Foto: Demonstration mit roten Fahnen der Partei Die Linke und einem Protestplakat, mehrere Teilnehmende.
Soll das der geeignete Koalitionspartner für die CDU sein? / picture alliance / ZUMAPRESS.com | Maria Castro

Brandmauer - Den linken Heuchlern geht es gar nicht um die AfD

Der CDU wird geraten, im Kampf gegen die AfD die Abgrenzung zur Linken aufzugeben. Das ist ein vergifteter Vorschlag – zur Aufwertung der Linken und zur Vorbereitung von Rot-Grün-Rot.

Hugo Müller-Vogg

Autoreninfo

Dr. Hugo Müller-Vogg arbeitet als Publizist in Berlin. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zu politischen und wirtschaftlichen Fragen, darunter einen Interviewband mit Angela Merkel. Der gebürtige Mannheimer war von 1988 bis 2001 Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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„Weh euch, ihr Heuchler!“, heißt es in der Bibel. Doch wird das Buch der Bücher kaum zu Rate gezogen, wenn es um Politik geht. Schon Bismarck wusste, dass selten so viel gelogen wird wie vor der Wahl. Und natürlich sind im politischen Betrieb die Heuchler sehr aktiv, die angeblich hehre Ziele verfolgen, in Wirklichkeit aber nur an die Macht kommen oder an derselben bleiben wollen.

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Hans Jürgen Wienroth | Mi., 17. Juni 2026 - 08:30

Die Union und die Medien sollten die Programme, internationale Zusammenarbeit und Äußerungen von AfD und Linkspartei einmal mit denen einer „gewissen Partei“ der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts vergleichen.

Wäre dann tatsächlich die AfD näher an diesem Programm, z. B. beim „Antisemitismus“?

Hans Süßenguth-Großmann | Mi., 17. Juni 2026 - 08:53

1929-33 gab Aufmärsche des Rotfrontkämpferbundes, des Reichsbanners und der Nazis, die in Gewalt umschlugen. Einen Aufmarsch der "Blauen" konnte ich bisher nicht feststellen, nur die Belagerung von Erfurt erscheint unausweichlich. Dabei geht es um den Parteitag einer Partei, die langsam ein Drittel der deutschen Wähler vertritt.
In Jena konnte ich die Losung "Faschos ins Lager" sehen und dabei habe ich mich gefragt, wer soll die denn bewachen? Die Linksjugend?
Das die CDU sich in die Sackgasse begibt, war schon von Anfang an zu erkennen. Jetzt hilft nur der Mut , den damals Höppner SPD hatte, als er sich 1994 von der PDS tolerieren ließ. Gespräche mit der AfD sind notwendig.

vielleicht erst zur absoluten Mehrheit der AfD bei den sog. Ostwahlen... ... ... /👍🤣

Wäre nicht das erste Mal, dass Linksgrünwoke - hier in Form der sog. 'Bewegungslinken' [ich würde sie ja persönlich eher als City-Lifestyleterrorist:innen bezeichnen...] ein massives Förderprogramm für die AfD auflegt... ... - diese politischen Tölpel, muss man mittlerweile ja so sagen...

>> gutes Gelingen in Erfurt - Rot Front!! Für "unsere" Demokratie...!!! /🤣 - Ironie und Sarkasmus

Wolfgang Borchardt | Mi., 17. Juni 2026 - 09:06

"Demokratie" wird mehr missbraucht. Gleichwohl ist er immer noch positiv besetzt. Wer das Schild "Demokratie" vor sich herträgt, wird unangreifbar und erwirbt das unangezweifelte Recht, Andersdenkende auszugrenzen und später einzusperren. Demokratie ist für alle da, "unsere" Demokratie ein Machtanspruch einer Minderheit.

Ingo Frank | Mi., 17. Juni 2026 - 09:28

Die kommen doch auch in nicht geringen Maß aus den eigenen Reihen wenn sich Genosse Günther ins TV setzt, und gerade auch noch in SA im Osten für ein Bündnis mit der Mauermörder- und SED- Erben Partei wirbt ? Und da ist er nicht er weiß Gott nicht der einzige hochrangige CDUler der um ein Bündnis mit besagter Partei wirbt ….. und außerdem hat sich Merkel mit der Brandmauer selbst den Stein um den Hals der CDU gebunden …,, zum hoffentlich baldigem Untergang …. der Kipppunkt mit unter 20% Union, ist fast erreicht . (Yougove von gestern) Richtig so ! Immer stramm weiter nach links CDU & CSU wobei letztere auch schon Bundesweit Federn und unte 5% gerutscht ist.
Und mit etwas Glück werden die derzeit 2% Vorsprung der Berliner CDU auch noch aufgeholt !
MfG a d Erfurter Republik

zum Zwecke des eigenen Machterhalts..., eingeklemmt zwischen Brandmauer und Unvereinbakeitsbeschlüssen..., und Genosse Günther ganz vorne mit dabei... ... /🤣 - grotesk!

