Stefan Harbarth und Angela Merkel
Der Tabubruch: die Ernennung von Stefan Harbarth zum Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts durch Angela Merkel / picture alliance/dpa/dpa Pool | Uli Deck

Bundesverfassungsgericht - Das parteipolitisierte Gericht – Wie man eine Institution zugrunde richtet

Seit Jahrzehnten genießt das Bundesverfassungsgericht höchstes Vertrauen bei allen Bürgern. Es wird als unabhängiges Gegengewicht zur Parteipolitik wahrgenommen. Dieser Ruf wird gerade verspielt. Die Parteien schicken immer ungenierter dezidierte Parteigänger als Richter nach Karlsruhe.

Volker Boehme-Neßler

Autoreninfo

Volker Boehme-Neßler ist Professor für Öffentliches Recht, Medien- und Telekommunikations- recht an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Davor war er Rechtsanwalt und Professor für Europarecht, öffentliches Wirtschaftsrecht und Medienrecht an der Hochschule für Wirtschaft und Technik (HTW) in Berlin.

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Die Qualität eines Gerichts hängt von der Qualität der Richterinnen und Richter ab, die dort arbeiten. Das ist beim Bundesverfassungsgericht natürlich nicht anders. Am Freitag entscheidet der Bundestag darüber, wer neu nach Karlsruhe geschickt wird. Völlig zu Recht wird in den letzten Tagen in der Öffentlichkeit heftig über eine Kandidatin diskutiert. Niemand bezweifelt ihre fachliche Kompetenz. Sie ist Rechtsprofessorin und in der Scientific Community hoch angesehen. Aber sie hat sich politisch deutlich und engagiert positioniert. Frauke Brosius-Gersdorf vertritt in politisch umstrittenen und heiklen Fragen wie AfD-Verbot, Impfpflicht während der Corona-Pandemie, Kopftuchverbot für Rechtsreferendarinnen, Frauenquoten in Parteien oder Menschenwürde des menschlichen Fötus eindeutige, klare Meinungen. 

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Brigitte Miller | Do., 10. Juli 2025 - 10:58

ist Juristin. Als solche sagte sie im Interview mit Sat.1 auf die Frage der Moderatorin, was denn mit denen sei, „die sich gar nicht impfen lassen wollen“. Haben die dann Pech – und dürfen gar keine Freiheiten mehr haben?:

„Gut, wer ein Angebot erhält vom Staat und das nicht in Anspruch nehmen möchte, der kann das so entscheiden für sich“, so die heute 54-Jährige. „Aber der muss auch mit den Konsequenzen leben. Das heißt, für solche Personen muss der Staat die Freiheitsrechte nicht so rasch zurückgewähren. Und möglicherweise müssen solche Personen auch auf längere Sicht mit einer Ansteckungs- und Gesundheitsgefahr leben.“

Ist dem so, dass der Staat Freiheitsrechte gewähren oder wegnehmen darf?
Was, wenn diese Frau an die Macht kommt?

"Es gibt nur einen Gott - Margot !"
Das pflegte man bezüglich Margot Honecker in der ehemaligen DDR zu sagen, wenn sie und ihr Amt im SED Staat wieder mal willkürliche Entscheidungen getroffen haben.
Hier kommt die Regierung mit der Nominierung von Brosius-Gersdorf genau diesem SED Regime gefährlich nahe.
Auch hierbei zeigt sich einmal mehr eine Folge von Merzes Brandmauer.
Diese Brandmauer macht letzten Endes die Bundesrepublik Deutschland zu einer Demokratie, wie sie in Ostdeutschland vor der Wende vorzufinden war.
Und dann loben die Qualitätsmedien den Kanzler Friedrich Merz für seine "gute Arbeit" noch in den höchsten Tönen.
Hier wird der Souverän nicht nur hinter die Fichte geführt, sondern obendrein noch von den Regierenden verhöhnt.

Brand, A. | Fr., 11. Juli 2025 - 08:21

Antwort auf von Stefan

Merz läßt die SPD ihr linksextremes Programm durchziehen ohne Widerstand zu leisten, das verdient natürlich Lob, denn genau das will der linksextreme ÖRR!

