Beherbergungsverbot - Kommunikativer Kontrollverlust

Das Beherbergungsverbot offenbart, dass die Bundesregierung es über den Sommer versäumt hat, ein nachvollziehbares Konzept mit den Ländern zu entwickeln und dieses transparent zu kommunizieren. Fahren auf Sicht ist eine wichtige Strategie. Aber sie reicht bei weitem nicht mehr aus.

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Regierung im Wartezimmer-Modus / dpa

Autoreninfo

Bastian Brauns leitet das Wirtschaftsressort „Kapital“ bei Cicero. Zuvor war er Wirtschaftsredakteur bei Zeit Online und bei der Stiftung Warentest. Seine journalistische Ausbildung absolvierte er an der Henri-Nannen-Schule.

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Bastian Brauns

Das sogenannte Beherbergungsverbot entwickelt sich immer mehr zu einer politischen Katastrophe. Die Bundesregierung und die Landesregierungen laufen dabei Gefahr, nicht nur die Kontrolle über das Infektionsgeschehen, sondern auch über die eigene Krisen-Kommunikation zu verlieren. Und das, obwohl die große Mehrheit der Bevölkerung die Maßnahmen bislang bemerkenswert gut mitgetragen hat. Dass es so weit kommen konnte, hat viele Ursachen.

Eine davon ist misslungene Kommunikation. Noch Anfang September sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn: „Aber vielleicht schaffen wir es ja auch alle zusammen, mal für den Herbsturlaub, und vielleicht auch gleich für den Weihnachtsurlaub mit, nicht so weit zu fahren, sondern einfach mal die Schönheit Deutschlands zu genießen.“ Schon im Mai machte sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder für eine finanzielle Förderung des „Urlaubs daheim“ stark. Damit wollte er jenen helfen, „die nicht so viel Geld haben und sich so was nicht so leisten können“. Damit wollte er in den Sommermonaten ein Stück Entlastung für die Tourismusbranche erreichen und „Freude für die Menschen bringen“, sagte er damals. Die absurde Realität in Bayern lautet heute, dass Gäste aus bayerischen Corona-Hotspots in Bayern selbst nicht unter das Beherbergungsverbot fallen. Gäste etwa aus Berlin hingegen schon.

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Jürgen Keil | Mo, 12. Oktober 2020 - 17:19

Herr Brauns, ich hätte es begrüßt, wenn Sie die "Great Barrington Erklärung" und den neuen Standpunkt der WHO zu Lockdowns mit erwähnt hätten. Corona ist eben ein internationales Problem!

FfF forderte:" Hört auf die Wissenschaft ".

Wissenschaftler aus aller Welt fordern einen Strategiewechsel.
Bspw. durch die von Ihnen genannten "Great Barrington Erklärung".
Heute ist nicht mehr März.
Was damals noch nachvollziehbar war, ist es heute nicht mehr.
Medizin ist dynamisch.
Politiker sind es wohl nicht.
Neue Erkenntnisse gibt es mittlerweile.
Angepasste Maßnahmen nicht...

Hans Jürgen Wienroth | Mo, 12. Oktober 2020 - 17:28

Wahlkampfmotto Frau Merkel 2017 (sinngemäß): Ich kann ihnen nicht sagen, was ich machen werde. Ich weiß nicht welche Herausforderungen (Krisen) auf uns zukommen.
Frau Merkel erfüllt doch nur ihre Wahlversprechen: Sie hat keinen Plan, sie „fährt immer auf Sicht.“

Wer auf Sicht fährt will die Ziele/den Kurs vielleicht nicht in die öffentliche Diskussion stellen, damit er nicht zerredet werden kann?
Geht es vielleicht darum alternativlos am Ruder zu bleiben, damit schicksalshaft auftretende Ereignisse genutzt werden können um einen Plan zu erfüllen?
Spekulation ? aber wie will die Volten der Kanzlerin anders verstehen?

Günter Johannsen | Di, 13. Oktober 2020 - 15:06

In reply to by Tomas Poth

"Wer auf Sicht fährt will die Ziele/den Kurs vielleicht nicht in die öffentliche Diskussion stellen". Das sehe ich genauso, aber ich würde diese Aussage mit einem Zusatz beenden: … weil der ganz andere Ziele hat frei nach Honecker "Vorwärts nimmer, rückwärts immer!" ?

