AfD
Mann mit AfD-Weste auf einer Kundgebung in Ludwigshafen / picture alliance / CHROMORANGE | Udo Herrmann

Umgang von CDU/CSU mit der AfD - Die Union ist die Brandmauer, findet Merz – und klingt wie die Linksjugend

Sogar der Vollblut-Merkelianer Peter Tauber wirbt jetzt für einen neuen Umgang mit der AfD. Doch der Bundeskanzler setzt als CDU-Chef lieber auf die linke Paradedisziplin „Mehr vom selben“. Nicht die einzige Baustelle des Friedrich Merz im Moment.

Ben Krischke

Autoreninfo

Ben Krischke ist Leiter Digitales bei Cicero, Mit-Herausgeber des Buches „Die Wokeness-Illusion“ und Mit-Autor des Buches „Der Selbstbetrug“ (Verlag Herder). Er lebt in München.

So erreichen Sie Ben Krischke:

Dieses Wort gefällt mir nicht, aber wenn Sie es schon verwenden, dann sage ich: ‚Wir sind die Brandmauer!‘“, lässt Bundeskanzler Friedrich Merz wissen. Gesagt hat er diese Worte während einer Pressekonferenz bei seinem Antrittsbesuch beim brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD). Dem vorausgegangen war die Frage eines Journalisten, wie es bei der Union um etwaige „Auflösungserscheinungen hinsichtlich der sogenannten Brandmauer wohl bestellt sein mag. 

Cicero Plus

Ohne Abo Lesen

Mit tiun erhalten Sie uneingeschränkten Zugriff auf alle Cicero Plus Inhalte. Dabei zahlen Sie nur so lange Sie lesen – ganz ohne Abo.

Bei älteren Beiträgen wie diesem wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen. Wir bedanken uns für Ihr Verständnis.

Markus Michaelis | Mi., 15. Oktober 2025 - 14:44

Das Problem ist nicht, ob man die AfD (und allgemein "Rechtspopulisten") mit irgendwas auf- oder abwertet. Das sollte nicht die eigentliche Zielsetzung sein. Aus meiner Sicht gibt es die AfD so nur, weil Gesellschaft, Europa und die Welt sich sehr ändern und unsere gesellschaftliche Mitte darauf bisher keine Antworten hat, oft noch nicht mal die Fragen stellt. Man klammert sich an alte Gewissheiten, die so nicht weiterbestehen werden.

Man grenzt sich zwanghaft von der AfD ab, traut sich dann nicht mehr anderen Akteuren zu widersprechen in der politischen Diskussion (weil man es sich nicht mit allen gleichzeitig verscherzen kann), weswegen wirkliche Diskussionen, die der Größe der Veränderungen entsprechen, nicht in Gang kommen. Man stellt nur fest, dass die AfD keine oder schlechtere Antworten hat, aber dass man selber auch keine Antworten und oft noch nicht mal die Fragen hat, geht dann unter.

Da sehe ich das eigentliche Problem.

Die Mitte ist geblieben, sie ist nicht verrückt und ist und bleibt der „Mittelpunkt“
Nein die aus der Mitte des Volkes gewählten etablierten Parteien und derer Einzelkandidaten haben die „Mitte“ verlassen und tummeln ich alle samt in einem Segment, die der Mitte entrückt ist.
In diesem großen Segment finden sich alle etablierten Parteien, außer den SED Erben, die noch nie zur Mitte zählten, weil die immernoch den Sozialismus fröhnen. Damit wurde die Mitte luftleer, ideenlos praktisch nicht mehr existent.

Nach dem die € Kritik der neu gegründeten AfD niemand ernst nahm ( hätte man aber im Nachhinein mehr als tun müssen !) und Merkel die Union auch noch zu links grün trieb, waren die Wähler der Mitte pö a pö politisch heimatlos. Da einige Gründer & viele Mitglieder ehemalige Unions- Anhänger waren, das Jahr 2015 mit der ungebremsten Migration ihr übriges tat, sehen wir 10 Jahre später die AfD gleichauf m d Union. 40% AfD in SA v heute spricht Bände….,
MfG a d Erf.Republik

Ich reite gerne auf "der Mitte" herum, weil es aus meiner Sicht eine selbsterklärte "Mitte" gibt, die sich denke ich schon aus einer früher mal breiten "Mitte" rekrutiert, aber inzwischen auch nur noch eine Strömung unter mehreren ist, aber im Selbstbild noch alle grundlegenden Werte und Menschen vertreten will. Da klafft aus meiner Sicht eine Lücke.

