Caren Miosga und Bärbel Bas
Echt jetzt, Frau Bas? Caren Miosga (l.) mit der SPD-Parteivorsitzenden / picture alliance / HMB Media | Uwe Koch

Bärbel Bas bei Miosga - Die Partei der gebremsten Reformen

Bärbel Bas im Rechtfertigungsmodus: Bei Caren Miosga verteidigt die SPD-Chefin ihre Rolle als Mahnerin in der Koalition – und zeichnet zugleich das Bild einer Partei, die zwischen Regierungsverantwortung und eigener Identitätskrise pendelt.

Autoreninfo

Jan Uphoff studiert Politikwissenschaft in Bremen.

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„Ich bin so ein personifiziertes Feindbild geworden“, erklärte Bärbel Bas Anfang vergangener Woche beim Ständehaus-Treff der Rheinischen Post. Gemeint waren vor allem die persönlichen Anfeindungen, die ihr als Ministerin entgegenschlagen. Kaum eine andere Spitzenpolitikerin muss derzeit so häufig erklären, warum sie Vorhaben der eigenen Regierung kritisiert und ausbremst. Doch bei Caren Miosga tat sie genau das am Sonntagabend dann fast eine Stunde lang.

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Hanno Woitek | Mo., 8. Juni 2026 - 11:54

wird sie ganz sicher zur Totengräberin der Demokratie. Weil...sie quatscht die Bürger zur AfD. Und man muss sich fragen, wie eine so dumme Politikerin in ein Ministeramt kommen konnte und vom Kanzler nicht aus dem Amt geschmissen wird.

Bürger zur AfD treiben, geht die Demokratie nicht zugrunde.
Haben Sie eigentlich mal darüber nachgedacht, was Sie mit solchem Gerede den AfD-Wählern unterstellen? Können Sie auch nur ansatzweise bestätigen, warum mit der Regierungsübernahme d AfD die Demokratie „begraben“ werden würde?
Mein Gott Walter, ich kann es nicht mehr hören, wenn jeder daherkommt und den Blödsinn des ÖRR, der Altparteien und sonstigen (frei nach Martenstein) historischen Analphabeten (Merz incl.) nachplappert und in der AfD die Totengräber dieses Landes sieht.
Haben Sie sich mal damit beschäftigt, was so alles abläuft im Lande seitens Ihrer Super-Demokraten der Altparteien, um die – durch und durch demokratisch aufgestellte und legitimierte – AfD auszuschließen? Bis hin zu Verbotsforderungen? All den Dreck, den „Verfassungsschützer“ auf Befehl der Altparteien zusammentrugen und den ihnen die Gerichte um die Ohren hauten?
Ich zitiere Dr. Kissler: „Nur selber denken macht schlau.“ Vielleicht mal verinnerlichen.

Markus Michaelis | Mo., 8. Juni 2026 - 12:27

Ja, stimmt schon. Dinge diskutieren und besonnen reagieren ist sicher gut. Das mit den einfachen Antworten ist schwieriger: wenn die Zeit des Abwägens vorbei ist, und Entscheidungen anstehen, sind die damit gegebenen Antworten notwendig und immer vereinfachend, scheint mir. Das ist das Wesen von Entscheidungen?

Für mich ist nicht prinzipiell die Vereinfachung schlecht, die Vereinfachungen linker Parteien sind nur zu menschenfremd geworden. Bei der SPD als ehemaliger Volkspartei ist das am gravierendsten. Schärfer linke Parteien werden von ihren Gruppen weitergehend unterstützt, wenn gezielt die eigene Weltsicht herausgestellt wird.

Für mich ist das Problem der SPD, mit anderen Linken, zu vereinfachend GG, Grundrechte, Menschenrechte, Völkerrecht, Gerechtigkeit etc. als absolut hinzustellen, damit ein normatives Menschenbild zu setzen, eben nicht mehr abzuwägen, und alle, die der Norm widersprechen, nicht nur als politische Gegner, sondern als Menschenfeinde zu betrachten.

