Der nächste Kanzler? Friedrich Merz werden weiterhin Ambitionen nachgesagt /dpa

Bundestags-Comeback - „Merz zieht!“

Angeblich will Friedrich Merz wieder in den Bundestag. Angedeutet hatte er seine Ambitionen bei einer Veranstaltung im niedersächsischen Verden. Ein Gespräch mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Andreas Mattfeldt, in dessen Wahlkreis Merz am Montag zu Gast war

Marko Northe

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Marko Northe hat die Onlineredaktion von cicero.de geleitet. Zuvor war er Teamleiter Online im ARD-Hauptstadtstudio und Redakteur bei der "Welt". Studium in Bonn, Genf und Berlin sowie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 

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Herr Mattfeldt, was war da gestern Abend los?

Es ist schon beeindruckend, wenn man sich vor Augen führt, wie sich Friedrich Merz in den Dienst der Partei stellt, man möchte fast sagen, wie kaum ein Anderer. Man merkt, dass er dreimal pro Woche einen Auftritt für die Partei hat. Sicherlich nicht immer so große Veranstaltungen wie bei uns, wir hatten in Verden ja über 1.000 Besucher. Merz zieht! Wir haben das gemerkt, denn wir waren innerhalb von drei Tagen ausgebucht. Ich hätte das Doppelte an Karten vergeben können.

Welchen Eindruck hat Merz gemacht? 

Er war sehr aufgeräumt, hat einen Parforceritt durch die Weltpolitik gegeben, natürlich auch durch die deutsche Politik. Vielen in der Union fehlt die Vorgabe, ein Kompass. Hier hat er geliefert und diesen Kompass hat er den Unionssympathisanten vorgegeben. Es mag sein, dass dies jemand wie Merz auch besser kann, weil er von außen die Politik betrachtet und nicht selbst alles verantwortlich mitgestalten und entscheiden muss. Die Menschen, die auf der Verdener Veranstaltung waren, haben diesen Kompass sehr dankbar aufgenommen. Das führte sogar dazu, dass die alle aufgestanden sind und Standing Ovations gegeben haben.

Sie sagen, Merz stellt sich in den Dienst der Partei – tut er das wirklich oder macht er nicht eher nur Werbung für sich?

Natürlich schließt das eine das andere nicht aus. Natürlich ist es klar, dass er auch für seine Person werben möchte, wenn es um gewisse Positionen geht, die irgendwann zu verteilen sind. Aber für mich relativiert sich das alles so ein bisschen. Friedrich Merz ist jetzt 64 Jahre alt, er ist auch gereifter als damals, als er aufgehört hat im Bundestag. Er ist ruhiger, er ist vielleicht nicht mehr ganz so impulsiv. 

Offenbar hat Merz auf die Frage, ob er sich vorstellen könnte, wieder Bundestagsabgeordneter zu werden, gestern mit einem knappen „Ja“ geantwortet.

Hinterher rief gleich die Bild-Zeitung an: „Hat Merz jetzt seine Kanzlerkandidatur bekanntgegeben?“ Ich meinte nur „Stop“, so weit ist er nicht gegangen. Aber wenn man sich um ein politisches Mandat bemüht, dann gehört dazu auch, für den Deutschen Bundestag zu kandidieren. Das hat er gesagt. 

Andreas Mattfeldt
Andreas Mattfeldt / Dodenhof

 

Vor allem, wenn man Kanzler werden will, oder nicht? Dafür braucht man ja ein Bundestagsmandat.*

Ich hätte das jetzt nicht gesagt, aber man merkt ihm natürlich mit jeder Faser seines Körpers an, dass er das anstrebt.  

Ist das tatsächlich noch so? Er hat ja in letzter Zeit wieder einige Rückzieher gemacht…

Es wäre ja klug für die Bewerber der K-Frage, wenn man sich irgendwie einigen würde. Und ich glaube, dass das Verhältnis zwischen ihm und Annegret Kramp-Karrenbauer und Markus Söder entspannt ist. Jens Spahn merkt man natürlich auch an, dass er das Kanzleramt mit jeder Pore seines Körpers angehen möchte. Und ich halte das auch für richtig, denn Spahn macht einen verdammt guten Job.