Umgekehrt glaube ich aber auch nicht, dass es jenseits dieser "weltoffenen Mitte" eine "wahre, andere Mitte" gibt, die irgendwie konservativer denkt. Je nach konkreter Fragestellung gibt es das sicherlich. Aber so insgesamt sehe ich auch da keine ganz breiten Mehrheiten mehr für eine umfassende politische Linie.

Das Hauptphänomen ist glaube ich das Zerfallen der Gesellschaft in Strömungen, die umso unverträglicher sind, je genauer man konkrete Fragen stellt und es zu konkreten Entscheidungen kommt. Einigkeit gibt es mehr, solange es schwammig und unverbindlich bleibt.

Christoph Kuhlmann | Mi., 15. Oktober 2025 - 14:59

Wenn das mit der Koalition so weiter geht, werden auch keine Grenze dicht Forderungen und Entwicklungshilfe halbieren mehr geglaubt. Bis jetzt liegt die AfD in den Umfragen lediglich 2 % vor der CDU. Der Vorsprung müsste noch deutlich wachsen und dann macht sich die CDU mit der Brandmauer einfach lächerlich.

Thomas Hechinger | Mi., 15. Oktober 2025 - 15:26

Die strategische „Brandmauer“-Dummheit von CDU und CSU ist nur noch mit der Dummheit der Trojaner, die das Pferd vor den Toren der Stadt für ein Geschenk der Götter hielten, zu vergleichen. Die „Brandmauer“ nimmt knapp vor dem Danaer-Geschenk den 1. Platz ein. Herzlichen Glückwunsch, Herr Bundeskanzler!

ACHTUNG! An alle CDU-ler*innen, die wo eventuell hier lesen: Bitte dem Friedrich unbedingt schnellstmöglich mitteilen, dass dieses Mal das Holzpferd eine 'Brandmauer' ist - das ist wichtig!!

/Ironie

Christa Wallau | Mi., 15. Oktober 2025 - 15:29

Er ist leider ein eitler Gockel.
Das könnte uns völlig egal sein, wenn er weiterhin bei Blackrock arbeitete und nicht Kanzler wäre.
So jedoch ist sein ganz persönliches Problem auch u n s e r Problem!
Es ist immer wieder erstaunlich festzustellen, wie sehr die Charaktereigenschaften eines einzelnen Menschen in führender Position das Weltgeschehen beeinflussen.
Man kann z. B. gerade erkennen, wie ausgerechnet die "Dealer-Mentalität" u. die Grobschlächtigkeit eines Donald Trump Wunder vollbringen in einem Konflikt, der von anderen Politikern bisher nicht bewältigt wurde.
Gleichzeitig sieht man an Merz, wie katastrophal sich sein Realitätsverlust u. seine Selbstüberschätzung auf Deutschland auswirken, das im freien Fall begriffen ist.
Es ist allerhöchste Zeit für eine Rebellion g e g e n die Brandmauer in der CDU, wenn die Partei nicht den Weg ihrer italienischen Schwester gehen will und - Viel wichtiger! -
wenn noch irgendwas in Deutschland vor dem Verderben gerettet werden soll.

Frau Weidel in einem Interview mit Roger Köppel von der „Weltwoche“ in ihrer unnachahmlich charmant-zurückhaltenden Art: „Ich halte Friedrich Merz für absolut blasiert und ungeeignet. Ich halte ihn auch nicht für sonderlich intelligent.“

