„Anne Will“ zur Corona-Strategie - Die Wiedergänger

In der Talkshow „Anne Will“ wurde wieder einmal diskutiert, warum Deutschland mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie nicht vorankommt. Eine triste Mischung aus Galgenhumor, deprimierenden Prognosen und verzweifelten Appellen. Einen Lichtblick allerdings gab es.

Wo Anne Will ist, darf Karl Lauterbach nicht fehlen / Screenshot ARD Mediathek

Autoreninfo

Marko Northe leitet die Onlineredaktion von cicero.de. Zuvor war er Teamleiter Online im ARD-Hauptstadtstudio und Redakteur bei der "Welt". Studium in Bonn, Genf und Berlin sowie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 

So erreichen Sie Marko Northe:

Marko Northe

Zu den frustrierenden Dingen dieser Pandemie gehört, dass sich inzwischen alles zu wiederholen scheint. Und zwar in einem solchen Maße, dass selbst Referenzen auf den Filmklassiker „Und täglich grüßt das Murmeltier“ nur noch schal und längst nicht mehr witzig sind.

Auch die Talkshow „Anne Will“ ist in der Wiederkehr des ewig Gleichen gefangen, mit den ewig gleichen Gästen, die sich über das ewig Gleiche streiten und immer wieder auf die ewig gleichen Schlüsse kommen, die dann aber seltsamerweise von der Politik nicht so umgesetzt werden, dass sich bei der nächsten Ausgabe der Sendung etwas geändert hätte, und man folglich wieder über das Gleiche streitet.

Haseloff erinnert an Trump

Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt und wiederkehrender Gast der Sendung, sorgte an diesem Sonntag noch für ein anderes Déjà-vu, indem er an den ehemaligen US-Präsidenten Trump (der ja womöglich in vier Jahren auch wiederkehren wird – ja, sollten wir denn wirklich in einer Zeitschleife gefangen sein?) erinnerte. 

Haseloff, der die gesamte Sendung über wirkte, als brauche er dringend Urlaub, versuchte fahrig, die deutsche Pandemie-Politik als Erfolg zu verkaufen, indem er ein Kurvendiagramm mit Corona-Fällen ausgewählter Länder in die Kamera hielt und behauptete, Deutschland und Dänemark seien da „ganz unten“. Das ähnelte stark einem Interview des australischen Journalisten Jonathan Swan mit Donald Trump im August letzten Jahres. Damals versuchte der US-Präsident Swan mit fragwürdigen Diagrammen zu überzeugen, dessen verdutzt-verständnisloser Gesichtsausdruck ging daraufhin auf diversen Social-Media-Plattformen viral.

Auch Haseloff konnte bis zum Schluss der Sendung nicht klar artikulieren, was die Strategie von Bund und Ländern in Sachen Öffnungsperspektiven, Impfungen und Testungen denn nun eigentlich sei. Über Strecken erinnerten seine Aussagen an die rhetorischen Perlen Edmund Stoibers. Und bis zum Schluss blieb es ein Rätsel, warum Haseloff von Will nicht eingehend zur Selbstbedienungsmentalität seines Parteikollegen Nikolas Löbel befragt wurde.

„Unglückliche“ Beschlüsse

Wesentlich klarer dagegen war das, was Karl Lauterbach zu sagen hatte. Der SPD-Gesundheitsexperte, der in „Und täglich grüßt das Murmeltier“ wahrscheinlich das Murmeltier höchstpersönlich spielen würde, auch weil er so präzise die Zukunft vorhersagt wie das pelzige Wetterorakel, sagte allerdings (wieder einmal) nichts, was einen optimistisch stimmen würde. Die Beschlüsse des letzten Bund-Länder-Gipfels seien „unglücklich“, irgendwann im April sei die Inzidenz wieder über 100, durch die Mutation werde die Pandemie dann eine neue Dynamik bekommen. „Und dann kommen wir letztendlich auf die Lage vom 7. März zurück und müssen das Gleiche noch einmal machen“, so die angesichts der jetzt schon steigenden Zahlen eigentlich logische, aber umso deprimierendere Analyse des Gesundheitspolitikers.