ABER Chapeau auch an den Autor!, dass er sich getraut die eigene Partei derart treffend zu beschreiben - finde ich klasse:

"„Weh euch, ihr Heuchler!“, heißt es in der Bibel. Doch wird das Buch der Bücher kaum zu Rate gezogen, wenn es um Politik geht. Schon Bismarck wusste, dass selten so viel gelogen wird wie vor der Wahl. Und natürlich sind im politischen Betrieb die Heuchler [CDU?] sehr aktiv, die angeblich hehre Ziele verfolgen, in Wirklichkeit aber nur an die Macht kommen oder an derselben bleiben wollen. [ja klar - er meint die CDU!]"

Theodor Lackner | Mi., 17. Juni 2026 - 09:54

Erstens: Rot-Grün-Rot wird außer in Berlin wohl kaum noch genügend Stimmen für eine Mehrheit zusammenbekommen. Aber mit der Rotstich-CDU geht das prima, die ist ja zum Fußschemel der Linken geworden.

Zweitens: Der "Kampf gegen rechts" ist schon für sich eine moralische Überhöhung, die durch Nazi- und Faschismus-Rufe nur noch hyperventiliert. Schon das Rechts-sein, das sonst in Europa völlig legitim und sogar notwendiger Bestandteil der Politik ist, wird als inakzeptabel dargestellt.

Herr B. | Do., 18. Juni 2026 - 13:01

Antwort auf von Theodor Lackner

dort „regieren“ die angeblich demokratischen Kommunisten (ein Widerspruch in sich) seit 2019 mit, was man deutlich am Zustand der Hansestadt erkennt. 2019 verlor die SPD die Wahl, stellte aber mit Hilfe der Linksmedien, den Grünen und der SED/PDS/Linke dennoch den Bürgermeister. Eigentlich ein Skandal, daß der Wahlverlierer den Bürgermeister stellt, aber bei Linken ist alles erlaubt, geht es doch um die richtige Sache!

Es ist immer wieder erschreckend, wie Kommunisten in diesem Land als Demokraten verkauft werden. Der Kommunismus KANN in keiner seiner Formen je demokratisch sein, seine Vertreter auch nicht, das ist per Definition ausgeschlossen!

Wer mit Kommunisten (zur „Rettung“ der Demokratie) paktiert, outet sich als Antidemokrat – ohne Ausnahme!

Peter William | Mi., 17. Juni 2026 - 10:17

Aber nicht das eigentliche Problem. Wie schon so oft erwähnt erkennt jede Person die sich mit Inhalten beschäftigt die Übereinstimmung der parteipolitischen Linie zwischen CDU und AFD. Alle die die letzten 10 Jahre einen Wahl-O-Mat gemacht haben werden dieses Ergebnis zwangsläufig auf dem Screen vor sich gesehen haben.

Deshalb ist es ganz klar, die AFD ist ähnlich der FDP oder den freien Wählern eine Konkurrenzpartei der CDU um das gleiche Wählermilieu.

Die SPD, Grüne und Linke, Volt usw. sind politische Gegner mit sehr viel niedrigerer Übereinstimmung in Bezug auf die Einstellung der Parteien in den unterschiedlichsten Bereichen.

Warum ein F. Merz lieber mit Gegnern als mit Konkurrenten koaliert ist für mich ein ungelöstes Rätsel, denn eine Sache ist vollkommen klar. Ein Koalitionenvertrag wird auf Basis politischer Schnittmengen erstellt. Das eigene Programm umzusetzen ist das Ziel um somit die eigenen Wähler zu befriedigen, die CDU stösst diese halt lieber vor den Kopf...

Peter William | Mi., 17. Juni 2026 - 10:25

Antwort auf von Peter William

koaliert F. Merz mit einer Partei mit der er das eigene Programm nicht wirklich umsetzen kann!! Das es daraufhin einen Weggang von CDU Wählerinnen und Wählern zu anderen Parteien gibt ist vollkommen logisch!

Wen ein Hersteller nicht liefert was er versprochen hat gibt man das Produkt zurück, 2 Wochen lang sind der Händler zur Rücknahme verpflichtet.

Gibt's in der Politik halt nicht. Deshalb achtet darauf wo ihr eure Kreuzchen macht.

