- Drei deutsche Fehlentscheidungen
Deutschland stand lange für Stabilität und Mitte. Doch drei Entscheidungen – der Ausstieg aus der Atomkraft, die Aussetzung der Wehrpflicht und die Willkommenskultur in der Migrationspolitik – zeugen nur mehr für politische Selbstbeschädigung und moralische Überheblichkeit.
Deutschland hat sich lange als Land der Stabilität, Vernunft und berechenbaren Mitte verstanden. Gerade deshalb wirken manche politische Entscheidungen im Rückblick nicht wie gewöhnliche Irrtümer, sondern wie Fälle strategischer Selbstbeschädigung. Sie entstanden nicht aus einem Mangel an Wissen, sondern aus einer eigentümlichen Mischung aus moralischer Selbstgewissheit, politischer Bequemlichkeit und der Hoffnung, komplexe Wirklichkeit lasse sich durch symbolische Akte ordnen. Drei Entscheidungen stechen dabei besonders hervor: der Ausstieg aus der Atomkraft, die Aussetzung der Wehrpflicht und die politische Rahmung der Migrationskrise unter dem Zeichen der Willkommenskultur. Jede dieser Entscheidungen wurde einst als Fortschritt verkauft. Heute zeigt sich, dass sie Deutschland abhängiger, verletzlicher und realitätsblinder gemacht haben.
Am deutlichsten ist das beim Thema Atomkraft. Der deutsche Ausstieg wurde als ethisch überlegen, ökologisch konsequent und modern präsentiert. Tatsächlich aber führte er ein hochindustrialisiertes Land mit immensem Energiebedarf aus einer verlässlichen, CO2-armen Grundlasttechnologie hinaus, bevor belastbare Alternativen in ausreichendem Maß zur Verfügung standen. Die Folge war keine saubere Erfolgsgeschichte der Energiewende, sondern eine riskante Zwischenordnung: mehr Abhängigkeit von Gas, größere Verwundbarkeit gegenüber geopolitischen Schocks, höhere Strompreise und eine Politik, die Versorgungssicherheit oft mit Wunschdenken verwechselte.
Besonders fatal war nicht nur der Ausstieg selbst, sondern die Art, wie er begründet wurde. Er erschien nicht als schwierige Abwägung zwischen Sicherheitsfragen, Klimazielen, Wirtschaftlichkeit und Versorgung, sondern als moralischer Reinigungsakt. Kernenergie wurde nicht mehr als ambivalente Technologie behandelt, sondern als etwas, das politisch aus dem Raum des Legitimen gedrängt werden musste. Damit verlor die Debatte ihren rationalen Kern. Deutschland schaltete funktionierende Anlagen ab und musste gleichzeitig mit Kohle, Gasimporten und Strombezug aus dem Ausland die Lücken füllen. Es wollte Vorbild sein und wurde zum Beispiel dafür, wie man industrielle Realität ideologisch unterschätzt.
Deutschland lebte in der Illusion, dass Geschichte im Kern überwunden sei
Ganz ähnlich gelagert war die Aussetzung der Wehrpflicht. Sie wurde als Modernisierung verkauft: effizienter, professioneller, zeitgemäßer. Tatsächlich war sie Ausdruck einer Epoche, die glaubte, Sicherheit sei dauerhaft verfügbar und Landesverteidigung ein Anachronismus. Deutschland lebte in der Illusion, dass Geschichte im Kern überwunden sei, militärische Abschreckung an Bedeutung verliere und ökonomische Verflechtung die klassischen Härten der Machtpolitik ersetze. In diesem Klima wirkte die Wehrpflicht altmodisch, umständlich und nicht mehr passend zur Gesellschaft des Wohlstands.
