- Ein Orden für die Spaltung
Die Alt-Bundeskanzlerin hat von Ministerpräsident Winfried Kretschmann die höchste baden-württembergische Auszeichnung verliehen bekommen – ausgerechnet für ihre menschenfeindliche Corona-Politik. Das ist Ausdruck von Zynismus und Entkoppeltheit.
In den Jahren der Corona-Pandemie hat die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel ihr bevorzugtes Entscheidungsgremium entdeckt: die Ministerpräsidentenkonferenz, die sich in kurzer Taktung traf oder zusammenschalten ließ und dem wartenden Volk die Leitlinien der Corona-Politik verkündete. Auf den Meter genau entschied das Gremium, welches Maß an Distanz in den folgenden Wochen noch zulässig war oder mit wie vielen Menschen man direkten Kontakt zur gleichen Zeit haben durfte.
Wahrscheinlich liebte die Kanzlerin das Gremium auch deshalb so sehr, weil es ihrer in der Außenpolitik eingeübten Arbeitsweise entgegenkam. Diskutiert und gewogen wird hinter verschlossenen Türen, für die Öffentlichkeit ist nur das Ergebnis bestimmt. Das ist ein exekutiver Luxus, den das Grundgesetz für die eigentlich zuständigen Entscheidungsgremien – die Parlamente – nicht vorsieht. Aber Verfassung, Parlament und Föderalismus standen in jenen Jahren nicht hoch im Kurs bei den Entscheidern und Experten. Geradezu neidisch blickte man nach China, wo es ja dann doch ganz andere Möglichkeiten des exekutiven Durchgriffs gegen das Virus gab.
Illustre Runde
So öffentlichkeitsscheu die Beratungen der Entscheider und Experten in jenen Jahren auch abliefen, so sehr zieht es sie heute aus anderem Grund ins Scheinwerferlicht. Die Protagonisten jener Jahre verleihen sich jetzt nämlich gegenseitig Preise. Denn eines will man dann doch gegenüber der damals noch ausgeschlossenen Öffentlichkeit klargestellt wissen: Wir haben alles richtig gemacht. Und so traf sich in dieser Woche eine illustre Runde aus jenen Jahren, um dem spiritus rector der deutschen Corona-Politik den Preis umzuhängen, den man sich wahrscheinlich am liebsten selbst gegeben hätte.
Und in gewisser Weise hat man das ja auch. Mit von der Partie war beispielsweise Melanie Brinkmann, eine enge Beraterin der Kanzlerin, die einst intensiv dafür warb, das Land in grüne und rote Zonen einzuteilen, zwischen denen kein Reiseverkehr mehr stattfinden dürfe. Rot sollte eine Zone schon bei einer sehr geringen Inzidenz werden. Die Aussicht auf grüne Zonen sei außerdem furchtbar motivierend für die Bürgerinnen und Bürger, sich bei der Pandemiebekämpfung einzusetzen. Das ist nicht identisch, aber auch nicht so weit weg von dem, was die Chinesen versuchten, bis die Strategie unter dem Protest der Bürger eingestellt werden musste.
Hinter verschlossenen Türen
Apropos furchtbar und apropos China: Der bekennende Ex-Maoist Winfried Kretschmann war es, der die Verleihung der höchsten Auszeichnung des Landes Baden-Württemberg an die Kanzlerin zu verantworten hatte. Er saß mit der Kanzlerin seinerzeit hinter den verschlossenen Türen – gelegentlich flankiert von einigen Expertinnen und Experten wie beispielsweise Christian Drosten, der ebenfalls der Auszeichnung beiwohnte. Kretschmann tat sich in der Corona-Zeit mit einer bemerkenswerten Ehrlichkeit hervor, etwa als er darüber sinnierte, ob es nicht sinnvoller wäre, auch mal unverhältnismäßige Maßnahmen zu treffen. Allein für diese Ehrlichkeit könnte man dem scheidenden Ministerpräsidenten einen Orden umhängen, wenn die Forderung selbst nicht so gnadenlos verfassungsfeindlich gewesen wäre. Das musste er auch einsehen, nachdem ich mir damals erlaubte, diesen Umstand herauszustellen. Er entschuldigte sich.
