- Das doppelte migrationspolitische Versagen
In den 90er Jahren holte Deutschland gezielt jüdische Auswanderer aus der früheren Sowjetunion ins Land. Diese können sich heute nicht mehr sicher fühlen. Hauptgrund ist der verstärkt seit 2015 eingewanderte muslimische Judenhass.
Ich erinnere mich gut an die Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus im Deutschen Bundestag am 31. Januar 2024, bei der die Holocaust-Überlebende Eva Szepesi beschrieb, wie sich ihr Leben in Deutschland seit dem 7. Oktober 2023 verändert hat:
„Mein Alltag hier in Deutschland ist seitdem geprägt von erhöhten Sicherheitsmaßnahmen, von vermehrten antisemitischen Vorfällen, von Ängsten, von Gesprächen, die mit ‚Ja, aber‘ beginnen, oder von dem so lauten Schweigen aus der Mitte der Gesellschaft. Mir selbst wurden Lesungen in Schulen kurz nach dem 7. Oktober abgesagt – da für meine Sicherheit nicht gesorgt werden konnte. Die letzten Male sprach ich in Schulen unter Polizeischutz.“
Frau Szepesis Ausführungen trafen viele der damals im Plenarsaal des Deutschen Bundestages Versammelten direkt ins Mark. Die Eskalation der antisemitischen Bedrohung in Deutschland war zwar sicherlich schon zuvor niemandem entgangen, aber in diesem Rahmen entfaltete die Schilderung eine eigene emotionale Wucht, der man sich nicht entziehen konnte.
Erst recht nicht, als sie ausführte:
„Es schmerzt mich, wenn Schüler jetzt wieder Angst haben, in die Schule zu gehen – nur weil sie Juden sind. Es schmerzt mich, wenn meine Urenkelkinder immer noch von Polizisten mit Maschinengewehren beschützt werden müssen – nur weil sie Juden sind. Ich wünsche mir, dass nicht nur an den Gedenktagen an die ermordeten Juden erinnert wird, sondern auch im Alltag an die lebenden. Sie brauchen jetzt Schutz.“
Juden verlassen Deutschland
Es gibt von dieser Rede eine stenographische Niederschrift, aber naturgemäß kann sie nicht wiedergeben, wie viele Tränen in dem Moment im Plenarsaal und auf den Besuchertribünen aus Anteilnahme oder Scham vergossen wurden. Auch wer damals nicht vor Ort war, kann aus den Videoaufnahmen der Rede erahnen, dass es viele gewesen sind.
Das war vor anderthalb Jahren, und wir müssen feststellen, dass sich die Situation nicht wirklich verbessert hat. In dieser Woche erschien ein Beitrag von Gunnar Schupelius in der Bild, in dem er von seinen jüdischen Nachbarn erzählt, die die alltägliche Angst in Berlin nicht mehr aushalten und Deutschland verlassen werden. Zu häufig sind die großen und kleinen Anfeindungen, und zu alltäglich die Angst im öffentlichen Raum. Es sind Geschichten, die man vielfach hört – wenn man sie denn hören will. Und die anekdotische Evidenz deckt sich hier leider brutal mit den offiziellen Zahlen. Im Vergleich zu 2022 haben sich die antisemitischen Straftaten in Deutschland im letzten Jahr mehr als verdoppelt. An jeder dritten bis zweiten Hochschule im Land sind antisemitische Vorfälle dokumentiert, und auf Kundgebungen wird schamlos „Tod den Juden“ gerufen.
Wenn man über den Antisemitismus – und insbesondere über sein Erstarken nach dem 7. Oktober 2023 – spricht, gibt es bei vielen eine seltsame Erwartungshaltung, sich zu Israel und Gaza zu positionieren. Es sind die „Ja, aber“-Einwendungen, die Eva Szepesi in ihrer Rede vielleicht auch vor Augen hatte. Darum lassen Sie mich in aller Deutlichkeit festhalten: Wie auch immer Sie zur israelischen Politik stehen und wie Sie die Situation im Westjordanland oder im Gazastreifen beurteilen – es spielt keine Rolle. Es ist für diese Debatte komplett irrelevant, ob man die israelische Politik gutheißt, verteufelt oder ihr gleichgültig gegenübersteht. Es sind unsere Nachbarn, die bedroht werden. Wer von diesem simplen Kern den Blick ans östliche Mittelmeer lenken will, ist längst Teil des Problems.