Sie erwähnten vorhin selbst, dass Friedrich Merz 64 Jahre alt ist. Kann man in dem Alter noch als Hoffnungsträger gelten? Gibt es da nicht bessere Optionen?

Doch, das hat Charme. Er ist noch jung genug, um das Kanzleramt anzustreben. Wir wissen, dass das keine drei Perioden werden, sondern vielleicht zwei. Dann ist er 73, wenn er aufhört.

Bestes Adenaueralter, sozusagen.

Na ja, da hatte Adenauer gerade erst angefangen. Das Alter passt eigentlich perfekt. Spahn hingegen ist noch viel jünger. In Zukunft läuft eh alles auf Spahn hinaus. So, wie der sich verkauft, wie der liefert, ist er irgendwann deutscher Bundeskanzler.

Spahn wird also Kanzler, aber erst, nachdem es Merz war?

Ich glaube, die Bewerber sind klug genug, um das unter sich auszumachen. Es mag sein, dass der Bewerberkreis um die K-Frage sich einigt und feststellt, dass die Zeit für einen Jens Spahn noch nicht gekommen ist. Das müssen die intern in diesem Bewerberkreis abklären. 

Was erwarten Sie sich denn von Friedrich Merz in einer aktiven politischen Rolle?

Zwei Sachen, die aber auch für die anderen Bewerber gelten. Ich glaube, dass die Union gut beraten ist, das wirtschaftsliberale Profil mehr zu schärfen. Ich glaube, sie ist auch gut beraten, für einen starken, souveränen Staat einzutreten. Und das meine ich auch mit Hinsicht auf die innere Sicherheit, ganz besonders mit Blick auf die Clankriminalität. Und eins noch: Wir haben in Deutschland relativ wenig Probleme; die Probleme, die wir haben, können gelöst werden. Ein Problem wird aber in den kommenden Jahren immer wieder auf uns zukommen, das ist der Migrationsdruck in unser Land und die Frage, wie wir uns hier aufstellen und verantwortliche Signale senden. Hier geben wir als Union nur halbherzig Antworten, und ich bin überzeugt, dass wir in dieser Sache viel vom österreichischen Bundeskanzler Kurz lernen können. Für mich als Unionspolitiker ist ganz klar, dass wir als souveräner Staat unsere Grenzen schützen müssen. Sich hier mit eindeutigen Antworten zu positionieren, wird vom zukünftigen Bundeskanzler oder einer künftigen Kanzlerin erwartet. Die Menschen in der Unionsfamilie erwarten ein klares Bekenntnis, sie erwarten klare Worte. Merz hat hier gestern Antworten gegeben.

In seinen Reden auf den letzten Parteitagen wirkte Merz eher etwas professoral, nicht mehr so bissig wie früher.

Ich glaube, die Leute finden das gar nicht so schlecht. Er kann gut mit Menschen umgehen, ob er das schon 2003 gekonnt hätte, weiß ich nicht. Gestern war das eine angenehme Atmosphäre.

Sie klingen ja geradezu verzückt...

Verzückt bin ich nicht, dafür bin ich zu lange im Geschäft. Aber insgesamt kann es uns gut tun, jemanden wie Friedrich Merz an vorderster Front dabei zu haben. Es gibt immer qualifizierte Menschen, die zwar das Zeug dazu hätten, die aber sagen, sie streben kein Amt an. Wenn aber einer wie Friedrich Merz, ausgestattet mit einem besonderen politischen Talent und wirtschaftlichem Sachverstand, sagt, ich möchte eine verantwortliche Position in der Union oder gegebenenfalls in der Regierung anstreben, dann können und sollten wir darauf in den kommenden Jahren nicht verzichten.

Merz vermittelt doch eher den Eindruck eines permanenten aufreizenden Zauderns. Jetzt ja auch wieder: Erst sagt er, er könne sich vorstellen, wieder Bundestagsabgeordneter zu werden, dann rudert sein Sprecher zurück.