Wahrscheinlich in der Hoffnung, dass diese und weitere Eskapaden vergessen sind, setzte Kretschmann in seiner Laudatio zur großen Selbstrechtfertigung an. Es sei falsch, zu unterstellen, man habe Grund- und Freiheitsrechte leichtfertig geopfert. Und schon gar nicht, weil man eine Lust am Durchregieren verspürt habe. Man sollte diese Laudatio von Winfried Kretschmann vielleicht einmal mit den Bildern von Polizeiwagen, die jugendliche Kontaktverbotsbrecher durch den Park jagten, unterlegen. Oder mit denen der keuchenden Ordnungskräfte, die auf der Skipiste das Maskengebot kontrollierten. Oder dem Polizeihubschrauber, der Menschen von einer Eisfläche verjagte. Wir erleben immer wieder, dass der Staat das Gewaltmonopol im öffentlichen Raum nur hart erkämpft verteidigen kann. Während Corona ließ die Exekutive Polizisten mit Abstandshölzern durch Versammlungen laufen. Schwer zu glauben, dass nicht die Lust an der Kontrolle die Triebfeder dafür war. Denn so viel steht fest: Eine sinnvolle, effektive und menschenwürdige Pandemiepolitik war es mit Sicherheit nicht.
Stichwort Menschenwürde
Menschenwürde war auch ein Stichwort, das Winfried Kretschmann in seiner Laudatio lieferte. Und da musste ich daran denken, wie er mich im Dezember 2021 hart anging, weil ich in einem Interview äußerte, dass der Umgang mit Ungeimpften von dem Gedanken an Rache und Vergeltung getragen sei. Denn auch hier gilt: Eine sinnvolle, effektive und menschenwürdige Pandemiepolitik war es mit Sicherheit nicht. Die Menschenwürdegarantie gilt auch für Ungeimpfte, hielt ich ihm damals entgegen. Der Ausschluss aus dem sozialen Leben, aus sozialer Teilhabe und die von der Politik geforderte und gewünschte soziale Ächtung sind damit nicht in Einklang zu bringen.
Die Merkelsche Corona-Politik hat eine Schneise der Verwüstung in das gesellschaftliche Miteinander geschlagen. Durch Freundeskreise, Familien und Betriebe wurde die Saat des gegenseitigen Argwohns gelegt. Diejenigen, die den „Zusammenhalt“ damals am lautesten im Munde führten, haben am meisten zu dieser Spaltung beigetragen. Dass diese Menschen sich jetzt gegenseitig die Preise dafür verleihen, ist Ausdruck einer schwer verständlichen und kaum zu ertragenden Entkoppelung (ehemals) Regierender von ihren Bürgerinnen und Bürgern.
Und dann gibt es da noch die ganz greifbaren Auswirkungen der ausgezeichneten Corona-Politik: die zerstörten Bildungsbiografien, insbesondere von sozial schwächeren Kindern; die verlorene Schulzeit, die nicht durch Privatinitiative ausgeglichen werden konnte; die steigende Zahl an psychischen Erkrankungen; die Menschen, die in Einsamkeit starben, weil ein übergriffiger Staat der Meinung war, das sei Ausdruck einer besonderen Solidarität.
Und Angela Merkel? Die sprach in ihrer Dankesrede von „demokratischen Zumutungen“ und fand auch Worte des Bedauerns für die Kinder und Jugendlichen. Aber die Entscheidungen seien nicht im „demokratiefreien Raum“ entstanden, sondern viele seien von den Gerichten bestätigt worden. Unabhängig davon, dass es Hunderte Gerichtsentscheidungen gab, die das eben nicht taten: Die Kanzlerin unterliegt hier einem Irrtum, denn Gerichtsentscheidungen sind kein Gegenstand demokratischer Willensbildung, auch wenn sich die geneigte Öffentlichkeit manchmal so verhält. Erst durch die Synthese von Demokratie und Rechtsstaat wird unsere freiheitliche Grundordnung komplett.