Lob des ÖRR bedeutet das Merz ein im Sinne der deutschen Interessen schlechter Kanzler ist, nicht anders als Merkel, Habeck & Co. Alle wurden vom ÖRR in den höchsten Tönen gelobt, obwohl sie dem Land massiv geschadet haben!

Merz hat die Union durch sein Festhalten an der antidemokratischen „Brandmauer“ erpreßbar gemacht, aus dieser Nummer kommt er nur raus, wenn er die Koalition bricht. Das wird er nicht tun, denn er will Kanzler spielen und gelobt wird er ja auch noch, da ist doch alles paletti!

Natürlich nicht.Grundrechte sind nicht zu gewähren. Das wird sie schon wissen, aber auch, wie man das mit vielen schwierigen Schwurbelsätzen passend hinbiegt und sie wird auch wissen, dass der grösste.Teil der Bevölkerung so dummgläubig und faul in der Recherche ist, dass sie damit durchkommt. Und dass die durchblickenden Eliten schweigen werden. Ein bisschen Kritik im cicero vielleicht von ein paar Dummerchen. Das wars dann schon. Damit wird man fertig.

Natürlich nicht.Grundrechte sind nicht zu gewähren. Das wird sie schon wissen, aber auch, wie man das mit vielen schwierigen Schwurbelsätzen passend hinbiegt und sie wird auch wissen, dass der grösste.Teil der Bevölkerung so dummgläubig und faul in der Recherche ist, dass sie damit durchkommt. Und dass die durchblickenden Eliten schweigen werden. Ein bisschen Kritik im cicero vielleicht von ein paar Dummerchen. Das wars dann schon. Damit wird man fertig.

Maria Arenz | Do., 10. Juli 2025 - 11:26

Auch damit hat Mutti angefangen. Die Nominierung von Harbarth war eine Frechheit und die zahlt eine in Bezug auf eine einmal prächtig funktionierende - also nicht die zu "Unserer Demokratie" verkommene Veranstaltung -völlig hemmungslos gewordene SPD jetzt doppelt zurück. Was keine Entschuldigung, geschweige denn Rechtfertigung für den von der SPD jetzt vollzogenen Dammbruch darstellt.. Es gibt bekanntlich keine Gleichheit im Unrecht. Merz aber, diesem ...(die Red.) der die Loyalität seiner Fraktion (die seiner Wähler scheint ihm ja inzwischen eh völlig egal zu sein) in immer kürzeren Abständen mit immer ungeheuerlicheren Zumutungen auf die Probe stellt, sei an die alte Spengler-Weisheit erinnert: Gleich nach "ganz fest" kommt "ab". Das gilt dann aber nicht nur für die Funktionsfähigkeit des parlamentarischen Betriebs sondern für die Funktionsfähigkeit der Regierung und des Landes insgesamt. Wie dumm kann man sein in so einem sauerländischen Machträuschle..

Elisa Laubeth | Do., 10. Juli 2025 - 11:29

Man gar nicht so schwarz malen wie es der Lage entspricht. Die zweite Kandidatin der SPD vertritt noch linkere Positionen, etwa zur politischen Instrumentalisierung der Zentralbanken. Sie kommt nur leiser daher.
Die Liberalen, allen voran die FDP, und die Wertkonservativen in diesem Land haben nie begriffen, wollen es einfach nicht begreifen, welch ein Kulturkampf, ausgehend von den Universitäten, von links geführt wird. In zehn Jahren werden wir dieses Land nicht mehr wiedererkennen.