Man wird genötigt, sich zum Krieg im Nahen Osten zu positionieren
Leider nimmt es immer weiter zu. Seit dem Angriff der Hamas sind einige Diskussionsformate im deutschen Fernsehen zum Antisemitismus geführt worden, und immer wieder konnte man beobachten, wie die Mitdiskutanten mehr oder weniger subtil genötigt wurden, sich zum Krieg im Nahen Osten zu positionieren. Der plumpe, vulgäre und hässliche Antisemitismus der Straße wird von linken Möchtegernintellektuellen mit dem „Ja, aber in Gaza ...“-Reflex in solchen Sendungen sehr erfolgreich flankiert – denn scheinbar haben sie ja nichts miteinander gemein. In den gewaltsamen antisemitischen Aktionen an den Universitäten fließen beide Strömungen dann aber auch wieder recht offen ineinander über.
Nein, wer sich mit der Frage beschäftigen will, warum unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger kein sicheres und freies Leben mehr führen können, muss nicht in den Nahen Osten, sondern auf unser Land schauen.
Als ich geboren wurde, lebten in der Bundesrepublik und in der DDR schätzungsweise gerade noch zwischen 20.000 und 30.000 Juden. Der Rest der 500.000 bis 600.000 Juden, die noch zwanzig Jahre zuvor in Deutschland lebten, wurde ermordet oder war geflohen. Es war in den 1950er-Jahren daher kaum vorstellbar, dass Deutschland 70 Jahre später die drittgrößte jüdische Gemeinde in Europa beheimaten würde. Dass es dennoch so kam, ist das Ergebnis von Migration. Es war eine politisch gewollte Migration, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion den Zuzug von über 200.000 Menschen jüdischer Abstammung aus den GUS-Staaten ermöglichte. Trotz mancher Schwierigkeiten und Herausforderungen wird dieser Zuzug durchaus positiv bilanziert. Und das, obwohl es keine Form von qualifizierter Migration war, sondern auf Grundlage des „Gesetzes über Maßnahmen für im Rahmen humanitärer Hilfsaktionen aufgenommene Flüchtlinge“ geschah, das für die jüdischen Einwanderer entsprechend anwendbar erklärt wurde. Aber kann die Bilanz positiv ausfallen, wenn diejenigen, die vor 20 bis 30 Jahren zu uns gekommen sind, kein freies und selbstbestimmtes Leben mehr führen können, weil sie ihre jüdische Identität im öffentlichen Raum verstecken oder ihre Kinder hinter hohen Mauern und unter Maschinengewehrschutz beschulen lassen müssen? Wohl kaum. Die Wahrheit ist: Wir lassen diese Menschen im Stich.
Der Antisemitismus im Land ist in großen Teilen ein importierter
Wie kann es sein, dass unsere Gesellschaft so beim Schutz ihrer jüdischen Mitglieder versagt und ihre Situation nicht einmal mehr groß thematisiert wird? Es fängt damit an, dass wir uns nach wie vor scheuen, das Problem überhaupt richtig zu identifizieren. Der Antisemitismus im Land – vor allem der gewaltaffine – ist in großen Teilen ein importierter. Dies festzustellen, bedeutet nicht, dass man den autochthonen Antisemitismus in unserem Land in Abrede stellt. Auch die Erkenntnis, dass der islamisch geprägte Antisemitismus der Straße sich in unguter Weise mit dem links motivierten Antisemitismus paart, heißt nicht, dass man den rechtsextremistisch geprägten vergisst.
Aber die antisemitische Eskalation in Deutschland und ganz Westeuropa seit dem 7. Oktober 2023 ist vor allem islamistisch geprägt. Das zu verschweigen, muss wie eine Ermutigung für die Täter wirken – und so wird es wohl auch verstanden. Hier offenbart sich ein doppeltes migrationspolitisches Versagen. Zum einen, weil wir feststellen müssen, dass es in Teilen der Zugewanderten ein tiefsitzendes Ressentiment gegen Juden gibt, von dem wir nicht deutlich genug gemacht haben, dass es unvereinbar ist mit unserer bundesrepublikanischen Identität. Deutlich machen heißt in diesem Zusammenhang aber nicht, markige Ansagen in die Welt zu setzen und dann zu denken, es sei damit erledigt. Vielmehr bedeutet es, schon beim Zuzug klarzumachen, dass Integration auch eine Bringschuld ist. Zur erfolgreichen Integration gehören die Akzeptanz und der Respekt gegenüber allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, egal welcher Religion, Abstammung oder sexuellen Orientierung. Wer dazu nicht bereit ist, sollte nicht den Eindruck bekommen, in Deutschland ein ruhiges und zufriedenes Leben führen zu können. Was leider bisher der Fall ist.