Von den Menschen „Unmenschliches“ verlangt
Ihre Ausführungen, ihr sei bewusst, dass man von den Menschen „Unmenschliches“ verlangt habe, sollten wohl – ihrem „Mutti“-Klischee entsprechend – Verständnis suggerieren. Dabei sollte einer ehemaligen Bundeskanzlerin auffallen, dass eine deutsche Regierung nicht berechtigt ist, „Unmenschliches“ zu verlangen. Aber wie soll so etwas noch auffallen, wenn man sich zur gegenseitigen Selbstbestätigung und Beweihräucherung trifft?
Angela Merkel hat ganz am Anfang der Pandemie den richtigen Ton getroffen und die Bevölkerung eindringlich, aber ohne Panik zu schüren, auf die große Unbekannte namens „Corona“ vorbereitet. Sie hat sich immer mehr davon entfernt. Ihre Politik hat das Land gespalten und verstört zurückgelassen. Das ist nicht preisverdächtig – im Gegensatz zu der traurigen Inszenierung, deren Mittelpunkt sie in Stuttgart war. Das würde immerhin noch für einen Satirepreis reichen.
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Die wollen "unmenschlich" als Stilmittel von Regierungsarbeit salonfähig machen? Wie tief ist unsere Demokratie im Sumpf von Gegendemokratie und Rechtsstaatabschaffung versunken?
Danke, verehrter Herr Kubicki! Es ist eine Schande, bei so viel durch die Maßnahmen entstandenen Leid!
Publizisten, solch einem Dreck bewohnen, ihn zumindest verfolgen und aushalten zu müssen, um darüber zu schreiben. Aber es sei Ihnen gedankt, dass Sie es gemacht haben.
Ja, es widert einen nur noch an. Alles und alle. Merkel ganz weit oben, aber auch die anderen, v.a. die noch politisch Aktiven, die heute durch die Gegend rennen und „Demokratie“ oder „Freiheit“, etc. (und in diesem Zusammenhang den nächsten Angriff auf die Verfassung, dem Verbot der Opposition, starten) rufen, obwohl sie sie in einem Handstreich abschafften. Fast alle waren dabei, der Autor aus den Reihen der Altparteien als Leuchtturm in Sachen Freiheit und Grundrechte aber auf der richtigen Seite, im „Bunde“ sozusagen mit der „Frevelpartei“, die als einzige geschlossen sich diesem Irrsinn entgegen stellte (und wohl auch deshalb mit der „Brandmauer“ abgesondert wurde).
Es wird nichts bringen, aber es ist trotzdem gut, immer wieder an diese dunkelsten Zeiten seit '45 zu erinnern.
Zumal es schon wieder losgeht.
...,in ihrer Sozialisierung, im Geiste Verwandte.
Wundert sie, Herr Kubicki, in diesem sklerotischen System, genannt BRD, überhaupt noch etwas? Ich nehme es gelassen und betrachte diese Nummer dem Karneval geschuldet. Leider ist das alles kein Witz; hat aber auch etwas Gutes: Eine bessere Entwürdigung von Preisen, verliehen an die Falschen, kann es gar nicht geben. Diese Leute führen sich selbst ad absurdum. Ich greife kurz zum Waschlappen, reib mir die Augen und versuche den Durchblick zu behalten. Das Leben geht weiter. Schönen Tag.
Vom Volke weitgehend verachtet, verspottet und verlacht, aber dennoch im Besitz der Macht infolge der Dummheit dieses Volkes. Keiner nimmt sie wirklich ernst, nur die "Preisträger" selber glauben in vollem Ernst an ihre Preiswürdigkeit. Ein tragikomisches Spiel. Trotzdem überkommt mich eine schlimme Wut, wenn die Merkel wieder und wieder in Erscheinung tritt. Sie ist die Hauptschuldige an Deutschlands Unglück. Und wahrscheinlich ist sogar, dass sie "stasiverstrickt" war, freilich hat sie mit ihrem Kumpan im Geiste, dem Erzheuchler Gauck, alles, was sie (und ihn) belasten könnte, vernichtet. Und auch deshalb lässt sie nicht ab, ihren Ruf zu verklären. Es gibt kaum ein fieseres Weib in der dt. Geschichte als diese Frau - Indes ich hoffe noch darauf, dass sie ihre gebührende Strafe bekommt. Irgendwann, und das lässt mich gläubig werden, holt sie der große Gleichmacher ein, dann schlägt ihr letztes Stündlein, und, da sie feige ist, wird sie jammern und flennen. Ich gönne ihr das Fegefeuer.