S. Kaiser | Do., 16. Oktober 2025 - 13:22

Antwort auf von Thomas Hechinger

Auch Vera Lengsfeld (CDU, ehemalige Bürgerrechtlerin) gibt sich null von der schlechten „Performance“ von Merz überrascht. Sie meinte, jedem, der Merz vor seinem Ausscheiden aus der Politik, als Fraktionsführer erlebt hätte, wäre schon damals klar gewesen, dass er „butterweich“ sei, und bei jedem Widerstand nachgeben würde.
Man kann sich nur wundern: Hat sich in der Vergangenheit jemals ein Kanzler einer breiten Öffentlichkeit gegenüber so schnell diskreditiert und entblößt? Hat die CDU das nicht kommen sehen? Ich denke nicht, dass sich bei Scholz im Vorfeld ähnlich viele falsche Vorstellungen gemacht hatten. Scholz umwehte auch als Kanzler das, was er in seinen vorherigen politischen Rollen war, die Aura eines uncharismatischen, grauer Apparatschicks.
Für viele Merz-Anhänger muss es bitter sein mitanzusehen, wie dieser sich Tag um Tag um Kopf und Kragen redet, und sein rapider Ansehens- und Bedeutungsverlust nicht mehr zu kaschieren ist.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi., 15. Oktober 2025 - 15:30

rote Linien ist, dann muss man vlt. nicht befürchten, dass Frau Merkel "bedenklich den Kopf schüttelt", sicher wäre ich da aber nicht.
Andererseits ist es taktisch sicher nicht verkehrt, jetzt wohl "Vertraute" Merkels mitsprechen zu lassen.
Sie selbst trifft evtl. nur noch begrenzt auf "Standing Ovations" und was wird dann aus ihrem Erbe in der CDU?
Für mich wiegt dennoch sehr schwer, dass Frau Prien gar ans Auswandern denkt, sollte es einmal einen AfD-Ministerpräsidenten geben.
Da dürfte sie nicht die Einzige sein...
M.E. hat die Merkel-CDU die AfD groß werden lassen durch vlt. unbedingte und eher erratische politische Profilierung.
Ich weiss bis heute nicht, wofür Frau Merkel stand und steht.
Da bin ich evtl. auch nicht die Einzige.
Schön, wenn also jetzt "Merkel-Epigonen" in die Debatte eingreifen und wirklich sehr schwierige Verhältnisse für die CDU mithelfen zu klären.
Ich weiss nicht, ob es "moderate" Stimmen auch in der SPD gibt.
Es ist wirklich sehr schwierig derzeit...

aus der CDU "Flüchtende oder gar Ausgestoßene" zu retten oder auch nur aufzufangen.
So gesehen wäre ich wirklich erleichtert, wenn sich die CDU, aber auch die FDP dieser Problematik ohne "Kampfmontur" annähmen.
Frau Merkel schien mir auch vielleicht zu empfindlich in ihrem evtl. "Kampf gegen Rechts", ja, ich hatte das politische Gefühl, dass sie darin doch noch zu sehr der DDR verbunden war oder vielleicht einem Bedürfnis gehorchend, in der DDR auch immer richtig gehandelt zu haben.
Ich sehe aber seit ihrem "Abschied" von der Politik vermehrt die Möglichkeit, über manche Punkte sprechen zu können.
Wo sah ich persönlich die Aufgabe der SPD?
Darin, einer möglichen Stigmatisierung der Linken durch den Fall der Mauer und die friedliche Revolution entgegenzutreten.
Das ist mehr als gelungen, zumal der evtl. teils "überdimensionierte Kampf gegen Rechts" ihre gesellschaftliche Notwendigkeit und politische Berechtigung klar zutage treten liess.
Etwas krass, aber nicht selten auch überzeugend.

nach dem Spenden"skandal" und dem Tod seiner ersten Frau.
Kohl hatte Fehler gemacht, war aber m.E. von Kopf bis Fuss CDU/CSU.
Da frage ich mich dann doch, was Merkel war und ist?
In meinen Augen jedenfalls nicht die Richtige für die CDU und auch nicht die Richtige für den politischen Dunstkreis von CDU/CSU, die sogenannten Rechten, die in der alten Bundesrepublik zumeist integriert waren.
Ich glaube, dass Kohl das sehr klar gesehen hat, später.
Ich bin aber, vielleicht aus historischen Gründen heraus, nicht in der CDU, "beurteile" also sehr von außen und kann irren.
Das Problem für die SPD nach der Wende war vlt., dass es in der DDR die Zwangsvereinigung "durch" die Kommunisten gab.
Ich bin keine Kommunistin, sehe aber deren historischen "Krisenwert", wie aber auch den der Faschisten.
Für mich gab es also kein Zurück "in die DDR", wohl aber das Offenhalten unserer verfassten parlamentarischen Demokratie für die Linken und also deren aktive Integration.
Das muss auch die AfD leisten..