Es ist ein Klima entstanden, in dem Juden sich nicht mehr sicher oder heimisch fühlen können
Des Weiteren müssen Parallelgesellschaften, in denen Antisemitismus und Homophobie weitgehend unbehelligt vor sich hin gären, aufgebrochen werden. Ich werde nicht müde, hier den skandinavischen Weg zu bewerben: Wenn Deutschkenntnisse in Schulen, Kriminalitätsbelastung und Erwerbsquote bestimmte Kriterien nicht erfüllen, muss der weitere Zuzug in bestimmte Stadtviertel ausgeschlossen und eine bessere soziale und kulturelle Durchmischung angestrebt werden. Es ist ja keineswegs so, dass muslimische Einwanderung per se zu Integrationsversagen führen muss. Im Gegenteil: Ob in Kunst, Kultur, Sport, Politik oder Wirtschaft – in jedem Bereich finden sich inzwischen herausragende Beispiele für erfolgreiche deutsche Biografien mit Migrationshintergrund aus muslimischen Ländern. Und das ist erst einmal fantastisch und zeigt: Es geht. Wer noch mehr solcher Beispiele möchte, wird nicht umhinkommen, sich einzugestehen, dass das Laissez-faire der Migrations- und Integrationspolitik des letzten Jahrzehnts (und teilweise darüber hinaus) nicht die Lösung, sondern das Problem selbst darstellt.
Das zweite migrationspolitische Versagen betrifft die jüdischen Zuwanderer selbst. Zur Erinnerung: Ihre Migration nach Deutschland war politisch gewollt, sie erfolgte regulär als sogenannte „Kontingentflüchtlinge“. Und obwohl sie seit Jahrzehnten in Deutschland leben und viele von ihnen anhand der üblichen Parameter als voll integriert gelten müssen, haben wir es zugelassen, dass in unserem Alltag ein Klima entstanden ist, in dem sie sich nicht mehr sicher oder heimisch fühlen können. Auch das ist migrationspolitisches Versagen – ein besonders bitteres noch dazu, denn es zeigt, dass Deutschland in gewisser Weise auch bei der regulären Migration versagt hat.
Die Jüdische Gemeinde zu Berlin hat jetzt sogar eine Initiative für sogenannte „Welcome Places“ geschaffen – Orte, an denen sich jüdische Menschen nicht bedroht fühlen müssen. Diese lobenswerte Initiative ist für eine Gesellschaft, die frei und tolerant sein möchte, aber eine kaum zu ertragende Anklage. Wer sich damit abfindet, gibt den von Toleranz geprägten Kern unserer Werteordnung preis.
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all das,was Sie hier schreiben zu großen Teilen seit Jahren sagt – der die Folgen des Jahrhundert-Irrsinns Merkelscher „Willkommenskultur“ so klar benennt. Dafür gebührt Ihnen Respekt.
Dass Sie Teil dieser Politik waren, wissen Sie und ich gehe davon aus, dass Sie vieles bereuen, was Sie einst abnickten.
Wo Ihnen der Mut zu fehlen scheint, ist das klare Benennen von Ross und Reiter und – das wäre dann die Sensation – ein versöhnliches Wort in Richtung der so benannten und stigmatisierten „gesichert Rechtsextremen“, deren Politik die heutigen, von Ihnen benannten Zustände klar verhindert hätte.
Was Sie fordern (skandinavischer Weg), ist Träumerei und aus demographischen Gründen vielerorts Irrsinn, zumal unsere „Gäste“ eh dahin gehen, wohin sie wollen.