Doch mit ihrer Aussetzung verschwand nicht nur ein Rekrutierungsmodell, sondern auch die institutionelle Verbindung zwischen Gesellschaft und Streitkräften. Die Bundeswehr wurde stärker zu einer Spezialorganisation am Rand des öffentlichen Bewusstseins: respektiert in Sonntagsreden, aber im Alltag fremd. Genau darin lag die tiefere Fehlentscheidung. Ein Staat verliert Wehrfähigkeit nicht erst dann, wenn Kasernen leer sind. Er verliert sie schon dann, wenn Verteidigung aus dem kollektiven Selbstverständnis verschwindet. Reservewesen, personelle Breite, territoriales Denken und das Bewusstsein, dass Sicherheit eine ernste staatliche Daueraufgabe ist, wurden systematisch ausgedünnt. Als sich die geopolitische Lage wieder verschärfte, zeigte sich, wie teuer diese mental und institutionell betriebene Abrüstung war. Das Problem war nicht, dass das alte Wehrpflichtmodell reformbedürftig gewesen wäre. Das Problem war, dass man glaubte, auf gesellschaftliche Verankerung von Verteidigung überhaupt verzichten zu können.
Deutschland als humanitäre Vorreiternation
Die dritte große Fehlentscheidung betrifft die Migrationspolitik des Jahres 2015 und ihre moralische Überhöhung in Gestalt der Willkommenskultur. Dabei geht es nicht um die Ablehnung von Hilfe für Schutzsuchende. Der Fehler lag vielmehr in der politischen und kulturellen Rahmung einer Ausnahmelage als moralische Selbstvergewisserung. Aus einer komplexen Krise, die Fragen von Grenze, Recht, Kapazität, Integration und staatlicher Durchsetzungskraft aufwarf, wurde zeitweise ein identitätsstiftendes Erzählmuster: Deutschland als humanitäre Vorreiternation. Der berühmte Satz „Wir schaffen das“ wirkte dadurch nicht nur wie eine Lagebeschreibung, sondern wie ein normatives Programm. Wer auf Kontrollprobleme, Integrationsgrenzen oder Fehlanreize hinwies, galt schnell als verdächtig oder wurde moralisch disqualifiziert.
So entstand ein Klima, in dem legitime Staatsfragen diskursiv entwertet wurden. Genau darin lag die fatale Wirkung. Ein Staat verliert an Autorität, wenn er den Eindruck erweckt, seine Regeln stünden unter moralischem Vorbehalt. Die langfristigen Folgen sind bis heute spürbar: überforderte Kommunen, verhärtete gesellschaftliche Konflikte, Vertrauensverlust in die Steuerungsfähigkeit des Staates und der Aufstieg politischer Kräfte, die aus diesem Kontrollverlust ihr Kapital schlagen. Der eigentliche Fehler war also nicht Mitmenschlichkeit, sondern die Unfähigkeit, Humanität und Ordnung gleichzeitig zu denken. Migration ist keine moralische Pose, sondern eine dauerhafte staatliche Herausforderung, die nur funktioniert, wenn Hilfe, Begrenzung, Integration und Rechtsdurchsetzung zusammenkommen.
Symbolische Politik mit hohem moralischem Ertrag, aber verdrängten Folgekosten
Betrachtet man diese drei Entscheidungen zusammen, zeigt sich ein gemeinsames Muster. Beim Atomausstieg glaubte Deutschland, moralische Klarheit könne physikalische und ökonomische Realitäten überholen. Bei der Wehrpflicht glaubte es, Sicherheitspolitik lasse sich dauerhaft ausdünnen, weil die Welt im Grunde befriedet sei. In der Migrationspolitik glaubte es, Humanität werde schon tragfähig bleiben, auch wenn staatliche Steuerung unter moralischen Druck gerät. Immer derselbe Reflex: symbolische Politik mit hohem moralischem Ertrag, aber verdrängten Folgekosten. Deutschland gewöhnte sich in diesen Jahren daran, Komplexität durch Selbstvergewisserung zu ersetzen. Man wollte gut, modern und geläutert sein. Zu oft verwechselte man diese Haltungen mit staatlicher Klugheit.
Das eigentlich Beunruhigende ist, dass diese Entscheidungen keine isolierten Ausrutscher waren. Sie verweisen auf einen politischen Stil, der Wirklichkeit entweder technokratisch verwaltet oder moralisch überhöht, sie aber nur selten als tragisches Feld harter Abwägungen begreift. Politik ist nicht dazu da, das gute Gewissen einer Gesellschaft zu inszenieren. Sie muss Risiken erkennen, Zielkonflikte aushalten und zwischen Wünschbarem und Tragfähigem unterscheiden. Genau daran fehlte es in allen drei Fällen. Deutschland scheiterte nicht an böser Absicht, sondern an der Überschätzung guter Absichten als Ersatz für Strategie.
