Anti-Islamismus-Aktivist - „Allah ist schwul“

Amed Sherwan wuchs in Irakisch-Kurdistan als strenggläubiger Muslim auf. Mit 14 kehrte er sich öffentlich vom Glauben ab und wurde dafür gefoltert. In Deutschland fand er 2017 Asyl, doch auch hier wird er bedroht, seit er sich gegen Islamismus einsetzt.

anti-islamismus-aktivist-muslime-atheismus-terror-migration-amed-sherwan
„Allah is gay“: Homosexuelle Muslime gehen in Deutschland für ihre Rechte auf die Straße /dpa

Autoreninfo

Ulrich Thiele lebt und arbeitet als Journalist in Hamburg. Er schreibt für Cicero Online.

So erreichen Sie Ulrich Thiele:

Ulrich Thiele

Amed Sherwan, geboren 1998 in Erbil, ist Aktivist, Blogger und Autor des autobiografischen Buches „Kafir. Allah sei Dank bin ich Atheist“. Er ist der jüngste Mensch, der in Irakisch-Kurdistan wegen Gotteslästerung inhaftiert und gefoltert worden ist. Seit 2014 lebt er in Flensburg.

Als am Sonntag 250 Islamisten in Hamburg gegen Mohammed-Karikaturen durch die Innenstadt zogen, kam er spontan angereist, um sich den 15 Gegendemonstranten anzuschließen. Er trug ein T-Shirt mit der Aufschrift „Gott ist die größte Verschwörungstheorie“ und hielt ein selbst gemaltes Plakat mit Mohammed-Karikaturen hoch. Dazu der Slogan: „Alle Menschen sind gleich an Würde geboren und frei. Doch die Ehre Mohammeds geht mir am Arsch vorbei“.

Herr Sherwan, als ich Sie in Hamburg gesehen habe mit Ihrem Plakat, war mein erster Gedanke: Alter Schwede, der traut sich was. Hatten Sie keine Angst?
Doch, es war schon beängstigend. Vor uns standen Polizisten zu unserem Schutz, aber ich habe mich die ganze Zeit nach hinten umgeschaut. Bei jedem Passanten, der an uns vorbeikam, dachte ich, der könnte gleich ein Messer zücken. Allerdings kenne ich solche Situationen schon, es war ja nicht meine erste Aktion. 2018 habe ich am Christopher Street Day (CSD) in Berlin mit einem „Allah is gay“-T-Shirt teilgenommen. Damals waren die Morddrohungen so heftig, dass mir das LKA Personenschutz gab.

Warum tun Sie sich das an?
Weil es wichtig ist. Wenn man etwas ändern will, darf man sich nicht verstecken. Ich bekomme neben all den Drohungen immer noch deutlich mehr positive Nachrichten von Muslimen, die meiner Meinung sind, aber Angst haben. Viele stecken in konservativen Verhältnissen, können nicht so leben, wie sie gerne würden und trauen sich nicht, sich zu outen. Ich will sie dazu ermutigen, laut zu werden.

Cicero Plus weiterlesen

  • i
    Alle Artikel und das E-Paper lesen
    • 4 Wochen gratis
    • danach 9,80 €
    • E-Paper, App
    • alle Plus-Inhalte
    • mtl. kündbar
gabriele bondzio | So, 15. November 2020 - 08:40

darf man sich nicht verstecken.“...denn genau darauf bauen die Gegner der Änderung.
Man(n), in dem Fall Herr Sherwan, braucht viel Mut. Und wenn das in unserem Staat, der sich eine Demokratie nennt, notwendig ist. Müsste man(n)/frau weinen, so traurig ist diese Tatsache.
Aber dies war vorgezeichnet, wenn man aus Ländern Opfern und Tätern Asyl gewährt.
Er ist längst nicht der einzige Fall, der geflohen und seinen Gegnern hier wider begegnet.
Die Gegner sind auch hier (wie zu Hause) in der Überzahl. Die Neutralen schweigen, weil sie genauso wie Herr Sherwan früher, in ihrem Glauben gefangen gehalten werden.
Für Herrn Sherwan und alle, die nicht dazu schweigen wollen, alles Gute und:

„Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist.“ (Dalai Lama)

die einen am Schlafen hindert, ist sehr schön und vor allem auch wahr.
In einem Punkt, Herr Bondzio, gehe ich mit Ihnen allerdings nicht ganz einig. Gegenüber Ideologien jedweder Art, und Religionen sind am Ende auch nichts anderes als Ideologien, die davon nicht (mehr) überzeugte Menschen gewaltsam dazu bekehren bzw. von ihrem unverzeihlichen "Irrtum" befreien wollen,
kann man sich nicht "neutral" verhalten, ohne sich dem Verdacht auszusetzen, solche Methoden implizit zu billigen. Es gibt m.E. eine Grenze des Wegschauens und Schweigens, worin auch immer diese Reaktion begründet sein mag, sobald Gewalt ins Spiel kommt, besonders dann, wenn die für die Opfer schlimmstenfalls auch letal enden kann, wie - unter anderem - im Fall des sogenannten Islamismus. Da gilt es eindeutig Farbe zu bekennen, gerade weil die sprichwörtliche "schweigende Mehrheit" keine Minderheit ist, die - rein von der Anzahl Köpfe her - nicht die besten Karten im Kampf gegen gewaltorientierte Extremisten hat.

das ich Religion (besonders wenn sie sich gegen Menschen wendet) für eine Ideologie halte, habe ich schon oft in Kommentaren gesagt.
Und das ich gegen das "Schweigen aus Angst" bin ist Hauptanliegen meines Kommentares.
So sollte man auch meinen Satzteil "in ihrem Glauben gefangen gehalten" verstehen.
Üblich ist ja, dass jeder Gefangene seine Freiheit herbeisehnt.

Das sind zwri verschieden Paar Schuhe.Vor allem deshalb, weil Macht (das haben nun mal Institutionen) nennen wir es mal "das wahre Licht" vereinnahmen & das denken & handeln der Menschen in eine andere, ihre (!!!) erwünschte Richtung verändern (was eben nicht mehr Gottes Weg bedeutet, all die +++).
Und Herr Johannsen, leider gibt es nicht nur einen falschen Pharisäer. Ja, Religionen wie Staat & andere Machteliten (Medizin, Justitz usw.) machen sich selbstständig zum
SELBSTZWECK
& nicht zum Diener & zum dienen.
Dort liegt leider das Glamour begraben.

Ernst-Günther Konrad | So, 15. November 2020 - 09:03

Ein interessantes Interview. Es hätte was werden können, denn Ihre Sichtweise kann ich durchaus nachvollziehen. Und dann ist es wieder da, dass eigentlich völlig unpassende AFD-Bashing.
Sie wollen für Ihre Kritik werben, Sie wollen vermitteln und vor dem Islam kritisch warnen und dann völlig unnötig, mal ein AFD-Bashing mit ins Interview rein gehauen. Abgrenzung in Mainstream Sinne scheint inzwischen verpflichtend hier im Cicero zu sein. Was hat die AFD mit Ihren Erlebnissen, ihren Erfahrungen in Ihrem Heimatland und mit dem Islam zu tun? So geht Brückenbauen nicht junger Mann. Sie wollen nur in eine Richtung die Brücke queren und lassen andere nicht entgegengesetzt laufen.
Natürlich darf und muss auch die AFD kritisiert werden, das ist doch nicht die Frage. Nur Ihr Anliegen ist doch ein ganz anderes, dass zu Ihrem Buch, für das Sie werben geführt hat. Wenn AFDler Sie zitieren ist das doch eigentlich Werbung für Sie. Auch AFDler sind Leser, die sicher gerne Ihr Buch kaufen würden.

Ich bin mit Ihnen vollkommen d’accord. Warum in diesem Interview, das ich ansonsten sehr interessant finde, wieder einmal die AfD vorgeführt werden soll, erschliesst sich mir ebenfalls nicht. Die AfD kann nun wirklich nichts dafür, dass der junge Mann auch in Deutschland nicht in Frieden leben kann. Die im Lande herrschenden Zustände hat die AfD jedenfalls nicht zu verantworten. Auch nicht die Zustände in seinem Heimatland. Wenn hier jemand an den Pranger gestellt werden muss, dann sind es die Regierungsparteien sowie die Linken und Grünen, die es noch nicht einmal fertigbringen, überhaupt das Mordmotiv des islamistischen Terroristen in Dresden zu benennen. Und das, obwohl sie doch sonst immer vorgeben, gegen Homophobie (natürlich der Rechten)vorzugehen. Scheint so, als ob man gegen Homophobie von muslimischer Seite weniger einzuwenden hätte. Wo bleiben hier eigentlich die vielbeschworenen Werte?

