Maizière
Thomas de Maizière bei Caren Miosga, 06.09.2026 / picture alliance / HMB Media | Uwe Koch

„Caren Miosga“ nach der Sachsen-Anhalt-Wahl - Ein alter CDU-Minister und die „Partei der Hoffnung“

Altminister Thomas de Maizière erschien bei Caren Miosga wie die Inkarnation einer überheblichen Politik von oben herab. Gegen deren desaströses Scheitern beim Wähler hat er nur belehrende Appelle und den Ruf nach mehr Zuversicht aufzubieten.

Ferdinand Knauß

Autoreninfo

Ferdinand Knauß ist Cicero-Redakteur. Sein aktuelles Buch: „Der gelähmte Westen. Chronik einer Selbstaufgabe“ ist im März 2026 erschienen. 2018 erschien „Merkel am Ende“.

 

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Die Formulierung hätte aus dem Wahlkampf von Ulrich Siegmund stammen können: Die AfD sei auch eine „Partei der Hoffnung“, erklärte Thomas de Maizière zu Anfang der sonntagabendlichen Talkshow von Caren Miosga nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt. Er sage das ungern. Die Wahl sei, so dozierte er im Stile von Joschka Fischer, Teil einer weltweiten Auseinandersetzung mit Populismus. Die Hoffnung, die die Populisten verbreiteten, sei: „Wir können ein Land sein, das von den Problemen der Welt möglichst nicht gestört werden soll.“ Oder: „Wenn wir nur wollen, können wir so sein, wie wir glauben gewesen zu sein.“

Nun, sind das nicht nachvollziehbare Hoffnungen von Menschen und legitime Forderungen an Parteien? Und sind das nicht Versprechen, die konservative, christdemokratische Parteien jahrzehntelang zum Kern ihrer Politik erklärten? Indem de Maizière diese Forderungen als populistisch und somit unerfüllbar und illegitim von seiner eigenen Partei wies, erklärte er die CDU dadurch indirekt zu einer Partei der Hoffnungslosigkeit für alle Wähler, die nicht scharf auf fremde Probleme und unerwünschte Veränderungen des eigenen Landes sind.

Der Rest seiner Analyse waren Versatzstücke aus dem Phrasenreservoir der etablierten Populismus-Schelte: „Abschottung“, „Leugnung von Komplexität“, „nationale Übersichtlichkeit“. Seine Überzeugung sei: Wohlstand durch Austausch mit der Welt, Verantwortung in der Welt und: „Veränderungen sind notwendig und können auch Schmerzen bedeuten.“

„Ihr müsst mitmachen“

Thomas de Maizière ist Spross einer alten preußisch-hugenottischen Offiziers- und Beamtenfamilie, deren Name den Historikern immer mal wieder auf nicht ganz unbedeutenden Posten mit Zugang zu den Machtzentren begegnet (sein Vater Ulrich war Wehrmachts- und Bundeswehrgeneral, sein Cousin Lothar DDR-Ministerpräsident). So war der langjährige sächsische und Bundesminister in der Merkel-Ära eine Art Inkarnation des Staatstragenden schlechthin.

De Maizière sprach bei Miosga wie ein Mann, der aus höherer Einsicht und Aufgeklärtheit besser als die vermeintlich naiven Populistenwähler weiß, was gut und richtig ist. Es ist eben alles so komplex und unübersichtlich in der großen Welt der Politik, dass allzu viele Menschen überfordert sind und den schrecklichen Vereinfachern auf den Leim gehen.

Dagegen wünscht sich de Maizière eine „Eintrittswelle in die CDU, die SPD und die Grünen“. Man – gemeint sind wohl die Nicht-AfD-Parteien – müsse die Bürger folgendermaßen ansprechen: „Leute, wir leben in Zuständen, wo wir Stück für Stück weiter arbeiten. Es wird Probleme geben und ihr müsst mitmachen.“ Den Gipfel des Paternalismus erklomm er dann mit seinem konkreten Aufruf, das Stadtbild sei auch besser zu machen, „indem man die Zigarettenkippe nicht auf den Boden, sondern in den Papierkorb wirft“.

Der Minister wünscht Zuversicht

Und beim Mitmachen sollen die von den Stück für Stück arbeitenden Politikern regierten Menschen bitteschön „fröhlicher, optimistischer“, er korrigiert sich: „zuversichtlicher“ sein. Der Minister a.D. schien das ernst zu meinen. Aus seinen Worten sprach die Enttäuschung des Staatsverwalters, der von den Menschen Dankbarkeit und Vertrauen erwartet, weil sie von seinesgleichen so wohlmeinend und kompetent regiert werden.

Die Besetzung der Runde entsprach dem eingeübten Muster. Man lade einen (womöglich ehemaligen) Politiker einer etablierten Partei, zwei Journalisten ebenso etablierter Medien (Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo und RND-Korrespondentin Vera Wolfskämpf) und einen Politikwissenschaftler (Christian Stecker) ein.

