- Der Staat füttert seine Beamten und spaltet die Steuerzahler
Mit der saftigen Erhöhung des Beamtensoldes zeigt die Politik überdeutlich, wer unter der Inflation nicht leiden soll: die eigene Klientel. Während die Staatsdiener geschont werden, sät man unter denen, die die Steuern erwirtschaften, Zwietracht.
Die Verteilungskämpfe in unserer durch Inflation ärmer werdenden Gesellschaft haben hinter den Fassaden längst begonnen. Und die Bundesregierung – oder eigentlich: die gesamte politische Klasse – hat in den letzten Tagen überdeutlich gemacht, dass sie in diesem Kampf nicht neutral ist, sondern entschieden die Interessen des Teils der Gesellschaft vertritt, der ihr selbst am nächsten steht. Das sind in erster Line alle, die für den Staat arbeiten, und in zweiter Linie alle, die er ohne Arbeitsleistung versorgt.
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Was Herr Knauß hier gesäht hat, geht auf keine Kuhaut!
Der eine macht halt ein h zu wenig, der andere eins zuviel. Und um des derben Spaßes willen möge man mir das schiefe Bild, auf eine Kuhhaut zu säen, verzeihen.
Jetzt ist's ausgebessert.
Na, da bin ich ja froh, dass Sie das gemerkt haben, Herr Oberlehrer! So sind Sie die Beamten: legen immer den Finger in die Wunde und erkennen in Sekunden, was am Wichtigsten ist (Ironie off.)
Da schämt man sich wirklich selbst den Beamtenstand anzugehören. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass mein Dienstherr der 1000€ Prämie für seine Landesbeamten schon eine Absage erteilt hat. Es wäre absolut vermessen, in der derzeitigen politischen Lage als Beamter einen Bonus zu bekommen bzw. diesen zu fordern. So blöd es klingen mag: Als Beamter der sich nicht nur als Diener des Staates sondern auch der Gesellschaft als Ganzes betrachtet, würde ich eine solche Zahlung als Beleidigung meines Berufsethos ansehen. Es gibt im Moment nun mal nichts zu verteilen - da liegt es mir, als jemand der den Kuchen selbst nicht bäckt, fern ein größeres Stück zu fordern.
Wir benötigen das Geld um kriegstüchtig zu werden und Milliarden von € für unsere Werte, unsere Demokratie und unsere so selbstlosen ukrainischen „Freunde“ und NGO’s sinnlos zu versenken. Was dann noch übrig bleibt, bekommt die Pharmaindustrie für die Volksgesundheit und mit dem Rest retten wir das Klima weltweit. Da sind 2 Mrd. € natürlich ein Betrag, der dieses Land ins Verderben stürzt! Und man kann mit dieser ewigen Neiddebatte viele Klicks generieren!
Und wo genau habe ich mich für diese Art von Ausgaben eingesetzt? Es gäbe genug Möglichkeiten 2Mrd sinnvoll einzusetzen (nicht das ich viel Hoffnung habe).
Auf den höheren Ebenen wird das Alimentationsprinzip natürlich entsprechend interpretiert als Versorgung mit einem Lebensunterhalt, der „dem Amt angemessen“ ist:
wie wäre es mit einer Versorgung, die "der Leistung angemessen" ist?
Ehrlich, ich überlege täglich, mit welchem Adjektiv man die Dreistigkeit der politischen Kaste treffend beschreiben kann. "Enttäuscht" oder "schockiert" reichen wohl nicht mehr aus, die meisten Bürger sind nur noch "entsetzt" über diese Selbstbedienungsmentalität.
Für alle, die ihr Kreuzchen jedes Mal an der falschen Stelle gemacht haben, immerhin etwa 80%, erfüllen sich doch die von Anfang an erwartbaren Ergebnisse zu 100, wenn nicht sogar viel mehr Prozent. Die können, wenn überhaupt, nur über die eigene Blödheit entsetzt sein.
kein Problem, Herr Knauß, der Wähler, also diejenigen, die Sie hier als die unterste Prorität dieser Regierung bezeichnen, hat das so gewählt, will es exakt so. BaWü und RPL haben es vor kurzer Zeit noch einmal explizit bestätigt. Also bitte nicht jammern!
Ich habe das nicht mehr im Detail im Kopf, aber in meiner Erinnerung hat bei den Anpassungsrunden auch das Bundesverfassungsgericht mitgewirkt. Mehrstufig sich gegenseitig hochziehend dürfen Sozialhilfeempfänger nicht so wenig haben, dass sie nicht voll am normalen Leben teilnehmen könnten, dann müssen natürlich Leute die arbeiten spürbar mehr bekommen, als Leute, die nicht arbeiten. Wenn die unteren Lohngruppen mehr bekommen müssen die oberen Beamten natürlich entsprechend mehr bekommen, um den gerechten Abstand zu wahren. Dann ist das Gehaltsniveau so gestiegen, dass man wieder argumentieren kann, dass Sozialhilfeempfänger nicht mehr genug bekommen, um überall teilzunehmen.
Es ist ja auch gut, wenn alle immer mehr bekommen. Aber funktioniert das auf Dauer?
Die Regierung kritisch begleiten ist immer gut, aber die Regierung bestimmt das Land nicht alleine. Wie würde man zB die Rolle des BVerfG bewerten und was waren dessen Gedanken dabei?
3,5 Milliarden Euro zusätzlich wird das den Steuerzahler kosten. Kann sich der Staat doch leisten. Da auch nach der Gesundheitsreform der nicht vom Staat gedeckte Anteil der gesetzlichen Krankenversicherung für Bürgergeldempfänger weiter nur durch die gesetzlich Krankenversicherten geschultert werden muss, spart man jährlich ca. 10 Mrd. €. So geht Umverteilung.
das im höheren Dienst (früher nur für Adlige) und anderen Besonderheiten weiterlebt, ist überholt, aber keiner wagt es zu sagen oder zu ändern. In einem besonderen Verhältnis zum Staat sollten nur Bewaffnete stehen. Die Argumentation, dass man als Beamter seine Familie ( ohne mit verdienende Ehefrau) unterhalten muss ist ebenfalls weit hergeholt. Für den Beamten gelten die Leistungen des Sozialstaates wie für alle Anderen auch, Kindergeld, evtl. Wohngeld u.a., wenn dies zutrifft nicht muss der Staat es so regeln.
Für die höheren Ränge gilt die Segnung der Prozentrechnung, wer hat dem wird gegeben.
Es gibt überhaupt keinen Grund dafür Steigerungen der Bezüge als Prozente auszuweisen. Die Teuerung ist für jeden als Festbetrag spürbar und sollte so erhöht werden.
Im übrigen, in Preußen musste ein höherer Beamter seine Repräsentationspflichten (toll aussehen und gelegentlich einen ausgeben) von seiner Besoldung bestreiten, daher war sie auch höher.
@Hans Süßenguth-Großmann, unter König Friedrich Wilhelm I wurde in Preußen das Beamtentum wegen der damals grassierenden Korruption eingeführt. "Auskömmliche Alimentation" gegen absolute Pflichttreue und disziplinarische Maßnahmen bei Verstößen. Wieviel von dieser ursprünglichen Zielrichtung übrig geblieben ist ? Ungefähr soviel, wie das heutige Kirchenrecht mit der Botschaft Jesu zu tun hat.