Meinen Kommentar zu diesem Beitrag möchte ich verschenken.

Der Kabarettist Andreas Rebers hat zum Thema am 05.11. in der ARD-Sendung 'Nuhr' alles gesagt. Und viel besser, als ich das kann und jemals könnte.
Ich wünsche diesem Video viele Zuschauer.

https://www.youtube.com/watch?v=Gty8KQtrQJM

'... Freundschaft mit dem Feind des Feindes
pragmatisch wie im Theater Brechts
-
und schon ist der Kreis quadratisch:
Wo ist links, und wo ist rechts?'

Da ich außer gezielt ausgesuchten Krimis und Tiersendungen am Leben des ÖRR nur noch selten teilnehme, kenne ich auch das Programm nicht mehr so. Habe mir gerne dieses Kurzvideo angeschaut und möchte es als "Sternstunde" des deutschen Kaberett bezeichnen. Vielleicht schaue ich mir doch öfters wenigstens NUHR wieder an. Es ist besonders hilfreich, wenn die Mitforisten ihre eigenen Erkenntnisse und Wahrnehmungen mit uns allen teilen. Danke dafür.

auch ich bin dem Link gefolgt. Hervorragend. Ja eine Sternstunde.
ÖR schon lange kein Thema mehr. Nur bestimmte Sendungen ohne Belehrungen.
Nuhr nur ab und an. Bei manchen seiner Gäste weiß vorher schon wo es lang geht.
Aber Nuhr keilt auch gegen links. Als einziger.
Und das schönste am Video. Upps, kein AFD Bashing.
Ansonsten auch Servus TV zu empfehlen. Der Wegscheider.

Tja lieber Herr Konrad, vielleicht muß er die AfD mit ins Boot holen, damit seine Ansichten von der linken Schickeria überhaupt für Voll genommen wird.
Er würde ja sonst, mit diesen Ansichten, schnell ins rechte Spektrum rücken und damit auf der falschen Seite stehen.
Das hat er schon gut verstanden, seit er in D. ist, von welcher Seite der Sturm, äh Wind, weht.

Natürlich überrascht die pauschale "Haudraufkeule" in Richtung AFD auch in diesem Interview nicht, Herr Konrad. - Das Schubladendenken über diese Partei wird breitflächig ausgestreut, mit Erfolg, dem subjektiven Zeitgeist sei dank.

Dass Herr Sherwan offen und deutlich Missstände hinsichtlich des Islams ausspricht ist sehr zu begrüßen; persönlich wünsche ich ihm alles Gute, ohne weitere Diffamierungen hinsichtlich seines Schwulseins. - Objektive Differenzierungen hinsichtlich des linken Zeitgeistes und dessen die Vernunft zersetzenden Gebarens, darf man jedoch nur mit besagten Einschränkungen erwarten.

"Wenn AFDler Sie zitieren ist das doch eigentlich Werbung für Sie. Auch AFDler sind Leser, die sicher gerne Ihr Buch kaufen würden...."

Nicht alle sind käuflich, manche haben auch Prinzipien. Schließlich geht es dem Autor um ein friedliches und respektvolles Miteinander oder wenigstens Nebeneinander.

Wer eine radikale, menschenfeindliche und anti-demokratische Idee bekämpft, kann das nicht glaubhaft tun, indem er sich gleichzeitig mit verbalen Brandstiftern einlässt. Dadurch verspielt er Seriösität und Glaubhaftigkeit, ein berechtigtes Anliegen wird zur Farce.
Denn: Wie kann man demokratische Werte und Toleranz verteidigen wollen, wenn man sich mit Intoleranten verbindet?
Die AfD tönt lautstark, sie sei die Partei, die Deutschland vor islamistischer Okkupation schütze - es soll angeblich eine "Umvolkung" stattfinden, so der Obergutsherr der Partei, Gauland, und andere AfDler.
Wer sich so ausdrückt, wer die Rhetorik rechter Extremisten ins Parlament und in die Öffentlichkeit transportiert, wer demokratische Parteien jagen will, Politiker entsorgen und endlich auch Stolz auf die Leistungen der Wehrmacht sein will - und eine Wende bei der Beurteilung der Nazizeit fordert, ist als Verbündeter im Kampf gegen jeglichen Extremismus ganz offensichtlich absolut unbrauchbar.