AfD-Chef Tino Chrupalla wurde nur für einige Minuten zugeschaltet. Er wiederholte bei der Gelegenheit, was er und andere AfDler zuvor schon gesagt hatten: Die AfD habe einen Wählerauftrag zur Regierungsbildung und werde alle anderen Parteien zu Gesprächen einladen. Die Brandmauer sei abgewählt. Wenn die CDU das nicht einsehe und einfach weitermache, werde es sie im Osten bald gar nicht mehr geben und die AfD bei den nächsten Wahlen über 50 Prozent erreichen. Die Ansage von Ulrich Siegmund vor der Wahl, nur mit eigener absoluter Mehrheit zu regieren, ist also vom Tisch.

Die „Restgruppe der CDU“

Giovanni die Lorenzo machte daraufhin die Bemerkung, dass die anderen Parteien angesichts ihrer Lage gar nicht die Möglichkeit hätten, eine stabile Mehrheit zu finden. Auch die „Restgruppe der CDU“ sei nicht verlässlich, es könne Überläufer zur AfD geben.

Di Lorenzo gab später in der Diskussion auch zu Bedenken, dass die etablierten Parteien in Sachen Migration den „Schuss nicht gehört“ hätten. Und er machte Werbung für eine Zeit-Recherche über drei Migranten, die einen 93-Jährigen zu Tode gefoltert hätten. Solche Migranten müsse die Politik eben endlich loswerden. Keine fünf Minuten später sprach de Maizière dann aber wieder von dem angeblichen Wunsch der Populisten nach „grundlegender Abschottung von Internationalität“.

Stecker übernahm die Rolle des Advocatus Diaboli, der zumindest die Legitimität der AfD und ihrer Wähler betonte. Er bezeichnete den AfD-Wahlsieg als „Demokratie in Anwendung“ und sagte, wie auch schon ähnlich in anderen Talkshow-Auftritten, dass „wir so [also mit der Brandmauer] nicht weiter miteinander umgehen und Politik machen können“. Stecker erinnerte daran, dass der Vertrauensbruch der AfD-Wähler zur CDU 2015 geschah und nicht durch jetzt etwas geringere Zuwanderungszahlen zu heilen sei. De Maizière hätte das als damaliger Innenminister, der Merkels Willkommensvorgabe umsetzte, also unmittelbar verantwortlich ist für die Vertrauensbruchstelle, kommentieren können. Tat er aber nicht.

Von Stecker bekam der ehemalige Minister dennoch sein Fett weg: „Mit dieser Idee des besser Regierens und besser Kommunizierens versucht man auch Gesetzmäßigkeiten des Wettbewerbs zu entkommen, denen man nicht entkommen kann.“

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Angelika Sehnert | Mo., 7. September 2026 - 07:56

Die CDU ist eine sterbende Partei. Man muss sich nur die Graphiken ansehen. Nur bei den über 70 jährigen ist sie noch eine nennenswerte Kraft in Sachsen- Anhalt. Junge Menschen, die eine Familie gründen wollen, die eine größere Wohnung brauchen, die mit den Unsicherheiten der wirtschaftlichen Lage konfrontiert sind, sich aber dennoch eine Zukunft aufbauen wollen, werden doch von der CDU im Stich gelassen. In der Generation der 30-45 jährigen hat man zur Kenntnis genommen, wie die junge Gruppe der CDU mit ihrem berechtigen Einwand bei der Rente von den Alten abgewatscht wurde. Die CDU bietet keine Zukunftsperspektive, weil sie sich von den Fehlentscheidungen der Vergangenheit nicht trennen kann. Sie hat ihre Fähigkeit zur Gestaltung und zur Machtausübung aufgegeben.
Die Auftritte Radtkes und de Maizieres waren geradezu sinnbildlich für den Zustand der Partei: von oben herab wird uns erklärt, dass wir uns mit den Fehlentscheidungen der Merkel CDU und deren Folgen abzufinden hätten.

Ann-Kathrin Grönhall | Mo., 7. September 2026 - 10:32

Antwort auf von Angelika Sehnert

Was den Zustand der CDU betrifft gebe ich Ihnen völlig recht.
Allerdings finde ich das man auch Menschen über 70 durchaus Realitätssinn unterstellen darf.
Nicht nur, dass diese auch mal junge Familien hatten und sich im Normalfall noch sehr gut daran erinnern können welche Sorgen in diesem Lebensstadium anfallen, sondern die meisten haben auch Kinder und Enkel die den heutigen Problemen ausgesetzt sind.
Probleme die übrigens zu einem grossen Teil von den unter 70jährigen verursacht wurden.
Auch ältere Menschen leben nicht in einer Parallelwelt sondern, die meisten jedenfalls, im hier und jetzt.
Es sei denn sie sind oder waren massgebende Politker bei der CDU oder SPD ;-))
Doch Uneinsichtigkeit ist nicht eine Frage des Alters sondern der Person.