Thomas Hechinger | Mi., 15. Oktober 2025 - 16:44

„Für mich wiegt dennoch sehr schwer, dass Frau Prien gar ans Auswandern denkt, sollte es einmal einen AfD-Ministerpräsidenten geben.“

Diese Aussage von Frau Prien demonstriert eine bodenlose Verachtung der Demokratie. Wenn das Volk nicht so wählt, wie ich will, dann bin ich weg. So sagt sie es doch in anderen Worten. Wenn Frau Prien ein Segen für dieses Land wäre, hätte diese Drohung immerhin ein gewisses Erpressungspotential. Da aber ihr Wirken Deutschland enorm schadet, bekommt sie eher einen Drall ins Lächerliche. Soll sie doch gehen, möchte man ihr hinterherrufen.

Maria Fischer | Mi., 15. Oktober 2025 - 16:46

„Wer hier nicht für Angela Merkel ist, ist ein Arschloch und kann gehen.“

Tauber ist ein Merkel U-Boot. Es gibt Aussagen die unverzeihlich sind.

Urban Will | Mi., 15. Oktober 2025 - 17:11

wie sagt man? Alle Tassen im Schrank, alle Latten am Zaun, oder...Sie wissen schon.
All diese Lügen,all die Wahlversprechen, an die er sich plötzlich nicht mehr erinnert,bzw. behauptet, das sei so nicht gesagt worden. Dieses Geschwafel allenthalben,sein blödes Gelache bei Miosga, als er – auf die Frage, ob die Streichung von Pflegestufe I auf dem Tisch liege – dümmlich lachend behauptete, dies liege nicht auf dem Tisch... was aber nicht bedeute, dass man nicht darüber rede... hahaha.
Dieser Geck ist so in sich selbst und seien Thron verliebt, dass er nicht mehr merkt, dass er sich zum Deppen der Nation und der ganzen Welt gemacht hat. Saß nun in Scharm El-Scheich in d hinteren Reihe bei den Topfpflanzen (genau dort gehört er hin, hat doch D absolut nichts zum Abkommen beigetragen, im Gegenteil...)
Merz ist schneller als jeder Kanzler vor ihm zur Belastung geworden. Zum Gespött. Niemand, nicht mal der letzte Spatz auf dem Baum vor seinem Kanzleramt, nimmt den noch ernst.
Der kann weg.

Stefan | Mi., 15. Oktober 2025 - 17:14

... ist bekanntlich noch kein Kraut gewachsen,sagt der Volksmund und das zurecht !!!
Zitat:
Und man fragt sich wirklich, warum sich Friedrich Merz das Leben mit Aussagen wie „Wir sind die Brandmauer!“ dann auch noch unnötig selbst schwermacht. Gut möglich, dass er das selbst nicht weiß.

IngoFrank | Mi., 15. Oktober 2025 - 17:16

Vasallen Merkels. Generalsekretär der CDU vor und nach der Massenflutung deutscher Sozialsysteme durch Wirtschaftsasylanten einhergehend mit der „erblühen“ der AfD ….. heraus aus der 3% Bedeutungslosigkeit.
Danach Staatssekretär unter Flinten- Uschi im Verteidigungsministerium. Heute Lobbyist.
Und ausgerechnet der hat jetzt sooo viel Kreide gef…ressen, Ich lach mich schlapp !
War es nicht Tauber der bei Merkel punktete mit der These, die „AfD erledigt sich von selbst ?“
Tja Pustekuchen, so kann man sich irren !
Das auf Grund der Umfragewerte der AfD, die Diskussionen im AdenauerHaus n o c h hinter vorgehaltener Hand im vollem Gang sind, dürfte feststehen. Und Söder wird seinen „Parteifreunden“ der CDU wöchentlich vorrechnen, wo die CDU als Einzelpartei denn momentan steht und Merz mit seiner 20% Partei den allerletzten Nerv rauben …..
Das des Merzens Nerven nicht zum Besten bestellt sind mit einma Hot & einmal Hüh und dann Hotehüh, ist fast täglich zu erleben.
MfG a d Erf. Rep.