Weder Sie noch Ihre wackeren Mitstreiter haben bemerkt, dass Sherwan die AfD nicht von sich aus ins Spiel bringt sondern von Thiele darauf angesprochen wird - und zwar explizit auf genau jenen Mechanismus, der dann hier zu beobachten ist: Muslime wie Ates, Mansour oder Sherwan dürfen gerne DEN Islam kritisieren. Aber wenn sie darauf aufmerksam machen, dass menschenverachtende Verallgemeinerungen eben nicht nur von muslimischen Hasspredigern sondern auch von führenden Politikern der AfD verbreitet werden, dann ist schnell "Schluss mit lustig", und das Interview, das "etwas hätte werden können", ist plötzlich nichts mehr wert.
Bittere Tage für das Cicero-Forum: Klarer Sieg für Biden, Redakteure und Kolumnisten, die Trump und die AfD kritisieren, Kurz verordnet den Österreichern den Voll-Lockdown und auch Schweden schwenkt um - notgedrungen:

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/corona-krise-loefven-stimmt…

Dorothee Sehrt-Irrek | So, 15. November 2020 - 09:29

und fröhliches Wesen(w/d/m), dem Bild nach zu urteilen und er kommt ganz nach der Mutter? Ich hoffe sehr, dass so eine zugegeben völlig aus der Luft gegriffene letzte Bemerkung keine Zumutung für Ahmed Sherwan darstellt, lieben doch die Engländer an Prinz William und Prinz Harry ALLES, das sie an ihre Prinzessin der Herzen erinnert und wie sonst könnte ein sogenannter natürlicher Schutz für Jungen(Tierreich) aussehen, wenn Nachkömmlinge im Tierreich auch schon mal gefressen werden.
Man sollte Mohammed oder Allah also nicht zu hässlich darstellen...
"Allah ist schwul"? Suchen wir zunächst nach Zumutungen für andere Religionen, "Christus war schwarz", "Jehova trägt gerne Frauenkleider" ff ?
Ich glaube es zwar nicht, aber würde es den Religionen etwas von ihrer historischen Größe nehmen?
Manche würden gar sagen, wie modern.
Ich komme besser zurecht mit dem Satz, dass Ahmed Sherwan vermitteln will.
Hauptsache, die jungen Leute kommen mir nicht mit Kampf und die Alten bitte erst recht nicht

"Allah ist schwul" soll provozieren. Für mich geht das auch einen Millimeter zu weit. Dabei geht´s mir allerdings um respektvollen Umgang. Etwas Respekt vor der Überzeugung/der Religion sollte man dem Gegenüber entgegen bringen. Aber ich verstehe das, denn er hat mit diesen unmenschlichen Schlächtern sehr Schreckliches erlebt! Wenn Jemand "Christus ist schwarz" sagt und mich damit provozieren will, so empfinde ich es nicht als Beleidigung … aber nicht aus vorgespielter Toleranz, sondern weil es nicht relevant ist, welche Hautfarbe ein Mensch hat. Zudem war Jesus selbst Hebräer,Jude und dunkelhäutig. Relevant ist, dass mein Gegenüber mir damit Schmerzen zufügen will … und heute ist für mich dieser "Tatbestand" erfüllt, wenn man Andersdenkende als Nazis diffamiert und gezielt ins Aus stellen will. Das ist unmenschlich und einer Demokratie unwürdig.
GG, Artikel 1 "Die Würde des Menschen ist unantastbar!"
Bibel/NT: "Liebe deinen Nächsten sowie dich selbst … liebe (auch) deine Feinde"

herrscht nur Krieg, Gewalt und Konflikte !