Okay, gründlich sind Deutsche ja, aber auch das Gedächtnis ist ein Speicher...
Zugegeben hat mich das evtl. "Schweigen" um Merkel und Gauck dann auch dazu gebracht, mich zu beruhigen und eher den Medien zu folgen.
Meine Einschätzung von Merkel blieb z.B. nur deshalb, weil ihr politisches Auftreten mir keine Linderung verschaffte, auch nicht ihre "Anknüpfungspunkte", soweit sich die Leute evtl. "nicht selbst wehren konnten"?
Die DDR war evtl. kein "Kindergarten" und gewährte doch auch ehemaligen RAF-Leuten "politisches Asyl"?
Manche Menschen müssen vielleicht auch vorsichtig sein?
"DDR-Belastete" sind vielleicht nicht die besten "Zeugen"?
Ich hoffe, dass langfristig ALLEN Gerechtigkeit widerfährt"!
Soll ich mich angesprochen fühlen? Ja, ich bin "DDR-belastet", weil ich 42 Jahre in diesem Staat gelebt habe - leben musste, mangels echter Alternativen. Ich habe in diesem Staat studiert, geheiratet, bin Vater geworden. Ich habe dann in den folgenden Nachwendejahre die glorreiche Alt-BRD aus dem Wirtschaftsblickwinkel kennengelernt, und jede Menge Illusionen verloren. Vieles war nur Katzengold, statt echtem Gold. Speziell solche Leute wie Herr Gauck, die Wandler zw. den Welten, sind mir zutiefst zuwider. Auch Frau Merkel, die "als Begünstigte" in Moskau studieren durfte (ich durfte dies nicht). Wer die DDR kennt, weiß, dass, um dort studieren zu dürfen, ein hohes Maß an Staatsloyalität vorausgesetzt wurde, auch die Staatssicherheit redete da ein Wörtchen mit. Merkel blendet dies in ihrer Autobiografie weitgehend aus. Sie durfte in Moskau studieren, weil ihr Vater ein roter Pfaffe war, eingewandert a. d. Westen. Liebe Frau Sehrt-Irrek, leider wissen Sie noch immer nichts über uns.
Merkel hat dem Land geschadet wie kein anderer seit 80 Jahren: Durch die Banken- und Eurorettung finanziell, durch die Flüchtlingskrise gesamtpolitisch, durch die Coronakrise rechtspolitisch, durch die Klima- und Energiekrise ökonomisch und durch ihren Regierungsstil politisch-ethisch.
nicht nur auf Frau Merkels Sachverstand angewiesen waren.
Nach meinem Eindruck managten das Schäuble und Steinbrück.
Aber der evtl. Unmut über Frau Merkel war vlt. schon so groß, dass auch egal war, ob sie nun wirklich verantworlich war?
Vom Gesetz her war und ist sie es?
Man hätte sie vielleicht nicht soviel sprechen lassen sollen?
Die Finanzkrise und da gehe ich eben mit den "Gründungsvätern" der AfD überhaupt nicht dacore, ihres Zeichens Ökonomen?, die Finanzkrisenbewältigung war nicht ohne Risiko, aber m.E. im Kern richtig und sozial abgefedert.
Ich hoffe zutiefst, dass ""Spekulanten"" eher nicht die Zielgruppe dieser finanzpolitischen Neuaufstellung waren.
Wir brauchen in der Debatte so langsam eine Beruhigung, wie auch in der über Merz Finanz"coup".