Brigitte Miller | Mo., 7. September 2026 - 11:23

Antwort auf von Ann-Kathrin Grönhall

Diese Erfahrung mache ich auch👍🏻 👏🏻

Ingo Frank | Mo., 7. September 2026 - 10:57

Antwort auf von Angelika Sehnert

Außnahme- Wähler 😂 und das bereis seit vielen Jahren
Aber Spaß bei Seite. Ich habe mir mit Beginn der heute19.00 Sendung von ÖRR die Wahlberichterstattung bis zum Ende Msioska angesehen.
Die erste Frage lautet wie sollen die Linksparteien SED Erben, Grüne, SPD, und da hat das BSW noch gefehlt ! zusammenfinden wenn‘s noch nicht einmal möglich ist,ohne permanenten Streit diese Sendezeit zu überstehen ? Und wie will die CDU mit diesen Linken Haufen regieren ohne nochmals halbiert zu werden ?
Dann Mioska.
Die CDU hat immer noch nicht den Schuss gehört. O.k. Kann an der Alters- Senilität des Ex Ministers liegen. Ich weißes nicht ? Eine Offenbarung jedenfalls, in dem ein „fröhliches & optimistische besser zu erklärendes“ weiter so, mit der Brandmauerpolitik gefordert wird. Man fasst es nicht mehr …….

Ich bin auf die Wahlen in 14 Tagen gespannt.
So wie Schwesig die CDU in MV gedemütigt hat, könnten die ihr den Koalitionsbeitritt verweigern im Ergebnis mit einem große. Knall in Berlin

den Rundfunkstaatsvertrag in Sachsen-Anhalt zu kündigen jetzt gemerkt, dass es für sie -die ÖRR's- mit der AfD wirklich ernst wird..., sie spüren den Eisberg der ihre 'Volldampf voraus!' fahrende staatsfinanzierte Medien-Titanic zum sinken bringen könnte... ...

Um so 'totalere' bzw. groteskere ÖRR-Gesprächsrunden, Reportagen und Analysen werden wir in Zukunft sehen... - logisch. Ebenso die staatstreuen Medien/Presse wie Spiegel und SZ.

Also genug Stoff für den Cicero... 😉

Die CDU ist ein sehr dankbarer Koalitionspartner da von ihrer kommunistischen Unfehlbarkeit der alternativlosen A.M. fast vollständig inhaltsbefreit hinterlassen, das Regieren überläßt man daher gerne dem/den Koalitionspartner/n.

Unabhängig davon sehe ich Ihren Punkt und er ist berechtigt, eine Dreierkoalition ist schon problematisch, mit 5 „Partnern“ im Boot sieht das schon ganz anders aus, vor allem, wenn 4 davon eine eigene Richtung einschlagen wollen.

Aber wie bereits an anderer Stelle kommentiert, gestern schloß Thomas Schulze vom BSW eine Zusammenarbeit mit der CDU noch aus. Wenn das so bleibt, dann ist alles Makulatur, denn die vier tapferen „Retter unserer Demokratie“ schaffen es ohne BSW nicht.

Herr B. Ich habe das hier schon mehrfach geschrieben, Wagenknecht war, ist und bleibt eine Linke egal was Sie vorgiebt. Die AfD wäre mit dem Klammerbeutel gepudert, würde sie eine wie auch immer geartete Zusammenarbeit mit den SED Erben von der Wagenknecht auch nur ein Absenker ist, anstreben. Sie, die AfD sollte nicht den selben, von der Union Jahrzehnte lang gemachten Fehler mit der SPD zu koalieren, das Gleiche mit dem BSW machen. Mit Linken zu regieren, egal ob rot, dunkelrot oder grünrot, verliert immer der bürgerlich konservative Teil. Anders gesagt Links dominiert 🙊schwarz kuscht.😡
MfG a d Erfurter Republik

Frank, Wagenknecht wird immer Kommunistin bleiben, sie redet klug, dem Volk nach dem Mund, ich traue ihr nicht, habe das nie getan. Die bürgerliche Fassade des BSW ist genau das, eine Fassade, dahinter steht das kommunistische Gebäude!

Auch bezüglich einer irgendwie gearteten Zusammenarbeit zwischen BSW und AfD teile ich Ihre Meinung, kein anständiger Mensch paktiert mit Kommunisten, niemals! Wer es dennoch tut, wird einen hohen Preis dafür bezahlen.

Thomas Veit | Mo., 7. September 2026 - 11:53

Antwort auf von Angelika Sehnert

"Die CDU bietet keine Zukunftsperspektive, weil sie sich von den Fehlentscheidungen der Vergangenheit nicht trennen kann." - exakt...! ( bzw. nicht will...)

Herr B. | Mo., 7. September 2026 - 13:54

Antwort auf von Angelika Sehnert

wie die Misere es hier auch wieder tat, das Gefasel von der Welt, die halt so wäre und von den einfachen Lösungen, die es nicht gäbe und der Tatsache, daß man nicht wieder zurück kann und daß man durch Abschottung (die die AfD nie gefordert hat) nichts erreichen würde.

Merkel hat die Seele der Union an den grünroten Teufel verkauft, sie hat sich dadurch 16 Jahre „Kanzlerschaft“ erkauft, den Preis dafür bezahlt die CDU, das Land, die Demokratie, der Rechtsstaat etc.

