sogar wissentlich die Justizministerin. Ekelhafter kann die Verteufeln von Männern nicht mehr sein.

Klaus Funke | Mo., 30. März 2026 - 16:48

Indem wir den Grünen und Linken und ihren NGO immer breiteren Raum einräumen und sie immer weiter wuchern und verflechten lassen, beschleunigen wir den Untergang unseres bisher bekannten Staates. Das jüngste Beispiel ist der künstlich herbeigeführte Skandal um Frau Erfandes und Herrn Ulmen. Im Grunde ist es wie beim Auto weiter nichts als hochtouriger Leerlauf. Es wird ungeheurer Krach gemacht und viel giftiger Qualm ausgestoßen, aber man kommt keinen Meter vorwärts. Freilich, die Ziele sind klar: Erschaffung des gläsernen Bürgers, bis hinein in seine "Eingeweide". Wenn man die Gesellschaft nicht mehr im Griff hat, die Wirtschaft ins Koma fällt, muss man den aufbegehrenden Bürger schon im Ansatz hindern, dass er seine Rechte wahrnimmt. Das ist der Polizei- und Überwachungsstaat, das komplette Regulieren allen bürgerlichen Lebens, letztlich das staatliche Ideal, was den Grünen und zunehmend auch den Sozen, den Linken sowieso, vorschwebt. Das ist Orwell life. Darauf bewegen wir uns zu!!

ende.

george orwell 1984

seit geraumer zeit stelle ich mir mehr und mehr die frage, warum es gerade frauen sind, die sich zunehmend so extrem radikalisieren. ich habe mehrfach demos erlebt, in denen vor allem weibliche teilnehmer in erschreckend hohem maße zum lynchmord an vermeintlichen oder echten gegnern aufriefen.
aktuell geistert da ja auch so ein video durch`s netz, in dem ein junges mädchen die öffentliche folter und kastration des herrn ulmen fordert und dafür 17.000 likes bekam.
man darf gespannt sein, ob nicht nur diese kleine roland-freisler-imitation dafür strafrechtlich verfolgt wird, sondern auch alle jener rund 17.000 gleichgesinnten, die dort einen erhobenen daumen hinterließen.
denn das wäre ja nun auch ganz im sinne des von den protagonisten gestern bei frau miosga so vehement geforderten neuen gesetzentwurfes, den von frau hubig ja ganz zufällig direkt in der schublade hatte. wie praktisch.

A.L. | Mo., 30. März 2026 - 19:51

Aber das ist nichts neues unter der Sonne, dass hier verzerrte & irritierende Themen gestartet werden, um hier äußerst fragwürdige bzw. verfassungswidrige Gesetzgebungen durch das Parlament zu "drücken". Aber der Souverän will es so, sonst würde er anders wählen. Das ist leider die Realität.

Hans-Hasso Stamer | Mo., 30. März 2026 - 21:10

Jetzt also haben sie es ja geschafft: "Herabwürdigung staatlicher Organe" hieß das in der DDR-Gesetzgebung. Und nun fast gleichlautend in der Bundesrepublik. Die Sprache verrät sie.Deutsch bleibt eben doch deutsch.

Mein Gott, zu was für einer widerlichen Schmierenkomödie sich der ÖRR hier wieder herablässt. Aber immerhin bestätigt er in jedem Jota seinen schlechten Ruf. Noch enttäuschender ist allerdings, dass es tatsächlich Leute geben soll, die sich das reinziehen, weil sie es nicht durchschaut haben und/oder weil sie es genau so wollen.

Jens Böhme | Mo., 30. März 2026 - 21:25

Kein Hinz und kein Kunz weiß bzw. kennt "virtuelle Vergewaltigung" aus eigener Erfahrung. Trotzdem wird es durch sämtliche Medien durchgenudelt, als ob es Millionen von Deutschen betrifft. Ist es ein bevölkerungsaffines Thema oder eher was für paar Prominente? Mir fällt ein anderes aktuelles Thema ein, dass weit aus mehr Bürger und insbesondere die Wirtschaft interessiert: die Kraftstoffpreise, die die Lebenshaltungskosten in exorbitante Höhe treiben.

Wir merken es jetzt an der Zapfsäule, aber das dicke Ende kommt ja erst noch. Denn die Kraftstoffpreise stecken überall drin und die nächste Teuerungswelle bei den Lebensmitteln steht unmittelbar bevor.

Es stimmt schon, man könnte das für ein abgehobenes Mond-Promi-Thema halten. Aber die damit verbundene Einschränkung der Meinungsfreiheit, die Einschüchterung der gesamten Bevölkerung, die Kriminalisierung von
Regierungskritiker, wofür ja dieser Pseudo-Skandal überhaupt erst aufgebauscht wurde, das betrifft uns alle.

Jens Böhme | Di., 31. März 2026 - 19:27

Antwort auf von Hans-Hasso Stamer

Die Klarnamenpflicht betrifft nicht die Pornoangebote im Internet.