Er verantwortet es, es mag nicht ohne Risiko sein, aber wer, wenn nicht wir Europäer?
Wir Deutschen sind doch nun wirklich vorsichtig und haben die wenigsten Aktionäre weltweit?
Staatlich abgesichert lassen wir uns aber darauf ein?
Nur mal eine Frage: Warum beenden Sie fast jeden Satz mit einem Fragezeichen?
Während in ganz Asien und Australien Einreiseverbote für Reisende aus China erlassen wurden, Singapur Fiberkontrollen für alle Einreisenden erließ, blieben die Grenzen der EU & Deutschlands offen für Reisende mit und ohne Virus. Selbst die chin. Arbeiter in den Textilfabriken konnten nach dem (späteren chin.) Neujahr einreisen und das Virus in die Region Bologna tragen.
Während dessen schenkte unser Außenminister der Volksrepublik 2 Flugzeuge mit „Schutzmaterial“, die wir wenige Wochen später zu einem horrenden Preis dort wieder kaufen mussten.
Der Mitarbeiter im Innenministerium, der auf die vorhandenen (Sars-Cov-1) Pandemie-Pläne verwies und deren Eignung auch für Corona verlautbarte, wurde schnell in den Ruhestand (mit Maulkorb?) versetzt. Er fand alles übertrieben, aber das passte nicht ins Kalkül der Regierenden.
Haben Merkel & Co. wirklich eine großartige Leistung vollbracht, als sie der Demokratie großen Schaden zufügten, weil Kritik verboten wurde?
Herr Wienroth, Sie beschreiben den Zeitraum vor Beginn der Ministerpräsidentenkonferenzen. Vor diesen lag es in der Hand des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn. Ergänzend zu Ihren Ausführungen der Spiegel-Artikel "Flugverkehr trotz Coronakrise: Die Iran-Affäre" vom 17. März 2020.
Was will'ste da noch sagen bzw. schreiben...!?
Außer: Danke Herr Kubicki.
eigentliche Katastrophe und der Mainstream, allen voran der ÖRR, jubiliert mit !
Mit freundlichen Grüßen aus der Erfurter Republik
Unrechtsbewusstsein würde ich von diesen Menschen gar nicht erwarten, ob mit oder ohne Anführungszeichen. Dazu sind sie viel zu selbstgewiss. Aber wenigstens das Eingeständnis, dass man gravierende, auch folgenschwere Fehler gemacht hat und sich dafür nicht noch Orden umhängt und Lobeshymnen dazu singt. Auf geradezu atemberaubend entlarvende Weise wird hier ein Selbst- und Menschenbild offenbar, das ich so bei Politikern bis zur Pandemie nicht für möglich gehalten hätte- nicht mal bei einem Ex- Maojünger. Vom Verhältnis zum Grundgesetz Art.1 und der parlamentarischen Demokratie ganz zu schweigen.
Man muss Wolfgang Kubicki und der Cicero -Redaktion dankbar sein, dass sie immer wieder auf diese längst nicht geheilte, schwärende Wunde, die der Demokratie zugefügt wurde, hinweisen.
Einen Orden für die systematische Zerstörung des Landes!
Und die Mutti führt weiter Regie.
Denn überall sitzen ihre Verbündeten, die Muttis Erbe bestens verwalten.
eingeschätzt, die evtl. "Meisterin der Abstandsvermessung".
Alles unter dem Vorbehalt, dass ich mich auch irren kann!
So habe ich sie von Beginn an eingeschätzt.
Sie auch, Herr Kubicki?
Ich denke mal, viele waren nicht so vlt. "weitblickend"?
Haben die Ciceroforisten sie anfangs gewählt?
Ich jedenfalls nie und nicht nur, weil ich SPD-Mitglied bin.
Ich vermute, dass Frau Merkel z.B. durch Lothar de Maiziere "weiterempfohlen" wurde?
Sie war vlt. unter der Hand in der DDR eine bekannte "Größe", wenn nicht sie, dann ihr Vater?
