Omid Nouripour und Ricarda Lang
Grüne Starrköpfigkeit: Parteichefs Omid Nouripour und Ricarda Lang / dpa

Bundesparteitag - Die Grünen sind eine Hochrisikopartei

Wegen angeblicher Sicherheitsbedenken sträuben sich die Grünen nach wie vor gegen eine echte Laufzeitverlängerung der letzten drei deutschen Atomkraftwerke. Energiemangel und hohe Strompreise sind ihnen offenbar egal. Das macht klar, worin die eigentliche Gefahr besteht: einer industriefeindlichen, überideologisierten Lehrerzimmerpartei die Verantwortung für die Energieversorgung unseres Landes zu übertragen.

Daniel Gräber

Autoreninfo

Daniel Gräber leitet das Ressort Kapital bei Cicero.

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„Nach drei digitalen Parteitagen wollen wir uns endlich wieder physisch treffen“, kündigten die Grünen ihre am Freitag gestartete Bundesdelegiertenkonferenz an. Politische Beobachter rieben sich schon heimlich die Hände. Denn beim physischen Aufeinandertreffen auf Grünen-Parteitagen fliegen traditionell gerne mal die Fetzen. Die bis zur Belanglosigkeit durchchoreographierten Zusammentreffen anderer machtbewusster Parteien, bei denen die perfekte Bühnenausleuchtung den Mangel an inhaltlicher Substanz und interner Debattenfreude überstrahlen soll, war den einstigen Ökopazifisten eigentlich fremd. In den Anfangsjahren stritten sich auf den Grünen-Parteitagen vollbärtige Wollpulliträger mit Lilalatzhosenträgerinnen so heftig, dass sich die Stricknadeln bogen. Als Waffe wurden sie zum Glück nie eingesetzt. Dafür allerdings Stinkbomben und Farbbeutel.

Diese Zeiten sind zwar vorbei. Das instagramtaugliche Baerbock-Habeck-Duo legte bei seinen bisherigen Parteitagsshows großen Wert auf strahlende Bilder der Harmonie und Geschlossenheit. Die Wahlkampfbotschaft war: Mit uns kann man lockerflockig, gut gelaunt die Welt retten. Doch nun sind die Grünen an der Regierung. Und die gute Laune ist verflogen. Denn die Schattenseiten ihrer radikal-utopischen Ideen zeigen sich wegen ausbleibender russischer Gaslieferungen noch schneller, als von den schärfsten Kritikern befürchtet. Robert Habeck, der als erster Klimaminister der Bundesrepublik den ökologischen Umbau der Industrie voranbringen wollte, muss nun deren Abbau zusehen.

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Sabine Lehmann | Fr., 14. Oktober 2022 - 17:20

Diese zwei Chefideologen sind ein hervorragendes Abbild des aktuellen politischen Niveaus. Dass es sich dabei um die "Köpfe" der grünen Sekte handelt, lässt über die Kernkompetenzen darunter Übles vermuten. Über deren Vita ist hinlänglich alles wichtige bekannt, obwohl wirklich wichtiges nicht zu finden ist. Das Schicksal dieser beiden Emporkömmlinge ist ein Argument, den Beruf des Politikers zum Ausbildungsberuf zu machen, und zwar verpflichtend, dann bliebe uns so etwas in Zukunft erspart. Apropos Zukunft:
Herr Nouripour hat seine intellektuelle Leistungsfähigkeit heute morgen bei einem Interview im sog. Frühstücksfernsehen(gottlob habe ich das nach meinem Frühstück gesehen) unter Beweis gestellt. Er konstatierte allen Ernstes, man dürfe die "Leitungen nicht mit Atomstrom vollstopfen", man "könne keinen Atemzug mehr nehmen u. müsse die Luft anhalten an jedem Tag hochriskanter Atomstromproduktion, das sähe man ja jetzt in der Ukraine"??! Zu hoffen, DAS sei ein Aussetzer, weit gefehlt.

