Corona-Beschlüsse in der Kritik - „Die Pandemiemüdigkeit ist mit den Händen zu greifen“

Die Corona-Beschlüsse der gestrigen Ministerpräsidentenkonferenz stehen in der Kritik. Der Epidemiologe Klaus Stöhr plädiert für den Blick über die Landesgrenze hinaus auf die Strategien der Nachbarländer.

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Die Bundeskanzlerin gibt die Ergebnisse der Bund-Länder-Konferenz bekannt / dpa

Autoreninfo

Sina Schiffer studiert an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn Politik und Gesellschaft und English Studies. Derzeit hospitiert sie bei Cicero. 

So erreichen Sie Sina Schiffer:

Klaus Stöhr ist deutscher Virologe und Epidemiologe. Er war Leiter des Globalen Influenza-Programms und SARS-Forschungskoordinator der Weltgesundheitsorganisation (WHO). 

Deutschland wird über Ostern in einen der schärfsten Lockdowns seit Beginn der Pandemie gehen. Ist die Strategie der Regierung aus epidemiologischer Sicht überhaupt zielführend? 

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Tomas Poth | Di, 23. März 2021 - 18:51

Pandemie das lassen wir mal sein, ich kenne immer noch keinen aus meinem großen Freundes/ Bekanntenkreis und deren Umfeld der Covid infiziert war. Vielleicht liegt es auch nur daran daß alle achtsam die Regeln einhalten oder auf Grund ihrer sportlichen Tätigkeit widerstandsfähiger sind.
Müdigkeit stellt sich bei mir nur ein ob des Umgangs/Berichtserstattung in den Medien mit Covid und der unsinnigen Verhaltensweisen/Maßnahmen unserer Regierenden.
Solange das so bleibt wird sich auch nichts mit der Zwangslähmung/Aussperrung unseres täglichen Lebens ändern.
Jetzt schon ein komplett verlorenes Lebensjahr, Knast mit gewissem Freigang für Lebensmitteleinkauf.

Rainer Mrochen | Di, 23. März 2021 - 19:35

Allein der Schlussteil zeugt für mich von einer gewissen Naivität. Der Herr Stöhr ist also verwundert das in so kurzer Zeit, soviel Impfstoff hergestellt worden ist und wird und das von unterschiedlichsten Herstellern. Na wenn man lange vorher weiss was auf einen zukommt, kann man sich gut vorbereiten. Diese Kanzlerin und die MP-Konferenz kommen mir mittlerweile vor wie die EX-DDR Volkskammer im Endstadium vor der Wende. Man will die Wirklichkeit nicht zur Kenntnis nehmen. Fakt ist: Deutschland ist nicht nur bei der Bewältigung Corona/Covid abgehängt, sondern manövriert sich innerhalb Europas auch links-politisch ins Aus. Das auch noch alles als Zahlmeister Europas. Im Rest Europas wird doch über soviel Unvermögen nur noch gelacht. Jetzt soll es mit der Brechstange gerichtet werden. Hier muss es zur Wende kommen.

Urban Will | Di, 23. März 2021 - 19:40

In meinem direkten familiären Umfeld hocken gerade zwei kerngesunde Kinder in Quarantäne, weil durch diese irrsinnige Massen – Testerei in den Schulen positive Fälle auftraten und man dann alle Kinder der gleichen Klasse, bzw. Betreuungsgruppe pauschal als Kategorie I – Personen einstufte.
Alleine in meiner Familie, innerhalb von zwei Tagen.
Was dieser Wahnsinn bundesweit auslösen wird, wenn demnächst „Testen“ sogar als eine Art Unterrichtsfach eingeführt wird, kann man sich denken.
Die Inzidenz wird in die Höhe schießen, unsere Stümper – Regierung wird sich bestätigt sehen, die „Dritte Welle“ wird alles überrollen. Ein Verbrechen an den Kindern.
Herr Stöhr und alle, die ihre Sinne noch beieinander haben: Machen Sie weiter Dampf, schreiben Sie gegen diesen Wahnsinn an, nicht nur gegen diese Testungen, sondern gegen diese ganze sinnentleerte Corona – Politik.
Diese Obrigkeit hockt mit Scheuklappen im rasenden Zug auf dem Weg zum Prellbock aber keiner sieht sich genötigt, zu bremsen.

was Sie mit infizierten, gleichwohl symptomfreien Kindern - oder Erwachsenen - machen würden. So tun, als wäre nichts? Wollen Sie ernsthaft behaupten, Infizierte, die keine Symptome haben, könnten keine anderen Menschen anstecken, die dann möglicherweise - in letzter Konsequenz - daran sogar versterben können?

