Kampf gegen Rechts - Im Antifa-Tunnel

Mit viel Geld fördert die Bundesregierung den Einsatz für Demokratie und gegen Rechtsextremismus – manchmal mit fragwürdigem Ergebnis. Doch nach welchen Kriterien wird das Geld verteilt und wirken die Programme überhaupt? Vieles bleibt im Dunkeln

Teilnehmer einer Demonstration des Buendnisses "Dresden nazifrei" protestieren gegen einen Neonazi-Aufmarsch
Positive Folge der Förderprogramme: Neonazi-Aufmärsche treffen heute auf zivilgesellschaflichen Widerstand / picture alliance

Autoreninfo

Ulrich Thiele lebt und arbeitet als Journalist in Hamburg. Er schreibt für Cicero Online.

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Wenn ein antifaschistischer Tunnelblick zu Überreaktionen führt, dann werden in jeder Ecke Sympathisanten rechtsradikaler Positionen vermutet. So auch bei der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus (MBR), die kürzlich im Deutschen Theater die Broschüre „Alles nur Theater? Zum Umgang mit dem Kulturkampf von rechts“ präsentierte. Die Handreichung gibt Theatern Ratschläge für einen souveränen Umgang mit den Drohungen, Angriffen und Störungen rechter Gruppen.

Der Ratgeberteil erhielt viel Zuspruch, doch in der Beschreibung des gesellschaftlichen Rechtsrucks werden konservative und Gendertheorie-kritische mit rechtspopulistischen, neurechten und rechtsradikalen Positionen unter dem Kampfbegriff „rechts“ subsummiert. Der Zeit-Feuilletonist Jens Jessen wird als Anzeichen eines Rechtsrucks gedeutet, weil dieser sich in dem Artikel „Der bedrohte Mann“ gegen einen, seiner Meinung nach, totalitären Feminismus im Rahmen der #Metoo-Debatte wendete.

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Petra Führmann | Mo, 1. April 2019 - 16:39

Liebe Redaktion, es funktioniert nicht mit der Anmeldung, ich fliege immer wieder raus, kann den Text nicht lesen. Bezahlt ist selbstverständlich (Jahresabo). Weshalb muss man sich von Zeit zu Zeit immer mal wieder anmelden? Heute will es nicht gelingen.

MfG

Helmut Bachmann | Di, 2. April 2019 - 09:24

... war der Anfang einer selbstgefälligen Jagd auf das Böse. „Gegen“ etwas kann man die Welt nicht retten. Die Politik der primitiven Spaltung in Gut und Böse hat in der Vergangenheit viele Leben gekostet und wird es wieder tun. Die „Guten“ fühlen sich wohl, die „Bösen“ radikalisieren sich.
Selbstkritik und Wirksamkeitsprüfung würden dies zeigen, deshalb finden sie nicht statt.

gabriele bondzio | Di, 2. April 2019 - 09:49

Ein altes deutsches Sprichwort sagt: "Im Dunkeln ist gut munkeln, aber nicht gut Flöhe fangen."... die gesellschaftlichen Wirkungen wie Politikfelder sich entwickeln, gibt es nicht. Und warum, erklärt das Sprichwort.
Schaffung von Intransparenz, ist doch in vielen Politikfeldern sehr nützlich. Wer will sich da schon Flöhe einhandeln. Diese Biester sind bissig und schwer loszuwerden.
Wie man mit interkultureller Kompetenz umgeht, hat ja die Beschränkung von Faschingskostümen aufgezeigt.
Da wurde in Richtung "Kita verbietet Vorurteilskostüme" getrommelt. " Eltern sollen ihre Kinder weder diskriminierend noch Geschlechtsstereotyp verkleiden."...der Gegensatz: "Gruppen afrikanischer Asylbewerber in Schulen eingeladen, um zu trommeln"...das (muss überlegen, wie ich es jetzt schreiben soll um kein Stereotyp zu bedienen) das Kostüm eines "schwarzen Menschen" wird verteufelt, aber er darf noch trommeln.
Lustig...nicht?

...Intranspararenz...gutes Stichwort.

Da massakriert ein "Verteidiger der weißen Rasse" in Neuseeland fünfzig Unschuldige. Dann wird bekannt, dass dieser "weiße Rächer" dem Kopf der Identitären Bewegung in Österreich, Sellner, eine verhältnismäßig große Geldspende zukommen ließ. Der gleiche Sellner, der in AfD-freundlichen Foren gepriesen wird, und bei Pegida fast schon Stammgast ist. Derselben Identitären Bewegung, die bei AfDlern (auch Parlamentariern) viel Sympathie geniesst. Derselben AfD, die angeblich noch immer nicht weiss, wer die Wahlkämpfe von Weidel, Meuthen, Reil mitfinanziert hat. Intransparent. Gutes Stichwort.

Der Cicero gefällt sich währenddessen darin, Programme gegen rechten Extremismus in Frage zu stellen. Wann kommt eigentlich der längst überfällige Artikel über "rechtsextremistischen Alltag" in weiten Teilen Deutschlands, primär im Osten?
Debatten nur, wenn es rechts von der Mitte gefällt?

Wie faschistisch die linksextreme ANTIFA ist, wird sich zur angekündigten „Demo“ am 1. Mai zeigen.Pervers, dass dieser kriminelle Verein noch mit Geld vom Steuerzahler finanziert wird! Zeigen sich hier die Interessen und Ziele dieser Merkel-Regierung? Z.B. kommentierten Vertreter der „Antifa“ das Fast-Totschlagen des AfD-Abgeordneten auf Facebook mit „Danke“. Allein das ist geistige Brandstiftung. Und zum G-20-Gipfel in Hamburg hatte sich die brandschatzende ANTIFA besonders „tatkräftig“ hervorgetan … !
Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung will keine Diktatur der linken, Einheitsfront, die Menschen mit eigener Meinung diffamiert, bedroht und terrorisiert. Wer genau hinschaut, sieht jetzt deutlich: aus dem Erscheinungsbild der grün-linken Einheitsfront schält sich mehr und mehr die hässliche Fratze des Linksfaschismus heraus! Ignaz Silone brachte es auf den Punkt: „Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus; er wird sagen, ich bin der ANTIFAschismus!"

Petra Führmann | Di, 2. April 2019 - 12:12

habe ich gemacht, aber es passiert leider nichts. Bin ich zu ungeduldig? Bis heute Abend warte ich mal.

Beste Grüße zurück!

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