Demo gegen AfD
Grüne Anti-AfD-Demo in München / picture alliance / ZUMAPRESS.com | Sachelle Babbar

Grüne Doppelmoral - Jetzt merkt doch auch Ihr, dass die Brandmauer nicht funktioniert

Weil sie die Brandmauer eingerissen haben, erleben die Grünen jetzt eine ihrer ehrlichsten Krisen. Dadurch öffnet sich aber auch ein kurzes Zeitfenster der möglichen Erkenntnis für alle Parteien: Ist die Brandmauer selbst zur Gefahr für die Demokratie geworden?

Autoreninfo

Carsten Korfmacher leitet das Ressort Kapital bei Cicero.

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Es wäre ein Leichtes, den Grünen nach der Geschichte im europäischen Parlament, Sie erinnern sich, jetzt Doppelmoral und Heuchelei vorzuwerfen. Man könnte ihnen Zitate aus der Vergangenheit um die Ohren hauen, wie das der brandenburgischen Landeschefin Andrea Lübcke, die im Oktober 2025 sagte: „Wer an der Brandmauer rüttelt, gefährdet die Demokratie. Wer sie aufweicht, öffnet Tür und Tor für Demokratiefeinde.“ 

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IngoFrank | Fr., 23. Januar 2026 - 18:02

Dummes Zeug labern, das können Sie alle …..Stört aber außer Merz, der sich einen beträchtlichen Teil des „Sondervermögens“ sich von Dröge abpressen Pardon verhandeln lies…..,
kaum noch jemand in Deutschland,
Diese 10% Partei entspricht gerade noch dem „harten Kern“ ihrer Anhängerschaft.
Im Osten werden sie von einer LTWahl zur anderen aus den Parlamenten gekickt. Im Westen sind noch ein paar wenige Hochburgen aber wie z.B. in Bayern Krepeln sie auch bei 6% .
Richtig so, die haben schon reichlich und genug Schaden in diesem Land angerichtet.
Den einzigen Lichtblick den „die“ noch haben, ist bei weiterem abspecken von CDU & SPD, die Brandmauer die ihnen bis auf weiteres eine Machtoption bietet, um eine Allparteienkoalition gegen den großen Blauen Elefant im Raum , nach der Wahl machen zu können
MfG a d Erfurter Republik

Heidemarie Heim | Fr., 23. Januar 2026 - 19:06

Und vielen Dank für diesen Appell an die Baumeister und Unterhaltungspflegenden bezüglich des Erhalts des für sie so kostbaren Bauwerks. Welches sich anschickt dereinst als Gebäuderest aus einer Demokratie-Ruine herauszuragen, deren vormals stolzes Gebäude in bester Absicht von den selbsternannten Demokratie-Rettenden Stein für Stein abgetragen wurde oder wie die Amerikaner es nennen "Ground Zero" erreicht wurde. Und weil Sie geehrter Herr Korfmacher was die unterschiedlichen "Bewältigungsstrategien" wie z.B. Zynismus wahrlich gut beschrieben haben, füge ich meiner Untergangsfantasie die Feststellung an, dass wir Deutsche was Trümmer betrifft bestens auskennen dürften. Was eine Unterbrechung, Waffenruhe oder wie Sie meinen einen Rückbau angeht zur Erlangung neuer Vertrauenswürdigkeit, so ist der Zug zumindest bei mir alten mit einem Langzeitgedächtnis an frühere Zeiten und Politiker ausgestatteten Schlachtross abgefahren. Zu 99% verwirkt und begraben. Traurig aber wahr. MfG

Urban Will | Fr., 23. Januar 2026 - 19:13

Autor durchblicken, dass er „Verständnis“ zeigt, sollten die Brandmaurer tatsächlich Angst haben (was er selbst für irrational hält, wo ich ihm zustimme), es könne ein neues 1933 passieren.
Schon alleine dies ist lächerlich.
Wer wirklich meint, die AfD mit der Hitlerpartei gleichsetzen zu können, sollte wirklich erst mal lesen und sich rudimentäre Kenntnisse der Programmatik, der Parteiführungen, etc. aneignen.
Vom ersten Tag ihrer Gründung war die AfD im Kreuzfeuer des Altparteien-Kartells und dieser Begriff wiederum ist mehr als gerechtfertigt.
Hinter allem stand Merkel und mit ihren Verbündeten aus dem linksgrünen Lager, zusammen mit der Tatsache, dass die Union schon immer ein Duckmäuser-Verein war, war es ein leichtes, mit Hilfe dieser Mauer eine Dauer-Machtgarantie weit links der Mitte zu etablieren, zumal sich der ÖRR – längst durchsetzt mit linksgrünen Gesinnungsgenossen – dem Kartell anschloss.
Die Folgen dieses demokratiefeindlichen Aktes sind katastrophal.