Die CDU war immer ein Kanzlerwahlverein, es ging immer und und in erster Linie um die Macht. Sie hatte aber bislang ein recht solides, wertefestes und christliches Fundament. Es bekam schon unter Merkel Risse, jetzt kommt es der Partei gerade abhanden. Eine CDU, die jemand in eine der wichtigsten Positionen im Land hievt, der über Würde und Lebensrecht des Menschen so befindet, sollte dringend über das „C“ im Namen nachdenken. Macht in der Politik ist wichtig, aber Macht ohne Ethik ist verwerflich.

ich bin zeitlich sehr eingeschränkt, schreibe daher nur selten etwas hier ins forum. von den ca. drei stunden zeit für den cicero pro woche habe ich bisher nur selten eine bereut. als gräfin dönhoff verstarb, wurde ich bei der "zeit" schnell heimatlos, und habe dann mit dem cicero ein neues zuhause gefunden. es ist aber eben nicht nur die journalistische qualität, die mich beim cicero begeistert, sondern auch, dass man hier wirklich außergewöhnlich schön geschriebene kommentare wie den ihren zu lesen bekommt.
ab einem gewissen niveau ist man häufiger allein, das gefühl kennen sie sicher. und ihren letzten satz sollte sich so mancher ausdrucken und an die pinnwand hängen. ich jedenfalls mache dies jetzt gleich.

schönen abend allerseits!

Ernst-Günther Konrad | Do., 10. Juli 2025 - 11:39

... ein ausgestopfter Teddy Bär. Ein Sprichwort unserer Altvorderen, das alles das beschreibt, was für mich noch vom BVerfG übrig bleiben wird, wenn diese beiden Linksfaschistinnen in das Gericht einziehen. Ganz bewusst fing das bereits mit Peter Müller - ehem. MP des Saarlandes an -, führte über Harbarth weiter und findet seinen Fortgang mit der Wahl dieser beiden Frauen. Ich bin mir sicher, mein ehem. Dozent für Staats- und Verfassungsrecht und im Ruhestand befindlicher Vizepräsident des VG Wiesbaden würde aus der Hose springen, wenn er so etwas hört und sieht. Ich habe noch ein BVerfG in der Lehre erlebt, das sich mir als unabhängig, freigeistig und neutral in seinen Urteilen darstellte. Ja, trotz mancher Entscheidungen, die zunächst verwunderten, dann aber in der Urteilsbegründung nachvollziehbar wurden und für das BVerfG sprachen, lassen inzwischen diesen Eindruck nicht mehr aufkommen. Das Gericht ist spätestens mit Urteilen im Zusammenhang mit Corona in Verruf geraten.

Christa Wallau | Do., 10. Juli 2025 - 11:39

Haben wir in ganz Deutschland eigentlich keine
hochrangigen Richter mehr, die n i c h t einer Partei angehören und damit einigermaßen neutral sind?
Das wäre allerdings sehr schlimm.

Wenn es diese aber gibt, warum wählt man sie dann nicht zu Verfassungsrichtern?
Die Schamlosigkeit, mit der die Altparteien inzwischen Leute mit einer ganz bestimmten (meist dezidiert linken und grünen) "Haltung" nach Karlsruhe schicken, steht in nichts dem Handeln Trumps nach, der Ähnliches in den USA mit "seinen" Kandidaten praktiziert hat.
Aber Trump wird als Totengräber der Demokratie
von "unseren" Demokraten bezeichnet, während sie exakt dasselbe tun wie er!

Schon sehr verrückt, das Ganze.
Soviel Lügerei, Betrug und Messen mit zweierlei Maß hält man im Kopf nicht mehr aus...

Markus Michaelis | Do., 10. Juli 2025 - 11:53

Aus meiner, von vielen als extrem empfundenen, Sicht, ist es nicht der zentrale Punkt, neutral die Verfassung zu verteidigen. Es ist die Anbetung der Verfassung durch die Gesellschaft und die Weigerung Themen als politisch (d.h. zu verhandeln) zu akzeptieren. Es gibt Gründe, warum auch über Verfassungen diskutiert wird, auch über die Einführung von Verfassungsgerichten - alles hat Vor- und Nachteile und Überdehnungspotenzial.

Unsere Gesellschaft erwartet realitätsfremd, dass es eine Wahrheit gäbe, ein "richtiges Menschsein", und die Verfassung und das Gericht sollen das durchsetzen, wobei immer mehr Fragen des Alltags Grundsatzfragen werden. Das ist prinzipiell eine Sackgasse - gerade wenn man gleichzeitig die Gesellschaft immer offener und vielfältiger und damit auch tiefer gegensätzlich haben will.