Cicero Plus weiterlesen

  • i
    Alle Artikel und das E-Paper lesen
    • 4 Wochen gratis
    • danach 9,80 €
    • E-Paper, App
    • alle Plus-Inhalte
    • mtl. kündbar
Stefan Jarzombek | Mo, 8. März 2021 - 06:16

Der Wähler hat es doch in der Hand, gerade in diesem Jahr, ob er weiterhin täglich von Murmeltieren begrüßt werden möchte.
Scheinbar ist das alles noch nicht heftig genug mit Lockdown und anderen Geschichten aus dem Merkelkabinett,als das der Souverän den Wind einmal anders herum wehen lässt.
Eine Alternative gibt es immer.

Ja, Herr Jarzombek, eine Alternative gibt es - anders als das Frau Dr. Angela Dorothea Merkel gerne zu behaupten pflegt - so gut wie immer.
Doch die Alternative, welche die Umfragen der Demoskopen erahnen lassen, die Alternative möchte ich nun wirklich nicht serviert bekommen.

Dass unsere Politiker aller Coleur aus dieser Dauerschleife, in die sie sich selbst mit Unterstützung der regierungskonformen Medien manövriert haben, nicht mehr ohne Gesichtsverlust herauskomme;, war doch schon zu Beginn der Pandemie klar. Nach dem Virus ist vor dem Mutanten und nach dem Mutanten ist vor dem Virus. So wird das immer weiter gehen bis dann hoffentlich die Menschen die Nase voll haben und mit „Wir sind das Volk“-Initiative dem Spuk endlich ein Ende bereiten. Das klappte 1989; warum nicht auch zu Beginn des dritten Jahrtausends.

Quirin Anders | Mo, 8. März 2021 - 18:38

In reply to by Manfred Bühring

Ihr Wort, Herr Bühring, in Gottes Ohr; allein, es fehlt der Glaube. Denn die Akteure arbeiten bewusst mit Panikmache, und die so erzeugte Angst bewirkt bei vielen Bürgern was sie soll: Blockade. Satirisch zugespitzt könnte man sagen:
> Wird die Merkelitis von einem Lauterbach Wielerholt in die Köpfe der Menschen geSödert, kann sie dort das Denkvermögen lähmen. Dieses Von der Leyden ist als "supranasale Insuffizienz" bekannt.< (Satire Off).
Fatalerweise ist bei einem erschreckend großen Teil unseres recht großen Freundes- und Bekanntenkreises genau das zu beobachten: Früher klar und strukturiert denkende Menschen kreisen in ihren Gedanken zunehmend nur noch um die in ihnen hervorgerufenen Covid-Ängste und verlieren die übrige Realität völlig aus den Augen. Ob von ihnen vernunftgetragene Wahlentscheidungen erwartbar sind?
Übrigens: Ich bezweifle nicht das hohe Infektionsrisiko (bei gedankenlosem Verhalten), sehe aber auch sehr viele andere, weit größere Erkrankungs- und Todesrisiken.

Kai-Oliver Hügle | Mi, 10. März 2021 - 06:32

In reply to by Manfred Bühring

Ich kann nicht einschätzen, wie viele Menschen ab Mitte der 80er Jahre wirklich noch überzeugte SED-Anhänger waren, aber ich vermute, der Prozentsatz lag allenfalls bei 20%, was deutlich mehr ist als die 12,6%, die die AfD bei der letzten Bundestagswahl erzielte. Und das mag Ihre Frage beantworten: 1989 hatte die große Mehrheit der DDR-Bürger mit dem SED-Regime abgeschlossen. Das Ergebnis ist bekannt - für mich eine, wenn nicht DIE Sternstunde der deutschen Geschichte übrigens!
Im Jahr 2021 gibt es ungefähr 10%, die weitgehend mit der freiheitlich-demokratischen Grundordnung abgeschlossen haben, und das reicht nun mal nicht für eine Revolution wie 1989 - Gott sei Dank!

