Drama um „Berliner Zeitung“ - Silke und Holger kaufen eine Zeitung

Die kriselnde „Berliner Zeitung“ kommt nicht aus den Negativschlagzeilen heraus. Ihre neuen Besitzer werfen kein gutes Licht auf das Blatt. Szenen einer Seifenoper.

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Holger und Silke Friedrich: Ist nach dem misslungenen Start jetzt Zeit für den Journalismus der Zukunft? / picture alliance

Autoreninfo

Antje Hildebrandt hat Publizistik und Politikwissenschaften studiert. Sie ist Reporterin und Online-Redakteurin für CICERO.

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Antje Hildebrandt

Der Mann, der die Berliner Zeitung, nein, den Journalismus neu erfinden will, ist genervt. Es ist erst vier Monate her, dass sein Bild auf den Titelblättern von Magazinen und Tageszeitungen auftauchte. Ein Mann mit einem Bart, wie ihn heute nur noch Wolfgang Thierse trägt oder Ossis, die stolz darauf sind, im Osten groß geworden zu sein. An seiner Seite eine Frau, die bewundernd zu ihm aufschaut, seine Gattin Silke. 

Ihre Biografie machte viele neugierig. Vom Software-Entwickler zum Multimillionär, solche Erfolgsgeschichten sind selten, vor allem im Osten. Und deshalb horchten viele auf, als ausgerechnet diese Quereinsteiger verkündeten, sie wollten die heruntergerockte Berliner Zeitung in eine Zeitung verwandeln, über die man wieder spricht, nicht nur in Berlin, nein, auch im Rest der Welt. 

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Dorothee Sehrt-Irrek | Mi, 8. April 2020 - 11:20

noch etwas anderes auszeichnet, als bewundernd zu ihrem Mann aufzublicken.
Der Titel des Artikels wirkt auf mich etwas unbedarft, gelesen habe ich ihn aber und gerne auch, weil ich während meiner Berliner Zeit - die Erinnerung schwindet langsam - wohl die Berliner Zeitung gelesen habe mit dem Gedanken, dass die DDR Gott sei Dank zu ende ging, dass aber die Menschen sicher uns etwas zu sagen hätten, vielleicht auch sich selbst.
"Holger und Silke" das reicht mir ganz sicher nicht, aber vielleicht kann man über die beiden irgendwann einmal mehr sagen.
Was ich lese, hat meist nicht wenig zutun mit meinen jeweiligen Lebensumständen, zu denen die Berliner Zeitung, in Dresden las ich noch die Frankfurter Rundschau, jedenfalls besser passte als der Tagesspiegel.
Den habe ich auch einmal abonniert, eventuell, wie auch beim Cicero eine Frage meines Alters.
Was wollte ich sagen?
Wenn Holger und Silke wagten zu sprechen, könnte das ein schwerer, aber dennoch Ansatz sein.
Frohe Ostern

Bernhard Mayer | Mi, 8. April 2020 - 11:42

Ein Mann mit einem Bart, wie ihn heute nur noch Wolfgang Thierse trägt oder Ossis, die stolz darauf sind, im Osten groß geworden zu sein.

Antje Hildebrandt die Klischee-Schleuder (.
Sagt ein Westler mit ähnlichem Bart :-(((.

Die Berliner Zeitung veröffentlichte am 06.04.02020 - zugegebenen mit vielen Wochen 'Verspätung' - einen mglw. wichtigen Text. Ein Urgestein der DDR-Bürgerrechtsbewegung, Klaus Wolfram, hatte im November 2019 eine Rede vor der Akademie der Künste gehalten. Angeblich löste diese Rede 'heftige Reaktionen' aus. Allerdings nur bei denen, die sie hören konnten.
Nach einen Monaten kann man den Beitrag von Klaus Wolfram jetzt - leicht gekürzt - lesen.
Danke an die Berliner Zeitung für die Veröffentlichung.