Ja, Herr Wienroth - sie fährt auf Sicht.
Wenn es dann dennoch zu Unfällen kommt, erklärt sie, das sei nun mal so und es gelte nun nach vorne zu blicken. Macht die Raute und verlässt dringender Geschäfte wegen die Regierungsbank oder die Pressekonferenz.
Die Abgeordneten im Bundestag und große Teile der Medien übernehmen ihr staatstragendes Statement und unterstützen die alternativlose, politische Koryphäe; weil die eine jede ihrer Entscheidungen bekanntlich vom Ende her zu bedenken pflegt - wie sie sagt.

"Jetzt gilts nach vorne zu blicken" - das Motto aller Unfallflüchter.

Hans Meiser | Mo, 12. Oktober 2020 - 17:40

Werter Herr Brauns,
Sie setzen Ihre Hoffnung auf einen Impfstoff?
Als Journalist - so stelle ich mir das laienhaft vor - besteht Ihre Tätigkeit aus dem Suchen, sammeln und verifizieren von Informationen - richtig?
Dann bitte suchen und veröffentlichen Sie doch einmal Informationen, die Ihre Hoffnung - die Sie ja sehr öffentlich verbreiten - belegen könnten.
Ich habe mich mit dem Thema intensiv und kontrovers auseinander gesetzt - es war sehr ernüchtert: allenfalls bei einem geringen Anteil der Bevölkerung "könnte" durch eine Impfung ein wirksamer (allerdings auch dann nicht lang anhaltender) Schutz aufgebaut werden. Für die eigentliche Risikogruppe (auf Grund Alter und Vorerkrankungen) wird die Impfung entweder nicht möglich (Risiken) oder wirkungslos sein.
Ich würde mich wirklich freuen, wenn Sie mit Ihren Möglichkeiten der Recherche bessere Nachrichten hätten.
Danke.

„Stand jetzt würde ich davon ausgehen, Stand heute 12. 10., dass wir im ersten Quartal nächsten Jahres beginnen können“, sagte Spahn am Montag bei einer Videokonferenz des ifo-Instituts. Man setze auf mehrere Technologien und Hersteller. „Wenn alle Pferde ins Ziel kommen, werden wir viel zu viel Impfstoff haben“. Hier vollumfänglich nachzulesen:
https://www.welt.de/vermischtes/live217044654/Coronavirus-Berlin-und-vi…

auf einen Kommentar zu antworten, der ja eine durchaus bemerkenswerte Aussage enthält.
Sie wissen also jetzt schon, dass ein möglicher Impfstoff, der ja noch gar nicht über die Entwicklungsphase herausgekommen ist, in der Wirkung nicht wirklich zufriedenstellend, dafür aber wegen der Nebenwirkungen für manche Bevölkerungsgruppen unbrauchbar sein wird?
Darf ich fragen, ob Sie Virologe, Epedemiologe oder mindestens Arzt sind?
Weiter: Sie berufen sich auf eigene Erkenntnisse. Darf man wissen, woher Sie die haben?

Mal sehen, ob der Cicero jetzt den Mut hat, diesen Kommentar zu veröffentlichen, nachdem der Vorgänger..mal wieder...verschwand.

Heidemarie Heim | Di, 13. Oktober 2020 - 16:12

In reply to by Gerhard Lenz

Und eine Garantie gibt uns natürlich auch keiner. Nach dem heutigen Stand können wir ja schon froh sein, das wir einen obersten Gesundheitsmanager wie Minister Spahn haben, der wenigstens zwischendurch zu erkennen gibt, dass er auch ab einem bestimmten Punkt mit seinem Latein am Ende ist, sogar, selten genug Fehler eingesteht und wie wir alle wohl auf einen oder mehrere leistungsfähige Impfstoffe hofft. Doch währenddessen sollten Zweifel an diesem und jenen was diese Pandemie betrifft erlaubt sein. Herr Meiser fühlt sich was das Thema Kommunikation dazu betrifft nehme ich an im Zweifel bzw. decken sich seine Erkenntnisse nicht mit den unsrigen oder anderer. Die endlosen Diskussionen mit meiner hochrisikobehafteten Schwiegermutter über die alljährliche Grippe oder Pneumokokken-Impfung haben mich einiges gelehrt. Denn natürlich dürfte auch ein Aktivimpfstoff gegen Corona wie der gegen Grippe nicht ohne sein bzw. eine Garantie gesund zu bleiben. Als nächstes dann die Impfdebatte! MfG