Irgendwann befand ich für mich persönlich, Frau Merkel und Herr Gysi könnten evtl. "Noch-Nicht/e" der DDR gewesen sein.
Als Erster der Linken war Herr Gysi m.E. okay, Frau Merkel hingegen empfand ich nie als CDU und ich war froh, dass zum Ende der "Freifahrtschein" verwehrt blieb.
Die Ministerpräsidentenrunde war "Gebot der Stunde"!?
Im Nachhinein evtl. nur schwer einzuschätzen, aber gut die politischen Erfahrungen gemacht zu haben.
Nach vorne sehen, besser machen..
"Demokratische Zumutungen" ist Merkels euphemistischer Begriff für die Aussetzung von Demokratie und Rechtsstaat. Beide wurden nach der Pandemie nicht voll wieder hergestellt. Da sich vieles davon schon damals und besonders retrospektiv als lächerlich und in bestürzender Weise bürokratisch pefektioniert, wenn auch wirkungslos darstellt, ist dieser Preis eine Farce. Ein besonderes Problem dieses autoritären Umgangs mit der Pandemie ist seine Folge: Wenn auch sicherlich nicht beabsichtigt, hat die Politik realisiert, dass sie bei autoritären Maßnahmen keine Angst vor dem Volk in Form des mündigen Bürgers haben muss. Schafft sie es, die Mehrzahl der Menschen so zu verängstigen, dass sie den renitenten Rest an seiner Stelle bereitwillig unterdrücken, lässt sich fast alles durchsetzen. Das sieht man am Umgang mit der AfD. Es funktioniert, wenn die Medien die Maßnahmen der Politik propagieren, also mit Propaganda. Merkel erscheint immer mehr als die späte Rache der DDR an der Bundesrepublik.
Ein weiteres Beispiel dafür, dass diese politische Blase absolut abgehoben und gewissenlos agiert.
Fehler eingestehen...?? NIEMALS!
/Ironie
zufrieden sein.
Um es anders zu machen, hätte Frau Merkel evtl. mehr Ahnung von Pandemien haben müssen und mehr von unserem politischen System?
Ich habe sie so nun mal nicht eingeschätzt.
Natürlich regierte genaugenommen meines Erachtens die CDU mit der SPD, allerdings hatten noch so gute Leute dort nicht die Richtlinienkompetenz der Kanzlerin.
Ein "Freifahrtschein" für Frau Merkel kam daher für mich persönlich nicht infrage.
Wir hatten in gewisser Weise vielleicht das Glück der "Tüchtigen".
Wir haben das hoffentlich trotz aller Schwierigkeiten dennoch gemeinsam durchgestanden.
Die FDP bleibt uns gerne erhalten.
Die AfD ist m.E. keine Alternative zu ihr oder zur CDU/CSU
die AfD ist keine und soll auch keine Alternative für die cdu, csu oder fdp sein, sondern eine für Deutschland. Vielleicht hat Ihnen das noch niemand erklärt?
... aus all den Erfahrungen, die ich in 40 Jahren Leben und Leiden unter dem SED-Regime gesammelt habe: Angela Merkel (IM-Erika) war FDJ-Sekretärin und kommunistische Eintreiberin an der Uni - aufgewachsen in einem kommunistischen Elternhaus. Vater Kasner siedelte mit Familie aus Hamburg in die DDR um! Günther Gilliaume kam an Bundeskanzler Willy Brandt nah heran. Die Nämliche hat es intelligenter angestellt: nicht in die LINKE einzutreten, die keine Chance hatte, gewählt zu werden die nächsten 20 Jahre nach 1989. War es ein intelligenter Zug des MfS, IM-Erika in der CDU zu platzieren? Das ist mehr als gelungen. So hatte das MfS 16 Jahre Zeit, die CDU und die Bundesrepublik Deutschland nach links-außen zu "modernisieren". Hilfreich dabei: die millionenfache Überflutung Deutschlands mit islamistischen Migranten. Mit Islamisten gab es ja schon einmal eine Kampfgemeinschaft in den 1970er Jahren (PLO; RAF; MfS)! DAS ist mein Theorie-Konstrukt, was auf sehr intensiven Erfahrungen beruht!