Klar, das ist aber doch das normale Geplänkel. Jetzt kommt drive rein, die ersten Nominierungsveranstaltungen für die Aufstellungen für die Bundestagswahl werden jetzt terminiert, da werden auch von ihm und von den anderen Bewerbern um die K-Frage Aktivitäten reinkommen. Der Wahlkampf wird dann langsam eröffnet.

*Anmerkung der Redaktion: Für die Wahl zum Bundeskanzler benötigt ein Bewerber kein Bundestagsmandat. Wir bitten, diesen Fehler zu entschuldigen.

Manuel Reibach | Di, 4. Februar 2020 - 18:35

"So, wie der sich verkauft, wie der liefert, ist er irgendwann deutscher Bundeskanzler."

Ja, klar. Wie er sich "verkauft" - das ist es, worauf es ankommt. Irgendwelche Leistungen, die Spahn nie erbracht hat, sind nebensächlich.

Was wirklich zählt, dass man sich selbst gut verkauft, und natürlich dass man die Unterstützung der Massenmedien hat, die einem dann beim Verkaufen helfen.

Günter Johannsen | Di, 4. Februar 2020 - 19:01

Eine CDU, die unter Adenauer,
Erhard und Kiesinger Deutschland zur wirtschaftlichen Weltspitze verhalf und schließlich mit Helmut Kohl die Wiedervereinigung Deutschlands zustande brachte, stürzte unter Merkel ab in längst überstanden geglaubte Zeiten. Man muss kein Politikwissenschaftler sein (die plötzlich in den "Öffentlich Rechtlichen" wie Pilze aus dem Boden schießen), um zu erkennen: Deutschland ist gespalten wie vor 1989; Demokratie, Medien und Meinungsfreiheit am Boden; gestrige Grün-Linke dominieren unser Land bis hin zur Gesinnungsschnüffelei!
Der CDU mit Kramp-Karrenbauer oder Jens Span traue ich gute Absichten, aber keine wirkliche Durchsetzungskraft zu …. Friedrich Merz ist der einzige mit Schneid, Kompetenz und Vision, die er wohl auch durchzusetzen vermag und der dieser CDU zu altem konservativen Glanz verhelfen kann!

Auf die richtige, prägnant auf den Punkt gebrachte Zustandsanalyse folgt die Illusion, dass ausgerechnet eine Person wie Friedrich Merz die Rettung bringen könne.

Wo war denn Friedrich Merz mit all "seinem Schneid" all die Jahre als Angela Merkel die CDU zur Grünen-Kopie umbaute und mit ihrer Migrationspolitik Fakten schuff?

Und wie sieht die "Vision" eines Friedrich Merz eigentlich konkret aus? Herr Merz hat dem Portal "T-Oline.de" vor wenigen Tagen ein Interview gegeben. Als er nach dem "inhaltleeren Kern der CDU" gefragt wurde, gab es nur üblichen, im Grunde inhaltsleeren Politikerphrasen und CDU-Floskeln von sich: "Wir sind eine Partei für die ganze Gesellschaft, nicht nur für einzelne Gruppen ", "christliches Menschenbild", "Wertkonservativ ist es, die Werte, die unsere freiheitliche Gesellschaft ausmachen, zu erhalten". Beliebiger geht es kaum. Das hätte so auch von einer Merkel stammen können.

Die Grünen rechnete er sogar der politischen Mitte zu.

Im übrigen war die CDU nie wirklich konservativ. Sie war schon immer "Zeitgeist"-Partei. Die CDU war früher nur konservativer, weil auch die Gesellschaft als Ganzes konservativer war.

Merkels Politik kam nicht über Nacht sondern hatte eine lange Vorgeschichte, die viele Jahrzehnte vor Merkels Wahl zur CDU-Vorsitzenden zurückreicht.

Praktisch seit Gründung der Bundesrepublik, aber verstärkt ab den 1960ern, gab es einen fortwährenden Ruck der politisch-medialen-akademischen Eliten in Richtung einer links-globalistischen Ideologie. Entsprechend wurde auch die (einfache) deutsche Bevölkerung politisch und geistig verändert und eine massive Umgestaltung der deutschen Psyche vollzogen.