Herr B. | Do., 18. Juni 2026 - 13:14

Antwort auf von Peter William

koaliert ist aus meiner Sicht ziemlich klar. Zum einen hat er nicht das Rückgrat, sich gegen die allesbestimmenden Linksmedien, um den zwangsfinanzierten ÖRR und die Merkel-Front innerhalb der CDU durchzusetzen. Zum anderen befürchtet die CDU aus meiner Sicht, daß sich zeigen würde, daß die AfD es einfach besser kann. Allein die Tatsache, daß die AfD, im Gegensatz zu allen anderen Parteien, zu einem großen Teil aus politischen Quereinsteigern besteht, die sich auch im realen Leben auskennen, deutet darauf hin. Daß das max. dumm & kurzsichtig ist kann nicht abgestritten werden, denn die Union handelt so weder im eigenen Interesse, noch in dem des Landes und seiner Bürger.

Ansonsten stimme ich Ihnen zu, es läge nichts näher als eine Koalition zwischen Union und AfD. Nur in dieser Konstellation wäre es möglich Deutschland wieder aus dem stinkenden Sumpf zu ziehen, in den uns Grünlinkswoke manövriert hat.

Urban Will | Mi., 17. Juni 2026 - 10:51

dass dieses Land gegen die AfD „verteidigt“ werden muss, widerspricht nur den Forderungen der Linken, dass sie dafür bitteschön benötigt werden sollen.
Das Ausmaß an historischem Analphabetismus in den Reihen der – wie soll man sie nennen? - „Elite“oder zumindest politischen „Fachleuten“ ist dermaßen ausgeprägt, dass man nicht mal davon ausgehen kann, dass die alle wirklich so d.. sind (wie jeder mittlerweile weiß, ist die Zensur beim CICERO mittlerweile recht „scharf“).
Herr Müller-Vogg,die AfD ist eine demokratisch, grundgesetzlich legitimierte Partei und das bleibt sie, bis das BverfG etwas anderes feststellt.
Und somit gibt es nichts, das gegen sie verteidigt werden muss.
Niemand stört sich daran,wenn sie politisch bekämpft wird, aber das Geschwafel von „demokratiefeindlich“,etc. wertet jeden ab, der es verwendet.
Wenn man sich mal wirklich vergegenwärtigt,was so alles abläuft in diesem Land, dann komme ich zumindest zu dem Schluss: die wahren Feinde der Demokratie sitzt woanders

Markus Michaelis | Mi., 17. Juni 2026 - 11:14

Ich will das nicht nur klein reden: ja, es geht schon auch um grundlegende Aspekte, was noch demokratisch ist, was Menschenrechte verletzt und solche Dinge. Aber ich glaube trotzdem nicht, dass uns das wirklich weiter bringt. So richtig und nur Nazi oder Stalin ist weder die AfD noch die Linke. Auch Putin-Versteher, Scharia-Anhänger und andere planen erstmal keine Vernichtungslager. Auf eine gewisse Art wäre das auch zu einfach: alle anderen der klar falschen Lehre überführen, so dass die eigene Sichtweise noch als richtig übrigbleibt.

Ich glaube, die schwierigere Aufgabe besteht heute darin, dass Deutschland zunehmend in Gruppen zerfällt, die sich gegenseitig absolut unerträglich finden, die übereinander tief erschüttert sind - teils wegen konträrer Welt- und Menschenbilder, teils, weil man die Leute einfach nicht mag.

Die offene und zumindest seit Jahrzehnten für uns neue Frage ist, wie so eine Gesellschaft funktionieren kann, auch noch demokratisch funktionieren kann.

Dorothee Sehrt-Irrek | Mi., 17. Juni 2026 - 12:46

Antwort auf von Markus Michaelis

sehen.
Ich bin aufgewachsen zu einer Zeit, als meine Welt "noch in Ordnung war", in NRW, mit CDU, FDP und teils "Aussenseiter" SPD.
Je stärker die SPD wurde, desto stärker wurde auch ihr Gestaltungswunsch, aber der Respekt vor den anderen beiden Parteien war m.E. sehr groß, trotz aller Differenzen.
Die Grünen sind mittlerweile auch so stark, dass sie sehr gerne mit der CDU zusammengehen, die Linke ist noch aus DDR-Zeiten stark und vielleicht beseelt von dem Wunsch zu zeigen, dass es unter besseren Umständen mit einer DDR gar nicht so schlimm geworden wäre?
Diese Vorstellung sehe ich auch bei der AfD, denn was für Zustände herrschten vor dem 3. Reich, wozu ich auch noch das Erstehen der Sowjetunion zähle?
Man schaue in die NSDAP-Kartei, Schlesien und Ostpreussen - Pommern? - gibt es auch.
Ein Vergleich zur KPD zu der Zeit im Osten wäre interessant.
Nicht alle konnten umstandslos mit der KPD.
Da "vergleiche" ich schon:
Die NSDAP galt als Rettung vor den Roten, die AfD auch vor der CDU?