Volle Zustimmung Frau Lehmann,
Sie allein wissen schon mehr als diese grüne,faschistische Clique zusammen.
Eigentlich will ich das garnicht mehr lesen.
Aber es betrifft uns ja alle.
Kobolde, das Netz ist der der Speicher, verstopfen der Leitungen.
Das ist so widerwärtig...
Aber das allerschlimmste ist, es gibt noch keinen massiven Widerstand
dagegen.
Stattdessen übergiessen Verbrecher van Goghs Gemälde Sonnenblumen
mit Tomatensoße.
Euphemistisch Klimaaktivisten von den Systemmedien genannt.
Wo soll das Enden...

Romuald Veselic | Fr., 14. Oktober 2022 - 17:44

islamischen Sittenpolizei, die Menschen dafür umbringt, dass sie Bekleidungsfetzen nicht nach archaisch-patriarchalischen Regeln, die auf 1000J alten Dogmen fußen, getragen waren.

Ihnen, den Greens, sind werkstätige 08/15-Menschen vollkommen schnuppe, Hauptsache der Grüne-Negativfetisch - AKW, von der Erdfläche verschwindet. Denn privates Anti-AKW-Frieren, ist etwas großartiges, denn ab da, werden wird die frostige Luft nicht mehr tief einholen werden müssen.

Irgendwann, werden die Bearbock/Habecks klimarettenden Parteikontingente zu Totengräbern Deutschlands erklärt. Und vielleicht dafür zu Rechenschaft gezogen. Dann wird Bob Habeck sich mit Wehmut an sein Müsli-mit-Wasser-Frühstück erinnern. Und stattdessen die Grün-Grassuppe speisen.

Chris Groll | Fr., 14. Oktober 2022 - 17:57

Mit diesem Titel haben Sie eigentlich alles bereits gesagt:
"Die Grünen sind eine Hochrisikopartei"
Nützt aber nichts, sie bestimmen die Politik in Deutschland.
Das Unglück der Dummen ist, daß sie das, was nicht dumm ist, für dumm halten.
Lü Bu We (300 bis 235 v. Christus) chinesischer Kaufmann, Politiker und Philosoph.

Sabine Jung | Fr., 14. Oktober 2022 - 18:04

leider kann man nur noch feststellen, es gibt zwar Feststeller, aber keine Absteller.
Es ändert auch nichts bei Wahlen, siehe Niedersachsen, es kommen immer wieder die Grünen in ihrer Minderheit mit an die Regierungspartei. Und wohin führt uns das? Der Winter wird kalt, dunkel und ganze Industriezweige werden uns verlassen.
Aber auf den Grünen-Parteitag wird wieder gejubelt, wohin die grüne Reise geht. Toll!!!!!!

hermann klein | Fr., 14. Oktober 2022 - 18:20

Die Ökosozialisten diktieren seit Jahren über die deutschen Medien, was der deutsche Bürger zu denken hat. Die GRÜNEN, die Toleranz immer so hochhalten sind hier die größten Hetzer und Heuchler wenn es darum geht ihre Ziele von der perversen Energiewende durchzusetzen. Und die Geschichte zeigt leider das wir Deutsche ein Mahl vom kollektiven Größen-Wahn befallen, alles besonders sorgfältig machen. Da gibt es derzeit viele Übereinstimmung zu den Jahren 1938-1945.
Ein neuer Umweltextremismus ist längst vorhanden. Der Kampf gegen den angeblichen Klimakollaps wird von den Ökofaschisten zur Weltreligion erhoben.
Die Energiewende tritt in mittelalterlichen Fußstapfen und ist dabei sich die Gewaltstiefel der Zentralkomitees der kommunistischen und sozialistischen Parteien sowie der nationalistischen Diktaturen wieder anzuziehen. Allerdings die grünen Taugenichtse müssen hinterher aufpassen, nicht wie im Mittelalter geschehen, für ihren Frevel öffentlich ausgepeitscht und verbrannt zu werden.