Leider, lieber Herr Reibach, muß ich Ihnen u. auch Herrn Lehmann recht geben:
Weder Merz noch die anderen sog. "Hoffnungsträger" in der CDU sind Persönlichkeiten, welche die in den Dreck gefahrene "Karre" Deutschland aus dem Sumpf herausziehen können bzw. überhaupt w o l l e n; denn der Geist der Nachkriegs-Partei eines Konrad Adenauer ist, wie Sie richtig sagen, völlig
verflogen!
Die CDU ist schon lange keine konservative Partei mehr, sondern eine Fahne im Wind des Zeitgeistes - beliebig bis zum Geht-nicht-mehr.
Allerdings gab es bis zum Auftauchen von Angela Merkel bei den CDU-Granden doch noch mehr Hemmungen, aus Opportunismus gegen alle konservativen Prinzipien zu verstoßen. Merkel - als DDR-Geschöpf mit chamäleonariger Anpassung bestens vertraut - hatte in dieser Hinsicht null Probleme und handelte entsprechend.
Diese Unverfrorenheit hätte Merz nicht an den Tag gelegt. Aber im Kern ist er
nicht konservativer als sie - davon bin ich auch überzeugt.
Die Lage ist hoffnungslos.

Hier nicht. Ich sehe die Person Friedrich Merz ganz anders. Wenn die CDU sich aufraffen könnte, einen Merz zu nominieren, bestünde aus meiner Sicht zumindest die leise Hoffnung, dass sich die Gesamtsituation etwas bessert. Fragen Sie mich bitte nicht, worauf sich meine Hoffnung gründet - ich weiß es nicht. Vielleicht will ich nur nicht, dass die Hoffnung stirbt. Was gegen Merz spricht, ist die CDU selbst. Vermutlich werden die Klatschhasen der CDU Merz nicht unterstützen. Und auszuschließen ist auch nicht, dass Merz der unbedingte Wille fehlt, um Merkel und ihr unseliges Erbe hinwegzufegen.

wäre der erste Schritt in die richtige Richtung, auch wenn er als erstes nicht die AfD zum Koalitionspartner machten würde. Mir geht es "um der Stadt Bestes!"
"Vermutlich werden die Klatschhasen der CDU Merz nicht unterstützen." Da hat Herr Tröbner recht! Doch in den nächsten vier Jahren wird die AfD sowieso nicht eine absolute Mehrheit bekommen. Das ist leider nicht zu erwarten. Es kann nur in kleinen Schritten wieder in die richtige Richtung gelenkt werden. Das weiß ein Friedrich Merz, der sicherlich nicht auf den Kopf gefallen ist! Ich bin ein gläubig- christlicher Mensch und ich glaube nach wie vor, dass sich das Gute gegen das Menschenverachtende immer wieder durchsetzen wird. Hätte ich nicht schon 1982 als Jugenddiakon in Leipzig daran geglaubt, wäre das Montags-Friedendgebet in der Nikolaikirche als Dauereinrichtung nicht unter meiner Leitung unter Mithilfe meiner "Jungen Gemeinde" entstanden!
Gott ist größer, als wir denken und: er hat kein Parteibuch!

Ja. lieber Herr Johannsen, das kann ich nur dick unterstreichen.
Aber daß ich daraus als gläubige Christin - wie Sie - die Zuversicht ableiten würde, daß Gott letztlich politisch alles zum Guten wendet, so weit geht meine christliche Hoffnung nicht. Die Geschichte hat uns gelehrt, was so alles - t r o t z allen Hoffens und Betens von gläubigen Christen - schrecklich falsch u. teuflisch laufen kann.
Warum sollte also ausgerechnet uns Deutschen in dieser verfahrenen Lage, an der wir als Demokraten ja zudem s e l b e r schuld sind, die Gnade widerfahren, daß ein
Merz wie Zieten aus dem Busch kommt u. D rettet?
Die friedliche Revolution 1989 war eine der seltenen Ausnahmen, welche die Geschichte auch kennt. Ansonsten bleibt die Welt das Schlachtfeld, das sie immer war.
Jesus Christus hat uns auf das Himmelreich (unsere eigentliche Heimat) verwiesen, aber davon ist kaum noch die Rede, auch bei den allermeisten Christen nicht. Sie
träumen lieber von paradiesischen Zuständen auf Erden.