Auch deshalb lehne ich j e d e sogen. Religionsgemeinschaften total ab, die zudem weltweit mittelalterliche Rieten und Sitten beibehalten und überall (auch in der BRD) Extra-Bratwürste einfordern und erhalten !

Ich halte es wie Einstein: ich bin überzeugte Athestin !

daß auch dort, wo atheistische, weltliche Ideologien eine wichtige Rolle spielen (z. B. im Kommunismus) Konflikte, Gewalt und Krieg herrschen.
Es ist nicht die Bindung an Gott (= Religion), die den Menschen grausam u. mörderisch macht, sondern seine Natur,die auch bei der Ausübung der Religion zum Tragen kommt. Im Wesen des Menschen gibt es alles: Wunderbares, Großartiges, reinste Mitmenschlichkeit bis hin zum Opfer des eigenen Lebens für einen anderen, a b e r auch Neid, Haß, Freude an Gewalt u. Machtausübung, Grausamkeit bis hin zur Entmenschlichung.
Die Psyche ist letztlich entscheidend - bei allem, was geschieht, nicht der Verstand.
Dieser kann aber (mehr o. minder erfolgreich) auf die Psyche einwirken.
Eine auf Beobachtung der Realität basierende Anthropologie (Psychologie, Soziologie) vermag gut zu beschreiben, wie Menschen "ticken". Ihre Erkenntnisse müßte jeder vernünftige Politiker zur Grundlage seines Denkens und Handelns machen. Dann könnten viele Fehler vermieden werden.

ich wollte den Islam nur nicht alleine "im Regen stehen lassen" und suchte nach evtl. "entsprechenden Mustern" für die anderen Religionen.
Vielleicht wäre die "Brian"-Seite für Christen schwieriger zu meistern gewesen?
Es gab doch damals ziemliche Einwände gegen den Film von Monty Python, der jetzt Kult ist. Ich würde um nichts auf der Welt diese beiden Welten, das Christentum und "Das Leben des Brian" noch trennen wollen. Der Film ist nicht respektlos, im Gegenteil, ich finde er bereichert das Chistentum auf aussergewöhnliche Weise.
Aber Geschichte läuft nicht immer als "Gardemass" ab.
Mal zeigen sich Probleme hier, mal dort, will sagen, um Christentum, Judentum oder Hinduismus etc. gibt es derzeit evtl. nicht die Auseinandersetzungen.
Ich habe hohen Respekt vor Religionen, habe gar meine Haltung zu den Zeugen Jehova oder Scientology geändert etc.
Wenn es Menschen glücklich macht, aber nur dann.
Ich mag keinen Glauben mit dem Schwert oder Drangsalierung von Gläubigen oder Nicht-...

Ulrich Mende | So, 15. November 2020 - 10:23

Mit Verlaub Herr Sherwan, die AfD ist eine demokratische Parte in D, die von knapp 8 Millionen Wählern in den Bundestag gewählt wurde.
Die Islamisten sind Terroristen, die Europa mit tödlichen Attentaten überziehen, um unter religiösem Deckmanten ihre totalitäre Ideologie durchzusetzen.

Wolfgang Jäger | So, 15. November 2020 - 10:33

Amed Sherwans Ideen muten seltsam an. Wofür kämpft er? Gegen Islamismus, Dschihadismus, gegen den Islam überhaupt? Für LGBTQ? Ich denke, er hat die Realität nicht im Blick. Außerdem bedient er mit seinem pauschalen AfD-Bashing links-grüne Ideologen. Die AfD ist zurzeit die einzige Partei, die zusammen mit islamkritischen Muslimen (Abdel-Samed etc.) die Probleme benennt und Lösungen aufzeigt. Aber das will niemand hören. In Sachen Islamisierung sind wir bereits so weit fortgeschritten, dass unser Rechtsstaat im Prinzip schon Anzeichen der Kapitulation vor den entstandenen Parallelgesellschaften zeigt. Es ist eine Illusion zu glauben, der Islam ließe sich irgendwie (u.a. sexuell)liberalisieren, denn dafür müsste man den Koran umschreiben. Amed Sherwan verweigert sich einer Fundamentalkritik. Er hat wohl nicht begriffen, was die Ziele des politisch-fundamentalen Islam sind. Und seine persönliche sexuelle Ausrichtung hat mit dem Thema zunächst doch gar nichts zu tun. Wenig hilfreich!