Fritz Elvers | Fr., 14. Oktober 2022 - 18:21

jedoch nicht etwa, weil sie sicher seien, eine Kernschmelze unmöglich sei, sondern weil eine so grottenschlechte Energiepolitik betrieben wurde, wie man sie sich auch als wirtschaftspolitischer Laie kaum hätte vorstellen können. Das Habeck-Syndrom, null Ahnung aber davon ganz viel, bestimmt ja schon seit Jahrzehnten die Bundespolitik (Digitalisierung).

Die in Rede stehenden AKWs sind ausnahmslos nicht mehr genehmigungsfähig, nur noch mit Sonderregelung, weil sie nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen..

der, der berechnen kann und schön einige Jahre sich mit Energie beschäftigen. Und ihre Aussagen zu den AKW‘ s glaube ich unbesehen. Wenn ich mein geliebtes Auto wegen Neuanschaffung zum verschrotten geben will, und der Liefertermin ist avisiert, würde ich auch auf Verschleiß fahren und mir jegliche unnötige Reparatur sparen.
Bloß bei der Atomindustrie Kommt das Elend der Abwanderung des techn. + technologischen Wissens noch hinzu, und das kommt nicht auf Knopfdruck wider. Und so wird es Buntland Germany gehen, wenn das große Abwandern zu attraktiveren Standorten, mit geringeren Energiepreisen, ordentlicher Infrastruktur (wie lange wird schon die Rheinbrücke bei Duisburg gebaut ? Es ist schon einige Jahre her als wir das letzte mal nach Venloh, Roermond fuhren … und ein Ende ist nicht absehbar …..wie vorige Woche gesehen) vernünftigen Verkehrswegen besser qualifizierte Arbeitskräfte &&& ,beginnt.
Das sehe ich als größtes Problem, nach dem Niedergang des ökosozialistischen Systems, an

Ja, lieber Herr IngoFrank, Bauteilsicherheit ist das Zauberwort. Ich hatte das Glück/ Pech noch während des Studiums genau in diesem Bereich zu landen. Die Frage, wann bricht was, ist noch immer entscheidend. Nur die Methoden sind mit der Computertechnik entscheidend komplexer geworden. Dafür fehlt es an Spezialisten, Deshalb brauche wir Inder und keine FFF-Kinder.

Ingo Frank | So., 16. Oktober 2022 - 19:31

Antwort auf von Fritz Elvers

Aber eine Anhebung des Bildungsniveau, die Abkehr von „für alle Durchschnittsbildung“ wäre auch eine, zwar langfristige, Lösung.
Gute Woche u. lassen Sie Ihren Rechner nicht glühen, der wird im Winter noch als Wärmequelle gebraucht….. viele Grüße aus der Erfurter Republik

Bernhard Kaiser | Fr., 14. Oktober 2022 - 18:45

"Robert Habeck, der als erster Klimaminister der Bundesrepublik den ökologischen Umbau der Industrie voranbringen wollte, muss nun deren Abbau zusehen." Nicht ganz richtig, der ökologische Abbau der Industrie, zumindest der energieintensiven Zweige, wie Metallindustrie, Düngemittelindustrie, Chemische Industrie usw. war von vorneherein das Ziel der grünen Öko-Planwirtschaft, weswegen Habeck auch ganz bewusst und völlig skrupellos die Vernichtung von betrieblichen Existenzen vor allem auch im Mittelstand forciert! Nicht umsonst hat er bereits 2019 bei einer Rede nach seiner Wahl zum Parteivorsitzenden angekündigt, im Falle einer Regierungsbeteiligung der Grünen NS2 nicht fertig zu bauen und überhaupt klein Gas und Öl mehr aus Russland zu importieren! Der Ukraine Konflikt dient dabei nur als willkommene Ausrede, weshalb der Konflikt von den grünen Kriegstreibern auch mit aller Gewalt weiter befeuert wird! Die Grünen wissen ganz genau was sie tun und sie gehen dabei über Leichen!

