- Wie die Grünen den Wohnungsmarkt erziehen wollen – und ihn dabei ruinieren
Berlins Grüne setzen im Wohnungsbau weiter auf Verbote statt auf Bauen – und verschärfen so die Wohnungsnot. Statt Anreizen, Tempo und Planungssicherheit gibt es Gängelung, Bürokratie und Investorenflucht. Diese Politik schadet besonders denen, die sie zu schützen vorgibt.
Die Berliner Grünen haben am vergangenen Wochenende ihr Spitzenduo für die kommende Wahl gekürt – und dabei wieder einmal demonstriert, wofür sie politisch stehen. Ob Wohnungsmarkt, Energie oder Verkehr, ihr Reflex ist stets derselbe: mehr Regulierung, mehr Verbote, mehr Bevormundung. Der Staat ist für sie ein allwissender, allmächtiger Taktgeber und der Bürger ein zu lenkendes Wesen, dem man Freiraum nur in homöopathischen Dosen zugesteht.
Gerade die Vorschläge zur Wohnungsbaupolitik offenbaren ein politisches Selbstverständnis, das zwar ideologisch sauber, doch wirtschaftlich weltfremd ist. So setzen die grünen Vorschläge zur „Rettung“ des Berliner Wohnungsmarkts vor allem auf Verbote. Mietendeckel, allgemeine Preisfixierungen und immer schärfere Einschränkungen für Investoren. Für die Grünen ist Regulierung stets der erste, zweite und letzte Reflex. Dass solche Eingriffe das Angebot verknappen, die Bautätigkeit dämpfen und langfristig die soziale Lage verschlechtern, stört in dieser Binnenlogik kaum. Der Markt, der eigentlich Entlastung schaffen könnte, wird politisch geknebelt, bis er schließlich kaum mehr atmen kann.
Kaum ein Markt reagiert so empfindlich auf politische Eingriffe wie der Wohnungsmarkt. Wer die Mieten deckelt, Investoren gängelt und Eigentümer mit ständig neuen Hürden konfrontiert, löst nicht das Problem, das er bekämpfen will, sondern verschärft es. Das Beispiel Berlin ist lehrreich: Forschungen des ifo-Instituts zeigten, dass der Berliner Mietendeckel kurzfristig zwar bestimmte Mieten dämpfte, gleichzeitig aber das Angebot an inserierten Wohnungen drastisch zurückging und die Marktsegmente sich in regulierte und nicht-regulierte Wohnungen aufspalteten. Das Wohnungsangebot im regulierten Segment brach stark ein: Sichtbar sank also die Miete für Wenige, doch unsichtbar verschwand gleichzeitig ein großer Teil des Angebots vom Markt. Wohnungen wurden nicht mehr inseriert, nicht mehr renoviert, nicht mehr gebaut. Regulierung erzeugt Mangel, denn Mietpreisdeckel und ähnliche Eingriffe reduzieren die Anreize für Vermieter und Investoren, Wohnungen bereitzustellen oder instandzuhalten, und führen so zu Verknappung, nicht zu Verbesserung.
Deutschland ist zu einem Land geworden, in dem vor lauter Regeln die Vernunft verliert. Bürokratie, Standards, Normen, Energieauflagen, Genehmigungsverfahren über Jahre hinweg – all das hat den Wohnungsbau bereits ausgebremst. Wenn die Grünen nun meinen, das Ganze mit weiteren Verboten retten zu können, ist das, als wollte man einen langsam verhungernden Patienten mit einer weiteren Diätkur behandeln. Die Wahrheit mag unbequem klingen, ist aber eigentlich sehr simpel: Ein Wohnungsmarkt lässt sich nicht wegregulieren. Er braucht Anreize, Freiräume, Tempo. Er braucht weniger Staat – und mehr Bauen. Er braucht Vertrauen statt Drohungen. Wohnungen kann man nicht einfach herbeiverordnen. Man muss sie planen, finanzieren, genehmigen – und bauen. Ein Mehr an Gesetzen schafft keine einzige neue Wohnung, sondern nur neue Aktenordner in unserem überbürokratisierten Land.