Gerhard Schwedes | So, 15. November 2020 - 11:32

Abgesehen von dem durch den Interviewer pflichtschuldigst provozierten AfD-Nasenstüber - eine widerliche Spielart des Mainstreams - kann man Herrn Sherwan nur beipflichten. Er hat übrigens einen Gleichgesinnten, den man in D kein zweites Mal antreffen kann: Michael Stürzenberger. Im Gegensatz zu Sherman tritt er allerdings nur mit reinen Tatsachen auf. Aber allein nackte Wahrheiten genügen vollauf, Muslime in Rage zu versetzen. So werden die Tötungssuren aus dem Koran als nichtexistent verleugnet oder Zitat als Übersetzungsfehler verleugnet. Musleme wehren jede Kritik ab oder lügen, dass sich die Balken biegen. Wenn gar nichts mehr hilft, dann wird sogar die Steinigung von Ehebrecherinnen, die Vielehe, das Handabhacken in aller Öffentlichkeit für gut befunden. Oder es wird lauthals gebrüllt, dass die Muslime eines Tages sowieso die Mehrheitsgesellschaft bilden werden. Auch tätlichen Angriffen ist Stürzenberger ausgesetzt. Der islamistische Geist existiert in viel zu vielen Muslimen.

Tomas Poth | So, 15. November 2020 - 12:17

Ob nun Allah, Gott, oder Der Ohne Namen ist eigentlich egal, denn ER/SIE soll uns alle ja geschaffen haben. Also auch jene die aus "dem Rahmen fallen", auch sie sind Teil seiner Schöpfung.
Wer sich über solche Sätze aufregt sagt nur etwas über sich selbst aus, sein Glaubensverständnis und sein Verhältnis gegenüber denen die ihn empören.
Wir erkennen aber auch gleichzeitig durch diese Empörer die Strukturen der "heiligen Schriften" die von Menschenhand geschrieben wurden und die ihre eigenen Urteile/Vorurteile darin festgeschrieben haben.
Religionen sind Menschenwerk, heilige Schriften sind ihre Regelwerke die versuchen Machtstrukturen aufzubauen an denen sich die Menschen halten sollen.
Nehmen wir die schönen, tiefgründigen Sätze die sich in den "heiligen Schriften" finden lassen und streichen den Rest, denn dafür haben wir Gesetzeswerke, bei uns das GG und seine ausführenden Gesetze.

Günter Johannsen | So, 15. November 2020 - 12:57

"Er ist längst nicht der einzige Fall, der geflohen und seinen Gegnern hier wieder begegnet."
Ich finde den Mut des Herrn Amed Sherwan und auch die Selbstlosigkeit gegenüber der Wahrheit und dem Humanismus bewundernswert. Es gehört sehr viel Standhaftigkeit dazu, nach diesen Erfahrungen mit den schändlich-mörderischen Islamisten diesen gewissenlosen Mörder-Nachläufern gegenüberzutreten. Dass er nun seinen Peinigern heute wieder - dazu in einem Land, was freiheitlich-demokratisch sein will - gegenüber stehen und um sein Leben fürchten muss, ist abscheulich. Wer hatte diese hässliche "Demo" zugelassen? Wo sind die Stimmen, die sich sonst im "Kampf gegen rechts" so arg in den Vordergrund spielen (Bundespräsident; Kanzlerin; Genosse Bischof Bedford-Strohm)? Auch der Verfassungsschutzchef hüllt sich in beredtes Schweigen? Warum? Was soll geheim bleiben? Dass in unserem Land nicht die Opfer, sondern die Täter geschützt sind?

Bernd Muhlack | So, 15. November 2020 - 17:28

Ich würde es sehr gerne sehen, wenn Herr Amed Sherwan mit seinem "Allah ist schwul T-Shirt" eine Shisha-Bar betritt - und zwar in Begleitung von Herrn Ayman Mazyek sowie Frau Sawsan Chebli!

Das würde doch sehr gut zu deren permanenten Opfer-/Diskriminierungstiraden passen, nicht wahr?

Er könnte ja auch Frau Dr. Alice Weidel fragen; ich denke, sie würde ihn begleiten - Frau von Storch wohl eher nicht.