Heidemarie Heim | Fr., 14. Oktober 2022 - 18:52

Mit der gleichen Tonlage verteidigte er das Geschenk der Grünen an uns (Streckbetrieb bis Frühjahr) damit, dass wir ja nicht ahnen konnten, das die Franzosen, die sonst mit ihrem Atomstromexport zu uns die deutsche Netzstabilität bewahren, ausgerechnet so langwierige Probleme mit ihren Meilern haben. Und das im Anschluss an seinen Vortrag wie saugefährlich wir an jedem Tag leben und beten können, an dem eines von unseren Atommonstern am Netz ist. Da müssen die Belgier, Franzosen mit ihren teilweise in Spucknähe zur deutschen Nichtgrenze stehenden Schrottteilen ja nichts anderes zu tun haben, als Tag und Nacht die Hände zu falten. Und wenn denen die Teile um die Ohren fliegen während sie für uns Strom produzieren gilt dann shit happens oder wie? Geht doch nichts über die Freundschaften innerhalb der EU und allem voran die eigene ideologische Käseglocke. Die einzige Genugtuung, im black out haben diese Egomanen genauso wenig ausreichenden Strom für ihre sauteuren Teslas u. im Bioladen;)

Bernd Windisch | Fr., 14. Oktober 2022 - 19:09

"Robert Habeck, der als erster Klimaminister der Bundesrepublik den ökologischen Umbau der Industrie voranbringen wollte, muss nun deren Abbau zusehen."

Das ist fast richtig. Habeck hat aber auch maßgeblich zu diesem Dilemma beigetragen. Eine völlig verfehlte Sanktionspolitik die aktuell nicht einmal hinterfragt werden darf tut ihr übriges. Deutschlands Politik samt Medienlandschaft haben sich zum Niedergang und Verfall verschworen.

Ohne SPD und CDU wären die Grünen nichts anderes als eine durchgeknallte Sekte. Es wird höchste Zeit für Gegenwehr. Diese Mischpoke ist nicht der Staat. Einfach keine Grundsteuererklärung abgeben und auch sonst jede Unterstützung für diese gemeingefährlichen Idioten einstellen!

michael büchner | Fr., 14. Oktober 2022 - 19:11

verehrter herr gräber, aber eins muss man den grünen lassen: sie reiten die welle der allseits bekannten "german angst" par excellence & das nun schon seit vierzig jahren...
ich hab` auch so `ne pfeife in meinem persönlichen umfeld, 120 kilo im jahr aber null technischen sachverstand, hängt aber ständig zettel an die biotonne, dass da keine plastiktüten reingehören...
meinen hinweis, den zettel mal auf den sprachlichen hintergrund der migrantischen putzfrauen hier im viertel abzustellen fand er aber gar nicht lustig - ich hingegen schon...

wir haben es hier mit klassischen linken komplettversagern zu tun, die im leben noch nie für etwas kämpfen mussten, was auch nur annähernd dem unmittelbaren überleben dient, sich aber in ihrer elterngeneration begründet, die den krieg erlebt hatte & um jeden preis dieses schicksal ihren nachkommen ersparen wollte & damit eine generation von rotzgören erschuf, die uns heute mit sonnenblumen und genderblödsinn auf den keks geht... zum kotz....