Aber warum ausgerechnet jetzt? Dieser Zeitpunkt macht mich mehr wie stutzig. Zumal ich vor vielen Jahren über seine Person recherchiert habe und wo ich erfahren hatte, dass er in über 10 Vorständen mitspielt & so ganz nebenbei eine für Normalsterblichen eine monatliches Einkommen hat,.....
Nein, für mich persönlich schon keine kleine Marionette mehr, er zieht dicke Fäden in diesem Spiel.
Ich habe leider persönlich die Hoffnung verloren, dass es Menschen in der Politik gibt, die mit Herz & Verstand, Demut & Respekt für das Wohl ihres Volkes da sind.
Ich sehe nur die "überdimensionalen" Kellern in ihren Händen.
Es tut mir Leid, Herr Johannsen, denn eigentlich will/ möchte ich Hoffnung & Humor verbreiten. MfG

und er ist finanziell unabhängig und somit auch politisch unabhängig, wenn man sich den hodenlosen Merkelwahlverein betrachtet das ist beschämend, nach dem Motto: lasst Schwache um mich sein, dann bin ich die Stärkste.

Manuel Reibach | Di, 4. Februar 2020 - 19:12

Dass die CDU auf die Frage, wie man sich gegenüber dem Migrationsdruck "aufstellen und verantwortliche Signale senden" nur halbherzige Antworten geben würde, ist falsch.
Die CDU hat in den letzten Jahren leider eine sehr klare Antwort gegeben: MEHR, UND IMMER MEHR NOCH MEHR MIGRATION!
Durch die Asylgesetzgebung ist das deutsche Sozialsysteme praktisch der gesamten Welt geöffnet.

Gleichzeitig hat die CDU ein "neues Fachkräftezuwanderungsgesetz" auf den Weg gebracht, welches Deutschlands Territorium und sein Sozialsystem endgültig für die gesamte Weltbevölkerung öffnet.

Dieses Gesetz ermöglicht es jedem Erdenbewohner, der eine Minimalausbildung aufweist, nach Deutschland einzureißen und 6 Monate lang nach einer Arbeit zu suchen. Nach Ablauf der 6 Monate kann der Migrant natürlich problemlos auf die "übliche Weise" (über das Asylsystem) einzuwandern versuchen.

Ich gebe Ihnen ja recht werter Herr Reibach! Aber haben Sie allen Ernstes was anderes erwartet? So was wie Neuseeland, Australien, USA, Schweiz und andere Staaten mit BEDARFSGEREGELTER Einwanderungspolitik? Selbst wenn sie es könnten und wollten unsere Politiker und Gesetzgeber, steht dem bestimmt irgend ein EU-rechtliches Hindernis, welches wir natürlich in dem Fall begrüßen;), im Wege. Wäre ich Britin würde ich darauf alle Wetten abschließen! Aber leider habe ich dies schon bei der Schaffung und den dazugehörigen Versprechen der Politik zum Solidaritätsbeitrag versäumt! Ansonsten hätte ich da schon den Jackpot geknackt;-). Und muss überdies, Pst! EU hört mit!, meine gebunkerten Glühbirnen sowie meinen 1800Watt-Staubsauger als geheime Verschlusssache behandeln. Upps! Das ein oder andere bekommen sie scheinbar doch hin? Alles Gute! MfG

Brigitte Simon | Di, 4. Februar 2020 - 22:39

In reply to by Heidemarie Heim

haben Sie, liebe Frau Heim, auch schnurgerade Salatgurken gebunkert? Ich schon seit damals. Nun sind sie welk und krumm, wie die gesamte EU mit Anhang.
Fröhliches bunkern, ach wo sind die Bananen?
MfG Brigitte Simon

Heidemarie Heim | Mi, 5. Februar 2020 - 12:19

In reply to by Brigitte Simon

Danke für den Tipp liebe Frau Simon!;-) Nach dem Ansinnen von EU und EZB das Bargeld abzuschaffen erwäge ich im Moment meine Sammelleidenschaft in eine neue Bahn zu lenken;-)Oder Gold und Edelstein? Ich werd` noch zum Gollum;-) Alles Gute für Sie und uns! MfG

