- Die Kritik an Julia Klöckner ist verfehlt
In einer Berliner Politlandschaft voller Profilierungsdefizite sticht eine Persönlichkeit hervor: Bundestagspräsidentin Julia Klöckner. Mit klarer Haltung, sichtbarer Präsenz und einer authentischen Interpretation ihres Amtes verleiht sie dem Parlament neue Relevanz.
Nicht alle Protagonisten der neuen politischen Konstellation in Berlin konnten in den ersten Monaten überzeugen. Einigen fehlt es in der Koalition gar bis heute am nötigen Profil. Im Kontrast dazu steht die protokollarische Nummer zwei im Staate, die neue Präsidentin des deutschen Bundestages, Julia Klöckner. Bereits in den ersten Monaten ihrer Amtszeit hat sie Zeichen gesetzt und eine Aufmerksamkeit errungen, die dem Amt nicht nur gebührt, sondern dem Parlament in den Augen breiter, politischer wie unpolitischer, Kreise der Bevölkerung Visibilität und Relevanz verschafft.
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Ja, es stimmt grundsätzlich, dass sie das Amt in einen gewissen neuen Glamour Schein versetzt. Sie ist optisch durchaus eine aparte Erscheinung und macht was her. Und jetzt, wo sie mit Pilawa turtelt, zusätzlich in den Schlagzeilen, erlangt sie eine noch breitere Bekanntheit und mit ihr auch das Amt. Und ja, ich habe nichts dagegen, dass dieses Amt mit aller vehementes respektvoll führt und eben nicht nur als Vorzeigeposition im Staat unausgefüllt läßt. Aber ich erwarte, trotz oder gerade wegen ihrer politischen Vita, dass sie das Amt neutral gegenüber auch der AFD ausfüllt. Sie soll niemand bevor- oder benachteiligen. Und genau das hat sie mehrfach schon getan. Sie ahndet kaum bösartige Zwischenrufe der etablierten Parteien ist aber schnell dabei, AFDler zu ermahnen oder wie unlängst Frau Dr. Weidel das Verlassen des Saales anzubieten. Nein, auch AFDler haben sich korrekt zu verhalten. Aber mehr Fingerspitzengefühl und Ausgeglichenheit auf allen Seiten wäre angebracht.
Ideologie nicht Recht, wenn Bekenntnisse sexueller Identität privater Natur sein sollen und nichts in staatlichen Institutionen zu suchen haben. Frau Klöckner ist hoch anzurechnen, dass sie noch bereit ist, für die Neutralität des Staates einzutreten. Die Rechte auch sexueller Minderheiten sind I'm GG geregelt. Solchen Bevölkerungsgruppen zu huldigen, kommt bei der Masse garnicht gut an, wenngleich sie das nie lautstark deutlich machen werden.
... was ich bei diesem Foto sofort vermuten würde, auch, wenn ich nichts Näheres wüsste: diese Frau ist verliebt, und von solchen Politiker:innen gibt´s, zumindest an so prominenter Stelle, bestimmt nur ganz wenige im Bundestag.
Und auch von daher sollte sie gegenüber allen Parlamentariern die gleiche Messlatte in allen Belangen anlegen - sie könnte zur heimlichen Kultfigur wie einst Herr Lammert werden - die Amtsführung von Herrn Schäuble habe ich nicht so genau verfolgt.
sehe, muss ich, vor jedweder inhaltlichen Befassung mit dem Text, Abbitte bei Frau Merkel leisten.
Ich hatte mich ab und an über ihre Blazer mokiert.
Das war ungehörig, wie ich jetzt feststellen kann.
Ich liebe die Farbe Gelb und vielleicht brachte Frau Merkel diese Farben für den Bundestag nach vorne.
Meine engstirnige Haltung resultierte vor allem daraus, dass mir über die Bandbreite und den Ernst der vielen Probleme die Freude an Farben in der Politik abhanden kam.
Ich wünsche unserer Politik, dass sie uns diese Freude wiedergeben kann, vielleicht auch in Form einer derart gestalteten neuen Flagge...
Doch da ich Frau Klöckner a) viel zu wenig kenne, sich b) deshalb auch jede Kritik o. eine Einschätzung ihrer Person meinerseits verbietet, nehme ich die nun von ihr geleitete Institution, das Bundestagspräsidium u. deren Vertreter unter Blick. Und da kam es bedauerlicherweise zu mehr als einer Irritation meinerseits werter Herr Notheis! Angefangen bei der durch den damalig amtierenden BT-Präsidenten initiierten "Verhinderung des Alterspräsidenten", der infantil anmutenden Debatten um die neue Sitzordnung bis hin zu dem Fakt, dass es auch vonseiten des Bundestagspräsidiums nicht angegangen wurde, durch Änderung einer Geschäftsordnung? bzw. des Wahlverfahrens der größten Oppositionspartei bzw. deren davon permanent ausgegrenzten, immerhin doch ebenfalls demokratisch gewählten Vertretern zumindest einen Sitz als Vize zu ermöglichen. Warum sollte ich als bemühte Demokratin;)die für eine faire Teilhabe eines jeden Parlament-Vertreters/Wählers steht solch ungleiches Vorgehen noch goutieren?