Ingo Frank | Fr., 14. Oktober 2022 - 19:13

„extremistisch“
Es ist schon erstaunlich wie eine 15% Partei im Westen und im Osten mit weit unter 10% dem Land, mit dem sie nichts anfangen können, derart bestimmend ihren Stempel = „Ideen“ = „Dogmen“ aufdrücken wollen bis hin zur Ent-
Indusriealisierung & zur reinen Umverteilungsgesellschaf mit den gleiche Überwachungszielen und Denunziationen wie ich es von der Stasi kannte. Dazu noch eine ungebremste Einwanderung nicht nur in d. Sozialsysteme sondern in unsere Leben, in unsere Kultur die als Zielstellung ebenfalls abgeschafft werden soll. Das einzige was die Protagonisten diese Partei schon immer konnten, ihre Ziele zu verschleiern. Es sei erinnert an die „Kugel Eis“ f.d. Kosten der Energiewende bis hin zur „wertegeleiteten Außenpolitik“ was immer damit gemeint ist. Kriegstreiberei?
Ode weiter mit der ungebremsten Einwanderung aus allen Ländern der Welt?
Und wenn ich an die Extrmisten denke die einen van Gogh mit Tomatensuppe bewerfen sollten die im Tower verfaulen!
M f G a d E R

Alles richtig!
Bei den Grünen wird der Strom im Netz gespeichert, Atom- (und vermutlich auch Kohle-) Strom verstopfen die Netze und günstiger Gas-, Kohle- und Atomstrom behindert den erfolgreichen Ausbau der erneuerbaren, angeblich klimaneutralen Energien.
Den Anfang des Elends begründete „Kohls Mädchen“, die als Umweltministerin aufstieg bis zur Kanzlerin und immer die Gunst der grünen Stunde für ihre Rache am Kapitalismus nutzte. Sie führte die alternativlose Politik ein und deckte alle Probleme mit unserem Steuergeld zu. Die Versprechen der Energiewende halten keiner wissenschaftlichen Prüfung stand. Nur das Narrativ der einfachen Lösungen mit viel Unterstützung der Öko-Energien-Lobby begründete deren Erfolg.
Hinzu kommt eine auf Panik ausgerichtete „wissenschaftliche“ Daten-Exploration mit immer stärkerem Einfluss des Klimagases CO² als Worst-Case-Szenario. Gibt es einen physikalischen kausalen Nachweis für diesen grav. Einfluss oder ist das alles einer Korrelation zuzuschreiben?

ob diese dummen Blagen wußten, dass der van Gogh durch das Glas geschützt war.

Wie dem auch sei, die Hintermänner:innen setzen gezielt noch nicht strafmündige Jugendliche ein, denen sie einreden, Helden zu sein.

Dabei fällt mit ein, mein Sohn löste tatsächlich auch einen Alarm aus, als er tatsächlich einen van Gogh im Essener Folkwang-Museum berührte.

Gerhard Schwedes | Fr., 14. Oktober 2022 - 19:19

Respekt für die Sätze, mit denen der Autor mich vor Lachen zu Tränen rührte. - Zu meinem neuen Menschenbild, das in den letzten Jahren in mir heranreifte: Bisher hatte ich mir noch stets eingeredet, die Nazis seien ein Betriebsunfall der Geschichte gewesen. Aber allmählich habe ich begriffen, dass unsere Gegenwartsgeschichte gleichfalls meschugge ist. Es gibt keinen Unsinn unter der Sonne, der nicht in den menschlichen Köpfen Platz fände. Im Vergleich zu dem, was in der deutschen Politik und Gesellschaft in den letzten Jahren entstand, ist Schilda noch die reinste Stätte der Aufklärung. Sebastian Brandts "Narrenschiff" ist wieder einmal auf dem Rhein unterwegs. Es soll bloß keiner glauben, unsere Zeit wäre aufgeklärter als frühere Zeiten. Es sollte auch keiner glauben, der einzelne Mensch wäre gebildeter und somit gefeiter gegen Narreteien als vergangene Tempora. Der Mensch ist ein zoon insanis - und zwar der Länge, Breite und Tiefe nach. Ursprünglich Optimist, bin ich nun Misanthrop.