Heidemarie Heim | Di, 4. Februar 2020 - 19:38

Zunächst einmal finde ich die erstaunlich offene Ansprache des Herrn Mattfeldt bezüglich politischen Postengewinns und Machtstrebens erfrischend, weil ungewohnt;-). Vielleicht wäre er ja auch ein möglicher Mitplayer bei diesem Poker? Natürlich hat Herr Merz momentan als sozusagen Externer mit Sicht auf seine Mitbewerber einige Vorteile auf seiner Seite. Denn Frau AKK sowie Herr Spahn sitzen bis zur nächsten Runde als Verantwortliche in den Ministerien, die schon immer das höchste "Schleudersitzpotential" von allen hatten. Verteidigung/BW und Gesundheit
seit Jahrzehnten "unreformierbar" bieten alles andere als eine hübsche Basis für ansprechende Performances. Höchstens eine Plattform für Untersuchungsausschüsse;-)! Der Bayern-Konkurrent verfügt da schon über bessere Puffer sollte was schieflaufen. Noch haben wir genug Bäume zum Ausreißen, Sorry umarmen;). Ob wir schon so ticken wie die "rust belt-US-Wähler" und einem rich player of the rock;) den Vorzug geben bleibt abzuwarten. MfG

Bernd Muhlack | Di, 4. Februar 2020 - 20:20

Zitat:
"Vor allem, wenn man Kanzler werden will, oder nicht? Dafür braucht man ja ein Bundestagsmandat."
Ende

Voll daneben!
Mehr muss ich nicht lesen!

Art 63 GG
(1) Der Bundeskanzler wird auf Vorschlag des Bundespräsidenten vom Bundestage ohne Aussprache gewählt.
(2) Gewählt ist, wer die Stimmen der Mehrheit der Mitglieder des Bundestages auf sich vereinigt. Der Gewählte ist vom Bundespräsidenten zu ernennen.

Man kann im Prinzip Hinz und Kunz zum Kanzler wählen!
Einzige Voraussetzungen: volljährig und Deutscher im Sinne des GG!!!

Josef Olbrich | Mi, 5. Februar 2020 - 00:17

In reply to by Bernd Muhlack

Herr Mühlacker, gewiss sagt Absatz 1 des GG §63, dass der Bundespräsident dem Parlament eine Person vorschlagen kann, der nicht dem Parlament angehören muss. Theorie, da im Parlament von Parteien aufgestellte Abgeordnete sitzen, die einen der ihren als Bundeskanzler haben wollen. Absatz 3 des §63 sagt: Wird der Vorgeschlagene nicht gewählt, so kann der Bundestag binnen vierzehn Tagen nach dem Wahlgang mit mehr als der Hälfte seiner Mitglieder einen Bundeskanzler wählen. Bleibt die Frage: Welcher Bundespräsident wird sich diese Blöße geben, einen Kandidaten vorzuschlagen, der im Parlament keine Mehrheit der Stimmen erreicht, denn im Artikel 21 Absatz 1 : Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit. ETC.

Gisela Fimiani | Di, 4. Februar 2020 - 22:03

Möchte Herr Merz seine Karriere im fortgeschrittenen Alter noch „krönen“? Schade, dass die CDU womöglich meint, nicht auf ihn verzichten zu können. Gibt es wirklich keine anderen überzeugenden Streiter?

Dr. Roland Mock | Di, 4. Februar 2020 - 23:48

Herr Merz ist ein Umfaller. Leider.

Norbert Heyer | Mi, 5. Februar 2020 - 06:17

Herr Merz hat seinerzeit seinen Sessel als Fraktionsvorsitzender kampflos der ehemaligen SED-Sekretärin überlassen und sich schmollend auf einen lukrativen Job zurückgezogen. Er meldete sich gelegentlich zu Wort, um dann nach dem Rückzug von Frau Merkel als Parteivorsitzende sie zu beerben. Das ging bekanntlich ganz knapp schief. Frau AKK wurde nach den Wünschen der Kanzlerin ihre Nachfolgerin, sie war - und ist- die leichter beherrsch- und steuerbare Alternative. Damit ist an und für sich das Thema Kanzlerschaft gelaufen, zumal Herr Merz leider den Eindruck vermittelt, dass man ihn zur Jagd tragen muss. Sein Mut zum Risiko ist nicht sehr ausgeprägt und nur eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage oder andere politischen Entwicklungen könnten ihn nochmals in den Focus bringen. Aber ob ein Kanzler Merz tatsächlich der große Heilsbringer für die Union sein würde, steht in den Sternen, zumal in Bayern einem ergrünten Herrn Söder auch entsprechende Ambitionen nachgesagt werden.