Problem geht in die Problematik "Macht" wie die vorangegangenen Artikel.
Meint ihr, wenn z.B. Frau Merkel abgewählt worden wäre, wäre die politische Welt in Ordnung. Gäbe es nicht dieses....
Wie vor braunen Zeit. Es sind die Tausende von Eliten in den Säulen der Macht, die diese Systeme zum Tragen bringen & gebracht haben. Nach jeder Umwandlung/ Reform gibt es immer Schauprozesse zu Ehren der Demokratie & Gerechtigkeit, wo die Unbedeutenden..., während die Gaukler & Schausteller noch höher steigen, egal wo & wann.
Bestes Beispiel: Frau Karola Wille als MDR-Intetantin.
Da könnte man gleich Lucifer als oberste Gerichtsbarkeit einsetzten. Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen oder...
Und zum Schluss wie damals: Jeder war NUR Opfer & MUSSTE...
Wie sagte schon Großvater: "Egal welches System. Der Trog bleibt der gleiche & nur die Schweine ändern sich.
Aber meistens nicht einmal das.
Aber meistens waren die" Bauernopfer" noch die friedlichsten Haie unter den Haien.

Was will man von einem Murmeltier anderes erwarten, es kann nur eine, seine Perspektive. Hat sich darin bequem eingerichtet und greift dabei viel Geld ab.

Olaf Wrobel | Mo, 8. März 2021 - 07:38

Auch vor Corona haben sehr oft die immer gleichen Talkgäste ihren Popo bei Will, Plasberg, Lanz, Illner und Maischberger wärmen dürfen. Die Corona Krise zeigt das nochmal exemplarisch. Keine Woche geht ins Land ohne, dass das sicherlich kompetente und fast immer richtig liegende Murmeltier Karlchen L. seine Untergangsthesen in Gesprächsrunden kundtut. Will der intelligente Bürger das noch sehen und hören? Ich für meinen Teil nicht. Es mögen 55% der Deutschen doofer als Evelyn Burdecki sein, die mit unkritischen Talkmastern und immer gleichen Murmeltierchen zufrieden sind. Aber was machen die schlauen 45 %? Wo bleiben interessante, abwechslungsreiche Talkshow Themen und Gäste und vor allem kritische, nachbohrende, witzige Talkmaster? Bei der derzeitigen Auswahl an Talkmasterinnen und *ern in den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten muss das Wort Master durch Pastor*In ausgetauscht werden.

Man sollte sich viel öfter mal deren Aussagen aus dem letzten Jahr aufrufen. Z.B. berichtet der Focus Ende April 2020 über K. Lauterbach als Replik auf Boris Pamer:
"Lauterbach rechnet mit 100.000 Toten unter 65 Jahren, sollte Deutschland eine Herdenimmunität anstreben und gleichzeitig Teile der älteren Bevölkerung isolieren". Von den Erfahrungen aus Schweden zum Vergleich hört man leider nichts. Unser Gedächtnis in Gesundheitsfragen ist ohnehin erfahrungsgemäß ziemlich kurz, siehe auch die 'Warnungen' bei Lebensmittelskandalen. Da wird mit großer Bestürzung für kurze Zeit mal kein Fisch, Fleisch, (wahlweise Rind oder Schwein ) gekauft, gewisse Schadstoffe enthaltende Verpackungen gemieden, ect. dann geht es weiter wie immer. Das Schwungrad muss also in Bewegung bleiben...

Manfred Sonntag | Mo, 8. März 2021 - 15:28

In reply to by Ines Schulte

Frau Schulte, ich bin ganz Ihrer Meinung. Warum man die Tübinger Erfahrungen nicht bundesweit umsetzt, ist mir ein Rätsel. Ich habe die Daten von Statista zusammengefasst. Von ~83Mio Bürgern sind ~15% über 70 Jahre alt (~13Mio). Die Summe der an oder mit Corona gestorbenen Bürger per 09.02.2021 beträgt ~55000, was über 89% aller Corona Toten entspricht. Wenn dieser Staat und seine Eliten es nicht schaffen, dass die 15% Bürger bei denen 89% aller Corona-Todesfälle auftreten, wirksam zu schützen, dann ist das nicht nur ein Armutszeugnis, sondern ein totales politisches Versagen. Man hat es nicht einmal geschafft die Heimbewohner vor den Übertragungen zu bewahren. Und aus ihrem ideologisch vernebelten Tunnelblick heraus werden seit einem Jahr alle übrigen Bürger von diesen Glaskugellesern und Alchimisten mit Arrest bestraft.