Sie haben recht als selbstständig denkender Mesch ist man nur noch entsetzt über die derzeitige Lage in unserem Land. Die rund um die Uhr Propagandaberieselung in den ÖR und dem Mainstream ist kaum noch zu ertragen. Da schwätzt eine Annalena aus Kleinkleckersdorf davon Russland in die Knie zwingen zu wollen, Goebbels hätte es nicht besser sagen können, politisch Verantwortliche schwafeln vom Endsieg in der Ukraine. das hätte Hitler nicht besser propagieren können, und niemand wiederspricht. Nachdem man unsere zuverlässige und preiswerte Energieversorgung erfolgreich auf Befehl der USA zerschlagen hat werden nun allerlei Windungen und Klimzüge und Kotaus unternommen um zu horrenden Preisen bei jedem noch so zweifelhaften Despoten (aus westlicher Sicht) Energie einzukaufen. Parallel dazu wird uns in einer Endlosschleife das Märchen von dem Wunder der Erneuerbaren erzählt und das Volk ist mit diesem Strohhalm der ihm da hingehalten wird zufrieden da sitzt man doch und duscht gern kalt.

Gerhard Schwedes | Fr., 14. Oktober 2022 - 19:53

Das Foto könnte nicht sprechender sein. Zwei Übersättigte rufen dazu auf, den Gürtel enger zu schnallen. Sie rufen den Beginn der Fastenzeit aus. Die Grüne strahlt übers ganze Gesicht und suhlt sich im eigenen Glanz. Der Grüne neben ihr scheint von einem gewissen Unbehagen berührt zu sein, etwas in ihm wittert die Dissonanz.

Nachtrag: Man sollte Bildern nicht ihre Aussagekraft abstreiten und sie billig als Zufälle beiseite wischen. Man sollte sich auch nicht unbedingt lustig darüber machen. Dazu ist das Ganze, ist die Situation, in der sich unsere Zeit befindet, viel zu ernst. Viel besser wäre es, dieses Bild auf sich wirken zu lassen. Wer es tut, der mag erst verstehen, in welchem Irrsinn und Irrwitz wir gelandet sind. All dies ist nur noch von Pathologen zu deuten. Der Bilderrahmen des Ganzen ist Dekadenz. Die Aufklärung ist unter den Teppich gekehrt.

ursula keuck | Fr., 14. Oktober 2022 - 20:07

Hinter der ökologischen und Multi-Kulti Fassade der Grünen stecken knallharte Interessen von teils radikalen Lobbygruppen, oft bildungspolitisch sozialistische Gleichmacherei, Umerziehungsprogramme und wachsende Gängelung der Bürger.
Hinzu noch, durch die Energiewende/Ökowahn, das Weltklima retten zu müssen, fallen die Hungernden und Sterbenden in der dritten Welt nicht ins Kalkül.

Deutschland war bis zur "Grünen Verseuchung" in den 80er Jahren dank einer gewaltigen geistigen und finanziellen, parteiübergreifenden Anstrengung in allen Bereichen autonom und führend in der ganzen Welt (Kerntechnik).
Der deutsche Wähler juckt die grüne Narretei kaum. Er lässt ihnen das Land als Spielwiese und die Menschen werden durch diesen perversen, ökologischen Blödsinn weiter drangsaliert - an erster Stelle bei der Energiepolitik -. Wenn erst einmal der Staatsanteil auf der Stromrechnung zu sehen ist, wird den Deutschen ein Licht aufgehen: Die Grünen sind ein teurer Luxus geworden.

Peter Sommerhalder | Fr., 14. Oktober 2022 - 22:29

halt schon ein Rätsel, dass die Grünen in Deutschland so allgegenwärtig sind. Klar, ÖR, Medien und so, aber trotzdem: Dass das funktioniert, die können ja erzählen was sie wollen und trotzdem schreitet niemand so richtig ein.

Ist mir unverständlich/zu hoch...

Walter Bühler | Fr., 14. Oktober 2022 - 22:57

... eine schöne Wortschöpfung, aber als Lehrer im Ruhestand glaube ich heute nicht mehr unbedingt daran, dass in den Lehrerzimmern noch immer überall die Grünen dominieren, jedenfalls nicht in dem irren Ausmaß wie in den meisten Redaktionen bei den Rundfunkanstalten und den meisten Zeitungen oder in den akademischen Senaten mancher Hochschulen.