Hans Meiser | Mi, 14. Oktober 2020 - 09:35

In reply to by Gerhard Lenz

(nicht nur bei Ihnen Herr Lenz) frage, warum es nicht Jedem klar ist, was getan werden muss, damit man auf den richtigen Weg kommt. Denn das ist die Voraussetzung dafür, überhaupt eine Chance zu haben, dass Ziel zu erreichen. Ziel heißt: soweit wie möglich an den Kern des Ganzen, die Ursache heranzukommen, um TATSÄCHLICH in der Lage zu sein, sich ein Urteil bilden zu können. Das ist nur mit viel Informationen möglich, die NICHT SELEKTIV aufgenommen/verarbeitet werden.
Zu Ihrer Frage: Nein, ich bin weder Arzt, Virologe oder sonst etwas derartiges - denn dass würde mich zum "Fachidioden" machen. Mir geht es um Metawissen, denn nur so, quasi aus der Vogelperspektive, hat man einen Überblick - und das Recht, überhaupt eine Aussage zu machen. Ich habe knapp 1.000 peer reviewed Studien zu Corona und entspr. Impfstoffen, die in Entwicklung sind, ausgewertet. Das Ergebnis habe ich oben kurz beschrieben. Gern können Sie mir mit FAKTEN helfen, eine genauere Aussage zu treffen. Vielen Dank!

Norbert Heyer | Mo, 12. Oktober 2020 - 17:44

Langsam, ganz langsam aber beständig werden die Akteure nervös. Zuerst wurde nichts unternommen („Masken sind unnütz“), dann wurden in einer Hauruck-Aktion Masken zu Höchstpreisen angekauft, nachdem vorher eigene Vorräte an China verschenkt wurden. Corona entwickelte sich weiter und die dafür zuständigen Länder ließen sich ihre Kompetenz durch die Kanzlerin gerne abnehmen. Die Fallzahlen blieben im internationalen Vergleich niedrig, aber man warnte bereits von Seiten der „Experten“ vor einer zweiten Welle, die aber einfach nicht kam. Durch enorme Ausweitung der Testung auf Corona ging natürlich auch die Zahl der Infizierten in die Höhe, die Zahl der ernsthaft Erkrankten blieb aber niedrig. Das - und nur das - ist wichtig. Wird aber bewusst nicht kommuniziert, um die Angst der Menschen vor Corona weiter zu schüren. Das wird den Politikern auf die Füße fallen, lange wird dieser Widerspruch nicht mehr akzeptiert. Die Politiker folgen einer anderen Agenda, gegen ihr eigenes Volk gerichtet.

„Durch enorme Ausweitung der Testung auf Corona ging natürlich auch die Zahl der Infizierten in die Höhe, die Zahl der ernsthaft Erkrankten blieb aber niedrig.“

Vielen Dank Herr Heyer für Ihren Beitrag. Dies ist einer der wenigen Kommentare die damit auf eine einfache Verhältnisrechnung hinweisen.
Ein Vergleich zeigt dann sehr schnell eine abfallende Kurve im Vergleich zum April 2020 oder den nachfolgenden Monaten.

Langsam aber sicher überkommt mich der Eindruck, dass wir in Absurdistan leben. In unserer Stadt hat man nun die Maskenpflicht in Haltstellenunterständen und Umgebung angeordnet. Wenn ich aber über den Fahrradweg gehe befinde ich mich nicht mehr im Wartebereich - ist ja der Fußweg - und dann kann die Maske ab. Auch bei dem Überqueren der Straßenbahngleiße muss ich die Maske nicht aufsetzten. Das ist an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten. Alkohol darf bei privaten Feiern auch nicht mehr so verzerrt werden, wie man es gerne möchte, weil es sonst bei einer Erstkommunionfeier zu wilden Orgien kommen kann und der Virus hat freie Bahn. Ein Vertreter irgendeiner Lehrergewerkschaft bedauert, dass man die vergangene Zeit nicht dafür genutzt hat, um Plexiglasscheiben zwischen den Schülern aufzustellen und die Schüler sollten sich darauf einstellen, mit Decken zu Schule zu kommen. Ist der Wahnsinn noch steigerbar? Herr, lass doch endlich Hirn vom Himmel regnen!

gabriele bondzio | Mo, 12. Oktober 2020 - 18:57

permanent beschäftigen sollte, die Gott sei Dank nicht auf der Tagesordnung stehen.“ ...tja, unsere Kanzlerin, immer abwartend. Während ganze Existenzen den Bach runter schwimmen. Deren Tagesordnung unterscheidet sich halt von der ihrigen.
Nächste Frage,bitte.
Wenn man sich so die Rechtslage bei dem ganzen Durcheinander anschaut, ermächtigen sich ja jetzt auch Unternehmen (siehe Aldi Nord.) von Kunden die Vorlage eines Attests zu verlangen, um die Befreiung von der Maskenpflicht zu überprüfen. Also jeder will was zu sagen haben.