Immer nur dagegen sein, ist bequem. Besonders wenn Massnahmen von einer verachteten Regierung kommen.

Umfrangreiches Testen lehnen Sie also auch ab? Interessant.

Natürlich werden dadurch die Infektionszahlen in die Höhe schiessen. Und die Infizierten müssen danach selbstverständlich in Quarantäne.
Nur mit Testen, Einhalten der Sicherheitsregeln und Impfungen wird eine Verbesserung der Situation zu erzielen sein. Und erst, wenn die Zahlen runtergehen, kann man auf den Shutdown verzichten.

Kleinreden, Leugnen, Demonstrieren, oder absurde Aussagen, Corona wäre gesellschaftlich irrelevant, da nur für ein paar Alte gefährlich, sind keine wirksamen Mittel zur Pandemiebekämpfung.

Ich rede von symptomfreien Kindern, die „auf Verdacht“ getestet werden m ü s s e n (laut neuester Anordnung und im Falle meiner Tochter sogar dreimal), weil in ihrem Umfeld jemand positiv war, nicht von positiv Getesteten ohne Symptome. Letztere sollten durchaus in Quarantäne, nicht aber einen Rattenschwanz nach sich ziehen. Sie haben offensichtlich keine Kinder und keine Ahnung, was man denen mit Dauer - Quarantäne antut.
Die derzeitige Strategie, der auch meine Tochter (und ihre Cousine) zum Opfer fiel, wird zu massenhafter Zwangs – Quarantäne vieler Kinder führen, aus der sie sich nicht mal „frei testen“ können.
Ja, ich lehne, wie der Autor auch, massenhafte Tests „auf Verdacht“ in Schulen ab, da die Folgen unabwägbar sind. Wer Angst hat und sich schützen möchte, kann sich selbst isolieren, Abstand halten, etc., niemand hindert ihn daran. Aber Millionen von Kindern nun in „Vorsorge – Haft“ zu nehmen, weil vereinzelt positive Tests auftreten, ist der reine Wahnsinn.

Ich vergaß bei der Antwort an Herrn Lenz im ersten Satz zu präzisieren, dass neben den Zwangstests eben auch – unabhängig vom Testergebnis – eine sofortige 14 – tägige Quarantäne angeordnet wurde, aus der, wie dann weiter unten beschrieben, man die Kinder nicht mal „frei“ testen kann.
Meine kerngesunde Tochter hockt jetzt also 14 Tage daheim.

Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie das noch veröffentlichen könnten.

Fritz Elvers | Di, 23. März 2021 - 21:03

Michael Müller erzählt einen Auflockerungswitz. Die Kanzlerin ist not amused.

Peter Sommerhalder | Mi, 24. März 2021 - 10:00

In reply to by Fritz Elvers

Was mir auch noch auffällt:
Wie oft Müller überhaupt zu sehen ist, Zufall?
(für mich ist Müller ein ganz unangenehmer Zeitgenosse...)

Gerhard Schwedes | Mi, 24. März 2021 - 07:53

Zitat: "Pandemiebkämpfung heißt, immer differenziert zu bekämpfen." Die politische Reaktion auf die Pandemie ist doch nur ein Spiegelbild der Merkelschen Politik und der Politik der Altparteien der vergangenen Jahre. Fast könnte man dem Virus dankbar sein, dass nun der CDU-Grünen-SPD-Dilettantismus brutal ans Tageslicht gezerrt wird. Was für ein Unglück für dieses idelogische Dreieck, dass man der Pandemie nicht einfach mit der Nazikeule begegnen kann. Im Osten hat man dies ja ansatzweise versucht, was leider aber nicht so recht verfangen wollte. Als nämlich in Thüringen die Inzidenzzahl stieg, war das "höchst intelligente" Argument zu vernehmen, es könne da einen Zusammenhang zwischen den rechten Ossis und der ungünstigen Pandemiestatistik geben. Und jetzt steht man auf einmal wie der Kaiser ohne Kleider da, wo doch das Volk und die Wähler so tapfer an die wunderschönen Kleider der grün-roten Kanzlerin und ihrer Entourage geglaubt haben. P. s: Absurdes grünes Wahlprogramm lesen!