Erstaunlich ist nur, warum die Union nicht schon lange einen Säuberungsprozeß eingeleitet hat. Es ist doch jedem klar, daß das linksgrünbeliebige „Erbe“ der Merkel das Problem ist, so blöd, daß nicht zu sehen, kann man gar nicht sein. Statt dessen hütet ihr ärgster Gegner, der feige Fritze, brav ihr „Erbe“ und manövriert die Partei in die Bedeutungslosigkeit und das Land in die Katastrophe!

Dirk Nowotsch | Mo., 7. September 2026 - 08:43

Ich habe das Gefühl, dass die CDU, bevor Sie abtritt, noch so viel wie Möglich für ihre Lobby-Freunde tun will! Den Schaden für die Menschen maximieren! Was dieser unselige oberste CDU Apparatschik hier in Berlin treibt und redet, geht nur noch in Richtung Nachteil für die arbeitende Bevölkerung! Die wissen sehr genau was sie tun! Mit der Nummer "Wir lieben euch doch alle!" braucht die CDU nicht kommen, das hat schon niemand dem Mielke abgenommen! Die CDU liebt nur die Macht, den Zaster und die Großmannssucht! Aber auch die selbstgefällige SPD Aussage "Wir haben unsere Wahlziele erreicht!"... geht's noch? FDP ist zum Glück weg vom Fenster! Wahl Lüge reit sich an Wahl Lüge bei der CDU, seit Jahrzehnten! Wer soll denen denn noch glauben? Und den Aufschneidern von der Jungen Union sei gesagt: "Ihr seit noch schlimmer als die Alten!" euch will erst recht niemand!

Dr. Oliver Strebel | Mo., 7. September 2026 - 09:00

Wer meine Beiträge im Cicero-Forum kennt, weiss, dass ich nichts Gutes von AfD-Regierungen erwarte. Und natürlich gibt es Äusserungen von AfD-Politikern, die Schlimmstes erahnen lassen.

Aber es ist nur das: Erahnt!

Hasspropaganda wie die von Hendrik Wüst (Nazipartei) kann man daraus nicht ableiten. Das ist einfach vom Gesamtbild der AfD her völlig falsch. Daher war mE. gestern abend die Mahnung von Herrn Stecker wichtig: wir können nicht mehr länger so miteinander umgehen.

ME. ist die AfD eine blau-braune Wundertüte, wo die AfD'ler heute noch nicht wissen, was da morgen herausspringt. Und wenn die AfD es besser hinbekommt, als ich erwarte, soll es mir recht sein, denn eine solche blaubraune Wundertüte ist nicht gut für das Land.

Die AfD ist auch nicht unschuldig an ihrem Image. Die könnte ihre unrealistischen Gesänge von millionenfacher Abschiebung einstellen. Da es viele Ausreisepflichtige nicht gibt, riecht das ganz einfach nach Deportationen.

Genau so, erahnt …. nichts genaues weiß man nicht.
Dennoch, ich bin kein Missionar und will auch keiner sein, aber wer soll’s den. richten den offensichtlichen Abstieg Deutschlands zu stoppen ? Und soll mir niemand erklären es liegt an der „Weltlage“ Andere EU Länder (oder außerhalb der EU) haben das bei gleicher „Weltlage“ viel besser hinbekommen in Punkto, Rente, Soziales, Bildung, Energiepolitik samt Wirtschaft & Asyl um nur die brennendsten Themen zu benennen.
Wer von Union, SPD, Grünen, Linkspartei bis zum BSW hätte den den programmatischen Intellekt, das Personal und vor allem den politischen Willen und in großen Teilen das Volk im Rücken ? um dieses einst schöne Land wieder in die Spur zu bringen ?
Da wäre ich auf eine Erklärung sehr gespannt ….
MfG a d Erfurter Republik

Dr. Oliver Strebel | Mo., 7. September 2026 - 11:55

Antwort auf von Ingo Frank

Einerseits: Die grotesken Äusserungen von hochrangigen AfDlern habe ich hier schon oft zitiert. Ich erinnere nur noch an das feministisch-intersektionale Flittchen, das die deutsche Sprache sein soll. Ich habs im Original auf dem GD-Kanal gesehen. Antideutsch geht bei mir gar nicht. Da kann ich kein Vertrauen in die Lösungskompetenz aufbauen.

Andererseits: Siegmund war bei Lanz gut orientiert und hat Projekte im 100 Mio Bereich genannt, die man sofort realisieren kann. Die überhebliche Medienfrau, die Siegmund belehrend einen Freßzettel gegeben hat, bestätigte Siegmund, ohne es selbst zu merken. Die Realisierung dieser Projekte und kein Chaos könnten meine Sicht auf die AfD entspannen.

Insgesamt hat sich die AfD in meinen Augen einfach viel zu viel geleistet, als dass ich sie wählen könnte. Es sind massenhaft Berufslose (zB. Frohnmaier, 3 solche Im Bundesvorstand) in Spitzenpositionen. Nee, das geht echt nicht :-).