Die Pointe ist deshalb unerquicklich: Atomkraftausstieg, Wehrpflicht-Aussetzung und Willkommenskultur waren keine Fortschritte mit bedauerlichen Nebenwirkungen. Sie waren Ausdruck eines politischen Milieus, das sich der Wirklichkeit lieber im Modus der Haltung als im Modus der Nüchternheit nähert. Das Land zahlte dafür mit höherer Energieabhängigkeit, sicherheitspolitischer Erosion und einer Migrationsdebatte, die das Vertrauen in den Staat dauerhaft beschädigt hat. Wer daraus lernen will, muss nicht zynischer werden, sondern realistischer. Politik ist keine Predigt, keine Therapie und kein moralisches Theater. Sie ist die Organisation von Wirklichkeit unter Bedingungen der Unsicherheit. Genau daran gemessen waren diese drei Entscheidungen schwere deutsche Fehlentscheidungen.
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Danke für die klaren Worte, aber waren das wirklich politisch „diskutierte“ Entscheidungen oder die „alternativlosen“ Entscheidungen der damaligen Kanzlerin, der niemand zu widersprechen wagte?
Es gab zu allen drei hier genannten Entscheidungen kritische Stimmen, die umgehend von der Kanzlerin und den ihr zugewandten Medien diskreditiert wurden. Diese Entscheidungen sind selbst heute, wo sich die Nachteile mehr als deutlich zeigen, in vielen Medien und weiten Teilen der bestimmenden Politik heilig. Auch heute noch werden die AKW gesprengt, um sie nachhaltig unbrauchbar zu machen, auch heute noch wird von linker Seite die Jugend gegen eine Wehrpflicht mobilisiert und immer noch kommen viele Menschen ungefiltert ins Land, von denen man nichts weiß. Der „Wahnsinn“ schreitet also fort.
Durch öffentliches Framing und Verbreitung von Narrativen werden in vielen Medien, insbes. dem von vielen als Hauptinformationsmedium gesehenen ÖRR, diese Entscheidungen immer noch als richtig dargestellt.
Die vielen helfenden Hände die fleißigen Gutmenschen, die diese Zustände mit zu verantworten haben, dürfen keinesfalls unerwähnt bleiben.
Die öffentlichen und angeblich rechtlichen an erster Stelle.
Und - sie lernen nichts aus ihren Fehlern, im Gegenteil, sie treiben es mit jedem Tag den Gott erschaffen hat weiter auf die Spitze.
Sie auch die Wahl in BW.
Sie lernen nichts dazu. 🤷
Jahren klar sind. Das Ross wurde hier klar und umfangreich beschrieben, aber warum nicht der Reiter?
Es gibt klare Verantwortliche für diesen wirtschafts- und verteidigungs- und sozialpolitischen Selbstmord eines einst erfolgreichen, starken Landes.
Wenn dem Autor offensichtlich der Mut fehlt, den Reiter zu nennen, ich tue das mal hier. Vorweg: Angela Merkel und die ihr duckmäuserisch ergebene CDU/CSU. Die Union trägt die Hauptverantwortung für alles, was wir heute haben. Die Sekte und die Sozen waren Beigesang, die all dies begrüßten und noch forcierten, als sie dann mal 3 Jahre offiziell an der Macht waren. Davor waren sie es seit mindestens 2015 inoffiziell und seither durchgehend, aber entschieden wurde in der Union.
Und natürlich – wie immer – fehlt dem Autor der Mut, zu sagen, wie man das abstellen und den Kurs ändern könnte.
Trotz der Tatsache, dass all der „gesichert rechtsextrem“-Quatsch de facto vom Tisch ist, niemand hat die Eier, ein Ende der Brandmauer zu fordern.
ist zwar intellektuell eine klare Null-Leistung (ich)...
