- Sahra Wagenknecht hat verstanden
Das BSW steckt in der Krise. Doch es wäre verfrüht, ihm eine politische Zukunft abzusprechen. Vor allem muss die Partei ihren „Linkskonservatismus“ konsequent fortsetzen. Sahra Wagenknecht hat das verstanden.
Die Parteigründerin tritt ab, aber nicht zurück. Sie zieht dorthin weiter, wo Politik interessanter ist als im Tagesgeschäft: an den Ort, an dem Grundsätze geklärt, Programme geordnet werden und der eigene Anspruch neu gefasst wird. In der eigens für sie geschaffenen Grundwertekommission soll nun entstehen, was der Partei bislang fehlte: ein in sich schlüssiges Narrativ. Sahra Wagenknechts Rückzug von der Parteispitze wurde auf dem jüngsten Bundesparteitag des BSW zementiert und das Bündnis folgerichtig umbenannt.
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Einem Erfolg des BSW stehen nur Wagenlenker Oskar und Tiktok Heidi im Weg. Die LINKE profitiert vom Kultstatus der Videoclip-Politikerin Reichinnek bei den Jungwählern und Lafontaine hat eine tiefe Abneigung gegen Pragmatismus. Herr De Masi könnte insbesondere durch sein Engagement bei der "Bürgerbewegung Finanzwende" einen glaubwürdigen Politikansatz verkörpern. Die sich verschärfenden Verteilungskonflikte und das Negativbeispiel "Finanzmarkt USA" wären durchaus für ein Wählerpotential deutlich über 5% prädestiniert. Das absolut nachvollziehbare Wagenknecht-Trauma, wegen 9.500 Stimmen eine völlig andere Zusammensetzung des Bundestags verpasst zu haben, könnte dann therapiert werden.
nicht so kritisch. Man muss seine Meinung(en) nicht teilen, hört man sich aber seine Reden und Interviews der letzten 10 Jahre an, so sind sie von 100%-iger Klarheit und Argumentationskraft - da ist nichts 'wischi-waschi'... ... (zuletzt Lafontains Abschlussrede auf dem BSW-Gründungsparteitag - auf YT)
... ein guter, sachlicher Kommentar zu einem guten, sachlichen Artikel von Herrn Patni. Beides zusammen Cicero at its best.
Das BSW sollte meines Erachtens "von den Fußballern" lernen - lange rumzujammern, dass der Schiri falsch gepfiffen und der Videoschiri nicht eingegriffen hat, bringt nix im Gegensatz zu das nächste Spiel gewinnen.
Wenn Herrn Patnis Mutmaßung stimmt, macht sich vielleicht, um im Bild zu bleiben, die neue BSW-Sportdirektorin Sahra W. an die wichtigsten Maßnahmen diesbezüglich "ran" (wenngleich sie kaum je in der gleichnamigen Sportsendung Sonntag Vormittag genauer dazu interviewt werden wird! :-)
Nun ja, seht man sich die Zahlen in Thüringen nach der LT Wahl 24 an, stellt man fest, das BSW erreichte 15,8 % als drittstärkste Kraft nach AfD, & CDU. Nach letzte Umfrage 9/ 25 liegt es auf Platz 4 nach AfD 37%, CDU 25%, SED Erben 14%,BSW 9%, SPD 7% und hat somit rd. 7% Verlust einerseits und ist andererseits die Partei mit den stärksten Verlusten. Dabei sind die Diskussionen um Name und neuem Führungspersonal nicht mit eingeflossen. Bedenkt man an den Verlust der „Strahlkraft“ Wagenknechts sind da m M noch einige Prozente Verlust drin. Auch die Aussage S.W. Nicht mehr als AfD Verhinderungspartei in Koalitionen zu gehen, dürfte die „harten“ Kommunisten ebenfalls verschrecken die das BSW in der Vergangenheit wählten.
Somit sehe ich das BSW weiter auf absteigenden Ast……
MfG a d Erfurter Republik