Nachrufer | Mo., 30. März 2026 - 22:36

Zu „…einer Aussage Crones, die fordert, den Täterbegriff nicht mehr ausschließlich strafrechtlich zu verstehen; so seien ihrer Meinung nach bereits diejenigen ‚Mittäter‘, die bei der Äußerung eines sexistischen Witzes auch nur zugehört hätten…“ hätte Frau Miosga einen Interviewausschnitt mit dem Paar Ulmen/Fernandes von 2013 aus der Tele 5-Show „Who wants to f… my girlfriend“ einspielen lassen sollen, vgl. z. B. unter https://www.musikexpress.de/christian-ulmen-vorwuerfe-interviews-317504…. Frau Fernandes steht in dem Interviewabschnitt, in dem Ulmen einem Reporter die Sendung „erklärt“, lächelnd daneben, hat „nur zugehört“, ohne etwas zu sagen.

Sabine Lehmann | Di., 31. März 2026 - 21:04

Antwort auf von Nachrufer

Ihr Link zu diesem Artikel beim musikexpress ist wirklich sehr interessant, vielen Dank. Schaut man sich diese beiden älteren Interviews an, kann man angesichts der aktuellen Vorwürfen natürlich jetzt besonders viel hinein interpretieren. Wie weit das aber doch eher an den Haaren herbei gezogen ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ein geschmackloses Format unter der Federführung von Ulmen hieß tatsächlich "Who wants to f*** my girlfriend?" Satire, Klamauk, entlarvend? Ein Niveau wie "Jerks", unter der Gürtellinie, sehr weit drunter. Unabhängig davon, bleibt Ulmen für mich dabei gleichförmig unsympathisch, aber das ist ja (noch?) nicht strafbar in Deutschland. Wer weiß wie lange noch......

Achim Koester | Mi., 1. April 2026 - 10:36

Antwort auf von Sabine Lehmann

"weit unterhalb der Gürtellinie" interpretiere ich mal anatomisch, dann sind wir beim Knie angelangt. 😄
Dann war das wohl ein Schuss in dasselbe.

Michael Marx | Di., 31. März 2026 - 11:08

Immer wieder höre ich empörte Äußerungen über diverse Talk-Shows &c., und dieser Artikel und die Stellungnahmen (und Randbemerkungen) dazu können mich nun wirklich nicht dazu veranlassen, mir ein Fernsehgerät zuzulegen: für so etwas wäre mir meine Zeit zu schade, selbst wenn ich einen funktionierenden Fernsehapparat hätte.

Walter Buehler | Di., 31. März 2026 - 11:38

Es ist absolut lächerlich:

Die gleichen politischen links-grünen Gruppen, die sich trotz Kriminalität (Menschenhandel) stets für die interessen der Sexarbeiterinnen und Bordelbesitzer eingesetzt haben, spielen sich als Hüter einer höheren Moral auf!

Dabei ist es viel einfacher: Wer wie Frau Erfandes schon seit langer Zeit mit ihrem Lebensgefährtenin die Scheiße fasst, soll sich nicht wundern, dass die eigenen Hände genau so stinken wie der Lebensgefährte.

Ansonsten geht mich diese Welt der Sexarbeiterinnen, der Zuhälter, der Menschen- und Rauschgifthändler und Bordelle NICHTS an, auch wenn sich Frau Neubauer, ZEIT, SZ, SPIEGEL, TAZ und ZDF so gerne in diesem Dreck suhlen.

Brigitte Miller | Di., 31. März 2026 - 18:38

„Dass das Ganze unter Feminismus läuft, ist absurd.
Niemals in unserer Geschichte die Frauen eine derart prägende Position hatten in unserer Gesellschaft.
Niemals war unsere Gesellschaft feministischer als heute. Niemals war sie weniger männlich als heute.

Prinzessin auf der Erbse-Syndrom könnte man sagen, man tut grade so, als würden bei uns besonders skandalöse Verhältnisse vorherrschen, das Gegenteil ist der Fall, noch nie werden sie so privilegiert, ging es ihnen so gut, noch nie hat man soviel Aufmerksamkeit auf mögliche Probleme gerichtet, die Frauen möglicherweise in unserer Gesellschaft haben könnten.

Aber wie gesagt, all das ist im Grunde inszeniert, um das wahre Problem zuverdecken und unter den Teppich zu kehren, nämlich dass es bei uns tatsächlich eine Subkultur gibt, die Frauen tatsächlich in uns unvorstellbarer Weise unterdrückt und das ist die Subkultur der muslimischen Welt.“ Bolz&Mannhart Der Ulmen– Wahnsinn.youtube

Johannes | Di., 31. März 2026 - 19:45

und macht sich selbst fertig. Zum Glück muss ich von außen zuschauen. Wie konnte es soweit kommen

Johannes | Mi., 1. April 2026 - 10:37

juristische Einordnung vorgestellt wie jetzt von mir als totaler Laie:
-Beleidigung
-Nachstellung
-Körperverletzung
-Bedrohung
-Erpressung
-Verletzung des höchspersöhnlichen Lebensbereichs
-Verbreitung pornografischer Inhalte
-Identitätsdiebstall
-Rufmord
-Nötigung
-Täuschung
-üble Nachrede
-Missbrauch durch
-(...) durch KI ergänzt

stattdessen: es gibt keine ausreichende Gesetzgebung für diese "DIGITALE VERGEWALTIGUNG! Aber in Spanien schon eher...

Wieder so eine emotionale Verdachts- und Verurteilungsmaschinerie mit konspirativem Charakter, der mit allen Institutionen und Korporationen schnell- im Eilverfahren, alle Hebel ziehen soll. Und die Unschuldsvermutung oder mögliche Rufschändung ganz ganz hinten anstellen.