Urban Will | Mi., 15. Oktober 2025 - 17:26

Prien – die ich für eine reine Show halte – würde sie dann in Erwägung ziehen, wenn die AfD den Kanzler stellt. Ansonsten müsste sie so langsam mal anfangen, ihre neue Bleibe zu suchen, denn den ersten AfD-MP werden wir wohl bald haben. Nennt sich Demokratie, Frau Sehrt-Irrek. Das Volk entscheidet. Das mag Frau Prien anders sehen und wenn sie denn geht – nach Israel, wie ich nachlesen konnte, wo sie als Frau mit jüdischen Wurzeln bereits heute weit sicherer leben würde als in Berlin, aber nicht wegen der AfD, sondern wegen der Zuwanderung,die sie selbst befürwortete, welch ein Hohn!! - dann weine ich ihr gewiss keine Träne nach.
Wer wirklich in einer AfD-Regierung eine Gefahr sieht, der hat entweder nichts kapiert, redet dem Mainstream das Wort oder ist ein Meister in Geschichtsklitterung. Suchen Sie es sich aus.
Merkels (mittlerweile auch Scholz' und Merz') Friedhof ist bedeutend größer als der aller DDR-Staatsratsvorsitzenden zusammengenommen. Vergessen Sie das bitte nicht.

Theo Lackner | Mi., 15. Oktober 2025 - 17:38

Der Kanzler Merz ist vermutlich bereits auf dem Weg zum politischen Aus. Mehrfach der Unwahrheit (um nicht "Lüge" zu sagen) überführt, von seinem Koalitions-"Partner" über den Tisch gezogen, strategisch und taktisch unbedarft - das wird nichts mehr. Es ist nur noch die Frage, ob die Union jetzt schon die Reißleine zieht oder sich noch ein paar Jahre quält.

Sie braucht einen neuen Ansatz, den Wiederaufbau des klassischen, die Demokratie wirklich stabilisierenden Antagonismus von rechts gegen links. Entweder jetzt in eigener Kontrolle, oder bald als Juniorpartner der AfD. Die Realität zwingt sie langsam, aber sicher dazu.

Elisa Laubeth | Mi., 15. Oktober 2025 - 17:40

Es soll eine Aussage der Exkanzlerin gegeben haben mit der sie die Kandidatur Merzens mit den Worten: „er kann es nicht“ kommentiert haben soll. Je länger die Tragöde in Berlin läuft, um so mehr kommt man zu dem Schluss, da könnte sie recht gehabt haben.
Bis jetzt sind alle beschlossenen Maßnahmen, bis auf die unsägliche Mütterente, SPD pur. Merz lässt sich permanent von Klingbeil und Bas übers Ohr hauen und austricksen. Das Vorgehen bei Bürgergeld, Rente und Wehrpflicht ist reine Provokation. Die Selbstachtung der CDU Parlamentarier wird permanent herausgefordert. Lange geht das nicht mehr gut.
Merz fehlt der Instinkt für Machtspielchen. Klingbeil ist und bleibt ein Linker, er hofft auf Neuwahlen und eine rot-rot - grüne Regierung. Dafür kauft man jetzt Stimmen bei den Transferempfängern aller Couleur. Das ist das wahrscheinlichste Szenario.

Immerhin hat Frau Prien dann einen guten und keinen vorgeschobenen Grund auszuwandern. Dann wird der
linke Antisemitismus Staatsdoktrin.

Gabrielle Schachler-Bukies | Mi., 15. Oktober 2025 - 17:54

Von Guttenberg war nicht Aussenminister, sondern Verteidigungsminister.