>> dennoch möchte ich hiermit Ihrem Beitrag ausdrücklich und in allen Aspekten ZUSTIMMEN!! Passt!
Etwas anderes hätte ich nicht geschrieben wollen...
Intellektuelle Höchstleistung. Passt.
Besser finde ich das Original lieber Herr Funke. Nämlich:
Ich bin dafür, daß wir dagegen sind.
Sogar unser ehemaliger Frühling bzw Lenz fand das Original
zum Lachen.
Nix für ungut.
Sie können offensichtlich nicht (richtig) lesen..., oder hassen auch Zustimmungskomnentare... Tja.
Toller Artikel. Am besten gefällt mir aber die Auswahl des Titelbildes. Die Dame mit dem Schild in der Hand scheint geradezu besoffen von ihrer vermeintlichen moralischen Überlegenheit zu sein, wenn ich mir ihren Blick so anschaue.
Und jetzt mal ne kleine Läster-Runde.
Die von Ihnen erwähnte und in der Tat ihrem Gutsein Besoffene einerseits und was die andere, neben ihre stehende denkt (vielleicht angesichts der vielen jungen, kräftigen Burschen, damals ja noch als Fachkräfte betitelt), sei mal dahingestellt...
Mögen beide auch heute noch so lächeln können und nicht vielleicht zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen und somit eine der vielen Opfer all der unzähligen „Einzelfälle“ geworden sein.
Die grauhaarige Dame mit Rucksack. Heute vielleicht eine Oma gegen Rechts. Aber mit Sicherheit mit gleichem Rucksack und „Ganz (...Posemuckel oder was auch immer) hasst die AfD!“-Schild gegen „Hass und Hetze“ plärrend auf jeder „Demo gegen Rechts“, wenn einer der vielen Goldstücke, die damals kamen, mal wieder die Machete geschwungen, jemanden abgestochen oder vor den Zug geworfen hat und die „Gefahr“ besteht, dass die Menschen doch mal über genau das nachdenken könnten, was der Autor hier geschrieben hat.
hinterher klug zu scheissen - sorry - ist auch nicht besonders klug, sondern eher dumm. Auch, wenn es möglicherweise stimmt, was Sie schreiben - zumindest - zum größten Teil.
heißt es nicht, dass ich nicht über kluge Artikel nachdenke.
Danke
Hat so ein bisschen was von Robert Habeck und seinem legendären Insolvenz-Zitat.
Der hier hat Intellekt... - echten. (mMn). Überhaupt..., das zu schreiben... ... 😉
die nichts geringeres als den Weltuntergang, die klimatische Apokalypse, aufhalten soll und deren Folgekosten fürs gemeine Volk ?
Was mit den Grün linken Bildungsexperimenten die ganze Generationen verblödete und es Generationen dauern wird um diesen Rückstand wieder wett zu machen ?
Was mit der überforderten Bürokratie für einen „Sackkarrenführerschein“ beispielsweise ? I.p. Erzählte mir jungst mein Zahnartzt der seine Praxis im eigenen Haus betreibt einen „Leierbeaftragten“ zu benennen hat für den Fall das er seine Fenster selber putzt……
Ich könnte diese Litanei bis ins Unendliche fortsetzten und frage anders herum:
Was, betrachten wir nur die letzten 10 Jahre, war für die Gesellschaft dem einzelnen Bürger denn positiv ? Mir fällt da auch beim längerem Nachdenken nix ein,
MfG a d Erf. Republik
Natürlich das Wetter, finde ich. Es war wesentlich normaler als nach den wissenschaftlich unterlegten Apokalypse-Vorhersagen der letzten 20 Jahre zu erwarten war... 🤔
>> Das ist doch eindeutig positiv - verpasster Weltuntergang, oder? Wie leben noch... /Ironie
Hurra, wir leben noch !
LG nach Weimar
Was, bitte, ist ein Leierbeaftragter?