Ich prognostiziere: in einigen Monaten werden auch Sie den AfD-Weg fordern: konsequente Abschiebung illegaler Migranten, Ende der Willkommenskultur und klares Einwanderungsgesetz und ein Ende des Asylrechtes in heutiger „gelebter“ Form.
Nämlich Karl Lagerfeld merkte in seiner typisch schnoddrig näselnden Art an, dass man sich über Judenhass in Deutschland nicht mehr zu wundern brauche, wenn man Millionen Judenhasser ins Land hole. Daraufhin wurde Lagerfeld in den ÖRR boykottiert und kaum noch gesendet. Kubicks späte Erkenntnis ist offenbar seinem derzeitigen Status geschuldet. Alle Abgehalfterten reden plötzlich in dieser Weise. Das ist insgesamt wenig glaubhaft. Die AfD-Position in der Migrantenfrage steht unangefochten im Volke an erster Stelle. Und sie wird sich durchsetzen. Weil der Druck auf die Kommunen und in der Bevölkerung trotz Grenzkontrollen und dem vorgetäuschten Firlefanz stetig größer wird. Merz hat zwar bei der AfD abgeschrieben, aber da er ein notorischer Falschspieler ist, täuscht er Wahrhaftigkeit in der Migrationsfrage nur vor. Und er kann nicht anders. Die SPD lässt ihn nicht. Das Ganze ist Falschmünzerei und es wird mit lautem Gedröhn schiefgehen. Auch in der Außenpolitik alles nur Bluff. Out
Sorry, Herr Funke, aber ein wenig Anstand sollte doch schon sein. Herr Kubicki ( und nein, ich bin kein Fan der FDP) wurde bisher jedesmal hier im Forum, was ich auch verstehe, dafür gescholten, dass er und seine Partei in der Ampel alle unsinnigen Gesetze mitgetragen haben. Aber muss man ihn deshalb als „Abgehalfterten“ bezeichnen/beschimpfen? Ich bin an sich immer froh darüber, dass hier im Forum normalerweise ein anderer Ton herrscht, als z.B. bei Focus oder Welt. Geht‘s vielleicht ein wenig gemäßigter? Herr Kubicki ist kein Aussätziger. Tut mir leid, aber das musste raus!
Bei unserem letzten Disput haben Sie sich deutlich gegen mich geäußert. Das ist Ihr gutes Recht. Und es ist auch Ihr Recht, mich deshalb fortan etwas kritischer sehen. Eine typisch weibliche Eigensxchaft übrigens.Trotzdem rede ich hier wie mir der Schnabel gewachsen ist und besonders deutlich, damit mich auch der letzte Depp versteht. Da bin ich ganz bei Martin Luther, der auch nichts auf Höflichkeit gab und drauflos schwadronierte wie es ihm in den Sinn kam. Im Übrigen bin ich, wie Sie wissen, Schriftsteller, und weiß mit Sprache umzugehen. Ich weiß sehr wohl, welche Worte ich wann und warum setze. Und Herr Kubicki ist durchaus ein politisch Abgehalfterter. Was macht er denn so? Er tourt durch die Foren und kritisiert, wo er früher dafür stand, bloß, um im Gespräch zu bleiben und damit seine FDP nicht vergessen wird. Das hat nichts damit zu tun, dass ich ihn durchaus sympathisch finde... Mahlzeit, verehrte Frau Hachenberg, schönen Sonntag noch, und bleiben Sie, was mich betrifft, so..
Ich möchte mal die Worte des Autors aufgreifen und fragen: "Wer sind denn die Antisemiten?" Bei einer näheren Betrachtung scheint das komplette linke Spektrum antisemitisch zu sein!? Man höre genau hin, wer dort den tot Israels fordert, wer den 7. Oktober bejubelt, wer die ganzen Feinde Israels hier her holt und sie alimentiert!? Frau Faeser hat dieses Spektrum behütet und beschützt. Aber auch die bei uns lebenden Juden müssten sich doch selber Fragen: "Wem unterstützen wir hier eigentlich bei den Wahlen?", "Für wem lassen wir uns in den Medien instrumentalisieren?". Letzt endlich hat sich auch Frau Eva Szepesi, die meine Wertschätzung und Hochachtung besitzt, auf der angesprochen Bundestagssitzung instrumentalisieren lassen, für den Wahlkampf gegen Rechts. Natürlich ist es verständlich, dass die rechten Kräfte unvereinbar mit jüdischen Interessen sind, und es im extremen Spektrum offenen Antisemitismus gibt! Aber muss man dann unbedingt Rot und vor allem Grün (Bündnis90) unterstützen?