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi, 24. März 2021 - 10:02

inwiefern sind das Erkrankte und wie sehr können sie Andere noch anstecken?
Können die eine hohe Viruslast im Atem haben, ohne Krankheitssymptome zu haben und könnte eine evtl. geringe Viruslast, die sogar weitergegeben würde, nicht eine ähnliche Wirkung haben wie eine Impfung, d.h. die Anderen immunisieren, ohne dass diese schwer erkranken?
Läuft das so nicht in der Natur ab?
Es wäre dann wirklich nur wichtig, die Vulnerablen zu schützen und AHA-Regeln zu befolgen, bis man geimpft wurde?

ursula keuck | Mi, 24. März 2021 - 11:11

Die völlig unfähige Ministerriege unter der Leitung von Dr. Merkel operieren alle 3 Wochen am offenen Herzen, und zwar mit fatalen Diagnosen für die deutsche Volkswirtschaft.
Ganze Branchen werden Vernichtet, abertausende Existenzen, von den Millionen Arbeitslosen ganz zu schweigen. Dazu stürzen wir unsere Nachkommen in eine Schuldenfalle, deren Tilgung sie niemals erwirtschaften können.
Anstatt intelligente Projekte Konzepte vom „Ressortleiter WIRTSCHAFT - an zu anfertigen und damit teilweise den harten Lockdown (ZUSPERREN) zu entkrampfen, lässt sich Altmeier durch fragwürdige Informationen und zweifelhaften Zahlen aus dem Gesundheitsministerium beeinflussen.
Wir brauchen dringend einen Wirtschaftsminister, der diesen Namen auch verdient.
Impfen, Impfen die Wunderwaffe gegen Corona. Jedoch was geschieht wen neue Corona –Mutationen auftreten und der Impfstoff dagegen keine Wirkung zeigt – weiterhin EINSPERREN, wer soll das bezahlen?

ursula keuck | Mi, 24. März 2021 - 11:13

Deshalb brauchen wir sofort einen „Krisenstab Wirtschaft“ unter Leitung des anerkannten in Wirtschafts- und Finanzfragen Experten: „Friedrich Merz“.
Jedoch Dr. Merkel hat Persönlichkeiten in autorisierten Positionen nie ertragen.
Pläne, Konzepte, Projekte. Vorsichtsmaßnahmen, Anregungen, Beschleunigungen, ist das Gebot der Stunde um das das Aussperren/Einsperren zu entschärfen.

Wer wird den Beschleunigt & gefördert?

Ich betätige mich mal als Hellseher:

Die BIG-BIG Unteenehmen, die bereits voriges Jahr Rekordgewinne erziehlt haben.
Die Giganten im Lebensmittelbereich & der Pharmaindustrie. Der Staat & seine Säulen sowie so.
Die Börsennotierten Unternehmem, die ihren Hauptsitz auf der Insel. Nirgendwhoa haben & keine Steuern bezahlen, damit wiederum diese sich ein Herr von Rechtsanwälten & Lobbyisten halten & in Stellung bringen können, damit auch wirklich der Demokratie & Solidarität auf die Beine geholfen werden kann, ähnlich wie bei den Gewerkschaften.

Wer genauer hin sieht, kann erkennen, dass wie immer der "Kleine" die A-Karte gezogen hat, während die Großen ... .

Aber das war schon früher so.
Geld sucht sich Geld.

Weil er lange für Black Rock gearbeitet bzw. dort einen Posten innehatte? Alles, was ich von ihm zum Thema "Zukunft" jemals vernommen hatte, war, dass die Deutschen länger arbeiten sollten, bevor sie Rente beziehen und dass die Renten in D höher besteuert werden müssten. Ansonsten kann er doch nur die Augenbrauen hoch ziehen – im Großen und Ganzen also etwas aktiver als P. Altmaier, da haben Sie natürlich recht.

Und wo damals Internet/Wikipedia im großen Stil auf kam, konnte man über ihn lesen, wesentlich über 10 Posten in Aufsichtsräten & & & mit einen Jahreseinkommen, was viele nicht einmal in ihren ganzen Leben bekommen.
Ein ganz armer, bescheidener Mensch, der noch Nachts zum Geschäftsessen arbeiten musste.
Großmutter hätte gesagt: Hans Dampf in allen Gassen.