Wolfgang Borchardt | Mi., 15. Oktober 2025 - 19:00

ein Symptom schlechter Politik, die indes von den Verantwortlichen für gut gehalten wird, weil sie "i h r e r " Demokratie und ihrem Machterhalt dient. Das ist nicht nur unklug, sondern befeuert den Niedergang des Staates und den Aufstieg der AfD. Denn eine andere, alternative Opposition gibt es nicht mehr, seitdem die FDP so schmählich versagt und der grundgesetzlichen Demokratie damit schweren Schaden zugefügt hat. Die Laus SPD im Pelz der CDU wird die notwendigen Veränderungen zu verhindern wissen und so geht der Krug weiter zu Wasser, bis er bricht. Wie die Geschichte belegt, hat D Freude daran, die Wege bis zuletzt und in die Katastrophe zu gehen.

wird Deutschland damit zum 2-Parteien-System, sollte diese Entwicklung nicht durchbrochen werden. Vorbild USA, könnte die jetzige Misere der "zu viele Parteien" beenden. Wie es danach weitergeht ist offen, da die Parteien dies ja freiwillig tun. Niemand bindet diese an eine Brandmauer und mit der 5 Prozent Hürde ist eine schon recht mächtige Barriere gegen die weitere politische Zersplitterung vorhanden. Soviel zu Weimar...

Hans-Hasso Stamer | Mi., 15. Oktober 2025 - 20:35

Es ging darum, dieses Land nach links zu rücken. 2015 machten alle Medien einen scharfen Schwenk nach links. Aber der Wähler blieb auf geradem Kurs in der Mitte.

Deshalb wird seit dieser Zeit gegen den Wähler gekämpft und alles rechts der Mitte wird als rechtsextrem diffamiert.

Entweder die CDU findet jetzt den Mut, sich dieser virtuellen Linken Macht, die nicht die Mehrheit in der Bevölkerung hat, zu widersetzen oder sie wird im nächsten Jahr dazu gezwungen. In der letzten Umfrage von Insa hat die AfD in Sachsen-Anhalt 40 %.

Die Zukunft des gesamten Landes steht auf dem Spiel. Wer jetzt an Machtspielen festhält, gefährdet diese sowie die eigene Existenz.

Treffender Kommentar.
Leider interessieren die 'Regierenden' sich nicht für die Zukunft dieses Landes, sondern nur für ihre Machtspielchen. Siehe Hamburg überlassen sie die Zukunft völlig wahnsinnig gewordenen Playern. Es wird immer wünschenswerter: nur die AfD kann noch helfen. Wer hätte das gedacht.

Gisela Hachenberg | Mi., 15. Oktober 2025 - 21:09

Endlich wieder ein Beitrag von Ihnen, lieber Herr Krischke!! Ich hatte schon befürchtet, dass Sie uns „abhanden gekommen wären“ … In welche Richtung will ich jetzt nicht weiter ausführen. Ich greife Ihren letzten Satz über Merz „Gut möglich, dass er das selbst nicht weiß„ auf, und sehe das auch so. Er schwadroniert immer noch über seine „Brandmauer“, die aber an einigen Stellen bröckelt. Wenn
sogar schon der Merkel-Jünger Tauber sagt, dass man darüber reden muss, dann heißt das schon was. Aber Merz ist so gehypt von seinem Kanzler-Sein, dass er nur noch über allem schwebt. Er will eine Gaza-Aufbau Konferenz abhalten (wo???), Millionen bereitstellen für einen Wiederaufbau von Gaza , der noch in den Sternen steht, und, und. Er hat noch nicht geschnallt, dass er, die BRD und Europa nur Zaungäste sind bei der Israel/Gaza Regelung. Dafür haben er und die „lame ducks“ Macron und Starmer, im Vorfeld falsche Prioritäten gesetzt. Europa ist nur noch eine kleine Nummer.

Gisela Hachenberg | Mi., 15. Oktober 2025 - 21:25

Weiter in meinem Kommentar: Ist auch gut so. Dann sehen diese 3 Politclowns endlich, wo sie hingehören. Natürlich wollen sie das nicht wahrhaben. Aber Trump, Israel und die arabischen Staaten werden ihnen das schon klarmachen. Ansonsten, so schreiben Sie zurecht, hat Merz momentan nicht die besten Karten. Der „sensible“ Lars (!), die SPD Linken, und die Junge Union machen ihm das Leben schwer! Na sowas! Dachte er doch, er sei jetzt der große Kanzler, und alle folgen ihm treu und brav. Bei Merkel war‘s doch so! Aber nein! Man weiß, er gibt etwas von sich, ohne zu überlegen, und rudert am nächsten oder übernächsten Tag zurück! Diese Schwäche nützen seine Gegner aus. Man kommt zu dem Schluss: Es hat sich nichts geändert. Wie bei der Ampel wird gestritten, gelogen, gelabert. Und nichts ändert sich. Doch Pardon: Jeder kann jetzt sein Auto digital anmelden. Tolle Errungenschaft, die Bürger sind begeistert! Oder???