Zustimmung.

Eine m. E. int. Alternative findet im Ösi-TV statt.
Nennt sich Talk im Hangar und dort hört man dann auch die deutschen Stimmen, die man bei uns bewusst NICHT einlädt.

Läuft etwas spät aber ist wirklich int.

Peter Sommerhalder | Mo, 8. März 2021 - 07:59

Was Will denn Federle ganz alleine in dieser Runde
schon bewirken?
Zu Ihr setzt man Palmer und
Prof. Dr. med. Hendrik Streeck.

Aber eben, man Will ja gar nicht und das Will mir nicht in den Kopf...

Christoph Kuhlmann | Mo, 8. März 2021 - 08:07

Die FFP 2 Masken gibt es an der Discounterkasse für einen Euro und die Schnelltests bei Aldi. Irgendein ein umständliches staatliches Verteilungsverfahren mit Bezugsberechtigungsscheinen ist nun wirklich nicht notwendig. Ich lese die Papierpost sowieso nur alle par Wochen. Au9erdem bekommt die EU nun 100 Millionen Dosen Impfstoff im Monat. Vielleicht kann man die auch an die Discounter weiter geben um lange Warteschlangen mit Infektionspotenzial, abgestürzte Buchungsportale und weitere Verzögerungen zu vermeiden.

Urban Will | Mo, 8. März 2021 - 08:38

Und wieder sagt er nichts, was einen „optimistisch stimmen“ würde... Logo. Wird er nie.
Ich bin kein Anhänger der „Cancel Culture“, aber mich würde es schon „optimistisch“ stimmen, wenn ich mal ein paar Wochen nichts von ihm hören würde.
Er kann offensichtlich nur Epidemiologie. Mehr nicht.
Er beurteilt und fordert nur aus epidemiologischer Sicht. Mehr nicht.
Er hätte somit kein Problem damit, morgen alles, wirklich alles zuzumachen, die Leute alle in Zwangsquarantäne zu schicken mit – sagen wird – Passierscheinen, um alle zwei Wochen isoliert und im Ganzkörperschutz die notwendigen Lebensmittel einkaufen zu können.
Dann wäre das Virus vielleicht weg, um dann kurz danach, nach der Öffnung, wieder irgendwo aufzutauchen und Lauterbach hätte gar kein Problem damit, wieder alles dicht zu machen.
Für ihn sind d ggw Lockerungen alle unsinnig, daher das „dämliche“ Grinsen.
Empathie ist ihm fremd und das Gehalt kommt regelmäßig.
Die Lauterbachs dieser Welt sind die eigentliche Gefahr.

Apokalyptiker wie Karl Lauterbach, deren Motiv die nackte Angst ist, haben derzeit, besonders unter Frau Merkel Hochkonjunktur. Wer keinen Plan hat, wer ständig auf Sicht fährt, für den sind solche Szenarien wahre Segnungen: Man kann im Trüben fischen, man kann Verbote erlassen und sich in dieser gewonnenen Macht sonnen. Ich habe Herrn Klabauterbach, wie ihn Matias Richling treffend charakterisierte, noch keine konstruktive, positive Botschaft aussenden hören oder sehen. Ständig das Gesicht verzerrt wie eine Furie, die Stimme magisch schwingen lassend, das Haar wirr, vermittelt er den Eindruck von Katastrophe und Untergang. Sollte dies eine Marketing-Strategie sein, so ist sie vorzüglich gelungen. Schlimmer ist, er wird von anderen Politikern, die ebenfalls weder Plan und Konzept haben als Fachkompetenz wahrgenommen, was sehr anzuzweifeln ist. Selbst in seiner eigenen Familie gibt es Widerspruch. Ist er ein Konjunkturritter? Ein Monothematiker? Fakt ist: Die Medien haben ihn gemacht!