Ich glaube ehr Merkel und ihr damaliger Hofstaat u.a. Peter Tauber als Beispiel & damaliger CDU Generalsekretär gingen bei der „Brandmauer- Errichtung“ ganz einfach davon aus, dass sich diese Partei von „selbst erledigt“.
Das war ja auch in der jüngeren Geschichte der BRD immer so und wie es der z.B. Schill- Partei, der NPD oder DvU, Piraten usw..ergeht, wird es der AfD auch ergehen, davon war man zu 100% überzeugt.
Dann 2015 die „Willkommenskultur“ im Sommer mit „wir schaffen das“ & zum Jahreswechsel des gleichen Jahres die Kölner Domplatte, mit eine „Armlänge Abstand“ und 3- tägigen Stillschweigen…. Attentate mit vielen Toten usw.
Und genau diese letzten 10 Jahre Untätigkeit bei der „Mutter a l l e r Probleme“ bei a l l e n etablierten Parteien von Union über SPD, Grünen FDP & SED- Erben bis zum BSW hat die AfD eben nicht von der politischen Bühne gelöscht weil sie die einzige Partei ist, die die u.a. komplexen Zusammenhänge der verfehlten Migrationspolitik benennt.
MfG a d ER

Karl-Heinz Weiß | Sa., 24. Januar 2026 - 10:32

Antwort auf von IngoFrank

@IngoFrank, der Begriff "Brandmauer" wurde erstmals 2014 vom damaligen CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer verwendet. Diese Vorgeschichte sollte man im Auge behalten, denn diese Partei duckt sich immer wieder mit großer Meisterschaft von ihrer Verantwortung für politische Fehlentwicklungen weg. Erinnert sei auch an den 2011 glühenden Befürworter eines sofortigen Atomausstiegs Markus Söder.

Ingo Frang | Sa., 24. Januar 2026 - 17:59

Antwort auf von Karl-Heinz Weiß

Ich hatte im vergangenen Jahr mal die Gelegenheit einen CSU Stand in Bayern zu besuchen und versuchte mit den dortigen Kommunalpolitikern ins Gespräch zu kommen ……Ein argumentativ sinnloses Unterfangen als es um das Demokratieverständniss ging……Mein letzter Satz war sinngemäß „Ich habe im Gegensatz zu Ihnen den Sozialismus erlebt. Wenn ihr so weiter macht, steht euch dieses Erlebnis noch bevor …..“

Thomas Veit | Fr., 23. Januar 2026 - 19:34

und zwar nicht mehr und nicht weniger als "die Anerkennung der Realität"... ist m.E. schlicht und ergreifend zu viel verlangt von einer politisch über min. 15 Jahre linksgrünwoke ideologiesierten politischen Elite, welche damit - mit der Anerkennung der Realität... - gleichzeitig ihr Fehlwirken über Jahrzehnte und ihren politischen Irrtum auf ganzer Linie(!!) eingestehen müsste... -- das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, von z.B. von Haselnuss und Dröge... 🤔

NEIN! Sie sind ideologisch vollkommen verbrämt..., und zwar auf ganzer Linie [Energie, Migration, Wirtschaft, Ukraine, Meinungsfreiheit/Demokratie... und natürlich auch die 'Brandmauer'] - die Realität ist ihnen längst entfleucht... ...

"Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr" - Gleichnis Jesu aus der Bibel (Matthäus 19,24) [via copy-paste]

H. Stellbrink | Fr., 23. Januar 2026 - 23:45

Die Realität kommt in unserer Politik nur noch als Floskel vor, daher ist kaum anzunehmen, dass sie jenseits parteipolitischer Strategien eine Rolle spielen wird. Wir haben in der Tat eine schwerste Krise unserer parlamentarischen Demokratie. Ein Parteienkartell (dieser Begriff ist definitionsgemäß korrekt) hat sich zum Nachteil einer einzigen Oppositionspartei in unredlicher Weise abgesprochen, ja geradezu verschworen. Den Bürgern wird damit eine Politikänderung verwehrt, die die Mehrzahl der Wähler wünscht. Die Rettung der Demokratie kann jedenfalls nicht durch die Brandmauer erfolgen, die zur Verhinderung der demokratischen Teilhabe als antifaschistischer Schutzwall errichtet wurde. Inklusive einem "Schießbefehl" zur sozialen, politischen und privaten Vernichtung von Brandmauerflüchtlingen. Dass die Absurdität dieser Konstruktion dem Kanzler nicht jede Nacht den Schlaf raubt, ist schon bestürzend.

Markus Michaelis | Sa., 24. Januar 2026 - 00:11

In Frankreich und anderen Ländern, die keine so strikte Brandmauer haben, zerfallen Politik und Gesellschaft trotzdem in mehrere Lager, die sich Spinne Feind sind, so dass Mehrheiten für irgendwas zunehmend schwer sind.

Letztlich ist die Brandmauer nur ein Symptom des tieferliegenden Problems, dass viele westliche Gesellschaften keinen gemeinsamen Konsens mehr haben, dafür einige Punkte, zu denen es mehrere Gruppen gibt, die sich gegenseitig tief ablehnen und die jeweiligen Standpunkte für nicht diskutierbar halten. Vielleicht ist das auch einfach der Normalzustand - Menschen denken sehr verschieden? Weshalb manche Länder auf die Idee kommen, dass die Demokratie nicht so ideal ist, weil sie einen Grundkonsens voraussetzt?

Mit der AfD scheint ein Grund-Dissenz zu sein, ob wir nun eine Gesellschaft sind, zu der alle Menschen dazugehören. Andererseits scheinen auch Steinmeier, Habeck, Alle, in vielen Punkten spezielle Werte zu haben, die nicht zu allen Menschen passen?

allerdings BEFEUERT eine explizit politisch und auf allen gesellschaftlichen Ebenen LAUT AUFGERUFENE 'BRANDMAUER', realisiert durch 'Kindergartenspielchen' wie der bewussten Schikane der demokratisch im BT vertretenen AfD (zustehende Positionen/Ausschüsse, zu kleiner Fraktionssaal und offenen Schmähungen, z.B. man würde dort 'zu viel furzen...' u.ä.), diesen gesamten Prozeß noch deutlich, incl. solcher skurrilen Dinge wie einstimmige Parteitagsbeschlüsses (SPD) zum Voranbringen eines Parteiverbots des politischen Gegners etc., und laufend öffentlicher Aufrufe dazu.

Gibt's das woanders auch in der EU, Aufrufe zum Parteienverbot!?

Es scheint,als machten 'die Deutschen' auch hier - in der politischen (Fantom-) Auseinandersetzung - mal wieder alles 'besonders gründlich' - deutsch! halt... 😉

So wie auch bei der +++Umsetzung diverser EU-Richtlinien, dem Umweltschutz/Atomausstieg, der 'Freunschaft' zu den USA incl. der 'Feindschaft' zu Russland etc. usw.. - So sind wir halt... ... 🤪

Martin | Sa., 24. Januar 2026 - 08:41

Ist eine großartige Sache. Gäbe es sie nicht, die linken Parteien müssten sie erfinden.
Die brandmauer hat nur den Zweck, die cdu einzuhegen und rechte Mehrheiten zugunsten der linken mindermeinung zu verhindern. So bleiben die linken Parteien weiterhin an der Macht und sichern sich ihren Einfluß. Nach der Bundestagswahl mußte ich feststellen, dass ich am Ende immer links grün woke Politik aufgezwungen bekomme. Obwohl nicht in der Regierung, habe die grünen "das klima" ins GG einfügen lassen und dieses allen anderen Parteien aufgezwungen, obwohl sie nur 11,6 %. Der Stimmen haben. So bekomme ich aufgezwungen, was ich nicht gewählt habe.
Und alternativen sind rar gesät, so lange ihre Wirtschaftspolitik inkompatibel ist, sie unter der kuratel Putins steht und nicht eindeutig hinter der westbindung steht.
Es bleibt dabei: gäbe es keine brandmauer, die linken Parteien müssten sie erfinden. So können sie trotz fehlender Mehrheit allen ihre Politik aufzwingen.