Günter Johannsen | Mo, 12. Oktober 2020 - 19:50

Kontrollverlust gibt es nicht erst seit Corona, sondern schon seit der einsamen Basta-Entscheidung von Kanzlerin Merkel 2014, jegliche Grenzübertritte ohne Papiere uneingeschränkt zuzulassen. Der papierlose Grenzübertritt hat unser Land in sehr große Schwierigkeiten gebracht. Kritik an Merkels Alleingang wird inzwischen unterbunden und bestraft mit Rufmord (Nazikeule), Diffamierung und teilweise sogar mit Berufsverbot. Deshalb führte als Folge die Zensur im Kopf der meisten Journalisten zum Ende der Meinungsfreiheit in der Bundesrepublik Deutschland. Diese Entwicklung muss der nächste Kanzler umkehren, wenn wir nicht in einer Demokratur enden wollen!

Heidemarie Heim | Mo, 12. Oktober 2020 - 20:13

So gern ich ansonsten recht habe;) und meine Prognosen sich des Öfteren erfüllen, könnte ich momentan gut mit dem Gegenteil leben lieber Herr Brauns. Und ja, wie Sie und Ihre Kollegen auf diversen PKs bekam ich selten bis nie eine Antwort auf meine simpelsten Fragen. Zum Beispiel wie man in abgerockten Schulgebäuden mit klemmenden Fensterflügeln und versiffter
Toilettenanlage einfachste Hygienemassnahmen umzusetzen gedenkt. Und gerade heute morgen bekam ich fast einen humorbefreiten Lachanfall, als ich in einem Teletext las, was ich fast wortgleich in einem meiner frühen Corona-Kommentare noch als Frage formulierte. Nämlich ob unsere Schulkinder im nächsten Winter wohl mit Mütze, Schal und Jacke im dauerbelüfteten Klassenraum sitzen sollen. Als Erweiterung des von mir damals im Scherz gemachten Konzeptes fügte man da noch Decken für die Kinder bei. Da hätte ich einen heißen Tipp! Es gibt Flauschdecken mit langen Ärmeln, die man zusammengebunden auch als Zwangsjacke tragen kann;)Toll!

Urban Will | Mo, 12. Oktober 2020 - 22:23

oder das „Fahren auf Sicht“ sind Strategien für die es keine Regierung braucht.
Das kann jeder Trottel.
Von einer Regierung erwarte ich, dass sie in der Lage ist, abzuwägen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen, sich dabei nicht nur auf eine Sichtweise (Drosten, RKI) berufend.
Die Corona – Maßnahmen sind aber nicht nur in D auf dem Weg, sich zu einem Jahrhundertversagen zu entwickeln.
Verbote ziehen nicht mehr, sie bewirken das Gegenteil.
Nicht einmal das „Präventionsparadoxon“ überzeugt mehr, die Maßnahmen werden verstärkt und die „Welle“ schwappt weiter, wird größer.

Am Ende kommen Sie zu dem entscheidenden Punkt, Herr Brauns: Strategiewechsel. Und ja, er ist längst überfällig. Das sagen aber viele schon seit langem. Und werden nicht gehört, sondern stigmatisiert, ausgegrenzt, verlacht.
Eine wachsende Zahl von Menschen, die das alles satt haben wird letztendlich die Regierungen zwingen, diesen Wechsel einzuleiten.
Sonst droht Schlimmeres als dieses Virus.

Die Corona-Hotspots sind nicht die Gastronomie- und Hotelbetriebe, nicht der öffentliche Nahverkehr, auch nicht die Einkaufszentren oder die Betriebe. Aber statt die Ursache dieser Entwicklung genauer unter die Lupe zu nehmen und an der Wurzel anzusetzen, bestraft die Politik auf pauschale Weise Bürger, sowie die Hotellerie und die Tourismusbranche gleichermaßen. Die Beherbergungsbetriebe in Deutschland haben mit einem hohen Kostenaufwand ein sehr striktes Hygiene- und Abstandskonzept umgesetzt. Das Infektionsrisiko in einem gut geführten Hotel tendiert nach meiner persönlichen Erfahrung gegen Null. Noch bis vor kurzem machte die Politik Werbung für Urlaub in Deutschland. Jetzt fügt man mit hektischen Maßnahmen der schwer gebeutelten Gastronomie und Hotellerie zusätzlichen Schaden zu. Allmählich verfestigt sich der Eindruck "die verantwortlichen Politiker wissen nicht was sie tun".