Grundlegende Regeln der Marktlogik werden kaum noch verstanden
Es ist verblüffend, dass immer weniger Menschen die grundlegenden Mechanismen der Marktwirtschaft zu verstehen scheinen. Offenbar ist bei vielen das ökonomische Grundverständnis verloren gegangen, dass Preise Signale sind, dass Knappheit nicht durch Verordnungen, sondern durch Investitionen überwunden wird. Besonders absurd ist die Vorstellung, Wohlstand sei ein Nullsummenspiel. In einer Marktwirtschaft wird schließlich niemand ärmer, weil andere erfolgreich sind oder reich werden. Wohlstand entsteht durch Produktivität, Risiko, Kapital, Arbeitsteilung – nicht durch politische Verknappung. Linke Politik stellt diese Realität regelmäßig auf den Kopf und ersetzt ökonomische Logik durch moralische Empörung. Doch die historischen Ergebnisse linker Bevormundungspolitik waren immer dieselben: Mangel, Stagnation und eine Verarmung der Breite der Bevölkerung – gerade auch derjenigen, die man angeblich schützen wollte.
Die Grünen inszenieren sich gern als moralische Hüter des „Guten“, als hätten sie allein den Schlüssel zu Gerechtigkeit und sozialer Tugend in der Hand. Wer ihre Politik kritisiert, wird nicht selten behandelt, als fehlten ihm grundsätzliches Mitgefühl oder gesellschaftliche Reife. Diese moralische Überhöhung ersetzt Argumente durch Haltung – ideologisch getriebene Politik, getarnt als vermeintlich höhere Moral. Der frenetische Applaus eines bestimmten Milieus für die Vorschläge der Grünen zeigt, dass es an vielen Stellen mittlerweile auch an ökonomischem Sachverstand, an Verständnis für Ursache und Wirkung fehlt.
Vermieter sollten um Mieter konkurrieren statt Mieter um Wohnungen
Am Ende stehen die Vorschläge der Grünen zur Bekämpfung der Wohnungsnot sinnbildlich für eine Politik, die mit großer Geste verspricht, die Schwächsten zu schützen, aber in Wahrheit genau ihnen am meisten schadet. Denn Mieter profitieren von Wohnungen. Und die entstehen eben nicht durch Verbote, sondern durch Bauen. Doch statt Hemmnisse abzubauen, vergrößert linke Politik ihren Werkzeugkasten der Gängelung: immer härtere Mietregeln, strengere Auflagen, teurere Standards, langsamere Verfahren. Was dabei herauskommt, ist ein Land, das das Bauen immer schwerer macht – um sich dann darüber zu wundern, dass niemand mehr baut.
Der Schaden ist längst national: Arbeitskräfte finden keinen Wohnraum in Städten. Familien können sich nicht niederlassen. Unternehmen verlieren Bewerber. Regionen stagnieren, weil Mobilität blockiert wird. Berlin steht mittlerweile symbolisch für den Niedergang einer politischen Idee: dass man Wohlstand verteilen kann, den man zuvor durch Regulierung zerstört hat. Doch statt zu lernen, dass Verbote keine Wohnungen erzeugen, wird die Lehre umgedreht: Wenn die Realität dem grünen Weltbild widerspricht, muss die Realität reformiert werden – notfalls per Gesetz. So wird Stück für Stück zerstört, was unser Land in der Vergangenheit wirtschaftlich so stark gemacht hat: Private Investitionen gehen immer mehr zurück, Eigentümer stehen unter Generalverdacht, „Miethaie“ zu sein, Investoren werden als Bedrohung wahrgenommen, Bauen wird als Problem und Wachstum als Zumutung tituliert – und am Ende sind dann ganze Märkte ein „moralisches Fehlkonstrukt“.