Klaus Funke | Mo., 8. Juni 2026 - 12:28

Wenn ich diese Person sehe, die leistungsseitig (schlechtes Deutsch, ich weiß) völlig unverdient ein hohes Amt im Staate begleitet, und die einen horrenden und verblendeten Unsinn redet, ja dann verstehe ich meine Landsleute, wenn sie in Scharen zur AfD laufen. Die Bas ist quasi ein Parteienabschreckungsmittel. Liebe Kinder! Werdet bitte nicht so wie diese Tante von der SPD mit ihrer wunderbaren Haarfrisur. Gibt es in anderen Ländern vergleichbare Personen in Regierungsämtern oder nur hier im lustigen Land Deutschland? Dazu das Gesicht von Frau Miosga. Mein Gott CICERO, was bietest Du Deinen Lesern? Eine Zumutung, weiß Gott.

Schön, dass Sie wieder am Start sind, lieber Herr Funke. Manchmal ist ja auch nach einer Mütze Schlaf ein wenig Rauch von den Qualmwolken am Vorabend verflogen;-) Zumindest mir geht das hin und wieder so.
Wie dem auch sei, die Bärbel hält sich doch selbst, völlig zu unrecht selbstredend, für eines der größten politischen Feindbilder. Jetzt könnte man ihr entgegnen, dass so eine Trophäe erstmal redlich verdient werden muss, wer kann der kann. Apropos, wer eher wenig kann, schafft halt eben doch die steile Karriereleiter, ein wahres Vorbild eben.
Aber wer allen Ernstes behauptet, es gäbe von Migranten keine Einwanderung in unsere Sozialsysteme und zwar massenhaft, der glaubt vermutlich selbst an das eigene beeindruckende Leistungsniveau, von daher passt das schon, Gleich und Gleich gesellt sich eben gern. Auf der einen Seite eine Klientel, die das Arbeiten nicht gerade erfunden hat und auf der anderen Seite Gleichgesinnte, die das unterstützen, Kernkompetenz der neuen SPD.

P.S.: Das Rauchen der Friedenspfeife meinte ich doch eher symbolisch, lieber Herr Funke, denn das Epizentrum NRW's ist ganz schön weit weg vom schönen Sachsen, u. selbstverständlich liegen wir nicht über Kreuz! Trotzdem darf man als gestandener Lakota-Indianer die Pfeifen auch mit Freunden und nicht nur mit Feinden rauchen, glaube ich. Man stelle sich vor:
"Steht mit einer Faust"(Lehmann) sitzt mit "Wind in seinem Haar"(Funke) am Stammes-Feuer der Lakota im Großraum-Tipi und qualmt die ganze Hütte ab;-)
In diesem Sinne: Hàu kola, Lakota! (Hallo Freund)
Zum Thema familiärer Verwerfungen fiel mir ein was Indianer über die Liebe sagen:
"Es gibt vier Stufen der Liebe. Die erste Stufe ist die Liebe zu unseren Mitmenschen. Die zweite Stufe ist die Liebe zu einem bestimmten Menschen. Die dritte zu einem Menschen mit der Intensität, ihn besitzen oder immer behalten zu wollen. Die vierte Stufe ist, einen Menschen so zu lieben, dass es ihm gut geht, egal welche Rolle wir selbst dabei spielen."

Liebe Frau Lehmann, nicht nur Herr Funke ist wieder da (seine „Auszeit“ hielt nicht lange an), auch Sie melden sich wieder. Wie schön! Ich freue mich jetzt schon auf Ihre klugen und witzigen Kommentare. Liebe Grüße!!