Nun, sie war FDJ- Funktionärin statt SED- Sekretärin.
Dennoch ist der Vorwurf der Unwahrheit zu hart.
Wie hieß es doch so schön?
"Die FDJ- die Kampfreserve der Partei"

er meinte sicherlich FDJ-Sekretärin. Wo ist der Unterschied: die Jugendorganisation der SED war die Vorstufe. Bitte keine Schnappatmung. Die Linken verwechseln die AfD auch dauernd (mit Fleiß!) mit den Nazis, obwohl die weit davon entfernt sind
Das Frau Merkel FDJ-Sekretärin war, ist unangefochten! Und dass sie als evangelische Pfarrerstochter in der Sowjetunion studieren durfte, ist auch Tatsache. Was sonst kein Kirchenmann bzw. Frau durfte: sie durfte es problemlos! Bleibt nur eine Frage offen: Warum?

gabriele bondzio | Mi, 5. Februar 2020 - 11:09

um das unter sich auszumachen."...wirklich?
Nach diesem Satz ist mir das ganze viel zu parteilich, gesteuerte Staatswesen noch unsympathischer geworden. und ich denke an die Sätze von Herbert von Arnim: "Die Parteien haben sich ihren eigenen Staat kreiert und sitzen am Hebel der Macht. Sie schwächen unsere rechtsstaatliche Demokratie und missbrauchen ihren Einfluss. Dies alles geschieht Stück für Stück, sodass die fatale Entwicklung kaum auffällt." Quelle: Die Parteien haben ihren eigenen Staat kreiert – und der Bürger kann nur zuschauen.

Urban Will | Mi, 5. Februar 2020 - 17:02

der aus der Deckung springt und beim ersten Schüsschen der Gegenseite umdreht und sich wieder dahinter verkriecht.

Die größte „Come back“ - Enttäuschung der letzten Jahre.

Nicht dass er mich – als ehemaligen CDU – Wähler – davon hätte überzeugen können, dieser Partei wieder meine Stimme zu geben, aber es gibt sicherlich viele, die sich von ihm etwas erhofften und dies nach wie vor tun.
Auch ich hatte mir etwas „erhofft“, nämlich das Ende von Merkel.

Aber er hat alle enttäuscht.

Hätte er wirklich gewollt, dann müsste Merkel längst weg und per Neuwahl die Geschicke dieses gebeutelten Landes neu bestimmt worden sein.

Nichts ist passiert, Merz war sogar zu feige, sich ernsthaft den Parteivorsitz zu holen. AKK hat ihn mit links überrumpelt.

No way, mit dem wird das nichts mehr.

Ernst-Günther Konrad | Mi, 5. Februar 2020 - 19:26

Merz ist für mich nicht der richtige Nachfolger, wäre aber gemessen mit den anderen genannten Kandidaten, eher das kleinste Übel, das gestehe ich meinen Mitkommentatoren zu.
Merkel ist noch nicht weg und selbst wenn man mich für einen Verschwörer hält, ich glaube nach wie vor, das die "Sonnenkönigin" jemand heimlich aufbaut, den wir noch nicht auf dem Schirm haben. Ich möchte gern meinen Irrtum hier im Forum eingestehen, sollte ich nicht recht haben.
Merz ist ein Blender, ein Zauderer, ein Machtmensch der nochmal Selbstbestätigung braucht. Ein Mann des Volkes ist er nicht. Da nützt es auch nichts, dass er sicher über viel wirtschaftlichen Sachverstand verfügt.
UvdL hatte niemand als EU-Präsidentin auf dem Schirm. Heute ist sie es und niemand hat es verhindert.

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