Verfassungsinstitutionen sind zu schützen, aber weitgehend willkürlich. Grundrechte waren mal Abwehrrechte des Individuums, heute sind es Grundpflichten, die Bürger zu erfüllen haben.

Heidemarie Heim | Do., 10. Juli 2025 - 11:55

Warum sehr verehrter Herr Prof. Boehme-Neßler lassen sich die anderen ihrer Pflichten bewussten und noch! das Vertrauen der Bürger/innen genießenden Verfassungshüter/innen in Karlsruhe derartige "Demontageversuche" bzw. "Unterwanderungen" überhaupt gefallen? Oder weshalb hat man sich durch die auf den letzten Drücker veranstalteten Aktion der vorzeitig scheiden müssenden Regierung namens "Verfassungsänderung zur Stärkung der Resilienz" als schwächlich und wehrlos vorführen lassen? Auch ohne Wissen bezüglich diffiziler Balanceakte hinsichtlich checks & balances in einem Rechtsstaat o. Kontrollmechanismen Marke (Partei)-Eigenbau, lt. Volksmund "den Bock zum Gärtner machen", bereitet mir dies gerade Kopfzerbrechen. Denn sollte diese notwendige Gegenwehr bzw. klare Abgrenzung oder Neutralität dieser Institution nicht möglich sein aus mir unbekannten Gründen, muss man zum Erhalt dieser essentiellen Aufgabe die "Aufnahmekriterien" z.B. parteilos usw. eben "ändern" u. neu im GG verankern.

Danke Herr Ingofrank in die Erfurter Republik für die Beantwortung meiner Frage;-)! Und ja, die glückliche Zeit, in der man wie man bei uns damals sagte "nur von Luft und Liebe leben" konnte sind lange vorbei. Die ollen Sprüche und Volksweisheiten gingen mir in jungen Jahren ziemlich auf den Geist. Jedoch mea culpa!, sie enthalten wie gut gereifter Wein mehr Wahrheit als mir heute lieb ist. Alles Gute und Grüße aus RLP!

Wolf | Do., 10. Juli 2025 - 12:33

Seit gestern hat sich die CDU selbst abgeschossen. Gewissenlos. Verantwortungslos. Arrogant, Ignorant. Selbstgerecht. Völlig unfähig zur Selbstkritik. Wesensentkernt.
Merz völlig von der Rolle.
Unwählbar!
Bodenlose Unverschämtheit den Wählern gegenüber.
Volksvertreter?
Ende der Demokratie.
Das Lügengebäude und die undemokratische Brandmauer zur AfD werden in sich zusammenstürzen.

Ingofrank | Do., 10. Juli 2025 - 13:17

die für Impfpflicht, eine gegenderte Verfassung u.ä. stehen besetzt, richtet man nicht nur die Institution zu Grunde sondern das ganze Land.
Sie haben Recht, mit der Forderung Richter statt Politiker ….Aber was ist das Ziel derer, der von der bürgerfernen SPD vorgeschlagenen Kandidaten? Den „einstimmigen Verbotsantrag“ der politischen Konkurenz durchzusetzen…… Bloß, wenn es die willigen Richter denn tun, was ist die Folge ? Alle Wähler dieser Partei wegsperren ?
Das haben die Genossen aus KPD & SPD vereint im Bunde, mit ihrem Schild & Schwert ihrer vereinten SED, der Stasi, 40 Jahre gemacht, in dem sie Andersdenkende bespitzelten, ins Gefängnis gesteckt oder gar getötet haben.
Was war letztendlich das Ergebnis dieser gegen die Mehrheit des Volkes gerichteter Politik ?
Binnen eines Jahres war alles vorbei und die Staatsjustietz schaute mit offenem Mund zu ….
Genau deshalb habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Noch sind die Wahlen frei, bloß ?wie lange noch ?
MfG ad Erf. Rep.