Thomas Veit | So., 25. Januar 2026 - 01:30

Antwort auf von Martin

in keiner Weise 'vom Ende her gedacht...', wie es so schön heißt...

Denn 'ewig' kann und wird es logischerweise wohl nicht so weiter gehen können..., wenn vor allem die linken Kartellparteien immer mehr verlieren... ... - wo soll das enden (für sie...)? 🤔

Und genau weil die linken Kartellparteien keine praktikable (Auf-) Lösung vom Ende her haben, das linksgrünwoke politische Establishment..., favorisieren sie einfach inbrünstigst das Verbot des politischen Gegners... - und malen dafür alle möglichen Extrem- und Horrorszenarien an Dir Wand, ganz bewusst! Belastbare Gegenargumente hatten/haben sie nicht..., und nachzugeben würde den sicheren politischen Bankrott bzw. Untergang bedeuten... ..., bzw. die politische Verzwergung.

Selbige(r) allerdings kommt sowieso bzw. ist bereits am laufen, wie die Umfragen belegen..., oder es gibt in mittlerer Zukunft Bürgerkrieg oder ähnliche Zustände / politische Chaos.

>> Wer die Realität (zu lange) ignoriert..., den bestraft das Leben. /😉

Michael Marx | Sa., 24. Januar 2026 - 10:46

besteht keinerlei Berechtigung, den linksgrünwoken Merkelianern irgendetwas zu glauben - ausgenommen die Gier nach Macht (aber diese Gier wurde eben verbrämt mit der Brandmauer einerseits, andererseits mit angeblich menschheitsrettendem Gehabe). Aber für seine "Überzeugung" (die Machtgier) muß man eben Opfer bringen, und dies eine einzige, erste winzige Mal, um die Brandmauer herumzugehen (oder durch eine winzig kleine Lücke hindurchzuschlüpfen) ist ja doch gar nicht soooo schlimm wie die böse rechte (=nicht ganz so kraß linksgrünwoke) CDU immer schon ist.
Also bitte keine Vorwürfe mehr! Ohne das harte Opfer der linksgrünwoken Merkelianer wäre das Mercosur-Abkommen doch Realität geworden, und wo kämen wir denn da hin??

Ernst-Günther Konrad | Sa., 24. Januar 2026 - 12:57

dann nehmen auch die Grünen alles, was ihnen hilft. Machen SPD und UNION doch genauso. Natürlich besteht die Brandmauer nur virtuell. Sie dient doch einzig und allein nur als Druckmittel gegen Merz. Würde die UNION mit der AFD regieren, wären deren Einfluss schnell dahin. Das wissen die GRÜNEN selbst. Nein, das ist kein plötzliches *merken*, das ist schlicht und ergreifend Realpolitik und genau das macht unseren deutschen GRÜNEN jetzt einen Strich durch die Rechnung. Nur? Werden sie deshalb Stimmen verlieren, einstellig werden? Die vielen Lügen und die derzeit schlechte Politik kostete zwar UNION und SPD ein paar Stimmen, brachte AFD und LINKE leichte Zuwächse lt. Umfragen.
Aber mehr auch nicht. Die GRÜNEN sind genauso Selbstbetrüger, wie die anderen etablierten Parteien auch. Nur gut, dass fast täglich irgendeine Maske fällt. Jetzt müssen die Wähler nur endlich handeln. Habe gestern mir Banaszak angetan. Dummheit hat einen Namen. Ich kenne ihn jetzt.

Wolfgang Borchardt | Sa., 24. Januar 2026 - 17:36

AfD hat es nie gegeben. Schon immer war es die Mauer, hinter der sich die Altparteien verschanzt haben. Denn sie verweigern sich der Zukunft. Vielleicht wird es langsam besser, wenn der Problemdruck wächst.

Die Altparteien, also SPD und CDU/CSU haben sich verschanzt, und merken gar nicht, dass sie von den linksgrünen "Jüngern" vereinnahmt wurden, zu erst die SPD von der SED-Nachfolge, und danach alle von den GRÜNEN, die übrigens in Fragen "Kapitalismus, Freiheit, Kolektivismus" mit der LINKE weitgehend ergänzend zu sein scheint. Das Land Berlin ist ein vorzeige "Exemplar"!