Nun ja, auch ein Schutzsuchender, Schutz-Gefundener queerer Jüngling aus dem Irak darf hier bei uns sagen und tragen was er will (außer Waffen).

"Ich kenne viele Muslime, die nicht so denken, aber die sind leider nicht so laut wie die Durchgeknallten. ... Aber das Schweigen ist trotzdem ein Teil des Problems."
Herr Sherwan, insoweit gebe ich Ihnen Recht, sehr gut. Jedoch ist das kein Alleinstellungsmerkmal der Muslime in D, sondern das ist die Crux unserer aktuellen "Diskussionskultur".
Ja, ich sage das immer wieder, wie damals Cato der Ältere:
Ceterum censeo Carthaginem esse delendam!

Fritz Elvers | So, 15. November 2020 - 18:53

dass die Menschheit im 21. Jahrhundert noch immer von Religionen heimgesucht wird und sich dafür gegenseitig umbringt. Obwohl es ja eigentlich auf der Hand liegt, dass die jeweiligen Oberpriester sich diese so zurecht gedichtet haben, dass sie ausschließlich der eigenen Machterhaltung dienen. Wie alle Ideologien.

Dieses Opium vernebelt jedes klare Denken. Amed Sherwan steht unter Lebensgefahr, weil er das nicht mehr hinnehmen wollte. Wir brauchen endlich eine Internationale der bekennenden Atheisten, ein Gegengewicht zu der Anmaßung der Religionen, nicht nur des Islams.

Brigitte Simon | So, 15. November 2020 - 19:14

Herr Thiele fragt Herrn Sherwan dezitiert: "Wie gehen Sie mit der antimuslimischen AfD um? Eine Steilvorlage für H.Sherwan. Für ihn ist die AfD ge-nauso "Scheiße wie die Islamisten". Was für eine Wortwahl. Kritiklos akzeptiert Theile diese Aussage. AfD hin oder her, es handelt sich um eine deutsche Partei. Verheimlicht Thiele seinen Qualitätsjourna-lismus? Im umgekehrten Fall würde uns seine Philo-sophie durch den "Zwangsmeinungskorridor" ja-gen. Der sich in D immer schneller verbreitende Islamismus darf nicht kritisiert werden. Die
falsche Toleranz unserer Regierung diskriminiert uns. Sie macht aus Unschuldige Schuldige. Im heutigen Deutschland dürfen negative islamische Erkenntnisse, Erlebnisse, Gedanken des gesunden Menschenverstands nicht mehr frei geäußert wer-
den und massiven Nachteilen ausgesetzt sein.

Wie beurteilt dies Sh? Th. schweigt. Unbequeme Fragen sind verboten. Was sagt Sh. zu den islamistischen Gewalttätigkeiten weltweit?
Nur vage. Fundamentalkritik?

Wolfgang Beck | So, 15. November 2020 - 21:44

"Weil es wichtig ist. Wenn man etwas ändern will, darf man sich nicht verstecken. Ich bekomme neben all den Drohungen immer noch deutlich mehr positive Nachrichten von Muslimen, die meiner Meinung sind, aber Angst haben. Viele stecken in konservativen Verhältnissen, können nicht so leben, wie sie gerne würden und trauen sich nicht, sich zu outen. Ich will sie dazu ermutigen, laut zu werden." Man sollte auch das andere sehen: Das ist Provokation pur; ob es in dieser krassen Form der Sache dient, muß bezweifelt werden; denn der Fanatismus dürfte damit eher noch befeuert werden, und der normale Muslim wird davon auch nicht gerade begeistert sein.

Walter Ranft | Mo, 16. November 2020 - 01:12

"Ich habe sowieso den Eindruck, dass sich die deutsche Regierung nicht so gerade macht gegen den Islamismus ... (wie die französische)."

Welch freundliche Wendung gegen eine "Corona" aus eher krummen Hunden, eine Regierung im Kriech- und Rückwärtsgang, wie die Verwässerung der französisch-österreichischen "Maßnahmen" unter deutscher EU-Ratspräsidentschaft zeigt.

Wann kapieren die endlich, dass es hier nicht um "Religion", sondern um übelste schariageleitete Machtpolitik geht?