Klaus Funke | Do., 10. Juli 2025 - 14:17

Trump macht es vor. Er hat durchgesetz, dass SEINE Leute im Supreme Court sitzen. Nun macht es die SPD, die im Übrigen Trump in heuchlerischer Weise kritisiert, in punkto Verfassungsgericht genauso. Die Sozen verfolgen den Plan, die AfD ganz sicher verbieten zu können. Deshalb diese Rochaden im Verf.Gericht. Und keiner hält dagegen. Die Demoratie der alten BRD wurde zu Grabe getragen. Merkel, die fiese Alte, hat es angefangen. Doch es könnte sich auch plötzlich gegen die Initiatoren richten. Haben sie das bedacht? Ich habe immer noch die vage Hoffnung, dass ein Parteienverbot gegen die AfD nicht durchgehen wird. Indes, die erhoffte Hilfe von Vance & Co wird nicht kommen, die zerfleischen sich gerade selbst. Nur Wahlen können noch helfen. Zeigen wir´s denen. Null Stimmen für Volksverräter a la CDU, SPD und Grüne. Vielleicht überwinden die Linken ihre Dummheit bzgl. der AfD. Im Grunde sind Linke und AfD Partner, so blöd es klingt. Vereint könnte man diesen Saustaat niederringen. 1989!!

Manuela | Do., 10. Juli 2025 - 14:25

Ich fürchte bei all diesen entsetzlichen Punkten, geht es doch vor allem um ein Vorantreiben des AfD-Verbots für das sich diese Aktivistin natürlich auch schon im Vorfeld stark gemacht hat. Die SPD nähert sich allmählich der 10% Marke und für die CDU/CSU ist anscheinend das einzige Staatsziel die Brandmauer.

Manuela | Do., 10. Juli 2025 - 14:26

PS. Und wieder einmal zeigt sich, es ging mit Merkel los....

Walter Bühler | Do., 10. Juli 2025 - 16:06

... und mit einer Binde über die Augen -
- ein uralter Traum, der aber schon seit seinem Aufkommen vielfach ein Traum geblieben ist.

Richter sind eben auch nur Menschen.

Es gibt zahllose historische Beispiele, wie sie sich vor den Mächtigen gebeugt und deren Willen durchgesetzt haben..

Nach der Nazi-Zeit, in der Stasi-Zeit haben bei uns fast alle vom Rechtsstaat geschwärmt. Inzwischen ist auch die deutsche Justiz zum internationalen Normalmaß zurückgekehrt - wie in den USA, in China, in UK, in Russland, in Polen, in der Ukraine.

Wie es überall auf der Welt geschieht, begreifen sich auch unsere Hohen Richter oftmals als Werkzeuge einer gottgewollten, allwissenden Obrigkeit, und auch der IGH ist kaum mehr als ein Instrument der Mächtigen.

Das gewöhnliche Volk muss seinen Traum vom Recht mit den nicht allzu häufigen Beispielen einzelner aufrechter Richter und Juristen am Leben erhalten. Sie gibt es noch, und wenigstens darüber können wir uns freuen!

sind ein schlechtes Beispiel, denn hier ist zwar der Einfluß der Politik eindeutig, es ist aber so, daß es immer noch eindeutige Lager gibt die sich von einander unterscheiden. Wenn die Demokraten an der Macht sind, dann ernennen sie den Demokraten nahestehende Richter, gleiches gilt für die Republikaner. Es gibt also grundsätzlich einen Ausgleich.

In Deutschland hingegen gibt es einen nahezu gleichgeschalteten Parteienblock der links bzw. weit links der Mitte steht, eine konservative Opposition gibt es nicht mehr. Wenn also Richter ernannt werden, dann sind diese alle aus dem selben linken Lager.

Heidemarie Heim | Do., 10. Juli 2025 - 16:56

Für die Cicero-Redaktion bzw. für unseren geehrten Herr Prof. Boehme-Neßler! Habe gerade von dem Radikalenerlass 2.0 durch das Innenministerium RLP Kenntnis erhalten. Und wieder ist die SPD der Urheber wie weiland Willy Brandt, der selbst hintendrein diesen Erlass als einen seiner größten politischen Fehlleistungen bezeichnet haben soll. Nur sind diesmal nicht die linken Studenten u. Radikalen dran, sondern jeder Polizist, Lehrer, Verwaltungsangestellte bis hin zum Müllwerker, der als AfD-Mitglied identifiziert ist o. disziplinarrechtlich am Haken hängt, bzw. soll erst gar nicht mehr beim Land angestellt werden dürfen. Bei solcher Art "Benachteiligung", übrigens welche Antidiskriminierungsbeauftragte
ist dafür zuständig?, in Richtung Chancengleichheit im Beruf bzw. Freisetzung durch den Dienstherrn gibt es doch sicher eine Art Steuervergünstigung o. wenigstes GEZ-Befreiung ,da man dieses "zweifelhaft erworbene Steuergeld" von Extremisten nicht mal mit der demokratischen Kneifzange...FG