proklamiert den Judenschutz als Staatsräson, aber faktisch setzt sie genau das Gegenteil um: sie holt millionenfach die Judenhasser nach Deutschland; unterstützt die Judenhass-Demos in Berlin und anderen Städten; die Unis werden infiltriert mit linkem Judenhass ... es werden keine Grenzen gesetzt! In den Öffentlich (Um)Rechtlichen wird bei Hetzreden nicht mal mehr der 7. Oktober erwähnt - und dass die Mörder-Hamas-Bande die palästinensische Bevölkerung als Schutzschilde benutzt für ihre Raketenwerfer, bleibt gänzlich unerwähnt. Das immer noch das unerträgliche Quälen der verbliebenen Geiseln ungebrochen weitergeht, bleibt unerwähnt. Damit schüren die ÖR-Medien den Judenhass weiter und machen ihn damit salonfähig. Es ist schlicht zum Erbrechen. Das ist nicht nur scheinheilig, sondern schändlich-schäbiger offen ausgetragener Antisemitismus!
statt immer noch mehr bildungsferne Muslime in's Land gelassen hätten, gäbe es dieses und ganz viel andere Probleme nicht. Ich bin auch das undifferenzierte Herumhacken auf Parallelgesellschaften leid. Die Parallelgesellschaften der Japaner z.B. tun keinem weh-im Gegenteil. Sie führen wesentlich höhere Beträge an Finanzamt und Sozialkassen ab, als der deutsche Durchschnitt und ihre weit unter dem deutschen Durchschnitt liegende Kriminalität kommt den "Geschenken" aus dem Morgenland noch zugute, wenn Ausländerkriminalität erfaßt wird. Es ist höchste Eisenbahn, das "Problem" endlich sauber differenziert zu erfassen. Kann durchaus sein, daß es nicht mehr lösbar ist. Aber dann kann man endlich aufhören, noch mehr Geld in Fässer ohne Boden zu werfen- wie z.B. grottenschlechte Integrationskurse zu bezahlen für Leute, die zu unmotiviert oder schlicht zu dumm sind, um Deutsch zu lernen und durch ihre Obstruktion auch den -möglichen- Lernerfolg anderer Kursteilnehmer sabotieren.
"Darum lassen Sie mich in aller Deutlichkeit festhalten: Wie auch immer Sie zur israelischen Politik stehen und wie Sie die Situation im Westjordanland oder im Gazastreifen beurteilen – es spielt keine Rolle."
Sorry, das ist in einer globalisierten Echtzeit-Medien-Welt einfach weltfremd und naiv. Auch mit dem Verweis auf den binnenpolitischen Kontext..., den es so als rein binnenpolitischen natürlich de facto NICHT gibt bzw. geben kann.
Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine wurden russische Künstler hierzulande de facto geächtet und mit 'gesellschaftlichem Auftrittsvetbot' (Netrebko) - gesellschaftlich fast unwidersprochen akzeptiert!
Bitte nicht falsch verstehen - ich teile Kubickis Ansichten hier zu annäherd 80%..., aber der reine BINNENBLICK welchen Kubicki hier zum Ausgangspunkt seiner Ausführungen erhebt bzw. zweckstiftend herbeinötigt, sorry - der ist einfach naiv und nicht realistisch in einer modernen Informationswelt.
Probleme importiert haben wir allerdings - reichlich.
75 Jahre freies Deutschland hat Deutschland zunehmend träge und gleichgültig, letztendlich hilflos gemacht. Den aufgegebenen, freiheitlichen Platz nahmen dankbar andere inländische und migrierte Strömungen ein. Es gibt kein Weg zurück, da der Großteil der früheren Mitte nach links und rechts abgewandert sind und dort verpeilt "unsere Demokratie" verteidigen. Das Weltenrad dreht sich weiter. Man wird nur noch der Chronistenpflicht genüge tun.