Thomas Veit | Mo., 7. September 2026 - 12:12

Antwort auf von Dr. Oliver Strebel

durch Regierungsverantwortung auch zum Positiven, könnte man wohlwollend annehmen..., so auch ich.

Einen Herrn Sigmund hatte man/ich bis zur Sachsen-Anhalt Wahl auch nicht wirklich auf dem Schirm >> aber: positive Überraschung!!

Da ist die AfD mit Sicherheit noch nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen... ... [was nicht heißt, dass es nicht auch in's 'sehr Unschöne' abgleiten könnte, das Potential ist da...]

Herr B. | Mo., 7. September 2026 - 15:45

Antwort auf von Dr. Oliver Strebel

hat und sie deswegen für Sie unwählbar ist, dann gestatten Sie mir bitte die Frage, welche Partei ist denn ob dessen was sie sich geleistet respektive nicht geleistet hat, in Ihren Augen wählbar? Von allen Parteien ist die AfD doch objektiv die unschuldigste in jedem Sinne.

Auch hier wieder der Verweis auf die doppelten Maßstäbe, die das linke „Establishment“ im Umgang mit der AfD ansetzt.

keine wirkliche Antwort auf meine Frage, die im übrigen rhetorisch war, denn wenn man schon die AfD wegen dem was sie sich „geleistet“ hat nicht wählen kann/will, dann gibt es keine wählbare Partei in Deutschland, denn alle anderen haben sich deutlich mehr „geleistet“.

Ich wollte Sie nicht bedrängen in der Frage Ihrer Entscheidung bei der nächsten Wahl. Mit dieser Frage haben wir uns bereits seit 2015 beschäftigt und dies als unmittelbar nach der Wende „stramme“ CDU Wähler (kommunal im Land, im Bund & bei der EU).Der Kipppunkt kam dann für uns endgültig 2015 bei der Diskrepanz der Fernsehbilder die arme Kriegsflüchtlinge in Familien mit Kindern vorgaukelte aber sichtbar junge Männer in Markenjeans, Apple Handys
und gur genährt und frisiert. Und genau diese erlebte Diskrepanz zwischen propagierten soll und tatsächlichen gesehenen und erlebtem ist, war der Grund der Aufgabe der Treue zur CDU weil wir das genau so 1 : 1 in der Zeit unseres Lebens in der DDR erlebten. Und die wirklich einzigen die diese Unmöglichkeit benannten ist und war nun mal die AfD. Sorry aber ich sehe die Erfolge von Gesten als reine politische Notwehr an, weil die Zeit gezeigt hat, dass die etablierten Parteien unfähig sind, das zu lösen, was sie selbst verursacht haben.

Herr B. | Di., 8. September 2026 - 07:20

Antwort auf von Ingo Frank

auch ich war früher CSU, dann CDU-Wähler, nicht durchgehend, ich habe auch FDP gewählt und einmal Schröder, weil Kohl einfach weg mußte und ich jung war, das gebe ich zu, ich mochte Schröder nicht, aber im nachhinein, im Vergleich zu dem, was wir seit Merkel haben, war er ein Goldstück und politisch hat er vieles richtig gemacht.

Mit den Grünen hatte ich immer große Probleme, mit Joseph Fischer ganz besonders, verkörperte er doch wie kein anderer, die verlogene Doppelmoral dieser Linksgesellschaft, vom asozialen gewalttätigen linksextremen Steinewerfer ohne Bildungsabschluß zum Außenminister einer Demokratie! Läuterung/Reue? Fehlanzeige, braucht so einer nicht! Eigentlich ein Skandal sonders gleichen, aber unter linken ist das i.O.! Der Skandal wurde dann aber gleich durch die Kommunistin mit dubioser Stasi-Vergangenheit als Kanzlerin getoppt!

Von der CDU bin ich schon 2009 abgekommen, eine zweite Amtszeit der Merkel ging nicht, das sah der ÖRR und damit die Wähler leider anders.

diese Fußt meiner Erfahrung nach auf die über viele Jahre vom linken „Establishment“ um die Grünen und „ihren“ ÖRR betriebene Verteufelung/Verunglimpfung der AfD. Unterbewußt bleibt da fast immer irgendwas hängen, wenn auch nur ein ungutes Gefühl.

Grüne und SED/PDS/Linke sind die eigentliche Gefahr für Demokratie, Rechtsstaat, Wohlstand und Freiheit des Individuums.

Die SED-Erben fordern offen den Kommunismus und damit zwingend einhergehend die Abkehr von Demokratie, Rechtsstaat, Wohlstand und Freiheit des Individuums. Der Kommunismus ist mit Demokratie ausnahmslos unvereinbar.

Die Grünen sind eine sektenähnliche linksfaschistoide Partei, die aus meiner Sicht das Erbe der Nationalsozialisten in sich tragen, sie sind aus dem selben Holz geschnitzt. Auch sie werden uns von Demokratie, Rechtsstaat, Wohlstand und Freiheit des Individuums befreien, wenn es sein muß, auch mittels Gewalt.