Es wird immer ungeheuerlicher, wie weit die Altparteien - besonders die in die Enge getriebene SPD - gehen, um den einzigen e c h t e n politischen Gegner loszuwerden!

Daß in RLP jetzt niemand mehr vom Staat angestellt werden soll, welcher der AfD
angehört, ist ein schwerwiegender Akt der Diskriminierung, der mit n i c h t s zu rechtfertigen ist; denn die AfD ist nicht verboten und hat nicht etwa nur vier Prozent radikale u. verwirrte Anhänger, sondern wird von mindestens jedem Fünften in Deutschland gewählt.

Wo bleiben da die Rechte dieser Bürger?

Keine Stimme habe ich bisher vernommen, welche dem Treiben in Mainz energisch widerspricht.

...und selbst sprachlich will Brosius-Gersdorf das Grundgesetz umkrempeln. Das generische Maskulinum führe zu einer "gedanklichen Unterrepräsen-tation von Frauen" behauptet sie.
Ihre Lösung: Nicht nur das Grundgesetz, sondern gleich alle Gesetzestexte müssten "gendergerecht" umgeschrieben werden. Dabei störe sie besonders, daß Gesetze einem binären Geschlechterschema verhaftet" sein.
"Das ist ihr Kampf! In aller Freiheit".

Ic h las zur Causa Brosiss Gersdorf am 20.07.2025 zu Recht: "Nach dem Selbstverständnis der Bundesrepublik Deutschland bildet die Menschenwürde Dreh- den und Angelpunkt der V e r f a s s un g. Wie jemand , der hier ein fundamental ein anderes Konzept vertritt, mit der Hütung dieser Verfassung beauftragt werden kann, erschließt sich niemandem. B.-G ist Zerstörerin des klassischen Familienbildes und damit Artikel 6 des GG hervorgetan. Professorenkollegen sollen die 54-Jährige in diesem Zusammenhang bereits haben als "Rekarnation von Margot Honecker bezeichneten haben. Fnazit: Wer F.-B zur Richterin am Bundesverfassungericht wünscht sich einen kommunistischen Staat.

Sie ist Vorsitzende, jongliert bei der SPD, den Grünen, den Linken. Aber nicht für Deutschlands oberstes Gericht. Als extrem links hat sie sich mindestens viermal empfohlen.

genau so wie die Demokratie und der Rechtsstaat, ist den grünlinkswoken Gruppen das GG ein Dorn im Auge, denn sie stehen einer von diesen Gruppen geplante Einführung des Faschismus im Wege! Sie streben eine linksfaschistische Diktatur an, darum müssen Demokratie, Rechtsstaat und GG weg, so schnell wie möglich!

Das Perfide an der Sache ist, daß die Union diesen Umbau faktisch nicht verhindert, wo doch die Union nach der AfD dran sein wird.

Ic h las zur Causa Brosiss Gersdorf am 20.07.2025 zu Recht: "Nach dem Selbstverständnis der Bundesrepublik Deutschland bildet die Menschenwürde Dreh- den und Angelpunkt der V e r f a s s un g. Wie jemand , der hier ein fundamental ein anderes Konzept vertritt, mit der Hütung dieser Verfassung beauftragt werden kann, erschließt sich niemandem. B.-G ist Zerstörerin des klassischen Familienbildes und damit Artikel 6 des GG hervorgetan. Professorenkollegen sollen die 54-Jährige in diesem Zusammenhang bereits haben als "Rekarnation von Margot Honecker bezeichneten haben. Fnazit: Wer F.-B zur Richterin am Bundesverfassungericht wünscht sich einen kommunistischen Staat.

