Annalena Baerbock & Nancy Faeser
Gedacht waren die Programme als humanitäre Aktion, doch oft wurden sie ausgenutzt / Illustration: Jan Feindt

Bundesaufnahmeprogramm für Afghanen - „So etwas darf sich nicht wiederholen“

Das Programm der Regierung zur Aufnahme von Afghanen steht vor dem Aus. Was als humanitäres Projekt begann, hat sich in den vergangenen vier Jahren zu einem System voller Chaos, Missbrauch, gefälschter Bedrohungsschreiben und überforderter Visastellen entwickelt.

Ulrich Thiele

Autoreninfo

Ulrich Thiele ist Investigativjournalist bei Cicero und Autor des Bestsellers "Nord Stream. Wie Deutschland Putins Krieg bezahlt". Im April erscheint von ihm: "Die Sprengung" über die Nord-Stream-Sabotage (mehr Infos unter www.nord-stream-sprengung.de). Threema-ID: 82PEBDW9

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Neulich haben Sicherheitsbeamte erneut gefälschte Dokumente entdeckt. Fotos, die belegen sollen, dass ein Afghane von den Taliban verfolgt werde und deshalb nach Deutschland evakuiert werden müsse. Die Aufnahmen zeigen angeblich, wie Taliban seine Angehörigen ermorden. Die Szenen sind gestellt – wie sich herausstellte, sind die Angehörigen noch am Leben.

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Wolfgang Borchardt | Mi., 8. April 2026 - 19:30

bräuchte es eine verantwortungsbewusste Politik. Diese Höhe Zahl an Hilfskräften ist ohnehin schon verwunderlich genug. Wer für fremdländisches Militär gearbeitet hat, verliert diese Tätigkeit, wenn das Militär abzieht. Woher kam die Annahme, dass diese Leute verfolgt würden? Oder ging es nur um die Durchsetzung grüner Migrationspolitik? Dass Prüfungen verhindert wurden, scheint das zu belegen. Zur Verantwortung gezogen wird niemand. Schließlich hat man nur das Beste gewollt. Der Steuerzahler kommt für die ökonomischen Folgen auf. Den letzten beißen die Hunde.

Thomas Veit | Do., 9. April 2026 - 01:18

als Ministerin einen Amtseid auf die Bundesrepublik Deutschland leisten, wenn sie diesen offen brechen kann ohne jegliche persönliche Konsequenzen...!?? Im Gegenteil, sie fällt intrigant sogar noch nach oben... - an die Spitze der UN-Vollversammlung... ...!?? WAS denkt sich wohl Otto-Normalbürger bei solchen 'Leitfiguren'... ... ...??

Inkompetenz und Hybris als Lebensentwurf... - aber☝ erfolgreich, unterm Strich, muss man 'anerkennen'... ... 🤔

>> Deutschland unter der linksgrünwoken Ampel...

„Berufspolitiker“ ist meines Wissens der einzige Job, der bei beruflichen sehr großen, weittragenden Schäden & Verfehlungen gegenüber ihrem Amtseid, keinerlei rechtliche Folgen befürchten müssen. Deshalb ist er auch bei Abiturienten so beliebt und wird immerhin fürstlich vergütet.
MfG a d Erfurter Republik

Thomas Veit | Do., 9. April 2026 - 10:10

Antwort auf von IngoFrank

mal(!) treffen, eventuell auch mit negativen finanziellen Folgen für das Land - das passiert eben..., wie z.B. die Northvolt-Entscheidung Habe ja oder das teure Mout-Desaster eines Herrn Scheuer. Inkompetenz ist halt universell und auch nicht zwingend parteigebunden... 😉

Aber was Frau Baerbock hier hingelegt hat ist m.M. noch eine ganz andere Dimension: hier handelt es sich nach meiner Einschätzung um bewusstes gesetzwidriges Handeln zum Nachteil der Bundesrepublik Deutschland und zwar nicht nur im finanziellen Bezug. Sie hat über einen längeren Zeitraum bewusst Gesetze durch ihre Anweisungen gebeugt trotz zahlreicher sachkompetenter Hinweise und damit wissentlich! die innere Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland untergraben und u.a. langfristig destabilisiert...!!!

Ihr Amtseid bindet sie persönlich: "Schaden von der Bundesrepublik Deutschland abzuwenden" - DAS GEGENTEIL hat sie AKTIV! getan. DAS gehört vor Gericht - mMn., mindestens aber vor einen Untersuchungsausschuss. ☝😠

Die Frage ist, wie geht der Verursacher damit um und was haben die Fehler für Auswirkungen ?
Ein Mitarbeiter von mir setzte in ein Tonnen Schweres Betonteil die Anschlaganker schludrig ein. Unser Chef ging zufällig durch die Halle und bemerkte das und forderte den Mitarbeiter auf unverzüglich die Firma zu verlassen mit dem Hinweis, die schriftliche fristlose Kündigung wird nachgereicht. Was hätte passieren können ? wenn das Teil ausgeschalt wird, zum Zwischenlager transportiert, wieder Verlanden und letztendlich montiert wird ? Möglicherweise Tote ! Durchaus ein Fehler der Menschenleben hätte kosten können und mit dem Verlust des Arbeitsplatzes bestraft wurde.
I.ü. Ein heilsames Exempel…… was nie wieder vorgekommen ist !
MfG a d Erfurter Republik

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Frieda Frey | Do., 9. April 2026 - 09:03

Vielen Dank für diesen Bericht. Das sind sehr interessante Beobachtungen und gerade Erfahrungsberichte von vor Ort, wie von Herrn Klawitter, der noch mal einen tieferen Einblick in die dortige Gesellschaft, dank Sprachkenntnissen und langem Aufenthalt, hat, sind sehr wertvoll.
Die Fakten mit dem Aufnahmeprogramm kennen wir und es gibt da m.M. nichts hinzuzufügen. Für mich bleibt aber die große Frage, warum Baerbock so dahinter war bzw. welche Ziele diese NGOs verfolgen und wer sie ausser uns Steuerzahlern noch finanziert.

S. Kaiser | Do., 9. April 2026 - 13:31

Es ist mMn vollkommen legitim eine humanitäre Rettungsaktion für gefährdete Mitarbeiter aus Afghanistan einzurichten. Das aber nur unter der Voraussetzung einer gründlichen Sicherheitsüberprüfung.
Aber es mutet irrsinnig an, wie ein Land, das vor jedem technologischem Fortschritt Angst hat, KI reguliert, bevor sie überhaupt entsteht, eigene Atomkraftwerke abschaltet aufgrund eines Tsunamis auf der Rückseite der Erdhalbkugel und panisch in einer Virus-Pandemie einem fragwürdigen Gesundheitsminister Vertrauen schenkt, bar jeden Verstandes und ohne Ansehen der Person wildfremde Menschen ins Land winkt, deren Herkunftsländer eine geringe Übereinstimmung mit den eigenen Werten haben.
Angesichts der unfassbaren sicherheitspolitischen Laxheit ist den MA des AAs wenigstens die stetige Angst vor einem „zweiten Breitscheidplatz“ zu „gönnen“.
Im Sinne der Allgemeinheit aber muss man hoffen, dass sie nicht iwann „mit dem Wissen leben müssen, indirekt daran beteiligt gewesen zu sein“.