Obwohl es also wohl sachlich richtiger wäre, klingt es sprachlich lange nicht so glatt, wenn man anstelle von der Lehrerzimmerpartei von der "Redaktionsraumpartei" oder "Journalistenpartei" sprechen würde. Wie oft und wo treffen sich denn überhaupt Journalisten, die einer Redaktion zuarbeiten?

"Leitartiklerpartei"? "Trittbrettfahrerpartei"? "Besserwisserpartei"?

Es ist erstaunlich schwer, einen brauchbaren Ersatz für die griffige "Lehrerzimmerpartei" zu finden.

Jens Böhme | Fr., 14. Oktober 2022 - 23:09

Es ist nicht die Hochrisikopartei, die diese Gesellschaft ruiniert. Man sollte bei allen Wahlen die Wahlergebnisse beachten. Die gutklingenden Begriffsbestimmungen, die strahlenden Zukunftsvisionen ohne Energie, Wärme und Mobilität und die Versprechen, mindestens Natur und Welt zu retten, lullen mehr und mehr Menschen ein und verführen in Dimensionen, die zunehmend weltentrückt, unwirklich, unrealistisch sind. Die Vision - die bisherige Welt zu zerschlagen, um in kalter Wohnung, Dunkelheit und bauernschlauer Regierungstipps (z.B. duschen, Waschlappen) sowie solidarischer, gegenseitiger Überwachung besser und schöner zu leben - ist eine hoch risikobehaftete Zukunft, die vorher bei "Volksaufständen" (Baerbock) vermutlich äußerst gewaltsam verteidigt werden muss.

hermann klein | Sa., 15. Oktober 2022 - 01:23

Ich bin mir leider 1000%, unsere ruchlosen Grünen Weltretter: Harbeck, Baerbock, Özdemir Roth. usw. hätten als Kapitän oder Kapitänin die Titanic auch ohne Eisberg auf Grund gesetzt.
Volle Kraft voraus – auf Untergang Deutschland - droben auf der Kommandobrücke: Ricarda Lang u. Omid Nouripour als Lotsen.

Gabriele Bondzio | Sa., 15. Oktober 2022 - 08:42

und Geschlossenheit."

Da kommen mir sofort Heiligenbilder in den Sinn, mit den üblichen Strahlenkranz um das Haupt und aufwärts gerichteten Blick.

Wenn frau kalkuliert, dass es ja schon ein paar Monate her ist, dass die Grünen vielen Menschen zumuten auf Unzumutbarem herumkauen.
Das in Preissteigerungen, Firmenpleiten, Arbeitslosigkeit, Kälte und Mangel enden wird.

Haben sie bei den Wahlen vergangene Woche doch relativ gut abgeschnitten.

Wähler müssen ja fast blind sein, wenn sie nicht mitbekommen das die Grünen (wie keine andere Partei) Willensbildung über staatliche Institutionen betreiben.
Unzählige Steuermillionen in Institutionen, Stiftungen und Privatunternehmen investiert , die den Grünen den Weg freischießen.

Selbst deute ich den Satz von Grünen-Chef Nouripour (zur Atomkraft) einfach mal um:

„Jeder Tag, an dem ein Grüner als Minister was zu sagen hat, ist ein Tag, an dem man teilweise die Luft anhalten muss, damit es nicht zu verheerenden Katastrophen kommt.“