Liberale Lösungswege, wie man den Wohnungsmarkt wirklich entspannt – und dabei die Wirtschaft nicht gefährdet
Wer Wohnungsnot wirklich lindern will, muss dort ansetzen, wo es wirkt. Wir brauchen keine einseitigen Verbote, sondern liberale Maßnahmen, die Angebot und Planung beschleunigen, Kosten senken und Investitionsanreize setzen:
- Genehmigungsverfahren beschleunigen und standardisieren:
Der Wohnungsbau braucht deutlich weniger Planungsbürokratie und klarere, einheitliche Abläufe. Gutachter weisen seit Jahren darauf hin, dass verkürzte Verfahren und der verstärkte Einsatz modularer Serienbauten wirksame Hebel sind, um schneller und kostengünstiger neuen Wohnraum zu schaffen. - Infrastruktur und Bauland gezielt mobilisieren:
Kommunen müssen vorhandene Potenziale besser nutzen, indem sie Bauland aktivieren, Nutzungskonzepte schärfen und an geeigneten Orten konsequent nachverdichten. Gute Infrastruktur und eindeutige Vorgaben schaffen die Voraussetzungen dafür, dass zusätzliche Wohnungen überhaupt entstehen können. - Gezielte Förderung statt umfassender Preisfixierung:
Anstelle flächendeckender Eingriffe in den Markt braucht es Förderprogramme, die sozialen Wohnungsbau und energetische Sanierungen ermöglichen; idealerweise in Kooperation von öffentlicher Hand und privaten Investoren. Preisdeckel und starre Vorgaben dagegen verdrängen private Akteure und lassen das Angebot weiter schrumpfen. - Rechts- und Planungssicherheit herstellen:
Investoren bauen nur, wenn politische Entscheidungen verlässlich sind und Projekte langfristig kalkulierbar bleiben. Fehlt diese Sicherheit, droht ein Rückzug aus dem Markt. Die Bundesregierung hat 2025 mit dem „Bau-Turbo“ erste Schritte zur Verfahrensbeschleunigung unternommen – ein Hinweis darauf, dass inzwischen immerhin von einigen politischen Akteuren im Bund erkannt wurde, wie dringend der Abbau bürokratischer Hürden ist. Steuerlich sollten attraktive Abschreibungsbedingungen das Bauen interessanter machen.
Fazit: Warum linke Verbotspolitik schadet
Durch häufigere und weitergehende Verbote wie Mietdeckel, starke Beschränkungen von Renditen oder restriktive Regeln für Investoren wird das Angebot an Wohnungen verkleinert, Modernisierung und Neubau werden weniger attraktiv, und der Verteilungskampf verstärkt sich – genau die Effekte, die Städte wie Berlin in den letzten Jahren erlebt haben. Auf gesamtwirtschaftlicher Ebene wird das die Mobilität, Produktivität und letztlich das Wachstum beeinträchtigen. Wer also Mieter langfristig entlasten will, muss Angebotspolitik betreiben – Bauen beschleunigen, Bürokratie abbauen, gezielt fördern – statt vornehmlich mit Verboten zu antworten. Ein Land, das sich ernsthaft erneuern will, kann es sich nicht leisten, mehr Energie in Belehrung als in Problemlösung zu investieren.
Wenn die Grünen glauben, sie könnten den Wohnungsmarkt mit Verboten heilen, ist das keine Fürsorge – es ist Hybris. Und wenn sie aus ihrem Scheitern den Anspruch ableiten, noch tiefer in das Leben der Bürger eingreifen zu dürfen, dann wird aus Hybris Schaden. Deutschland braucht Wohnungen, keine grüne Pädagogik. Vernunft, nicht Verbotsromantik. Und, vor allem: Freiheit, nicht noch mehr Regulierung.
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Frau FDP Politikerin, sie hauen leider genauso unqualifiziert auf die Pauke wie der lächerlich Lindner mit seiner Schuldenbremse.
Die Grünen und Linken zu verteufeln ist ja ok.. Aber schreiben Sie doch auch auf, was die konkret an Dummheit formuliert haben, statt alberner Polemik-Pauke. Grüne und Linke gehören weg, sind gefährlicher als die AfD. Aber eine solch alberne FDP braucht auch keiner mehr. Insofern sind die 3 - 4 % Prognosen eine richtige Einschätzung der Bedeutung Ihrer Partei.
Ganz schlau werde ich aus diesem Kommentar nicht. Frau Westphal hat sehr nüchtern und faktenbasiert notiert, wo d ie aktuellen Probleme im Wohnungsbau liegen. Paukenhauerei habe ich nicht wahrgenommen.
N. B.: unser Land wäre deutlich besser dran, hätten wir derzeit eine CDU/FDP Regierung statt mit einer sozialistisch geprägten SPD, die die gleiche, marktfeindliche Politik wie die Grünen gegen die CDU durchsetzt. Der Untergang der FDP ist ein großer, bedauerlicher Verlust.