Zum Fensterputzen 🤣 so erzähle es mir ein guter Bekannter der Zahnarzt ist
„Leiter- Beauftragten“
I,ü. war Ich Werkleiter in einem Fertigteilwerk und war auch für unsere Montagekolonnen zuständig die unsere Teile montierten. Auch da schrieb die Bau Berufsgenossenschaft schon vor wer, wie hoch und wie lange auf einer Leiter stehen konnte ……😅😅😅 ist jetzt lediglich auf die „Gesamte deutsche Bevölkerung“ ausgedehnt 👍👍👍für irgend was müssen ja unsrer Beamten schließlich ihre Berechtigung nachweisen.
Gruß aus Thringen
Ja, das sehe ich auch als den kritischen Punkt an. Man kann aus der Atomkraft aussteigen, die Wehrpflicht aussetzen, Corona so und so bekämpfen, eine ever closer Union wollen, den Klimawandel als das wichtigste Menschheitsproblem sehen, weit vor allem anderen, koloniale Geschichte so und so sehen, die universelle Gesellschaft in D erklären: all das kann man tun, wenn man sich dafür entscheidet. Noch besser ist, Abwägungen dazu anzustellen, sogar zu suchen, und dann Entscheidungen zu treffen - die immer auch etwas willkürliches haben. Ein Gutteil setzt der Mensch seine Dinge, weil er sich so entschieden hat.
Die jetzigen staatstragenden Schichten haben dagegen zuviel so dargestellt, als sei es nicht das Ergebnis von Abwägungen, von Entscheidungen, sondern alternativlos, durch Wissenschaft vorgegeben. Auseinandersetzungen gingen nur gegen Dummheit und Bosheit.
Für mich ist das schon länger eine intellektuelle Bankrotterklärung.
In Ermangelung eines 'Like-Buttons' muss ich Ihnen auf diese Weise ausdrücklich meine Zustimmung signalisieren - übrigens für Ihren gesamten Beitrag. Grüße...
„Das eigentlich Beunruhigende ist, dass diese Entscheidungen keine isolierten Ausrutscher waren“
Richtig, denn darum geht es. Die deutsche Politik hat ein mental-strukturelles Problem. Es ist eine unglückliche Melange aus Konsens- und Obrigkeitsdenken, aus Opportunismus und Duckmäusertum, die dazu führt, dass wer einmal die Diskurshoheit erobert hat, auch seine Positionen durchsetzen kann, und Abweichler systematisch als nicht satisfaktionsfähig aus dem Diskurs ausgeschlossen werden können.
Kritische Position in der Migrationsfrage? Rassist! Hinterfragen der Coronamaßnahmen? Querdenker! Einfordern einer Diskussion zur Energiewende? Klimaleugner!
Wenn sich eine Gesellschaft das gefallen lässt, geht sie eben den Weg mit, den die Lautesten und nicht die Schlausten vorgeben. Denn letztere würden sich den Diskurs öffnen wohl wissend, dass nur die offene Debatte das beste Ergebnis erzielt.
Und für den Rest gilt: mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen.
"Wenn man in ein Unternehmen geht, das sanierungsbedürftig ist, dann ist es immer noch viel schlimmer, als es nach außen aussieht".
Dieses Zitat eines bekannten Sanierers, , das Sarazin im Interview aufgreift, trifft den Kern dessen , was Deutschland gerade durchlebt. Und es trifft auch den Kern dessen, was kluge Anleger längst verstanden haben - unabhängig von politischen Fehlentscheidigungen und wirtschaftlichem Niedergang.
Der industrielle Kahlschlag: Zahlen, die sprachlos machen.
Aktuell wir es wieder diskutiert dank der Wirtschafsministerin: Das Fracking-Verbot in Deutschland ist genau so absurd wie der Atomausstieg. Wir importieren Fracking-Gas aus den USA (mit 20% Energietverlust für Umwandlung/Transport), dabei liegen in Deutschland riesige Reserven. Die Anti-Fracking-Kampagne aus 2014 war ersichtlich von der Gasprom-SPD-Lobby und Umwelt-NGOs gepusht. Es wäre heute ohne Umweltprobleme möglich. Endlose CO2-Einsparung, günstigere Energiepreise und Wertschöpfung in Deutschland wären möglich (gewesen), wenn nicht auch hier Ideologie vor Wissenschaft gesetzt würde.