meiner Erinnerung nach standen die 3 Parteien CDU/FDP und SPD auch zusammen gegen die DKP oder andere linke Gruppierungen, vor allem gegen die RAF, aber eben auch gegen rechtsnationale Neugründungen.
Die BRD war nicht nationalistisch, was war sie stattdessen?
Froh, dass das 3. Reich vorbei war, aber auch die Russen außen vor blieben, würde ich sagen.
Die BRD war ein bisschen "heimelig", wogegen die Studentenbewegung aufbegehrte.
Was also macht die AfD vor allem im Osten so stark?
Nach der friedlichen Revolution wohl ein ganz starker Wunsch nach politischer Selbstbestimmung, jedenfalls vor Europaseligkeit und erst recht vor Globalisierung?
Ich meine, dass der Umbruch im Osten zudem "brutal" war, ohne aber Böswilligkeit seitens des Westens.
Ich kann mir nicht denken, dass die AfD im Westen stark bleibt, nicht bei übersichtlicher Politik besonders der CDU.
Im Osten wird es schwer.
Linke und AfD rücken oder bleiben dort evtl. ins/im politischen Spektrum.
Es braucht Politik vor Ort?

Robert Hans Stein | Mi., 17. Juni 2026 - 11:41

Wir sprechen uns wieder nach den Wahlen im Osten. Es gehört wenig prophetische Begabung zur Vorhersage, dass die CDU auch mit der Linken wie auch immer zusammenarbeiten wird, wenn nur so die Machtübernahme durch die AfD verhindert werden kann. Da Sie das wissen, hat auch Ihr Gezeter etwas von Heuchelei. Von Äquidistanz kann im Falle der CDU schon lange nicht mehr die Rede sein; das ist nur noch eine wohlfeile Phrase für konservatives Elektorat und CDU-Fußvolk.

Dagmar Lubig | Mi., 17. Juni 2026 - 12:03

das ich endlich zu lesen bekomme, was ich seit langen denke:
Die LINKE sind "Wölfe im Schafspelz", und die AfD ist für sie eine willkommene "Truppe" um ihren Ziel näher zu kommen!

Armin Latell | Mi., 17. Juni 2026 - 18:13

Antwort auf von Dagmar Lubig

für mich sind die Linken definitiv Wölfe im Wolfspelz. Ihre Gefährlichkeit im Rudel, ganz und gar nicht nur politisch gemeint, ist offensichtlich, die cdu ist mittlerweile das Schaf im Wolfspelz, niemand nimmt sie mehr wirklich ernst mit ihrem "Alphatier".

Jürgen Goldack | Do., 18. Juni 2026 - 15:28

Es ist faszinierend, mit wieviel waffenscheinpflichtiger Dummheit und Arroganz von manchen Journalisten und von dem gesamten linken Parteienpaket "diskutiert" wird, wenn es um die demokratisch legitimierte, von der mittlerweile total linken CDU aus gutem Grund abgewanderten Teil, der AfD, geht. Man kann Menschen, egal ob Politiker oder Vertreter der schreibenden Zunft, nicht mehr ernst nehmen wenn sie nicht einmal Begriffe wie Grundgesetz und Demokratie ihrem Sinn und Inhalt nach verstehen. Wenn man sich das Geschwätz der Linken-"Eliten", Jan van Aken und Frau Reichinnek anhört, kommen Zweifel auf ob das nicht nur KI-gesteuerte Comic-Figuren aus einem schlecht gemachten Horrorstreifen sind. Das gilt leider immer mehr auch für Merz und anhängender Blase. Schlussendlich ist es müßig, sich noch eingehend mit der ganze linken Truppe zu befassen. Sie reden unisono seit Jahren nur von der AfD, offensichtlich ihr Angst-Menetekel gegen das sie nichts zu setzen haben, lernunfähig wie sie sind.

die Antidemokraten der Etablierten haben „unsere Demokratie“ erschaffen, sie soll den ewigen Machterhalt sichern, die Farben wechseln je nach Wahlergebnis, die Inhalte bleiben grünlinks.

Bis auf die Kommunisten durften bisher alle mitspielen, jetzt wollen die Kommunisten auch endlich ihren Anteil vom Kuchen. Deswegen müssen die Schranken der Union zu den Kommunisten fallen.

Die AfD ist der Spielverderber, der sich nicht korrumpieren läßt, sondern sich als Einziger an die Spielregeln (der Demokratie) hält, darum wird sie von den anderen mit Hilfe der grünlinken Medien um den ÖRR vom Spiel ausgeschlossen!