Johan Odeson | Mo, 8. März 2021 - 08:39

Das wirkliche Murmeltier heist Merkel und es grüsst unbeirrt seit Jahren. Nur die britische Queen kann da mehr vorweisen. Nur sagt Merkel das Wetter nicht voraus, sondern schlimmer, sie macht es. Deutschland hat damit seine eigene hausgemachte Klimakatastrophe. Dringend muss die Amtszeit von Kanzlern auf 2 Wahlperioden begrenzt werden. Es reicht! Höre gerade im Radio, dass am Weltfrauentag darüber diskutiert wird, ob die Arbeit in der Coronakrise „fair“ verteilt ist? Mein Gott, als ob das unser Verteilungsproblem wäre. Derzeit steht es 60.000 : 0 bzgl. Selbsttests Aldi gegen Bundesregierung. Dieser vermaledeite Kapitalismus aber auch! Ach ja, Aldi gab die Tests zum Selbstkostenpreis ab. Ja, aber die „faire“Verteilung sei nicht gewährleistet liest man..... ? Ich habe schon Muskelkater vom Kopfschütteln. Wie lange ermöglichen wir es dieser Fraktion eigentlich noch dieses Land kaputt zu machen?

Claudia Bender-Jakobi | Mo, 8. März 2021 - 14:45

In reply to by Johan Odeson

Perfekte Zusammenfassung des Ist - Zustands in diesem Land! Ich danke Ihnen.

Karl-Heinz Trieglaff | Mo, 8. März 2021 - 21:33

In reply to by Johan Odeson

Wie konnten CDU/CSU nur so naiv sein einen ehemals? politischen Gegner, von Grund auf indoktriniert durch die SED, das Amt des Kanzlers angedeihen zu lassen?

Ernst-Günther Konrad | Mo, 8. März 2021 - 08:53

Ich kann das Gejammer der Hotelbranche auch schon nicht mehr hören. Macht doch einfach auf oder geht endlich auf die Straße. Überall das gleiche. Es wird natürlich mit recht auf diesen Maßnahmenwahnsinn hingewiesen, aber die Betroffenen selbst machen was? Sie schicken ihre politisch devoten Heulsusen in Talkshows und wen wählen sie demnächst bei den Wahlen?
Eben. Die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber.
Wir werden auch noch nächstes Jahr nur Corona hören. Wetten das? Besser nicht. Ich will nicht gewinnen.

Urban Will | Mo, 8. März 2021 - 11:40

In reply to by Ernst-Günther Konrad

Jammern, jammern, jammern, aber nichts tun.
Längst gibt es Konzepte und Forderungen aus den Reihen der (echten, nicht der links - grünen) Opposition, wie man all den Irrsinn beenden und dieser Pandemie sinnvoll begegnen könnte.
Nicht gesendet, kein Teil einer Berichterstattung und somit nicht gehört.
Alles „Rechts“... kennen wir ja. Das darf man nicht mal denken, geschweige denn darüber verhandeln.

Ihren Hinweis auf die Wahlen fand ich klasse. Wer also nach dem zu erwartenden Ergebnis im Herbst von Seiten der am meisten Betroffenen noch eine Klage erhebt, den werde ich genau das fragen. Wem er denn seine Stimme gegeben hat.
„Die dümmsten Kälber...“ Sehr passend...

Hier noch ein Merkel – Spruch zu den Tests „Wir brauchen sicherlich noch den Monat März, um eine umfassende Teststrategie aufzubauen“.
Das ist Realsatire. Das schaffen nur wahre „Profis“.