"Wer sich zum Lamm macht, den fressen die Wölfe."
(Miguel de Cervantes Saavedra (1547 - 1616), spanischer Schriftsteller)
Die Demokratie beruht auf dem Grundsatz, dass allein der Wille des Volkes zählt!
Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art 20
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
dieser wunderbaren Frau und Mutti müssen jetzt dringend gefunden werden, nachdem sie alles, was sie sich um den Hals oder an die Klotür hängen kann, abgeräumt ist. Da man nach "Freiheit" von ihr billigerweise keine weiteren literarischen Selbstbeweihräucherungen erwarten darf, denke Ich da vor allem an öffentlich auf- bzw. auszustellende Werke der bildenden Kunst. Wie wäre es etwa mit Gemälden der Kanzlerin a. D. als Allegorie der Niedertracht oder mit Standbildern, am besten Reiterstandbildern, da sie trotz allem Elend immer noch auf dem hohen Ross sitzt?
Hatte ich auch schon: ein schönes, überlebensgroßes Reiterstandbild! Das wäre es doch! Aufstellung an allen zentralen Plätzen des Landes! Heiligsprechung geht ja leider nicht. Obwohl , den Amtskirchen ist mittlerweile alles zuzutrauen.
Man erträgt es nur noch mit Mühe und Humor.
„Öffnungsdiskussionsorgien“.
Mehr muss man zum Thema Merkel und ihrer Coronapolitik nicht wissen oder sagen.
Defacto sind sie und Kretschmann, der typisch grün-überheblich ebenfalls während Corona einen autoritären Kurs gefahren ist, aus einem Holz geschnitzt und insofern ist eine gegenseitige Zugewandtheit wenig überraschend.
Nur: Kretschmann wurde mit knapp 33% bei der LTW 2021 (also mitten während Corona) in BaWü wiedergewählt. Schwarz-Grün kam zs auf fast 57%. Somit scheint die Mehrheit der deutschen Wähler im Südwesten deren Politik für gut befunden zu haben.
Man muss daher leider hinnehmen, dass man bei eigener liberalerer Positionierung durch seine Mitbürger überstimmt wurde. Welche Schlüsse man dann daraus zieht, bleibt jedem selbst überlassen.
"Die Alt-Bundeskanzlerin hat von Ministerpräsident Winfried Kretschmann"
Beide nicht der Rede wert.
Nein. Ihre Freiheit war "Ihr Kampf"
Ihre Unfreiheit wurde zum K(r)ampf!
Wer für´s MfS gearbeitet hat, weiß wenig von wirklicher Freiheit ... bzw. hat sie mit Füßen getreten! Wann gibt´s wirkliche Aufarbeitung?
Deutschlands ehemalige beliebteste Kanzlerin verdankte ihren Erfolg einem permanenten Betrugsmanöver. Dennoch. Erleben wir ihre Renaissance?
Der Maoist Kretschmann heftet ihr Baden-Würtembergs Gold an den roten Busen. Und Wüst ekelte sich nicht, NRW´´höchsten Orden an ihren roten Blazer zu heften.,
Es gab und gilt ihre Agenda, die in erster Linie auf Erwerb und Macht ausgerichtet ist. Inhalte wurden untergeordnet. Sie hinterließ ein Land im Reformstau. Ein Land, das sich auf Kosten anderer in kleinkariert nationaler Interessenpolitik. Ein Land, das wichtig war, aber ständig an Gewicht verlor. Ein Land, in dem die Ungerechtigkeit wuchs und Millionen Bürger in Armut leben, auch wenn sie arbeiteten. Ein Land, in dem die Politik sich selbst bereichert. Warum auch nicht? Denkverbote, Redeverbote. etc. Deutsches Herz, was willst du mehr?