Sie ist Vorsitzende, jongliert bei der SPD, den Grünen, den Linken. Aber nicht für Deutschlands oberstes Gericht. Als extrem links hat sie sich mindestens viermal empfohlen.

Jürgen Goldack | Do., 10. Juli 2025 - 17:29

Ich denke Pinocchio Merz hat sich selber schon aufgegeben und ergeht sich nur noch in Rückzugsgefechten. Er weiß, dass sein Lügengerüst, für alle Bürger sichtbar, zusammenbrechen wird. Will er sich mit dieser Aktion, von der genauso links ideologisierten SPD nun zwei extrem links, schon fast faschistisch orientierte, Richterinnen im BVerfG zu "etablieren", beim Bürger rächen? Er ist doch selber auf Grund seines unfassbaren Wahlbetrugs Schuld an seinem untergehenden politischen Sterns. Erstaunlich ist, dass von den 14 Richterinnen und Richtern der beiden Senate am höchsten Gericht unseres Landes kein Aufbegehren gegen diese beiden "Damen" aufkommt! Warum? Und dass eine Partei, die in der Wählergunst schon seit der BT-Wahl abgestürzt ist und immer weiter abstürzt überhaupt bestimmen darf, wer zukünftig in Karlsruhe "Verfassungsrecht" spricht, ist schlicht unfassbar. Mit Grundgesetz und Demokratie hat das nichts mehr zu tun!

Peter Gadesmann | Do., 10. Juli 2025 - 19:32

Laut Verfassung sollen die politischen Parteien zur Meinungsbildung BEITRAGEN.
Weniger als 0,5% der Bevölkerung (Parteimitglieder) bevormunden den Souverän.
Volksentscheide müssen her.

Wolfgang Borchardt | Do., 10. Juli 2025 - 19:36

Ist ein gefolgsames BVerfG viel bequemer als ein unter demokratischen Bedingungen erfolgloses Verbotsverfahren. Dann sind a l l e Opposition parteien weg, was die FDP schon selbst erledigt hat. Eine Austrittswelle bei der CDU gibt es dennoch nicht. Dann wird wohl alles in Ordnung sein. Oder liegt es daran, dass sich Westdeutsche (nur dort gibt es eine nennenswerte CDU) (noch ) nicht für Politik intessieren? Viele stehen ohnehin schon mit einem Bein im Ausland

Urban Will | Do., 10. Juli 2025 - 20:06

Amtsantritt dieser Herrscherin, die, wie Sie so treffend sagen, den Geist der Verfassung nie verstanden hat, hatte man zumindest das Gefühl, in Karlsruhe noch so etwas wie unabhängige Richter zu haben.
Als sie dann in der Coronazeit die roten Roben zum Essen zu sich lud, war spätestens klar, dass „Durchregieren“ für sie alles mit einbezog. Die eh längst willfährigen ÖRR-Medien, Lakaien im Präsidentenamt, ihre lächerliche CDU, die längst zum Abnickhaufen verkommen war, quasi das ganze Parlament (mit Ausnahme der dann zum Glück entstandenen AfD), das ihr gerade in Sachen Migration und Klima/Energie aus der Hand fraß und letztendlich dann eben auch das oberste Gericht.
Jetzt rüstet man sich zum Verbot der einzigen und größten Opposition im Lande, der man politisch nicht Herr wird. Und dafür hockt man diese Dame nach Karlsruhe.
Brosius-Gersdorf wird liefern, da bin ich mir sicher. Sie wird diese ekelhafte Rolle einnehmen, die von ihr erwartet wird. Den Dreck als verf.gem. absichern.

Achim Koester | Fr., 11. Juli 2025 - 08:25

Dieses Zitat aus Gothes "Torquato Tasso" könnte als Motto über der Wahl der beiden Aktivistinnen stehen. Die Altparteien scheuen vor keiner Rechtsbeugung zurück, um die unliebsame Opposition der AfD zu eliminieren. Dazu gehört es auch, in das Gericht Personen einzubringen, die als willfährige Richter den Willen der Regierung bzw. die Ideologie der SPD durchsetzen.