Ich frage mich derzeit wirklich warum sie ihre Kolumne, Herr Kubicki, nicht einfach einstellen. Mehr oder minder trägt die FDP doch vollumfänglich Mitverantwortung für das was sie heute wortreich beklagen. Staatspolitische Verantwortung als Teilhabe in Regierungsverantwortung oder Fundamentalopposition (besser gar nicht als schlecht regieren) sind doch lediglich die Wegmarken einer orientierungslosen Partei. Für sie mag es wohlfeil sein heute die Gesellschaftsrealitäten zu beklagen (wie wunderbar das eine AfD sehr viel weiter ist), sie tragen Verantwortung. Sich als Kolumnist frei zu sprechen ist nicht hilfreich. Ich erinnere mich gerade an Bettina Wegner:"Grade klare Menschen, wär`n ein schönes Ziel. Leute ohne Rückgrat, hab`n wir schon zuviel." Eine ewige Mahnung. Nur nebenbei: Das derzeitige Führungsduo der FDP, spezifisch Nicole Büttner, sollte sich wörtlich fehlerbehaftete 94 sek. Videos nicht leisten. (Sie finden das Video schon). Das ist auch Ausdruck von Minderqualifikation.
Weil Wolfgang Kubicki erstens, nicht nur für Sie schreibt und zweitens, weil man nach einer elendigen FDP-Regierungsverantwortung weiterhin eine Meinung haben darf.
Was sie schreiben will ich gar nicht bestreiten. Nur leider nehmen sie zum Inhalt keine Stellung. Das ist bedauerlich.
Der Spagat, den Kubicki vollführt zwischen seinen freien Reden und dem politischen Agieren im Parlament, ist aus meiner Sicht ok. Es ist für mich ein Fehler unserer "politischen Mitte", dass sie von der Einen, universellen, Menschheitswahrheit ausgeht, die man mit Haltung und konsequent vertritt, für alle Menschen. Den realen Widersprüchen und der realen Vielfalt steht man dann hilflos gegenüber.
Es ist daher erstmal normal, dass man selber gewisse Dinge vertritt, aber in konkreten politischen Entscheidungen 51% braucht und von den anderen 49% auch versuchen sollte wenigstens einen Großteil nicht zu sehr zu verprellen.
Für den Irrgarten, der sich daraus ergibt, dass man einerseits für universelle Wahrheiten für alle Menschen einstehen will, die man mit fester Haltung vertritt und die dann bis in immer mehr Details alles regeln sollen, und den realen Widersprüchen + Vielfalt, ist nicht Kubicki verantwortlich, das ist bei uns gesellschaftlicher (fast) Konsens.
Sie kommentieren vorzugsweise auf dem Niveau "alle haben sich lieb und überhaupt ist die Welt ein Ort der Dritten Glückseligkeit." Ist ihnen unbenommen. Bitte kein Missverständnis. MMn. nach sind wir in diesem Land an einem Punkt angekommen, wo "Schönschwätzere"i an der Realität vorbei geht.
Kubicki ist m.E. einer der wenigen deutschen Politiker, die seit Jahren nicht nur die Problem klar benennen sondern konstruktive Vorschläge zur Besserung der Lage brachten und bringen. Und weil Sie Bettina Wegner zitieren: Die meinte mit ihrem Lied und den "geraden klaren Menschen" gewiss nicht "Minderqualifikation" bemäkelnde Besserwisser - und erst recht nicht die tumben Fanatiker der AfD
Man kann sich für dieses Land und deren Politiker nur noch schämen. Die jüdische Angst in Deutschland wird medial natürlich selten benannt- höchstens in Verbindung mit der AfD. Die Islamisierung schreitet jedoch voran. Das haben die Menschen bereits seit 10 Jahren erkannt, ist und wird jedoch von der Politik ignoriert. Es gibt bereits ca. 3000 Moscheen und isl. Gebetsstätten in Deutschland, jedoch nur 100 aktive Synagogen. Und jetzt will Deutschland auch noch dem Druck der "fehlgeleiteten" Medien und der Straße nachgeben und den Terrorismus in Palästina anerkennen.
Und wer hat das alles in der Ampelregierung mitgemacht und geholfen das Problem noch zu verschärfen? Mit einem Super Juristen namens Buschmann als Justizminister, der das ganze auch noch in Gesetze goss und den Hardliner gegenüber Andersdenkenden gab? Ich verrate Ihnen was. Die AFD war es nicht.