Als ich Ihren Namen las, habe ich mich schon gefreut, liebe Frau Hachenberg, da hatte ich den Text noch gar nicht gelesen. Um es mit den Worten von Meister Yoda zu formulieren: Es vermisst ich habe;-)
Bis zum nächsten Eklat versuche ich durchzuhalten, mein loses Mundwerk zu zügeln und nicht im Affekt zu schreiben.....obwohl......manchmal muss man es einfach mal krachen lassen, oder? Liebe Grüße zurück;-)

Nein, es ist nicht die Liebe, es ist viel schlimmer - Morbus Dementia Typus Alzheimer mit spätem Beginn (nicht ich, um Gotteswillen, sondern meine in 56 jähriger Ehe verbandelte Partnerin hat es getroffen) - und dies schafft mich bis zur Leistungsgrenze. Man glaubt es erst, wenn man es täglich in allen Nuancen erlebt. Bitte ersparen Sie mir Details, aber ich wünsche dies selbst meinem ärgsten Feinde nicht. So dies zur Klarstellung (es wäre besser, wir redeten via persönlicher Email - gmx oder gmail.com - steht irgendwo im www) Sie sind also eine Indianerfreundin? Wie schön. Ich auch und nicht nur wegen Karl May (er war ja Sachse und lebte bis zu seinem Tode in Radebeul/Dresden). Bin mit den "Crow" über einen Freund bekannt geworden bzw. bin es noch. Über Frau Bas brauchen wir indes nicht weiter zu reden. Sie ist es einfach nicht wert. Sie mag ja privat ganz liebenswert zu sein, ansonsten ist sie aber hoffnungslos überfordert.. Gut, warten wir einfach interessierende Themen ab...

Walter Buehler | Mo., 8. Juni 2026 - 12:30

... zu ihrem privaten Brotberuf gemacht haben, sowie die Berufsfunktionäre der Vorfeldorganisationen (z. B. Gewerkschaften) haben längst beim Kampf um Ämter und Mandate die Mitglieder "aus dem Volk" aus den Parteien (z. B. der SPD) hinausgeekelt und verdrängt.
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Die Buchstaben "SPD" (oder auch "CDU" , ...) bezeichnen keine Partei mehr im klassischen Sinne, sondern nur noch eine Karriere-Verbindung oder Posten-Kartell für Leute, die über diese Organisationen ihr Brot verdienen wollen.
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Herr Uphoff, inzwischen schmoren wie einst in Osteuropa auch in EU-Europa die Polit-Profis in diesen Großorganisationen für Funktionäre vor sich hin. Sie wollen und können die Realität in der Gesellschaft längst nicht mehr verstehen.

Entsprechend mangelhaft ist ihre politische Leistungsfähigkeit.

Karl-Heinz Weiß | Mo., 8. Juni 2026 - 12:43

Wenn eine Ministerin Arbeitgeber zu potentiellen Feinden erklärt und trotz „Ruhrpott“-Wahlkreis eine Einwanderung in die Sozialsysteme leugnet, bedarf es zur Erklärung des Niedergangs der SPD keine weiteren politikwissenschaftlichen Studien. Einzige Hoffnung ist, dass die SPD-Bundestagsfraktion bei der Beratung der anstehenden Sozialreformen klare Kante signalisiert: So nicht, Genossin !

Sebastian Habel | Mo., 8. Juni 2026 - 16:02

Wenn die Hauptfigur in Brösels Wernerfilmen und Comics bald zwangsge-genderswapped wird, muss sie auf jeden Fall Bärbel heißen, so wie Frau Bas Motorrad zu fahren scheint: "BÄRBEL - gekotzt wird später!"; "BÄRBEL - Beinhart!"

Ingo Frnk | Mo., 8. Juni 2026 - 19:29

Sitzungen und die dabei redenden „letzten standhaften SED Genosse, die einfach nicht begruffen, dass ihre Zeit einfach vorbei ist und sich ganz genau so mit Klassenkamofparolen an das Volk wendete. Das Volk war allerdings schon ganz weit weg …… genau so wie heute.
MfG a d Erf. Rep.