Die Auszeichnung erinnert an das südwestdeutsche Staufergeschlecht und ist für Personen gedacht, die sich um Baden-Württemberg verdient gemacht haben. Im Gegensatz zu seinem Corona-Kurs nimmt sich Winfried Kretschmann bei der Preisverleihung also ziemlich viel Freiheiten. Vordergründig gibt er sich als glühender Verehrer der Philosophin Hannah Arendt aus. Ob diese als vehemente Streiterin für "Freiheit" einen solchen Verehrer geschätzt hätte, erscheint mir zweifelhaft.
Sich an Gesetze zu halten, für Jeden von uns eine Selbstverständlichkeit. Anderen nicht vorsätzlich zu schaden ebenso. So weit so gut. Jetzt wenden wir den Blick in die oberen Etagen dieser Republik u. stellen fest, dass ein Großteil des dort agierenden Personals dieses Land & seine Steuerzahler als Selbstbedienungsladen für eigene Pfründe u. als Versuchslabor zur Verwirklichung gefährlicher privater Ideologien missbraucht, dabei auch über Leichen geht und das im wortwörtlichen pathologischen Sinn!
Jetzt läuft diese Hosenanzügin immer noch frei herum, findet immer noch Bekloppte, mit denen sie die Eigenschaft vereint nicht mehr alle Murmeln auf der Kette zu haben, die ihr auch noch Preise verleihen! Einer Person, die Recht & Gesetz sowie ihren Amtseid massiv gebrochen hat u. unserem Land monetäre u. strukturelle Schäden historischen Ausmaßes zugefügt hat. Statt Knast u. Schadenersatz gibt es Orden & Preise! Unser Einer geht für Worte wie „Schwachkopf“ u. „Märchenerzähler“ in den Knast!
Bravo, liebe Frau Lehmann! Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Außer: alle diese Politdarsteller in einen Sack und… 🥺 Leider darf man ja gewisse Dinge heute nicht mehr sagen/schreiben in unserem ach so tollen demokratischen Land! 🥺🥺
Als unverbesserliche Optimistin glaube ich daran, dass es nach Ablauf der Sperrfristen für die Akten des Kanzleramts eine gut ausgebildete, intellektuell fähige Historikergeneration geben wird, die die Regierungszeit und Entscheidungsgänge Merkels aufarbeiten wird. Die schlimmsten Folgen der desaströsen Politik lassen sich schon jetzt an unbestechlichen Zahlen ablesen, die auf brutale Weise ihre Selbstwahrnehmung konterkarieren.Die Folgen der Fehl- und Nichtentscheidungen werden das Land demnächst mit voller Wucht treffen. Das in zwei Amtsperioden mühsam aufgebaute aussenpolitische Geschichtsbild ist ebenfalls in Scherben. Das heilen noch so viele Orden nicht.
Parteipolitisch katastrophales Erbe ist die Entkernung der CDU, die einen nicht unerheblichen Teil ihrer Wähler an die AfD verloren hat, weil konservative, traditionelle Werte keinen Stellenwert mehr in der Partei haben.
Die schlimmste Spätfolge wäre die Kanzlerschaft eines Merkelgetreuen nach dem absehbaren Scheitern von Merz
Einzelne können manchmal sehr viel Schlimmes anrichten, das stimmt. Sie können es aber auch nicht ohne die Mithilfe anderer.
Der Zorn über den angerichteten Schaden darf uns nicht so blind machen, dass wir die vielen fleißigen Helfer übersehen, die an der großen Misere aktiv mitgewirkt haben:
all die Wissenschaftler, Beamte, Journalisten und all die vielen Berufs-Funktionäre in Parteien, Stiftungen, Kirchen und NGO's.
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Haben diese Helden, die sich HEUTE hinter der Brandmauer versteckten, aber noch aktiv sind, irgendetwas gelernt?
Ich fürchte NEIN.
Zwei alte Leute dagegen, die sich gegenseitig irgendwelche Blech-Orden verleihen und sich darüber kindlich freuen können, sind doch wohl eher rührend.
Lassen wir ihnen unterm Weihnachtsbaum die kindliche Freude an ihrem glitzernden "Banner der Arbeit" vor der Brust.
Die anderen Mitwirkenden sind heute gefährlicher!