Ernst-Günther Konrad | Sa., 15. Oktober 2022 - 09:01

Beim Focus las ich einen Artikel, der sich mit den Inhalten dieses Parteitages beschäftigte und die Brisanz vieler Anträge beleuchtete. https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=Focus+grüner+Parteitag
Da die FDP nicht die Kraft aufbringt, diese Ampel zu bändigen oder gar konsequenter Weise zu verlassen, bleibt die Hoffnung das sich die Klimapartei und die Atomkraftmärchenerzähler selbst zerlegen werden. Sie beschreiben alles richtig im Artikel Herr Gräber, nur ob es zum großen Knall kommen wird wage ich zu bezweifeln. Da könnte mancher Tagesordnungspunkt schnell wieder abgesetzt werden, in Gremien verwiesen werden oder genauso oberflächlich abgehandelt werden, wie dies in der Vergangenheit auch der Fall war. Wenn die THC-Mischung bei den Migliedern stimmt, werden am Ende alle zufrieden sein. Ob die Ideologen den großen Krach provozieren wage ich zu bezweifeln. Macht- und Postenversorgung geht auch einem GRÜNEN vor Ideologie. Und die Realitätsverweigerer bleiben in ihrer Blase.

Werner Peters | Sa., 15. Oktober 2022 - 10:46

"Wegen angeblicher Sicherheitsbedenken sträuben sich die Grünen nach wie vor gegen eine echte Laufzeitverlängerung der letzten drei deutschen Atomkraftwerke. " Danke Cicero für diese Klarstellung. Die meisten Medien melden, die Grünen seien jetzt für ein Weiterlaufen der zwei AKWs bis März 23. Das stimmt so aber nicht. Nur wenn die "Netzstabilität" das erfordert, dürfen die AKWs weiterlaufen. Sonst nicht!

Werner Peters | Sa., 15. Oktober 2022 - 11:48

Wie die Medien den Grünen-Beschluss falsch darstellen, beweist die FAZ-Redakteurin HELENE BUBROWSKI mit ihrer Artikel-Überschrift "Grüne wollen, dass zwei Atomkraftwerke weiterlaufen."
Genau das wollen sie eben nicht! Nur wenn technische Probleme (Netzstabilität) auftreten, kann weitergefahren werden, aber eben nur dann, sonst nicht.

Walter Bühler | Sa., 15. Oktober 2022 - 11:55

Gestern hat Phönix über den Parteitag der Grünen vollständig, getreulich und freundlich berichtet. Ab und zu habe ich zugesehen.

Diese Öffentlichkeit ist der inhaltlichen Debatte gar nicht gut bekommen. Es wurde nicht miteinander gesprochen, sondern praktisch jeder Redner empfand sich als Prediger an die Presse und an die Fernsehzuschauer. Praktisch alle haben das innerparteiliche Gespräch zur TV-tauglichen Phrasendrescherei pervertiert, ein eigenartiges Ballett, das von der TV-Feldpredigerinnen Lange und Göring-Eckardt in absurder Weise vorgetanzt wurde.

Habeck erschien mir als der einzige, der ein wenig eigene Gedanken einfließen ließ: er erwähnte immerhin, dass es ihn bedrückt, das auch durch die Waffen, die mit seiner Zustimmung geliefert werden, Menschen getötet werden. Das spricht für ihn.

Aber der ganze Rest: Totale Unfähigkeit zur Selbstkritik und fundamentalistischer Unfehlbarkeitsanspruch paarte sich mit dem unbedingten Willen zur Macht.

Christoph Kuhlmann | Sa., 15. Oktober 2022 - 12:11

Kein Fracking, keine mehrjährige Laufzeit für alle sechs AKWs, die noch ans Netz zu bringen werden und keine Initiative, die CO₂-Abgabe auszusetzen. Man kann nur noch auf eine Regierungskrise hoffen. Das Fatale ist, die SPD wird herbe Verluste wegen der steigenden Arbeitslosigkeit und der sozialen Notlage breiter Schichten der Bevölkerung erleiden, die FDP wird ihre Kernkompetenz Wirtschaft endgültig verlieren, nur den Grünen wird die Entwicklung kaum schaden, da ihre Klientel weitgehend abgesichert ist. Insofern bleibt abzuwarten, wie lange SPD und FDP angesichts sinkender Umfragewerte dem Treiben noch tatenlos zuschauen. Für Neuwahlen ist es schon zu spät.