Um die „Wundertüte“ mache ich mir da am wenigsten Sorgen!

Rainer Mrochen | Mo., 7. September 2026 - 09:04

>>Die aktuelle kriegsgeile Bundesregierung setzt sich aus den Koalitionsparteien CDU/CSU und SPD zusammen. Sie verfügen nur noch über knapp ein Drittel der Wählerzustimmung. Trotzdem planen CDU/CSU und SPD, die AfD als die mit großem Abstand stärkste Partei im Bundestag mit antidemokratischen und juristisch höchst fragwürdigen Mitteln politisch zu lähmen und zu marginalisieren.
Diesbezügliche Vorbereitungen werden für den Fall getroffen, dass die AfD in den Landtagen im Osten mit absoluter Mehrheit gewinnt oder dort die Regierungen bilden kann. Dabei ist die herrschende CDU/CSU/SPD-Politiker-Kaste auch noch so unverschämt arrogant, dass sie ihre undemokratischen Pläne gegen den demokratischen Willen der AfD-Wähler auch noch öffentlich ankündigt und versucht, das als Maßnahme gegen "Rechts" und zum angeblichen Schutz "unserer", aber tatsächlich ihrer Version von "Demokratie" zu verkaufen.<<
In Zeiten einer mit aller Gewalt und politischem Druck erzwungenen Umgestaltung nur noch dumm.

Johannes | Mo., 7. September 2026 - 09:14

De Maizière hatte wärend deR Flüchtlingskrise eine klare Haltung und ist wegen dieser Haltung damals aus dem Merkel Club ausgetreten. Er traute sich aber nicht das anzusprechen, was unbequem war. Nur durch Andeutungen, Signale etc.

Genauso di Lorenzo, auch er versuchte die Flüchtlingspolitik Merkels zu kritisieren, spürte aber, dass das Schmerzen verursachte. Er blieb auf Linie.

Unbequeme Fragen und klare Stellung dazu waren und sind für diese beiden schlauen und sympatischen Typen nie etwas gewesen. Leider

Sebastian Habel | Mo., 7. September 2026 - 09:59

Furchtbar dieser de Maiziere. Aber auch die aktiven CDUler haben den Knall scheinbar nicht gehört. Es kommt wieder der bunte Blumenstrauß der Entmündigungsphrasen aus der paternalistisch-kollektivistischen Hölle:
1. "Wir müssen unsere Politik nur besser erklären." (=der Wähler ist blöd/schwer von Begriff)
2. "Das ist dem Wähler nicht mehr zu vermitteln." (=wir haben zwar Recht und sind moralisch überlegen, aber der kaltherzige, egoistische Wähler versteht es nicht/sieht es nicht ein)
3. "Wir müssen die Menschen endlich wieder abholen und mitnehmen." (=der Wähler ist doof und orientierungslos und denkt kurzsichtig, aber zum Glück wissen wir es besser.)

Kommen diese Leute nicht von alleine auf die Idee, dass man sich nur von jemandem mitnehmen lässt, der das gleiche Ziel hat, wie man selbst? Wer ist hier jetzt schwer von Begriff?

und Empathie aber Arroganz gegenüber dem/ zum Wähler war immer der Griff ins Klo dieser CDU. Gestern nochmal zu sehen bei Hart aber fair von dem P. Amtor. Wie selbstgefällig und arrogant und hochmütig war diese Partei. Hoffentlich bald nur noch einstellig.

Martin | Mo., 7. September 2026 - 10:29

Ist doch mit für die Probleme verantwortlich. 2015 hat der dem Innenminister unterstehende Chef der bundespolizei Romahn erklärt, die deutsche Grenze schützen zu können. Der Innenminister dieMisere war dafür.
Aber die Dame aus MVP hat anders entschieden und statt zurückzutreten hat sich dieser büttel gebeugt. Der hat ein gebrochenes Rückgrat. Ratschläge von Mutti ' s Bestem, der ihr immer die Tasche hinterher getragen hat, brauche ich nicht. Ein serviler büttel ohne Rückgrat.

Martin | Mo., 7. September 2026 - 13:41

Antwort auf von Martin

Wenn ich, altmaier, Merkel, vdl sehe, da frage ich mich, ob wir für die nicht abwrackprämie bekommen können.

Karl-Heinz Weiß | Mo., 7. September 2026 - 11:08

"Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern": mit diesem Satz ist Thomas de Maizière berühmt-berüchtigt geworden. Dieser Satz kennzeichnet sein Politikverständnis und das seiner früheren Chefin: "Sie kennen mich", ergo wir machen alles richtig. Friedrich Merz muss die Folgen dieser Politik zusammenkehren, überschätzt sich dabei aber maßlos ("Halbierung der AfD"). Von seinem aktuellen Statement wird es abhängen, ob einzelne Abgeordnete der SA-CDU von der Fahne gehen. Dann wird die CDU den Gang der italienischen DC gehen.

daß es dem Fritzchen nur um eines ging und geht, er wollte auch einmal Kanzler spielen. Wie und mit wem war/ist ihm egal, er will auch nicht kehren oder erneuern und auch nicht reformieren und regieren, er will nur in Ruhe Kanzler spielen, mehr nicht, ach ganz wichtig, alle sollen bitte zu ihm aufsehen und ihn respektieren, das will er auch. Nur das dumme Volk kapiert es nicht und verlangt ständig von ihm, daß er regieren und andere Dinge machen soll, das wollte er aber nie und er kann es auch nicht.