Berlin zielführend ist, die Wohnungsnot in den Griff zu bekommen, darf angezweifelt werden. Planwirtschaft unter der linken Vorherrschaft hat noch nie funktioniert. Früher in der DDR nicht und auch nicht in der sozialistischen Enklave der Hautstadt Berlin . Obwohl wie fabulierte die „rote Heidi“ das in der DDR war kein Sozialismus …. Genau das wird immer behauptet um das Volk dumm & arm zu machen ….da sind wir im ganzen Land auf bestem Weg dorthin ……und Berin ….. ist nur der Vorreiter !
Mit besten Grüßen aus der Erfurter Republik
der grüne Filz wurde aber nicht erwähnt! Die Grünen haben an strategisch wichtigen Punkten ihre eigenen Leute postiert die alles erschweren, verlangsamen und verunmoglichen. Zeitgleich zu diesem Degrowth wird das Land mit Migranten geflutet.
Ohne Sinn und Verstand.
Keine Ahnung ob Grüne denken können, ich bezweifle es! Sahrah Wagenknecht hat es schon richtig während der Ampel formuliert gehabt, die gefährlichste Partei Deutschlands sind die Grünen!
In Berlin kann jeder, der will, auf die Erfahrung mit allmächtiger sozialistischer Wohnungswirtschaft zurückblicken.
Im Land Berlin durchwabern dennoch nostalgische Erinnerungen an die paradiesischen Wohnungen der Werktätigen die Gehirne von Linken, Grünen und SPD.
Komisch ist aber die typisch deutsch-spießige Prägung des Sozialismus-Revivals.
Ostasien, vor allem China, macht ja vor, wie man auf sozialistischem Wege es tatsächlich schafft, Milliarden Menschen mit Wohnungen zu versorgen.
Deutsche Grüne kleben jedoch nicht nur am sozialistischen Traum. Sie träumen auch vom eigenen Einfamilienhaus, mit eigenem Bio-Garten, mitten in einem geschützten Waldstück am See, wo man nur Fuchs, Wolf, Kröte, Eintagsfliege und Auerochse zu Nachbarn hat.
In einer Pekinger oder Honkonger Wohnung im 45. Stock oder in einem gewöhnlichen Berliner Innenstadt-Mietshaus an einer belebten Straße zu wohnen - das hält ein ächter teutscher Grüner nicht lange aus.
So schnell wie möglich: Raus ins Grüne!
ist spätestens seit Habecks Insolvenz Aussage evident. Ein Land, das sich dieser Sekte anvertraut, ist dem wirtschaftlichen Untergang geweiht.
Die Grünen lernen aus dem Habeck-Gau. Beim nächsten Mal taucht ein richtiger Fachmann auf und verkauft das Grüne von der Wiese als hochwertiges Anlage-Gold.
Der Sozialismus muss zwangsläufig in der Diktatur enden, denn er kennt nur Reglementierung und Kollektivierung auf dem Fortschrittsweg zum Paradies. Der Weg muss unumkehrbar gestaltet werden, um zu verhindern, dass das Volk, der große Lümmel, in Verblendung durch Populisten oder ausländische Mächte diesen Fortschritt zurückdrehen will. Dabei ist am Ende jedes Mittel recht.
Das Problem ist, dass die Union keinen Gegenpol mehr setzt, sondern sich dieser "Transformation" ergeben hat.
Eine Wohnung ist ein Gegenstand zum Nutzen. Daraus resultieren zwei Möglichkeiten: a) ich nutze sie selbst und muß mir die Frage stellen was ist mir das wert in Größe, Ausstattung und Lage. Und b): Ich will damit Geld verdienen meine Karge Rente im Alter aufstocken meinen Kindern überlassen, für die Pflege auf den Kopf hauen o.ä. Auf alle Fälle muss eine Rendite erzielt werden. Geht die Rendite wie im deutschen Wohnungsmarkt gegen O, geht kein normal denkender Mensch das Risiko ein, das S e i n Geld quasie verbrannt wird. Und wir das alles zu allem Übel noch staatlich „gefördert“ oder „kontrolliert und sanktioniert“ erlischt alles.
Beisiel gefällig: der Wohnungsmarkt der DDR durch ausschließlich staatliche Zuwwisungen deren Mieterlös gerade einmal 8 Sack Zement im Wert gegenüber stand mit der Folge, dem Verfall ganzer Innenstadtbereiche…… Da sind wir auf dem besten Weg genau dorthin !
MFG a d Erfurter Republik von einem Bauingenieur der‘s mitgemacht hat.
Hat noch nie Wohlstand und Freiheit generiert.
