Julia Klöckner, Bundestagspräsidentin
Julia Klöckner / J. Marguier

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner im Gespräch mit Alexander Marguier - Cicero Podcast Politik: „Debatte wird sehr häufig mit Diffamierung verwechselt“

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) spricht im Cicero-Podcast Politik mit Chefredakteur Alexander Marguier über schwindende Meinungsfreiheit, zerstörte Debattenkultur und politisierte Kirchen. Außerdem nimmt sie Stellung zum von Friedrich Merz angestoßenen „Stadtbild“-Streit.

Alexander Marguier

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Alexander Marguier ist Chefredakteur von Cicero.

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Ihre Nominierung im März dieses Jahres für das zweithöchste Staatsamt nach dem des Bundespräsidenten war eine Überraschung. Und als die Kandidatin der Unionsfraktion am 25. März schließlich gewählt wurde, geschah dies mit einem denkbar schwachen Ergebnis: Lediglich knapp 62 Prozent der Abgeordneten gaben ihr ihre Stimme, besonders aus der Opposition heraus warf man ihr vor, zu polarisieren.

Tatsächlich haben sich die Gemüter seit ihrem Amtsantritt kaum beruhigt. Robert Habeck, der frühere Wirtschaftsminister von den Grünen, sagte über sie im August bei seinem Ausscheiden aus dem Parlament: „Sie war noch nie in der Lage, Dinge zusammenzuführen“ – und attestierte ihr sogar „Unfähigkeit“, das Amt überparteilich auszuüben. Auch aus ihrer eigenen Partei, der CDU, gab es immer wieder kritische Töne.

Dabei betonte sie in ihrer Antrittsrede wörtlich: „Seien wir grundsätzlich bereit, dem anderen zuzuhören und seine Beweggründe verstehen zu wollen, auch wenn man sie vielleicht nicht teilt.“ Haben wir als Gesellschaft genau diese Bereitschaft verlernt? Ist das womöglich der Grund dafür, dass sich so viele an ihr reiben? Darüber und über viele andere Aspekte der politischen Kultur spricht Bundestagspräsidentin Julia Klöckner in dieser Ausgabe des Cicero-Podcasts mit Chefredakteur Alexander Marguier.

Alexander Marguier und Julia Klöckner
Alexander Marguier (li.) und Julia Klöckner in der Cicero-Redaktion / J. Marguier

Das Gespräch wurde am 4. November 2025 als Videopodcast aufgezeichnet. 

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Dorothee Sehrt-Irrek | Fr., 7. November 2025 - 13:56

Interview mit unserer Bundestagspräsidentin.
Es kann an meiner Wahrnehmung liegen, aber ich fand sie mir von Medien früher hauptsächlich als eine Art "Weinkönigin" präsentiert.
Sie konnte das auch, aber eben auch sehr viel mehr.
Sie ist, verkürzt, vielleicht so etwas wie eine intellektuelle Transzendentale in der CDU.
Chapeau, sie hat katholische Theologie studiert.
Wenn sie sagt, dass sich Kirchen evtl. nicht so im politischen Kleinklein verlieren sollten und Herr Prantl hielte dagegen, dass Kirchen "politisch" seien, wenn ich das dem Wikibeitrag über sie richtig entnehme, dann bin ich bei ihr.
Sie scheint so klug, dass sie fast "streitbar" rüber kommt.
Ich wünsche ihr für ihr hohes Amt auch viel Gelassenheit.
Sie wäre auch eine gute UNO-Generalsekretärin und vieles mehr.

Günter Johannsen | Fr., 7. November 2025 - 14:07

Bundestagspräsidentin, die der Deutsche Bundestag je hatte: Sie ist klar, entschieden, unparteiisch und lässt linksextreme Hetze (auch gegen Juden) nicht durchgehen!
Wenn ein unfähiger Habeck sie beschimpft, ist das nur ein großen Lob für Frau Klöckner! Habeck hat meiner Überzeugung nach als Minister nichts Gutes zu Wege gebracht. Deshalb muss er Andere runtermachen, damit er selbst besser dasteht. Eine sehr durchschaubare, aber auch äußerst primitive Charakter-Äußerung! Wie konnte so einer nur Minister im Bund werden?!

Brigitte Simon | Fr., 7. November 2025 - 22:16

Antwort auf von Günter Johannsen

Das wichtigste, aber allerwichtigste vergaßen Sie lieber Herr Johannsen.
Ich schreie Hurra! Na endlich!

Deutschland besitzt unwiderruflich eine "Unfeministische" Bundestagspräsidentin.
Bleiben sie uns gewogen liebe Julia Klöckner und jagen sie den grünen,
roten und dunkelroten Pöbel im Quadrat zum Teufel.