Sorry!Aber bei diesem Wort zum Sonntag platzt mir bei nahezu jedem Satz der Kragen!Denn die gleichen "anteilnehmenden Heuchler",sei es auf den Tribünenplätzen des Bundestage, bei all den orchestrierten Gedenkveranstaltungen bis zu den Politikern in deren Macht es stand dieses gerade für uns Deutsche beschämende Versagen zu verhindern wissen nicht erst seit dem Dammbruch vor 10 Jahren oder dem Massaker an den Juden,was man sich da an mit der quasi Muttermilch aufgesogenen Judenhass ins Land holte.Selbst der eigene Zentralrat schwieg dazu.Ich werde eine Szene aus einer Doku nie vergessen,wo eine Mutter mit Migrationshintergrund mit Kleinkind aus ihrer? Haustür kommt und das Kind zielgerichtet als erstes auf den jüdischen Stolperstein rotzt.
Und ich kann auch nicht mehr zählen,wie viele von mir in anderen Foren verfasste Kommentare zum Thema seither nicht freigeschaltet wurden mit der Drohung mich u. meine Meinung sozusagen
"auszuschalten"!Deshalb trocknet all Eure Krokodilstränen!🐊
MfG
Liebe Mitbürger, lieber Herr Wolfgang Kubicki! Ich versteh das Geplärre hier nicht. Da regt sich der Politiker einer Partei auf, die die letzten drei Jahre mit regiert und damit auch die Invasion muslimischer Judenhasser aktiv unterstützt hat.
Der Rest meiner Mitbürger möchte ich auch bitten zu schweigen, denn seit zehn Jahren und in Berlin schon viel länger, haben Sie alle Parteien gewählt, die genau diese klar, erkennbareEntwicklung aktiv unterstützt und gefördert haben.
Mitgemischt und mitgemacht hat Kubicki, anstatt zu blockieren und Verhindern, daß die Zustände in diesem Land so überhand nehmen.
Ja, das würde ich auch so sehen. Der wichtige Punkt dabei ist aber, dass "wir" uns selber erstmal klarmachen, wer "wir" ist, wer nicht und was daher Zuzügler sich klarmachen sollten.
Vorab: ich bin selber privat zwar glaube ich "Mitte" und komme mit den Menschen sehr gut aus und die allermeisten auch mit mir. Aber politisch bin ich keine Mitte mehr und vertrete insbesondere keine Mehrheiten.
Das gesagt habend, würde ich es so sehen: was Kubicki über die Juden in D sagt stimmt, aber es gilt auch für Eritreer, die Probleme mit anderen Eritreern haben, Kurden mit Türken usw usw.
"Wir" (die vielen verschiedenen selbsterklärten "Mitten") erklären das dann zu Randphänomenen, erklären, was die wirklich großen Probleme sind (Klime, Soziales, Rassismus etc.), so dass wir uns die Menschheit wieder als Einheit denken können - und sind ansonsten hilflos und überfordert.
Wir reihen immer mehr Begriffe aneinander (Demokratie, Menschenrechte, Gesetz ...) und meinen damit irgendwas gesagt zu haben.
und fördert Antisemitismus. Es sind halt viele Jahrzehnte der Indoktrination mit noch älteren Vorurteilen. Es sind oft nicht gerade die Bildungseliten, die über das politische Asyl ins Land kommen. Hinzu kommt eine frappierende Ignoranz real existierender Machtverhältnisse. Die Hamas ist zum Beispiel nur unter der Bedingung der Zweistaatenlösung zu einem Friedenvertrag bereit. Sie nehmen das eigene Volk als Geiseln, so sehen das inzwischen auch 97% der Menschen in Gaza. Sie hungern, vor den Toren stehen lange Konvois mit Hilfsgütern und was macht Europa, sie werfen 17-18 Tonnen mit dem Flugzeug ab. Soviel hat jeder LKW geladen. Wie will Israel eigentlich die Hamas verhungern lassen, ohne die Zivilbevölkerung auszuhungern? Ich würde das Netanjahu gerne Fragen, aber es ist kein Grund Juden in Deutschland Vorwürfe zu machen, oder auch nur unfreundlich gegenüber zu treten. Menschen, die dies tun sind eben nicht willkommen. Deutschland muss Farbe bekennen, auch bei der Migration.