Bernd Windisch | Mo., 7. September 2026 - 11:27

Die Brandmauer hat CDU und SPD zusammengesperrt. Nun neutralisieren sich beide Parteien gegenseitig bei ihren elementaren Kernvorhaben. Die Rentenreform ist ohne die Beamten mitzudenken tatsächlich ungerecht. Die Gesundheitsreform ebenso. Auch die bedingungslose Unterstützung der Ukraine zahlt bei der AFD ein. Scheint so als hätte die CDU aus Angst vor dem Tod politischen Selbstmord begangen. Bei einer punktuellen Zusammenarbeit mit wechselnden Mehrheiten wären viele der dringendsten Entscheidungen in der Migrations-, Wirtschafts-, Energie- und Sozialpolitik vermutlich längst getroffen. Die siechende SPD kann kaum noch mobilisieren – und nimmt die CDU huckepack mit ins politische Nirwana.

Das stabile alte Parteiensystem existiert nicht mehr. Auch die (dauerempörte) sogenannte „Zivilgesellschaft“ dürfte sich noch manches Mal nach den guten alten Verhältnissen zurücksehnen.

Isch over!

Thomas Veit | Mo., 7. September 2026 - 11:45

mit diesen Aussagen und diesem Duktus nicht einige öffentliche Wahlkampfauftritte in Sachsen-Anhalt für die CDU bestritten hat..., das hätte mit Sicherheit das fehlende 1% für die AfD gebracht... ...

(gemeisam mit Friedrich Merz am besten... 😉🤣)

manfred westphal | Mo., 7. September 2026 - 11:52

Ein CDU-Urgestein hat sich mit seinen 98 Jahren für den Stadtrat, für die nächsten Sonntag in Niedersachsen stattfindenden Kommunalwahlen, aufstellen lassen.

Klaus Funke | Mo., 7. September 2026 - 12:39

die ewig Gestrigen hockten bei Caren Miosga und wirkten hilflos und rückwärts gewandt. Solche Figuren sind zugleich die Ursache für den Niedergang der ehedem Etablierten und den fulminanten Sieg der AfD. Der Ex-Minister Thomas de Maizière, wie ehedem schnoddrig, arrogant, ein typischer Besserwessi, hatte nichts zu bieten außer Sprechblasen, die anderen Talkgäste waren nicht der Rede wert. Für mich verkörperten sie den Abgesang der alten, vergangenen Bundesrepublik. Siegmund, auch jetzt auf der Pressekonferenz der AfD, zugewandt, humorvoll schlagfertig, auch mal bissig, ließ sich nicht ins Konzept spucken. Ein Polittalent ersten Ranges, er wird es noch weit bringen, ja, ein Willi Brandt der AfD. Und es werden ein paar abspringen, die AfD wird die parlamentarische Mehrheit erreichen. Ein Hoch auf Ulrich Siegmund. He is over come. Ein Gewinnertyp. Hurra! Endlich! Und in MeckPom wird es auch gelingen. Die AfD siegt an allen Fronten. Merz muss weg. Im Herbst gibt es ihn nicht mehr! Tusch!!!

Bei Neuwahlen wirds noch schlimmer, vermutlich schwarzrotgrün, wenn’s nicht reicht, kommen die Kommunisten noch dazu. Ohne Neuwahlen kommt einer der grünroten CDUler zum Zug, Günter oder Wüst, beide noch schlimmer als der Fritze.

Sie haben recht, Siegmund ist ein sympathischer Typ und er hat viel erreicht, ob er es weit bringen wird, hängt von den „Etablierten“ und einem von ihnen eingeleiteten Verbotsverfahren ab. Das Zeug dazu es weit zu bringen hat er, ich sehe aber ein Verbotsverfahren als immer wahrscheinlicher, anders kann Grünlinks den Machtverlust nicht stoppen, gute Politik im Sinne des Landes und seiner Bürger können und wollen sie nicht. Die Union wird aus dem grünlinkswoken Korsett nicht mehr ausbrechen.

So sehr mich der Sieg der AfD in ST freut, so wenig Hoffnung habe ich, es kann noch sehr viel passieren, bevor die AfD auf Bundesebene solche Ergebnisse einfährt.