Ernst-Günther Konrad | Do., 16. Oktober 2025 - 09:39

Die UNION ist jetzt schon in einer künftigen Regierung mit der AFD wahrscheinlich Juniorpartner. Und wenn die Mauer endlich zusammenbricht, dann wird das Merz nicht überleben. Die AFD würde nicht mit einem Merz als *geduldetem Kanzler* in einer Minderheitenregierung mitmachen und wäre die AFD mit in der Regierung schon gar nicht. Mit einem *gefallenen* Lügenkanzler will dann auch diese Union nicht wirklich mehr was tun haben. Der Lügner hat doch unlängst behauptet, er wolle die AFD nunmehr nach 12 Jahren endlich inhaltlich stellen und bekämpfen. Das hat er bislang bei welchem Thema genau getan? Und ausgerechnet Tauber, einer der schlimmsten Diffamierer und Stänkerer gegen die AFD hat Kreide gefressen? Dem glaube ich genauso wenig ein Wort, wie diesem Promotionsbetrüger Guttenberg, der die AFD-Abgeordneten als *geistige Flachwurzler* in der BILD titulierte. Und die Wähler werden sich nicht mehr irritieren lassen von solchen Aussagen. Wer konservativ/ rechts will der wählt das Original.

Peter William | Do., 16. Oktober 2025 - 11:15

geht es nunmal um Jung gegen Alt. Da geht es nicht primär um Parteipolitik. Sehr gut das zumindest bei der CDU noch einige Poltiker zu finden sind die sich dem jahrzehnte lang propagierten Diktum "Die Rente ist SICHAAAA" widersetzen, denn das ist sie nicht. Ein Drittel des Geldes kommt mittlerweile aus dem Haushalt, neben der Rentenversicherung. Der Generationenvertrag gilt seit den 70ern nicht mehr, seitdem die Frauen beschlossen haben keine Kinder mehr kriegen zu wollen da Karriere machen wichtiger ist und trotzdem nicht auf die Liebe verzichten mussten.

Neueste Blüte dieser Entwicklung, natürlich von einer Grünen inszeniert, mit Baby im Bundestag. Die Frau bekommt 10k € im Monat und kann keine adequate Betreuung fürs Kind finden, WHAT?

Beides geht nunmal nicht, entweder Anti-Rabenmutter oder Bundestagsabgeordnete in jungen Jahren. Die neuseeländische Übermuttipräsidentin ist nicht wieder angetreten, nehmen sie sich ein Beispiel an dieser Realistin!

Elisa Laubeth | Do., 16. Oktober 2025 - 12:46

Angela Merkel posierte auf den internationalen Bühnen mit den Mächtigen der Welt um ihr Bild in den Geschichtsbüchern zu formen,was gründlich misslungen ist. Sie überließ deshalb die Mühen der Innenpolitik - und das hieß vor allem Sozialpolitik - den Linken. Die Folgen spüren die Leistungsträger heute: über 500 Sozialleistungen, für die sie die Rekordsteuern erwirtschaften müssen, aber es ist kein Geld für Straßen da.
Merz tänzelt ebenfalls auf internationalen Parkett, was bis zu einem gewissen Punkt Sinn macht, denn der Aussenminister ist offenbar mit komplexen Verhältnissen überfordert, das Scholz-Vakuum und das Baerbock Chaos müssen überwunden werden. Aber dann braucht man eben einen Statthalter im Kanzleramt, der mit eiserner Hand den Laden zusammen hält.
Merz und seine engsten Vertrauten haben keine Regierungserfahrung, keinen Mut und keine Durchsetzungskraft um der völlig hypertrophen SPD zu zeigen, wo der Hammer hängt. Aber Achtung: die CDU macht dieses Mal nicht mehr mit.