Jochen Rollwagen | Di, 13. Oktober 2020 - 10:08

Gerade lese ich: Mecklenburg-Vorpommern: Schweinebauern weichen nach Polen aus

Also, die Strategie ist in vollem Gange. CO2-Steuer, jetzt C-Gängelungen, die Unternehmen machen wozu sie gezwungen werden.

Man weiß ja, so manches hält weder Ochs noch Esel auf.

Läuft.

Dr. Rudolf Winter | Di, 13. Oktober 2020 - 10:29

Herr Brauns, nehmen Sie doch Ihre Aussage: "wenn die Anzahl der Infektionen steigt, insbesondere bei Risikogruppen, und gleichzeitig die Anzahl der belegten Intensivbetten sinkt" ernst. Was ist jetzt das Problem, PCR-Test positiv oder erkrankt. Warum plädieren Sie nicht dafür, Erkrankungen als Kriterium zu nehmen. Nein, Sie beten den Unsinn der Politiker, die Sie kritisieren ungeprüft nach. - Enttäuschend für Cicero.

Manfred Sonntag | Di, 13. Oktober 2020 - 11:54

Herr Brauns, wenn es nur das Beherbergungsverbot wäre. Es ist schlimmer, denn es hat System. Seit vielen Jahren ist alles "alternativlos" und die Kommunikation darüber ist unerwünscht. Hier wird mit unseren verbrieften Freiheitsrechten jongliert. Jetzt zeigt sich auch der Unwille der Regierenden, die Lehren aus dem Schriftstück des BMI Oberregierungsrates Kohn zu ziehen. Und wo bleiben die Mainstream-Medien? Die handeln genauso wie die Regierung, jede Erkenntnis welche von RKI und Prof. Drostens Dekreten abweicht, wird verteufelt.

Bernd Hartke | Di, 13. Oktober 2020 - 12:38

Es würde sehr viel Druck aus der Debatte nehmen, wenn man (die Politiker und die Medien, leider inkl. Cicero) endlich einsehen würde,
(1.) daß die vermeintliche Gleichung "positiver PCR-Test" = "infiziert" NICHT richtig ist (genausowenig wie die Fortsetzung "infiziert" = "krank/ansteckend") (das hat im Jahr 2014 Drosten selber zur Corona-Mutante MERS in einem Wirtschaftswoche-Interview gesagt),
(2.) daß Anzahl und Anlaß von PCR-Tests jetzt völlig anders sind als im März/April (sodaß Angaben und Vergleiche von absoluten PCR-Test-Positivenzahlen irreführend sind),
(3.) und daß sich die Anzahlen von mit oder wegen Covid19 im Krankenhaus / auf der Intensivstation befindlichen Personen ganz anders entwickeln als die der PCR-Test-Positiven.

Vielen Dank, dass Sie, Herr Hardtke, das thematisieren. Ein positiver PCR-Test besagt nichts weiter, als dass ein Corona-Virus im Nasen- oder Rachenraum vorhanden war. Dieser Test lässt jedoch keine Aussage zu, ob das Virus auch in Gewebe oder Organe eines Patienten eingedrungen ist und sich dort vermehrt hat. Erst wenn eine Vermehrung des Virus im Patienten stattfindet oder stattgefunden hat (damit einhergehend treten Krankheitssymptome beim Patienten auf, z.B. Entzündungen), wird/ist der Patient krank und möglicherweise auch ansteckend.

Ernst-Günther Konrad | Di, 13. Oktober 2020 - 12:47

Sofort aufhören mit den unsinnigen, fehlerhaft interpretierten PCR-Tests die zur Diagnose nicht zugelassen sind. Wenn überhaupt begrenzt mit klaren Vorgaben. Endlich mal Klarheit in das Zahlenwerk der RKI schaffen, von dem das saarl. Verfassungsgericht sagt:
"Der Verlust des Grundrechts der Freiheit der Person ist Tag für Tag der Freiheitsbeschränkung ein endgültiger Nachteil. Er kann für die verstreichende Zeit nicht wieder ausgeglichen werden. Der damit erzielte Gewinn an Gesundheitsschutz ist nicht nachvollziehbar dargelegt. Absolute Zahlen einer Zunahme von Infektionen mit dem Sars-Cov2-Virus belegen nichts außer der Zunahme selbst. Sie sind – so dramatisch und tragisch Krankheitsverläufe im Einzelfall sind und so furchtbar der Tod eines
jeden kranken Menschen ist und, vor allem, so wichtig der Schutz der behandelnden medizinischen und pflegerischen Kräfte ist – aussageleer. Steigt die Zahl der Infizierten, kann das auf vielerlei Gründen beruhen:
Haltet Euch endlich an die Urteile.