Klaus Funke | Mo, 8. März 2021 - 09:31

... oder Lockdown durch die Hintertür. Da wird dem Volk Lockerung und Freiheit versprochen wie dem Esel, dem man die Möhre vorhält, in Wahrheit wird vermittels Selbsttest und Schnelltest, eine neue Realität geschaffen, welche die Neuinfektionen in die Höhe schießen lassen - die Konsequenz ist ein erneuter Lockdowns oder die ewige Fortsetzung des vorhandenen. Dieser Trick wird der Kanzlerin wieder viele Fingernägel gekostet haben. Nein, das Volk muss getäuscht werden, weil es getäuscht werden will. Meine Frau machte heute früh einen Kosmetiktermin. Die Kosmetikerin sagte: Diese Woche ist es noch testfrei... mit anderen Worten, die Einbahnstraße führt in neue Beschränkungen. Erst testen, dann zeigt sich, viele werden infektiös sein. Allerdings sind die Tests bekanntlich so ungenau, dass jede Menge "falsch Positive" herauskommen. Egal, die Handhabe für weitere Lockdowns ist da... solche Talkshows wie bei Frau Will ähneln den Show-Hypnosen auf offener Bühne...

ursula keuck | Mo, 8. März 2021 - 09:36

Wer sich noch Wills Volks-Verblödungs-Runde im Staatsfernsehen anschaut,
ist wie man bei uns im Rheinland noch gelinde sagt: „Mit dem Mopp gepudert“.
Wie unvoreingenommene, sachliche, paritätische Talkshow funktioniert
können sie auf Servus TV jeden Donnerstag, bei Talk im Hangar 7 und Sonntags (fast gleichen Zeit wie Wlills-Märchenrund) bei Links-Rechts-Mitte wahrnehmen.

Wunderbar, der Gag. Das wurde besonders in der letzten Runde sichtbar. Da traf ein Befürworter der Maßnahmen (in Österreich wohlgemerkt) auf drei Leugner bzw. Kritiker, zwei davon immerhin Ärzte. Einer unterstrich ständig die Bedeutung der Psyche bei der Bekämpfung der Pandemie, eine andere wollte Covid mit Naturmittelchen bekämpfen, und die Sängerin Julia Neigel als BRD-Import fabulierte ständig von der Abschaffung der Demokratie. Erkenntniswert? Höchstens, was in den Köpfen von Verharmlosern und Leugnern vorgeht.

Sicher brachte Anne Will das, was zu erwarten war. Das eine Tübinger Ärztin konsequenter gehandelt hat, als andere, war interessant - so wie die Feststellung, dass das Tübinger Modell (das Frau Federle, und nicht Herrn Palmer zu verdanken ist), nicht auf Deutschland zu übertragen ist.
Allen Versuchen zum Trotz: Die Zahlen werden es zeigen. Das Virus lässt sich nicht verleugnen.
Es sei denn natürlich, man "findet" alternative Todesursachen.

ist dieser Kommentar, Herr Lenz. Nein, auf keinen der drei Ihnen nicht genehmen Diskussionspartner trifft das von Ihnen Unterstellte zu, keiner leugnet das Virus. (Auch wenn die Behauptung für die Beleidigung Andersdenkender immer ein probates Mittel zu sein scheint.) Das hat diese Sendung im Gegensatz zu den meisten deutschen Talkrunden gezeigt: Verharmlost werden immer noch die vielen schlimmen bis tödlichen Folgen, die sich durch die "alternativlosen" Maßnahmen ergeben: das Leid der Millionen Selbstständigen, Kinder, Jugendlichen, deren Leben nicht durch Corona, sondern durch die Maßnahmen eine vernichtende Wendung genommen hat! Die Verfassungsrichterin (BB) und Schriftstellerin Juli Zeh hat im Dezember angemahnt, den AHA-Regeln drei SOS-Regeln zur Seite zu stellen: "Sensibilität im Umgang mit fremden Ängsten, Offenheit für abweichende Positionen, Sorgfalt beim Formulieren der eigenen Ansichten." Wie wichtig und richtig ... und gleichzeitig hoffnungslos ...