Den Vergleich zu Brandt mag ich nicht, Brandt war ein Unsympath, auch noch ein „Roter“, ich mochte ihn nicht

Ernst-Günther Konrad | Mo., 7. September 2026 - 12:51

... wird man in einigen Jahren sagen. Wisst ihr noch, als es den ÖRR und so Sendungen wie Maischberger, Miosga und anderen Staatsfunk gab. Ach ja, wird man sich gemütlich im Sessel nach hinten lehnen und sinnieren, wie es doch war, als man noch staatlich gelenkt mit greisen Gästen und jungen Agitprop Journalisten versucht wurde staatstreu zu informieren. Was in der DDR mal die *aktuelle Kamera*, sind einige Talkshows und Politsendungen heute. Ich freue mich wenn der Staatsfunk endlich abgeschafft wird. Bye, Bye Miosga.

Klaus Funke | Mo., 7. September 2026 - 14:15

Antwort auf von Ernst-Günther Konrad

Weg mit diesen alten wohlstands verwöhnten Institutionen. Das ist es, was jetzt not tut. Und ja, der Wahlsieg der AfD ist zugleich auch eine kräftige Maulschelle für alle arroganten und ignoranten Wessis. Sowas kommt von sowas. Endlich. Das Auftreten von Ulrich Siegmund ist das Gegenkonzept zu Miosga, Maischberger, Illner, zur Tagesschau usw. zu all dem politischen Schrott, den man uns viel zu lange serviert hat. Der Sieg der AfD ist nicht mehr aufzuhalten. Frage: Was macht Herr Merz, wenn die Wahlen in MeckPom und in Berlin genauso ausgehen wie in Sachsen-Anhalt? Wegtreten!? Oder doch noch Krieg mit Russland? Als letzten Ausweg sozusagen. Das wäre dann tatsächlich das Ende unseres Vaterlandes. Aber das ist dem Merz egal und BlackRock sogar willkommen.

Markus Michaelis | Mo., 7. September 2026 - 14:03

Den Vorwurf hört man oft. Ich sehe ihn aber umgekehrt gegen die bisherig staatstragende Mitte gerichtet: man war dort in eine weltfremde Welt- und Selbstsicht hineingerutscht, dass man selber für DIE Welt, DIE Menschheit, DIE Werte etc. sprechen würde. Mit realen Menschen war man überfordert, die hat man sich entweder als mitmachend zurecht-fantasiert oder als Menschenfeinde ausgesondert. Man hat die EU-Osterweiterung sooo gefeiert, nur um wenige Jahre später alle Orbanisten nur noch als Unmenschen zu sehen, weil sie nicht Islam-offen genug sind, den man selber soooo feiern will als willkommen in "der Weltgesellschaft", um dann wenige Jahre später alle als Islamisten auszusortieren. Noch mit Klima und anderen Überdrehungen: es war die Mitte, die zu unkritisch in eine weltfremde Sicht reingerutscht ist und eigentlich mehr Abschottung bräuchte, um ihre unverhandelbaren Grundwerte für sich leben zu können. Jetzt reduziert man darauf, dass die AfD weltfremder sei - das ist zu wenig.

... bei Anerkennung vieler Ihrer Argumente: Könnte es sein, dass Sie so einen Satz wie Ihr "die bisherig staatstragende Mitte (...) (ist) in eine weltfremde Welt- und Selbstsicht hineingerutscht, dass man selber für DIE Welt, DIE Menschheit, DIE Werte etc. sprechen würde." ' einfach per copy-paste in JEDEN Ihrer Kommentare einfügen? Zumindest böte sich das zum jeweils leichten Abwandeln der Einfachheit halber an.
Aber vielleicht halten Sie´s ja mit Cato dem Älteren in Rom, der so lange bei jeder Rede im Forum (Duplizität der Begriffe! :-) sein "Ceterum censeo .... etc. pp." zum Besten gab, bis die Römer seinem Vorschlag zustimmten.
Und damit meine ich nicht, dass Sie mit dieser Dauerwortwahl ganz falsch liegen - aber die alleinzutreffende Analyse isses m.E. auch nicht immer.
Nix für ungut!

W.Fischer | Di., 8. September 2026 - 12:48

".... Aufruf, das Stadtbild sei auch besser zu machen, „indem man die Zigarettenkippe nicht auf den Boden, sondern in den Papierkorb wirft“."
Was glaubt DIESER MENSCH eigentlich?
Da richtet ein Teil der Bevölkerung ganze Stadtteile zugrunde, liefert seit 2015 mit Hunderten von "Messertoten" (eine Perversität, so einen Begriff überhaupt erfunden haben zu müssen, geschweige denn die Taten selbst!) eine Katastrophe für die Sicherheit im öffentlichen Raum, liegt zum weit überrepräsentierten Teil im Sozialsystem sowie im Handel mit illegalen Substanzen (mit entsprechenden Folgen auf "das Stadtbild") und DIESER MENSCH meint, das Problem mit ZIGARETTENKIPPEN halbwegs sinnig andressieren zu können? Das ist doch an Blödsinnigkeit nicht mehr zu überbieten! Der Rest ("Angst vor Komplexität" etc.) heißt nichts anderes als "die Wähler sind - im Ggs zu "uns Verantwortungsträgern" - einfach doof und ist mithin eine grobe Beleidigung für jeden, der seine kognitiven Fähigkeiten noch sein Eigen nennt.