Stimme Ihnen komplett zu. Meine Frau und ich schauen auch nur noch politische Sendungen im Servus TV. Alles andere würde dazu führen, körperliches Unwohlsein zu erzeugen. Mir reichen die altersbedingten Zipperlein völlig aus. Das Sie die richtigen Aussagen treffen kann man an der Reaktion eines bestimmten Herren merken. Je lauter und unverschämter er hier herum schreit, desto richtiger Ihre und unser aller Folgekommentare. Bleiben Sie auch weiterhin klar im Denken.

gabriele bondzio | Mo, 8. März 2021 - 09:43

Ja, wenn man(n)/frau es (vor allem in Form von Lauterbach) grüßen läßt...
Ich las vordem eine nette Parodie vom Freischwimmer. "Interview mit Herrn Traditor-Klabauterklaus zur Corona-Pandemie: „Warum sollen wir uns denn alle impfen lassen?“
Eine belustigende unterhaltsame Hommage zu Fragen der Pandemie. Die mich an Don Quijote und seinen Kampf...unter anderem gegen Windmühlen, erinnert hat.

H. Stellbruch | Mo, 8. März 2021 - 10:31

Ich habe großes Mitleid mit den Journalisten, die sich diese staatstragenden Quasselrunden immer wieder ansehen müssen. Viele der Menschen, mit denen ich spreche, haben sich schon seit längerem entschlossen, brav ihre Rundfunksteuern zu zahlen und stattdessen Netflix zu sehen. Das ist viel unterhaltsamer und lehrreicher.

Fritz Elvers | Mo, 8. März 2021 - 11:07

Ja, auf jeden Fall. Der eine zu schnell, der andere zu langsam. Es gibt in der Physik das Phänomen der Interferenz. D.h., weil beide die gleiche Wellenlänge haben, addieren sie sich zu null und machen keine Fehler mehr.

Hubert Sieweke | Mo, 8. März 2021 - 14:56

seit mehr als zehn Jahren nicht mehr angesehen. StaatsTV reicht, wenn überhaupt nur für Fussball, wenn SKY oder DAZN nichts zeigen.
Lauterbach?? Völlig uninteressant! Will, eher völlig unsympathisch. Erinnert mich an Henry Nannen, der glühender Verfechter der Reportage bei den NAZIS war. Ubi bene ibi patre.

hanno woitek | Mo, 8. März 2021 - 16:57

Wer weiß denn wirklich welches der wirkliche richtige Weg wäre. Jeder weiß nur, dass er es anders machen würde und sein Bereich risikolos öffnen könne.
Wie gut, dass man mein Ruheständler dasein nicht schließen kann. Die Idee hätten bestimmt Millionen Nicht Ruheständler.:-)

Bernd Muhlack | Mo, 8. März 2021 - 17:49

NICHT um Corona!
Ist das nicht bemerkenswert?
Vielmehr wird über Eigenheime, Mietpreisbremse, Zersiedelung u dergleichen debattiert.
& KEINER der üblichen Verdächtigen!

Das klingt doch sehr interessant, oder?
Qua streaming ist man zeitlich ja sehr flexibel.

Nein, diese selbstherrlichen ör-Talkdamen tue ich mir schon lange nicht mehr an.
Bei Maybrit Illner habe ich oft massive Bedenken, ob sie ihren Kopf auf Grund der extremen Schräghaltung, überheblich grinsend wieder in die Ausgangsstellung bringen kann.
Axis an Atlas: "geschafft!"

Der internat. Frühschoppen mit Werner Höfer war damals klasse; ich schaute immer zusammen mit Opa zu.
Gute Journalisten sind inzwischen Mangelware, vor allem im ÖR. Peter Frey fand ich damals beim auslandsjournal prima; inzwischen ist er voll "auf Linie" getrimmt.
Wolf von Lojewski war auch gut; "Ich sag schon mal auf Wiedersehen, aber da waren doch noch zwei berichtenswerte Dinge!"

Die Frauen Will et Co sind nur furchtbar!
... u das am Weltfrauentag!

Rob Schuberth | Mo, 8. März 2021 - 19:50

Was mir vor allem an unseren Talkshows auffällt, sind die extrem vielen Wiedergänger.

Da ist Frau Will leider keine Ausnahme.

Offenbar will der ÖRR einer Gegen-Meinung keine Stimme geben.

Objektive Nachrichten habe ich schon lange nicht mehr gesehen.

Dazu muss man sich schon im Ausland über das eigene Land informieren.
Dort hört u. liest man dann auch die Stimmen, die hier vehement unterdrückt werden.